Kategorie: Frankreich

  • Schreckliche Szene in Toulouse: Ein nackter Mann springt vor Krankenwagen und schneidet sich die Kehle auf

    Schreckliche Szene in Toulouse: Ein nackter Mann springt vor Krankenwagen und schneidet sich die Kehle auf

    Ein 50-jähriger Mann hat sich am Donnerstagmorgen in Toulouse auf spektakuläre Weise das Leben genommen. Er stach sich vor den Augen zweier Sanitäterinnen ein Messer in den Hals.

    Die unglaubliche Tat ereignete sich gegen 1 Uhr morgens in der Avenue Crampel, in der Nähe des Pont des Demoiselles in Toulouse. Zwei Sanitäterinnen, die nach einem Einsatz in der Gegend in ihrem Krankenwagen unterwegs waren, sahen auf der Straße einen nackten Mann laufen. Die Person schien allein zu sein und hatte mehrere blutende Wunden am Körper. Sein Verhalten war sehr merkwürdig, und die Situation spitzte sich zu, als der 50-Jährige den Krankenwagen bemerkt. Er rennt auf den Wagen zu und schwingt dabei ein Messer. Einem Zeugen zufolge schrie er, dass er sich das Leben nehmen wolle, und fügte sich sofort danach eine große Wunde am Hals zu.

    Die beiden Sanitäterinnen sprangen sofort aus ihrem Fahrzeug, um Erste Hilfe zu leisten. Doch alle Bemühungen waren vergeblich. Die Wunde war zu tief und der veröor sehr schnell sehr viel Blut, sodass er seinen Verletzungen erlag.

    Einige Stunden nach der Tat, wurde nur wenige Meter vom Tatort entfernt die Wohnung des Selbstmörders entdeckt. Boden und Wände waren mit Blut beschmiert. Es scheint, als hätte sich das Opfer bereits in seiner Wohnung verletzt, bevor es das Gebäude verliess.
    Den Bewohnern des Wohnhauses zufolge verließ der 50-Jährige seine Wohnung nur selten. Der Mann lebte offenbar allein. „Er war sehr geheimnisvoll, manchmal sogar unheimlich“, sagte einer der Mieter gegenüber der Presse.

    Die Polizei versucht jetzt, die Gründe für diesen ungewöhnlichen Selbstmord zu ermitteln.

  • SNCF begrenzt Größe und Anzahl von Gepäck in den Zügen: Wie sehen die neuen Regeln aus?

    SNCF begrenzt Größe und Anzahl von Gepäck in den Zügen: Wie sehen die neuen Regeln aus?

    Die SNCF hat die Regeln für die Beförderung des Gepäcks ihrer Fahrgäste in ihren Zügen verschärft. Bei Verstößen droht den Fahrgästen ein Bußgeld von 50 Euro.

    Ähnlich wie die Fluggesellschaften schon seit einigen Jahren, hat nun auch die SNCF beschlossen, die Anzahl und Größe der Gepäckstücke zu begrenzen, die ihre Kunden in ihren Zügen mitnehmen dürfen, wie die Zeitung Le Figaro berichtet.

    Welche Züge sind betroffen?
    Die Begrenzung der Größe und Anzahl der Gepäckstücke betrifft die TGV Inoui, die TGV OUIGO und die Intercités-Züge. In allen anderen SNCF-Zügen gelten keine Beschränkungen.

    Welche Gepäckstücke bleiben erlaubt?
    In den TGV Inoui und den Intercités-Zügen kann jeder Reisende mit zwei Gepäckstücken mit den maximalen Abmessungen von 70x90x50 cm an Bord gehen, zusätzlich zu einem Handgepäckstück mit den Abmessungen 40x30x15 cm (Rucksack, Computertasche). Kinderwagen und Roller werden akzeptiert, wenn sie zusammengeklappt sind und eine maximale Größe von 130 x 90 cm haben. Skier werden in einer Ski-Tasche ohne Größenbeschränkung akzeptiert. Ein Fahrrad wird akzeptiert, wenn es zusammengeklappt oder zerlegt ist. Wenn das Fahrrad nicht zusammengeklappt werden kann, ist eine Reservierung erforderlich, die mit 10 Euro pro Fahrt berechnet wird, und der Besitzer darf nur ein weiteres Gepäckstück mit an Bord nehmen. Musikinstrumente können in einem Hartschalenkoffer mit den maximalen Maßen 130 x 90 cm frei mitgenommen werden.

