Kategorie: Frankreich

  • Angelina Jolie besucht Lviv und spricht mit Kriegsvertriebenen

    Angelina Jolie besucht Lviv und spricht mit Kriegsvertriebenen

    Die Schauspielerin und Filmemacherin Angelina Jolie besuchte den Hauptbahnhof in Lemberg (Lviv), um mit ukrainischen Kriegsflüchtlingen zu sprechen, die am 30. April mit einem Evakuierungszug aus Pokrowsk, einer Stadt im Gebiet Donezk, in Lviv ankamen. Angelina Jolie ist eine Sonderbeauftragte des UNHCR.

    Hollywood-Schauspielerin Angelina Jolie besuchte am Samstag die ukrainische Stadt Lemberg. Sie schaute in einer Bäckerei vorbei und begab sich anschliessend zum Bahnhof der Stadt, um mit Menschen zu sprechen, die durch Überfall Russlands aus ihrer Heimat vertrieben wurden.

    Die 46-jährige Jolie ist Sonderbotschafterin des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR, das angibt, dass in den vergangenen zwei Monaten mehr als 12,7 Millionen Menschen aus ihrer Heimat fliehen mussten, was etwa 30% der ukrainischen Bevölkerung vor dem Krieg entspricht.

    Während ihres Besuchs in Lemberg traf Jolie mit Freiwilligen zusammen, die mit den Vertriebenen arbeiten und ihr erzählten, dass jeder der hier tätigen Psychiater mit etwa 15 Menschen pro Tag spricht. Viele der ankommenden Menschen sind Kinder im Alter von zwei bis 10 Jahren.

    Die US-Schauspielerin und UNHCR-Sonderbotschafterin Angelina Jolie posiert für ein Foto mit Kindern in Lemberg, Ukraine, am 30. April 2022. Pressedienst der staatlichen Regionalverwaltung von Lviv/Handout

    „Sie müssen unter Schock stehen … Ich weiß, wie sich Traumata auf Kinder auswirken. Ich weiß, wie heilsam es für sie ist, wenn ihnen jemand zeigt, wie wichtig sie sind, wie wichtig ihre Stimme ist“, sagte Jolie anlässlich ihres Besuches in einer medizinischen Einrichtung.

    Die Angst der Menschen in der Ukraine erlebte der Hollywood-Star am Bahnhof von Lviv auch am eigenen Leib. Ihr Besuch in Lemberg wurde von einem Luftalarm überschattet, der Jolie und ihre Begleiter dazu zwang, einen Schutzraum aufzusuchen.

    Angelina lief zusammen mit ihren Begleitern zu einem Schutzraum. Als sie gefragt wurde: „Haben Sie Angst?“, antwortete sie: „Nein, nein, mir geht es gut“.

    Im vergangenen Monat besuchte Jolie in ihrer Rolle als Sondergesandte der UNO bereits den Jemen, wo Millionen von Menschen durch den Krieg vertrieben wurden.

  • Bergerac: Leiche eines Neugeborenen in der Bahnhofstoilette gefunden

    Bergerac: Leiche eines Neugeborenen in der Bahnhofstoilette gefunden

    Eine Untersuchung wurde eingeleitet, aber es muss noch eine Autopsie durchgeführt werden, um festzustellen, „ob das Kind lebend geboren wurde oder in utero gestorben ist“, was für die Qualifizierung der Tat entscheidend sein wird.

    Nachdem am Freitagnachmittag der leblose Körper eines Neugeborenen in einer Toilette des Bahnhofs von Bergerac (Dordogne) entdeckt worden war, wurde eine Untersuchung eingeleitet, wie die Agentur AFP am Samstag, 30. April, von der Staatsanwaltschaft erfuhr.

    Der leblose kleine Körper wurde von einer Putzfrau in der Toilettenschüssel der Behindertentoilette gefunden, in der sich auch Blut und die Plazenta befanden, wie der Vize-Staatsanwalt von Bergerac, Charles Charollois, gegenüber der AFP erklärte. Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung zur Ermittlung der Todesursache ein, mit der die von Bergerac betraut wurde.

