Kategorie: Frankreich

  • Junger Mann in Saint-Herblain (Loire-Atlantique) erschossen

    Junger Mann in Saint-Herblain (Loire-Atlantique) erschossen

    In Saint-Herblain, im Département Loire-Atlantique, wurde am Mittwoch ein 23-jähriger Mann erschossen. Der Beifahrer eines Zweirads schoss auf das Opfer, berichten Polizeiquellen am Donnerstag.

    Ein 23-jähriger Mann wurde am Mittwoch, dem 17. Mai, gegen 20.30 Uhr in Saint-Herblain (Loire-Atlantique) im Stadtteil Bellevue  erschossen, wie France Bleu Loire Océan und Franceinfo am Donnerstag, dem 18. Mai, aus Polizeikreisen erfuhren. Das Opfer befand sich in der Nähe der Straßenbahn, als ein Motorrad heranfuhr. Der Beifahrer schoss auf das Opfer, bevor das Motorrad flüchtete.

    Trotz der sofortigen Intervention des Notarztes starb das Opfer noch am Tatort. Der junge Mann war der Polizei nicht bekannt. Die Kriminalpolizei wurde mit den Ermittlungen beauftragt.

    Anfang Mai war bereits ein 24-Jähriger in demselben Viertel niedergeschossen worden.

  • Filmfestspiele von Cannes 2023: „Indiana Jones“ – der berühmteste aller Archäologen ist wieder da

    Filmfestspiele von Cannes 2023: „Indiana Jones“ – der berühmteste aller Archäologen ist wieder da

    Der mit Spannung erwartete fünfte Teil der Abenteuer von Indiana Jones wird am 18. Mai bei den Filmfestspielen in Cannes vorgestellt.  Es ist einer der am meisten erwarteten Momente des 76. Filmfestivals von Cannes. Am 18. Mai wird der fünfte Teil von Indiana Jones, „Indiana Jones und das Zifferblat…

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  • Wasserknappheit: Nestlé Waters wird bis Ende des Jahres 171 Stellen streichen

    Wasserknappheit: Nestlé Waters wird bis Ende des Jahres 171 Stellen streichen

    Nestlé wird 171 Arbeitsplätze streichen, was einem Viertel aller Arbeitsplätze am Standort Vittel in den Vogesen entspricht. Die  Unternehmensleitung verweist auf die Auswirkungen des Klimawandels.

    Nach der Ankündigung der Geschäftsleitung kommt die Angst für die Beschäftigten von Nestlé Waters in Vittel (Vogesen). Bis Ende 2023 sollen an dem Standort, an dem die Wasser Vittel, Contrex und Hépar hergestellt werden, 171 Stellen gestrichen werden. Noch unter Schock stehend, will kaum jemand offen sprechen. „Es wird hart werden. Wir wissen noch nicht, wen sie auswählen werden“, kommentiert ein Arbeitnehmer gegenüber dem Sender France 2. Die Gewerkschaften befürchten, dass es zu erzwungenen Kündigungen kommen wird. Die Geschäftsleitung hingegen rechtfertigt die Entscheidung mit einem Produktionsrückgang und verweist auf „die sich verschlechternden klimatischen Bedingungen“.

    Zwei Bohrlöcher bereits geschlossen
    Bereits Anfang des Monats hatte Nestlé angekündigt, zwei der sechs Bohrlöcher, die die Hépar-Quelle anzapfen, zu schließen. Lokalen Umweltorganisationen zufolge ist die Industrie selbst nicht unschuldig an der Wasserknappheit. „Es gibt eine echte klimatische Trockenheit, die auch anhalten wird. Aber Nestlé stört durch seine Entnahmen und den Export seines Wassers in dem Gebiet den Wasserkreislauf und verstärkt die Auswirkungen der Dürre“, kommentiert Bernard Schmitt vom Kollektiv Eau 88.