    In den TGV OUIGO kann jeder Reisende ein Handgepäckstück mit den Maßen 55 x 35 x 25 cm und ein Handgepäckstück mit den Maßen 36x27x15 cm mitnehmen. Reisende, die die Option OUIGO Plus gebucht haben, können ein zusätzliches oder größeres Gepäckstück mit an Bord nehmen. Die Mitnahme eines größeren Gepäckstücks wird mit 5 Euro berechnet. Sportausrüstung mit einer Größe von maximal 2 m oder Musikinstrumente mit einer Größe von maximal 130 x 90 cm sind erlaubt. Familien, die mit einem Kleinkind reisen, zahlen nicht für die Beförderung eines Kinderwagens, Schalensitzes oder Kinderwagenaufsatzes, wenn das Kind an Bord ist.

    In jedem Fall muss das Gepäck mit dem Namen des oder der Passagiere gekennzeichnet sein.

    Warum legt die SNCF solche Grenzen fest?
    SNCF Voyageurs erklärt, dass „diese aktualisierten Regeln einfach klarer und präziser sind und so Missbrauch oder Fragen unserer Kunden verhindern werden“.

    Diese neuen Regeln sind bereits seit dem 15. Februar 2024 in Kraft. Die SNCF verspricht eine Kulanz- und Anpassungsfrist bis zum 15. September 2024.

    Wenn sich ein Reisender nicht an die neuen Regeln hält, muss er nach dem 15. September 2024 mit einem Bußgeld von 50 Euro rechnen. Das Bußgeld kann auf bis zu 150 Euro steigen, „wenn der Verkehr in den Gängen behindert wird oder wenn ein Sitzplatz oder ein Gepäckraum unberechtigterweise besetzt wird“.

  • Gefährlich für den Menschen und potenziell tödlich für Tiere – die Prozessionsspinnerraupen

    Gefährlich für den Menschen und potenziell tödlich für Tiere – die Prozessionsspinnerraupen

    Begünstigt durch mildere Temperaturen haben sich diese Insekten in diesem Winter stark vermehrt. Sie sind sehr schwer zu beseitigen, nesseln beim Menschen und schädigen Tiere auch ohne direkten Kontakt.

    Die milden Temperaturen in diesem Winter haben ihre Vermehrung begünstigt. Die Prozessionsspinner oder Nesselraupen befallen mittlerweile fast das gesamte französische Festland und haben sich langfristig etabliert. Das nesselnde Insekt ist schädlich für die Gesundheit von Menschen und Tieren, da es starke Reizungen hervorruft. Die Vermehrung der Nesselraupen wurde Experten zufolge durch die globale Erwärmung deutlich beschleunigt.

    „Am Anfang haben wir nur von ein paar Nestern gesprochen. Das war etwas besonderes und die Leute waren fasziniert“, erinnert sich Daniel Vaugelade, Einwohner von Freneuse im Departement Yvelines und Vorsitzender eines örtlichen Vereins zum Schutz der Artenvielfalt, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. In der Kleinstadt am Ufer der Seine, 70 km von Paris entfernt, tauchten die Prozessionsspinnerraupen vor drei Jahren erstmals auf. Seitdem hat das Insekt eine Vielzahl von Bäumen in der Umgebung besiedelt – denen es nach und nach alle Nadeln abfrisst.

    „Früher beschränkte es sich auf etwas abgelegene Plätze, jetzt haben wir es in allen Kiefern im Stadtzentrum“, erklärt Jean-Marc Pommier, Bürgermeister der Nachbarstadt Bonnières-sur-Seine. Gefällte Bäume, Zerstörung der Nester, Aufstellen von Fallen um die Baumstämme, Absage von Schulreisen in die betroffenen Gebiete: Der Bürgermeister hat alle Anweisungen der nationalen Agentur für Gesundheitssicherheit (Anses) umgesetzt. Doch hier wie auch anderswo scheint der Kampf fast verloren zu sein. Das einzige für die Bekämpfung der Nesselraupe zugelassene Insektizid, BTK, erfordert die Sperrung des betroffenen Geländes für die Öffentlichkeit für einen oder sogar mehrere Tage und wird zudem streng kontrolliert, da es auch anderen Arten schadet.

    Die Prozessionsraupe – so genannt aufgrund der Prozessionen, die sie bilden, wenn sie sich im Gänsemarsch fortbewegen – ist eigentlich keine invasive Art: Sie stammt ursprünglich aus den Nadelwäldern Südostfrankreichs. Aufgrund des milderen Klimas hat sie sich allmählich nach Norden ausgebreitet, da die Winter nicht kalt genug wurden, um die Larven in den Nestern zu töten, wie es in der Vergangenheit der Fall war.

