Kategorie: Frankreich

  • Senat spricht sich gegen die Aufnahme des Rechts auf Abtreibung in die Verfassung aus

    Senat spricht sich gegen die Aufnahme des Rechts auf Abtreibung in die Verfassung aus

    Der mehrheitlich rechtsgerichtete Senat lehnte einen entsprechenden parteiübergreifenden Gesetzesvorschlag, der vauch on der Regierung unterstützt wurde, ab. Die Debatte über dieses Thema wird im November in der Nationalversammlung fortgesetzt. Der mehrheitlich rechtsgerichtete Senat lehnte am Mittwoch, dem 19. Oktober, in erster Lesung einen parteiübergreifenden Gesetzesvorschlag zur Verankerung des Rechts auf Schwangerschaftsabbruch in der Verfassung ab, der auch von der Regierung unterstützt wurde. Die Ablehnung erfolgte mit 139 Ja-Stimmen und 172 Nein-Stimmen nach einem teilweise heftigen Schlagabtausch, der sich zu einer rechts-links-Konfrontation entwickelte. „Die Mehrheit des Senats hat sich gegen den Willen von 81% der Französinnen und Franzosen entschieden“, reagierte die Verfasserin des Gesetzesvorschlags, Melanie Vogel, die sagte: „Dieser Kampf ist noch nicht vorbei. Er beginnt gerade erst“. In der Nationalversammlung sind zwei ähnliche verfassungsrechtliche Gesetzesvorschlä…

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  • Frauenmord in Nantes: „Ein unkontrollierbares Bedürfnis nach Gewalt“ – 21-Jähriger angeklagt

    Frauenmord in Nantes: „Ein unkontrollierbares Bedürfnis nach Gewalt“ – 21-Jähriger angeklagt

    Der Staatsanwalt von Nantes gab bekannt, dass gegen einen 21-jährigen jungen Mann wegen Totschlags Anklage erhoben wurde. Er wird verdächtigt, am Sonntag, dem 16. Oktober, eine 47-jährige Frau auf offener Straße in der Stadt mit einem Messer getötet zu haben.

    Der Mann, der bereits am Montagmorgen in Polizeigewahrsam genommen wurde, gestand einen Tag später Tat. Der 21-Jährige wurde wegen vorsätzlicher Tötung unter Alkoholeinfluss im Zusammenhang mit dem Messerangriff auf eine 47-jährige Frau angeklagt, die am Sonntagmorgen in Nantes auf offener Straße getötet worden war. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe.

    Die Staatsanwaltschaft gab bekannt, dass der junge Mann in Nantes geboren wurde, ledig war, keine feste Anstellung hatte und im Haus seiner Eltern im selben Stadtteil wie das Opfer lebte. Er erklärt seine Tat mit „einem unkontrollierbaren Bedürfnis nach Gewalt“.

    Laut Staatsanwaltschaft fuhr junge Mann „wütend“ und alkoholisiert mit dem Auto von einem Abend in einem Nachtclub nach Hause, der für seinen Geschmack zu früh geendet hatte. Er hielt vor einer Bushaltestelle an, an der das Opfer, eine Nachbarin, auf den Bus wartete, um zu der Gesundheitseinrichtung zu gelangen, in der sie als Putzfrau arbeitete. Der Angeklagte erklärte, dass er sich nach einem Gespräch mit ihr zunächst beruhigt habe. Er fuhr nach Hause, bevor er erneut ein „Bedürfnis nach Gewalt“ verspürte und an den Tatort zurückkehrte.

    Der Staatsanwalt von Nantes berichtete: „Er nahm ein Küchenmesser und ging zu Fuß zurück zur Bushaltestelle, in der Hoffnung, dass sich die Frau dort nicht mehr aufhielt. „Aber sie war noch da und er stürzte sich auf sie und tötete sie mit vielen Messerstichen“.

    Das Opfer erlag gegen 6.30 Uhr morgens seinen Verletzungen. Die am Montag durchgeführte Autopsie zählte 23 Wunden am Oberkörper, darunter mehrere tödliche Wunden am Hals. Der Mord ereignete sich drei Wochen nach der Vergewaltigung einer 40-jährigen Frau am 24. September im Stadtzentrum von Nantes, was eine heftige Debatte über die Sicherheit in der Stadt auslöste.

  • Der Romancier und Comicautor Jean Teulé starb im Alter von 69 Jahren

    Der Romancier und Comicautor Jean Teulé starb im Alter von 69 Jahren

    Der Schriftsteller war insbesondere für das Buch „Le Magasin des suicides“ bekannt. Sein Verlag gab seinen Tod am Mittwoch bekannt. Der französische Schriftsteller Jean Teulé starb am Dienstag, dem 18. Oktober, im Alter von 69 Jahren. „Betty Mialet und Bernard Barrault sind sehr traurig, bestätigen…

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  • Benzinknappheit: Erste Raffinerie von TotalEnergies beendet Streik

    Benzinknappheit: Erste Raffinerie von TotalEnergies beendet Streik

    Die CGT der Total-Raffinerie Donges (Loire-Atlantique) kündigt das Ende des Streiks an.

