Kategorie: Nordwest

  • Sturm Karlotta: Schwere Schäden an der französischen Atlantikküste

    Sturm Karlotta: Schwere Schäden an der französischen Atlantikküste

    An der Atlantikküste Frankreichs wurden am Sonntag, dem 11. Februar, große Gezeitenkoeffizienten gemessen. Grund dafür war der Sturm Karlotta, der unter anderem in der Gironde für Hochwasser sorgte.

    Kurz nach 7 Uhr am Sonntagmorgen, dem 11. Februar, mussten sich die Krankenpfleger um das Wasser kümmern, das in das Krankenhaus in Arès (Gironde) eingedrungen war. Das gesamte Erdgeschoss war nach der Flutwelle in der Nacht zuvor überschwemmt worden. Mehrere Abteilungen, darunter die Notaufnahme, mussten evakuiert werden. „Unser Ziel war es zunächst, die Patienten, die sich im Erdgeschoss befanden, zu sichern“, erklärte Bernard Judet de la Combe, Direktor des Privatkrankenhauses Wallerstein. Einige Patienten konnten das Haus verlassen oder wurden in andere Krankenhäuser verlegt.

    In der Nacht von Samstag auf Sonntag, dem 11. Februar, wurde die französische Atlantikküste von Wind und Wellen des Sturms Karlotta hart getroffen. Am Cap-Breton (Departement Landes) drang das Wasser weit ins Landesinnere ein und verursachte Schäden an den Häusern. Am Nachmittag war der Wellengang immer noch stark, was trotz der Gefahr einige Schaulustige anlockte. Am Ärmelkanal überraschten die hohen und kräftigen Wellen die Bewohner. Die Flutwellen haben an manchen Stellen die Küsten erheblich beschädigt.

  • Sturmtief Karlotta: Sehr unruhige See und Sturmfluten mit hohen Wellen

    Sturmtief Karlotta: Sehr unruhige See und Sturmfluten mit hohen Wellen

    Der Sturm Karlotta fegt über die französische Atlantikküste hinweg. Sechs Departements wurden von Météo France für Sonntag, den 11. Februar, in Alarmstufe Orange für Sturmflut und Hochwasser versetzt.

    Der Sturm Karlotta fegt am Sonntag über den Westen Frankreichs hinweg. Météo France aktualisierte seinen Warnbericht um 10 Uhr am Sonntagmorgen: Für die Departements Charente-Maritime, Gironde, Landes und Pyrénées-Atlantiques gilt Hochwasseralarm, während für Manche und Ille-et-Vilaine weiterhin Sturmflut-Alarm herrscht. In der vergangenen Nacht kam es an der Atlantikküste und am Eingang des Ärmelkanals zu sehr hohen Wellen.

    Sturmfluten sind den Bewohnern der Küste wohlbekannt, aber nicht unbedingt den Menschen, die im Inland wohnen. Sturmfluten, in Frankreich „Große Gezeiten“ genannt, sind Gezeiten mit großem Tidenhub, oftmals wesentlich größer als normal. Um die Gezeiten zu messen, wird ein „Gezeitenkoeffizient“ verwendet. Dieser schwankt zwischen 20 und 120. Die Zahl wird anhand des Höhenunterschieds zwischen Ebbe und Flut berechnet, auch „Tidenhub“ genannt. Und wenn der Koeffizient über 100 liegt, handelt es sich um „Große Gezeiten“ oder eine Sturmflut.

    Die hohen Gezeiten werden vom Mond beeinflusst. Zweimal im Monat, bei Neumond und Vollmond, verstärken sich die gravitativen Einflüsse von Mond und Sonne gegenseitig. Dieser Einfluss führt dazu, dass die Höhe der Gezeiten und damit der Tidenhub variiert.

    Und diese Bedingungen sind an diesem Sonntag, dem 11. Februar, eingetreten. Der Neumond fand am Freitag, dem 9. Februar statt. Daher ist der Tidenhub sehr groß: Daher auch die große Flut, die von dem Sturmtief Karlotta noch intensiviert wird.

    An solchen Tagen sollte man sich von der Küste fern halten und den oft grandiosen Anblick aus sicherer Entfernung geniessen.

  • Departement Orne: Zweiter tödlicher Jagdunfall in weniger als zwei Monaten bei einer Treibjagd

    Departement Orne: Zweiter tödlicher Jagdunfall in weniger als zwei Monaten bei einer Treibjagd

    Das Opfer wurde durch den Schuss eines anderen Jägers tödlich getroffen. Ein ähnliches Drama hatte sich bereits Ende Dezember im Departement Orne ereignet.