    Eine für Dienstag in Bordeaux geplante Autopsie soll klären, „ob das männliche Kind lebend geboren wurde oder in utero gestorben ist“, was für die juristische Einstufung des Sachverhalts maßgeblich sein wird. Die Suche in den örtlichen Krankenhäusern nach der potentiellen Mutter ist bisher erfolglos geblieben.

  • Gastronomie: Chefs suchen verzweifelt nach Personal

    Gastronomie: Chefs suchen verzweifelt nach Personal

    Die Verantwortlichen im Gastgewerbe sind besorgt, da sie für die bevorstehende Hochsaison einen akuten Mangel an Personal im Service und in der Küche erleben.

    Mit 80 Gedecken pro Tag ist das Restaurant „Les Pantins“ jeden Mittag außen und innen fast voll besetzt. Dennoch ist es unmöglich, einen Koch zu finden, der die Vorspeisen und Desserts zubereitet. Um sich über Wasser zu halten, musste der Wirt, Sylvain Lavigne, einen Freund bitten, extra aus New York (USA) zu kommen, um ihm einen Monat lang auszuhelfen.

    Der Restaurantleiter ist sehr besorgt. „Es wird wirklich dringend. Wir suchen schon seit fast zwei Monaten“, sagt er gegenüber France 2. Die Gastronomie ist heute nicht mehr attraktiv. In zwei Jahren Gesundheitskrise haben immer mehr die Arbeitnehmer der Branche den Rücken gekehrt und sind nicht mehr dazu bereit, die anstrengenden Arbeitsrhythmen und Arbeitszeiten zu akzeptieren. Sylvain Lavigne versucht daher, über soziale Netzwerke mit dem Versprechen zusätzlicher und besser verteilter Ruhetage zu werben. Der Personalmangel betrifft den gesamten Gastronomie-Sektor. Die Branche befürchtet, dass in der Sommersaison bis zu 300.000 Stellen nicht besetzt werden können.

  • Mit mehr als 71.000 Häftlingen im April sind die französischen Gefängnisse mit 117% überbelegt

    Mit mehr als 71.000 Häftlingen im April sind die französischen Gefängnisse mit 117% überbelegt

    In den französischen Strafvollzugsanstalten gibt es eigentlich „nur“ 60.683 offiziell verfügbare Plätze.

    Die Zahl der Häftlinge in Frankreich stieg am 1. April auf über 71.000 und bestätigte damit den schon im März verzeichneten Anstieg, wie aus offiziellen Zahlen hervorgeht, die am Freitag, dem 29. April veröffentlicht wurden. In den französischen Strafvollzugsanstalten befanden sich am 1. April 71.053 Häftlinge, obwohl offiziell nur 60.683 betriebsbereite Plätzen ausgewiesen sind. Dies entspricht einer Gefängnisdichte von 117,1%, gegenüber 107,1% ein Jahr zuvor.

    Die Zahl der Inhaftierten war bereits am 1. März wieder auf etwa 70.000 gestiegen, ein Wert, der seit Beginn der Gesundheitskrise in den französischen Gefängnissen nicht mehr erreicht worden war. Innerhalb eines Jahres kamen 5.927 neue Häftlinge dazu, was einem Anstieg der Gefängnispopulation um 9,1% entspricht.

    In sechs Gefängnissen liegt die Belegungsrate bei über 200%
    Laut den statistischen Daten des Justizministeriums sind die französischen Strafvollzugsanstalten derzeit mit 13.996 Häftlinge überbelegt. In den Haftanstalten, in denen Häftlinge, die auf ihr Urteil warten – und somit als unschuldig gelten – und solche, die zu kurzen Strafen verurteilt wurden, inhaftiert sind, liegt die Belegungsrate bei 139%.

    Vierundvierzig französische Gefängnisse weisen eine Belegungsrate von über 150% auf. In sechs Einrichtungen liegt die Belegungsrate sogar über 200% (222,3% in Bordeaux-Gradignan, 217% in Nîmes, 215,8% in Perpignan, 205,1% in Fontenay-le-Comte, 204,7% in Carcassonne und 203,1% in Foix). Aufgrund der Überbelegung müssen 1.878 Gefangene auf Matratzen auf dem Boden schlafen. Am 1. April 2021 waren es 830.

