Kategorie: Frankreich

  • Es brennt bei Marseille: Behinderungen auf der A7

    Es brennt bei Marseille: Behinderungen auf der A7

    Zur Bekämpfung des Feuers in der Gegend von Les Pennes-Mirabeau in der Nähe von Marseille wurden umfangreiche Mittel eingesetzt. Das Feuer ist nun unter Kontrolle, aber der Verkehr auf der Autobahn A 7 bleibt weiterhin beeinträchtigt.

    Das Feuer, das am Sonntag, dem 31. Juli, gegen 16.15 Uhr neben der Autobahn A7 in der Gegend von Les Pennes-Mirabeau in der Nähe von Marseille im Departement Bouches-du-Rhône ausgebrochen war, konnte am Abend weitgehend unter Kontrolle gebracht werden, wie Franceinfo unter Berufung auf die Feuerwehr des Departements Bouches-du-Rhône meldet. Das Feuer, das durch ein brennendes Auto am Rande der Autobahn ausgelöst wurde, zerstörte etwa 35 Hektar Vegetation. Bis zu 500 Feuerwehrleute waren zeitweise im Einsatz.

    Noch immer sind fast 350 Feuerwehrleute mit etwa 100 Löschfahrzeugen vor Ort. Die Löscharbeiten sind in der Nacht gut vorangekommen und werden im Laufe des Montags fortgesetzt, berichtete France Bleu Provence am 1. August.

    Unterbrechungen der Stromversorgung
    Auf der A7 kommt es weiterhin zu Behinderungen: Die Autobahn wurde in Richtung Vitrolles-Marseille zwar wieder geöffnet, bleibt aber in der Gegenrichtung weiterhin gesperrt. Das Feuer verursachte Stromausfälle in der Region, denn eine Überlandleitung wurde beschädigt.

  • Waldbrände, das Ehepaar Macron in Brégançon, neue Hitzewelle – die wichtigsten Nachrichten des Wochenendes

    Waldbrände, das Ehepaar Macron in Brégançon, neue Hitzewelle – die wichtigsten Nachrichten des Wochenendes

    Wenn Sie am Wochenende die Nachrichten nicht verfolgen konnten, hier nochmal die wichtigsten Schlagzeilen aus Frankreich.

    Feuer im Gard: 300 Hektar sind in Rauch aufgegangen, ein Feuerwehrmann erlitt schwere Verbrennungen
    Ein Feuer hat am Sonntag, dem 31. Juli, etwa 300 Hektar Kiefernwald im Departement Gard in der Gemeinde Aubais südlich von Nîmes zerstört. Laut Feuerwehr und Präfektur verursachte es eine riesige Rauchwolke, die eine teilweise Sperrung der Autobahn A9 erforderlich machte. Das Feuer war gegen 15 Uhr entlang der Departementsstraße 12 ausgebrochen.

    Laut Innenminister Gérald Darmanin, der sich auf Twitter äußerte, „wurden vier Feuerwehrleute verletzt. Unter ihnen sind zwei mit Verbrennungen, die versorgt werden mussten“. Einer von ihnen wurde mit schweren Verbrennungen ins Centre Hospitalier de Montpellier gebracht, die anderen drei litten unter einem „Hitzschlag“.

    Bilder des Feuers: Eilmeldung: Ein heftiges Feuer in der Gegend von Aubais ausgebrochen

    Das Ehepaar Macron beginnt Sommerferien im Fort de Brégançon
    Emmanuel Macron wird einen Arbeits-Sommerurlaub im Fort de Brégançon, der Sommerresidenz der französischen Staatspräsidenten im Département Var, verbringen. Wie jedes Jahr wird er sich dort erholen, während er an wichtige Projekten arbeitet und sich auf den Herbst vorbereitet, wie sein Umfeld am Samstag mitteilte. Der Präsident war am Freitagabend mit seiner Frau Brigitte in Bormes-les-Mimosas angekommen.

    Lesen Sie auch: Brigitte und Emmanuel Macron beginnen ihren Urlaub im Fort de Brégançon…

    Eine neue Hitzewelle wird erwartet
    Die Departements Pyrénées-Orientales, Gard, Drôme, Vaucluse und Ardèche wurden am Sonntag, dem 31. Juli, von Météo France wegen einer neuen Hitzewelle auf die Warnstufe Orange gesetzt. „Für den Wochenbeginn wird eine neue Hitzewelle erwartet, die sich allmählich vom Süden her ausbreitet. Zunächst werden die höchsten Temperaturen zwischen dem Roussillon, dem Rhonetal und dem Westen der Provence beobachtet“, so Meteo France auf seiner Website.