    Die Ausbreitung, das in den 1970er Jahren begann, wird in den letzten Jahren immer stärker. „Man kann berechtigterweise davon ausgehen, dass der Klimawandel einen Einfluss auf die Entwicklung der von den Raupen besiedelten Gebiete hat“, betont Emmanuel Gachet, Leiter der Abteilung Expertise sur les risques biologiques bei der Anses. Im Departement Yvelines sind 70% der 259 Gemeinden betroffen und eine von fünf Gemeinden ist auf Stufe 1, der höchsten Stufe, so die Anses. Im Jahr 2022 fügten die Behörden die Kiefernprozessionsspinnerraupe sowie die Eichenprozessionsspinnerraupe zu den Arten hinzu, deren Ausbreitung Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit hat.

    Grund dafür sind ihre extrem nesselnden Haare, die ein giftiges Protein enthalten. „Man muss die Raupe nicht einmal berühren, um betroffen zu werden“, erklärt Alice Samama von der Beobachtungsstelle für Arten, die für die menschliche Gesundheit gefährlich sind, die 2021 unter der Schirmherrschaft mehrerer Ministerien eingerichtet wurde. „Wenn sie sich gefährdet fühlt, stößt sie ihre Haare ab, die sehr flüchtig sind und sich überall absetzen können, auch auf zum trocknen aufgehängter Wäsche“. Bei Kontakt können Symptome wie Hautflecken, Bindehautentzündungen oder Atemprobleme auftreten, die meist harmlos sind. Hunde neigen manchmal dazu, mit den Raupen zu spielen. „Dies kann zu einer Nekrose der Zunge und möglicherweise zum Tod des Tieres führen“, erklärt Emmanuel Gachet. Die Prozessionszeit, die normalerweise am Ende des Winters stattfindet, ist die risikoreichste Zeit. Dann kommen die Raupen von den Bäumen herunter und verwandeln sich in Schmetterlinge.

  • Die Issole – ein Fluss erwacht zu neuem Leben

    Die Issole – ein Fluss erwacht zu neuem Leben

    Seit Monaten trocknete die Issole, ein Fluss im Département Var aus. Die starken Regenfälle der letzten Tage haben ihn jetzt wieder zum Leben erweckt. Aber für wie lange?

    Die Issole ist ein 46 Kilometer langer Fluss der im Département Var fließt. Oder besser gesagt, der floss. Denn seit Monaten hatte er sich in eine Wüste verwandelt und vollständig ausgetrocknet. Doch dank der starken Regenfälle der letzten Tage fliesst tatsächlich wieder Wasser durch das Flussbett. Eine Wiedergeburt, die der Fotograf Pierre Antoine Florentin mit seiner Kamera festhalten konnte. Er erzählt: „Es war erstaunlich, das zu sehen. Es sah aus wie eine Art Lavastrom. Nur dass die Lava auf ihrem Weg alles zerstört. Hier ist es genau umgekehrt. Es ist das Leben, das den Ort wieder in Besitz nimmt“.

    Doch kaum ist der Fluss Issole wieder zum Leben erwacht, ist er auch schon wieder bedroht. Der Wasserstand sinkt stündlich und ohne weitere Regenfälle könnte die Issole wieder von der Bildfläche verschwinden. Die Wassermenge ist 200 Mal geringer als noch vor einer Woche. Natürlich könnte man das relativieren und sagen, dass es schon immer „intermittierende“ Flüsse gegeben hat und auch immer geben wird. Ein Drittel der 30.000 Flüsse in Frankreich soll teilweise oder vollständig intermittierend sein. Man könnte also annehmen, dass kein Grund zur Panik besteht – oder?

    Die Artenvielfalt, Tier- und Pflanzenarten haben es immer geschafft, sich an diese Trockenperioden anzupassen, zumindest solange sie vorübergehend waren. Wenn aber angesichts des Klimawandels und der ungleichen Verteilung der Wasserressourcen das, was früher fast immer da war, nun nur noch ab und zu fliesst, und wenn die Unterbrechungen zum Dauerzustand werden, wie soll sich die Natur dann immer wieder erholen können?

  • Kultur: Die Schätze von Casamaures in der Umgebung von Grenoble

    Kultur: Die Schätze von Casamaures in der Umgebung von Grenoble

    La Casamaures in der Nähe von Grenoble (Departement Isère) ist ein architektonisches Juwel, das unter Denkmalschutz steht. Es wurde mehrmals in letzter Minute vor der Zerstörung gerettet. Dieses Haus mit seinem einzigartigen Charme fasziniert die Öffentlichkeit, seine Besichtigung ist allerdings nur…

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  • Nachrichten und Geschichte: Wegelagerer – gestern und heute

    Nachrichten und Geschichte: Wegelagerer – gestern und heute

    Zwischen dem Flughafen Roissy und Paris haben es moderne „Wegelagerer“ auf die Autos reicher Prominenter abgesehen und nutzen Staus, um ihre Opfer zu überfallen und Taschen und Schmuck zu stehlen – das gab es schon vor der französischen Revolution. Frankreich hat seit seiner Entstehung im Mittelalte…

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  • Wird Emmanuel Macron 2027 Bürgermeister von Marseille?