  • Paris zieht nach 2 Bränden 149 Elektrobusse vorübergehend aus dem Verkehr

    Paris zieht nach 2 Bränden 149 Elektrobusse vorübergehend aus dem Verkehr

    Die Pariser Verkehrsbetriebe „haben den Hersteller Bolloré um ein umfassendes Gutachten gebeten“, um die Umstände der beiden Vorfälle zu ermitteln.

    Die RATP kündigte am Freitag, dem 29. April, in einer Pressemitteilung an, „149 Elektrobusse einer einzigen Serie der Marke Bolloré vorübergehend aus dem Verkehr zu ziehen“. Die Entscheidung erfolgte „als Vorsichtsmaßnahme“, nachdem zwei Busse der Serie Bluebus 5SE innerhalb von weniger als einem Monat in Brand gerieten.

    „Nach diesen beiden Bränden innerhalb weniger Wochen an derselben Busserie haben wir nun beschlossen, diese Busse aus dem Betrieb zu nehmen“, kommentiert Nicolas Cartier, Leiter der Buswartung der RATP, gegenüber Franceinfo. Das Unternehmen forderte von seinem Lieferanten „einen Aktionsplan, um zu einer normalen Sicherheitssituation für die Busse zurückzukehren“, erklärt der Verantwortliche.

    Am Freitagmorgen gegen 8 Uhr geriet ein Bus im 13. Arrondissement von Paris in Brand, nachdem Anfang April bereits ein erstes Feuer im 5. Arrondissement von Paris ausgebrochen war. Glücklicherweise gab es bei beiden Vorfällen keine Verletzten. Eine Untersuchung zur Ermittlung der Ursachen ist im Gange.

    „Alle unsere Teams sind mobilisiert, um zu analysieren und die Daten zu sammeln, auf die wir eine Analyse stützen können“, reagierte Serge Amabilé, der kaufmännische Direktor von Bluebus. „Der erste Bluebus wurde im Dezember 2015 ausgeliefert. Außer in den letzten drei Wochen gab es nie einen Brand zu beklagen“.

    Die RATP betreibt eine Flotte von 4.700 Bussen, darunter 500 Elektrobusse von drei verschiedenen Herstellern.

  • Euromillionen: Sie erfahren per E-Mail, dass Sie den Jackpot gewonnen haben? Vorsicht Betrug!

    Euromillionen: Sie erfahren per E-Mail, dass Sie den Jackpot gewonnen haben? Vorsicht Betrug!

    Viele Internetnutzer haben in den letzten Monaten E-Mails mit dem Absender „EuroMillions“ bekommen, in denen sie aufgefordert wurden, an einer Verlosung teilzunehmen, um den Hauptgewinn zu erhalten. Aber Achtung: Dabei handelt es sich um einen typischen Internetbetrug, um an persönliche Informationen zu gelangen.

    Viele Internetnutzer haben in den letzten Monaten in ihrem E-Mail-Postfach Nachrichten mit dem Titel „Gewinnbenachrichtigung“ entdeckt. Wie die Zeitung „20 Minutes“ berichtet, spielt diese gefälschte E-Mail, die angeblich an einen EuroMillionen-„Gewinner“ gerichtet ist, mit den Emotionen des Lesers. Das Ziel: möglichst viele persönliche Informationen zu erpressen.

    Die Nachricht beginnt mit einer Erklärung, wie der Gewinn durch eine Verlosung über die E-Mail-Adresse der Zielperson zustande gekommen ist. Anschließend, so „20 Minutes“, muss der Internetnutzer ein Formular ausfüllen, das an einen „Gerichtsvollzieher“ weitergeleitet wird. Anschließend werden persönliche Informationen – wie die Nummer der Kreditkarte – abgefragt, um die Überweisungsgebühren zu bezahlen und so den gewonnen Betrag erhalten zu können.

    „Phishing“
    Natürlich handelt es sich bei dieser E-Mail um einen Betrug, oder genauer gesagt um einen Phishing-Versuch, auf Neudeutsch „Phishing“. Dieses im Internet immer wiederkehrende Betrugsverfahren besteht darin, eine Person in eine Falle zu locken, damit sie ihre persönlichen und vor allem ihre Bankdaten preisgibt. Hier ist diese Falle so grotesk aufgebaut, dass sie die Menschen dazu verleiten soll, EuroMillionen-Gewinne durch „Auslosung“ abzuholen, was keinesfalls zu den Praktiken der europäischen Lotterie gehört.

