Kategorie: Frankreich

  • Meistgestohlene Autos im Jahr 2022: Der Toyota RAV4 führt die Liste an

    Meistgestohlene Autos im Jahr 2022: Der Toyota RAV4 führt die Liste an

    Die Zeitschrift Auto Plus hat die Liste der am häufigsten gestohlenen Autos in Frankreich im Jahr 2022 zusammengestellt. Das Modell, das die Diebe am meisten anzieht, ist der Toyota RAV4.

    Der Toyota RAV4 ist das Fahrzeug, das in Frankreich im Jahr 2022 am häufigsten gestohlen wurde, wie aus einer Liste des Automagazins Auto Plus hervorgeht. Er steht mit 240 Diebstählen pro 10.000 versicherten Fahrzeugen an der Spitze. „Selten hat ein Modell in unserer jährlichen Rangliste eine so hohe Diebstahlhäufigkeit erreicht“, schreiben die Autoren der Untersuchung. Das zweite Modell, das die meisten Begehrlichkeiten weckt, ist der Lexus NX mit 83 Diebstählen pro 10.000 Einheiten. Den dritten Platz bekommt der Audi A3.

    Die Diebstähle des Toyota RAV4 und des Lexus NX lassen sich auf eine überraschende Weise erklären. Die Diebe sollen ein effektives Hacking-Kit, das für mehrere Modelle der japanischen Marke Toyota anwendbar ist, benutzt haben. Mit einem einfachen Bluetooth-Tool sollen sich Toyota- und Lexus-Fahrzeuge „in Sekundenschnelle öffnen“ lassen. Es ist unter der Hand für einige tausend Euro zu haben, erklärt Auto Plus. Einige Kriminelle Netzwerke, die ein solches Werkzeug benutzten, konnten im vergangenen Herbst von der Polizei zerschlagen werden.

    Ein zweites Nexus-Modell steht übrigens auf Platz vier der Rangliste: der Lexus UX. Das erste französische Modell steht auf Platz fünf. Es handelt sich um den Renault Megane. In absoluten Zahlen war das am häufigsten gestohlene Modell in Frankreich im Jahr 2022 der Renault Clio 4, wie aus den Zahlen des Versicherungsfachverbands Argos hervorgeht.

    2022 wurden in Frankreich 134.000 Fahrzeuge gestohlen, was einem Anstieg von 9 % im Vergleich zu 2021 entspricht. Es ist das erste Mal seit 2016, dass die Statistik einen Anstieg verzeichnet, berichtet Auto Plus. Jede Stunde werden in Frankreich 15 Autos gestohlen, 360 pro Tag.

    Der beste Schutz ist immer noch der abschliessbare Stock am Lenkrad. Denn die Diebe von heute sind mit einem Computer ausgestattet, kaum mehr mit einem Schraubenzieher.

  • Französische Supermarktkette Auchan soll das russische Militär unterstützt haben

    Französische Supermarktkette Auchan soll das russische Militär unterstützt haben

    Eine Untersuchung der Zeitung Le Monde hat gezeigt, dass Auchan-Hypermärkte „anscheinend zu den Kriegsanstrengungen“ Russlands beitragen, indem sie der Armee kostenlos Waren liefern. Die Geschäftsleitung von Auchan zeigt sich „sehr überrascht“ über diese Anschuldigungen und will die Vorwürfe überprüfen.

    Der französische Einzelhändler Auchan, der nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine im Gegensatz zu vielen anderen Konzernen seine Geschäftstätigkeit in Russland fortgesetzt hat, „scheint zu den russischen Kriegsanstrengungen beizutragen“, schreibt die Zeitung Le Monde am Freitag. Die Unternehmensleitung von Auchan zeigte sich „sehr überrascht“ von den Behauptungen. „Wir sind dabei, die behaupteten Elemente zu überprüfen, aber zum jetzigen Zeitpunkt bestätigen die uns vorliegenden Informationen nicht die Untersuchung von Le Monde“, so die Auchan-Geschäftsleitung.

