Kategorie: Frankreich

  • Bédoin (Vaucluse ): Leichen von zwei Babys in einer Tiefkühltruhe gefunden

    Bédoin (Vaucluse ): Leichen von zwei Babys in einer Tiefkühltruhe gefunden

    In einem Haus in der Gemeinde Bédoin im Departement Vaucluse wurden die Leichen von zwei Babys in einer Tiefkühltruhe gefunden. Eine 41-jährige Frau wurde in Polizeigewahrsam genommen. Der Tod der Kinder soll mehrere Jahre zurückliegen.

    Die Gendarmen des Departements Vaucluse machten am Donnerstag, dem 1. Dezember, eine schreckliche Entdeckung. In einer Tiefkühltruhe befanden sich die Leichen von zwei Babys. Eine 41-jährige Frau wurde in Polizeigewahrsam genommen. 

    Die Gendarmen wurden von einem Informanten benachrichtigt, berichtet der Sender France Bleu Vaucluse, ohne genauere Details. Sie entdeckten die Leichen von zwei Babys in einer Gefriertruhe in einem Wohnhaus in dem Dorf Bédoin am Fuße des Mont Ventoux. Eine Autopsie soll das Alter der Neugeborenen und den Zeitpunkt, an dem sie getötet und eingefroren wurden, genauer bestimmen. Der Tod könnte bis zu drei Jahre zurückliegen.

    Bei der Bewohnerin des Hauses handelt es sich um eine 41-jährige Frau. Es könnte sich bei ihr auch um die Mutter der Babys handeln, doch zur Bestätigung sind DNA-Analysen erforderlich.

    Die 41-jährige Frau wurde wegen Mordes an Minderjährigen in der Gendarmeriebrigade von Mormoiron im Departement Vaucluse in Polizeigewahrsam genommen. Anschließend wird ein Richter der Kriminalabteilung des Gerichtshofs in Avignon gerichtliche Ermittlungen einleiten.

    Gemeinde Bédoin im Departement Vaucluse
  • Pyrénées-Orientales: Das „Bärenfest“ wird in das Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen

    Pyrénées-Orientales: Das „Bärenfest“ wird in das Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen

    Die Unesco hat am Dienstag, dem 29. November, eine katalanische Tradition in ihr Weltkulturerbe aufgenommen: das Bärenfest. Den Brauch gibt es nur noch in drei Dörfern im Departement Pyrénées-Orientales. Das traditionelle Bärenfest wurde am Dienstag, dem 29. November, in das immaterielle Weltkulture…

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  • Sicherheit: 3 Tage vor Ende der Sammelaktion in Frankreich schon 65.000 Feuerwaffen bei der Polizei abgegeben

    Sicherheit: 3 Tage vor Ende der Sammelaktion in Frankreich schon 65.000 Feuerwaffen bei der Polizei abgegeben

    Bis Mittwoch, 30. November, wurden im Rahmen der vom Innenministerium organisierten Sammelaktion in ganz Frankreich bereits 65.000 Feuerwaffen bei der Polizei abgegeben.

    Seit Freitag, dem 25. November, sammeln die Ordnungskräfte in Frankreich die nicht angemeldeten Waffen der Franzosen ein. Auf Korsika verzeichnet die Aktion Rekordzahlen. „In Korsika gibt es eine Waffenbesitzrate, die über dem nationalen Durchschnitt liegt, etwa 340 Waffen pro 1.000 Einwohner“, sagt Danyl Afsoud, Kabinettsdirektor des Präfekten von Korsika, gegenüber dem Sender France 3.

    65.000 Feuerwaffen bei den Ordnungskräften abgegeben

    Seit Beginn der Aktion haben Polizisten und Gendarmen etwa 65.000 Schusswaffen und 1,6 Millionen Schuss munition eingesammelt. 15.000 Besitzer kamen, um eine nicht angemeldete Waffe bei der Präfektur registrieren zu lassen, da ihnen sonst Strafen drohten. Cyril Gibert von der Direktion für Sicherheit und Zivilschutz der Präfektur Rhône berichtet auf France 3: „Nicht nur wegen möglicher Geld- und Gefängnisstrafen müssen Waffen auch registriert werden, weil eine Waffe auch gestohlen und missbraucht werden kann.“

  • Atomkraft: Greenpeace kritisiert Fortsetzung des Atomhandels mit Russland als „skandalös“

    Atomkraft: Greenpeace kritisiert Fortsetzung des Atomhandels mit Russland als „skandalös“

    Greenpeace hat am Dienstag eine Uranlieferung aus Russland dokumentiert. Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine fordert die NGO die „endgültige Einstellung“ dieses „nuklearen Handels“.

