Kategorie: Nordwest

  • Protest gegen rechtsgerichteten Medien-Chef Bolloré: Widerstand auf dem Wasser und an Land

    Protest gegen rechtsgerichteten Medien-Chef Bolloré: Widerstand auf dem Wasser und an Land

    Was als spektakuläre Protestaktion auf See geplant war, wurde zu einem lautstarken Aufstand am Strand. Trotz eines strikten Verbots durch die Präfektur haben am 24. Mai 2025 rund 300 Menschen in Fouesnant klargemacht: Der Einfluss von Vincent Bolloré, dem umstrittenen rechtsgerichteten Medienmogul, ist für sie ein Angriff auf die Demokratie – und sie wollen das nicht länger hinnehmen. Segel gegen die Medienmacht Eigentlich sollte es ein symbolträchtiger Protest im Archipel der Glénan werden. Ziel: Die Insel Loc’h, im Privatbesitz der Familie Bolloré. Doch die Behörden schoben dem einen Riegel vor – angeblich aus Sorge um Sicherheitsvorkehrungen und den Schutz des ökologisch sensiblen Gebiets, das unter dem Schutzprogramm Natura 2000 steht. Die Demonstranten ließen sich davon nicht beirren. Statt auf dem Wasser, verliehen sie ihrem Protest auf dem Strand Ausdruck. Am Cap-Coz in Fouesnant entstand ein buntes, lautstarkes Bild des Widerstands. Transparente flatterten im Wind, Sprechchöre …

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  • Millionenjagd: Puy du Fou startet spektakuläre Schatzsuche quer durch Westeuropa

    Millionenjagd: Puy du Fou startet spektakuläre Schatzsuche quer durch Westeuropa

    Ein goldener Schatz, ein geheimnisvoller Ort – und ein Wettlauf gegen die Zeit: Der legendäre französische Freizeitpark Puy du Fou sorgt mit einem neuen Abenteuer für Aufsehen. Unter dem Namen „Exkalibur“ startet dort die wohl größte Schatzsuche Europas. Im Zentrum steht eine goldene, mit Edelsteinen besetzte Schwert-Replik im Wert von satten 250.000 Euro – verborgen in einer Truhe irgendwo in Westeuropa.

    Was auf den ersten Blick wie ein Märchen aus alten Zeiten klingt, ist in Wahrheit ein moderner, clever inszenierter Wettbewerb. Anlässlich der Premiere des neuen Spektakels „L’Épée du Roi Arthur“ (Das Schwert von König Artus) will der französische Themenpark ein einmaliges Erlebnis schaffen – und scheint damit einen Nerv getroffen zu haben.

    Bereits am ersten Tag meldeten sich über 20.000 Schatzjäger an. Kein Wunder: Die Aussicht auf ein derart wertvolles Artefakt beflügelt die Fantasie. Die Teilnahme ist allerdings nicht umsonst – zwischen 39 und 129 Euro kostet das Vergnügen, je nach gewähltem Paket. Trotzdem: Der Hype ist riesig.

    Die Regeln sind einfach, aber die Herausforderung groß. Zwölf Rätsel gilt es zu knacken, um den geheimen Ort der Truhe zu entschlüsseln. Wer als Erstes das sagenumwobene Schwert Exkalibur findet, darf es behalten – ganz offiziell. Damit unterscheidet sich das Spiel deutlich von ähnlichen Wettbewerben. Erinnerungen an die „Chouette d’Or“ werden wach – die Goldene Eule, deren Versteck mehr als drei Jahrzehnte ein ungelöstes Rätsel blieb. Beim Puy du Fou wird man allerdings nicht ganz so viel Geduld brauchen: Die Schatzsuche ist auf fünf Jahre begrenzt.

    Jetzt stellt sich natürlich die große Frage: Ist das Ganze nur ein cleverer PR-Gag – oder tatsächlich ein echtes Abenteuer, das Geschichte schreiben könnte?

    Für viele Teilnehmer dürfte genau diese Mischung den Reiz ausmachen. Denn Puy du Fou ist bekannt für seine außergewöhnlichen Inszenierungen, die historischen Spektakel gleichen. Hier wird kein klassisches Freizeitpark-Programm geboten, sondern ein immersives Erlebnis, das Besucher in andere Zeiten und Welten entführt. Und nun eben auch in die Tiefen eines epischen Schatzrätsels.

