Kategorie: Frankreich

  • Gesundheitsminister François Braun: „Alle zehn Minuten stirbt in Frankreich ein Mensch an Covid“

    Gesundheitsminister François Braun: „Alle zehn Minuten stirbt in Frankreich ein Mensch an Covid“

    In einem Interview mit der Zeitung Le Parisien ruft Gesundheitsminister François Braun zur Vorsicht auf und spricht von einer potenziellen neuen epidemischen Welle, die „früher oder später“ nach Frankreich kommen könnte. Gesundheitsminister François Braun warnt die Franzosen vor einer Lockerung des Kampfes gegen Covid-19 trotz einer „seit drei Wochen eher ruhigen“ epidemischen Situation. In einem Interview mit der Zeitung Le Parisien warnt der Gesundheitsminister: „Früher oder später könnte eine neue Welle kommen“. „Alle zehn Minuten stirbt in Frankreich ein Mensch an Covid“, mahnt François Braun und erinnert daran, dass die Regeln für die Isolierung positiv getesteter Personen in Frankreich immer noch gelten. Während alle Indikatoren wie Ansteckungen oder Krankenhauseinweisungen rückläufig sind, sinkt die Inzidenzrate laut der letzten wöchentlichen Bilanz von Santé publique France „deutlich langsamer“. Der Gesundheitsminister weist mahnend darauf hin, dass die Impfungen fortgesetzt we…

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  • 16-Jähriger bei Messerstecherei in Paris getötet

    16-Jähriger bei Messerstecherei in Paris getötet

    Die Tat ereignete sich am Freitag gegen 21.20 Uhr im XVII. Arrondissement im Nordwesten der französischen Hauptstadt. Die Ermittler gehen von „Rivalität zwischen Banden“ aus.

    Ein 16-jähriger Jugendlicher starb in der Nacht von Freitag auf Samstag an den Folgen seiner Verletzungen nach einer Messerstecherei in Paris, wie die Pariser Staatsanwaltschaft berichtet. Die Tat ereignete sich gegen 21.20 Uhr im 17. Arrondissement im Nordwesten der Hauptstadt.

    Die Polizei wurde „wegen einer Schlägerei gerufen, an der etwa 15 Jugendliche beteiligt waren“, so eine Polizeiquelle. Die Hypothese der „Rivalität zwischen Banden“ wird von den Ermittlern bevorzugt. Das Opfer, das am Bauch getroffen wurde und der Polizei bereits „gut bekannt“ war, starb trotz schneller Rettungsmaßnahmen. Am Abend gab es keine Festnahme.

    Die Pariser Staatsanwaltschaft erklärte, dass eine Untersuchung wegen vorsätzlicher Tötung eingeleitet und der Mordkommission der Pariser Kriminalpolizei übergeben worden sei.

  • Ukraine-Krieg: Macron „begrüßt die Rückkehr Chersons zur Ukraine“ als wichtigen Schritt

    Ukraine-Krieg: Macron „begrüßt die Rückkehr Chersons zur Ukraine“ als wichtigen Schritt

    Die ukrainische Armee gab am Freitag, dem 11. November bekannt, dass sie nach dem Rückzug des russischen Militärs in Cherson einmarschiert sei. Dies ist ein weiterer schwerer Rückschlag für Moskau nach der bald neunmonatigen Invasion in der Ukraine. Sowohl Emmanuel Macron als auch Wolodymyr Selenskij begrüßten den Etappensieg. Der französische Präsident Emmanuel Macron begrüßte am Freitag, dem 11. November, „die Rückkehr von Cherson zur Ukraine, ein wichtiger Schritt zur vollständigen Wiederherstellung ihrer souveränen Rechte“, nachdem die wichtige Stadt im Süden der Ukraine von Kiewer Truppen zurückerobert wurde.

