Kategorie: Frankreich

  • SNCF könnte Züge streichen, um Energie zu sparen

    SNCF könnte Züge streichen, um Energie zu sparen

    Angesichts der drohenden Energieknappheit könnte der Bahnkonzern beschließen, in diesem Winter Züge zu streichen. Aber auch andere Lösungen könnten dafür sorgen, dass der Verkehr nicht gestört wird, wie z. B. ökologisches Fahren.

    Es kommen keine Züge in den Bahnhöfen an, weil der Strom fehlt, um sie in Bewegung zu setzen. So könnte der Winter bei der SNCF aussehen, wenn es zu einem akuten Energiemangel kommt. Ein Worst-Case-Szenario, betont das Unternehmen. Die Fahrgäste suchen bereits nach Plan B. „Wenn es weniger Züge gibt, gibt es mehr Leute im Zug, also weniger Platz, also ist es schwieriger, zur Arbeit zu gehen“, erklärt eine Bahn-Nutzerin auf dem Sender France 2. „Man verlangt von uns, Geld zu sparen, und dann zwingt man uns hintenrum, andere Verkehrsmittel zu nehmen, die nicht unbedingt umweltfreundlich sind“, betont ein anderer. Welche Züge könnten betroffen sein? Wie viele werden es sein? Das bleibt unklar. Eines ist sicher: Die SNCF verbraucht jeden Tag viel Strom, so viel wie die Städte Paris und Marseille zusammen. Das entspricht der vollen Leistung eines Atomreaktors.

    Mögliche Alternativen
    Für das Unternehmen sind Zug-Streichungen nur eine von mehreren Möglichkeiten. Der Verkehrsexperte Arnaud Aymé bestätigt, dass es vielleicht andere Möglichkeiten gibt, Energie zu sparen: „Man kann sich vorstellen, die Energiemenge zu senken, die zum Heizen der Bahnhöfe oder der zahlreichen Industriegebäude verbraucht wird, oder die Beleuchtung zu reduzieren“. Ein weiterer Hebel ist das ökologische Fahren. Mithilfe eines kleinen Tablets optimieren die Fahrer die Geschwindigkeit und das Bremsverhalten, wodurch im Durchschnitt 10% Strom eingespart werden können.

  • Sturmwarnung für Paris – 110 km/h Windgeschwindigkeit erwartet

    Sturmwarnung für Paris – 110 km/h Windgeschwindigkeit erwartet

    Météo France hat am Montag, dem 5. September, 12 Departements, darunter auch Paris, auf die Warnstufe Orange für Gewitter gesetzt.

    Frankreich steht eine Woche bevor, die von stürmischen Gewittern geprägt ist. Das ist zum Teil die Folge des Sturms Danielle, der im Atlantik westlich der Azoren tobt. Und das stürmische Wetter beginnt potenziell schon am heutigen Montag, warnt Meteo France.

    Der Wetterdienst hat am frühen Nachmittag 12 Departements auf die Warnstufe Orange gesetzt. Betroffen sind die Departements Aisne, Oise, der gesamte Großraum Paris (Val d’Oise, Seine-Saint-Denis, Seine-et-Marne, Yvelines, Essone, Hauts-de-Seine, Paris), Loiret und Cher.

    Ein sehr großer Teil des restlichen Landes bleibt auf der Warnstufe Gelb. Nur im Südosten und an der Atlantikküste von der Vendée bis zum Baskenland besteht am Montag keine Gewittergefahr.

  • Gesellschaft: Die synthetische Droge 3-MMC fordert immer mehr Opfer

    Gesellschaft: Die synthetische Droge 3-MMC fordert immer mehr Opfer

    3-MMC ist besonders gefährlich und richtet unter jungen Erwachsenen großen Schaden an. Diese synthetische Droge, die billiger als Kokain ist, wird derzeit massiv in Umlauf gebracht.

    Die neue Droge ist schon den ganzen Sommer über auf Partys, in Bars oder bei Privatpersonen im Umlauf. Mit einem Preis von 10 bis 30 Euro pro Gramm gegenüber 60 bis 80 Euro für Kokain ist 3-MMC die Droge der Stunde. Julien konsumiert 3-MMC regelmäßig, angezogen von dem niedrigen Preis. Er nutzt es, um seine sexuellen Beziehungen an Wochenenden zu intensivieren, was von Eingeweihten „Chemsex“ genannt wird, ein Sexmarathon unter chemischer Beeinflussung. „Man ist in einer Blase, die einen enthemmt. Man geht in einen Tunnel und während dieser Zeit existiert nichts mehr, alle Probleme, alle Schwierigkeiten, alle Schmerzen verschwinden“, sagt der 40-Jährige gegenüber France Télévisions.

