Kategorie: Frankreich

  • Neue Mobilisierung gegen die Rentenreform in Frankreich

    Neue Mobilisierung gegen die Rentenreform in Frankreich

    Am fünften Tag der Mobilisierung gegen die Rentenreform werden die Chefs der acht größten Gewerkschaften im südfranzösischen Albi demonstrieren. Das soll ein Symbol für die mittelgroßen Städte Frankreichs sein, die bereits stark gegen die ungeliebte Reform mobilisiert haben. Inmitten der Schulferien wird jedoch mit einer geringeren Beteiligung gerechnet. Bevor sie am 7. März Frankreich „zum Stillstand bringen“, organisieren die Gewerkschaften am Donnerstag, dem 16. Februar, ihren fünften Mobilisierungstag gegen die Rentenreform. Dadurch soll der Druck auf die Abgeordneten aufrechterhalten werden, die bis Freitag um Mitternacht in der Nationalversammlung über die Verschiebung des gesetzlichen Rentenalters streiten. Mit Ausnahme der Regionen Île-de-France und Okzitanien dürfte die Beteiligung an den Streiks mitten in den Schulferien allerdings deutlich niedriger sein, als an den vorherigen Protest-Tagen. Im Zugverkehr werden sich die Störungen diesmal voraussichtlich auch in Grenzen halt…

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  • Rassismus: 91% der in Frankreich lebenden schwarzen Menschen fühlen sich diskriminiert

    Rassismus: 91% der in Frankreich lebenden schwarzen Menschen fühlen sich diskriminiert

    Laut einer neuen Umfrage geben fast alle in Frankreich lebenden Schwarzen oder Mischlinge mit schwarzer Abstammung an, mindestens einmal Opfer von Diskriminierung aufgrund ihrer Hautfarbe gewesen zu sein.

    Neun von zehn schwarzen Menschen in Frankreich geben an, dass sie in ihrem Alltag rassistisch diskriminiert werden, genauer gesagt sind es 91%. Dies geht aus der neuesten Umfrage des Conseil représentatif des associations noires (Cran)* hervor, das Franceinfo und die Zeitung Le Parisien jetzt veröffentlichten.

    Im Einzelnen antworteten in dieser vom Cran in Auftrag gegebenen Ipsos-Umfrage auf die Frage „Würden Sie sagen, dass Sie persönlich in Ihrem Alltag Opfer von rassistischer Diskriminierung sind…?“ nur 9% der Schwarzen oder Mischlinge schwarzer Abstammung mit „nie“, während 22% mit „selten“, 44% mit „gelegentlich“ und 25% mit „häufig“ antworteten.

    Der „Alltagsrassismus“ äußert sich manchmal auf fast unmerkliche Weise. Nach Ansicht von 41 % der befragten schwarzen Franzosen sind Diskriminierungen im öffentlichen Raum, auf der Straße oder in öffentlichen Verkehrsmitteln, am stärksten spürbar. Auch am Arbeitsplatz (31 %), in Bahnhöfen, Flughäfen oder an den Grenzen (18 %) sowie in der Schule oder Universität (14 %) kommt es zu Diskriminierungen.

    „Das sind die Orte des täglichen Lebens“, beklagt der Gründer des Cran, Patrick Lozès, gegenüber der Zeitung Le Parisien. So gaben sieben von zehn Menschen in der französischen Hauptstadt an, dass sie innerhalb eines Jahres respektlosen oder verächtlichen Haltungen ausgesetzt waren, die ihrer Meinung nach mit ihrer Hautfarbe zusammenhingen. Ein gesellschaftlicher Rassismus, der sich auch am Arbeitsplatz einschleicht, bis hin zu echten Schwierigkeiten bei der Einstellung, bezeugen zwei Drittel der Befragten.

    Die Umfrage ergab auch, dass schwarze Menschen immer noch doppelt so häufig von der Polizei kontrolliert werden als die weisse französische Bevölkerung insgesamt. 49 % der Schwarzen und Mischlinge mit schwarzer Abstammung gaben an, mindestens einmal kontrolliert worden zu sein, während es in der französischen Gesamtbevölkerung nur 23 % waren.

    Schließlich wirft die Umfrage auch ein Schlaglicht auf die familiäre Ablehnung von Minderheiten: Ein Drittel (31 %) der Franzosen gibt an, dass sie „schlecht“ reagieren würden, wenn ihr Kind eine schwarze Person oder eine Person gleichen Geschlechts (36 %) heiraten würde, und bis zu 46 %, wenn diese Person nordafrikanischer Abstammung ist.