    „Frankreich wird an der Seite der Ukrainerinnen und Ukrainer bleiben“, fügte der französische Präsident auf Twitter in französischer und ukrainischer Sprache hinzu. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij sprach von einem historischen Tag: „Heute ist …

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  • Lithium: Auch in Frankreich gibt es das für elektrische Batterien unerlässliche „weiße Gold“

    Lithium: Auch in Frankreich gibt es das für elektrische Batterien unerlässliche „weiße Gold“

    Im Jahr 2028 soll in Echassières im Département Allier eine Lithiummine in Betrieb genommen werden. Laut einem 2018 veröffentlichten Bericht des Bureau de recherches géologiques et minières fehlt es Frankreich nicht an diesem Metall, das für die Herstellung von Batterien unerlässlich ist – ein Markt, der heute zu 75% von China besetzt ist. Die Förderung wirft jedoch auch Umweltfragen auf. Auf den ersten Blick sieht Lithium unscheinbar aus. Es ist weich, silbergrau, das leichteste aller Metalle und oxidiert schnell an der Luft oder in Kontakt mit Wasser. Es hat jedoch Eigenschaften, die es für die Herstellung von wiederaufladbaren Batterien unentbehrlich machen. Telefone, Laptops, Fotoapparate, Videokameras und sogar Heimwerker- und Gartengeräte. Sein Verbrauch stieg seit vor etwa zwanzig Jahren schnell exponentiell an. Zwischen 1996 und 2005 hat sich allein der Lithium-Verbrauch bei Computern um 3000% erhöht. Seit 2010 hat sich der Verbrauch weltweit innerhalb von zehn Jahren verdoppel…

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  • Feminizid in Ronchin: Die 19-jährige Hélana von ihrem 23-jährigen Freund erstochen

    Feminizid in Ronchin: Die 19-jährige Hélana von ihrem 23-jährigen Freund erstochen

    Die Tat ereignete sich in einer Wohnung in der Siedlung Marcel Bertrand in Ronchin (Nord). Der verletzte Verdächtige wurde in ein Krankenhaus eingeliefert und in Polizeigewahrsam genommen.

    Die Tat ereignete sich gegen 22 Uhr am Mittwochabend, dem 9. November, in Ronchin (Nord). Die 19-jährige Hélana wurde erstochen in der Wohnung ihres Freundes aufgefunden.

    Nach ersten Erkenntnissen hatte das Opfer zuvor ihren Vater angerufen und ihm mitgeteilt, dass sie sich auf dem Weg zur Wohnung ihres Freundes befände. Als er nichts mehr von ihr hörte, hatte der besorgte Vater versucht, sie zurückzurufen. Der junge Mann antwortete am Telefon, und teilte dem Vater mit, dass er seine Tochter getötet hatte.

    Als die Polizei eintraf, war der 23-jährige Mann blutverschmiert und das Opfer lag in der Wohnung. Nach ersten Informationen hatte die junge Frau mehrere Messerstiche erlitten. Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr verstarb sie am Tatort. Der verletzte Verdächtige wurde in Polizeigewahrsam genommen.

    Hélana war Studentin im zweiten Jahr für Landschaftsgestaltung an der École Nationale Supérieure d’Architecture et de Paysage de Lille, die sich in Villeneuve d’Ascq befindet. Dort wurde ein Krisenstab aktiviert.

    Nach Zählung von Nous Toutes, einer Bewegung zur Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt, ist dies der 111. Frauenmord seit dem 1. Januar 2022. Im vergangenen Jahr starben 113 Frauen, die von ihren Ehepartnern oder Ex-Partnern getötet wurden.

  • Energiekrise: Stromversorger EDF im Wettlauf gegen die Zeit zur Sicherung der Stromproduktion im Winter

    Energiekrise: Stromversorger EDF im Wettlauf gegen die Zeit zur Sicherung der Stromproduktion im Winter

    Der französische Stromversorger EDF kündigt den Normalbetrieb in 42 Reaktoren im Dezember und 46 Reaktoren im Januar nächsten Jahres an, um so zu versuchen, den Winter ohne Stromausfälle zu überstehen. Die Prognosen bleiben jedoch unsicher.

    der Stromversorger EDF sieht sich einem Wettlauf mit der Zeit ausgesetzt, um eine ausreichende Stromproduktion in diesem Winter zu sichern. Der staatliche Stromversorger kündigte am Dienstag, dem 7. November an, dass er im Dezember über 42 und im Januar über 46 Reaktoren im Normalbetrieb verfügen wolle. Derzeit sind nur 30 der 56 französischen Reaktoren in Betrieb. Das Erreichen dieses Versprechens bleibt jedoch unsicher, da der Konzern die Wiederinbetriebnahme von vier Reaktoren in der vergangenen Woche verschieben musste.