    Herz-Kreislauf- und neurologische Risiken
    Eine synthetische Droge, die in Frankreich illegal, aber dennoch leicht zugänglich ist. 3-MMC wird in großen Mengen in vorwiegend asiatischen Labors hergestellt, über das Internet verkauft und in diskreten Paketen nach Hause geliefert. „Die Risiken einer Droge wie 3-MMC sind kardiovaskuläre und neurologische Schäden. Und daneben die psychiatrischen Störungen“, warnt Professor Amine Benyamania, Leiter der Abteilung für Suchtkrankheiten am Krankenhaus Paul-Brousse (APHP) in Paris. Seit 2008 sind in Frankreich etwa 20 Todesfälle auf diese Substanz zurückzuführen.

  • Martyrium: Zehn Geschwister werden von ihren Eltern misshandelt

    Martyrium: Zehn Geschwister werden von ihren Eltern misshandelt

    Am Dienstag, 30. August, entdeckten die Polizeikräfte in einem Haus in Noyelles-sous-Lens (Pas-de-Calais) eine Horrorszene. Zehn Geschwister hatten offensichtlich ein wahres Martyrium durchlebt, zwei der jüngsten Geschwister waren an ihren Hochstuhl gefesselt. Die Eltern wurden unter gerichtliche Aufsicht gestellt.

    In einem Haus in Noyelles-sous-Lens (Pas-de-Calais) entdeckte die Polizei zwei Kinder im Alter von zwei und fünf Jahren, die an ihren Hochstuhl gefesselt waren und unter erbärmlichen hygienischen Bedingungen lebten. Der 24-jährige Älteste der insgesamt zehn Geschwister, hatte Alarm geschlagen. Es ist schwer zu verstehen, wie eine solche Situation so lange unbemerkt bleiben konnte. „Die meisten der Kinder gingen zur Schule“, erklärt Martine Brousse, Vorsitzende des Vereins „La Voix de l’Enfant“ (Die Stimme des Kindes).

    Die Eltern werden im kommenden Januar vor Gericht gestellt.
    „Es gibt eine Verpflichtung für jeden Berufstätigen, auch für einen Arzt, ein Kind in Gefahr, ein misshandeltes Kind zu melden“, fährt Martine Brousse fort. Die Eltern, die der Gewalt und Vernachlässigung verdächtigt werden, wurden unter gerichtliche Aufsicht gestellt. Sie werden im kommenden Januar vor Gericht gestellt. Ihre sieben noch minderjährigen Kinder wurden vorläufig vom Jugendamt in Obhut genommen.

  • Benzin: Warum geht vielen Total-Stationen der Treibstoff aus?

    Benzin: Warum geht vielen Total-Stationen der Treibstoff aus?

    Vielen französischen Tankstellen, insbesondere TotalEnergies-Tankstellen, geht der Treibstoff aus.

    Am Sonntag, 4. September, erlebten viele Autofahrer die unangenehme Überraschung, dass sie an der TotalEnergies-Tankstelle in ihrer Nachbarschaft keinen Dieselkraftstoff tanken konnten. Eine Situation, die sich überall in Frankreich den verblüfften Autofahrern bot. Zahlreiche Tankstellen wurden schlicht überrannt und ihnen ist der Kraftstoff ausgegangen.

    Was ist der Grund dafür? Der „doppelte Rabatt“ brachte die Preise nach unten. Seit dem 1. September wurde der von der Regierung im April eingeführte Rabatt von 18 Cent auf den Kraftstoffpreis auf 30 Cent erhöht. An den TotalEnergies-Stationen ging diese Senkung mit einem zusätzlichen Rabatt von 20 Cent einher, was eine Gesamtreduzierung von 50 Cent bedeutet. So ist der Liter Kraftstoff seit einigen Tagen an den Tankstellen des Total-Ölkonzerns, die jetzt billiger als die großen Handelsketten geworden sind, in ungewohnt tiefe Preisregionen gefallen. Und löste damit einen Ansturm der Autofahrer auf die Zapfsäulen von Total aus.

    Der außergewöhnliche Rabatt der Regierung von 30 Cent pro Liter wird bis zum 1. November 2022 gelten. Danach wird der Rabatt bis zum 31. Dezember 2022 auf 10 Eurocent pro Liter sinken.

