Kategorie: Frankreich

  • Hitze: 30.8°C im Südwesten am Mittwochnachmittag

    Hitze: 30.8°C im Südwesten am Mittwochnachmittag

    Die Höchsttemperaturen stiegen am Mittwochnachmittag zum ersten Mal im Jahr 2022 in Okzitanien über 30°C.

    Sommerwetter schon zwei Monate vor den großen Ferien. Wie von Météo France vorhergesagt, stiegen die Höchsttemperaturen in Okzitanien am Mittwochnachmittag zum ersten Mal im Jahr 2022 auf über 30°C.

    In Auch wurden 31,7°C, in Albi 30,2°C und in Montauban 30°C gemessen. In Agen – in der benachbarten Region Nouvelle-Aquitaine – wurde es laut den Aufzeichnungen von MétéoCiel sogar bis zu 32,4°C heiß. Anderswo in Okzitanien waren es 30,1°C in Gourdon, 30°C in Tarbes, 29,3°C in Luchon, 29,3°C in Saint-Girons oder 29°C in Toulouse-Blagnac mit einem warmen Autan-Wind. Etwas erträglicher war die Hitze in Carcassonne mit 26,2°C, Rodez mit 26°C und Millau mit 24°C. In Montpellier waren es zur gleichen Zeit nur 20,6°C.

    Auch am Wochenende bleibt es heiß
    Der Mittwoch war der heißeste Tag der Woche. Am Donnerstag wird die Sonne weiterhin scheinen, aber der Himmel wird einen Teil des Tages verschleiert sein und die Temperaturen werden sinken. Es werden zwischen 24°C in Rodez und Foix und 27°C in Albi erwartet. Am Freitag wird das Wetter im Wesentlichen gleich bleiben.

    Am Wochenende steigen die Temperaturen wieder an und können in Südwestfrankreich erneut mehr als 30°C erreichen.

  • Marseille: Mit Messer bewaffneter Mann wird in Einkaufszentrum von Polizisten erschossen

    Marseille: Mit Messer bewaffneter Mann wird in Einkaufszentrum von Polizisten erschossen

    Der mit einem Messer bewaffnete Mann wurde in einem Geschäft in Marseille von der Polizei getötet.

    Ein mit einem Messer bewaffneter Mann in einem Cultura-Geschäft in der Einkaufszone Valentine in Marseille wurde am Mittwoch von den Sicherheitskräften erschossen, wie die Zeitung 20 Minuten unter Berufung auf eine mit dem Fall vertraute Quelle meldet.

    Nach ersten Informationen war der Mann mit einer Stichwaffe bewaffnet in den Laden gestürmt. Die alarmierten Polizisten erreichten gegen 13 Uhr den Tatort. „Der Mann bedrohte die Polizei und rannte mit seinem Messer auf die Polizsten zu“, zitiert 20 Minuten einen Augenzeugen. Die Polizisten machten von ihren Waffen Gebrauch und verletzten den Mann tödlich. Es gab keine weiteren Verletzten. Ein terroristischer Hintergrund scheint ausgeschlossen zu sein. Für die Zeugen des Geschehens vor Ort wurde eine psychologische Betreuung eingerichtet. Eine Untersuchung wurde eingeleitet und der Kriminalpolizei anvertraut.

  • Covid-19: Olivier Véran verkündet Ende der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln

    Covid-19: Olivier Véran verkündet Ende der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln

    Ab kommenden Montag, dem 16. Mai, ist das Tragen eines Mund- und Nasenschutz in öffentlichen Verkehrsmitteln in Vrankreich nicht mehr vorgeschrieben. Das gab Gesundheitsminister Olivier Véran am Mittwoch bekannt. Auch die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln wird bald der Vergangenheit angehören. Gesundheitsminister Olivier Véran kündigte am Mittwoch, 11. Mai, an, dass ab Montag, dem 16. Mai, die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen aufgehoben wird. „Die epidemische Situation verbessert sich, die Pandemie ist zwar noch nicht vorbei, aber die Zahl der täglichen Neuinfektionen nimmt ab, und wir halten es nicht mehr für angemessen, die Pflicht zum Tragen einer Maske in öffentlichen Verkehrsmitteln nach Montag, dem 16. Mai, aufrechtzuerhalten“, erklärte der Minister. Die Zahl der Ansteckungen und Krankenhauseinweisungen ist derzeit stark rückläufig, auch wenn Wissenschaftler davor warnen, dass die Epidemie sicherlich noch nicht vorbei ist, insbesondere angesichts der Gefahr einer ne…