  • Angriffe auf Bürgermeister: Gewalttaten steigen im 1. Halbjahr 2023 deutlich an

    Angriffe auf Bürgermeister: Gewalttaten steigen im 1. Halbjahr 2023 deutlich an

    Der Bürgermeister von Saint-Brévin, Yannick Morez, wurde am Mittwochabend, 17. Mai, von der Premierministerin empfangen, eine Woche nachdem er seinen Rücktritt eingereicht hat. Nach Angaben des Innenministeriums wurden im ersten Halbjahr 2023 fast 900 Gewalttaten gegen französische Bürgermeister verübt. Zwei Bürgermeister aus dem Departement Eure-et-Loir fordern mehr Härte gegen die Täter. Sie sind seit 2020 Bürgermeister, der erste in Dreux (Eure-et-Loir), die zweite in einer nahe gelegenen Ortschaft. Pierre-Frédéric Billet, Bürgermeister von Dreux, hat in drei Jahren vier Drohungen erhalten. „Die bedeutendste Drohung war im September 2022, als ich ein Foto von einem Mann vor einem brennenden Haus erhielt, auf dem stand: Ich trainiere“. Eine Untersuchung läuft noch, aber in ihrem Alltag haben der Bürgermeister und sein Fahrer bereits ihre Gewohnheiten geändert. Pierre-Frédéric Billet ist der Meinung, dass er vom Staat ausreichend unterstützt wird, da die Polizei nun in der Nähe seines…

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  • Ertrinken: Über 500 Todesfälle jeden Sommer in Frankreich

    Ertrinken: Über 500 Todesfälle jeden Sommer in Frankreich

    Die Ministerien für Sport und Gesundheit starten eine Präventionskampagne, „die sich auf die Wachsamkeit der Eltern bei Kleinkindern konzentriert“.

    „Sie liegen Ihnen am Herzen, lassen Sie sie nicht aus den Augen“: In einer neuen Kampagne zur Sensibilisierung für Ertrinkungsunfälle starten die Ministerien für Gesundheit und Sport eine schockierende Kampagne mit Erfahrungsberichten von Eltern, die ein Kind verloren haben. Alle Altersgruppen zusammengenommen fordern Ertrinkungsunfälle allein jeden Sommer mehr als 500 Todesfälle, durchschnittlich 4 Todesfälle pro Tag. Kinder unter 6 Jahren machen ein Viertel dieser Ertrinkungsfälle aus.

    Ab dem 19. Juni werden drei zweiminütige Videos mit Erfahrungsberichten ausgestrahlt. Darin kommen drei Mütter zu Wort, deren Kinder im Alter von eineinhalb bis zweieinhalb Jahren ertranken. Die meisten Ertrinkungsunfälle bei Kindern unter 6 Jahren ereignen sich in privaten Familienschwimmbädern.

    1.000 Todesfälle pro Jahr durch Ertrinken.
    In Frankreich sind Ertrinkungsunfälle jährlich für etwa 1.000 Todesfälle verantwortlich, die Hälfte davon in den Sommermonaten. Es ist die häufigste Todesursache durch Unfälle im täglichen Leben bei den unter 25-Jährigen. Ein System zur Erfassung von Ertrinkungsunfällen wird diesen Sommer von Santé Publique France eingesetzt, mit vier Berichtszeiträumen im Laufe des Sommers und einer Saisonbilanz Ende Oktober.

    Die meisten Ertrinkungsunfälle bei Erwachsenen im Alter von 25 bis 44 Jahren ereignen sich in natürlichen Gewässern (Meer, Fluss, See). Zu den bereits in den vorherigen Altersgruppen ermittelten Umständen des Ertrinkens (Erschöpfung, Sturz, Strömungen in Buchten) kommt noch der Alkoholkonsum hinzu. Ab dem Alter von 45 Jahren ertrinken die Menschen meist im Meer.

  • Französische Autofahrer telefonieren viel zu oft am Steuer

    Französische Autofahrer telefonieren viel zu oft am Steuer

    Eine kürzlich von der Autobahnbetreibergesellschaft Vinci durchgeführte Umfrage über das Verhalten der Autofahrer zeigt, dass diese weiterhin viel zu oft ihr Handy am Steuer benutzen. Dies gilt insbesondere für junge Menschen, von denen jeder Vierte angibt, während der Fahrt sogar Videos anzuschauen.