    Greenpeace forderte am Dienstag, dem 29. November, die französische Regierung auf, „die Verträge über den Uranhandel“ zwischen Frankreich und Russland zu stoppen. Die Lieferungen gehen trotz des Krieges in der Ukraine weiter, da es keine internationalen Sanktionen gegen die zivile russische Atomkraft gibt.

    In einer Erklärung fordert Greenpeace die „endgültige Einstellung aller Atomgeschäfte mit Russland“.

    Die NGO fordert außerdem „die Kündigung aller laufenden Verträge zwischen der französischen Atomindustrie und dem russischen Rosatom sowie deren Tochtergesellschaften, beginnend mit den Verträgen über den Uranhandel zwischen Tenex, einer Tochtergesellschaft von Rosatom, und der EDF bzw. Orano“.

    „Die Fortsetzung des Atomhandels mit Russland, während der Krieg in der Ukraine tobt, ist skandalös“, kritisiert Pauline Boyer, Kampagnenleiterin für Atomkraft und Energiewende bei Greenpeace Frankreich.

    Am Dienstagmorgen wurden „Dutzende Fässer mit angereichertem Uran und zehn Container mit Natururan aus Russland“ per Frachtschiff in den Hafen von Dünkirchen gebracht, um „auf einen Zug und mehrere LKWs verladen zu werden, deren Ziel Pierrelatte in Frankreich und/oder Lingen in Deutschland sein könnte“, so Greenpeace.

    Der Kernkraftwerksbauer und Brennstofflieferant Framatome, eine Tochtergesellschaft der EDF, erklärte am Dienstagabend lediglich, dass es sich um eine „Lieferung von Material für die Herstellung von Kernbrennstoffen“ an seine Fabrik in Romans-sur-Isère (Drôme) handele. Dieser Brennstoff sei anschließend für seine „Kunden und insbesondere den französischen Kernkraftwerkspark“ bestimmt.

    Der Atomkonzern Orano (ehemals Areva) hatte zuvor erklärt, dass „diese Transporte weder seine Materialien noch seine Anlagen betrafen“.

    Orano bestätigte jedoch, dass man im Rahmen eines 2020 unterzeichneten Vertrags über ein Gesamtvolumen von 1.150 Tonnen „fünf oder sechs“ Transporte von Uran an die Wiederaufbereitungsanlage Seversk des staatlichen russischen Atomkonzerns Rosatom geliefert habe.

    „Als der Krieg ausbrach, gab es keine Sanktionen, aber wir haben die Entscheidung getroffen, diesen Vertrag auslaufen zu lassen, und der letzte Transport fand im Oktober statt“, erklärte ein Orano-Sprecher.

    URT oder Recycling-Uran, das bei der Brennstoffaufbereitung anfällt, kann nach Umwandlung und erneuter Anreicherung wieder zur Herstellung von Brennstäben verwendet werden. Dieses URT wurde nach Russland exportiert, weil Orano „nicht über eine Konversionswerkstatt verfügt“, erklärte der Sprecher.

    Die EDF unterzeichnete 2018 einen Vertrag im Wert von 600 Mio. Euro mit einer Rosatom-Tochtergesellschaft namens Tenex über „die Wiederaufbereitung des Urans der EDF“.

    „Die Entscheidung, bestimmte Beziehungen fortzusetzen, wurde insbesondere im Einklang mit den internationalen Sanktionen getroffen“, kommentierte die EDF, ohne auf einen bestimmten Vertrag Bezug zu nehmen.