    42 Reaktoren im Dezember und 46 im Januar im Normalbetrieb: Auch das ist immer noch eine niedrige Verfügbarkeit. Auf jeden Fall niedriger als der Wirtschaftsminister Bruno Le Maire gehofft hatte. Er hatte sich auf das optimistischste Szenario von RTE, dem Betreiber des Stromnetzes, gestützt. Inzwischen rechnet RTE mit einem so genannten vorsichtigen Szenario: Das bedeutet, dass es keinen sehr kalten Winter geben darf. Andernfalls müsste RTE das rote Ecowatt-Signal mehrmals in der Wintersaison aktivieren und es würde wahrscheinlich zu Stromabschaltungen kommen. Wenn die nukleare Produktion noch weiter sinkt, könnte das das schlechteste Szenario bedeuten. Das heißt, selbst bei einem warmen Winter bestünde die Gefahr von Stromausfällen.

    Was das Risiko neuer Probleme in den Kraftwerken betrifft, bleibt die EDF vorsichtig. Man will keinen zu grossen Optimismus mehr zeigen, wie es Ende Oktober vor dem Senat der Fall war. „Es ist immer die gleiche Frage, was garantieren Sie heute?“, erklärte Régis Clément, der stellvertretende Direktor des EDF-Kernkraftwerksparks. „Ich kann nur erklären, dass wir auf ein außergewöhnliches Mobilisierungsniveau verpflichtet sind, und mit uns die Unternehmen, die an den Reaktoren arbeiten. Wir sind also ziemlich zuversichtlich“.

    Ob die 42 Reaktoren im Dezember und die 46 Reaktoren im Januar funktionieren, bleibt jedoch nur eine Prognose. In der vergangenen Woche musste EDF erneut vier Verzögerungen bei der Wiederinbetriebnahme seines Reaktorparks bekannt geben. Zwei davon wegen neuer Entdeckungen von Problemen mit Spannungsrisskorrosion. Dabei handelt es sich um Mikrorisse in den Rohrleitungen. Sie traten erst ganz am Ende der Tests an den Reaktoren der Kraftwerke Cattenom im Département Moselle und Penly im Département Seine-Maritime auf. Hinzu kam die Weigerung der ASN (Autorité de sûreté nucléaire), dem Wiederanfahren eines Reaktors in Cattenom zuzustimmen. Die für später geplanten Reparaturen müssen nun sofort durchgeführt werden. Ein Vorfall am Mittwoch, den 2. November, im AKW Civaux: Der Ausstoß eines radioaktiven Elements bei einem Test und ein Leck zeigen, wie brüchig diese Prognosen sind.

    Um zu versuchen, weitere Verzögerungen zu vermeiden, hat der Stromversorger zunächst seine Teams verstärkt, indem er zusätzlich zu den 500 bereits beschäftigten Spezialschweißern rund 100 kanadische und amerikanische Schweißer einstellte. Er änderte seinen sehr komplexen Zeitplan für die Wartung von Kernreaktoren, um möglichst viele Reaktoren in der Wintersaison am Netz zu haben.

  • Twitter: Wie ein 20-jähriger Franzose zweimal auf dem sozialen Netzwerk gegen Elon Musk siegte

    Twitter: Wie ein 20-jähriger Franzose zweimal auf dem sozialen Netzwerk gegen Elon Musk siegte

    Der bekannte Twitter-Nutzer Arkunir forderte in den letzten Tagen zweimal den neuen Chef des sozialen Netzwerks mit dem blauen Vogel, den Multimilliardär Elon Musk, heraus.

    Wie konnte ein 20-jähriger Franzose den neuen Twitter-Chef Elon Musk übertrumpfen? Arkunir, ein berühmter Streamer, der vor allem auf der Videoplattform Twitch sein Unwesen treibt, hat den Chef von SpaceX in den letzten Tagen zweimal die „Ratio“-Karte gezeigt. Aber was bedeutet „Ratio“ eigentlich? In der Welt von Twitter bezeichnet dieser Ausdruck die Tatsache, dass man auf die Nachricht eines Nutzers antwortet und dann selbst mehr „Likes“ sammelt als dieser.