    Wird Emmanuel Macron 2027 Bürgermeister von Marseille?

    Ein Listenplatz für Emmanuel Macron bei den Kommunalwahlen 2026 in Marseille wurde in den letzten Tagen erneut diskutiert. Mit der Möglichkeit, ein Jahr später auf den Bürgermeistersessel zu wechseln… Es ist ein Gerücht, das in Marseille fast genauso viel Gesprächsstoff bietet wie das Gerücht über den Verkauf des Fussballklubs Olympic de Marseille (OM) an die Saudis – Emmanuel Macron könnte Bürgermeister von Marseille werden wollen. Nach Informationen der Zeitung La Provence könnte der Staatschef bei den nächsten Kommunalwahlen im Jahr 2026 tatsächlich einen Listenplatz der Partei Renaissance erhalten und dann anch Ende seiner Präsidentschaft im Jahr 2027 „switchen“, um das Büro des Bürgermeisters von Marseille zu übernehmen. Zwischenzeitlich könnte das Amt kommissarisch von der Staatssekretärin für Bürgerschaft und Stadtentwicklung, Sabrina Agresti-Roubache, die 2022 zur Abgeordneten des Départements Bouches-du-Rhône gewählt wurde, übernommen werden. Die Kandidaten für das Bürgermeis…

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  • Editorial: Klimawandel – Sturmflut der Realität

    Editorial: Klimawandel – Sturmflut der Realität

    Wisst ihr noch, als der Wind nur sanft durch die Bäume rauschte und der Regen wie ein gemütliches Hintergrundgeräusch auf das Dach prasselte? Diese Zeiten scheinen wie ein ferner Traum, denn die Stürme und Unwetter, die wir heute erleben, sind wie ein Weckruf der Natur – laut, unüberhörbar und vor allem nicht zu ignorieren.

    Der Mann des Sturms, Klimawissenschaftler Michael Mann, hat uns gewarnt. Er hat nicht nur vorhergesagt, sondern auch belegt, dass unser Handeln die Erde in einen Dauer-Overdrive versetzt hat. Die Konsequenzen? Nun, sie lassen sich in den immer häufiger und stärker auftretenden Stürmen und Unwettern ablesen, die unsere Welt heimsuchen.

    Diese Naturkatastrophen sind nicht nur Ausnahmen; sie sind der neue Normalzustand. Mann betont, dass der menschengemachte Klimawandel eine Veränderung in der Intensität und Häufigkeit von Stürmen mit sich bringt. Es ist, als ob die Erde selbst gegen das wilde Treiben des Menschen rebelliert.

    Schaut euch die Schlagzeilen an: Sturm Louis, der wie ein tobender Gigant über Frankreich fegte, oder die sintflutartigen Regenfälle, die ganze Regionen unter Wasser setzen. Das ist nicht mehr der normale Lauf der Dinge – das ist ein Weckruf, dem wir nicht länger die Ohren verschließen können.

    Michael Mann warnt davor, dass dies erst der Anfang ist. Der Klimawandel wird nicht einfach vorbeigehen, wenn wir die Augen verschließen. Unsere Handlungen haben Konsequenzen, und die Konsequenzen sind jetzt überdeutlich. Der Planet schreit nach Veränderung, und es liegt an uns, ihm zuzuhören.

    Michael_E._Mann_2019
    Der Klimawissenschaftler Michael Mann lehrt an der University of Pennsylvania

    Es ist Zeit, aufzuwachen, nicht nur meteorologisch, sondern auch politisch. Wir können nicht zulassen, dass diejenigen, die die Warnungen am lautesten ignorieren, die Zukunft unseres Planeten bestimmen. Michael Manns Thesen sind keine abstrakten Theorien mehr; sie sind zu einem dringenden Appell geworden, unsere Lebensweise zu überdenken und zu handeln, bevor es zu spät ist.

    Also, Leute, lasst uns nicht länger Ignoranten sein. Lasst uns die Fakten akzeptieren und gemeinsam an einer nachhaltigeren Zukunft arbeiten. Denn der Sturm der Realität ist hier, und es wird Zeit, dass wir uns ihm stellen.

