Kategorie: Frankreich

  • Traditionelle Lerchenjagd: Gericht setzt Genehmigung der Regierung erneut aus

    Traditionelle Lerchenjagd: Gericht setzt Genehmigung der Regierung erneut aus

    Ministerielle Erlasse hatten es Jägern in den Departements Gironde, Landes, Lot-et-Garonne und Pyrénées-Atlantiques Anfang Oktober erlaubt, mehr als 100.000 dieser Wildvögel zu jagen. Gleiche Klage, gleiches Ergebnis. Der Staatsrat setzte am Freitag, dem 21. Oktober, die von der Regierung in einigen Departements erteilten Genehmigungen für traditionelle Lerchenjagden aus und gab damit den Tierschutzverbänden recht, die der Regierung vorwarfen, den Jägern ein Geschenk machen zu wollen.

    Der Richter für einstweilige Verfügungen des Staatsrats, der von der Liga für Vogelschutz (LPO) und der Organisation One Voice angerufen worden war, befand, dass die von der Regierung am 4. Oktober erlassenen Verordnungen gegen europäisches Vogelschutzrecht verstoßen könnten und somit „ernsthafte Zweifel an ihrer Rechtmäßigkeit“ bestünden, wie aus der von der Nachrichtenagentur AFP eingesehenen Entscheidung hervorgeht. „Der Staatsrat fügt Emmanuel …

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  • Frankreich zieht sich aus der Energiecharta zurück – weil diese die fossilen Brennstoffe bevorzugt

    Frankreich zieht sich aus der Energiecharta zurück – weil diese die fossilen Brennstoffe bevorzugt

    Präsident Emmanuel Macron kündigte am Freitag zum Abschluss des EU-Gipfels in Brüssel an, dass Frankreich aus der 1994 ratifizierten Energiecharta aussteigen werde. Dieses von Klimaaktivisten kritisierte Abkommen sollte die Versorgung Westeuropas mit fossilen Energieträgern sichern. Frankreich segelt im Windschatten von Spanien und den Niederlanden. Paris will sich aus dem Energiechartavertrag (ECT) zurückziehen, einem 30 Jahre alten internationalen Abkommen, das private Investitionen in fossile Brennstoffe stark unterstützt, wie Präsident Emmanuel Macron am Freitag, dem 21. Oktober, bekannt gab. „Frankreich hat beschlossen, aus dem Vertrag über die Energiecharta auszusteigen, was von vielen gefordert wurde“, sagte der Staatschef am Rande des EU-Gipfels in Brüssel. Der Vertrag wird jedoch noch 20 Jahre nach dem Austritt eines Unterzeichnerlandes gelten. In seiner Stellungnahme vom Mittwoch hatte der Hohe Rat für Klimafragen (HCC) festgestellt, dass der Text der Charta die Verpflichtung der Unterzeichnerländer und ihrer jeweiligen Energiesektoren, bis 2030 so weit wie möglich CO2-neutral zu werden, behindert. Die Energiecharta wurde 1994 nach dem Ende des Kalten Krieges unterzeichnet, um Investoren in den Ländern Osteuropas und der ehemaligen UdSSR Sicherheiten zu bieten. Der Vertrag, an dem die EU und etwa 50 andere Länder beteiligt sind, ermöglicht es Unternehmen, vor einem privaten Schiedsgericht Entschädigungen von einem Staat zu fordern, dessen Entscheidungen die Rentabilität ihrer Investitionen beeinträchtigen, selbst wenn es sich um Entscheidungen für eine klimaschonende Politik handelt.
  • Seine-Saint-Denis: Autofahrerin bei Verkehrskontrolle von Polizei angeschossen und schwer verletzt

    Seine-Saint-Denis: Autofahrerin bei Verkehrskontrolle von Polizei angeschossen und schwer verletzt

    Nach Informationen von Franceinfo hatte die Fahrerin einen Polizisten gerammt, bevor sie von zwei weiteren Beamten mit Schüssen gestoppt wurde. Sie befindet sich in Lebensgefahr.

    Eine Autofahrerin wurde in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, 21. Oktober, in Bondy (Seine-Saint-Denis) bei einer Verkehrskontrolle von Polizisten angeschossen und schwer verletzt, wie Franceinfo am Freitag von der Staatsanwaltschaft in Bobigny erfuhr. Die 1993 geborene Fahrerin befindet sich in Lebensgefahr.

    Einer Polizeiquelle zufolge soll das Opfer mit seinem Auto „beim Wiederanfahren einen der drei Polizisten gerammt“ haben, bevor es beschossen wurde. Einer der Beamten habe von seiner Waffe Gebrauch gemacht.