    Eine Hand am Lenkrad, die andere am Telefon. Der Sender France 2 konnte diese Verhaltensweisen auf der Autobahn A67 beobachten. Die meisten Autofahrer geben zu, während der Fahrt zu telefonieren. „Man neigt dazu, jederzeit ins Internet zu gehen, auch während der Fahrt“, erklärt eine Autofahrerin. Laut einer vom Autobahnbetreiber Vinci in Auftrag gegebenen Studie geben 62 % aller Autofahrer an, während der Fahrt zu telefonieren. Das betrifft vor allem junge Fahrer, die besonders vernetzt sind.

    3 Punkte
    23 % der unter 35-Jährigen geben an, dass sie sogar Videos ansehen, wenn sie am Steuer sitzen. Diese Feststellung ist für den Autobahnbetreiber und die Gendarmerie sehr beunruhigend. Jede auf frischer Tat ertappte Person riskiert 3 Punkte auf dem Führerschein und eine Geldstrafe von 135 Euro. Während des gesamten Himmelfahrtswochenendes wollen die Gendarmen auf den französischen Autobahnen besonders auf die Handy-Nutzung achten. 

  • Globale Erwärmung: Stromerzeuger EDF muß seine Kraftwerke an große Hitze anpassen

    Globale Erwärmung: Stromerzeuger EDF muß seine Kraftwerke an große Hitze anpassen

    Nach dem „Plan für große Kälte“ muss der französische Stromerzeuger EDF nach dem schwierigen Sommer 2022 jetzt den „Plan für große Hitze“ in Angriff nehmen. Das Unternehmen will entsprechende Investitionen, insbesondere in die Kernenergie, beschleunigen.

    Der Stromerzeuger EDF wird vom Rechnungshof und der Behörde für nukleare Sicherheit aufgefordert, seine Pläne zur Anpassung an den Klimawandel und die hohen Temperaturen zu verstärken. Die Hitzerekorde im Jahr 2022 waren schwer zu verkraften, obwohl das Unternehmen über eine spezialisierte Klimaabteilung verfügt. Eine Abteilung, die an einem Plan zur Anpassung an den Klimawandel arbeitet, indem sie beispielsweise bei der Bauhöhe der EPR-2-Reaktoren am Meer über die IPCC-Prognosen hinausgeht, wie Hervé Cordier, Experte für Risikomanagement, erklärt: „Man berücksichtigt einen Anstieg des Meeresspiegels, der weit über dem liegt, was in den IPCC-Modellierungen vorhergesagt wird. Man fügt einen Meter Spielraum hinzu, um den möglichen Anstieg zum Ende des Jahrhunderts zu berücksichtigen. Was aber passiert, wenn der Pegel noch weiter steigt? Wir haben eigentlich genug Zeit, um den Trend kommen zu sehen, und dann könnten wir uns anpassen, um uns vor einer Überschwemmung zu schützen. Man kann zum Beispiel mit einer Mauer einem Anstieg des Meeresspiegels begegnen“.

    Die Behörde für nukleare Sicherheit in Frankreich fordert, für künftige EPR2-Kraftwerke Kühlsysteme vorzusehen, die weniger Wasser verbrauchen. Der Rechnungshof seinerseits möchte, dass die EDF vor 2025 zusätzliche Maßnahmen für den aktuellen Kraftwerkspark umsetzt, insbesondere die Vergrösserung der Speicher, die die Einleitung von zu warmem Wasser verhindern, wenn die Flüsse einen niedrigen Wasserstand haben. Ein finanziell sehr aufwendiges Programm, weist Cécile Laugier, Direktorin für Umwelt bei der Kernenergieerzeugung, hin, denn „der Klimawandel hat bereits zu erheblichen Investitionen geführt.“

    „Der Rechnungshof hat die bereits getätigten Investitionen auf rund eine Milliarde beziffert und die noch vor uns liegenden auf 600 Millionen. Man kann aber schon jetzt sagen, dass es mit Sicherheit mehr sein wird.“ (Cécile Laugier, Direktorin Umwelt bei der nuklearen Produktion gegenüber Franceinfo)

    Der Sommer 2022 setzte die Stromerzeugung spürbar unter Druck. Die französischen Staudämme erlebten einen beispiellosen Sommer und verloren ein Viertel der Wasserreserven. Zwar war 1960 das Jahr mit der geringsten Wassermenge, aber für die Zukunft muß man damit rechnen, dass sich das häufiger wiederholen wird.