    Laut Dokumenten, die der größten französischen Tageszeitung, der investigativen Website The Insider und der NGO Bellingcat vorliegen, lieferte Auchan kostenlos Waren an die Armee von Wladimir Putin. In der Untersuchung wird insbesondere von einer Lieferung im Wert von 2 Millionen Rubel (ca. 25.000 Euro) gesprochen, die Auchan kostenlos zur Verfügung gestellt haben soll. Laut Le Monde hatte eine Controllerin des Konzerns, Natalya Z., am 15. März 2022 in einer E-Mail, die „an etwa 20 Mitarbeiter in mehreren Geschäften in Sankt Petersburg, im Westen Russlands, mit dem Ziel, Spenden für die humanitäre Hilfe zu sammeln“, eine Materialliste erstellt. Sie umfasste „Tausende von Zigaretten, Wollsocken in Größe 43 oder 44, Stangen für Gaskocher, Schweinefleischeintopf in Dosen, Äxte und Nägel, alles aus dem Lagerbestand des Geschäfts“, so Le Monde.

    Die Konzernleitung stellt fest, dass „die einzigen beigebrachten Informationen aus dem März 2022 stammen“, d. h. einige Wochen nach Ausbruch des Konflikts, und dass in diesem Fall „die Geschäftspartner, die den Auftrag erteilt haben, übliche Geschäftspartner waren, die uns bereits zuvor einen Auftrag erteilt hatten“. „Wir finanzieren und beteiligen uns nicht freiwillig und aktiv an irgendwelchen Sammlungen für die russischen Streitkräfte“, so die Geschäftsführung weiter.

    Der nach Marktanteilen fünftgrößte Lebensmitteleinzelhändler in Frankreich (hinter E.Leclerc, Carrefour, Intermarché und Système U) ist seit langem sowohl in der Ukraine als auch in Russland vertreten, wo er vor dem Krieg ein Zehntel seines Gesamtumsatzes erzielte. Eine weitere Konzern-Marke, Leroy Merlin, ist dort ebenfalls stark vertreten und beherrscht den Heimwerkermarkt in Russland.

    Bei der Veröffentlichung seiner Ergebnisse für das erste Halbjahr 2022 hatte Auchan erklärt, dass er in Russland eine „deutliche Verlangsamung“ seiner Handelsaktivitäten verzeichnet habe.

  • EDF: Rekordverluste des Stromriesen gehen in die Milliarden

    EDF: Rekordverluste des Stromriesen gehen in die Milliarden

    Das Jahr 2022 war für den französischen Stromversorger EDF ein trauriges Rekordjahr, in dem die Stromerzeugung aus Kernkraft und Wasserkraft auf historische Tiefststände fiel.

    Die EDF verzeichnete im Jahr 2022 einen historischen Verlust von 17,9 Milliarden Euro und erhöhte ihre Schulden auf ein Rekordniveau von 64,5 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg um 70% auf 143,5 Milliarden Euro, angetrieben von den steigenden Energiepreisen, aber der Konzern rutscht mit einem sehr hohen Nettoverlust in die roten Zahlen, gegenüber einem Gewinn von 5,1 Milliarden Euro im Jahr 2021.

    Mit dem allgemeinen Anstieg der Strompreise kehrten viele französische Kunden von anderen Anbietern zur EDF zurück, aber die Betriebsmarge litt unter den hohen Ausgaben bei der Atomstromproduktion. „Trotz eines starken Anstiegs des Umsatzes, der durch die aktuellen Strom- und Gaspreise gestützt wurde, wird das Ebitda durch den Rückgang der Atomstromproduktion sowie die außergewöhnlichen Regulierungsmaßnahmen, die in Frankreich für 2022 eingeführt wurden, stark beeinträchtigt“, kommentierte der Vorstandsvorsitzende Luc Rémont am Donnerstag gegenüber Journalisten.