    Lesen Sie auch: Neue Hitzewelle: Meteo France warnt vor sehr hoher Brandgefahr im Südwesten

    Tour de France der Frauen 2022: Annemiek van Vleuten gewinnt
    Die Niederländerin Annemiek van Vleuten wurde am Sonntag, dem 31. Juli, als Siegerin gekrönt: Nachdem sie bereits vor dem Start der achten und letzten Etappe das Gelbe Trikot trug, konnte sie sich den Gesamtsieg sichern.

  • Eilmeldung: Ein heftiges Feuer in der Gegend von Aubais ausgebrochen

    Eilmeldung: Ein heftiges Feuer in der Gegend von Aubais ausgebrochen

    Die Bilder zeigen ein riesiges Feuer in der Nähe von Aubais im Departement Gard. Die Autobahn A9 ist zwischen Gallargues und Lunel gesperrt. Evakuierungen sind im Gange.

    Das Feuer hat in kürzester Zeit etwa zehn Hektar verwüstet und breitet sich rasch aus. Derzeit werden Evakuierungen durchgeführt. Bisher sind keine Verletzten zu beklagen.

    In Aubais, Villetelle und Aigues-Vives im Departement Gard ist ein heftiges Feuer im Gange. Es hat seit 15 Uhr am Sonntag, dem 31. Juli, bereits etwa zehn Hektar Land verwüstet.

    Ein in der Nähe lebendes Ehepaar wurde evakuiert, ebenso wie ein Reiterhof. Bisher sind keine Verletzten zu beklagen, doch das Feuer bedroht Wohnhäuser.

    Die Lage ist sehr kritisch, da das Feuer durch starken Wind geschürt wird.
    Das Feuer breitet sich aufgrund der hohen Temperaturen und des Windes sehr schnell aus. In der Gegend herrschen 38 °C und der Mistral hat eine Geschwindigkeit von 50 km/h.

    Die ersten Helfer trafen um 15.10 Uhr ein und mittlerweile sind 6 Feuerwehrzüge, 4 Canadairs und 1 Dash-Löschflugzeug vor Ort. 2 weitere Feuerwehrzüge werden zur Verstärkung aus Velaux und Avignon erwartet.

    Aufgrund des Brandes ist der Verkehr auf der A9 zwischen Gallargues und Lunel komplett unterbrochen.

    In den sozialen Medien häufen sich die Fotos und Videos:

  • Verkehrswarnungen: So funktioniert Bison Futé

    Verkehrswarnungen: So funktioniert Bison Futé

    Bevor sich französische Autofahrer auf den Weg machen, haben sie oft den Reflex, Bison Futé zu konsultieren. Dieser Service begleitet Millionen von Franzosen und das schon seit fast 50 Jahren. 

    Wer in Frankreich an die Fahrt mit dem Auto in die Ferien denkt, denkt oft an Bison Futé. „Alles begann mit den historischen Staus im Sommer 1975, inmitten einer Hitzewelle. Das war auf der Nationalstraße 10, zwischen Paris und dem Süden. An der spanischen Grenze staute sich der Verkehr Hunderte von Kilometern. Also organisierten sich die Behörden und gründeten Bison Futé„, erklärt Sophie Lanson auf dem Sender France 3. Der Farbcode der Verkehrswarnungen ist seitdem immer gleich geblieben. Grün bedeutet Staus unter 150 km in ganz Frankreich, Orange zwischen 150 und 350 km, Rot zwischen 350 und 600 km und Schwarz über 600 km.

    Ein automatisches System
    „Der Dienst stützt sich auf die Autobahngesellschaften, aber auch auf ein automatisches System: Sensoren auf der Fahrbahn und Kameras, die entlang der Straßen installiert sind“, erklärt die Journalistin. Jede Stunde werden die Fahrzeuge gezählt. Bison Futé sammelt diese Daten zentral und leitet daraus jeweils im Dezember erste Prognosen für das folgende Jahr ab, anschliessend werden die Vorhersagen je nach Kalender der Schulferien, dem Wetters oder auch den Baustellen angepasst.

  • Alpes-Maritimes: Wegen der Brandgefahr überwachen Freiwillige die Seealpen

    Alpes-Maritimes: Wegen der Brandgefahr überwachen Freiwillige die Seealpen

    Angesichts der Dürre und der hohen Brandgefahr leisten die Patrouillen von Freiwilligen wichtige Präventionsarbeit. Außerdem unterstützen sie die Feuerwehr, wenn ein Feuer ausbricht.

