Kategorie: Frankreich

  • In Frankreich werden jedes Jahr 400.000 Menschen Opfer von Identitätsdiebstahl

    In Frankreich werden jedes Jahr 400.000 Menschen Opfer von Identitätsdiebstahl

    Ein Betroffener konnte nicht heiraten und seine Kinder bei der Geburt nicht anerkennen – weil seine Identität gestohlen wurde. Sein Leben wurde zur Hölle, nachdem ihm vor fast fünfundzwanzig Jahren seine Papiere entwendet worden waren. Er wäre sogar beinahe Opfer eines Justizirrtums geworden, als er für ein Verbrechen verhaftet wurde, das er nicht begangen hatte.

    Im Sommer 2000 geriet Josés Leben aus den Fugen. Einige Tage nach der Geburt seiner Tochter, als er sie bei der Kindergeldkasse anmelden wollte, wurde ihm mitgeteilt, dass eine Person mit seiner Identität als Kindergeldbezieher bereits registriert war. Das für die Auszahlungen angegebene Bankkonto war allerdings nicht das von José. Er bringt dies mit dem Verschwinden seiner Papiere aus einem Zug ein Jahr zuvor in Verbindung und erkennt, dass der Dieb seine Identität angenommen hat. Mit seinen persönlichen Informationen ausgestattet und indem er das Foto auf dem Personalausweises ersetzt hat, bezieht sein „Doppelgänger“ an seiner Stelle Sozialleistungen. José erstattet Anzeige, aber der Betrüger geht noch viel weiter.

    Die Klage hindert den Betrüger nicht daran, sich ein komplettes Leben mit Josés Identität aufzubauen. An dem Tag, an dem José eine Geburtsurkunde beantragt, kann er darin den Vermerk „verheiratet“ lesen, in London, mit einer Frau, die er überhaupt nicht kennt. Unter dem Namen José hat der Betrüger einen Job, Kinder … und begeht weiterhin Betrügereien. Von José werden unbezahlte Steuern und Darlehensrückzahlungen gefordert, bis zu 1.000 Euro im Monat. Er kann nicht mehr legal arbeiten, da sein Doppelgänger an seiner Stelle steuerlich angemeldet ist…

    Ein Albtraum, der kein Ende zu nehmen scheint
    Eines Tages im Jahr 2009 geschieht das Undenkbare. Als José sein Haus verlässt, sieht er sich Auge in Auge mit einem Einsatzkommando der Gendarmerie konfrontiert. Die Gendarmen verhaften ihn. In Polizeigewahrsam erfährt er, dass er wegen der Vergewaltigung und Freiheitsberaubung von zwei Frauen gesucht wird. José wird schließlich entlastet und sein Doppelgänger zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt. Zehn Jahre nach seiner ersten Anzeige wird José als Opfer eines Identitätsdiebstahls anerkannt und glaubt, nun aus dem Gröbsten heraus zu sein. Doch sein Albtraum scheint kein Ende zu nehmen, selbst als der Betrüger inzwischen hinter Gittern sitzt. Er dauert nun schon 25 Jahre an.

    Wie José werden in Frankreich laut einer Schätzung der Sicherheitsbehörden jedes Jahr etwa 400.000 Menschen Opfer von Identitätsdiebstahl. Mit dem Ende der Papierformulare und der Zunahme der Online-Behördengänge ist die Zahl dieser Straftaten explosionsartig angestiegen. Betrüger stehlen den Namen eines anderen, um Verbraucherkredite aufzunehmen, eine Wohnung zu mieten, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, ohne zu bezahlen… Betrüger machen ihren Opfern täglich das Leben zur Hölle.

    Auszug aus „L’enfer des vols d’identité“, einer Reportage, die am 26. Oktober 2023 auf dem Sender France 2 in der Sendung „Envoyé spécial“ zu sehen ist.