    Der Kraftwerksbetreiber EDF hat in der Tat zwischen der Entdeckung von Korrosion an Rohrleitungen, die für die Sicherheit der Kernkraftwerke entscheidend sind, und den Verzögerungen bei deren Wartung aufgrund der Covid-19-Krise eine Menge teurer Probleme erlebt. Das Ergebnis: Im Jahr 2022 ist die durchschnittliche Verfügbarkeit des 56 Reaktoren umfassenden Parks auf 54 % gesunken (gegenüber 73 % im Zeitraum 2015-2019), wodurch Stromausfälle mitten im Winter drohten.

    Letztendlich konnte das Schlimmste dank der Stromimporte, der Sparbemühungen der Franzosen und der Antsrengungen der EDF, ihre Reaktoren wieder ans Netz zu bringen, verhindert werden. Dennoch könnte die Rechnung für den Stromversorger noch teuer werden. Seit 1988, bevor der Bau des Kernkraftwerks beendet wurde, wurden noch nie so wenige Terawattstunden aus Kernenergie erzeugt: 279 TWh im Jahr 2022. Weit entfernt von den Zeiten, in denen EDF mit ihren Kernkraftwerken 430 TWh erzeugte, wie zum Beispiel im Jahr 2005. „In einer Zeit, in der Strom teuer ist, ist jede Megawattstunde, die man nicht produziert, ein schrecklicher Gewinnverlust“, wurde Julien Teddé, Generaldirektor des Brokers Opéra Energie, vor einigen Wochen von der Nachrichtenagentur AFP zitiert.

    Zu allem Überfluss fiel die Stromproduktion auch bei den französischen Wasserkraftwerken, da die Wasserstände durch einen außergewöhnlich trockenen und heißen Sommer 2022 und einen sehr regenarmen Winter 2022/2023 in Mitleidenschaft gezogen wurden, auf das „niedrigste Niveau“ seit der denkwürdigen Dürre von 1976, wie RTE, der Betreiber des Stromübertragungsnetzes, am Donnerstag mitteilte.

    Auch der französische Staat ist an der prekären Situation der EDF nicht unschuldig: Denn um die Stromrechnungen der Franzosen dank eines Preisdeckels in Grenzen zu halten, hat der Staat als Mehrheitsaktionär den EDF-Konzern verpflichtet, 2022 mehr Strom zu niedrigen Preisen an seine Konkurrenten, alternative Stromversorger, zu verkaufen. Eine Maßnahme, die riesige Kosten für die EDF bedeutete: 8,34 Milliarden Euro. Der Konzern musste Strom zu hohen Preisen auf den Märkten aufkaufen und war gezwungen, ihn zu niedrigen Preisen weiterzuverkaufen.

  • Roya-Tal: Zwei Jahre nach dem Sturm Alex kommen die Touristen wieder

    Roya-Tal: Zwei Jahre nach dem Sturm Alex kommen die Touristen wieder

    Fast zweieinhalb Jahre nach dem verheerenden Sturm Alex erwachen die Dörfer im Roya-Tal zu neuem Leben. Die Straße wurde wieder aufgebaut und Wanderer können das „Tal der Wunder“ wieder besuchen.

    Casterino (Alpes-Maritimes) lebt wieder auf. Die Touristen und Wanderer sind zurückgekehrt, ein Zeichen dafür, dass das Leben im Dorf während der derzeitigen Schulferien wieder beginnt. Ein wiedergefundenes Stückchen Glück nach zwei Jahren voller Albträume. Im Oktober 2020 fegte der Sturm Alex über das Roya-Tal hinweg und zerstörte die einzige Straße, die zu dem kleinen Ort führte. Casterino wurde daraufhin zu einem Geisterdorf. Am Donnerstag, dem 16. Februar, sind die Aufbauarbeiten fast abgeschlossen, eine gute Nachricht für die Geschäfte des Dorfes und die Bewohner.

    Ein beliebter Ort bei Wanderern

    „Der Ort beginnt wieder zu leben, das ist gut, denn durch Mundpropaganda wird sich schnell herumsprechen, dass die Straße wider leicht zugänglich ist“, freut sich Paul Servel, Leiter der Herberge Sainte Marie-Madeleine auf dem Sender France 3. Als Eingangstor zum „Tal der Wunder“ ist Casterino bei Wanderern wohlbekannt. Ob zu Fuß oder auf Skiern, das Roya-Tal erstrahlt in neuem Glanz. Das Hotel-Restaurant ist jeden Mittag ausgebucht und seine Zimmer sind fast alle reserviert. Der Betreiber sucht nun Personal für die Saison.