  • Polizisten sehen sich in der Innenstadt von Castres plötzlich einem Wildschwein gegenüber

    Polizisten sehen sich in der Innenstadt von Castres plötzlich einem Wildschwein gegenüber

    Die Polizei stieß am frühen Morgen des 30. November auf ein Wildschwein, das vor dem Polizeipräsidium in Richtung des Stadtzentrums von Castres spazierte. Um Unfälle zu vermeiden, musste das Tier erschossen werden.

    Es war eine unwirkliche Begegnung, die die Polizei von Castres am frühen Mittwochmorgen im Stadtzentrum hatte. Sie sahen sich mit einem Wildschwein konfrontiert, das auf der Avenue Charles-de-Gaulle, praktisch vor der Polizeistation, herumlief.

    Gegen 5 Uhr morgens stieß eine Patrouille auf das Tier, das auf der Straße vor der Unterpräfektur des Departements Tarn in Richtung des nur wenige Dutzend Meter entfernten Stadtzentrums lief. Den Polizisten gelang es zunächst, das Tier daran zu hindern, in die Gassen der Altstadt einzudringen. Im Scheinwerferlicht des Polizeiwagens rennt das Tier jedoch davon und verschwindet.

    Wenige Augenblicke später taucht es jedoch auf der Avenue Charles-de-Gaulle an der Place Soult wieder auf, wo die Hütten und Dekorationen für den Weihnachtsmarkt aufgebaut sind, der am Freitag seine Pforten öffnete. Während die Stadt langsam erwacht, der Verkehr auf dieser belebten Straße dichter wird und die Anwohner beginnen, aus ihren Häusern zu kommen, versuchen die Polizisten, das Wildschwein zu immobilisieren, um Unfälle zu vermeiden. Es gelingt ihnen, das verängstigte und wütende Tier an einen weniger befahrenen Ort am Ende eines Parkplatzes zu treiben.

    Ein Spezialist, der im Bedarfsfall für die Tötung von Wildtieren zuständig ist, wurde gerufen und hat das Tier mit seiner Schusswaffe getötet.

  • Wegen der Vogelgrippe: Weniger Foie Gras zu Weihnachten

    Wegen der Vogelgrippe: Weniger Foie Gras zu Weihnachten

    Die französischen Produzenten der traditionellen und weithin beliebten Stopfleber-Delikatesse sind besorgt, da die Vogelgrippe in den Zuchtbetrieben verheerende Schäden anrichtet. Die Produktion geht zurück.

    In dieser Stopfleberfabrik in Epaignes (Eure) wird die Produktion um 80% reduziert. Die Farm La Houssaye zahlt einen hohen Preis für die Vogelgrippe. „Es gab viele Betriebe, deren Bestand durch die Vogelgrippe dezimiert wurde, vor allem in der Vendée und in Maine-et-Loire. Das Problem heute ist, dass es keine Entenküken mehr gab. Keine kleinen Entchen, keine Ente, also keine Stopfleber sechs Monate später zum Jahresende“, bedauert Donatien Lavigne, Mitgeschäftsführer des Bauernhofs La Houssaye, auf dem Sender France 2.

    „In den Geschäften ist keine Stopfleber mehr zum Verkauf erhältlich“
    Normalerweise stehen ab Oktober 18.000 Enten auf dem Hof. In diesem Jahr sind es nur 2.500. Die Folge: Bei einigen Produkten kommt es zu Engpässen. „Im Laden gibt es keine Foie gras mehr zu kaufen, die einzigen Foie gras, die man hier sehen kann, ist bereits für Leute reserviert, die eine Bestellung aufgegeben haben“, erklärt Donatien Lavigne. Die Kunden sind gezwungen, auf andere Lebensmittel für die Feiertage am Jahresende auszuweichen.

  • Inflation: Auf dem Weg zu einer Beruhigung in der Eurozone?

    Inflation: Auf dem Weg zu einer Beruhigung in der Eurozone?

    Zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren ging die Inflation im November zurück. Der Rückgang ist hauptsächlich auf einen geringeren Anstieg der Energiepreise zurückzuführen.

    Nach vielen Monaten, in denen die Inflation stetig stieg, kam sie im November zum Stillstand. In diesem Monat betrug der Preisanstieg 10%, verglichen mit 10,6% im Oktober. Der Hauptgrund für diesen Rückgang ist der geringere Preisanstieg der Energiekosten und des Öls. In Frankreich ging die Inflation nicht wirklich zurück, aber der November war von einer Stabilisierung gekennzeichnet, nachdem die Preise 17 Monate lang ununterbrochen gestiegen sind.