  • Baum fällt auf Auto: Großvater stirbt vor den Augen seiner Enkel und seiner Frau

    Baum fällt auf Auto: Großvater stirbt vor den Augen seiner Enkel und seiner Frau

    Ein 61-jähriger Mann wurde am Mittwochmittag in Chancelade in der Dordogne von einem umstürzenden Baum am Steuer seines Wagens erschlagen. Seine Enkelkinder und seine Frau mußten die schreckliche Szene miterleben.

    Wie viele Großeltern hat auch ein Ehepaar aus der Dordogne während der Herbstferien seine Enkelkinder zu Besuch. Am Mittwochmittag, dem 25. Oktober, wollten sie einen Ausflug machen. Der Großvater setzte sich ans Steuer und hat seinen siebenjährigen Enkel auf dem Rücksitz. Seine Frau folgt ihm mit einem zweiten Auto und zwei weiteren Enkelkindern.

    Kurz vor 13 Uhr fuhren die beiden Fahrzeuge auf der Route des Carrières in der Gemeinde Chancelade (Dordogne), als plötzlich eine etwa 20 Meter hohe Eiche auf das Auto des Großvaters stürzte. Der 61-jährige Mann ist auf der Stelle tot. Der siebenjährige Enkel auf dem Rücksitz wird schwer verletzt. Im zweiten Fahrzeug sitzen seine Frau und die beiden Enkelkinder, die das Drama hilflos miterleben.

    Der Großvater war bereits tot, als die Feuerwehrleute aus Périgueux und Brantôme eintrafen. Der siebenjährige Enkel wurde aufgrund der Schwere seiner Verletzungen in die Notaufnahme des Klinikums in Bordeaux gebracht.

    Der umgestürzte Baum stand auf einem Privatgrundstück. Vor einigen Wochen hatte der Bürgermeister der Gemeinde dem Besitzer des Grundstücks per Einschreiben geschrieben, dass es nicht wie vorgeschrieben ausreichend gepflegt werde, berichtet der Sender France Bleu Périgord. Der Baum war offensichtlich ohne äussere Einwirkungen, wie etwa eine starke Windböe, einfach umgefallen.

    Die Staatsanwaltschaft von Périgueux hat beschlossen, eine Untersuchung einzuleiten, um zu prüfen, ob ein strafrechtliches Fehlverhalten des Grundstückseigentümers vorliegt. Sollte dies der Fall sein, könnte der Straftatbestand der fahrlässigen Tötung erfüllt sein.

  • 14 Jahre Haft weil er mit einem Hubschrauber aus dem Gefängnis geflohen ist

    14 Jahre Haft weil er mit einem Hubschrauber aus dem Gefängnis geflohen ist

    Der Bruder des Bankräubers Rédoine Faïd, der einen Piloten als Geisel genommen hatte und ihn zur Landung im Hof des Gefängnisses zwang, wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt.

    Nach einer siebenwöchigen Anhörung ist das Urteil gefallen. Der mehrfach vorbestrafte Bankräuber und Ausbrecher Rédoine Faïd wurde in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, den 26. Oktober, vom Pariser Schwurgericht zu 14 Jahren Zuchthaus verurteilt, weil er im Juli 2018 spektakulär mit einem Hubschrauber aus dem Gefängnis Réau (Seine-et-Marne) geflohen war.

    Die vorsitzende Richter begann kurz nach Mitternacht mit der Verlesung des Urteils, das trocken und technisch gehalten war und keine Erklärungen enthielt. Die verhängten Strafen lagen jedoch weit unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft, die insbesondere 22 Jahre Zuchthaus für den 51-jährigen Bankräuber und 18 Jahre Zuchthaus für seinen 65-jährigen Bruder Rachid gefordert hatte. Rachid, der einen Hubschrauberpiloten als Geisel genommen hatte, um ihn zu zwingen, im Hof vor den Besucherräumen des Gefängnisses von Réau (Seine-et-Marne) zu landen, wurde zu 10 Jahren Haft verurteilt.

