Kategorie: Frankreich

  • Gefängnisse: Über 66.000 Insassen am 1. Juni – Tendenz weiter steigend

    Gefängnisse: Über 66.000 Insassen am 1. Juni – Tendenz weiter steigend

    Am 1. Juni 2021 gab es in Frankreich 66.591 Inhaftierte, im Vergleich zu 65.384 Gefangenen im Vormonat, aber eigentlich nur 60.794 Plätze in den Gefängnissen.

    Immer mehr Gefangene. Die Zahl der Inhaftierten in französischen Gefängnissen ist im Mai erneut gestiegen, auf 66.591 Insassen, bei 60.794 Plätzen in den Haftanstalten, so die Statistik des Justizministeriums, die am Sonntag, 27. Juni von der Agentur AFP veröffentlicht wurde. Am 1. Mai waren es 65.384 Gefangene, ein Anstieg von 1,8% in einem Monat. In einem Jahr ist die Gefängnispopulation um ganze 14,6% angewachsen.

    Am 1. Juni mussten sich nach Angaben des Ministeriums 908 Gefangene mit einer Matratze auf dem Boden begnügen. Die Belegungsdichte in den 188 Gefängnissen auf dem französischen Festland und in den Überseegebieten lag bei 109,5%, verglichen mit 108% am 1. Mai. In den Gefängnissen, in denen Untersuchungshäftlinge und zu kurzen Haftstrafen Verurteilte inhaftiert sind, sind es sogar 128,6%.

    Die Zahl der Jugendstrafgefangenen ist nur sehr leicht gestiegen (+0,1 %), mit 779 am 1. Juni im Vergleich zu 776 vor einem Monat. Sie stellen 1,2% der gesamten Gefängnispopulation dar. Auch der Anteil der weiblichen Gefangenen (3,3%) bleibt stabil. Die Überbelegung der Gefängnisse wird regelmäßig kritisiert. Im Januar 2020 verurteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte Frankreich wegen der Haftbedingungen in überfüllten Gefängnissen und empfahl dringend, Maßnahmen zur Lösung dieses „strukturellen Problems“ zu ergreifen.

  • Covid-19 und Delta-Variante: „Sich nicht impfen zu lassen, ist ein Akt der Respektlosigkeit“

    Covid-19 und Delta-Variante: „Sich nicht impfen zu lassen, ist ein Akt der Respektlosigkeit“

    Die Delta-Variante gibt immer mehr Anlass zur Sorge: In den Regionen Landes und Gers wurden mehrere Ausbrüche festgestellt. „Sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht impfen zu lassen, ist ein Zeichen von Respektlosigkeit.“ Das ist die Meinung von Professor Jean-François Timsit, Leiter der Abteilung für Wiederbelebung und Infektionskrankheiten am Krankenhaus Bichat in Paris. Im Gespräch mit France Info betont er: „Die Delta-Variante ist 50% ansteckender als die sogenannte englische Variante. Es wird immer Kontraindikationen für den Impfstoff geben, aber diese sind minimal im Vergleich zu den Menschen, die von dieser Impfung profitieren werden. In diesem Stadium, wenn wir wieder normal leben wollen, gibt es keine andere Lösung“, mahnt der Arzt. Frankreich zählt derzeit etwa 1.800 neue Fälle pro Tag In der vergangenen Woche verzeichnete das Land durchschnittlich fast 1.850 neue Fälle pro Tag, ein Rückgang von 18% im Vergleich mit der Vorwoche. Ein Geschwisterpaar im Gers fällt der Delta-Variante…

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  • Paris: Tausende von Menschen beim LGBT+ Pride March

    Paris: Tausende von Menschen beim LGBT+ Pride March

    Mehrere tausend Menschen marschierten am Samstag, dem 26. Juni, nach einem Jahr Abwesenheit wieder beim Paris Pride March mit. Zum ersten Mal fand der Start dieses Marsches in den Pariser Vororten statt, in Pantin (Seine-Saint-Denis), als ein von den Organisatoren gewünschtes Symbol. Die Demonstration begann gegen 15 Uhr und endete gegen 18 Uhr auf dem Place de la République in Paris.