    Was dabei besonders spannend ist: Der Ort des Schatzes liegt irgendwo in Westeuropa. Theoretisch könnte sich die Truhe also in einem alten Schloss in Schottland, einer Burgruine in der Provence oder gar unter einem Baum in einem deutschen Wald befinden. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt – und genau das macht den Reiz aus.

    Auch die Tatsache, dass das Spiel auf fünf Jahre begrenzt ist, sorgt für zusätzlichen Druck. Wer also mitmachen will, sollte keine Zeit verlieren. Rätselbegeisterte, Historienfans, Abenteurer – sie alle finden hier ihre Spielwiese.

    Ein Spiel für Träumer, Denker und Entdecker – mit einem verlockenden Ziel: Reichtum, Ruhm und eine Geschichte, die man seinen Enkeln erzählen kann.

    Oder wie würde man selbst reagieren, wenn man plötzlich mit einer Truhe voller Goldschmuck dasteht – mitten im Wald, irgendwo zwischen den Seiten eines modernen Märchens?

    Das Rennen hat begonnen.

    Von Daniel Ivers

  • Bittere Zeiten, bittere Biere – Wie ein Straßenkunstfestival in Mayenne den Rotstift mit Hopfen kontert

    Bittere Zeiten, bittere Biere – Wie ein Straßenkunstfestival in Mayenne den Rotstift mit Hopfen kontert

    Was tun, wenn die Region plötzlich den Geldhahn zudreht? In Mayenne hatte das Straßenkunstfestival „Les Entrelacés“ eine ebenso kreative wie provokante Antwort parat: Man braute kurzerhand eine eigene Bierkreation – bitter im Geschmack, bitter in der Botschaft. Der Name dieser besonderen Hopfenkreat…

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  • Goldfieber in der Bretagne: Zwischen Hoffnung und heftiger Kritik

    Goldfieber in der Bretagne: Zwischen Hoffnung und heftiger Kritik

    In der Bretagne bahnt sich etwas an, das fast an einen Westernfilm erinnert – Goldsuche. Doch was nach romantischer Schatzsuche klingt, sorgt vielerorts für Aufregung, Widerstand und ernste Debatten. Drei Anträge auf exklusive Schürfrechte durch die Firma Breizh Ressources lassen derzeit die Emotionen hochkochen. Die Rückkehr des Bergbaus – ausgerechnet in der Bretagne? Die Bretagne war schon früher Schauplatz intensiver Bergbautätigkeit. Nun nimmt die Region wieder eine Schlüsselrolle ein – diesmal in einer Zeit, in der der Bedarf an strategischen Metallen für Technologien der Zukunft massiv steigt. Die Firma Breizh Ressources, Tochter des kanadischen Unternehmens Aurania Resources, hat gleich drei sogenannte PER (Permis Exclusifs de Recherche) beantragt – mit den mythisch klingenden Namen EPONA, TARANIS und BÉLÉNOS. Insgesamt geht es um eine Fläche von über 850 Quadratkilometern in der Bretagne und im angrenzenden Pays de la Loire. Was steckt hinter diesen Namen?

    EPONA betrifft 51 k…

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  • Explosionen im Schulhof: Zwischen Schock und Sicherheit – Vorfall am Collège Jules-Vallès in Le Havre

    Explosionen im Schulhof: Zwischen Schock und Sicherheit – Vorfall am Collège Jules-Vallès in Le Havre

    Ein gewöhnlicher Schultag wurde am 21. Mai 2025 in Le Havre zum Alptraum: Gegen 9:30 Uhr flogen plötzlich Flaschen über die Mauern des Collège Jules-Vallès und explodierten – ein gezielter Angriff auf einen Ort, der eigentlich Schutz und Bildung bieten soll. Zwei Unbekannte schleuderten mehrere Behälter mit explosivem Inhalt in den Schulhof. Zwei davon detonierten – laut, bedrohlich, mit aufsteigender weißer Rauchwolke. Zum Glück war der Hof in diesem Moment leer. Kein Kind, kein Lehrer wurde verletzt. Aber der Schreck saß tief. 500 Schüler im Ausnahmezustand Sofort griff der Notfallplan: Die Schule wurde abgeriegelt. 500 Schüler mussten drinnen bleiben, während Polizei und Feuerwehr das Gelände sicherten. Sogar eine Spezialeinheit für chemische Gefahren rückte an – ein klares Signal, wie ernst die Lage war. Um 11 Uhr dann die Entwarnung: Der Spuk war vorüber, die Gefahr gebannt. Aber der Vorfall hallt nach. Ermittlungen mit überraschender Wendung Die Staatsanwaltschaft ermittelt berei…

