Kategorie: Nordost

  • Aisne: Mann nach „kurzem Streit“ am Steuer seines Autos erschossen – Verdächtiger „aktiv gesucht“

    Aisne: Mann nach „kurzem Streit“ am Steuer seines Autos erschossen – Verdächtiger „aktiv gesucht“

    Ein Mann, der verdächtigt wird, einen anderen Mann in Château-Thierry (Aisne) mit einem Schuss ins Auge getötet zu haben, wird „aktiv gesucht“, wie die Staatsanwaltschaft von Soissons am Sonntag mitteilte.

    Ein 31-jähriger Mann wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Château-Thierry (Aisne) am Steuer seines Autos durch einen Schuss ins Auge getötet, wie die Staatsanwaltschaft von Soissons in einer Pressemitteilung bekannt gab.

    Nach ersten Ermittlungen verließ gegen 2.30 Uhr eine Gruppe von etwa zehn Personen ein Bar-Restaurant in der Stadt, einer von ihnen verließ den Ort in seinem Fahrzeug, bevor er etwa zehn Minuten später zurückkehrte, wie der Staatsanwalt von Soissons, Julien Morino-Ros, in einer Pressemitteilung bekannt gab.

    Er sei dann aus seinem Fahrzeug ausgestiegen und zum Auto des Opfers gegangen, so die Staatsanwaltschaft weiter. De Täter zog eine Handfeuerwaffe und feuerte sofort in Richtung des Fahrgastraums, woraufhin er den Ort des Geschehens fluchtartig verließ.

    Die verschiedenen Zeugen, die beim Eintreffen der Polizeikräfte vor Ort waren, wiesen laut Staatsanwaltschaft einen fortgeschrittenen Alkoholisierungszustand auf.

    Ersten Zeugenaussagen zufolge hatten das Opfer und sein Angreifer, die sich vor diesem Abend wohl nicht kannten, einen kurzen und Streit über ein junges Mädchen, das das Opfer angesichts unangenehmen Verhaltens des mutmaßlichen Täters verteidigt hatte.

    Ein Verdächtiger im Alter von etwa 30 Jahren wurde von den Ermittlern identifiziert. Er ist den Behörden aufgrund mehrerer Verurteilungen wegen Gewalttaten und schweren Diebstahls durch Gerichte in Guadeloupe und der Region Paris bereits bekannt und war zwischen 2011 und September 2020 mehrfach inhaftiert.

    Nach dem tödlichen Vorfall befindet sich der mutmaßliche Täter auf der Flucht.

  • Frankreich: Mindestens vier Migranten sterben bei gescheiterter Ärmelkanal-Überquerung

    Frankreich: Mindestens vier Migranten sterben bei gescheiterter Ärmelkanal-Überquerung

    Vier Migranten starben, als sie in der Nacht von Samstag auf Sonntag versuchten, die britische Küste über den Ärmelkanal zu erreichen. Ein fünfter befindet sich in Lebensgefahr. Ihr Boot war gegen 2 Uhr morgens in eiskaltem Wasser umgekippt, sodass sie kaum eine Überlebenschance hatten. Laut der Zeitung Voix du Nord sind die Opfer „syrische oder irakische“ Staatsangehörige.

    Eine neue Tragödie hat sich im Ärmelkanal abgespielt. Mindestens vier Migranten starben in der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 14. Januar, und ein weiterer wurde in der Nähe eines Strandes in Wimereux (Pas-de-Calais) schwer verletzt aufgefunden. Sie hatten offensichtlich versucht, in eiskaltem Wasser ein Boot zu erreichen, mit dem sie nach Großbritannien übersetzen wollten, wie die Präfektur für Seefahrt mitteilte.

    „Zum jetzigen Zeitpunkt sind vier Migranten tot und ein Migrant in Lebensgefahr, der in das Krankenhaus von Boulogne-sur-Mer verlegt wurde, zu beklagen“, sagte die Seepräfektur gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP und bestätigte damit eine Meldung der Zeitung La Voix du Nord.