    Genau das hat Arkunir ein erstes Mal am 7. November getan, als er auf einen Tweet von Elon Musk antwortete. In einem Beitrag fragte der Milliardär: „Wie nennen Sie jemanden, der ein Meister der Provokation ist?“. Arkunirs Antwort: „Ich weiß es nicht, aber nennen Sie es Ratio“. Es dauerte dann nur wenige Stunden, bis Arkunirs Tweet den des neuen Twitter-Chefs an Likes übertraf (73.000 für den Franzosen gegenüber 72.000 für den Amerikaner). Die Folge war, dass Elon Musk seinen Tweet löschte, was für die Twitter-Gemeinschaft wie ein „schreckliches“ Eingeständnis von Schwäche aussah.

    Damit war die Sache aber noch nicht erledigt. Arkunir hatte offensichtlich Lust, es Musk noch einmal zu zeigen, denn der Twitterer legte gleich am nächsten Tag noch einen drauf. Am Dienstag, dem 8. November, twitterte Elon Musk: „Twitter ist das Schlimmste, aber auch das Beste“. Antwort des Franzosen: „Wohin gehst du? Akzeptiere die Ratio nochmal und lösche diesmal nicht!“. Und wieder gewann der junge Twitterer: 734.000 Likes für den jungen Mann, gegenüber 635.000 für Elon Musk zwei Tage später. Doch dieses Mal löschte der Twitter-Chef seinen Tweet nicht. Bisher jedenfalls.

    Und das war nicht Arkunirs erster Coup. Im Januar 2021 hatte er Emmanuel Macron über Twitter angesprochen. Wenn das Staatsoberhaupt auf seinen Tweet antwortete, verpflichtete sich der Arkunir, auf Twitch via Google Street View um die Welt zu reisen. Die Herausforderung wurde vom Staatspräsidenten angenommen, der dem jungen Mann ein „Banco“ zugeworfen hatte. Diese Antwort hatte den Streamer dazu gebracht, einen Live-Stream zu starten, der fast 126 Stunden dauerte und 40.000 Euro an Spenden eingebracht hatte.

    Anschliessend antwortete Arkunir dem Staatsoberhaupt: „Danke, Herr Präsident! Aber jetzt Ratio“. Und wie Elon Musk wurde auch Emmanuel Macron von dem jungen Mann geschlagen, mit 60.000 Likes für den Influencer und 30.000 für das Staatsoberhaupt. Sieg durch K.o.

  • Klima: Wissenschaftler fordern vor dem Hauptsitz von Dassault Aviation ein Verbot von Privatjets

    Klima: Wissenschaftler fordern vor dem Hauptsitz von Dassault Aviation ein Verbot von Privatjets

    Diese Aktion ist Teil einer internationalen Kampagne mit dem Namen „Make Them Pay“ („Sie müssen zahlen“). Die Forderungen der Protestierenden lauten: „Privatjets verbieten, Krisengewinnler besteuern und extrem reiche Umweltverschmutzer zur Kasse bitten“.

    Die Protestierenden prangern die Umweltfolgen von Privatjets an. Rund 30 Wissenschaftler protestierten am Donnerstag, dem 10. November, im Rahmen einer in zehn Ländern koordinierten Aktion vor dem Hauptsitz von Dassaut Aviation in Paris.

    Dassault ist der drittgrößte Hersteller von Privatjets weltweit und repräsentiert etwa 30 Prozent des Business-Luftfahrtsektors. Um „das Symbol der klimatischen Ungleichheit“, das in ihren Augen die Privatjets darstellen, anzuprangern, warfen die Wissenschaftler Papierflugzeuge über das Gitter des französischen multinationalen Unternehmens.

    Zur Zeit der COP27 ist diese Aktion Teil einer internationalen Kampagne mit dem Namen „Make Them Pay“ („lasst sie zahlen“). Sie hat drei Forderungen: „Privatjets verbieten, Krisengewinnler besteuern und reiche Umweltverschmutzer zur Kasse bitten“, erklärten die „Wissenschaftler in Rebellion“ in einer Pressemitteilung.