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  • Frankreich: Ermittlungen gegen Interpol-Präsident wegen „Beihilfe zur Folter“

    Frankreich: Ermittlungen gegen Interpol-Präsident wegen „Beihilfe zur Folter“

    Ende März wurde in Paris ein Ermittlungsverfahren wegen „Beihilfe zur Folter“ eingeleitet, nachdem zwei Briten eine Klage gegen den emiratischen Interpol-Präsidenten Ahmed Nasser Al-Raisi eingereicht hatten.

    Die Nationale Antiterrorismus-Staatsanwaltschaft (Pnat) bestätigte am Mittwoch, 11. Mai, dass sie einen Pariser Untersuchungsrichter mit Ermittlungen gegen den emiratischen Interpol-Präsidenten Ahmed Nasser Al-Raisi wegen „Beihilfe zur Folter“ beauftragt hat, nachdem zwei Personen Anzeige erstattet hatten.

    In der Klage wird von „Folter“ und „willkürlichen Festnahmen“ in den Jahren 2018 und 2019 gesprochen, an denen Ahmed Nasser al-Raisi in seiner Eigenschaft als hochrangiger Polizeibeamter der Vereinigten Arabischen Emirate beteiligt gewesen sein soll.

    „Zu falschen Geständnissen gezwungen“
    In einer Erklärung gaben die beiden Briten an, dass sie am Mittwoch entsprechende Beweise für die Folter, derer sie Ahmed Nasser al-Raisi beschuldigen, bei einer Anhörung vor dem Untersuchungsrichter der Abteilung für Verbrechen gegen die Menschlichkeit des Pariser Gerichtshofs vorlegen werden.

    Der erste Kläger, Matthew Hedges, ist Doktorand an der Universität Durham in England. Bei einer Pressekonferenz in Lyon im Oktober hatte er von Spionagevorwürfen berichtet, denen er während einer Studienreise in die Vereinigten Arabischen Emirate ausgesetzt gewesen war, wo er nach eigenen Angaben zwischen Mai und November 2018 festgehalten und gefoltert sowie „zu falschen Geständnissen gezwungen“ worden war. Er war im November 2018 zu lebenslanger Haft verurteilt und weniger als eine Woche später auf internationalen Druck hin begnadigt worden.

    Auf derselben Pressekonferenz hatte Ali Issa Ahmad, ein Sicherheitsbeamter aus Wolverhampton in Mittelengland, seinerseits berichtet, dass er während eines einmonatigen Haftaufenthalts zwischen Januar und Februar 2019 im Emirat Sharjah mehrfach geschlagen und sogar mit einem Messer gestochen worden war. Ahmad hatte angegeben, dass ihm vorgeworfen worden war, bei einem Spiel des Asien-Cups die Fußballmannschaft des Emirats Katar zu demonstrativ mit einem T-Shirt unterstützt zu haben, auf dem die Flagge des Landes, das ein Rivale der Emirate ist, abgebildet war.

    Der Vorsitz von Interpol ist in erster Linie ein Ehrenamt. Ahmed Nasser al-Raisi wurde im November 2021 von den Mitgliedstaaten zum Präsidenten der internationalen kriminalpolizeilichen Organisation gewählt worden, sehr zum Missfallen von Menschenrechtsverteidigern und Politikern.

    Die Pnat leitete darüber hinaus eine Voruntersuchung gegen Generalmajor Al-Raisi ein, nachdem die NGO Gulf Centre for Human Rights (GCHR) eine Klage wegen „Folter“ und „barbarischer Handlungen“ zum Nachteil von Ahmed Mansoor, einem der führenden Menschenrechtsverteidiger in den Vereinigten Arabischen Emiraten, eingereicht hatte.