    * Online- und Telefonumfrage, durchgeführt vom 10. bis 26. November 2022 von Ipsos für den Cran bei einer Stichprobe von 807 Personen, die repräsentativ für die schwarze oder gemischtrassige französische Bevölkerung ab 18 Jahren ist.

  • Rentenreform: 30% der Flüge fallen am Donnerstag wegen Streiks in Paris-Orly aus

    Rentenreform: 30% der Flüge fallen am Donnerstag wegen Streiks in Paris-Orly aus

    Die Streichung von 30 % der Flüge am Flughafen Paris-Orly am Donnerstag, dem 16. Februar, wurde von der Verwaltung vor dem Hintergrund der Mobilisierung der Fluglotsen gegen die Rentenreform entschieden. Am Dienstagabend forderte die Verwaltung die Fluggesellschaften auf, wegen der Mobilisierung der Fluglotsen gegen die Rentenreform präventiv 30 % ihrer Flüge am Donnerstag vom und zum Flughafen Paris-Orly zu annullieren. Aus denselben Gründen forderte die Generaldirektion für Zivilluftfahrt (DGAC) von den Fluggesellschaften, 20 % ihrer für Donnerstag geplanten Flugbewegungen auf den Flughäfen Toulouse, Marseille, Lyon, Montpellier und Nantes zu streichen, wie in einer Pressemitteilung mitgeteilt wurde. Zum ersten Mal seit Beginn der Bewegung sind auch andere Flughäfen als Orly von den Streiks betroffen. Aufgrund der schlechten Organisation an den ersten drei Tagen der Mobilisierung, die Flugstreichungen im letzten Moment und sogar die Schließung des Flughafens von Toulouse für einen Ab…

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  • Hochzeiten: 244.000 Hochzeiten in Frankreich im Jahr 2022 – ein Rekord seit 10 Jahren

    Hochzeiten: 244.000 Hochzeiten in Frankreich im Jahr 2022 – ein Rekord seit 10 Jahren

    Die Zahlen des amtlichen Statistikinstituts Insee zeigen, dass die Ehe für die Franzosen nach wie vor eine wichtige Institution ist. Eine Tradition, die in Frankreich fest verankert ist. Im Jahr 2022 wurden 244.000 Ehen geschlossen, so viele wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr.

    Letzte Anproben für diese zukünftige Braut. Sie ist auf der Suche nach dem perfekten Kleid. Ihre lang ersehnte Hochzeit wird nicht unter der Sonne, sondern im November stattfinden, da es im Sommer keine freien Termine mehr gab. Im Jahr 2022 gaben sich 244.000 Brautpaare in Frankreich das Jawort. Ein Rekord in den letzten zehn Jahren, der vor allem auf die Verschiebung von Hochzeiten zurückzuführen ist, die in den Covid-Jahren nicht stattfinden konnten.

    Im Jahr 2023 ist der Andrang noch größer als 2022. Viele Brautpaare befürchteten, dass Covid ihren großen Tag stören könnte, wie dieses Paar, das einen Raum für den grossen Hochzeitsempfang besichtigt. Die Brautleute zogen es vor, sich zu gedulden, um sicherzugehen, dass sie ihre 120 Gäste ohne gesundheitliche Einschränkungen und Masken empfangen können.

    Trotzdem heiraten heute weniger Franzosen als noch im letzten Jahrhundert. In den 1970er Jahren waren es fast 400.000 Menschen, die jedes Jahr ihre Liebe offiziell machten un die Ehe eingingen.

  • Rentenreform: CGT ruft Müllabfuhr ab 7. März zu unbefristetem Streik auf

    Rentenreform: CGT ruft Müllabfuhr ab 7. März zu unbefristetem Streik auf

    Die Gewerkschaft CGT ruft ab dem 7. März gegen die geplante Rentenreform zu einem unbefristeten verlängerbarem Streik der „gesamten Branche“ der Abfallwirtschaft auf. Die Gewerkschaft CGT hat am Dienstag einen Aufruf zu einem verlängerbaren Streik der „gesamten Branche“ der Abfallwirtschaft ab dem 7. März veröffentlicht. „Die CGT-Verbände des öffentlichen Dienstes und des Verkehrs rufen (…) in allen Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Körperschaften dazu auf, sich (…) zu versammeln, um den Streik in den Bereichen Müll- und Abfallsammlung, Müllsortierung und -aufbereitung ab dem 7. März und bis zur Rücknahme des Gesetzentwurfs vorzubereiten“, heißt es in einer Erklärung der Gewerkschaft. Bisher ist die CGT die einzige Gewerkschaft, die einen solchen Aufruf veröffentlicht hat, aber die CGT hat beispielsweise in Paris die Mehrheit, sowohl bei den städtischen als auch bei den privaten Müllbetrieben. Die Müll- und Abfallbranche ist aufgeteilt zwischen dem öffentlichen Dienst, de…