    Mit dem Start in den Vororten wollte man zeigen, „dass der Marsch den Freiwilligen und den Menschen, die ihn organisieren, ähnelt, die nicht alle in einem Doppelhaus im Marais, sondern in den Vororten wohnen“, hatte Matthieu Gatipon-Bachette, Sprecher von Inter-LGBT, im Vorfeld der Veranstaltung angekündigt.

    Das Ziel war auch ein politisches. „Das Departement Seine-Saint-Denis ist das ärmste Departement Frankreichs, also den Marsch von diesem Departement aus zu starten setzt auch ein starkes Zeichen“, hob Mathias Neviere, Co-Vorsitzender der Inter-LGBT, gegenüber Franceinfo hervor.

    Als Emblem und Symbol der LGBT+-Communities war die Regenbogenflagge in den Straßen von Pantin und Paris überall zu sehen: auf T-Shirts, Regenschirmen, Handschuhen, auf den Wangen einiger Demonstranten. In der Menge waren auch viele politische Botschaften, die darauf hinweisen wollten, dass bevorstehenden Öffnung der PMA (staatliches Hilfsprogramm für medizinische Hilfe bei der Reproduktion) für weibliche Paare und alleinstehende Frauen, aber nicht für Transgender-Männer, geplant ist.

  • Umwelt: Im Meer biologisch abbaubare Kunststoffe von französischen Forschern entwickelt

    Umwelt: Im Meer biologisch abbaubare Kunststoffe von französischen Forschern entwickelt

    Wissenschaftler des Labors für mikrobielle Ozeanographie in Banyuls-sur-Mer, in den östlichen Pyrenäen, hoffen, in ein paar Jahren die biologisch abbaubare Verpackungen zum Schutz der Meere anbieten zu können.

    „Wir werden nie alles, was wir in die Flüsse und ins Meer gelangen lassen, wieder herausholen können. Das ist offensichtlich. Die Lösungen müssen also vorgelagert sein. Die Wissenschaft wird innovativ sein müssen, um unsere Art von Plastik zu verändern, aber die Lösung wird sicher nicht in der Reinigung der Strände oder der Ozeane liegen“, sagt der Biologe Jean-François Ghiglione im Magazin „13h15 le samedi“ auf France 2. Der Forscher am CNRS hat 2019 bereits eine „Mikroplastik-Forschungsmission“ an Bord des Forschungsschiffes Tara durchgeführt.

    Für ihn und seine Kollegin Anne-Leïla Meistertzheim, ebenfalls Mitglied des Labors für mikrobielle Ozeanographie in Banyuls-sur-Mer (Pyrénées-Orientales), besteht die einzige Lösung des Problems in der Tat darin, neue, in der natürlichen Umgebung biologisch abbaubare Kunststoffe zu erfinden. Die wissenschaftler testen verschiedene Plastikarten. Einige davon werden aus Erdöl hergestellt, andere aus Algen, Kartoffeln, Zuckerrohr oder sogar Bakterien… Letztere, die viel schneller zerfallen, können konkrete Lösungen für Verpackungshersteller werden.

    „Wir werden Lösungen für unsere Verpackungen finden müssen…“
    „Bei dem Tütenplastik, das wir kennen, sehen wir nicht wirklich eine biologische Zersetzung. Über mehrere Jahre hinweg verändert es sich nicht“, sagt die Forscherin. Bei Plastiktüten dagegen, die aus Bakterien hergestellt werden, ist der biologische Abbauprozess bereits nach fünfzehn Tagen in vollem Gange. Das Wasser, das für die Tests benutzt wird, wird aus dem Mittelmeer direkt vor der Küste in der Nähe ihres Labors entnommen, um die realen Bedingungen des Abbaus dieser Kunststoffe in der Natur zu imitieren.