    In der TotalEnergies-Raffinerie in Donges (Loire-Atlantique) wurde am Mittwochmittag, dem 19. Oktober, über das Ende des Streiks für die Löhne abgestimmt, wie der CGT-Sekretär Fabien Privé Saint-Lanne mitteilte.

    „Mit Verantwortung und Gewissenhaftigkeit wird die Beendigung des Streiks des Betriebspersonals ab 13 Uhr und für das Tagespersonal ab 17 Uhr angekündigt“, erklärte Fabien Privé Saint-Lanne nach einer Generalversammlung vor der Presse.

    Bis zum heutigen Mittwoch wurden vier TotalEnergies-Raffinerien – von den sieben in Frankreich – bestreikt. Während die Arbeitsniederlegungen in Donges heute offiziell beendet wurden, wurden sie in den Raffinerien Gonfreville in der Normandie und La Mède im Departement Bouches-du-Rhône fortgesetzt. Bleibt jetzt noch das Treibstoffdepot in Feyzin (Auvergne-Rhône-Alpes), wo die Entscheidung  der streikenden Mitarbeiter im Laufe des Mittwochs erwartet wird.

  • Benzinknappheit: Urlauber zögern mit der Abfahrt in die Herbstferien

    Benzinknappheit: Urlauber zögern mit der Abfahrt in die Herbstferien

    Am Mittwoch, dem 19. Oktober, wenige Tage vor den Herbstferien, sind viele Hotels nicht ausgebucht. Da der Treibstoff knapp ist, zögern viele Franzosen mit ihrem Auto eine Reise anzutreten.

    In einer Ferienanlage im Var gab es am Mittwoch, dem 19. Oktober, nur wenige Last-Minute-Buchungen für die Herbstferien. „Die Buchungen heute sind Buchungen von Personen, die drei oder vier Stunden entfernt wohnen, d. h. die in der Lage sind, mit einer Tankfüllung von ihrem Wohnort zum Hotel zu kommen“, erklärt Direktor Frédéric Renard auf dem Sender France 2. Kunden fragen bei der Reservierung sogar an, ob sie in der Umgebung tanken können.

    Buchungen werden storniert.
    Einige zögern mit der Abreise. „Wir mussten wegen der Treibstoffknappheit alle Pläne, die wir hatten, umwerfen“, erzählt ein Mann. Die Hoteliers spüren die Folgen der Streiks. „Letztes Jahr hatten wir in den 15 Ferientagen eine Auslastung von 50%, jetzt sind wir nur bei 35%“, erklärt Vanessa Pagnoux, Direktorin des Unique Hotel. Auch auf den Campingplätzen haben die Betreiber die gleichen Sorgen, auch hier werden Reservierungen storniert.

  • Stromverbrauch in Frankreich ist um 5% und der Gasverbrauch um 14% gesunken

    Stromverbrauch in Frankreich ist um 5% und der Gasverbrauch um 14% gesunken

    Ministerin Agnès Pannier-Runacher gibt Zahlen des Stromnetzbetreibers RTE weiter. Sie mahnt die Franzosen auch dazu, bei der Wahl ihres Stromanbieters „aufmerksam“ zu sein. Der Betreiber des französischen Stromnetzes RTE hat der Regierung am Dienstag mitgeteilt, „dass der Stromverbrauch um 5% gesunken ist“, wie die Ministerin für den Energiewandel, Agnès Pannier-Runacher, am Mittwoch, dem 19. Oktober, auf Franceinfo mitteilte. Dieser Verbrauch „ist um die klimatischen Unwägbarkeiten bereinigt“, präzisiert sie. Die Ministerin versichert außerdem, dass die Regierung „einen zweistelligen Rückgang beim Gasverbrauch“ festgestellt habe, „in der Größenordnung von 14%“. Laut Agnès Pannier-Runacher wird dabei der Verbrauch der Gaskraftwerke nicht berücksichtigt. Die Ministerin für den Energiewandel erinnerte daran, dass sie Anfang Juli die Energieversorger aufgefordert habe, Wege zu finden, wie sie Kunden, „die Energie sparen“, „belohnen“ könnten, und zwar vor dem Hintergrund des nationalen Au…

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  • Erneuerbare Energien: Elisabeth Borne sucht verzweifelt nach Unterstützung in der Opposition

    Erneuerbare Energien: Elisabeth Borne sucht verzweifelt nach Unterstützung in der Opposition