    Beachten Sie, dass, wenn Sie bei EuroMillionen gespielt haben, die Gewinnbenachrichtigungen in der Regel nicht per E-Mail erfolgen. Dies erfolgt nur bei bereits registrierten und verifizierten Spielern, die online an EuroMillionen teilnehmen und deren Daten bei EuroMillionen bereits hinterlegt sind.

    Spieler, die einen Spielschein in einer Annahmestelle gekauft haben, müssen diesen bei der Annahmestelle vorlegen, die dann einen potentiellen Gewinne feststellen kann.

  • Neue Schilder auf französischen Autobahnen

    Neue Schilder auf französischen Autobahnen

    Auf den französischen Autobahnen ist ein neues Schild aufgetaucht. Es schreibt vor, dass Autofahrer einen Abstand zu Fahrzeugen und Personen einhalten müssen, die sich auf dem Standstreifen befinden.

    Seit 2018 sieht die französische Straßenverkehrsordnung einen Sicherheitsabstand zu Fahrzeugen vor, die auf dem Standstreifen halten. Um Fahrer dabei zu unterstützen, taucht auf taucht jetzt auf den Autoroutes du Sud de la France (ASF), Cofiroute und Escota eine neue Beschilderung auf.

    „Diese Beschilderung, die aus drei Schildern im Abstand von 300 Metern besteht, beschreibt die drei Schritte, die für die Einhaltung der Sicherheitskorridor-Regel notwendig sind: 1- Ich verlangsame, 2- Ich entferne mich, 3- Ich wechsle die Spur, wenn möglich“, erklärt Vinci Autoroutes.

    „Der Sicherheitskorridor besteht aus einer virtuellen Barriere, die jeder Fahrer respektieren muss, sobald er sich Personal nähert, das am Rand einer Straße, Schnellstraße oder Autobahn tätig ist“, erinnert Vinci Autoroutes auf einer eigens eingerichteten Internetseite. Bei Nichtbeachtung dieser Regel droht ein Bußgeld von 135 Euro.

    Das Prinzip des Sicherheitskorridors wird auch in einem Video erläutert, das von der Association française des sociétés d’autoroutes (AFSA) online gestellt wurde.

    Die Aufstellung der Schilder erfolgt einen Tag nach einem dramatischen Unfall, der sich am Mittwoch, dem 27. April ereignet hat. Ein Autobahnmitarbeiter wurde auf der A43 in Höhe von Ruy-Montceau im Département Isère von einem Fahrzeug erfasst. Der Arbeiter, der eine Markierungsaktion durchführte, wurde von einem deutschen Autofahrer, der in Richtung Chambéry/Lyon unterwegs war, angefahren. Zwei weitere Arbeiter wurden verletzt.

    Lesen Sie auch: Tödlicher Unfall: Deutscher Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

  • Emmanuel Macron spricht mit Bürgern in Barbazan-Debat (Hautes-Pyrénées)

    Emmanuel Macron spricht mit Bürgern in Barbazan-Debat (Hautes-Pyrénées)

    Der wiedergewählte Präsident der Republik Emmanuel Macron reist am Freitag, dem 29. April, in die Hautes-Pyrénées. Der Journalist Christophe Gascard berichtet für France 2 aus Barbazan-Debat. Am Freitag, dem 29. April, ist Staatspräsident Emmanuel Macron in den Hautes-Pyrénées unterwegs. Der Journalist Christophe Gascard berichtet aus Barbazan-Debat (Hautes-Pyrénées), und erklärt, dass die nächste Regierung vielleicht erst in zehn Tagen bekannt gemacht wird: „Der Staatschef gibt sich vom Druck der Medien unberührt. Er will sich Zeit nehmen, um sich zu beraten, sich zu treffen, und das tut er auch in diesem Ort in den Hautes-Pyrénées, dieser kleinen Gemeinde mit 3.400 Einwohnern.“ „Die Gelegenheit, den Puls des Landes zu fühlen“ Diese Reise in die Hautes-Pyrénées ist für Emmanuel Macron „eine Gelegenheit, den Puls des Landes zu fühlen und sich mit den gewählten Bürgermeistern über das Thema ländlicher Raum oder Kaufkraft auszutauschen“, so der Journalist weiter. „In der Umgebung des Prä…

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  • Verkehrskontrollen: Gendarmen werden mit neuen Fahrzeugen ausgestattet

    Verkehrskontrollen: Gendarmen werden mit neuen Fahrzeugen ausgestattet

    Die Gendarmerie stellt die neuen Flitzer vor, mit denen die Gendarmen in Zukunft Verkehrskontrollen durchführen werden.