    Für das Jahr 2023 ist der Wasserstand der EDF-Staudämme bislang zufriedenstellend, aber Météo France sagt einen weiteren überdurchschnittlich heißen Sommer voraus.

  • Werden Aufzüge in Frankreich zu schlecht gewartet?

    Werden Aufzüge in Frankreich zu schlecht gewartet?

    Ein 79-Jähriger starb vor einigen Tagen in Grigny (Essonne), als er mit dem Aufzug fahren wollte. Werden Aufzüge in Frankreich zu selten gewartet?

    In einem Mehrfamilien-Wohnhaus in Grigny (Essonne) stehen die Bewohner noch immer unter Schock. Vor einigen Tagen war ein 79-jähriger Rentner im Fahrstuhlschacht zu Tode gestürzt. Zum Zeitpunkt des Vorfalls befand sich der Aufzug in der Wartung hätte sich garnicht öffnen dürfen. Die Bewohner sind sich einig, dass Probleme mit dem Aufzug in ihrem Haus fast alltäglich sind. Wiederkehrende Pannen und die Frage, inwieweit das Unternehmen OTIS dafür verantwortlich ist. Die Familie des Opfers hat eine Klage gegen das Unternehmen eingereicht.

    1,5 Millionen Pannen pro Jahr
    Das Drama lässt die Kritik an den veralteten Aufzügen in Arbeitervierteln wieder aufleben. In Frankreich werden jedes Jahr 1,5 Millionen Pannen gemeldet, und die Reparatur dauert oft sehr lange. Der Grund dafür ist ein eklatanter Mangel an Ersatzteilen. „Wenn man mit Geräten konfrontiert ist, die 40/50 Jahre alt sind, ist die Verfügbarkeit von Ersatzteilen oft ein Problem“, erklärt Philippe Boué, Präsident des Verbands der Aufzugsbranche auf dem Sender France 2. Die Probleme bei Wartungen und Aufzugsausfälle könnten Gegenstand eines neuen Gesetzentwurfs werden. Das wird von mehreren Abgeordneten gefordert, die einen entsprechenden Text im Senat eingereicht haben.

  • Trockenheit: Trotz des Regens sind 68% der Grundwasserspiegel in Frankreich zu niedrig

    Trockenheit: Trotz des Regens sind 68% der Grundwasserspiegel in Frankreich zu niedrig

    Die Behörden haben am Mittwoch, 17. Mai, den Grundwasserstand in Frankreich aktualisiert. Die Zahl ist sehr beunruhigend: 68 % der Grundwasserspiegel sind trotz des Regens im Mai zu niedrig. Das ist eine sehr schlechte Nachricht so kurz vor dem Sommer.

    Ein Großteil des französischen Grundwassers befindet sich Mitte Mai 2023 weiterhin auf besorgniserregend niedrigem Niveau, obwohl in den letzten zwei Monaten in einigen Regionen reichlich Regen gefallen ist, wie das BRGM (Bureau de recherches géologiques et minières) am Mittwoch mitteilte. „Im März und April 2023 gab es in weiten Teilen des Landes einen Niederschlagsüberschuss“, was sich „günstig“ auf die Grundwasservorkommen in den beiden nördlichen Dritteln des Landes ausgewirkt habe, aber „die Situation ist in weiten Teilen des Landes weiterhin unbefriedigend“, so das BRGM.

    Vor einem Monat hatten 75% des Grundwassers einen mäßig niedrigen oder sehr niedrigen Stand, wodurch das Risiko einer Sommertrockenheit für bestimmte Regionen „erwiesen“ war, hatte die Organisation gewarnt. Am 1. Mai lagen 17% der Grundwasserspiegel über den monatlichen Normalwerten (8% im März), aber 68% der Pegel seien auf mäßig niedrigen bis sehr niedrigen Niveaus, davon 20% auf sehr niedrigen Niveaus (19% im März). „Die Situation zu Beginn des Frühlings ist schlechter als im letzten Jahr“, als im April nur 58% der Grundwasserspiegel unter den normalen Werten lagen.