    Ein 43-jähriger Jäger starb am Sonntag, dem 4. Februar, bei einer Treibjagd auf Wildschweine in Verrières im Departement Orne, wie der Sender France Bleu Normandie berichtete. Der Mann wurde durch den Schuss eines der etwa ein Dutzend anderen Jäger, die an der Jagd teilnahmen, tödlich getroffen.

    Das Opfer war als Treiber tätig. Seine Aufgabe war es, sich mit einem Hund in eine bestimmte Richtung fortzubewegen, um das Wild zu einer Reihe von Schützen zu treiben. Wahrscheinlich eröffnete einer der Jäger das Feuer auf ein Wildschwein und verletzte den Mann, der sich in dessen Nähe befand, tödlich. Ein Jäger, der unter dem Verdacht steht, der Schütze zu sein, wurde in Polizeigewahrsam genommen.

    Dies ist der zweite tödliche Jagdunfall innerhalb von weniger als zwei Monaten im Departement Orne. Ein ähnliches Drama hatte sich bereits am 27. Dezember 2023 in der Gegend ereignet. Das damalige Opfer, ein 44-jähriger Landwirt, hatte ebenfalls an einer Treibjagd auf Wildschweine teilgenommen, die von einer örtlichen Jagdgesellschaft organisiert worden war. Auch er war als Treiber tätig.

  • Bretagne: Europas größter Fisch-Trawler im Visier von Umwelt-NGOs und Fischern

    Bretagne: Europas größter Fisch-Trawler im Visier von Umwelt-NGOs und Fischern

    In Saint-Malo (Departement Ille-et-Vilaine) hat die örtliche Fischereigesellschaft kürzlich angekündigt, ein Fabrikschiff zu betreiben, das täglich 400.000 Kilogramm Fisch fangen und verarbeiten kann. „Eine Hölle auf See“, so Umweltverbände und Fischer.

    Der größte Trawler Europas kann alle 24 Stunden 400.000 Kilogramm Fisch fangen und verarbeiten. Die Fischereigesellschaft von Saint-Malo (Departement Ille-et-Vilaine) hat angekündigt, dass sie das Fabrikschiff „Annelies Ilena“ für 15 Millionen Euro kaufen und anschließend betreiben wird. Eine Ankündigung, die Umweltverbände und Fischer, die den Trawler als „Hölle auf See“ bezeichnen, empört.

    100 Tonnen in drei Tagen gegenüber 40 Tonnen in einem Jahr.
    Während die kleinen Trawler unter den Fangquoten ächzen, die ihnen auferlegt werden, um die Meeresfauna zu schützen, hält Quentin Yannet, Reeder in Port-en-Bessin-Huppain (Calvados), diese Ankündigung für inakzeptabel. „Das ist ein Boot, das Makrelen fischt. Und es wird vielleicht 100 Tonnen in drei Tagen fangen, während ich 40 Tonnen im Jahr fange“, erklärt der Fischer auf dem Sender France 2.

  • Normandie: Ein kleines Dorf wird von seinen Bewohnerinnen am Leben gehalten

    Normandie: Ein kleines Dorf wird von seinen Bewohnerinnen am Leben gehalten

    In dem kleinen Dorf Saint-George-du-Vièvre in der Normandie, in dem gerade mal 853 Einwohner leben, erwachen die kleinen Geschäfte eines nach dem anderen zu neuem Leben und widerlegen damit die Annahme, dass die sogenannte Landflucht unvermeidlich ist.

    Die Frauen von Saint-George-du-Vièvre in der Normandie haben beschlossen, ihr kleines Dorf mit 853 Einwohnern zu retten, indem sie die kleinen alten Tante-Emma-Läden wiederbeleben. Vor sechs Jahren übernahm zum Beispiel Noëllie Lebrun einen Lebensmittelladen, der bereits über 100 Jahre alt ist. „Ein Dorf ohne Geschäfte ist ein Dorf, das stirbt“, ist sich Noëllie Lebrun sicher. In diesem Dorf auf dem Land in der Normandie werden die kleinen Läden überwiegend von Frauen betrieben.

    In Saint-George-du-Vièvre, das mehr als 15 Kilometer vom nächsten Supermarkt entfernt liegt, sind die lokalen Geschäfte von entscheidender Bedeutung. „Das ist Teil des sozialen Lebens“, sagt eine Einwohnerin gegenüber dem Sender France 2. „Wir haben schon keine Post mehr – also muss man die kleinen Händler unterstützen.“ Die Bevölkerung der Gemeinde ist in den letzten 25 Jahren tatsächlich um 40 % gewachsen – nicht zuletzt wegen der neuen Einkaufsmöglichkeiten.