  • Was steht diese Woche in Frankreich auf dem Kalender?

    Was steht diese Woche in Frankreich auf dem Kalender?

    Von politischen Versammlungen bis zu Festivals – das sind die wichtigsten geplanten Ereignisse dieser Woche. Montag In Paris beginnt der Prozess um den Anschlag von Nizza im Juli 2016, bei dem ein radikaler Islamist 86 Menschen tötete, indem er mit einem Lastwagen in Tausende von Einheimischen und Touristen fuhr, die den 14. Juli feierten. Der Angreifer Mohamed Lahouaiej-Bouhlel, ein 31-jähriger Tunesier, wurde von der Polizei erschossen, aber sieben Männer und eine Frau werden sich vor Gericht verantworten müssen, weil sie von den Anschlagsplänen wussten und logistische Unterstützung leisteten. Volleyball – die französische Volleyballmannschaft der Männer trifft im Finale der Volleyball-Weltmeisterschaft in Ljublijana auf Japan. Mittwoch Das Buch „Bouleversements“ von Ex-Präsident François Hollande über den Krieg in der Ukraine wird veröffentlicht. Ebenfalls am Mittwoch wird die Liste der Kandidaten für Frankreichs wichtigsten Literaturpreis, den Prix Goncourt, bekannt gegeben. Donner…

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  • Danielle offiziell als Hurrikan eingestuft – Windgeschwindigkeiten von 150 km/h

    Danielle offiziell als Hurrikan eingestuft – Windgeschwindigkeiten von 150 km/h

    Danielle, ein tropischer Sturm auf dem Atlantik, wurde am Sonntag zu einem Hurrikan der Kategorie 1 eingestuft. Seine Windgeschwindigkeiten liegen derzeit bei 150 km/h. Seine Zugbahn in Richtung Europa ist noch unklar.

    Der mächtige Tropensturm Danielle wurde am Sonntag, den 4. September, offiziell zu einem Hurrikan, nachdem er vom National Hurricane Center (NHC), dem auf Hurrikane spezialisierten Wetterzentrum mit Sitz in Miami, Florida, in diese Kategorie eingestuft wurde.

    Genauer gesagt ist Danielle nun ein Hurrikan der Kategorie 1, was bedeutet, dass die maximalen Windgeschwindigkeiten zwischen 118 km/h und 153 km/h liegen.

    „Die maximalen Windgeschwindigkeiten liegen derzeit bei fast 90 mph (150 km/h) mit Sturmböen. Es wird erwartet, dass sich die Stärke in den nächsten 24 Stunden kaum ändern wird“, erklärte das NHC in einer Warnung, die am Montagmorgen (5. September) veröffentlicht wurde. Die Organisation erklärt, dass „danach eine langsame Abschwächungstendenz am Dienstag, 6. September, beginnen sollte“.

    Das NHC erklärt, dass sich das Zentrum von Hurrikan Danielle am 5. September im nordöstlichen Atlantik befand (39° nördlicher Breite und 44,7° westlicher Länge). „Es wird erwartet, dass sich die allgemeine Bewegung mit einer allmählichen Zunahme seiner Geschwindigkeit bis Dienstag fortsetzen wird. Eine Wende nach Ost-Nordost wird bis Dienstagabend erwartet“, fügte das National Hurricane Center hinzu.

    Nach Angaben der Behörde „sind keine Küstenwarnungen in Kraft“. Entweder steigt Danielle weiter in den Nordatlantik auf und entwickelt sich zu einem einfachen Tiefdruckgebiet oder der Sturm zieht weiter in Richtung Europa und könnte sich in einer westlichen Strömung auf der Rückseite eines Kaltluftgebiets, das uns diese Woche treffen soll, intensivieren. Danielle wird auf jeden Fall schon zu Beginn der Woche für unbeständiges und windiges Wetter im Nordwesten Frankreichs sorgen.

    https://twitter.com/WxAtlantic/status/1566562790600491010
  • Übergewinne: Deutscher Vorschlag für Zwangsbeitrag von Energieunternehmen entfacht Debatte in Frankreich

    Übergewinne: Deutscher Vorschlag für Zwangsbeitrag von Energieunternehmen entfacht Debatte in Frankreich

