Kategorie: Frankreich

  • Präsidentschaftswahlen: Historische Niederlage der Republikaner, Valérie Pécresse bittet um Spenden

    Präsidentschaftswahlen: Historische Niederlage der Republikaner, Valérie Pécresse bittet um Spenden

    Die Kandidatin der Republikaner, Valérie Pécresse, hat in der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen 4,79% der Stimmen erhalten. Sie rief am Montag, 11. April, von der Parteizentrale aus zu Spenden auf, um die Kosten für den Wahlkampf decken zu können. Mit versteinertem Gesicht sprach Valérie Pécresse am Montag, 11. April, über die Konsequenzen ihrer historischen Niederlage in der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen. Unterhalb der 5%-Hürde gibt es keine staatliche Erstattung der Wahlkampfkosten. Die Partei der Republikaner sieht sich mit Schulden in Höhe von 7 Millionen Euro konfrontiert, von denen 5 Millionen Euro direkt von der Kandidatin zu tragen sind. „Ich brauche dringend Ihre Hilfe bis zum 15. Mai, um die Finanzierung dieses Präsidentschaftswahlkampfes zu stämmen. Es geht um das Überleben der Republikaner und darüber hinaus um das Überleben der republikanischen Sache“, erklärte die Präsidentin des Regionalrats der Île-de-France. „Es fehlen 7 Millionen Euro. Von diesen 7 Mil…

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  • Marseille: Säuberungsaktionen zum Schutz des Ökosystems der Calanques

    Marseille: Säuberungsaktionen zum Schutz des Ökosystems der Calanques

    Die Mitglieder eines Wandervereins aus Marseille führten in der Calanque de Cortiou Aufräumarbeiten durch. Ziel ist es, an diesem stark frequentierten Ort wieder ein funktionierendes Ökosystem herzustellen.

    Die Calanque de Cortiou, die sich im Herzen des Nationalparks der Calanques befindet, wurde im Laufe der Jahre stark in Mitleidenschaft gezogen. Schuld daran sind die Abwässer der Kläranlage der Stadt Marseille und die Abfälle von wilden Partys, die dort regelmässig veranstaltet werden.

    Angesichts der Umweltgefährdung haben Mitglieder des Vereins „Les Excursionnistes Marseillais“ Säuberungsaktionen organisiert, um den Ort von Abfällen und Schadstoffen zu reinigen.

    Die Natur in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzen
    Neben den seinen Ausflügen und Wanderungen setzt sich der Verein, der seit nunmehr 125 Jahren besteht, auch für die Erhaltung der Umwelt ein. Die letzte Aktion der Freiwilligen fand in Cortiou statt, wo an nur einem Tag über 5 Tonnen umweltschädlicher Substanzen eingesammelt wurden. „Was wir tun ist eine Hommage an die Calanques, wir wollen, dass sie schön bleiben … sie bereiten uns so viel Freude“, sagt ein Vereinsmitglied gegenüber Franceinfo.

    Parallel zu diesen Aktionen und um die Schönheit des Nationalparks Calanques, der dieses Jahr sein 10-jähriges Bestehen feiert, zu bewahren, haben die lokalen Behörden beschlossen, ab diesem Frühjahr ein Online-Buchungssystem einzuführen. Ziel ist es, den Besucheransturm auf die Calanque de Sugiton, eine der meistbesuchten Buchten, zu begrenzen. Nur noch 400 bis 600 Personen pro Tag werden zugelassen. Früher sah man dort in Spitzenzeiten bis zu 2.000 Besucher.

  • Ukraine-Krieg: Kremlkritische Journalistin wird Korrespondentin für deutsche Zeitung „Die Welt“

    Ukraine-Krieg: Kremlkritische Journalistin wird Korrespondentin für deutsche Zeitung „Die Welt“

    Sie wird für die Zeitung „Die Welt“ schreiben und regelmäßig Beiträge für deren TV-Nachrichtenkanal beisteuern.