    Jean-François Ghiglione erklärt den innovativen Ansatz: „Wenn sogenannte biologisch abbaubare Kunststoffe getestet werden, werden sie üblicherweise im Kompost getestet, unter Bedingungen, die nichts mit der Umwelt zu tun haben. Ein industrieller Kompost muss sich auf 60 oder 70 Grad erwärmen, um den Abbau dieser Kunststoffe zu ermöglichen. Wenn wir sie ins Meer werfen, werden sie nicht biologisch abgebaut. Unser Ziel ist es, Kunststoffe zu entwickeln, die im Meer wirklich biologisch abbaubar sein werden, und der Industrie verschiedene Produkte vorzuschlagen. In vier oder fünf Jahren muss es soweit sein, Lösungen für Verpackungen zu haben. Und ich denke, wir werden es schaffen…“

  • Verlangsamung der Covid-19-Impfkampagne: Was die Regierung tun könnte

    Verlangsamung der Covid-19-Impfkampagne: Was die Regierung tun könnte

    Angesichts des immer deutlicher werdenden Desinteresses der Franzosen an der Impfung erwägt die Regierung mehrere Maßnahmen, die dazu beitragen könnten, die Impfkampagne wiederzubeleben. Dieser Sommer kann im Kampf gegen die Epidemie entscheidend werden. Was kann der Staat noch tun, um die Franzosen dazu zu bringen, wieder die Impfzentren des Landes zu füllen? Das ist die große Frage, die sich die Mitglieder der Regierung seit einigen Tagen stellen. Die Impfung wurde früher als geplant auf alle ausgeweitet. Der Abstand der Termine für die zweite Dosis wurde auf die Sommerferien angepasst und entsprechend gelockert. Aber was tun, wenn trotz aller gut funktionierender Logistik keiner mehr kommt, um sich impfen zu lassen? Wenn man mit Reden alle Probleme lösen könnte, wäre es sicherlich einfacher. Das ist aber leider nicht der Fall, die Kommunikation kann immer weniger menschen davon überzeugen, dass man sich weiterhin unbedingt impfen lassen sollte. Die Regierung weiß das und wird nicht …

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  • Insekten, Quallen, Seeigel, Sonnenbrand… wie vermeidet man Verletzungen im Sommer?

    Insekten, Quallen, Seeigel, Sonnenbrand… wie vermeidet man Verletzungen im Sommer?

    Mit der Rückkehr des Sommers ist auch die Rückkehr von Insektenstichen, Sonnenbränden und anderen Urlaubsleiden verbunden. Wir erklären, was zu beachten ist. Lösen wir uns von vorgefassten Meinungen und machen wir uns die richtigen Reflexe zu eigen. Wenn die Sommerferien näher rücken, ist es wichtig zu wissen, wie man sich vor kleinen Verletzungen schützen oder diese behandeln kann. Vorsicht vor Quallen- und Seeigelstichen am Strand Das erste, was man bei Verletzungen im Wasser beachten sollte, ist, niemals in Panik zu geraten. Wenn man sich im Wasser befindet, muss man unbedingt versuchen ruhig zu bleiben und an Land zu schwimmen. Stiche von Quallen und Seeigeln können Stress oder Unbehagen verursachen, was das Schwimmen schnell erschweren und zu noch gefährlicheren Unfällen führen kann. Bei Verbrennungen durch Quallen sollte man nicht an der Wunde kratzen, das könnte zu einer Infektion führen. Verwenden Sie auch kein Süßwasser oder eine alkoholische Lösung. Am Strand angekommen, spü…

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  • Marseille: Bei einem Fußballspiel wird ein Spieler durch Schüsse getötet und ein weiterer verwundet

    Marseille: Bei einem Fußballspiel wird ein Spieler durch Schüsse getötet und ein weiterer verwundet

    Bei einem Fußballturnier in einer Wohnsiedlung in Marseille wurde am Freitagabend ein Mann durch Schüsse getötet und ein weiterer schwer verletzt.

    Bei einem Fußballturnier in einer Wohnsiedlung in Marseille sind am Freitagabend ein Mann getötet und ein weiterer schwer verletzt worden. Das teilte die Polizeipräfektur mit und bestätigte damit einen Bericht der Tageszeitung La Provence.

    Ein Auto fuhr in das Stadion La Martine im 15. Arrondissement von Marseille ein und seine Insassen schossen auf zwei Fußballspieler, die an einem bezirksübergreifenden Turnier teilnahmen.