    An Bord ihres neuen Alpine A110, einem Modell, das bis zu 250 km/h erreichen kann, führen die Gendarmen Verkehrskontrollen durch. Dieser neue Flitzer wird bei hohen Geschwindigkeitsüberschreitungen eingesetzt. „Es ist ein Fahrzeug, das ziemlich leicht ist und daher ermöglicht uns seine Motorisierung, relativ schnell auf Geschwindigkeit zu kommen und ein flüchtendes Fahrzeug abzufangen“, erläutert Hauptfeldwebel Philippe Monso von der schnellen Einsatztruppe der Brigade Auxerre (Yonne).

    26 neue Alpine A110 für die schnellen Einsatzbrigaden
    Die Liebesgeschichte der Gendarmerie und der in Frankreich beliebten Sportwagen von Alpine reicht bis ins Jahr 1966 zurück, schon damals wurde diese Renner von den Ordnungskräften eingesetzt. Hauptfeldwebel Monso wurde ausgewählt, einen A110 zu fahren, nachdem er eine Ausbildung auf einer professionellen Rennstrecke absolviert hat. Mit seiner untypischen Silhouette dient der Alpine auch zur Abschreckung von Autofahrern. Die schnellen Einsatzbrigaden der Gendarmerie werden mit 26 neuen Alpine-Fahrzeugen ausgestattet.

  • Tödlicher Unfall: Deutscher Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

    Tödlicher Unfall: Deutscher Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

    Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungen fuhr der Lieferfahrer schneller als die auf diesem Autobahnabschnitt zulässige Höchstgeschwindigkeit.

    Der deutsche Autofahrer, der verdächtigt wird, am Mittwoch, dem 27. April, auf der Autobahn A43 bei Ruy-Montceau im Département Isère einen tödlichen Unfall verursacht zu haben, wurde wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung angeklagt und unter gerichtliche Aufsicht gestellt, berichtet France Bleu Isère am Freitag, dem 29. April.

    Lesen Sie auch: Deutscher Autofahrer überfährt im Isère zwei Autobahnarbeiter – ein Toter

    In Polizeigewahrsam erklärte der Pharmalieferant, dass er auf dem Weg von Frankfurt in Deutschland nach Madrid in Spanien und zurück gewesen sei. Er war am Montag in Deutschland aufgebrochen, am Dienstag in Spanien angekommen und dann wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Am Mittwochmorgen um 5:30 Uhr hatte er nach einer Schlafpause gerade die Fahrt fortgesetzt, als sich der Unfall ereignete.

    Der 61-Jährige sagte, er habe die Sicherheitsmarkierung auf diesem Autobahnabschnitt zwischen Chambéry und Lyon zwar gesehen, sei aber trotzdem gegen die Metallbarriere geprallt, hinter der sich Mitarbeiter des Autobahnbetreibers APRR/AREA befanden. Ein 54-jähriger Autobahnmitarbeiter starb, ein 60-jähriger wurde per Hubschrauber in das Krankenhaus von Lyon geflogen und ein dritter, 32 Jahre alt, wurde in das Krankenhaus von Bourgoin-Jallieu gebracht. Der deutsche Fahrer hingegen blieb unverletzt.

    Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungen fuhr der Lieferant schneller als die auf diesem Autobahnabschnitt zulässige Höchstgeschwindigkeit. Diese war aufgrund der Präsenz von Streckenarbeitern auf den Fahrbahnen auf 50 km/h herabgesetzt. Der Verdächtige war bei einem ersten Screening positiv auf Kokain getestet worden, wurde dann aber bei zwei weiteren Untersuchungen negativ getestet.