  • Sie arbeiten in Frankreich? Verdienen Sie mehr oder weniger als der Durchschnitt der Arbeitnehmer?

    Sie arbeiten in Frankreich? Verdienen Sie mehr oder weniger als der Durchschnitt der Arbeitnehmer?

    Das amtliche Statistik-Institut Insee hat seine jährliche Studie über die Gehälter im privaten Sektor in Frankreich veröffentlicht. Das Instrument ermöglicht es jedem Arbeitnehmer, sein eigenes Gehalt zu vergleichen und herauszufinden, ob er mehr oder weniger verdient als die Mehrheit der Franzosen.

    Verdienen Sie mehr oder weniger Geld als die Mehrheit der anderen Arbeitnehmer in Frankreich? Es gibt ein Instrument, um das herauszufinden: Die Übersicht über den Durchschnitts-Nettomedianlohn vor Einkommenssteuer. Die Übersicht für das Jahr 2021 wurde am Donnerstag, dem 16. Februar vom amtlichen Statistik-Institut Insee veröffentlicht.

    So errechnet sich der Nettomedianlohn: 50 % der Franzosen, die in der Privatwirtschaft arbeiten, haben ein monatliches Einkommen, das über dem Durchschnittslohn liegt, und 50 % haben ein Gehalt, das unter diesem Durchschnitt liegt.

    Das Insee hat festgestellt, dass der monatliche Nettomedianlohn im Jahr 2021 bei 2.012 Euro lag. So verdienten 90 % der Beschäftigten in der Privatwirtschaft mehr als 1.366 Euro netto pro Monat. Umgekehrt hatten 10 % der Arbeitnehmer ein monatliches Einkommen von weniger als 1.366 Euro bei einer Vollzeitbeschäftigung. Im Gegensatz dazu verdienten die 10 % der am besten verdienenden Arbeitnehmer mehr als 4.010 Euro netto pro Monat und 1 % mehr als  9.602 Euro netto pro Monat.

    Unterschied von 14,8 % zwischen Männern und Frauen
    Die Lohngleichheit zwischen Männern und Frauen ist auch in Frankreich immer noch nicht gegeben, das Insee hat einen Unterschied von 14,8 % bei Vollzeitbeschäftigungen festgestellt. Im Jahr 2020 betrug dieser Unterschied 15,2 %. Der Median des monatlichen Nettolohns von Männern liegt bei 2.104 Euro, der von Frauen bei nur 1.889 Euro.

    Der monatliche Nettomedianlohn ist nicht mit dem durchschnittlichen französischen Monatslohn zu verwechseln, bei dem die Löhne aller Franzosen zusammengezählt und durch die Anzahl der Beschäftigten geteilt werden. Dieser belief sich 2021 auf 2.524 Euro netto (+0,2 % im Jahresvergleich).

  • Energiesparen: Französische Regierung will weitere Anstrengungen von den Bürgern verlangen

    Energiesparen: Französische Regierung will weitere Anstrengungen von den Bürgern verlangen

    Fünf Monate nach der Vorstellung ihres Energie-Einsparungsplans glaubt die Regierung, auf dem richtigen Weg zu sein. Doch Experten glauben, dass der schwierigste Teil noch vor den Bürgern liegt. Frankreich war „widerstandsfähig“, wie es RTE, der Betreiber des Stromübertragungsnetzes, gestern ausdrückte, warnt aber dennoch: 2022 war eines der schlechtesten Jahre in Bezug auf die Stromerzeugung, die um 15 % zurückging. Die Stromerzeugung Frankreichs befindet sich auf dem tiefsten Stand seit 30 Jahren mit einer sehr schlechten Bilanz bei der Kernenergie wie auch bei der Wasserkraft. Die gute Nachricht ist, dass auch der Verbrauch in Haushalten, Unternehmen und sogar Behörden um 10 % gesunken ist. Bei der Regierung ist man der Meinung, dass man das Schlimmste verhindert hat. Die Frage, die die Regierung jedoch umtreibt, ist die Nachhaltigkeit dieses Rückgangs. In diesem Winter hat das französische Stromsystem trotz aller Katastrophenszenarien gehalten. Die seit einigen Monaten zu beobachte…