    Das Boot der Migranten sei umgekippt, berichtet die Zeitung La Voix du Nord und schreibt ausserdem, dass es sich bei den Opfern laut dem Leiter der Rettungsmaßnahmen um „junge Erwachsene syrischer oder irakischer Nationalität“ handele. „In einem nur 10 °C warmen Wasser bei einer Außentemperatur von 4 °C sind die Überlebenschancen besonders gering“, so die Regionalzeitung.

    Das Drama ereignete sich gegen 2 Uhr morgens, wie die Préfecture maritime de la Manche et de la Mer du Nord (Prémar) der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. „Bei der Abfahrt eines Bootes vom Strand befanden sich die Personen in Schwierigkeiten und hatten Probleme, das Boot zu erreichen“.

    Ordnungskräfte an Land hätten die geplante Abfahrt eines Bootes und Personen, die sich im Wasser in Schwierigkeiten befänden, gemeldet. Ein „Großteil der Schiffbrüchigen wurde von Ordnungskräften vor Ort geborgen“.

    Der Einsatzschlepper Abeille Normandie, der sich auf Patrouille in dem Gebiet befand, ließ ein Boot zu Wasser, um die Schiffbrüchigen zu bergen. Dabei entdeckte die Besatzung „leblose oder bewusstlose Personen“ in 9°C kaltem Wasser.

    Insgesamt wurden 71 weitere Exilanten geborgen und versorgt, darunter etwa zehn Kleinkinder, berichtet die Zeitung La Voix du Nord. Die Überlebenden wurden in einen Hangar in Calais gebracht, der im Rahmen des Kälte-Notplans für Migranten zur Verfügung gestellt wurde.

    Im Jahr 2023 starben laut einer Zählung der Seepräfektur für den Ärmelkanal und die Nordsee offiziell zwölf Migranten bei dem Versuch, den Ärmelkanal zu überqueren. Die letzten beiden bekannten Todesfälle im Ärmelkanal passierten am 15. Dezember, als zwei Migranten am selben Tag bei zwei verschiedenen Überquerungsversuchen starben.

  • Bei Überfall auf Waffengeschäft getöteter Mann wurde wegen Mordes an Teenager gesucht

    Bei Überfall auf Waffengeschäft getöteter Mann wurde wegen Mordes an Teenager gesucht

    Der Mann hatte Anfang Dezember 2023 zwei Teenager während eines online vereinbarten Treffens, bei dem er einen Jogginganzug verkaufen wollte, angegriffen. Einer der beiden Teenager war dabei durch einen Messerstich getötet worden.

    Der Mann, der am Dienstag, den 9. Januar in Eslettes, nördlich von Rouen (Departement Seine-Maritime), bei einem Überfall auf eine Waffenhandlung getötet wurde, wurde im Rahmen der Ermittlungen zum Tod eines Jugendlichen Anfang Dezember im Departement Val-de-Marne gesucht, wie der Sender Franceinfo unter Berufung auf eine den Ermittlungen nahestehende Quelle meldete.

    Am Freitagabend, dem 8. Dezember 2023, ging ein 17-Jähriger zusammen mit seinem Cousin und zwei weiteren Jugendlichen zu einem auf einer Online-Verkaufsseite vereinbarten Termin, um einen Jogginganzug zu verkaufen. Dort warten mindestens fünf „vermummte“ Personen auf sie. Es kommt zu einem Streit, bei dem einer der vermummten ein Messer zieht und auf zwei Jugendliche einsticht. Der 17-Jährige wird in die Oberschenkelarterie getroffen und stirbt noch vor Ort, der zweite, sein Cousin, wird am hinteren Oberschenkel verletzt, schwebt aber nicht in Lebensgefahr.