  • Bauernproteste: In der Bretagne schließen sich die Fischer der Bewegung an

    Bauernproteste: In der Bretagne schließen sich die Fischer der Bewegung an

    In Rennes (Ille-et-Vilaine) besetzten am Donnerstag, dem 25. Januar, mehr als 150 Traktoren das Stadtzentrum. Etwa 50 Fischer schlossen sich der Bewegung der Landwirte an.

    Am Donnerstag, dem 25. Januar, zog ein ungewöhnlicher Zug durch die Straßen von Rennes (Ille-et-Vilaine). Mit heulenden Sirenen zogen 150 Traktoren in die Innenstadt. Die Landwirte wurden von Passanten beklatscht und wollen sich bei der Präfektur Gehör verschaffen.

    Rund 50 Fischer schlossen sich den Landwirten an. Sie versammelten sich auf einem Parkplatz am Rande der Stadt. Die Fischer gaben an, ähnliche Forderungen zu haben. „Wir befinden uns in einer kritischen Situation. Der Fischereisektor wie auch der Landwirtschaftssektor werden verschwinden, wenn wir jetzt nichts unternehmen“, alarmierte David Le Quintrec, Chef eines Fischbetriebs in Lorient (Morbihan). Eine Kooperation, die die Entschlossenheit der Landwirte stärkt. Die Bretagne ist stark mobilisiert. In Brest (Finistère) ist die Iroise-Brücke erneut blockiert. An der Spitze der Protestierenden stehen hier Bauhandwerker, die sich der Bewegung angeschlossen haben, um ihren Forderungen ebenfalls Gehör zu verschaffen.

  • Familiendrama: Leichen eines Mannes und seiner Tochter in Garage entdeckt – erweiterter Selbstmord?

    Familiendrama: Leichen eines Mannes und seiner Tochter in Garage entdeckt – erweiterter Selbstmord?

    Ein 64-jähriger Witwer und seine 28-jährige behinderte Tochter wurden am Montag, dem 15. Januar, tot in der Garage ihres Hauses in Saint-Herblain in der Nähe von Nantes aufgefunden.

    Es war 18.15 Uhr am Montag, dem 15. Januar, als die Feuerwehr von Nantes die Leichen eines 64-jährigen Mannes und seiner 28-jährigen Tochter in der Garage eines Einfamilienhauses in Saint-Herblain, in der Nähe von Nantes, entdeckte. Die zweite Tochter des Verstorbenen hatte den Alarm ausgelöst, als sie von der Arbeit nach Hause kam, berichtet die Zeitung Ouest-France.

    Der Mann hatte eine Plastikschlinge um den Hals, der Körper seiner Tochter lag unter einer Decke. Ein Kuscheltier war neben ihr abgelegt worden und neben den beiden Leichen wurde Blut gefunden. Die Zeitung Ouest-France berichtet von einem schwierigen familiären Hintergrund. Die Tochter war geistig behindert und der Vater war seit einigen Wochen verwitwet. Er soll seine Tochter kurz vor der Tat aus dem Heim, in dem sie eigentlich lebte, abgeholt haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um einen Mord des Vaters an der Tochter mit anschließendem Selbstmord handelt. Dies wird durch die Tatsache untermauert, dass der Mann einen Brief hinterlassen hatte, in dem er seine Tat erklärte. Die Ermittlungen müssen nun klären, ob noch eine dritte Person an der Tat beteiligt war.

    Die Nachbarschaft ist fassungslos: „Wir wussten sofort, dass etwas Schlimmes passiert war, als wir sahen, dass sechs Polizisten mit der Feuerwehr hier eintrafen. Wir alle in der Nachbarschaft sind sehr betrübt, wir haben so viele Jahre miteinander hier gelebt“, sagt eine 60-Jährige Nachbarin gegenüber Journalisten. „Wir hätten uns das nie vorstellen können, aber meiner Meinung nach ist es vor allem ein Familiendrama“.

  • Schnee in Paris – keine Busse mehr in der Ile-de-France – 25 Departements unter Alarmstufe Orange

    Schnee in Paris – keine Busse mehr in der Ile-de-France – 25 Departements unter Alarmstufe Orange

    Météo-France setzte 25 Departements in Nord- und Zentralfrankreich auf die Warnstufe Orange wegen Schneefall und Glatteis.