    Die Preise für einige Produkte sind gesunken
    In Frankreich begründet sich der Rückgang der Inflation durch die Senkung einiger Produktpreise. So sind die Preise für Fernsehgeräte, Kühlschränke oder auch im Tourismus gesunken. Nach Ansicht von Wirtschaftswissenschaftlern wird die Inflation jedoch noch länger anhalten. „In Frankreich wird der Höhepunkt der Inflation in den ersten Monaten 2023 liegen, und zwar vor allem, weil wir eine Erhöhung der Stromtarife sehen werden“, meint Mathieu Plane, Ökonom und stellvertretender Direktor des OFCE auf dem Sender France 2.

    In den anderen Ländern der Eurozone wird eine Rückkehr zur Normalität für Ende 2023 erwartet.

  • Regierung warnt: Stromausfälle könnten diesen Winter 60% der Franzosen betreffen

    Regierung warnt: Stromausfälle könnten diesen Winter 60% der Franzosen betreffen

    Die Präfekten der französischen Departements wurden in einem von der Regierung übermittelten Rundschreiben aufgefordert, mögliche Stromausfälle im Januar vorzubereiten. Die Regierung liess den Präfekten ein Rundschreiben zukommen, damit diese ihre Departements auf mögliche geplante Stromausfälle vorbereiten, von denen 60% der Bevölkerung, aber keine kritischen Standorte oder vorrangigen Kunden betroffen sein sollten. Der Text, der das gesamte französische Mutterland außer Korsika betrifft, das mit Italien verbunden ist und über eine eigene Stromerzeugung verfügt, dient dazu, „die Vorbereitung des Landes“ zu sichern. Rotierende Entlastungen des Stromnetzes von maximal zwei Stunden werden immer wahrscheinlicher, insbesondere im Januar, wenn die Stromversorgung Probleme bereitet. In dem Rundschreiben der Regierung, das von mehreren Medien aufgegriffen wurde, heißt es: „Wir müssen nur dann abschalten, wenn sich die Kälte bestätigt, wenn wir ein Problem mit der Produktion oder der Verbindun…

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  • Global Warming: 2022 ist das wärmste je in Frankreich gemessene Jahr

    Global Warming: 2022 ist das wärmste je in Frankreich gemessene Jahr

    Die Durchschnittstemperatur des gesamten Jahres wird mindestens 14,2°C erreichen, was auf mehrere extreme Hitzewellen zurückzuführen ist, von denen drei im vergangenen Sommer auftraten.

    Das Jahr 2022 ist bereits jetzt „das wärmste“ Jahr, das seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1900 in Frankreich gemessen wurde, wie Météo France am Mittwoch, dem 30. November, bekannt gab. Je nach den verschiedenen Annahmen für Dezember wird die Jahrestemperatur für das gesamte Jahr zwischen 14,2°C (kalter Dezember) und 14,6°C (warmer Dezember) liegen. Unabhängig von den Temperaturen im letzten Monat des Jahres wird der Durchschnitt also deutlich über dem bisherigen Rekordwert von 14,07°C liegen, der 2020 aufgestellt wurde. In dieser Hinsicht ist das Jahr 2022 ein „Symptom des Klimawandels in Frankreich“, meint Météo France.

    Das Jahr war von mehreren Hitzeperioden geprägt: 3 während des Sommers (15. bis 19. Juni, 12. bis 25. Juli und 31. Juli bis 13. August), was einen Rekord von 33 Tagen bedeutet, und zwei außerhalb der Saison (im Mai und Ende Oktober). Laut Météo France wären diese Sommerepisoden ohne die Auswirkungen des Klimawandels „höchst unwahrscheinlich und deutlich weniger intensiv“ gewesen. „Alle Monate des Jahres waren wärmer als normal, mit Ausnahme der Monate Januar und April“, betont Météo France ausserdem.