    „Nur weil man die Forderungen der Staatsnwaltschaft, die völlig überzogen waren, um acht Jahre senkt, kann man nicht zufrieden sein“, reagierte die Anwältin von Rédoine Faïd, Marie Violleau, auf das urteil. Sie fügte hinzu, dass sie die Begründung des Gerichts abwarten werde, bevor sie sich zu einer möglichen Berufung äußern werde. „Wenn man weiß, dass ihn Einzelhaft erwartet, sind 14 Jahre, zusätzlich zu dem, was er sowieso noch abzusitzen hat, keine Kleinigkeit“, sagte sie.

    Das Ende der Haftstrafe von Rédoine Faïd, der unter anderem Verurteilungen für einen Raubüberfall im Jahr 2011 und eine frühere Flucht im Jahr 2013 verbüßte, war ursprünglich für 2046 vorgesehen. Da es bei Fluchten in Frankreich keine Verschmelzung von Strafen gibt, wird die Gesamtstrafe jetzt bis 2060 dauern.

    Der 63-jährige Brahim Faïd, der sich zum Zeitpunkt der Flucht mit seinem Bruder Rédoine im Besucherraum befand, hatte während des siebenwöchigen Prozesses geschworen, dass er von dem Fluchtvorhaben nichts gewusst habe. Die Generalstaatsanwälte glaubten ihm und forderten seinen Freispruch. Nicht so das Gericht, das ihn zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilte. Drei Neffen des Bankräubers, die ihrem Onkel bei der Flucht aus dem Gefängnis oder der anschließenden dreimonatigen Flucht vor der Polizei geholfen hatten, wurden zu zwei, sechs und acht Jahren Haft verurteilt.

    Die einzige Übereinstimmung zwischen Anklage und Gericht bestand im Fall von Alima A., der „Vermieterin“ und Freundin eines Neffen, bei der sich der Bankräuber am Ende seiner Flucht aufgehalten hatte. Das Gericht entschied, dass sie strafrechtlich nicht verantwortlich ist, und ging von einem „moralischen Zwang“ aus. Sie wurde freigesprochen.

  • Israel-Hamas-Konflikt: Emmanuel Macron schickt Krankenhausschiff zu den Zivilisten in Gaza

    Israel-Hamas-Konflikt: Emmanuel Macron schickt Krankenhausschiff zu den Zivilisten in Gaza

    Nachdem er am Dienstag Tel Aviv und Ramallah besucht hatte, traf Emmanuel Macron am Mittwoch den König von Jordanien und den ägyptischen Präsidenten. Nachdem sein überraschender Vorschlag, eine „internationale Koalition“ gegen die Hamas ins Leben zu rufen, international auf Skepsis stößt, engagiert sich Frankreich jetzt humanitär. Emmanuel Macron setzte am Mittwoch seine Reise durch den Nahen Osten fort. Einen Tag nach seinem überraschenden Vorschlag, eine „internationale Koalition“ gegen die Hamas ins Leben zu rufen – nach dem Vorbild der Koalition, die 2014 gegen den IS eingerichtet worden war -, sah er sich mit den Zweifeln vieler Experten und ausländischer Diplomaten konfrontiert. Nachdem Macron am Dienstag unter anderem den israelischen Premierminister Benyamin Netanyahu in Tel Aviv und anschließend den Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas in Ramallah getroffen hatte, flog der französische Präsident am Dienstagabend nach Amman, um mit dem jordanischen K…

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  • 8 von 10 Franzosen haben „Öko-Angst“ – Frauen sind stärker betroffen als Männer

    8 von 10 Franzosen haben „Öko-Angst“ – Frauen sind stärker betroffen als Männer

    Der Bericht des Wirtschafts-, Sozial- und Umweltrats (CESE) über die Lage Frankreichs zeigt, dass die Franzosen sich wirklich Sorgen um den Klimawandel machen. Der Bericht geht detailliert auf die am stärksten betroffenen Bevölkerungsgruppen ein und listet die von den Franzosen in ihrem Alltag umgesetzten Maßnahmen auf.