    Angesichts der derzeitigen und künftigen klimatischen Notlage beschließen viele Wissenschaftler, sich an Aktionen des zivilen Ungehorsams zu beteiligen, um gegen den Mangel an Maßnahmen zu protestieren.

  • Kinderschutz: Macron startet internationale Zusammenarbeit zur Bekämpfung von Gewalt und Pornografie im Internet

    Kinderschutz: Macron startet internationale Zusammenarbeit zur Bekämpfung von Gewalt und Pornografie im Internet

    „Der digitale Raum darf kein rechtsfreier Raum sein. Nach dem Kampf, den wir gegen den Terrorismus geführt haben, den wir gegen Hassreden im Internet führen müssen wir nun auch für den Schutz unserer Kinder kämpfen“, erklärte das Staatsoberhaupt am Donnerstag. Emmanuel Macron hat am Donnerstag, dem 10. November, in Paris eine internationale Zusammenarbeit für den Schutz von Kindern im Internet ins Leben gerufen. Ziel ist es, die zunehmende Gefährdung von Minderjährigen durch Internetpornografie, Cybermobbing oder Gewalt abzuwehren. Mehrere Verbände hatten das Staatsoberhaupt bereits im Juni aufgefordert, Kinder besser zu schützen. Anlässlich der Neuauflage des jährlichen Pariser Friedensforums lud Macron Nichtregierungsorganisationen sowie Vertreter der großen digitalen Plattformen und Suchmaschinen (Meta, Microsoft, Google, TikTok…) in den Elysée-Palast ein, um das „Children Online Protection Lab“ ins Leben zu rufen. Der argentinische Präsident Alberto Fernandez und sein estnischer …

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  • Paris: Wegen Vergewaltigung eines 15-Jährigen inhaftierter Priester ist HIV-positiv

    Paris: Wegen Vergewaltigung eines 15-Jährigen inhaftierter Priester ist HIV-positiv

    Der Priester, der wegen der Betäubung und Vergewaltigung eines 15-Jährigen in einem Hotel in Paris inhaftiert wurde, gibt an, HIV-positiv zu sein und ungeschützten Geschlechtsverkehr gehabt zu haben. Ein Priester wurde festgenommen und sitzt seit einer Woche in Paris im Gefängnis, weil er einen 15-jährigen Minderjährigen vergewaltigt haben soll. Der Priester heißt Yannick Poligné. Er ist laut der Zeitung Ouest-France Pfarrer der Pfarrei Saint-Louis-Marie en Brocéliande in Montfort-sur-Meu im Département Ille-et-Vilaine in der Bretagne. Er wurde 1999 zum Priester geweiht und ist seitdem immer in der Bretagne tätig. Poligné ist 52 Jahre alt und war der Polizei bis dato unbekannt. Der Priester nahm über Grindr, einer App für homosexuelle Begegnungen, Kontakt zu dem Teenager auf. Er versichert, dass der junge Mann auf der App angegeben hatte, 18 Jahre alt zu sein. Die beiden Männer trafen sich, um etwas zu trinken und gingen dann in ein Pariser Hotel. Der Abbé gibt an, dass er den jungen Mann nicht nach seinem Alter gefragt habe. Der Priester ist HIV-positiv. Er reiste wohl regelmäßig nach Paris, um sich mit einer Dreifach-Therapie behandeln zu lassen. Er nutzte seine Aufenthalte in der Hauptstadt, um sexuelle Kontakte und Treffen zu haben, wie erl aut dem Sender RTL gegenüber den Ermittlern zugab. Die Ermittler suchen nun nach möglichen weiteren Opfern. Der Pfarrer gab gegenüber den Ermittlern ausserdem zu, dass er mit dem Jugendlichen ungeschützten Sex gehabt habe, obwohl er HIV-positiv ist. Im Polizeigewahrsam erklärte er, dass er der Ansicht ist, dass seine Behandlung die Viruslast und das Übertragungsrisiko erheblich reduziert habe. Darüber hinaus wird der Priester verdächtigt, dem Teenager mehrere Drogen verabreicht zu haben, um ihn gefügig zu machen. Neben der schweren Vergewaltigung wird der Priester aufgrund seiner HIV-Infektion auch wegen Gefährdung des Lebens Dritter angeklagt.