    Einer der Spieler starb und der andere ist in einem „sehr ernsten“ Zustand, sagte die Polizeipräfektur.
    Für die Zuschauer, die Zeugen der Tat wurden, ist eine psychologische Betreuung eingerichtet worden. Der Unterpräfekt hat die Szene der unglaublichen Tat besucht.

    Die Kriminalpolizei wurde mit den Ermittlungen betraut.

  • Impfung gegen Covid-19: Zahlen zeigen eine rückläufige Impfrate in Frankreich

    Impfung gegen Covid-19: Zahlen zeigen eine rückläufige Impfrate in Frankreich

    In Frankreich ist in den letzten Tagen eine deutliche Verlangsamung der Impfkampagne zu beobachten. Genug, um die Regierung zu beunruhigen. Stößt der Enthusiasmus um die Impfkampagne in Frankreich an eine Art gläserne Decke? „Habt Angst vor dem Virus, habt keine Angst vor dem Impfstoff“, mahnte Premierminister Jean Castex am Donnerstag, 24. Juni, während seiner Reise in die Region Landes und deutete damit an, dass die Franzosen in der Tat das Interesse an der Impfung zu verlieren scheinen. Der Regierungschef weiß: Die aktuellen Zahlen in Frankreich sind nicht gut. In dieser Impfkampagne, die viele Rückschläge erlebt hat, zwischen Lieferverzögerungen und Polemiken über die Gefährlichkeit des AstraZeneca-Impfstoffs, zeigt sich heute das vielleicht grösste Problem: die Bereitschaft der Franzosen, sich impfen zu lassen. Die Exekutive fordert alle Bürger zur Impfung auf, um eine vierte Welle der Epidemie vor dem Hintergrund der aggressiven Delta-Variante so gut wie möglich zu verhindern. Di…

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  • Morgen beginnt die Tour de France 2021

    Morgen beginnt die Tour de France 2021

    Die 108. Auflage der Tour de France startet diesen Samstag, 26. Juni, in Brest. Wird sie in Ihrer Nähe vorbeikommen? Wer sind die Kandidaten für das Gelbe Trikot? Haben die französischen Fahrer eine Chance?

    Von wann bis wann?
    Große Abfahrt am Samstag, 26. Juni, von Brest. Zieleinlauf am Sonntag, 18. Juli in Paris. Ursprünglich sollte die Tour vom 2. bis 25. Juli stattfinden. Aber die Organisatoren mussten den Wettbewerb um eine Woche vorverlegen, um Überschneidungen mit den Olympischen Spielen in Tokio (23. Juli – 8. August) zu vermeiden und eine maximale Medienpräsenz zu gewährleisten.

    Ursprünglich sollte die diesjährige Tour de France von Kopenhagen (Dänemark) aus starten, aber die Vorverlegung um eine Woche machte einen Strich durch die Rechnung: Die dänische Hauptstadt lebt und bebt derzeit im Rhythmus der Fußball-Europameisterschaft (mit einem weiteren Spiel am Montag, dem 28. Juni). Der dänische Start wurde nun auf das Jahr 2022 verschoben, so dass nun Brest zum vierten Mal in seiner Geschichte Gastgeber für den Start der Tour de France sein wird. Die Region Bretange ist, wohlgemerkt, ein sehr beliebtes Fahrradgebiet.

    Welche Route ist geplant?
    3.383 Kilometer, in 21 Etappen. 2 Ruhetage am 5. (in Tignes) und 12. Juli (Andorra). Das Rennen führt durch 9 Regionen. In folgender Reihenfolge: Bretagne, Pays de la Loire, Centre Val de Loire, Bourgogne-Franche-Comté, Auvergne-Rhone-Alpes, Provence-Alpes-Côte-d’Azur, Occitanie, Nouvelle-Aquitaine, Île-de-France. Die längste Etappe ist die siebte: 249 km zwischen Vierzon und Le Creusot am 2. Juli. Die kürzeste ist die letzte: 108,4 km zwischen Chatou und den Champs-Elysées.

    Welche Etappen sollte man nicht verpassen?
    > Die erste: Brest – Landernau (Samstag, 26. Juni)

    Ideal für Julian Alaphilippe. Holt er sich das gelbe Trikot gleich am ersten Tag?