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  • Brände in Frankreich mitten im Winter: Vegetation erholt sich nicht von Hitze und Trockenheit des Sommers

    Brände in Frankreich mitten im Winter: Vegetation erholt sich nicht von Hitze und Trockenheit des Sommers

    Nach einer Rekorddürre im Jahr 2022 ist in Frankreich die Gefahr von Bränden auch im Winter sehr hoch. Die Feuerwehr musste bereits in den letzten Tagen zu mehreren Waldbränden ausrücken.

    Ardèche, Pyrénées-Orientales, Gironde … Nach Dürre, Hitzewellen und Monsterbränden im Jahr 2022 gab es auch zu Beginn des Jahres 2023 in vielen Departements bereits Vegetationsbrände. Dies war zum Beispiel in Mouriès in der Nähe von Avignon der Fall. „Am Samstagmorgen um 5.35 Uhr erhielt ich einen Anruf, dass es brennt. Innerhalb von nicht einmal 40 Minuten stand das Ganze in Flammen“, erzählt Christian Bonnet, der Vorsitzende des Feuerkomitees der Gemeinde Mouriès, auf Radio France.

    Fast 300 Feuerwehrleute waren im Einsatz, aber trotzdem wurden 130 Hektar Land verwüstet. Ein Feuer schon Anfang Februar, das hatte Christian Bonnet noch nie gesehen: „Kleine Brände, ja, aber ein Großbrand zu dieser Jahreszeit, nein. Und leider denke ich, dass wir uns daran gewöhnen müssen“, sagt er resigniert auf Radio France. Ermittlungen sollen die Brandursache klären, aber die Trockenheit schwächt die Natur enorm. „Die Vegetation erholt sich nicht von der Hitzewelle dieses Sommers, daher ist sie praktisch genauso trocken wie in den Monaten Juli und August“, stellt Christian Bonnet fest.

    Dasselbe Szenario entstand etwas weiter nördlich in der Charente-Maritime, wo ein versehentlich ausgelöstes Feuer vier Hektar Buschland vernichtete. „Das passiert jetzt früher. Letztes Jahr sind die ersten Frühjahrsfeuer im März ausgebrochen“, berichtet Kommandant Lionel Paquet, Leiter der Gebietsgruppe bei der Feuerwehr des Departements. „Im Winter ist zwar etwas Regen gefallen, aber nicht genug, um die Vegetation richtig zu befeuchten.“

    Mit der globalen Erwärmung werden solche Vegetationsbrände im Winter wahrscheinlich häufiger auftreten, prophezeien Klimaforscher. Durch die Trockenheit werden die Bäume geschwächt und Opfer von massenhaftem Insektenbefall. Man denke nur an den Borkenkäfer, der ganze Wälder in trockenes Holz verwandelt. Und das führt zu totem Holz, Bäumen, die brennen wie Streichhölzer. Und das ist insgesamt alles eine Auswirkung des Klimawandels und  mit der globalen Erwärmung verbunden.

  • Rentenreform: Wird über Artikel 7 bis Mitternacht im Parlament abgestimmt werden können?

    Rentenreform: Wird über Artikel 7 bis Mitternacht im Parlament abgestimmt werden können?