    Jeden Tag wechseln sie sich ab und fahren Dutzende Kilometer ab. Nathalie Grizard und Alain Saquet halten in ihrem Fahrzeug in den Bergmassiven des Departements Var Ausschau nach der kleinsten Spur eines Feuerausbruchs. „Dieses Jahr ist etwas ganz Besonderes, wir haben wirklich sehr trockene Bedingungen. Wir haben Bedingungen, die wir eigentlich erst Ende August haben dürften, im Vergleich zu sonst“, erklärt Nathalie in der Reportage von France Télévisions. Angesichts der extremen Bedingungen muss man reaktionsschnell und bereit sein, sofort mögliche Flammen zu löschen, bevor sie sich ausbreiten können. Die Ausrüstung wird vor jeder Patrouillenfahrt getestet, um jederzeit eingreifen zu können. Auf der Straße treffen die Freiwilligen manchmal auf Spaziergänger – es wird zwar vom Betreten der Wälder abgeraten, aber es ist nicht verboten.

    Das ist eine gute Gelegenheit, um die richtigen Verhaltensweisen zu erklären, denn manchmal ist eine Erinnerung notwendig. „Ich wusste nicht, dass man im Wald nicht rauchen darf. Das ist wichtig, weil die Leute oft rücksichtslos sind, also ist es gut, sie ein bisschen zur Ordnung zu rufen“, sagt eine Spaziergängerin. Neben der Prävention hat die Patrouille auch die Aufgabe, die Feuerwehr im Falle eines Feuers schnell zum Brandort zu führen. Von einem Turm aus hat die Patrouille einen Panoramablick, der es ihr ermöglicht, die Region zu überwachen. Die Freiwilligen werden auch in den kommenden Wochen wachsam sein müssen. Für alle Bergmassive im Departement Var wurde die Brandgefahr als hoch (orange) eingestuft. Es wird dringend davon abgeraten, im Hinterland zu wandern, denn die Brandgefahr ist sehr hoch.

  • Ausgesetzte Tiere: Tierschutzverein spricht vom „schlimmsten Wochenende des Jahres“

    Ausgesetzte Tiere: Tierschutzverein spricht vom „schlimmsten Wochenende des Jahres“

    Der französische Tierschutzverein SPA warnt vor einer Welle von Aussetzungen während des Ferienwochenendes vom 31. Juli. Der Tierschutzverein hat schon jetzt einen Anstieg der Aussetzungen von Haustieren um 11% seit Beginn des Sommers 2022 verzeichnet.

    „Das schlimmste Wochenende des Jahres.“ So bezeichnet der Präsident des Tierschutzvereins Jacques-Charles Fombonne das heutige Wochenende, an dem die meisten Menschen in Frankreich auf der Fahrt in den oder aus dem Urlaub auf den Strassen sind. Gegenüber der Zeitung Sud Ouest warnte der Präsident der SPA vor einem starken Anstieg der Tieraussetzungen an den Wochenenden, an denen die meisten Menschen in den Urlaub fahren.

    Schon jetzt sieht die Bilanz für den Tierschutzverein düster aus. „Die großen Wochenenden im August werden wie jedes Jahr zu einer großen Zahl von ausgesetzten Tieren führen“, bedauert Jacques-Charles Fombonne. Um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und Aussetzungen zu verhindern, hatte der Tierschutzverein schon im Juni eine Sensibilisierungskampagne gestartet.

    Anstieg um 11%
    Parallel dazu verzeichnete die SPA bereits einen „katastrophalen“ Juli mit einem Anstieg der Aussetzungen um 11% und „sehr wenigen Adoptionen“. Bereits Mitte Juli hatte die SPA vor der Sommerwelle gewarnt, die die Tierheime überschwemmt.

    Der Tierschutzverein ruft außerdem zu vernünftigen und überlegten Adoptionen von Haustieren auf, um zu verhindern, dass sich ähnliche Aussetzungen immer wieder wiederholen.

  • Neue Hitzewelle: Meteo France warnt vor sehr hoher Brandgefahr im Südwesten

    Neue Hitzewelle: Meteo France warnt vor sehr hoher Brandgefahr im Südwesten

    Ab Sonntag, dem 31. Juli, soll eine neue Hitzewelle über Frankreich hinwegziehen. Die hohen Temperaturen, der Mistral und die Tramontane stellen eine echte Bedrohung dar. Meteo France warnt vor einer „sehr hohen Brandgefahr“.

    Eine dritte Hitzewelle bricht über Frankreich herein. Das Thermometer wird laut Météo-France am Sonntag im Südosten auf 30 bis 37 Grad steigen, in Okzitanien sogar mindestens auf 34 bis 35 Grad. Ab Montag werden die Temperaturen unterhalb einer Linie Bordeaux-Lyon allgemein über 35°C liegen. Im Südosten sollen sie bis zu 39°C erreichen.