  • Neue Premierministerin von Emmanuel Macron: Audrey Azoulay wird immer wahrscheinlicher

    Neue Premierministerin von Emmanuel Macron: Audrey Azoulay wird immer wahrscheinlicher

    Informationen aus mehreren Quellen scheinen darauf hinzudeuten, dass die ehemalige Kulturministerin von François Hollande Jean Castex an der Spitze der Regierung ersetzen könnte. Seit seiner Wiederwahl hat Emmanuel Macron immer wieder angedeutet, dass er in der Nachfolge von Jean Castex eine Frau als Premierministerin haben möchte. Und laut Le Canard Enchaîné und RMC scheint Audrey Azouley, ehemalige Kulturministerin unter François Hollande und nun Chefin der Unesco, die Person sein könnte, die sich der Präsident der Republik als Premierministerin vorstellen könnte. Audrey Azoulay ist seit 2017 Chefin der UNESCO und könnte viele der von Emmanuel Macron genannten Kriterien erfüllen, der inzwischen ja auch auch behauptet hat, seine Wahl schon getroffen zu haben. Macron hatte erklärt, dass er eine Frau an der Spitze der Regierung haben möchte, und sagte, dass der oder die neue Premierminister:in eine „soziale, ökologische und produktive“ Ader haben müsse. Ausserdem war die ehemalige Kultu…

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  • Regierung von Jean Castex trifft sich zum letzten Mal zu einem Ministerrat

    Regierung von Jean Castex trifft sich zum letzten Mal zu einem Ministerrat

    Nach der vorangegangenen Kabinettssitzung am Mittwoch letzter Woche hatte Regierungssprecher Gabriel Attal erklärt, dass die Regierung Castex „mindestens bis zum 13. Mai“ im Amt bleiben werde. Dieses Mal ist es wirklich das letzte Mal. Die 41 Mitglieder der Regierung von Jean Castex kommen am Mittwoch, dem 11. Mai, zu einer letzten Ministerratssitzung zusammen. Vor einer Woche hatte Regierungssprecher Gabriel Attal noch erklärt, dass die Regierung „mindestens bis zum 13. Mai“ im Amt bleiben werde. Und während Emmanuel Macron behauptet, er wisse, wer sein nächster Premierminister sein wird, lässt Jean Castex seinerseits verlauten, dass er „es eilig hat, seinen Posten zu verlassen“. Lesen Sie auch: Jean Castex hat es “eilig, seinen Posten zu verlassen” und wieder Privatmann zu werden Jean Castex will eine Pause einlegen. Der derzeitige Premierminister wollte bereits im Zuge der Präsidentschaftswahlen zurücktreten, doch Emmanuel Macron bat ihn, seinen Posten bis zur endgültigen Umbildung …

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  • Immer mehr Migranten überqueren Ärmelkanal – französische Rettungsdienste unter Druck

    Immer mehr Migranten überqueren Ärmelkanal – französische Rettungsdienste unter Druck

    Warmes und ruhiges Wetter ermutigt Migranten dazu, die gefährliche Überfahrt von Frankreich nach Großbritannien zu wagen. Und die Marine und die Küstenwache stehe unter Druck, um zu verhindern, dass noch mehr Menschen bei einer versuchten. Überfahrt ihr Leben verlieren.

    Bei einer Rettungsaktion wurden laut der Agentur AFP am Montag 56 Migranten, darunter eine schwangere Frau und Kinder, aus einem Schlauchboot gerettet, dessen Motor ausgefallen war. Dutzende von Menschen sassen dicht gedrängt in dem Boot, das in den frühen Morgenstunden des Montags die französische Küste verließ, um die gefährliche Fahrt nach Grossbritannien zu wagen.

    Zwei Stunden nach dem Auslaufen setzte der Außenbordmotor aus, so dass die Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und Afrika hilflos in einer der meist befahrenen Schifffahrtsstrasse der Welt trieben.

