Kategorie: Frankreich

  • Gabriel Attal will die Landwirtschaft „auf die Liste der grundlegenden Interessen der Nation“ setzen

    Gabriel Attal will die Landwirtschaft „auf die Liste der grundlegenden Interessen der Nation“ setzen

    Auf einer Pressekonferenz zur Agrarkrise äußerte Gabriel Attal am Mittwoch den Wunsch, die Landwirtschaft „auf die Liste der grundlegenden Interessen“ der Nation zu setzen. Ein für den Sommer erwarteter Gesetzesentwurf zur Ausrichtung der Landwirtschaft solle „das Ziel der Agrar- und Ernährungssouveränität schwarz auf weiß festschreiben“, sagte der französische Premierminister. Das neue Gesetz werde „ein starker Akt“. Es werde die erwartete und legitime Anerkennung der Arbeit der landwirte. „Es ist die Erinnerung daran, dass es kein Land ohne Bauern, kein Frankreich ohne Landwirtschaft gibt“, erklärte der französische Premierminister Gabriel Attal am Mittwoch, dem 21. Februar. Der Gesetzentwurf, der bis zum Sommer erwartet wird, „erkennt unser Ziel der Agrar- und Ernährungssouveränität schwarz auf weiß an und stellt die Landwirtschaft in die Reihe der grundlegenden Interessen der Nation, genauso wie unsere Sicherheit oder unsere nationale Verteidigung“, erläuterte vollmundig Gabriel At…

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  • Französischer Innenminister Gérald Darmanin fordert Ausweisung des Imams Mahjoub Mahjoubi

    Französischer Innenminister Gérald Darmanin fordert Ausweisung des Imams Mahjoub Mahjoubi

    De französische Innenminister Gérald Darmanin forderte den Entzug der Aufenthaltsgenehmigung des Imams Mahjoub Mahjoubi, der im Departement Gard tätig ist, nachdem dieser die französische Flagge als „satanisch“ bezeichnet hat.

    Mahjoub Mahjoubi, ein tunesischer Imam, ist ins Visier von Innenminister Gérald Darmanin geraten. Er wurde diese Woche vom Präfekten des Departements Gard nach Anti-Frankreich-Predigten an das Innenministerium gemeldet. „Wir wollen nicht mehr all diese Trikolore-Flaggen haben, die uns Kopfschmerzen bereiten, die vor Allah keinen Wert haben. Der einzige Wert, den sie haben, ist ein satanischer Wert“, sagte Mahjoub Mahjoubi unter anderem.

    44 Personen im Jahr 2023 abgeschoben
    Über das soziale Netzwerk X kündigte der Innenminister am Sonntagabend, dem 18. Februar, Sanktionen gegen ihn an. „Ich habe den Entzug seines Aufenthaltstitels mit Blick auf seine Ausweisung aus dem französischen Hoheitsgebiet beantragt. Kein Aufruf zum Hass wird unbeantwortet bleiben“, schrieb der Innenminister. Laut Gérald Darmanin stieg die Zahl der Ausweisungen von als gefährlich eingestuften Personen mit Verbindungen zum radikalen Islam im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 26 %. Insgesamt wurden 44 Personen abgeschoben.

  • Gard: 39-jähriger Mann wird in der Nähe einer Schule in Nîmes erschossen

    Gard: 39-jähriger Mann wird in der Nähe einer Schule in Nîmes erschossen

    Am Dienstagabend, 20. Februar, wurde ein 39-jähriger Mann in Nîmes vor den Augen seines achtjährigen Sohnes erschossen. In Marseille wurden Berichten zufolge drei Personen wegen dieser Tat festgenommen.

    Ein 39-jähriger Mann wurde am Dienstagabend, dem 20. Februar, vor den Augen seines achtjährigen Sohnes in einer Gasse, nur wenige Meter von einer Schule in Nîmes (Departement Gard) entfernt, erschossen. Die Anwohner sind schockiert. „Es wird immer schlimmer. Wir müssen umziehen“, sagt eine Frau auf dem Sender France 2. Das Auto, in dem der Vater und sein kleiner Sohn saßen, wurde gegen 21.30 Uhr von mehreren Schüssen aus einem anderen Fahrzeug getroffen. Das Kind wurde von den Schüssen nicht getroffen und mit einem Schock ins Krankenhaus eingeliefert.