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  • Ferrero investiert 95 Millionen Euro in Nutella-Megafabrik: Frankreich als strategischer Schlüsselmarkt

    Ferrero investiert 95 Millionen Euro in Nutella-Megafabrik: Frankreich als strategischer Schlüsselmarkt

    In der Normandie rührt sich was – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Der italienische Süßwarenriese Ferrero hat angekündigt, satte 95 Millionen Euro in seine französischen Standorte zu investieren. Im Mittelpunkt steht die Modernisierung der weltgrößten Nutella-Produktionsstätte im normannischen Villers-Écalles bei Rouen. Gleichzeitig entstehen zwei neue Logistikzentren in der Region. Das Ganze passiert passenderweise kurz vor dem Wirtschafts-Event „Choose France“ im Schloss Versailles – ein klares Signal an internationale Investoren. Die größte Nutella-Fabrik der Welt wird noch besser 30 Millionen Euro fließen direkt in die Optimierung der Produktionsanlagen in Villers-Écalles. Täglich verlassen rund 600.000 Gläser Nutella und 2,5 Millionen Kinder-Bueno-Riegel die Bänder dieser gigantischen Fabrik – jetzt soll sie noch effizienter und nachhaltiger werden. Geplant sind unter anderem der Austausch alter Produktionslinien und bessere Wärmedämmung. Damit setzt Ferrero auf eine grünere…

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  • 3.076 Schlümpfe auf einem Haufen – Landerneau in der Bretagne knackt den Weltrekord

    3.076 Schlümpfe auf einem Haufen – Landerneau in der Bretagne knackt den Weltrekord

    Am 17. Mai 2025 wurde das beschauliche bretonische Städtchen Landerneau zum Zentrum einer ganz besonderen Erfolgsgeschichte: Es hat den Weltrekord für das größte Schlümpfe-Treffen der Geschichte geknackt. Mit sage und schreibe 3.076 Teilnehmern – verkleidet als Schlümpfe, Schlumpfinen und natürlich der Große Schlumpf – wurde der bisherige Rekord der deutschen Stadt Lauchringen aus dem Jahr 2019 deutlich übertroffen. Die Begeisterung in Landerneau war spürbar – ja, beinahe ansteckend. Bereits zum dritten Mal versuchte die Stadt, diesen verrückten, aber charmanten Rekord aufzustellen. Doch erst jetzt, nach gescheiterten Anläufen in 2020 und 2023, sollte es endlich klappen. Dieses Mal passte einfach alles: das Wetter, die Organisation und vor allem die Stimmung.

    Die ganze Stadt war blau Die Innenstadt von Landerneau verwandelte sich in ein echtes Schlumpfdorf. Überall blau bemalte Gesichter, weiße Mützen und die ikonischen Kostüme. …

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  • Genêts: Wo die Gezeiten Geschichten erzählen

    Genêts: Wo die Gezeiten Geschichten erzählen

    In der Normandie, wo sich Himmel und Meer zum täglichen Rendezvous treffen, liegt ein kleines Dorf, das mehr ist als nur ein Punkt auf der Landkarte: Genêts. Es ist einer dieser Orte, an dem die Zeit nicht stillsteht, sondern gemächlich durch die Gassen schlendert – begleitet vom Rhythmus der Gezeiten. Schon bei der Ankunft spürt […]

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  • Sterne-Küche am eigenen Herd – Trüffel-Crêpes mit Sellerie-Püree und Haselnussöl

    Sterne-Küche am eigenen Herd – Trüffel-Crêpes mit Sellerie-Püree und Haselnussöl

    Ein französischer Klassiker neu interpretiert – aromatisch, samtig und elegant.