    Eine schwangere Frau gehörte zu den ersten, die gerettet wurden, ebenso wie ein etwa siebenjähriges Mädchen.

    Das Rettungsschiff, ein Schlepper, der normalerweise eingesetzt wird, um Schiffe in Seenot zurück in den Hafen zu schleppen, wurde am Montag gegen 7:00 Uhr morgens von der regionalen Rettungsleitstelle in Gris-Nez alarmiert, um nach dem Schlauchboot zu suchen.

    Die Zahl der Überquerungen des Ärmelkanals mit Booten durch Migranten und Asylsuchende war vor 2019 eher niedrig, ist aber seither explodiert. Allein im Jahr 2021 wurden 28.526 Flüchtlinge registriert.

    Auch die Zahl der Todesfälle hat zugenommen. Allein am 24. November letzten Jahres starben mindestens 27 Menschen im Ärmelkanal.

    Lesen Sie auch: Ärmelkanal: Schiffbruch eines Migrantenbootes fordert mehr als 20 Tote vor der Küste von Calais

    Die illegalen Grenzübertritte sind zu einer dauerhaften Quelle von Spannungen zwischen London und Paris geworden und die rechtskonservative Regierung in Großbritannien drängt Frankreich dazu, mehr zu tun, um den Flüchtlingszustrom zu stoppen.

    Lesen Sie auch: Boris Johnson fordert Frankreich auf, alle Migranten, die den Ärmelkanal überqueren, zurückzunehmen

    Das britische Parlament hat vor kurzem ein umstrittenes Gesetz verabschiedet, das die Strafen für Menschenschmuggel auf maximal lebenslänglich erhöht und Gefängnisstrafen für jeden vorsieht, der illegal ins Land einreist. Im vergangenen Monat stellte Premierminister Boris Johnson außerdem viel kritisierte Pläne vor, alle illegal ins Vereinigte Königreich eingereisten Personen sowie alle, die seit dem 1. Januar illegal eingereist sind, nach Ruanda in Zentralafrika abzuschieben.

    Im Jahr 2022 haben bisher schon rund 7.000 Migranten und Asylbewerber das Vereinigte Königreich erreicht, mehr als dreimal so viele wie zu diesem Zeitpunkt im letzten Jahr

  • Jean Castex hat es „eilig, seinen Posten zu verlassen“ und wieder Privatmann zu werden

    Jean Castex hat es „eilig, seinen Posten zu verlassen“ und wieder Privatmann zu werden

    Nach Informationen von Franceinfo hat der zukünftige Ex-Premierminister alle Gerüchte über eine erneute Kandidatur oder eine Bewerbung für einen anderen Regierungsposten aus dem Weg geräumt. Er wolle vor allem eine Pause von der Politik einlegen. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Jean Castex nicht der nächste Premierminister von Emmanuel Macron sein wird. Der derzeitige Regierungschef will auch kein Mitglied der nächsten Regierung, wie Franceinfo berichtet. Emmanuel Macron hat ihn gebeten, seinen Posten bis zur definitiven Umbildung der Regierung zu behalten, obwohl der derzeitige Premierminister sofort nach den Präsidentschaftswahlen zurücktreten wollte. „Ich bin froh, dass ich da lebend rauskomme“ Sein Name kursierte unter anderem für das Justizministerium, doch Jean Castex möchte eine Pause einlegen, um sich zu erholen. der noch amtierende Premierminister will auch nicht für die Parlamentswahlen kandidieren, obwohl es noch offene Wahlkreise gibt. Und auch bei den Senatswahlen im Ja…

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  • Für Marine Le Pen ist die Linke „mitschuldig“ an der Wiederwahl von Emmanuel Macron

    Für Marine Le Pen ist die Linke „mitschuldig“ an der Wiederwahl von Emmanuel Macron