    Die Nationalversammlung hat nur noch bis heute Mitternacht Zeit, um alle Artikel und Änderungsanträge zur Rentenreform zu prüfen. Die Abgeordneten müssen noch über Artikel 7 des Gesetzentwurfs debattieren, in dem es um die Heraufsetzung des gesetzlichen Renteneintrittsalters geht. Wird Artikel 7 der geplanten Rentenreform – der die Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters auf 64 Jahre enthält – bis heute um Mitternacht behandelt werden können, bevor der Gesetzestext an den Senat geht? LFI- und Nupes-Chef Jean-Luc Mélenchon rief die Abgeordneten dazu auf, sich nicht auf diesen Schlüsselartikel der Reform zu konzentrieren. Er kritisierte die „unverständliche“ Rücknahme von 350 Änderungsanträgen der kommunistischen Abgeordneten am Donnerstagmorgen und blieb damit seiner ursprünglichen Strategie treu, die Debatten mit Tausenden von Änderungsanträgen zu verlangsamen. Die Nupes-Partner EELV, PCF, PS und auch LFI beschlossen jedoch, das Tempo zu erhöhen und dem Aufruf von Laurent Berge…

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  • Dürre und Wassermangel: Der Monat März wird für Frankreich entscheidend sein

    Dürre und Wassermangel: Der Monat März wird für Frankreich entscheidend sein

    Frankreich erlebt in diesem Jahr einen seiner trockensten Winter. Der März 2023 wird für die französischen Wasserreserven entscheidend sein, bevor wieder ein potenziell heißer und trockener Sommer ansteht.

    Seit dem 21. Januar lag ein Hochdruckgebiet etwa 3 Wochen lang fest über Frankreich. Das Ausbleiben von Regen macht sich allmählich schmerzlich bemerkbar. Laut Météo France wurde mit mehr als 23 aufeinanderfolgenden Tagen mit einer durchschnittlichen Niederschlagssumme von weniger als 1 Liter pro Quadratmeter in ganz Frankreich der Rekord des Winters 1989 gebrochen. Es war also ein außergewöhnlich trockener Winter, den Frankreich bisher erlebte.

    Auch wenn es morgens noch häufig zu Frost kommt, kehrt tagsüber die Milde zurück, mit Höchsttemperaturen, die eher den normalen Werten eines Monats März oder sogar eines Aprils entsprechen. Nachdem das Jahr 2022 als das wärmste Jahr und das zweittrockenste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen registriert wurde, sind jetzt die wenigen Wochen, die bis zum Frühling noch verbleiben, von entscheidender Bedeutung.

    „Die Wasserreserven sind wie ein Bankkonto, das man normalerweise im Winter auffüllt, damit wir den Sommer leichter überstehen können.“ (Bruno Coupry, Direktor des Planungsbüros EAUCEA)

    Der Winter ist eine der wichtigsten Jahreszeiten für die Wasserversorgung Frankreichs, und in diesem Jahr werden der Frühling und der Sommer aufgrund des fehlenden Regens und der durchschnittlichen Schneemenge sehr kompliziert zu bewältigen sein. „Letztes Jahr haben wir den Sommer mit einem vollen Bankkonto in Angriff genommen, während wir dieses Jahr mit einem fast leeren Konto in diese Zeit gehen, wir haben die unterirdischen Batterien nicht aufgeladen“, erklärt Bruno Coupry.

    Der fehlende Regen wirkt sich nicht nur auf das Grundwasser aus, sondern auch auf den Wasserstand sowie die Fließgeschwindigkeit der Flüsse. Die meisten französischen Flüsse erleben derzeit rekordverdächtig niedrige Wasserstände. In dem Fluss Garonne beispielsweise werden 52 m3/s (Kubikmeter pro Sekunde) gemessen, während der Durchschnitt für diese Jahreszeit eher bei 180 m3/s liegt.

    Der Monat März ist für die französischen Wasserreserven von entscheidender Bedeutung, da er die Rückkehr der Vegetation markiert. Das hat einen großen Einfluss, denn die Blätter, die an den Ästen nachwachsen, halten einen großen Teil des Regenwassers zurück und verhindern so, dass sich die Grundwasserspeicher füllen. Die ersten Blätter markieren also möglicherweise das Ende, die Reserven wieder auffüllen zu können.

    Und dazu kommt dann noch der Klimawandel. Wenn der Frühling in diesem Jahr einige Tage früher einsetzt, gehen genauso viele Tage verloren, um die Wasserreserven weiter aufzufüllen. Aber, die Hoffnung stirbt zuletzt: Schliesslich spricht derzeit nichts dagegen, dass es in diesem Sommer jeden Tag regnet…

  • Rentenreform: Nach dem fünften Protesttag jetzt Kurs auf eine Blockade am 7. März?