    Drei Personen sollen festgenommen worden sein.
    Der erschossene Mann war der Polizei wegen kleinerer Straftaten bekannt. „Er war nicht dafür bekannt, dass er mit Drogen handelte. War er ein Kunde, der sich mit Drogen versorgte und zum Kollateralschaden wurde, oder wurde er Opfer einer Einschüchterung zwischen Gangs? Wir wissen es nicht“, sagt Rémy Alonso, Departementssekretär der Gewerkschaft Alliance Police Nationale im Departement Gard. In den letzten Wochen war es in dem Viertel zu mehreren Schießereien gekommen. Drei Personen sollen laut einer Polizeiquelle in Marseille (Departement Bouches-du-Rhône) in Zusammenhang mit dieser Tat festgenommen worden sein, eine vierte sei auf der Flucht.

  • Was ist eigentlich eine „Pantheonisierung“?

    Was ist eigentlich eine „Pantheonisierung“?

    Der armenischstämmige Widerstandskämpfer Missak Manouchian wurde am Mittwoch in Paris in einer feierlichen Zeremonie „pantheonisiert“. Das Pantheon ist ein republikanischer Tempel aller großen Männer und Frauen, die durch ihre Taten die Geschichte Frankreichs geprägt haben. Das Pantheon befindet sich im 5. Arrondissement von Paris. In einem Dekret aus dem Jahr 1885 heißt es recht knapp, dass es „großen Männern vorbehalten ist, die nationale Anerkennung verdient haben“. Wer trifft die Entscheidung, ob eine Persönlichkeit in das Pantheon aufgenommen wird?Über diese nationale Anerkennung entscheidet der Staatspräsident in Absprache mit der Familie der zu ehrenden Person. Das französische Staatsoberhaupt unterzeichnet ein Dekret zur Pantheonisierung der zu ehrenden Person. Die Organisation der Zeremonie dauert mehrere Monate. Das Datum der Aufnahme wird oft in Verbindung mit der Geschichte der geehrten Persönlichkeit gewählt. Bei der Pantheonisierung Missak Manouchians zum Beispiel wurde d…

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  • Mont-Blanc: Die höchste Bahn Frankreichs

    Mont-Blanc: Die höchste Bahn Frankreichs

    Die höchstgelegene Zahnradbahn Frankreichs bedient den Mont-Blanc. Jeden Tag befördert die Bahn hunderte Besucher und Skifahrer.

    Die höchste Bahn Frankreichs fährt seit über hundert Jahren auf dem Mont-Blanc. Die meisten ihrer Fahrgäste sind Freizeit-Sportler, die das Mont-Blanc-Massiv in ihrem Urlaub besuchen wollen. Die Zahnradbahn startet am 800 m hoch gelegenen Bahnhof von Saint-Gervais-les-Bains (Departement Haute-Savoie) und fährt in Richtung der Skipisten.

    Es gibt vier Züge, die jede Stunde verkehren: Sie heißen Marguerite, Marie, Jeanne und Anne. Jérôme Moisset ist einer der Zahnradbahnfahrer, der Beruf vererbte sich vom Vater auf den Sohn. „Ich bin mit meinem Papa in die Bahn gestiegen, zu den anderen Fahrern, das hat mir gefallen“, erklärt der Mann auf dem sender France 2 und sagt, dass er bis zur Rente auf dem Mont-Blanc arbeiten will. An Bord der Bahn können sowohl Freizeit-Sportler als auch einfach nur naturbegeisterte Menschen die schneebedeckten Gipfel des Massivs bewundern.