    Sommer mit 40 Grad, Überschwemmungen – die Auswirkungen des Klimawandels auf unser Leben sind bereits gravierend. Für viele Franzosen sind die Prognosen der Experten über die Zukunft unseres Planeten eine echte Quelle der Angst. Ein Gefühl der Ohnmacht, Wut über die Untätigkeit der Entscheidungsträger, Sorge vor direkten Auswirkungen auf unsere Lebensentscheidungen – das sind die Symptome dessen, was man „Öko-Angst“ nennt. Ein zeitgenössisches Übel, das laut einem aktuellen Bericht des CESE inzwischen fast 8 von 10 Franzosen betreffen soll.

    Der Bericht stellt außerdem fest, dass Frauen stärker von dieser Umweltangst betroffen sind, als Männer. 86 % der Frauen geben an, sich über den Zustand des Planeten Sorgen zu machen, während es bei den Männern 74 % sind. Überraschenderweise ist die Altersgruppe der unter 35-Jährigen in dieser Studie nicht überrepräsentiert, wie man meinen könnte.

    Um die Öko-Angst zu bekämpfen, entscheiden sich immer mehr Franzosen dafür, etwas zu tun, um sich angesichts des Klimawandels nicht mehr so hilflos zu fühlen. 80 % der Befragten geben an, dass es ihnen ein echtes Anliegen ist, ihre persönlichen Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. 90% geben an, dass sie ihren CO2-Fußabdruck durch Recycling und Second-Hand-Käufe verringern. An zweiter Stelle folgt die Änderung allgemeiner Konsumgewohnheiten wie das Herunterdrehen der Heizung im Winter (79%).

    Ein Faktor scheint den guten Absichten der Befragten jedoch im Wege zu stehen: das Budget. Es soll für 37 % der Franzosen ein Hindernis für ein nachhaltigeres Verhalten sein. Manchmal muss man bereit sein, mehr Geld auszugeben, um weniger Energie zu verbrauchen, z. B. indem man den Zug dem Flugzeug vorzieht…

  • Schrecken vor Halloween: Der Preis für Süßigkeiten ist seit einem Jahr um 21% gestiegen!

    Schrecken vor Halloween: Der Preis für Süßigkeiten ist seit einem Jahr um 21% gestiegen!

    Eine Untersuchung der Verbraucherorganisation UFC Que choisir zeigt, dass die Preise für Süßigkeiten seit einem Jahr um 21 % gestiegen sind. Ein Preisanstieg, der weit über der Inflationsrate liegt. Haribo, Têtes brûlées, Chupa chups… jede Packung kostet seit 2022 deutlich mehr.

    Die Preise für Süßigkeiten stiegen zwischen Oktober 2022 und Oktober 2023 um 21%, „weit über der Lebensmittelinflation“, wie die Verbraucherorganisation UFC-Que Choisir in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie feststellte. „Die Preise für Süßigkeiten und andere stark konsumierte Lebensmittel zu Halloween (…) sind innerhalb eines Jahres buchstäblich in die Höhe geschnellt, weit über die Lebensmittelinflation hinaus“.

    Auf der Grundlage von Online-Preiserhebungen vom 18. Oktober „in mehr als 6.500 großen Lebensmittelmärkten mit Drive-In-Service“ stellte die UFC-Que Choisir fest, dass Süßigkeiten „in einem Jahr um 21% gestiegen sind“, weit mehr als die drei anderen unverzichtbaren Produkte des Halloween-Abends, nämlich Chips (+15%), Schokolade (+12%) und Limonaden (+9%).

    UFC-Que Choisir stellte insbesondere bei den Spitzenprodukten des Süßwarenherstellers Haribo, aber auch bei den Têtes brûlées des Franzosen Verquin und in geringerem Maße bei den Produkten seiner Konkurrenten Chupa Chups, Carambar, M&M’s oder Kinder Preissteigerungen fest, die weit über denen anderer Lebensmittel liegen.

    „Unsere Kosten für Zucker und Stärke sind um das Doppelte gestiegen, daher waren Preiserhöhungen notwendig. Aber wir haben nur zwei Drittel dieser Mehrkosten weitergegeben, der Rest wurde von der Gewinnmarge von Haribo abgezogen“, sagte Virginie Le Roch, Marketingleiterin von Haribo, gegenüber UFC Que-Choisir.

    Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) warnte Anfang Oktober, dass die weltweiten Zuckerpreise im September den höchsten Stand seit 13 Jahren erreicht hätten, da die Märkte sich Sorgen über die Auswirkungen des Klimaphänomens El Niño auf die Ernten in Thailand machten.

    Im Jahr 2022 hatten die Franzosen an Halloween bereits die „Rekordzahl“ von 112 Millionen Euro für Süßigkeiten ausgegeben, so UFC-Que Choisir.

  • Russisches U-Boot mit dem Spitznamen „Das schwarze Loch“ vor der französischen Küste gesichtet

    Russisches U-Boot mit dem Spitznamen „Das schwarze Loch“ vor der französischen Küste gesichtet

    Ein mit Marschflugkörpern bestücktes russisches U-Boot ist am vergangenen Sonntag vor der französischen Küste gesichtet. Es wurde von der französischen Marine begleitet und bewacht.

    Die B-265 Krasnodar ist eines der modernsten U-Boote der russischen Marine. Da U-Boot passierte am Sonntag, dem 22. Oktober, die französische Küste. Begleitet wurde es von dem Hochseeschlepper Sergey Balk.

    Die beiden russischen Militärschiffe waren letzte Woche von der spanischen Marine in der Nähe von Mallorca, einer der Inseln des Balearen-Archipels im Mittelmeer, gesichtet worden. Sie wurden außerhalb der spanischen Hoheitsgewässer von der Spanischen Marine bis vor die Küste von Gallizien im Nordwesten Spaniens begleitet, berichtet die Tageszeitung El Periodico.

    Vor Galicien übernahm die französische Marine die Aufgabe, die B-265 Krasnodar auf ihrem Weg zurück an der französischen Küste entlang in den Atlantik zu begleiten. Nachdem das russische U-Boot im Ärmelkanal angekommen war, griff die britische Royal Navy ein, um das Militärschiff in der Straße von Pas-de-Calais zu überwachen. Die belgische Marine übernahm daraufhin mit einem ihrer Patrouillenboote, wie das belgische Verteidigungsministerium mitteilte. Der endgültige Bestimmungsort des russischen U-Boots soll ein Hafen in der Ostsee sein.

    Kein russisches U-Boot mehr im Mittelmeer?
    Die B-265 Krasnodar wurde von den Russen im Schwarzen Meer eingesetzt. Nun kann aber kein Schiff der russischen Schwarzmeerflotte mehr ins Mittelmeer einlaufen: Die Türkei hat ihre Meerengen geschlossen, in Umsetzung des Montreux-Abkommens, das ihr erlaubt, im Konfliktfall den Zugang zum Schwarzen Meer zu sperren. Laut dem belgischen Militäranalysten Frederik Van Lokeren soll es keine russischen U-Boote mehr im Mittelmeer geben. Ein von der Zeitung Var-Matin befragter Offizier, der anonym bleiben wollte, sagte: „Die Tatsache, dass sich kein russisches Tauchboot mehr im Mittelmeer befindet, ist ein Zeichen dafür, dass ihnen die Luft ausgeht. Inzwischen kann man eine Ermüdung der russischen Marine seit Beginn des Krieges in der Ukraine feststellen“.

    Dieses russische U-Boot der dritten Generation wurde 2019 vom Stapel gelassen. Mit einer Geschwindigkeit von 20 Knoten kann es bis zu 300 Meter tief tauchen und hat eine Reichweite von 45 Tagen. Es ist mit vier Kalibr-Angriffsraketen, einer Waffe, die von der russischen Marine bereits gegen die Ukraine eingesetzt wurde, 18 Torpedos und 24 Minenwerfern bewaffnet. Die US-Marine nennt es aufgrund seiner Fähigkeit, nicht von Sonaren entdeckt zu werden, „Das schwarze Loch“.