    🥄 Einleitung: Raffinesse trifft Erdung Crêpes – das französische Nationalheiligtum aus der Bretagne – begegnen in diesem Gericht einem völlig neuen Anspruch: Statt der klassischen süßen oder herzhaft gefüllten Variante …

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  • Breizhmer – Wie ein neues Label der bretonischen Fischerei frischen Wind verleiht

    Breizhmer – Wie ein neues Label der bretonischen Fischerei frischen Wind verleiht

    In der Bretagne tut sich was – und zwar gewaltig. Mit dem neuen Gütesiegel „Breizhmer“ beginnt eine neue Ära für die dortige Fischerei. Dieses Label ist mehr als ein hübsches Logo auf der Verpackung: Es steht für Herkunft, Qualität, Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeit. Kurz gesagt: Wer „Breizhmer“ kauft, entscheidet sich bewusst für guten Fisch aus fairer und verantwortungsvoller Produktion.

    Qualität hat jetzt ein Gesicht – und einen Namen

    Seit Oktober 2023 ist das Label offiziell am Start. Initiiert wurde es von der gleichnamigen Organisation „Breizhmer“, die sich nichts Geringeres vorgenommen hat, als die bretonischen Meeresprodukte neu zu definieren. Schluss mit der anonymen Ware aus Fernost – her mit ehrlichen Produkten von hier!

    Die Idee kam zur rechten Zeit: Immer mehr Verbraucher wollen wissen, woher ihr Essen stammt, wie es produziert wurde und ob dabei Mensch und Umwelt geschont werden. Genau diese Fragen beantwortet das neue Label – ohne Umschweife.

    Eine Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit

    Der internationale Wettbewerbsdruck steigt, der Markt wird härter – und mittendrin stehen Fischer und Produzenten aus der Bretagne. Statt sich unterkriegen zu lassen, zeigen sie nun Flagge. „Breizhmer“ reagiert auf den Wandel mit einem klaren Kurs: Regionalität, Verantwortung und Transparenz.

    Doch wie genau funktioniert das?

    Strenge Regeln statt schöner Worte

    Der Weg zum Gütesiegel ist steinig – aber lohnend. Um das Label zu erhalten, müssen strikte Anforderungen erfüllt sein: Nur Boote mit bretonischer Zulassung dürfen teilnehmen. Der Fang muss in bretonischen Häfen angelandet werden. Zudem verpflichten sich alle Beteiligten – vom Fischer über den Großhändler bis zum Verarbeiter – zu nachhaltigen Arbeitsweisen.

    Ein Paradebeispiel dafür, wie ein ganzes Netzwerk gemeinsam an einem Ziel arbeitet.

    Große Töne? Nein – große Wirkung!

    Kaum war das Label geboren, startete auch eine umfangreiche Kommunikationskampagne. In der Bretagne selbst, aber auch in der Region Paris wurde geworben – auf Messen, in Medien, in Supermärkten. Das Ziel: Sichtbarkeit. Und vor allem: Bewusstsein schaffen.

    Denn Hand aufs Herz: Wer weiß schon, ob sein Fisch aus Quiberon kommt oder von irgendwo auf dem Atlantik?

    Beeindruckender Start – und das ist erst der Anfang

    Bereits bis Ende 2023 hatten rund 40 Unternehmen das Label erhalten. Und täglich werden es mehr. Die Begeisterung innerhalb der Branche ist spürbar – und sie wirkt ansteckend. Denn mit dem Siegel steigen nicht nur das Vertrauen der Kunden und die Nachfrage, sondern auch die Preise, die Fischer für ihre Produkte erzielen können.

    Ein echter Lichtblick in einer oft von Krisen gebeutelten Branche.

    Anerkennung auf breiter Front

    Das Label „Breizhmer“ hat viele Fans – nicht nur an der Küste. Auch auf nationaler Ebene wird die Initiative gelobt. Politik, Handel, Umweltschützer und Verbraucher ziehen an einem Strang. Alle erkennen: Hier wird nicht nur geredet, sondern gehandelt.

    Bretonscher Stolz trifft auf moderne Verantwortung

    „Breizhmer“ ist mehr als ein Label. Es ist ein Versprechen. An die Kunden, an die Umwelt und an kommende Generationen. Wer heute Fisch mit dem blauen Gütesiegel kauft, unterstützt eine ganze Region – und ihre jahrhundertealte Tradition der nachhaltigen Fischerei.

    So gesehen ist jeder Einkauf ein kleines Bekenntnis. Für besseren Fisch. Für faire Bedingungen. Für die Bretagne.

    Von C. Hatty