  • Welche Sprache ist die sexieste? Französisch verliert ersten Platz – bleibt aber die romantischste Sprache

    Welche Sprache ist die sexieste? Französisch verliert ersten Platz – bleibt aber die romantischste Sprache

    Französisch wurde gerade als die sexieste Sprache der Welt entthront und steht nun an zweiter Stelle, bleibt aber laut einer Umfrage die romantischste Sprache.

    Französisch zu sprechen kann ein echter Trumpf sein, um im Ausland attraktiv zu wirken. Eine Umfrage für die Sprachlern-App Babbel ergab, dass die Sprache Molières den zweiten Platz in der Rangliste der sexy Sprachen belegt.

    Ein sehr gutes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass es weltweit bis zu 10.000 Sprachen gibt, aber Französisch musste dieses Jahr den ersten Platz dem Italienischen überlassen. Fast drei von zehn Erwachsenen hielten Italienisch für die sexieste Sprache der Welt. Das lateinamerikanische Spanisch kommt auf den dritten Platz.

    Französisch bleibt die romantischste Sprache
    Französisch wurde also in der Kategorie sexy entthront, bleibt aber nach Ansicht eines Drittels der 6.000 Befragten die romantischste Sprache der Welt. Am erfolgreichsten ist die französische Sprache bei den Briten.

    53% der Befragten gaben an, dass es sexy ist, ein romantisches Date mit jemandem zu haben, dessen Muttersprache nicht die eigene ist. Dies gilt insbesondere für Franzosen. 79% ziehen es sogar in Betracht, die Muttersprache ihres Partners zu lernen, wenn sie in eine solche Situation kommen.

  • Umwelt: In Saint-Malo bildet sich Widerstand gegen großes Fischfangschiff

    Umwelt: In Saint-Malo bildet sich Widerstand gegen großes Fischfangschiff

    Die „Annelies-Ilena“, ein 145 Meter langes Fabrikschiff, das täglich 400 Tonnen Fisch fangen und verarbeiten kann, bringt Fischer, Umweltschützer und Aktivisten auf die Barrikaden.

    Am Hafen bilden Fischer, Aktivisten, Umweltschützer und Abgeordnete eine Menschenkette aus Protest gegen die „Annelies-Ilena„, diesen Fabriktrawler, der zu groß ist, um in den Hafen von Saint-Malo (Departement Ille-et-Vilaine) einzufahren. Umweltschützer prangern die zerstörerischen Fischereipraktiken an. „Dieses Schiff ist ein Symbol sowohl für die Umweltzerstörung als auch für den Gigantismus, der die Ozeane zerstört und plündert. Es ist auch ein Symbol für die Zerstörung von Arbeitsplätzen in der Fischerei“, beklagte Marie Toussaint, Europaabgeordnete der Partei Europe Écologie-Les Verts.

    Mit einer Länge von 145 Metern ist das Schiff 13 Mal so groß wie ein durchschnittlicher französischer Trawler. „Das Schiff kann 400 Tonnen pro Tag fangen. Als ich Seemann war, konnte ich mit 10 Tonnen Fisch pro Jahr rentabel arbeiten und gut von meinem Beruf leben“, sagt Charles Braine von der Vereinigung Pleine mer gegenüber dem Sender Franceinfo. Die Demonstranten fordern die Rücknahme des aktuellen Fahrplans für die Fischerei, der am Freitag, dem 16. Februar im Regionalrat der Bretagne diskutiert wurde. Dieser begünstige für die industrielle Fischerei.

  • Frankreich: Welche Hilfen gibt es zur Zeit beim Kauf eines Elektroautos?

    Frankreich: Welche Hilfen gibt es zur Zeit beim Kauf eines Elektroautos?

    Die französische Regierung hat die Beihilfen für den Kauf von Elektrofahrzeugen Anfang dieses Jahres auf die ärmsten Haushalte ausgerichtet, zum Nachteil der wohlhabenderen Haushalte und der Unternehmen. Könnte das die Franzosen in die Arme der billigeren chinesischen Hersteller treiben? Stellantis und Renault bereiten ihre Gegenoffensive vor.