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  • Trockenheit: Grundwasserspiegel in Südfrankreich auf einem Tiefststand

    Trockenheit: Grundwasserspiegel in Südfrankreich auf einem Tiefststand

    In diesem Winter ist der Grundwasserspiegel im Departement Alpes-Maritimes so niedrig, dass sogar das Trinkwasser rationiert werden könnte.

    Seit dem letzten Sommer hat sich nichts verändert. Aus der Luft betrachtet besteht der Lac du Broc nur aus ein paar Pfützen und daneben ist der Fluss Var fast trocken. Im Winter ist das ein völlig neues Bild für den größten Grundwasserspiegel des Departements Alpes-Maritimes. Die Hydrogeologin Anne-Laure Thaon berichtet dem Sender France 3: „Das Grundwasser befindet sich 18 Meter unter dem Boden. Das ist natürlich ein niedriger Stand, das haben wir erwartet. Es steht niedriger als letztes Jahr um diese Zeit. Wir liegen zwei, drei Meter tiefer, je nach Sektor“.

    Noch alarmierender sieht es in der Region Pays de Fayence aus. Der Fluss Riou ist zu einem Steinhaufen geworden. Die Trockenheit ist absolut. Die Wasserbetriebe sehen sich vor einer alarmierenden Situation. Innerhalb eines Jahres ist die Menge der für die Bevölkerung verfügbaren Wasserressourcen aus dem Grundwasser zusammengebrochen. Wie im Jahr 2022 wird man höchstwahrscheinlich das Trinkwasser rationieren müssen und damit diesmal nicht bis zum Sommer warten.

  • Rentenreform: SNCF kündigt für Donnerstag wieder Störungen an

    Rentenreform: SNCF kündigt für Donnerstag wieder Störungen an

    Am nächsten Streiktag gegen die Rentenreform am Donnerstag, dem 16. Februar, wird der Zugverkehr erneut stark beeinträchtigt werden, auch wenn mehr Züge fahren werden als an den ersten beiden Streiktagen. Hier die Ankündigungen der SNCF.

    Der Streik am 16. Februar gegen die Rentenreform wird sich auch wieder auf den Zugverkehr auswirken, warnte die SNCF am Dienstag in einer Pressemitteilung. Das Unternehmen empfiehlt Reisenden, wenn möglich ihre für diesen Tag geplanten Reisen zu stornieren oder zu verschieben. Und diejenigen, die ihre Reise nicht aufschieben können, sollten die Hinweise zum Zugverkehr am Mittwoch ab 17 Uhr auf den SNCF-Websites und -Apps lesen.

    Im Durchschnitt sollen 4 von 5 TGV Inoui und Ouigo verkehren. Auf den Achsen Nord, Ost und Atlantik wird der Verkehr fast normal sein. Auf der Südostachse sowie von Provinz zu Provinz werden etwa 2 von 3 Zügen fahren.

    Auf den internationalen Strecken wird man nur mit einem von zwei Lyrias in Richtung Schweiz rechnen können. Der Verkehr auf den Eurostar-, Thalys- und anderen internationalen Verbindungen wird fast normal sein.

    Der TER-Verkehr wird in allen Regionen stark beeinträchtigt sein. Die Einzelheiten der Verkehrspläne werden von SNCF Voyageurs für jede dieser Regionen am Mittwochnachmittag bekannt gegeben werden.

    Die von der Annullierung ihres Zuges betroffenen TGV- und Intercités-Reisenden wurden ab Dienstag per E-Mail oder SMS kontaktiert, um ihre Fahrkarte kostenlos gegen einen anderen Zug umzutauschen oder die Reise zu stornieren und den vollen Betrag erstattet zu bekommen. Dies gilt für Reisen vom 15. Februar um 18 Uhr bis zum 17. Februar um 8 Uhr und muss vor der Abfahrt des Zuges erfolgen.