  • Pestizide in Gemüse: Frankreich schneidet besser ab als Spanien

    Pestizide in Gemüse: Frankreich schneidet besser ab als Spanien

    Obst und Gemüse in Frankreich wurden von der Zeitschrift „Que Choisir“ unter die Lupe genommen. Frankreich schneidet gut ab, mit saubereren Produkten, die das Ergebnis verbesserter Anbaumethoden sind. Aber die Preise steigen in die Höhe. Appetitliches Obst und Gemüse, das in Frankreich, aber auch im Ausland, vor allem in Spanien, angebaut wird, wurde untersucht. Einige Verbraucher sind durchaus misstrauisch. Ist französisches Obst und Gemüse wirklich gesünder? Ja, sagt die Verbraucherzeitschrift Que Choisir. In französischem Gemüse finden sich nur halb so viele Pestizidrückstände wie in importiertem Gemüse. Beispielsweise finden sich in 55 % der französischen Paprika Spuren von Pestiziden, während es in Spanien 79 % sind. Versuch einer Erklärung: In der Provinz Almeria im Süden Spaniens befindet sich ein riesiges Mosaik aus Gewächshäusern. Mehr als 30.000 Hektar Land sind dem Anbau von Gemüses gewidmet. Die Spezialität des Gemüsebauern Antonio Zamoras etwa ist Paprika. Auf drei Hektar…

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  • Gesundheit: Das Dengue-Fieber breitet sich in Frankreich aus

    Gesundheit: Das Dengue-Fieber breitet sich in Frankreich aus

    In Frankreich häufen sich die Fälle von Dengue-Fieber. So zählte Santé publique France 36 Fälle von Dengue-Fieber, die als autochthon bezeichnet werden, d. h. die Erkrankten haben sich direkt in Frankreich angesteckt, ohne zuvor in entsprechende Länder gereist zu sein. In Limeil-Brévannes (Departement Val-de-Marne) wurde in der Woche ab Montag, dem 16. Oktober, der erste Fall von autochthonem Dengue-Fieber in der Region Île-de-France festgestellt. Dengue-Fieber, eine Krankheit mit grippeähnlichen Symptomen, wird durch die Tigermücke übertragen, deren Ausbreitung in Frankreich die Zahl der Erkrankten erhöht. Zwischen Mai und Oktober 2023 zählte Santé publique France 36 Fälle von Dengue-Fieber, die als autochthon bezeichnet werden. Die Erkrankten haben sich direkt in Frankreich angesteckt, ohne zuvor Reisen in entsprechende Länder und Regionen unternommen zu haben. Wie lassen sich diese Fälle erklären?Wie gelangt diese Tropenkrankheit nach Europa? „Diese Art von Infektionen tritt im Allg…

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  • EU-Bericht: Rassismus gegen Schwarze hat in der EU zugenommen

    EU-Bericht: Rassismus gegen Schwarze hat in der EU zugenommen

    Die Agentur für Grundrechte der Europäischen Union hat in dreizehn Ländern eine Umfrage zu rassistischer Diskriminierung durchgeführt. Diese zeigt einen deutlichen Anstieg rassistischer Verhaltensweisen zwischen 2016 und 2023. Fast die Hälfte der in der EU lebenden Schwarzen sind in ihrem Alltag mit Rassismus konfrontiert, so eine Studie der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte, die am Mittwoch, dem 25. Oktober veröffentlicht wurde. Der Bericht mit dem Titel „Schwarz sein in der EU“ zeigt, dass dieses Problem zunimmt. Im Jahr 2016, dem Zeitpunkt des vorherigen Berichts, gaben 39% der Befragten an, „in den letzten fünf Jahren Opfer von Rassismus geworden zu sein“, heute sind es 45%. Diese „Diskriminierung bleibt unsichtbar, da nur 9% sie melden“, heißt es in der Studie weiter, in der auch festgestellt wird, dass 30% der Befragten angeben, Opfer rassistischer Belästigung und 31% von Diskriminierung am Arbeitsplatz geworden zu sein. Fast 12% der Befragten gaben an, dass sie im J…

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