    Marina Ovsiannikova wurde zu einer Ikone, nachdem sie mit einem Schild gegen den Krieg in der Ukraine in den russischen Nachrichten protestierte. Die russische Journalistin wird Korrespondentin für die Ukraine und Russland für die große deutsche Tageszeitung Die Welt, wie der Chefredakteur am Montag bekannt gab.

    Sie soll für die Zeitung schreiben und regelmäßig Reportagen zu dem TV-Nachrichtenkanal der Redaktion beitragen. „Marina Ovsiannikova hatte in einem entscheidenden Moment den Mut, die Zuschauer in Russland mit einem ungeschönten Bild der Realität zu konfrontieren“, erklärte Ulf Poschardt, Chefredakteur der Welt-Gruppe, in einer Erklärung.

    „Sie hat damit die wichtigsten journalistischen Tugenden verteidigt, und das trotz drohender staatlicher Repressionen“, so der Chef der konservativen Tageszeitung weiter.

    „Die Welt steht für das, was gerade in der Ukraine von den mutigen Menschen vor Ort so vehement verteidigt wird: die Freiheit. Als Journalistin sehe ich es als meine Pflicht an, diese Freiheit zu verteidigen“, so die 43-jährige Marina Ovsiannikova in der gleichen Erklärung.

    Die russische Journalistin war Mitte März während der meistgesehenen Nachrichtensendung Russlands auf dem Perwy Kanal mit einem Schild aufgetreten, auf dem sie die Invasion Moskaus in der Ukraine kritisierte und die „Propaganda“ der von der Staatsmacht kontrollierten Medien anprangerte.

    Marina Owsiannikowa, die den russischen Sender inzwischen verlassen hat, wurde kurzzeitig festgenommen und später zu einer Geldstrafe verurteilt und wieder freigelassen, muss aber weiterhin mit einer Strafverfolgung rechnen.

  • Präsidentschaftswahlen: Für Emmanuel Macron beginnt ein neuer Wahlkampf

    Präsidentschaftswahlen: Für Emmanuel Macron beginnt ein neuer Wahlkampf

    Vier Punkte trennten Emmanuel Macron und Marine Le Pen nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen am Sonntag, 10. April. Macron erhielt 27,6% der Stimmen, aber er weiß: Die zweite Runde wird schwierig werden. In Denain (Nordfrankreich) geht der Präsidentschaftswahlkampf am Montag, 11. April, endlich richtig los. Emmanuel Macron besucht die Heimat von Marine Le Pen, deren Einwohnern fest auf ihrer Seite stehen. In der Gemeinde Denian erhielt Marine Le Pens am Sonntag mehr als 41% der Stimmen, während der Amtsinhaber sich mit weniger als 15% der Stimmen begnügen musste. Die Bürgermeisterin der Stadt ist Sozialistin und warnte Emmanuel Macron. „Wenn er kommt, wird es Leute geben, die ihm Fragen stellen werden, er wird direkt und klar sein müssen im Kontakt mit den Leuten und er wird ihnen antworten und sie auch beruhigen müssen“, erklärte Anne-Lise Dufour-Tonini. „Wir dürfen keine Mühen scheuen“Die Botschaft ist offensichtlich bereits am Sonntagabend beim scheidenden Präsidenten ang…

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  • Präsidentschaftswahlen: „Es geht um ein sozio-ökonomisches Modell für die Franzosen“

    Präsidentschaftswahlen: „Es geht um ein sozio-ökonomisches Modell für die Franzosen“