    Das neue Haushaltsgesetz ist nicht die einzige Hürde, die der Regierung bevorsteht. Nächste Woche wird sich der Senat mit dem Gesetzentwurf über erneuerbare Energien befassen. Die Exekutive ist sich nicht sicher, ob es ihr gelingen wird, eine Mehrheit für die Verabschiedung des Gesetzes zu finden. Eigentlich sollte der Gesetzentwurf „EnR“ einen Großteil der politischen Klasse hinter sich vereinen können: Die Entwicklung erneuerbarer Energien ist für alle –  ausser dem Rassemblement National – ein Thema. Aber bisher weiss niemand, wie die parlamentarischen Spielchen ausgehen werden: „Es ist der schwierigste Text“, sagt ein Minister. Niemand weiß, wie er am Ende aussehen wird… Der Gesetzentwurf soll den Aufbau von erneuerbaren Energien und der Kernkraft in Frankreich beschleunigen. Bei Windkraftprojekten etwa soll die Zeit für die Genehmigung eines neuen Projekts halbiert werden. Der Senat soll sich ab nächsten Mittwoch zuerst mit der Gesetzesvorlage befassen. Die überwiegend rechtsger…

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  • Ehemaliger Premierminister Jean Castex soll Chef der Pariser Verkehrsbetriebe werden

    Ehemaliger Premierminister Jean Castex soll Chef der Pariser Verkehrsbetriebe werden

    Der ehemalige Regierungschef soll der neue Mann an der Spitze der Régie Autonome des Transports Parisiens werden. Der ehemalige Premierminister Jean Castex soll in Kürze zum CEO der Pariser Verkehrsbetriebe RATP ernannt werden, wie Franceinfo am Dienstag, dem 18. Oktober, meldete. Die Hohe Behörde für die Transparenz des öffentlichen Lebens (HATVP) habe am Dienstag eine positive Stellungnahme abgegeben, sagte eine mit dem Dossier vertraute Quelle gegenüber Franceinfo. Die Berufung von Castex muss nun noch von den zuständigen parlamentarischen Ausschüssen und anschließend vom Ministerrat bestätigt werden. Der ehemalige Regierungschef soll die Nachfolge von Catherine Guillouard an der Spitze der Régie Autonome des Transports Parisiens antreten. Die bisherige Vorstandsvorsitzende trat nach fünf Jahren Amtszeit zurück, und die Nummer zwei des Verkehrskonzerns, Philippe Martin, ging am 30. September in den Ruhestand. Der 57-jährige Castex, der vom 3. Juli 2020 bis zum 16. Mai 2022 Regierung…

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  • SNCF-Streik: Allmähliche Rückkehr zur Normalität – Verkehr in der Ile-de-France noch gestört

    SNCF-Streik: Allmähliche Rückkehr zur Normalität – Verkehr in der Ile-de-France noch gestört

    Die wichtigsten Eisenbahnergewerkschaften waren dem Streikaufruf am Dienstag, 18. Oktober, gefolgt. Der Bahnverkehr war in vielen Regionen stark beeinträchtigt.

    Die SNCF erwartet für Mittwoch eine „allmähliche Rückkehr zur Normalität“ auf den meisten ihrer Zuglinien. Am Tag nach einer berufsübergreifenden Streikbewegung seien „Störungen dennoch lokal noch möglich“, insbesondere bei einigen Vorortzügen und RER-Zügen in der Ile-de-France.

    Der nationale und internationale TGV-Verkehr soll fast normal verlaufen, und der Intercités-Verkehr nur leicht gestört sein, so die SNCF in einer Pressemitteilung. Die SNCF warnt jedoch davor, dass nur etwa jeder zweite Zug auf der Linie RER D und dem nördlichen Abschnitt der RER B sowie auf den Linien H, R und U verkehren werde.

  • Französische Regierung will mit „Artikel 49.3“ den neuen Haushalt durch das Parlament zu bringen

    Französische Regierung will mit „Artikel 49.3“ den neuen Haushalt durch das Parlament zu bringen

    Die französische Regierung bereitet sich darauf vor, ein verfassungsrechtliches Instrument zu nutzen, das als Artikel 49.3 bekannt ist, um ihren Haushalt durch das Parlament zu bringen. Oppositionsgruppen haben den Text seit Wochen mit Änderungsanträgen blockiert. Die festgefahrene Situation unterstreicht die geschwächte Position von Präsident Emmanuel Macron, seit seine zentristische Partei bei den Parlamentswahlen im letzten Frühjahr, nur wenige Wochen nach seiner eigenen Wiederwahl, ihre Mehrheit verloren hat. Regierungssprecher Olivier Véran kündigte an, Premierministerin Elisabeth Borne werde sich am Mittwoch „wahrscheinlich“ auf Artikel 49.3 der Verfassung berufen, der die Debatte beenden und den Haushalt 2023 ohne Abstimmung verabschieden würde. „Wir werden erst einmal abwarten, wie die Debatten verlaufen“, so Véran gegenüber dem Fernsehsender France 2. Sollte der Artikel 49.3 zur Anwendung kommen, werden die Oppositionsparteien der Linken und der extremen Rechten voraussichtlic…

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