    Es wurden zwei Ermittlungen eingeleitet, eine wegen „versuchten Mordes an einer Amtsperson“, die der Kriminalpolizei des Departements Seine-Saint-Denis übertragen wurde, und eine wegen „Gewalt mit Waffen“, die der Inspektion der Polizei, der IGPN, übertragen wurde, um den Waffengebrauch der Polizisten zu untersuchen.

  • Feuerameisen: Zum ersten Mal wurden die gefährlichen Insekten auch in Frankreich entdeckt

    Feuerameisen: Zum ersten Mal wurden die gefährlichen Insekten auch in Frankreich entdeckt

    Zum ersten Mal wurden jetzt die berüchtigten kleinen Feuerameisen auch in Frankreich gesichtet. Wo kommen sie her?

    Wasmannia auropunctata, auch „Elektrische Ameise“ oder „Kleine Feuerameise“ genannt, wurde jetzt zum ersten Mal auf dem französischen Festland nachgewiesen.

    Ursprünglich stammt sie aus Südamerika.
    Die „kleine Feuerameise“ ist extrem invasiv. „Ursprünglich stammt sie aus Südamerika und ist jetzt überall zu finden“, kann man bei Dr. Audrey Dussutour, Forschungsdirektorin am CNRS in Toulouse und Autorin des Buches L’Odyssée des fourmis (Die Odyssee der Ameisen), nachlesen. „In Westafrika, auf Galapagos, in den USA, in Polynesien oder erst kürzlich in China“.

    Bisher war diese Art nur einmal in Europa beobachtet worden, und zwar in der Gegend von Malaga in Spanien.

    Anfang September identifizierte Olivier Blight, Forscher am Institut méditerranéen de biodiversité et d’écologie an der Universität Avignon, die Art formell in Südfrankreich, und zwar in Toulon. „Wir hatten es dort bereits mit einer Superkolonie zu tun, daher gehen wir davon aus, dass sie seit über einem Jahr hier ist“, erklärt er. Die Ameise wurde wahrscheinlich bei einem Pflanzentransport eingeschleppt.

    Eine mikroskopisch kleine Ameise, die schmerzhaft sticht
    Die rot gefärbte Ameise ist mikroskopisch klein. Sie ist nur einen Millimeter groß. Sie ist problematisch, denn im Gegensatz zur Argentinischen Ameise, einer anderen invasiven Ameise, die man in Frankreich schon sehr lange kennt, sticht sie. Ihr Stich löst ein brennnesselähnliches Gefühl aus, nur stärker und es kann 2-3 Stunden anhalten.

    Eine weitere Besonderheit ist, dass diese Ameise keine sehr komplizierten Nester baut. Sie kann auf allem nisten, was ein bisschen warm und schattig ist. Unter einem Felsen, in Laubstreu, in einem Mooshaufen, aber auch in Steckdosen, Fahrzeugen, Paletten, Möbeln, Müllhaufen usw.

    Sie können andere Insekten auslöschen
    Solange sie nicht dominant ist, ist die kleine Feuerameisen nicht allzu aggressiv. Sobald sie aber dominant wird, wird sie gegenüber Ameisen einer anderen Art sehr aggressiv. Durch ihren Stich kann sie andere Insekten töten. In Neukaledonien „hört man in manchen Wäldern, in die sie eingedrungen ist, kein einziges Insektengeräusch mehr“, so Olivier Blight.

    Gefährlich für Haustiere und Allergiker
    Wasmannia auropunctata ist auch für Haustiere gefährlich. Es gibt Berichte über Erblindungen bei Haustieren, weil sie von den Ameisen in die Augen gestochen wurden. Bei Menschen sind die Stiche schmerzhaft. Auf den Kaffeeplantagen in Kolumbien ist das bereits eine Katastrophe. Die elektrische Ameise kann bei Allergikern einen anaphylaktischen Schock auslösen, was in manchen Fällen Lebensgefahr bedeutet.

    Sie sind in der Lage, sich selbst zu klonen
    Feuerameisen haben ein besonderes Fortpflanzungssystem. Sie können sich sexuell fortpflanzen, also ein Männchen mit einem Weibchen, aber auch asexuell. Was beutet, dass sie sich klonen können. Dadurch können sie relativ leicht in neue Gebiet eindringen und sich dort vermehren – ein Tier reicht dafür aus.

    Ein weiteres besonderes Merkmal ist, dass diese Ameisen thermotolerant sind. Bei Temperaturen zwischen 1°C bis 43°C können sie aktiv sein. Die globale Erwärmung hilft ihnen bei der Ausweitung ihres Lebensraums: Je höher die Mindesttemperaturen sind, desto besser können sie sich an ein lokales Klima anpassen.