    Das Elektroauto ist mittlerweile fest in den Köpfen der Franzosen angekommen. Elektrofahrzeuge haben im Jahr 2023 immerhin 16,8 % der Neuzulassungen ausgemacht, gegenüber 13,3 % im Jahr 2022. Dieser Erfolg spiegelte sich auch in den Zahlen des vom Staat eingeführten Sozialleasings für 100 € pro Monat wider, das mit über 50.000 Bestellungen in weniger als zwei Monaten ausgeschöpft war. Diese Zahl übertraf die ursprünglichen Ziele der Regierung, die bis Ende 2024 20.000 Fahrzeuge im Sozialleasing anbieten wollte. Angesichts der überaus großen Nachfrage beschloss die Regierung, das Sozialleasing für 2024 bereits im Februar zu beenden und die 2. Runde auf 2025 zu verschieben.

    Dieser Erfolg lässt sich auch dadurch erklären, dass Elektroautos immer noch viel teurer sind als ihre Cousins mit Verbrennungsmotoren, weshalb der französische Staat nach wie vor verschiedene Hilfen gewährt, um den Übergang zur Elektromobilität zu erleichtern. Diese Beihilfen, die sich auf rund 1,5 Milliarden Euro belaufen, belasten die öffentlichen Finanzen, und im Zeitalter der „industriellen Souveränität“ wäre es absurd, wenn die staatlichen Beihilfen auch Autos finanzieren würden, die außerhalb Europas hergestellt werden. Daher auch die im vergangenen Jahr beschlossene Änderung der Regeln für den Umweltbonus, mit der neue Umweltkriterien eingeführt wurden.

    Diese Änderung erschwert allerdings die Berechnung der möglichen Beihilfen. Der Bonus von 7.000 EUR für den Kauf eines Elektroautos ist nunmehr nur noch Personen vorbehalten, deren steuerliches Referenzeinkommen pro Person (entspricht insgesamt dem jährlichen Nettoeinkommen) höchstens 15.400 EUR beträgt (d. h. 1.376 EUR netto monatlich für eine alleinstehende Person). Gewerbetreibende, auf die 45 % der Autokäufe in Frankreich entfallen, können den Bonus nun nur noch für den Kauf eines elektrischen Lieferwagens und in einer Höhe von maximal 2.000 Euro (vorher 3.000 Euro) in Anspruch nehmen.

    Die sogenannte „Abwrackprämie“ oder Umstellungsprämie, die bisher recht großzügig für den Kauf eines schadstoffarmen Verbrennungs- oder Hybridfahrzeugs gewährt wurde, wird nur noch im Austausch für den Kauf eines Elektrofahrzeugs gewährt. Der Höchstbetrag der Umstellungsprämie, die den am wenigsten wohlhabenden Haushalten vorbehalten ist, sinkt um 1.000 EUR auf 1.500 bis maximal 5.000 EUR.

    Beide Förderungen sind für in China hergestellte Modelle, den Tesla Model 3 oder die Autos von MG und BYD de facto ausgeschlossen. Und das ausgewählte Elektroauto darf maximal 47.000 Euro kosten.

    „Das Ziel ist es, den Bonus weiterhin sozial ausgewogen zu gestalten“, erklärte der Minister für den ökologischen Übergang Christophe Béchu am Dienstag der vergangenen Woche. „Im letzten Jahr ging von den 1,5 Milliarden Euro an Beihilfen ein Viertel an die am wenigsten Bemittelten. Zwar werden die Beihilfen für die Besserverdienenden jetzt etwas gekürzt, aber der Durchschnittspreis von Elektroautos sinkt“, sagte der Minister.

    In Deutschland wurde er komplett abgeschafft, die Beibehaltung des Umweltbonus in Frankreich zeigt „das hohe Niveau der staatlichen Unterstützung für die Automobilbranche beim Übergang zu Elektroautos“, freut sich Luc Chatel, Präsident der Platforme Automobile (PFA), in der französische Automobilhersteller und Zulieferer zusammengeschlossen sind. „Wir werden noch vier, fünf Jahre lang auf diese Unterstützung angewiesen sein“, sagt er.