    > Die dritte: Lorient – Pontivy (Montag, 28. Juni)

    Das ist eine dieser Etappen, bei denen man einen guten Teil des Nachmittags auf der Couch geschlafen hat und darauf wartete, dass die morgendliche Ausreißergruppe vom Feld eingeholt wird. Man mag es, wenn die Jungs 100 Meter vor der Linie noch einmal alles geben, um den Sieg zu holen. Eine typische Sprint-Etappe. Diese wird die erste dieser Etappen in 2021 sein.

    > Die Fünfte: Changé – Laval (Mittwoch, 30. Juni)

    Das erste der beiden Einzelzeitfahren. Wird es erste Lücken in der allgemeinen Klassifizierung geben?

    > Die Achte: Oyonnax – Le Grand Bornand (Samstag, 3. Juli)

    Die erste Etappe für starke Bergfahrer. Mit 3 Pässen der 1. Kategorie auf dem Programm, alle in Haute-Savoie: Mont-Saxonnex, Romme, Colombière.

    > Die Neunte: Cluses – Tignes (Sonntag, 4. Juli)

    Sprint und Ziel auf starker Steigung.

    > Die Elfte: Sorgues – Malaucène (Mittwoch, 7. Juli)

    An diesem Tag muss das Fahrerfeld den Mont Ventoux zweimal überqueren. Zuerst von Sault, seiner am wenigsten bekannten Seite (erst zum zweiten Mal im Programm der Tour). Dann, nach der Abfahrt auf der Nordseite nochmals ein Aufstieg am Südhang ab Bédoin. Ja, es ist vielleicht ein bisschen anstrengend, aber wir erwarten eine spannende Etappe.

    > Die siebzehnte: Muret – Saint-Lary-Soulan (Mittwoch, 14. Juli)

    Die große Pyrenäen-Etappe. Eine höllische Abfolge von Berg-Etappen: Peyresourde (1. Kategorie), Val Louron-Azet (1. Kategorie) und dann das Ziel in Portet (außerhalb der Kategorie). 16 km Schlussanstieg mit durchschnittlich 8,7% Steigung.

    > Die Achtzehnte: Pau – Luz Ardiden (Donnerstag, 15. Juli)

    Und gleich am nächsten Tag eine weitere Bergetappe, die aber etwas weniger schwierig ist.

    > Die Zwanzigste: Libourne – Saint-Emilion (17. Juli)

    Vorletzte Etappe, Einzelzeitfahren über 30,8 km. Im Herzen der Weinberge.

    Wer sind die Favoriten für die Gesamtwertung?
    Wir könnten auf ein weiteres slowenisch-slowenisches Duell zusteuern: Primoz Roglic gegen Tadej Pogacar, den scheidenden Sieger. Bei der letzten Tour de France blieb Roglic (31) 11 Tage lang in Gelb, bevor er das gelbe Trikot auf der vorletzten Etappe an seinen jungen Landsmann Pogacar (22) übergab. In Abwesenheit von Egan Bernal, dem Sieger von 2019, sind ihre Herausforderer Geraint Thomas (Sieger von 2018) und Richard Carapaz (Sieger des Giro 2019 und der Tour de Suisse 2021) echte Favoriten. Und dann stellt man sich noch diese Fragen: In welcher Form wird Chris Froome sein? Nairo Quintana? Und Richie Porte?

    Auch kann man sehr gespannt sein, wie sich der 26-jährige Niederländer Mathieu Van der Poel schlagen wird. Cyclo-Cross, Mountainbike, Klassiker… er weiß, wie man überall gewinnen kann und wird diese Jahr seine erste Tour de France starten. Übrigens: Er ist der Enkel von Raymond Poulidor.

    Haben die Franzosen eine Chance?
    Nein. Aber kann man es wissen? Dieses Jahr kein Thibaut Pinot oder Romain Bardet. Die Hoffnungen der französischen Fans liegen einmal mehr bei Julian Alaphilippe, Sieger von 5 Etappen in den letzten 3 Jahren, 17-Tage-Träger des Gelben Trikots,  das gepunktete Trikot der Tour im Jahr 2018.