    In Frankreich begrüßt die linke Opposition den deutschen Vorschlag. Das französische Wirtschaftsministerium legt jedoch Wert darauf, klarzustellen, dass Deutschland keine Steuer vorschlägt. In der Debatte um eine Besteuerung der sogenannten  „Übergewinne“ gibt es keine beruhigung. Wenige Stunden nachdem Deutschland zugesagt hatte, die europäischen Bemühungen um eine Zwangsabgabe von Energieunternehmen zu unterstützen, stellte das französische Wirtschaftsministerium am Sonntag, dem 4. September, klar, dass es sich dabei „absolut nicht“ um eine Steuer handele. Deutschland machte diese Ankündigung im Rahmen eines 65-Milliarden-Euro-Plans, der die Auswirkungen der Inflation abmildern soll. Wenige Tage vor einem Treffen der 27 Mitgliedsstaaten zu Energiefragen weigert sich das französische Wirtschaftsministerium, der linken Opposition nachzugeben. Die Nupes-Abgeordneten schlagen seit Monaten eine Sonderbesteuerung der von Großkonzernen wie TotalEnergies oder CMA CGM durch die Energiekrise e…

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  • Attentat in Nizza: Der Prozess beginnt heute

    Attentat in Nizza: Der Prozess beginnt heute

    Am Montag, dem 5. September, beginnt in Paris der Prozess um den Anschlag in Nizza (Alpes-Maritimes) aus dem Jahr 2016. Er wird sich bis Mitte Dezember hinziehen.

    Mit vielen Emotionen sehen  die Angehörigen der Opfer des Anschlags in Nizza dem Prozessbeginn entgegen. Am Montag, dem 5. September, beginnt der Prozess um den Anschlag am 14. Juli 2026 in Nizza (Alpes-Maritimes). Stéphane Erbs, der seine Frau und Mutter seiner Kinder verloren hat, wird während der Anhörungen aussagen. Erbs sagt auf dem Sender France 2: „Man muss ruhig bleiben, es geht nicht darum, anzukommen und seinen Hass herauszuschreien, das hätte keinen Sinn. Es geht wirklich darum, den Schaden zu erklären, der den Familien, Kindern und Eltern zugefügt wurde“.

    Lesen Sie auch: Prozess um den Anschlag in Nizza: 6 Jahre später wollen die Opfer Gerechtigkeit

    Acht Komplizen werden vor Gericht gestellt
    Der Attentäter wurde nach der Ermordung von 86 Menschen mit Hilfe eines LKWs auf der Promenade des Anglais von der Polizei getötet wurde, werden jetzt andere Personen, die beschuldigt werden, ihm geholfen zu haben, im Rahmen des Prozesses vor Gericht gestellt. Insgesamt werden acht Personen auf der Anklagebank sitzen. Der Prozess wird vor einem Sondergericht in Paris stattfinden. Einer der Angeklagten ist jedoch nicht anwesend, er wird, sollte seine Schuld festgestellt werden, in Abwesenheit verurteilt. Einigen der Angeklagten wird die Lieferung von Waffen vorgeworfen, andere sollen von den Plänen des Terroristen gewusst und geschwiegen haben. Der Prozess wird live in einen Saal in Nizza übertragen.

  • Gas- und Strompreise: Preisstopp bis 2023 verlängert kündigt Gabriel Attal an

    Gas- und Strompreise: Preisstopp bis 2023 verlängert kündigt Gabriel Attal an

    Angesichts des starken und anhaltenden Anstiegs der Gas- und Strompreise erwägt die Regierung, den Preisstopp für Energiekosten auch 2023 beizubehalten, um einen noch stärkeren Anstieg der Lebenshaltungskosten der Franzosen zu verhindern. Der Preisstopp, der die Franzosen vor historischen Erhöhungen für Energiepreise, insbesondere Strom und Gas, schützt, sollte eigentlich am 31. Dezember 2022 auslaufen. Ende August hatte Elisabeth Borne jedoch versprochen, dass die Exekutive den „Anstieg“ der Energiepreise auch nach dem Ende des Preisstopps durch „spezifische Bestimmungen“ für die „Schwächsten“ abfedern würde. Letztendlich wird nun der von der Regierung festgelegte Preisstopp auch im Jahr 2023 beibehalten, wie Gabriel Attal, der stellvertretende Minister für öffentliche Finanzen, am Samstag, dem 3. September, bekannt gab. Als Gast in der Sendung „On n’arrête pas l’éco“ auf France Inter versicherte er, dass die Regierung auch 2023 einen Preisstopp beibehalten werde, um den Anstieg der E…

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