    Es bleibt abzuwarten, ob diese Hilfen eine massive Unterstützung der französischen oder europäischen Fahrzeughersteller von Elektroautos bringen werden. Die Offensive der chinesischen E-Autos auf dem europäischen Markt ist aggressiver denn je und der Ausschluss von der Förderung scheint kein ausreichendes Hindernis für ihre Verkaufserfolge zu sein.

    Die chinesischen Elektroautos profitieren von Chinas technologischem Vorsprung bei Batterien, Motoren und Software, sie haben zwei gewichtige Argumente: Sie haben Reichweiten von über 400 Kilometern, bei manchen Modellen sogar über 600 Kilometern, und sie sind mit Preisen zwischen 20.000 und 50.000 Euro oft wesentlich günstiger als ihre europäischen oder amerikanischen Konkurrenten.

    Angesichts dieser Konkurrenz müssen die europäischen und französischen Hersteller die Herausforderung der Wettbewerbsfähigkeit und Differenzierung annehmen und dafür enorme Investitionen, insbesondere in Batterien, und in neue Modelle tätigen. 2024 erscheint als ein Jahr der Wende für den französischen Stellantis-Konzern mit insgesamt 14 Marken (Peugeot, Citroën, Chrysler, Opel und anderen), dessen weltweite Verkäufe von Elektrofahrzeugen bis 2023 einen Anstieg von 21 % verzeichneten. Renault setzt auf den R5 und den Scenic mit Elektroantrieb.

  • Paris: Der Eiffelturm bleibt einen dritten Tag wegen eines Streiks geschlossen

    Paris: Der Eiffelturm bleibt einen dritten Tag wegen eines Streiks geschlossen

    Das berühmteste Bauwerk Frankreichs wird aufgrund eines am Montag, dem 19. Februar, begonnenen Streiks einen dritten Tag in Folge geschlossen bleiben. Der Eiffelturm wird wahrscheinlich bis Donnerstag unzugänglich bleiben.

    Das berühmteste Bauwerk Frankreichs bleibt einen dritten Tag in Folge geschlossen. Der Eiffelturm wird wahrscheinlich bis zum Donnerstag, dem 22. Februar, unzugänglich bleiben, da der am Montag von den beiden repräsentativen Gewerkschaften des Personals eingeleitete Arbeitskampf offenbar ins Stocken geraten ist.

    Die Leitung der Betreibergesellschaft Sete weigert sich nach Aussagen der Gewerkschaft zu verhandeln und die Stadt Paris, Mehrheitsaktionär, „weigert sich sogar, uns zu empfangen“, sagt Gewerkschaftsvertreter Stéphane Dieu, um zu erklären, warum die Verhandlungen seit Dienstagmorgen ins Stocken geraten sind.

    Mitten in den Winterschulferien und fünf Monate vor den Olympischen Spielen (26. Juli bis 11. August) geht es bei dem Kräftemessen zwischen den beiden Gewerkschaften – CGT und FO – und der Stadtverwaltung um das Geschäftsmodell der Betreibergesellschaft Sete, das derzeit mit einem Zusatz zum Vertrag über die Übertragung öffentlicher Dienstleistungen, der bis 2030 läuft, neu geschrieben wird.

    Der geplante Zusatzvertrag muss im Mai im Pariser Stadtrat bestätigt werden. Aber „wenn der Eigentümer (die Stadtverwaltung) uns ein unhaltbares Modell aufzwingt, werden wir im Juli während der Olympischen Spiele unsere Missbilligung zeigen“, warnt Gewerkschafter Stéphane Dieu.

    Die beiden GewerkschaftenCGT und FO hatten bereits mit Streik die Eiserne Dame am 27. Dezember, dem hundertsten Todestag von Gustave Eiffel, geschlossen.