    Sie können ganze Landschaften verwüsten
    Da ihre Nistdichte pro Hektar enorm ist, kann das ganze Landschaften verwüsten. Durch den Angriff auf andere Insekten zerstört die Feuerameise die Artenvielfalt in ihrem Nistgebiet. Dadurch wird eine Art zugunsten einer anderen vernichtet, was zwangsläufig zu einem gefährlichen Ungleichgewicht führt. In ganzen Landstrichen kann das katastrophal sein.

    Auch der Mensch trägt seinen Teil zur Verbreitung des Insekts bei: Die Urbanisierung und die landwirtschaftlichen Flächen haben Nischen geschaffen, in denen sich diese Ameisen leichter ansiedeln können.

    Kosten in Millionenhöhe
    Die Eindämmung der Feuerameise ist mit enormen Kosten verbunden. In Queensland, Australien, das diese Art seit 2006 besiedelt hat, mussten bereits 30 Millionen Dollar für die Bekämpfung der Wasmannia auropunctata aufgewendet werden.

  • CGT ruft zu Streiks und Demonstrationen am 27. Oktober und 10. November auf

    CGT ruft zu Streiks und Demonstrationen am 27. Oktober und 10. November auf

    Die französischen Beschäftigten sind von der Gewerkschaft CGT für den 27. Oktober und den 10. November zu Streiks und Demonstrationen aufgerufen, um für höhere Löhne und Gehälter zu kämpfen.

    Die Gewerkschaft CGT ruft für den 27. Oktober und den 10. November zu zwei landesweiten und branchenübergreifenden Streik- und Demonstrationstagen auf, um höhere Löhne zu fordern, wie die Gewerkschaftssekretärin Céline Verzeletti bekannt gab.

    Der Streiktag am Dienstag, dem 18. Oktober, an dem nach Gewerkschaftsangaben fast 300.000 Demonstranten teilnahmen und es zu Streiks im Ölsektor, in der Atomindustrie und im öffentlichen Nahverkehr kam, zeigt laut Céline Verzeletti, dass „eine Dynamik vorhanden ist“. „Wir wollen nicht nachlassen“, bekräftigte die Gewerkschaftsführerin und meint, die CGT sei „im Einklang mit den Erwartungen der Arbeitnehmer“.

    Diese Streiktage sollen die Gelegenheit bieten, eine Erhöhung des Mindestlohns, eine Anpassung aller Löhne an die Inflation und eine Aufwertung des Indexlohnes für Beamte zu fordern. Die Gewerkschaften Solidaires und FSU könnten sich am 10. November an der Mobilisierung beteiligen.

    Obwohl der Arbeitskampf in den Raffinerien nach der Unterzeichnung eines Lohnabkommens bei TotalEnergies abnehme, nehme der Streik „auf der Ebene der Energiewirtschaft an Fahrt auf“, versicherte die Gewerkschaftsführerin. Darüber hinaus gebe es auch einen Streikaufruf bei den Pariser Verkehrsbetrieben (RATP) für den 10. November.

  • Elisabeth Borne stellt ihren Plan für ein grünes Frankreich vor

    Elisabeth Borne stellt ihren Plan für ein grünes Frankreich vor

    Regierungschefin Élisabeth Borne bekräftigte am Donnerstag ihren Willen, die ökologische Umstellung Frankreichs zu beschleunigen. Die 22 Punkte, die die Premierministerin unter der Überschrift „France nation verte“ bearbeiten möchte, umfassen Mobilität, Wohnen, Produktion, Konsum sowie die Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme. Die französische Premierministerin Élisabeth Borne erklärt, sie wolle 22 grosse Baustellen im Rahmen ihrer ökologischen Planung in Angriff nehmen, die sie unter dem Namen „France nation verte“ nun vorstellt. „Wir haben 22 Baustellen identifiziert, die in die Bereiche des täglichen Lebens gehören: Mobilität, Wohnen, unsere Art zu produzieren und zu konsumieren, zu denen die Wiederherstellung der Biodiversität und unserer Ökosysteme (Wasser, Böden, Wälder, Ozeane) hinzukommt, und jede Baustelle wird mit Aktionsplänen angegangen“, so die Premierministerin in einem Interview mit der Zeitung Libération, das am Donnerstag, dem 20. Oktober online geste…

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  • Georges Brassens: Gericht in Paris verbietet Versteigerung von Gegenständen aus dem Besitz des Künstlers

    Georges Brassens: Gericht in Paris verbietet Versteigerung von Gegenständen aus dem Besitz des Künstlers