    Einer der Hauptverdächtigen dieses Mordes wurde bereits festgenommen. Ein weiterer 18-Jähriger, der verdächtigt wurde, mit dem Mord in Verbindung zu stehen, wurde im Rahmen der Ermittlungen gesucht. Er ist es auch, der am Dienstag bei dem Überfall auf das Waffengeschäft im Département Seine-Maritime ums Leben kam. Am Dienstag stürmten kurz nach 11 Uhr drei Personen, einige von ihnen bewaffnet, mit vermummten Gesichtern und in dunkler Kleidung, eine Waffenhandlung in Eslettes, nördlich von Rouen. Einer der Männer wird dabei durch einen oder mehrere Schüsse tödlich getroffen. Er war es auch, der in den Mordermittlungen im Val-de-Marne gesucht wurde.

    Die beiden anderen Verdächtigen des Überfalls auf die Waffenhandlung flüchteten in einem Auto, berichtet der Sender France Bleu Normandie. Einer der beiden mutmaßlichen Räuber wurde später von einer Patrouille der Gendarmerie des Departements Rouen festgenommen. Der zweite befindet sich auf der Flucht. Seit Dienstag befinden sich in dieser Sache zwei Männer in Polizeigewahrsam, einer der drei mutmaßlichen Räuber und der Angestellte des Waffenladens, der den oder die tödlichen Schüsse abgegeben hat. Die Staatsanwaltschaft Rouen hat zwei Ermittlungen eingeleitet, eine wegen versuchten Raubes und eine weitere zu den Umständen des Todes des Verdächtigen.

  • Hochwasser im Pas-de-Calais: 304 Millionen Kubikmeter Wasser wurden seit November abgepumpt

    Hochwasser im Pas-de-Calais: 304 Millionen Kubikmeter Wasser wurden seit November abgepumpt

    Die Region Pas-de-Calais wurde in den letzten Monaten von mehreren Hochwasserereignissen heimgesucht. Die Kosten allein für das Abpumpen des Wassers belaufen sich laut dem Direktor der Institution intercommunale des wateringues auf „vier Millionen Euro“.

    „Seit November bis zum 8. Januar haben wir das Äquivalent von 304 Millionen Kubikmetern Wasser gepumpt“, sagte Frédérique Barbet, stellvertretende Direktorin der Interkommunalen Institution der Wateringues (IIW), am Mittwoch, dem 10. Januar, gegenüber dem Sender Franceinfo. Die Wateringues sind Gräben und Kanäle, die das Gebiet im Pas-de-Calais entwässern sollen, das in den letzten Monaten zweimal überschwemmt wurde. „Dieses Abpumpen hat uns eine Stromrechnung, die sich heute auf vier Millionen Euro beläuft, beschert“, fügte Frédérique Barbet hinzu. Daher die von der Organisation beantragte staatliche Soforthilfe.

    Der neue französische Premierminister Gabriel Attal war am Dienstag nach Clairmarais in der Nähe von Saint-Omer gereist und Hilfe zugesagt. Parallel dazu werde als Priorität, die Instandhaltung dieser Kanäle, in den Vordergrund gestellt. Dem IIW obliegt nämlich die Verwaltung von 140 Kilometern „Hauptkanälen“.

    Fast 40 Millionen Euro werden benötigt, um die Kanäle instand zu setzen.
    „Wir haben im letzten Jahr eine Reihe von Operationen durchgeführt, um den Zustand dieser Wasserläufe und Kanäle besser zu erkennen. Für ihre vollständige Instandsetzung werden etwa vierzig Millionen Euro veranschlagt“, sagte Frédérique Barbet auf Franceinfo. Derzeit wird die Institution von sechs Gemeindeverbänden finanziert und erhält einige Subventionen vom Staat und von der EU.

    Für Frédérique Barbet besteht dringender Handlungsbedarf. „Wir haben tatsächlich die Befürchtung, dass wir, wenn weitere Hochwasser kommen, mit einem System dastehen, das sich als überfordert erweist“, betont sie. Eine Angst, die durchaus auch langfristig besteht: „Wir haben eine Prospektivstudie über die voraussichtlichen Auswirkungen des Klimawandels erstellt und es hat sich herausgestellt, dass sich die Ereignisse, die wir im Laufe des Novembers erlebt haben, wiederholen können“, sagt sie.