    Der bretonische Kletterer David Gaudu ist ebenfalls einer der Hoffnungsträger der Bleus für eine gute Platzierung in der Kletterer-Wertung. Auch Arnaud Démare könnte auf der Seite der Sprinter eine gute Performance zeigen.

    Hätten Sie das gewusst?
    > Wie oft werden die Fahrer auf der letzten Etappe um die Champs-Elysées fahren? 8 Mal.

    > Wie viele Menschen versammeln sich jedes Jahr am Straßenrand der Route? Im Durchschnitt zwischen 10 und 12 Millionen.

    > In wie vielen Ländern wird die Tour de France im TV übertragen? 190.

    > Wie viel bekommt der Fahrer, der das Gelbe Trikot trägt, pro Tag? 500 Euro.

    > Wie viel bekommt jeder Fahrer, der das Rennen beendet, mindestens? 1.000 Euro. Das sind stolze 3,383 Euro pro zurückgelegtem Kilometer…

    > Wie viel bekommt ein Etappensieger? 11.000 Euro.

    > Wie viel bekommt der Gewinner? 500.000 Euro.

    > Bonusfrage: Wie oft muss man im Durchschnitt in die Pedale treten, um eine Tour de France zu absolvieren? 403.200.

  • Ein Freifallsimulator vermittelt den Eindruck eines Sprungs aus 4.000 m Höhe über Marseille

    Ein Freifallsimulator vermittelt den Eindruck eines Sprungs aus 4.000 m Höhe über Marseille

    Die Firma iFly, die Flugsimulationen anbietet, ermöglicht es jetzt, mit einem Virtual-Reality-Helm einen Fallschirmsprung über Marseille zu erleben.

    Der vor zwei Jahren in Bouc-Bel-Air im Departement Bouches-du-Rhône eröffnete Flugsimulator iFly bietet eine atemberaubende Neuheit – oder fast. Das Unternehmen hat in Virtual-Reality-Helme investiert, um Neugierigen einen Fallschirmsprung über Marseille zu ermöglichen. „Es ist uns nicht erlaubt, über einer großen Stadt abzuspringen. Normalerweise muss der Sprung in einem Fallschirmsprungzentrum durchgeführt werden, daher ist dies wirklich außergewöhnliches Erlebnis“, sagt Eric Bouquet, iFly-Instruktor.

    Zwei Weltmeister filmen die Bilder vom Sprung
    Um diese beeindruckenden Luftbilder von Marseille zu erhalten, wurde von der Firma eine Ausnahmegenehmigung eingeholt. Die Weltmeister im Fallschirmspringen, Karine Joly und Grégory Crozier, haben die Aufnahmen gemacht und sind immer noch nicht ganz über das Erlebnis hinweggekommen: „Wir sehen alle Farben der Calanques und das Türkis der Küste ist großartig. Wir können von Cassis bis Estaque sehen, wir können die ganze Gegend sehen, wir flogen über dem Alten Hafen“, schwärmen die Weltmeister.

    Die ersten Glücklichen, die den unglaublichen Simulator ausprobieren können, stehen in einem 15 Meter hohen Windkanal, den VR-Helm auf dem Kopf. Wenn die vier Flugzeugmotoren aktiviert werden, fliegt der Fallschirmspringer dank des 150 km/h schnellen Windes nach oben. Während dieses virtuellen freien Falls von 4.000 Metern wird er den Bildern der beiden Weltmeister begleitet – in der Realität aber wird er von einem Mitarbeiter von iFly gehalten.

    Nach dem großen Sprung sind die Reaktionen einstimmig: „Toll, das war zu gut“, freut sich einer der Test-Kandidaten. „Einfach nur großartig, man hat das Gefühl, wirklich dabei zu sein, und ich möchte es einfach noch einmal machen“, fügt ein anderer hinzu.

    Der Simulator wird für die Öffentlichkeit ab 5. Juli zugänglich sein. Aber Achtung, das Erlebnis ist nicht für jeden Geldbeutel zugänglich, man muss 130€ ausgeben, um Marseille von sehr, sehr hoch oben bewundern zu können.