    Der Verkauf von mehr als 400 Objekten war eigentlich für Samstag, den 22. Oktober, in Paris geplant. Vor dem Hintergrund eines Streits zwischen Erben und der Nachfahrin eines Verwandten, wurde die Versteigerung nun gerichtlich untersagt. Seine Erinnerungsstücke und Manuskripte werden nun doch nicht …

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  • Elisabeth Borne: Es wird genügend Benzin für die Herbstferien geben

    Elisabeth Borne: Es wird genügend Benzin für die Herbstferien geben

    Die Streikbewegung in den Raffinerien ließ gestern weiter nach – es wurden nur noch zwei Standorte bestreikt. In einigen Departements war die Versorgung mit Kraftstoffen jedoch kurz vor Beginn der Schulferien immer noch schwierig. Langsam scheint sich die Treibstoffkrise in Frankreich ihrem Ende zu nähern. Nach dreiwöchigen Streikblockaden beschlossen die Beschäftigten am Standort „Flandres“ in Mardyck bei Dünkirchen und in La Mède im Departement Bouches-du-Rhône am Mittwochabend, ihren Streik „auszusetzen“ und die Arbeit wieder aufzunehmen. In der Raffinerie Donges (Loire-Atlantique) war bereits früher am Tag über das Ende des Streiks abgestimmt worden. Der Streik in den Raffinerien setzte sich gestern nur noch an zwei Standorten von TotalEnergies fort: das Lager Feyzin (Rhône) und die Raffinerie Gonfreville (Seine-Maritime). „Dort wird der Streik bis zum 27. Oktober verlängert“, dem Tag, an dem TotalEnergies seine Geschäftsergebnisse für das dritte Quartal bekannt geben soll, „es sei…

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  • In Rodez gestartetes Flugzeug mit Ministerin Caroline Cayeux an Bord verpasst die Landebahn in Orly

    In Rodez gestartetes Flugzeug mit Ministerin Caroline Cayeux an Bord verpasst die Landebahn in Orly

    An Bord des Flugzeugs befanden sich etwa 40 Passagiere. Nur knapp wurde ein Drama vermieden. Der Schrecken war gross – der Schaden zum Glück gering. Ein Flugzeug mit rund 40 Passagieren an Bord, darunter die Ministerin für die territorialen Zusammenarbeit, Caroline Cayeux, landete am Donnerstagabend, dem 20. Oktober, auf dem Flughafen Orly neben der Landebahn. „Landebahn auf dem Rückweg von Rodez verpasst (…) Glücklicherweise sind keine Verletzten zu beklagen“, schrieb die Ministerin auf ihrem Twitter-Account, begleitet von einem Foto. Der Flughafen Orly bestätigte den Vorfall und erklärte, dass ein „Flugzeug (…) gezwungen war, seinen Landevorgang außerhalb der Landebahn zu beenden“. Alle Passagiere mussten das Flugzeug verlassen, was zu Verspätungen bei der Ankünften und beim Abflügen auf dem Flughafen führte. https://twitter.com/carolinecayeux/status/1583177478818115584 Schwierige WetterbedingungenDas Flugzeug, das der Fluggesellschaft Fly Amelia gehört und vom Hersteller Embraer…

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  • Deutsch-französische Spannungen: Emmanuel Macron empfängt Olaf Scholz am Mittwoch in Paris

    Deutsch-französische Spannungen: Emmanuel Macron empfängt Olaf Scholz am Mittwoch in Paris

    Die französische und die deutsche Regierung sollten sich eigentlich am Mittwoch zum deutsch-französischen Ministerrat treffen. Dieser wurde allerdings aufgrund von Meinungsverschiedenheiten in zahlreichen Angelegenheiten verschoben. Der französische Präsident Emmanuel Macron wird vor dem Hintergrund der Spannungen zwischen den beiden grossen europäischen Ländern am Mittwoch, dem 26. Oktober, den deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz in Paris empfangen, wie der Elysée-Palast am Donnerstag, dem 20. Oktober, bekannt gab. Die beiden Regierungschefs trafen sich bereits am Donnerstag in Brüssel vor der Eröffnung eines EU-Gipfels. Nach Angaben der französischen Präsidentschaft wollen beide, „schnell“ einen neuen Termin für den deutsch-französischen Ministerrat festlegen, der eigentlich am kommenden Mittwoch in der Nähe von Paris hätte stattfinden sollen, aber vor allem wegen der Differenzen in zahlreichen Fragen verschoben werden musste. Es ist „nicht gut“, dass sich Deutschland „isoliert“. De…

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