    Gesundheitsminister Olivier Véran war am Montag, 11. April, Gast in der Sendung „4 Vérités“ des Senders France 2. Wie sind die Ergebnisse von Marine Le Pen und Jean-Luc Mélenchon in der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen am Sonntag, 10. April, zu interpretieren? „Es gibt eine bedeutende Wählerschaft, die sich den sogenannten extremen Parteien zugewandt hat, was bedeutet, dass die Franzosen einer Unruhe, vielleicht sogar einer Form von Angst Ausdruck verleihen wollten, was man in einem Kontext, in dem eine Krise die andere jagt, verstehen kann“, erklärte Gesundheitsminister Olivier Véran am Montag, dem 11. April, in der Sendung „4 Vérités“ des Senders France 2. Emmanuel Macron muss im zweiten Wahlgang gegen Marine Le Pen antreten. „Es geht um ein echtes sozioökonomisches Modell für die Franzosen, zumindest wird es eine klare Alternative geben. Wird sind insgesamt vollständig anders als Frau Le Pen“, erklärte der Gesundheitsminister. Welche Botschaft soll an die Wähler von Jean-Luc …

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  • Ukraine-Krieg: Société Générale stellt Bank- und Versicherungsgeschäfte in Russland ein

    Ukraine-Krieg: Société Générale stellt Bank- und Versicherungsgeschäfte in Russland ein

    Die Gruppe wird ihre gesamte Beteiligung an der Rosbank und ihren Versicherungstöchtern veräußern. Die französische Bank Société Générale kündigte am Montag, dem 11. April, an, ihre Aktivitäten in Russland einzustellen. Sie wird ihre gesamte Beteiligung an der russischen Bank Rosbank, einem Schwergewicht im russischen Bankensektor, sowie ihre Versicherungstöchter in dem Land verkaufen. Der Konzern betont in einer Pressemitteilung, dass die geplante Transaktion noch von der Zustimmung der zuständigen Regulierungs- und Wettbewerbsbehörden abhängt. „Der Abschluss dieser Transaktion wird voraussichtlich in den nächsten Wochen erfolgen“. Dies könnte zu einem Verlust der Société Générale in Höhe von 3,1 Milliarden Euro führen. „Mit dieser Vereinbarung, die nach mehreren Wochen intensiver Arbeit erzielt wurde, würde sich der Konzern effektiv und geordnet aus Russland zurückziehen und dabei Kontinuität für seine Mitarbeiter und Kunden gewährleisten“, hebt die Bank hervor. Nach der Ankündigung schnellte die Aktie der französischen Bank Société Générale am Montagmorgen um fast 5% nach oben. Die Gruppe hatte ihre Geschäfte in Russland seit dem Beginn der Invasion in der Ukraine am 24. Februar fortgesetzt. Die Bank mit dem rot-schwarzen Logo hatte in Russland einen Umsatz von 18,6 Milliarden Euro, wovon 15,4 Milliarden (83%) auf ihre Tochtergesellschaft Rosbank entfielen, realisiert. Im Jahr 2021 entfielen auf die Aktivitäten der Tochtergesellschaft Rosbank 2,8% des gesamten Nettobankergebnisses (entspricht dem Umsatz) und 2,7% des Nettogewinns. Die in Moskau ansässige Privatkundenbank gibt auf ihrer Website 5 Millionen Privatkunden, 78.000 Kunden unter Kleinstunternehmen (KKU) sowie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und 9.000 Kunden unter Großunternehmen an. Die Rosbank ist ein Schwergewicht auf dem russischen Bankenmarkt und wird von der russischen Zentralbank als systemrelevant eingestuft.
  • Französische Gendarmen in der Ukraine

    Französische Gendarmen in der Ukraine

    *** Kurzmeldung ***

    Eine Abordnung der technischen und wissenschaftlichen Gendarmerie ist im ukrainischen Lemberg (Lviv) eingetroffen, um die lokalen Behörden bei der Untersuchung der Kriegsverbrechen rund um Kiew zu unterstützen. Frankreich ist das erste Land, das eine solche Unterstützung leistet. Die französischen Gendarmen werden ab morgen im Einsatz sein.

  • Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen 2022: Aufstieg der extremen Rechten in Frankreich

    Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen 2022: Aufstieg der extremen Rechten in Frankreich

    Die Stimmen für Marine Le Pen, Eric Zemmour und Nicolas Dupont-Aignan machen zusammen etwas mehr als 32% der Wählerstimmen aus. Eine von drei abgegebenen Stimmen ging an die extreme Rechte. In der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen am Sonntag, dem 10. April, erhielten die Kandidaten Marine Le Pen, Eric Zemmour und Nicolas Dupont-Aignan zusammen etwas mehr als 32% der Stimmen, laut den fast endgültigen Ergebnissen, die auf der Auszählung von 97% der Stimmzettel basieren. Ein Ergebnis, das im Vergleich zu 2017, als knapp 27% der Wähler für die extreme Rechte gestimmt hatten, mit 5% Zunahme deutlich gestiegen ist. Genau wie 2017 wird Frankreich durch eine Diagonale in zwei Hälften geteilt. Im Nordosten des Landes erzielen die rechtsextremen Kandidaten ihre besten Ergebnisse. Im Gegensatz dazu stimmten Wähler, die in der Bretagne, der Ile-de-France und in Zentralfrankreich wohnen, kaum für rechtsextreme Parteien. Insgesamt haben die Bürger von 4.453 Gemeinden in der ersten Runde der P…

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  • „Ich will zusammenführen“: Emmanuel Macrons erstes Interview nach der Wahl

    „Ich will zusammenführen“: Emmanuel Macrons erstes Interview nach der Wahl

    In seinem Wahlkampfhauptquartier beantwortete der Präsident der Republik die Fragen von France 2. „Die nächsten vierzehn Tage sind entscheidend“. Der aus der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen 2022 als Sieger hervorgegangene Präsident der Republik, Emmanuel Macron, gab am Sonntag, dem 10. April, dem Sender France 2 sein erstes Interview. „Ich will zusammenführen, ich weiß, dass ich einen Teil unserer Landsleute zusammenführen kann, die sich der extremen Rechten entgegenstellen wollen, aber ich weiß, dass das keine Garantie ist“, erklärte er. „Ich bin entschlossen und mir sehr bewusst, was auf dem Spiel steht“. „Wenn die extreme Rechte in all ihren Formen so viel Zulauf bekommt, kann man nicht davon ausgehen, dass die Dinge gut laufen. Man muss hingehen und überzeugen, mit viel Demut und Respekt für diejenigen, die im ersten Wahlgang nicht an unserer Seite waren“, fuhr Macron fort. „Ich möchte Antworten auf die Herausforderungen des Alltags geben, wie die Kaufkraft, die Arbeit und …

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  • Präsidentschaftswahlen: Wie Marine Le Pen zu einer Anwärterin auf den Gesamtsieg wurde

    Präsidentschaftswahlen: Wie Marine Le Pen zu einer Anwärterin auf den Gesamtsieg wurde

    Die Kandidatin des Rassemblement National, die in der ersten Runde hinter Emmanuel Macron den zweiten Platz belegte, ist der Meinung, sie könne am 24. April gewinnen. Für die Tochter von Jean-Marie Le Pen ist dies der Höhepunkt einer langen Periode der Entdämonisierung, die in den letzten Monaten durch den Rechtsextremen Eric Zemmour erleichtert wurde. Bereits Tage vor dem ersten Wahlgang wollten die Anhänger der rechtspopulistischen Kandidatin des Rassemblement National ihren Optimismus nicht mehr verbergen. Denn Le Pen schoss in den Umfragen in die Höhe und drohte sogar, Emmanuel Macron im ersten Wahlgang zu überholen. Letztendlich gewann der amtierende Präsident am Sonntag, 10. April, mit 27,60 % der Stimmen. Dies geht aus den fast endgültigen Ergebnissen des Innenministeriums hervor, die auf der Auszählung von 97% der abgegebenen Stimmen basieren. Marine Le Pen erhielt 23,41% der Stimmen und schaffte es damit wie schon 2017 in die zweite Runde. „Wir sind sehr gelassen, viel gelasse…

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