    Diese große Hitze wird vom Mistral und den Tramontane-Winden begleitet, wodurch sie zu einer großen Bedrohung wird. Meteo France warnt daher vor „sehr hoher Brandgefahr“ im Mittelmeerraum ab diesem Sonntag. Bedingt durch die „weiterhin sehr heißen und trockenen Bedingungen und einer zunehmend empfindlichen Vegetation“.

    Ein Feuer, das am Samstagnachmittag nördlich von Perpignan ausgebrochen war, zerstörte innerhalb kurzer Zeit 150 Hektar Vegetation. 370 Feuerwehrleute und einige Löschflugzeuge waren wegen der Tramontane nötig, um das Feuer einzugrenzen. Der Brand ist zwar jetzt unter Kontrolle, brennt aber auch am Sonntag stellenweise noch immer.

    Drei Hitzewellen in diesem Sommer
    Frankreich hat bereits im Juni eine frühe Hitzewelle erlebt und kommt gerade aus einer zweiten, die vom 12. bis 25. Juli dauerte und mehrere Brände verursachte, insbesondere in der Region Gironde, wo fast 21.000 Hektar Wald zerstört wurden.

    Die jetzt beginnende neue Hitzewelle „stellt die 45. seit 1947 registrierte Hitzewelle dar“, „die drittintensivste“ und „die fünftlängste“, so die Website von Météo-France.

    Zu den hohen Temperaturen gesellte sich im Juli eine historische Trockenheit – der Juli 2022 ist wahrscheinlich der trockenste Juli seit Beginn der Aufzeichnungen.

  • Die SNCF braucht 100 Milliarden Euro: Grosse Baustellen in den nächsten 15 Jahren geplant

    Die SNCF braucht 100 Milliarden Euro: Grosse Baustellen in den nächsten 15 Jahren geplant

    Die französische Bahn steht in den nächsten Jahren vor riesigen Investitionen. Es werden grosse Entscheidungen getroffen werden müssen, sagt Verkehrsminister Clément Beaune. Noch nie sind so viele Franzosen im Sommer mit dem Zug in den Urlaub gefahren.

    Noch nie sind so viele Reisende während der Sommersaison in Frankreich mit dem Zug gefahren. Es wurden 18 Millionen Fahrkarten verkauft. Am Wochenende war jeder dritte abfahrende TGV ausgebucht und die allgemeinen Auslastungsraten lagen bei fast 80%. Der Sommer verspricht einen Rekord.

    Um die Reisenden auch weiterhin zu begeistern, wird die SNCF allerdings investieren müssen. Und zwar in großem Umfang. Gleise, Oberleitungen und Stellwerke austauschen, neue Züge kaufen und die Bahnhöfe weiter renovieren, das sind die Herausforderungen vor denen die SNCF steht. NCF-Präsident Jean-Pierre Farandou hat nachgerechnet. Er schätzt, dass er in den nächsten 15 Jahren 100 Milliarden Euro benötigt, um die notwendigen Arbeiten durchzuführen den Zugverkehr zu verdoppeln.

    Die SNCF hat große Pläne in der Schublade. Sie möchte in siebzehn Großstädten S-Bahn-ähnliche Netze wie in der Region Île-de-France schaffen. Andere Projekte sind bereits auf dem Weg: die Hochgeschwindigkeitsstrecke Bordeaux-Toulouse, die Hochgeschwindigkeitsstrecke Montpellier-Perpignan und Modernisierungsarbeiten in den Regionen von Marseille, Toulon und Nizza. Präsident und Premierminister hatten 2021 dazu ihre Zustimmung gegeben.

    100 Milliarden investieren: Die SNCF wird diese Summe nicht allein finanzieren können. Sie könnte etwa die Hälfte dieser Investitionen stemmen, berichtet das Journal du Dimanche. Die zweite Hälfte müsste vom Staat, den Gebietskörperschaften, der EU und auch von privaten Investitionspartnern kommen.

    Man wird Entscheidungen treffen müssen
    Angesichts dieser massiven Investitionen werde man Entscheidungen treffen müssen, sagt der Verkehrsminister. „Der alltägliche, oft großstädtische Verkehr, wie der Großraum Paris, bleibt unsere Priorität, denn seine Verbesserung wirkt sich direkt auf das Leben der Menschen aus“, erklärte Clément Beaune dem Journal du Dimanche. Der Verkehrsminister räumt ein: „Unser Streckennetz wurde in den letzten dreißig Jahren vernachlässigt“. Und: „Es wäre unredlich zu sagen, dass man gleichzeitig Hochgeschwindigkeitszüge, Aus- und Wiederaufbau für kleine Linien leisten kann, ohne eine Reihenfolge oder Prioritätensetzung vorzunehmen“.