    Als Gast in der 20-Uhr-Nachrichtensendung von TF1 meinte Marine Le Pen unter anderem, dass die Linke „mitschuldig“ an der Wiederwahl von Emmanuel Macron zum Präsidenten der Republik sei. Zwei Wochen nach ihrer Niederlage in der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen ist Marine Le Pen wieder in den Vordergrund der politischen Diskussion getreten. Als Gast in den 20-Uhr-Nachrichten des französischen Fernsehsenders TF1 sprach die Chefin des Rassemblement National über Emmanuel Macron, aber auch die Linke, genauer gesagt die Neue Volks-, Umwelt- und Sozialunion (Nupes). „Auf der Linken haben fast alle dazu aufgerufen, für Emmanuel Macron zu stimmen. Sie sind also für die Wahl von Emmanuel Macron verantwortlich. Komplizen dieser Wahl“, beschwerte sich Marine Le Pen. Und sie fuhr fort: „Die NUPES (Nouvelle union populaire, écologique et sociale), also die extreme Linke, die mit der gemässigten Linken verbündet ist, ist die Opposition, die den Burkini im Schwimmbad verteidigen wird, die die…

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  • Trockenheit: Frankreich befindet sich in einer „kritischen Phase“ der Klimakrise

    Trockenheit: Frankreich befindet sich in einer „kritischen Phase“ der Klimakrise

    In Frankreich droht eine grosse Dürre. Bereits vor Beginn des Sommers gelten in fünfzehn Departements Wasserbeschränkungen. Die Landwirte sind sich bereits jetzt sicher, dass sich die aktuelle Trockenheits-Periode auf ihre Ernten auswirken wird.

    Derzeit will noch niemand von einer Katastrophe sprechen. Aber alle Anzeichen für eine Rekordtrockenheit sind vorhanden. Die FNSEA, die größte landwirtschaftliche Gewerkschaft, veröffentlichte am Dienstag, dem 10. Mai, eine alarmierende warnung: „Keine Region ist verschont geblieben. Mit jedem Tag, der vergeht, sehen wir, dass die Böden Risse bekommen. Gestern war ich bei einem Landwirt im Departement Puy-de-Dôme, der seinen Weizen bewässern muss. Wenn es so weitergeht, werden diejenigen, die die Möglichkeit haben zu bewässern, davonkommen, die anderen werden dramatische Ertragseinbußen haben“, warnte Christiane Lambert, FNSEA-Präsidentin, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. „Seit Oktober/November gibt es enorme Dürren in Portugal und Spanien, die sich über Okzitanien und die Provence entlang des Rhonetals fortsetzen. Ungewöhnlich für diese Jahreszeit ist, dass die Trockenheit auch Regionen nördlich der Loire betrifft“, fuhr sie fort.

    Lesen Sie auch: Wetter: Frühe Dürre beunruhigt in grossen Gebieten Frankreichs

    Die gleiche Notlage stellt auch das Landwirtschaftsministerium fest. „Bei Kulturen wie Weizen oder Gerste, die sich heute in der Entwicklungsphase befinden, treten allmählich Situationen auf, die die Erträge beeinträchtigen werden“, heißt es aus dem Ministerium. Das trockene und warme Wetter Ende April und Anfang Mai könnte, wenn es anhält, auch Frühjahrskulturen wie Sonnenblumen, Rüben und Mais und damit für die Ernährung von Nutztieren unerlässlichen Futtermittel beeinträchtigen.

    Die Risiken gehen aber weit über Verluste in der Landwirtschaft hinaus. „Neben der Landwirtschaft hat die Dürre auch erhebliche Auswirkungen auf viele andere Bereiche, z. B. auf Gebäude“, erklärt die Hydrologin Emma Haziza. Immer mehr Häuser werden durch ausgetrocknete Böden, die sich unkontrolliert verändern, beschädigt und sind vom Einsturz bedroht. Das ist ein neues Phänomen in Frankreich und diese art von Schäden können auf Dauer viel teurer als Überschwemmungen sein und langfristig erhebliche wirtschaftliche Folgen haben. Darüber hinaus hat die Dürre auch gefährliche Auswirkungen auf die Energieproduktion: Kernkraftwerke benötigen durchgehend große Mengen an Wasser, um die Reaktoren zu kühlen.