    Die Gewerkschaften werfen der Stadtverwaltung „kurzfristiges Rentabilitätsstreben um jeden Preis“ vor und fordern sie auf, „bei ihren finanziellen Forderungen vernünftig zu sein, um den Fortbestand des Denkmals und des Unternehmens, das es verwaltet, zu sichern“.

    Das wirtschaftliche Gleichgewicht des Eiffelturms, der 2023 mit 6,3 Millionen Besuchern wieder mehr Besucher hatte als vor Covid-19, wurde in den beiden Jahren der Gesundheitskrise (2020 und 2021) durch rund 120 Millionen Euro entgangene Einnahmen geschwächt.

    Um dem entgegenzuwirken, wurde die Sete zwar 2021 mit 60 Millionen Euro rekapitalisiert. Aber zu den Einnahmeverlusten kam eine zusätzliche Rechnung in gleicher Höhe – etwa 130 Millionen Euro – für zusätzliche Kosten für Renovierungsarbeiten hinzu, die hauptsächlich mit der aktuellen Anstrichkampagne zusammenhängen.

    Laut der Gewerkschaft CGT ist der aktuelle Vertrag durch eine „Überbewertung der Einnahmen auf der Grundlage von Zielen für eine jährliche Besucherzahl von 7,4 Millionen“ verzerrt, d. h. „Besucherzahlen, die noch nie erreicht wurden“.

    Die CGT ist der Ansicht, dass die Stadt Paris in dem neuen Zusatzvertrag einen „exponentiellen Anstieg ihrer Gebühren von 8 auf 50 Millionen Euro pro Jahr“ fordert, was laut Stéphane Dieu darauf hinausläuft, ein „Modell durchzusetzen, bei dem 40% des Bruttoumsatzes direkt in die Taschen der Stadt fließen“.

    Was die notwendigen Arbeiten betrifft, so sind „zahlreiche Korrosionsstellen sichtbar, Symptome einer beunruhigenden Verschlechterung des 135 Jahre alten Denkmals“, so die Gewerkschaften. Sie kritisieren, dass 100 Millionen Euro in eine „partielle Anstrichkampagne“ für nur 3% des Denkmals investiert wurden.

    Die Gewerkschaften fordern die Einrichtung eines „speziellen Stiftungsfonds“ für künftige Arbeiten und die Sete und die Stadtverwaltung, die dringende Modernisierung der Aufzüge und andere wichtige Arbeiten „aufzuschieben“.

    Die Schließung dieses Wahrzeichens von Paris und ganz Frankreichs sorgt für Frustration bei Tausenden von Besuchern, die überwiegend aus dem Ausland kommen – laut einer Statistik für 2023 kommen rund 80% der Besucher aus dem Ausland. Bereits bezahlte Tickets werden automatisch erstattet, versichert die Sete.

  • Departement Gard: Ein Mann wurde gestern Abend bei einer Schießerei in Nîmes getötet

    Departement Gard: Ein Mann wurde gestern Abend bei einer Schießerei in Nîmes getötet

    Ein Mann in den Vierzigern wurde in der Nähe seines Autos in der Gegend von Portal, ein Ort, der für Drogenhandel bekannt ist, getötet.

    Bei einer Schießerei in Nîmes (Departement Gard) wurde am Dienstagabend, dem 20. Februar, ein Mann getötet, berichtet der Sender France Bleu Gard Lozère. Die Ermittler gehen von einer Auseinandersetzung im Drogenhandel aus. Die Tat ereignete sich im Stadtteil Chemin Bas d’Avignon. Ein Mann in den Vierzigern wurde in der Nähe seines Autos im Sektor Portal, einem für den Drogenhandel bekannten Ort, erschossen.

    Das Auto des oder der Schützen wurde später verbrannt in Rodilhan, einer Nachbargemeinde östlich von Nîmes, aufgefunden. Eine mit dem Fall vertraute Quelle bestätigte gegenüber France Bleu Gard Lozère, dass drei Personen festgenommen wurden, deren Verbindung zu dem oder den Schützen sei aber noch nicht geklärt.