    Ein schwieriger Tag auf den Straße in der Region Paris. Météo-France hat 25 Departements in Nord- und Zentralfrankreich auf die Warnstufe Orange für „Schnee und Eis“ gesetzt. Es handelt sich um die Departements Aisne, Ardennen, Calvados, Cantal, Eure, Eure-et-Loir, Isère, Loire, Haute-Loire, Marne, Nord, Oise, Orne, Pas-de-Calais, Puy-de-Dôme, Paris, Seine-Maritime, Seine-et-Marne, Yvelines, Somme, Essonne, Hauts-de-Seine, Seine-Saint-Denis, Val-de-Marne und Val-d’Oise. Der öffentliche Nahverkehr ist in vielen dieser Departements – insbesondere in der Region Ile-de-France – stark gestört. Auch die Fahrten der Schulbusse werden in vielen Departements ausgesetzt.

    „Die Verkehrsbedingungen werden in den Departements, für die die Warnstufe Orange gilt, sehr schwierig sein“, heißt es im Bericht von Météo-France. Der amtliche Verkehrswarndienst Bison futé verzeichnete bereits um 8 Uhr in ganz Frankreich 1.119,90 km kumulierte Staus.

    In Paris ist das gesamte Busnetz stark beeinträchtigt. Nach Angaben der Betreibergesellschaft RATP verkehren viele Buslinien am Donnerstagmorgen nicht. Auch die RER-Regionalbahnen sind gestört. In einem Post auf X empfiehlt Sytadin den Autofahrern in der Ile-de-France, ihre Fahrten soweit möglich zu verschieben.

    Schwierigkeiten in vielen Departements. Mehrere Departements in der nördlichen Hälfte Frankreichs haben den Lkw-Verkehr eingeschränkt und setzen die Schultransporte aus.

  • Wetter: 38 Departements am Mittwoch wegen Schnee und Überschwemmungsgefahr auf Warnstufe Orange

    Wetter: 38 Departements am Mittwoch wegen Schnee und Überschwemmungsgefahr auf Warnstufe Orange

    Météo France hat für Mittwoch, den 17. Januer, 38 Departements wegen Schnee und Überschwemmungsgefahr auf die Warnstufe Orange gesetzt.

    Die Rückkehr der Niederschläge und der Kälte zwingt Météo France dazu, für Mittwoch, den 17. Januar, 38 Departements wegen Schnee- und Überschwemmungsgefahr auf Warnstufe Orange zu setzen. Die gesamte Nordhälfte ist betroffen, von der Bretagne bis zum Grand-Est.

    Bereits am Dienstagabend mahnt die Wetteragentur zur Wachsamkeit und hat 14 Departements von der Normandie bis zum Haut-Rhin auf Orange gesetzt. Für den Mittwoch berichtet Météo France, dass „die bretonischen Departements sowie die Departements, die an die Departements mit oranger Warnung angrenzen, vereisende Regenfälle in lokalisierter und vorübergehender Form erleben können. Die Unsicherheit über die räumliche und zeitliche Ausdehnung dieses Phänomens bleibt bestehen, was zu einer Erhöhung der Wachsamkeitsstufe für diese Departements führen könnte“, ergänzt die französische Wetteragentur.

    Météo France befürchtet, dass die Verkehrsbedingungen „schwierig“ werden könnten, da eine „lokal ausgeprägte Schneeepisode“ folgen soll.

  • Nantes: Tod in der Notaufnahme – Patientin starb auf Trage im Gang

    Nantes: Tod in der Notaufnahme – Patientin starb auf Trage im Gang

    Eine Patientin starb auf einer Trage im Gang der Notaufnahme des Universitätskrankenhauses in Nantes (Departement Loire-Atlantique). Die Notaufnahme soll sich in einer beispiellosen Überlastungssituation befinden. In der Notaufnahme des Universitätskrankenhauses von Nantes (Departement Loire-Atlantique) hat sich ein Drama abgespielt. Eine Patientin starb auf einer Trage während der Wartezeit im Gang, während sie darauf wartete, endlich behandelt zu werden. Das berichtet der Sender France Bleu. Der tragische Vorfall ereignete sich am 2. Januar und wurde in der vergangenen Woche von der Gewerkschaft Force Ouvrière in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Die Leitung des Krankenhauses bestätigte die Nachricht und erklärte, die Patientin sei „während ihrer Behandlung gestorben, als sie sich auf einer Trage in der Warteschlange befand“. Als Grund für die Tragödie nannte das Krankenhaus eine Überbelastung der Notaufnahme aufgrund von Covid-19, Grippe und anderen Winterkrankheiten. Bettenkn…

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