    Dürre ist die erste sichtbare Folge des Klimawandels
    Schuld an den oben beschriebenen Problemen sind die höheren Temperaturen, die im Frühjahr gemessen wurden, und ein April mit einem Niederschlagsdefizit von 25%. Für Météo-France ist diese „Hitzeepisode“ „bemerkenswert aufgrund ihrer Frühzeitigkeit, ihrer Dauer und ihrer geografischen Ausdehnung. Die Trockenheit lässt sich jedoch vor allem durch die sehr geringen Niederschläge im vergangenen Winter erklären. An sich ist eine solche Trockenheitsepisode zwar außergewöhnlich, aber nicht wirklich neu. Neu ist jedoch, dass es in allen vier Wintermonaten zu wenig geregnet hat. In Kombination mit den für die Jahreszeit hohen Temperaturen konnten sich die Grundwasserspeicher nicht füllen. Dies führt sehr schnell zu einer kritischen Phase, wenn man bedenkt, dass der Sommer noch vor uns liegt.

    Hydrologen sind sich einig: Der Regenmangel steht in direktem Zusammenhang mit dem Klimawandel, daran gibt es keinen Zweifel mehr. Die Dürre ist eine der ersten sichtbaren Folgen. Man stellt heute fest, dass die Folgen der Klimakrise immer schneller kommen und jedes Jahr größere Ausmaße annehmen. 2022 ist das erste Jahr, in dem Frankreich mit einer „Blitzdürre“ konfrontiert ist, einem Phänomen, das bisher nur in traditionell warmen Ländern beobachtet wurde und das den Boden und die Ernten in nur fünf Tagen austrocknet.

    Nicht alle Regionen jedoch sind diesem Phänomen gleichermaßen ausgesetzt. Die Grundwasserspeicher sind in einigen Gebieten reaktiver und schaffen es leichter, sich zu füllen, während sie sich in anderen gebieten nicht füllen. So sind etwa die Regionen Provence-Alpes-Côte d’Azur, der Mittelmeerraum, der Grand-Est sowie die gesamte Region Poitou-Charentes besonders stark vom Wassermangel betroffen. Aber Wissenschaftler warnen davor, dass selbst Regionen, wie Nordfrankreich, Belgien oder Nordeuropa, die sich von der Dürre verschont glaubten, beginnen, die Auswirkungen der Erwärmung und der Trockenheit zu spüren.

    Um dem Notstand entgegen zu wirken, wurden in 15 Departements bereits spezielle Regeln von den Präfekturen erlassen. Diese reichen von der Aufforderung zum Wassersparen (Wachsamkeitsstufe) über ein Verbot der Bewässerung von Gärten oder Feldern zu bestimmten Zeiten (Alarmstufe), bis zur Reduzierung der Wasserentnahme für landwirtschaftliche Zwecke um 50% oder zum vollständigen Verbot der Wasserentnahme für die Autowäsche oder die Bewässerung von Grünflächen (verstärkte Alarmstufe) gehen können.

    Nach Treffen mit Wasserbehörden und Vertretern der Landwirtschaft kündigte das Landwirtschaftsministerium außerdem an, dass das im April gestartete Programm, das Landwirte bei der Bewältigung des Klimawandels unterstützen soll und ursprünglich mit 20 Millionen Euro ausgestattet war, um weitere 20 Millionen Euro aufgestockt und damit verdoppelt werden soll.

    Ende April hatte die Regierung außerdem angekündigt, dass die Wasserbehörden zusätzliche 100 Millionen Euro ausgeben dürfen, um die landwirtschaftlichen Bereiche bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen, zum Beispiel durch das Anlegen von Wasserrückhaltebecken.

    Es ist allerdings durchaus nicht sicher, ob diese Maßnahmen ausreichen, um die Folgen des Klimawandels einzudämmen. Wissenschaftler stellen fest, dass wir sind inzwischen mitten im Klimawandel und seinen Folgen angekommen sind. Wir müssen unsere langfristigen Modelle überdenken, die Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen neu gestalten und aus dem produktorientirten Denken der Vergangenheit aussteigen, das unter anderem zur Entwaldung und Denaturierung grosser Flächen geführt hat.