    Aus diesem Grund sollen die Regionen, die für den Verkehr zuständig sind, sich stärker einbringen. In Okzitanien zum Beispiel wird die Bahnstrecke zwischen Montréjeau und Luchon (Haute-Garonne) im Juni 2024 wiedereröffnet, zehn Jahre nach ihrer Schließung. Die Züge werden zwischen den beiden Städten mit grünem Wasserstoff betrieben werden. Eine Wiedereröffnung, die ihren Preis hat: 67 Millionen Euro. Der Preis für die Erhaltung der Attraktivität der Region.

  • Dürre: Die Trockenheit nimmt weiter zu

    Dürre: Die Trockenheit nimmt weiter zu

    Heute herrscht in 93 von 96 Departements Frankreichs (ohne Überseegebiete) Dürrealarm. Eine Situation, die die Landwirte beunruhigt und katastrophale Folgen für die Umwelt haben könnte.

    Ein rissiges, trockenes, völlig ausgetrocknetes Land. Wo die Loire noch vor einigen Monaten floss, überspannt die Brücke Anjou-Bretagne ein Flussbett, das wie eine Wüste aussieht. Eine besorgniserregende Dürre, die in weiten Teilen des Hexagons herrscht und viele Landwirte verunsichert. Franceinfo besuchte einen Artischockenbauer, der hilflos und ratlos ist. Statt der 25.000 Artischocken, die er normalerweise produziert, rechnet er in diesem Jahr nur mit einer Ernte von 7.000 Stück: „Es wird ein Katastrophenjahr werden. Ich weiß nicht, wie wir das wieder aufholen sollen“. In 93 Departements des französischen Mutterlandes herrscht in unterschiedlichem Ausmaß Dürrealarm.

    Die Gletscher der Pyrenäen könnten bald verschwinden.
    Die Wasserkrise betrifft auch Privatpersonen in Tausenden von französischen Gemeinden und führt häufig zu Wasserbeschränkungen für die Pflege von Gärten und Gemüsebeeten: „Ich zögere, auf meinem Grundstück Gemüse für meinen Eigenbedarf anzupflanzen. Denn wir dürfen nicht mehr gießen“, sagt ein Anwohner. In höheren Lagen werden auch Berggipfel von der bleiernen Hitze hart getroffen, wie in den Pyrenäen. Der Schnee, von dem man dachte, dass er ewig liegen würde, schmilzt in Strömen. Die 25 Gletscher, die heute noch in den Pyrenäen zu sehen sind, könnten laut dem jüngsten IPCC-Bericht bis 2050 vollständig verschwinden.

  • Pyrénées-Orientales: Feuer in der Nähe von Perpignan zerstört 150 Hektar Vegetation

    Pyrénées-Orientales: Feuer in der Nähe von Perpignan zerstört 150 Hektar Vegetation

    220 Feuerwehrleute kämpften die ganze Nacht gegen die Flammen und sind derzeit noch immer vor Ort, um ein erneutes Aufflammen des Feuers zu verhindern. Glücklicherweise hat der Wind nachgelassen.

    Das Feuer in der Nähe der Gemeinde Calce im Département Pyrénées-Orientales, 15 Kilometer nordwestlich von Perpignan, ist „stabilisiert“, berichtet Oberst Eric Belgioïno, der Chef der Feuerwehr des Départements, am Sonntagmorgen, 31. Juli, gegenüber France Bleu Roussillon.

    Das Feuer brach am Samstag gegen 16 Uhr aus und breitete sich sehr schnell aus. Es zerstörte 150 Hektar Vegetation und wurde von einem ‚Tramontana‘-Wind mit Böen von bis zu 50 km/h angeheizt. Am Sonntagmorgen beruhigte sich der Wind.

    „Der südliche und der nördliche Teil des Feuers sind unter Kontrolle“, aber es gibt noch Glutherde an Stellen, die „für die Feuerwehr nur schwer zugänglich sind“, so Eric Belgioïno. Bis zu 370 Feuerwehrleute waren am Samstag im Einsatz. 220 von ihnen verbrachten die Nacht vor Ort. Sie bleiben weiterhin mobilisiert, „um die Waldränder zu behandeln und jeglicher Gefahr eines Wiederaufflammens des Feuers am Sonntag vorzugreifen“.