    Rentenreform: Nach dem fünften Protesttag jetzt Kurs auf eine Blockade am 7. März?

    Mit weniger, aber immer noch sehr entschlossenen Demonstranten protestierten die Gewerkschaften am Donnerstag, dem 16. Februar, zum fünften Mal gegen die geplante Rentenreform. Sie bereiten sich nun auf den 7. März vor, den Tag, an dem Frankreich stillgelegt werden soll.

    Am 5. Tag der Proteste gegen die Rentenreform, der mit Ausnahme der Regionen Île-de-France und Okzitanien mitten in den Schulferien stattfand, wurden weniger Menschen mobilisiert als an den vorherigen Protesttagen. Am Donnerstagabend sprach das Innenministerium von 440.000 Demonstranten in ganz Frankreich, davon 37.000 in Paris; die CGT hingegen zählte 1,3 Millionen Demonstranten in den über 200 Demonstrationszügen in Frankreich, davon 300.000 allein in Paris.

    Aber abgesehen von den Zahlen war es die Entschlossenheit der Demonstranten, die diesen Tag erfolgreich machte. „Die Unzufriedenheit, die Entschlossenheit und der Kampfgeist sind ungebrochen“, versicherte der Generalsekretär der CFDT, Laurent Berger, aus Albi, wo die Spitzen der acht wichtigsten Gewerkschaften am Donnerstagnachmittag demonstrierten.

    „Die Abgeordneten können nicht gleichgültig sein, wenn so viele Menschen auf die Straße gehen“, sagte sein Kollege von der CGT, Philippe Martinez.

    Auch die Störungen im öffentlichen Verkehr hielten sich diesmal in Grenzen, bei der SNCF streikten 14 % der Beschäftigten, und in der Pariser Metro herrschte normaler Verkehr. Dennoch wurden Flüge gestrichen und EDF-Mitarbeiter drosselten die Stromproduktion, ohne dass es jedoch zu Stromausfällen kam. Das Bildungsministerium meldete, dass 7,67 % der Lehrkräfte streikten (gegenüber 14,17 % am 7. Februar), wobei zu beachten ist, dass in zwei von drei Schulregionen Ferien sind.

    Die Gewerkschaften bereiten sich jetzt auf Dienstag, den 7. März, vor. Sie haben angekündigt, an diesem Tag „Frankreich zum Stillstand zu bringen“. Laurent Berger (CFDT) sieht den 7. März als „riesigen Tag der Mobilisierung“. „Am 7. März wird alles blockiert, alles muss überall zum Stillstand kommen“, rief auch Jean-Luc Mélenchon (LFI) in Montpellier auf, und der Erste Sekretär der PS Olivier Faure betonte in Paris, dass viele Menschen am Donnerstag „gezögert haben zu streiken“, „um sich auf diese große Bewegung am 7. März vorzubereiten“.

    Auch für den 8. März, dem Internationalen Tag der Frauenrechte, sind Aktionen geplant. Studenten- und Schülerorganisationen haben dazu aufgerufen, die Bewegung gegen die Rentenreform zu „verschärfen“ und am Mittwoch, dem 9. März, einen Tag der Jugendmobilisierung durchzuführen.

    „Wir rufen die Jugend auf, sich zu mobilisieren, die Bewegung zu verhärten und das Land zum Stillstand zu bringen, um der Regierung klar zu machen, dass wir ihr Projekt der Rentenreform ablehnen“, so die Studentengewerkschaften Unef, Alternative und Fage, die Schülerbewegung La Voix Lycéenne oder auch die Union des étudiants communistes, die Jeunes socialistes, die Jeunes insoumis und die Jeunes écologistes in einer gemeinsamen Erklärung.

    Einige Abgeordnete der Opposition sind mittlerweile der Meinung, dass die Rentenreform zwar verabschiedet wird, aber angesichts der sozialen Bewegung nie umgesetzt werden könnte.