    Bleibt wachsam, bleibt engagiert.

    Stürmisch grüßt die Redaktion von Nachrichten.fr

  • Île-de-France: Schleuser-Netzwerk zwischen Italien und Frankreich zerschlagen – 8 Personen inhaftiert

    Île-de-France: Schleuser-Netzwerk zwischen Italien und Frankreich zerschlagen – 8 Personen inhaftiert

    Migranten, hauptsächlich aus Indien und Pakistan, wurden aus Italien kommend in Pariser Vororte gebracht, bevor sie größtenteils in andere europäische Länder weiterreisten.

    Nach zehnmonatigen Ermittlungen wurde ein Schleusernetzwerk zwischen Italien und Frankreich aufgedeckt, wie der Sender Franceinfo am Donnerstag, dem 22. Februar, vom Amt für die Bekämpfung des illegalen Migrantenschmuggels (Oltim) erfuhr. Acht pakistanische Verdächtige wurden wegen „Beihilfe zur unerlaubten Einreise oder Aufenthalt eines Ausländers in Frankreich unter Bedingungen, die mit der Menschenwürde unvereinbar sind“ und „Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung“ inhaftiert. Die Verdächtigen wurden in Grigny (Departement Essonne), Goussainville und Villiers-le-Bel (Departement Val-d’Oise) festgenommen.

    Die Schleuser sollen mindestens tausend Migranten ermöglicht haben, illegal die Grenze zwischen Italien und Frankreich zu überqueren, bevor sie in andere europäische Länder weiterreisten. Die Migranten, hauptsächlich aus Indien und Pakistan, starteten von Turin, Bologna und Mailand, um in Essonne und Val-d’Oise anzukommen, wo sie untergebracht wurden, bevor sie größtenteils nach Großbritannien, Spanien, Portugal und Deutschland weiterreisten. Sie zahlten zwischen 500 und 1.000 Euro an die Schleuserbande, um die Grenzen zwischen den europäischen Ländern zu überqueren. Insgesamt wird der Umsatz der Verdächtigen auf 400.000 Euro geschätzt. Ein Migrant kann insgesamt bis zu 20.000 Euro zahlen müssen, um von Indien oder Pakistan aus nach Zentraleuropa zu kommen.

    Die Ermittlungen des Oltim begannen, nachdem im Januar 2023 in Pontault-Combault (Departement Seine-et-Marne) ein Lastwagen entdeckt wurde, in dem sich 20 Migranten auf engstem Raum drängten. In solchen Lieferwagen herrschen meist unhaltbare Bedingungen für die Migranten, die unter anderem in Flaschen urinieren müssen.

  • Var: Gendarm verletzt einen Mann bei einem Einsatz tödlich

    Var: Gendarm verletzt einen Mann bei einem Einsatz tödlich

    Der Getötete habe ein „brennbares Produkt“ verspritzt und sei „mit einem Messer bewaffnet“ auf eine Gruppe von Gendarmen zugelaufen.

    Ein Gendarm wurde am Mittwoch, dem 21. Februar, in Gewahrsam genommen, nachdem ein Mann in Les Arcs (Var) gestorben war, wie die Staatsanwaltschaft Draguignan mitteilte. Die Tat ereignete sich während eines Einsatzes in der Wohnung der Person, die aufgrund ihrer „Vorstrafen bekannt war und möglicherweise psychische Probleme hatte“.

    Ein Überwachungs- und Einsatzzug der Gendarmerie hatte sich am späten Nachmittag auf Ersuchen der Stadtpolizei von Les Arcs zu dem Mann begeben, nachdem dieser „wegen Beleidigung von Personen, die Träger der öffentlichen Gewalt sind“, angezeigt worden war.

    Als die Gendarmen eintrafen, soll der Mann unter seiner Tür ein „entflammbares Produkt“ verspritzt haben, das sich in die Gemeinschaftsbereiche des Gebäudes ergoss. Da sie „für die Sicherheit der Anwohner“ befürchteten, dass der Mann das Produkt anzünden könnte, verschafften sich die Gendarmen Zutritt zu seiner Wohnung, daraufhin soll der Verdächtige „mit einem Messer bewaffnet“ auf sie losgegangen sein.

    Einer der Gendarmen eröffnete mit seiner Dienstwaffe das Feuer und verletzte den Mann tödlich. Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung wegen „vorsätzlicher Tötung durch eine Amtsperson“ ein und beauftragte die Generalinspektion der nationalen Gendarmerie und die Gendarmerie in Marseille mit der Durchführung der Untersuchung.