    Diese Zahlen könnten also auf einen noch trockeneren Sommer in diesem Jahr hindeuten. Der Sommer 2022 war bereits durch eine außergewöhnliche Trockenheit gekennzeichnet. Doch im Gegensatz zum letzten Jahr gab es in Frankreich im März und April besonders viel Regen, vor allem im nördlichen Teil des Landes. So hat sich die Grundwassersituation im Armorikanischen Massiv, an der Kanalküste und im Grand-Est „erheblich“ verbessert. Diese Regenfälle kamen jedoch etwas zu spät, da die Frühlingsvegetation bereits in vollem Gange ist und einen Großteil der Feuchtigkeit aufnimmt. Außerdem kamen sie am Ende eines besonders trockenen Herbstes und Winters, was verhinderte, dass sich der Großteil der unterirdischen Wasservorräte wieder auffüllen konnte. Und ausserdem fielen die Niederschläge nicht überall.

    Besorgniserregende Situation in Südfrankreich
    In Südfrankreich waren die in die Tiefe versickernden Niederschläge „unzureichend oder blieben ganz aus“. Für die nächsten Wochen rechnet das BRGM mit einer weiteren Verschlechterung. Es rechnet damit, dass im Laufe des Mai „bei Ausbleiben ausreichender Niederschläge die Entleerung sich auf alle Grundwasservorkommen ausbreiten dürfte. Die Pegel dürften dann weiter sinken und die Lage dürfte sich verschlechtern“, je nach Region mehr oder weniger schnell.

  • Südwesten: Gericht stoppt Wiederaufleben der Stierkämpfe in der Nähe von Montpellier

    Südwesten: Gericht stoppt Wiederaufleben der Stierkämpfe in der Nähe von Montpellier

    Das Verwaltungsgericht in Montpellier setzte die Durchführung eines Beschlusses des Gemeinderats von Pérols aus, der die Veranstaltung einer „Novillada“ am 15. Juli vorsah.

    In Pérols wird es keine Stierkämpfe geben. Das Verwaltungsgericht stoppte am Dienstag die Rückkehr des Stierkampfes in die Gemeinde in der Nähe von Montpellier, da es in dieser Stadt keine ununterbrochene Tradition gebe, die es erlaube, Veranstaltungen mit getöteten Stieren zu genehmigen.

    Das Verwaltungsgericht Montpellier setzte deswegen jetzt die Durchführung eines Beschlusses des Gemeinderats von Pérols aus, der für den 15. Juli die Veranstaltung einer „Novillada, bei der junge Stiere gegen junge Toreros antreten, mit Tötung der Stiere“ vorsah.

    Der Bürgermeister von Pérols, Jean-Pierre Rico, hatte im Februar die Rückkehr des Stierkampfs in die Arenen dieser Stadt in der Nähe von Montpellier und den Badeorten Carnon, Palavas-les-Flots und La Grande-Motte angekündigt. Zwei Tierschutzorganisationen, das „Comité radicalement anticorrida“ (Crac Europe) und die „Alliance anticorrida“, sowie drei Einwohner von Pérols beantragten beim Verwaltungsgericht die Aussetzung der entsprechenden Beschlüsse des Stadtrats.

    Seit 20 Jahren keine Stierkämpfe mehr
    In einer Eilentscheidung erinnerte der Verwaltungsrichter zunächst daran, dass „schwere Misshandlung oder Grausamkeit gegenüber einem Tier (…) mit drei Jahren Gefängnis und 45.000 Euro Geldstrafe bestraft wird“.

    Er betonte aber auch, dass es eine Ausnahme gibt: Stierkämpfe sind erlaubt, wenn eine „ununterbrochene lokale Tradition geltend gemacht werden kann“. Nun hat „seit 2003, also seit 20 Jahren, auf dem Gebiet der Gemeinde Pérols keine Stierkampfveranstaltung mehr stattgefunden“, stellte der Verwaltungsrichter in diesem Fall fest. Das grüne Licht für die Rückkehr des Stierkampfs wurde daher „bis zur Entscheidung in der Hauptsache über die Rechtmäßigkeit“ des Beschlusses des Gemeinderats ausgesetzt.