    Die außergewöhnliche Hitze wurde von zahlreichen Extremereignissen begleitet, wie einer historischen Dürre, sehr grossen Waldbränden, insbesondere in der Gironde und in Regionen, die normalerweise wenig oder gar nicht für derartige Brände bekannt sind, ozeanischen Hitzewellen im Mittelmeerraum oder auch heftigen Gewittern. „Derzeit als sehr heiß eingestuft, wird ein Jahr wie das Jahr 2022 in der Mitte des 21. Jahrhunderts als ’normal‘ gelten“, warnt Météo France.

  • Online-Betrug: Zerschlagung eines Netzwerks mit 4.000 Opfern in Frankreich

    Online-Betrug: Zerschlagung eines Netzwerks mit 4.000 Opfern in Frankreich

    Die Zerschlagung des Netzwerks ist das Ergebnis der Zusammenlegung zweier Ermittlungen der Cyber-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft. 

    Die französischen Behörden haben ein Online-Betrugsnetz zerschlagen, das mehrere Tausend Opfer mit einem geschätzten Schaden von 1,2 Millionen Euro gefordert hat, wie am Dienstag bekannt wurde.

    Wie funktionierte der Betrug?
    „Am Anfang erhält der Nutzer eine betrügerische E-Mail, die ein Pop-up-Fenster erscheinen lässt, das mitteilt, dass der Computer gesperrt ist. Um ihn zu entsperren, muss man eine angeblich von Microsoft zugelassene Firma anrufen, deren Telefonnummer erscheint“, erklärte die Leiterin der Abteilung zur Bekämpfung der Finanzkriminalität der Gebietsdirektion der Kriminalpolizei (Direction territoriale de la Police judiciaire, DTPJ) in Montpellier, Caroline Belda. „Wenn man diese Nummer anruft, landet man bei einem Dienst, der einem das Pop-up schließt, die Kontrolle über den Computer übernimmt und für diese „Reparatur“ zwischen einigen hundert und bis zu 1.800 Euro verlangt“.

    Die Zerschlagung des Netzwerks ist das Ergebnis der Zusammenlegung zweier Ermittlungen der Cyber-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft. Die erste war im Oktober 2020 nach einer Anzeige in Montpellier eingeleitet worden, die zweite im November 2020 nach 148 Beschwerden von Privatpersonen. Den Ermittlungen zufolge leiteten dieselben Betrüger zwei Unternehmen mit Sitz in Montpellier (Hérault) und Saint-Dié-des-Vosges (Vogesen). Das Callcenter befand sich in Tunesien. Sieben Personen wurden in Perpignan (Pyrénées-Orientales), Le Puy-en-Velay (Haute-Loire), Istres und Martigues (Bouches-du-Rhône) und in der Nähe von Paris festgenommen, bestätigte Caroline Belda. Sechs von ihnen wurden am 24. November wegen „Betrugs, versuchtem bandenmäßigem Betrugs, krimineller Vereinigung, Straftaten im Zusammenhang mit Systemen der automatischen Datenverarbeitung und Geldwäsche“ angeklagt. Drei Angeklagte wurden in Untersuchungshaft genommen und drei unter gerichtlicher Aufsicht gestellt.

    1,2 Millionen Euro Schaden
    Laut der Pariser Staatsanwaltschaft beläuft sich der Schaden auf 1,2 Millionen Euro bei 4.000 erfassten Opfern. Von 2.200 potenziellen Opfern, die von der PJ Montpellier kontaktiert wurden, bestätigten 884 den betrug und 534 reichten eine Anzeige ein. Opfer dieser Betrugsmasche können sich auf der offiziellen Plattform www.cybermalveillance.gouv.fr informieren. Die Pariser Staatsanwaltschaft weist außerdem darauf hin, dass einige Opfer der falschen Computerreparatur angaben, eine Nachricht erhalten zu haben, in der behauptet wurde, dass die Justiz das betrügerische Unternehmen bereits verurteilt habe, und sie aufgefordert wurden, ihre Bankdaten anzugeben, um eine Entschädigung zu erhalten. Einige, vor allem ältere Personen, fielen ein zweites Mal auf den Trick herein – statt Geld zu erhalten, wurde von den Betrügern eine Abbuchung durchgeführt.