  • Rekord: Air India bestellt über 250 Airbus-Flugzeuge

    Rekord: Air India bestellt über 250 Airbus-Flugzeuge

    Air India unterzeichnete gestern eine Absichtserklärung für 250 Airbus-Flugzeuge. Die ersten Lieferungen sollen bereits Ende des Jahres  beginnen. Am Valentinstag orderte die indische Fluggesellschaft 140 A320neo und 70 A321neo für die Mittelstrecke, 34 A350-1000 und 6 A350-900 für die Langstrecke. Air India hat gestern offiziell ihre Absicht bestätigt, 250 Airbus-Flugzeuge zu erwerben. „Ein historischer Moment“ sowohl für die Fluggesellschaft als auch den Flugzeughersteller, betonte Christian Scherer, Chief Commercial Officer von Airbus. Diese Aufträge wurden im Rahmen eines Rekordauftrags über 400 Flugzeuge erteilt, den Air India bei Airbus und Boeing unterschrieben hat, um das erwartete Wachstum des riesigen indischen Marktes zu bewältigen. Die im letzten Jahr privatisierte und nunmehr im Besitz des Tata-Konzerns befindliche indische Fluggesellschaft will mit dem ersten Kauf neuer Flugzeuge seit 2006 ihre Flotte modernisieren und erweitern, aber auch mit ihren künftigen Airbus-Flugz…

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  • Zeugenaufruf: Polizei sucht nach einem „gefährlichen“ Flüchtigen im Departement Var

    Zeugenaufruf: Polizei sucht nach einem „gefährlichen“ Flüchtigen im Departement Var

    Der Mann ist vor „einigen Tagen“ aus einer Haftanstalt geflohen. Die Polizei im Departement Var hat am Montag, dem 13. Februar, einen Zeugenaufruf veröffentlicht.

    Die Polizei des Departements Var hat am Montag, dem 13. Februar, einen Zeugenaufruf gestartet, um die Spur eines als „gefährlich“ eingestuften Mannes zu finden. Mohamed Meliani ist vor „einigen Tagen“ aus einer Haftanstalt entflohen. „Er wird sich wahrscheinlich nach Toulon, La Seyne und Ollioules begeben“, vermuten die Ordnungskräfte.

    Der Mann befindet sich in psychiatrischer Behandlung. Im Jahr 2020 wurde Mohamed Meliani zu einer vierjährigen Haftstrafe wegen Freiheitsberaubung und Gewalt gegen seine ehemalige Lebensgefährtin verurteilt, wie der Sender TF1 Info berichtet. Laut der Zeitung Var Matin musste der Mann zum Zeitpunkt der Tat gewaltsam aus dem Haus seiner ehemaligen Lebensgefährtin in Ollioules geholt werden, wo er sich verbarrikadiert hatte. Zuvor hatte er die Frau gewalttätig angegriffen.

  • Benzinpreise: Olivier Véran fordert von TotalEnergies „so schnell wie möglich“ einen neuen Rabatt

    Benzinpreise: Olivier Véran fordert von TotalEnergies „so schnell wie möglich“ einen neuen Rabatt

    Am Dienstag, dem 14. Februar, war Regierungssprecher Olivier Véran Gast der Sendung „4 Vérités“ auf dem Sender France 2. Regierungssprecher Olivier Véran war am Dienstag, dem 14. Februar, Gast der Sendung „4 Vérités“ auf dem Sender France 2. Zunächst ging der Regierungssprecher auf die Polemik ein, die der LFI-Abgeordnete Aurélien Saintoul ausgelöst hat, der Olivier Dussopt als „Mörder“ bezeichnete: „Wir entdecken hier, was es heißt, wenn ein Abgeordneter den Hass sprechen lässt und nicht die politische Vernunft.“ Olivier Véran sagt über die Beratungen der Rentenreform in der Nationalversammlung: „Wir wünschen uns, dass es eine Abstimmung über diesen Gesetzentwurf gibt.“ Nachdem der Vorstandsvorsitzende von TotalEnergies, Patrick Pouyanné, sich in einem Interview mit der Zeitung Le Parisien am 8. Februar „bereit erklärte“, einen neuen Treibstoffrabatt an Total-Tankstellen in Betracht zu ziehen, sagt Olivier Véran, dass es zwar Sache des Konzerns sei, zu bestimmen, wann dieser Rabatt ko…

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