  • Kaum zum Premierminister ernannt: Gabriel Attal tröstet die Katastrophenopfer im Pas-de-Calais

    Kaum zum Premierminister ernannt: Gabriel Attal tröstet die Katastrophenopfer im Pas-de-Calais

    Der neue französische Regierungschef besuchte noch am Tag seiner Amtsübernahme das von schweren Überschwemmungen betroffene Departement Pas-de-Calais. Bei seiner ersten Reise wollte der neue Premierminister Nähe zu den Menschen beweisen. Gabriel Attal wollte außerdem den Lokalpolitikern und den Betroffenen der Überschwemmungen im Departement Pas-de-Calais zusichern, dass der Staat sie nicht im Stich lassen würde. Er versuchte, die Betreiberin eines Cafés zu trösten, das mehrfach überschwemmt worden war. „Wir sind hier“, versicherte er der Frau, die ihm ihre Verzweiflung erklärte: „Es dauert zu lange, zu viele Papiere, es ist zu kompliziert.“ „Lassen Sie sich nicht demoralisieren, Sie sind die Verkörperung dieses arbeitenden, fleißigen Frankreichs, Sie werden Ihre Kunden wiederfinden, ich werde mit Ihnen hier einen Kaffee trinken“, fügte Attal hinzu. Hilfszusagen von 50 Millionen EuroGabriel Attal versuchte, auf die Not der Betroffenen mit Mitgefühl zu reagieren, aber auch Handlungsbere…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • „Eine wilde Horde“ – Busfahrer in Reims wird von 30 Jugendlichen mit Baseballschlägern angegriffen

    „Eine wilde Horde“ – Busfahrer in Reims wird von 30 Jugendlichen mit Baseballschlägern angegriffen

    Es passierte bereits am am 30. Dezember: Ein Bus wurde in Reims von mehreren Dutzend Jugendlichen angegriffen, die sich mit den Fahrgästen prügeln wollten. Der Busfahrer konnte gerade noch eine Tragödie verhindern.

    Ein am Dienstag, dem 9. Januar, in der Zeitung L’Union veröffentlichte Artikel lässt einem einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Es ist eine Szene wie aus einem Western, die sich am 30. Dezember in den Straßen von Reims abgespielt hat. An diesem Tag griffen etwa 30 Jugendliche einen Bus der Stadt an, um die Fahrgäste zu überfallen. Die betroffenen Fahrgäste hatten gegen 18 Uhr den Bus betreten und hatten den Busfahrer dringend gebeten, nicht anzuhalten.

    „Sie kamen zu ihm, um ihm zu sagen, dass eine Bande in der Innenstadt auf sie warte und dass er das Fahrzeug auf keinen Fall anhalten dürfe, da sie sie sonst töten würden. Das waren ihre Worte“, berichtet Jérôme Briot, Sekretär der CGT der städtischen Verkehrsbetriebe von Reims (TUR).

    Der Fahrer nahm die Bitte seiner Fahrgäste tatsächlich ernst, als er sich der Haltestelle Comédie näherte und eine „wilde Horde“ erblickte, die mit Baseballschlägern und anderen Schlagutensilien, bewaffnet war. Es handelte sich um etwa dreißig Jugendliche im Alter von 14-15 Jahren. Einige Jugendlichen sollen auch Macheten getragen haben, dies ist aber nicht gesichert.

    Die bewaffneten Jugendlichen klammerten sich an den Bus, um in das Innere zu gelangen.
    Bei starkem Verkehrsaufkommen fuhr der Busfahrer im Slalom durch die Fahrzeuge und überfuhr mehrere rote Ampeln, um die Sicherheit seiner Fahrgäste zu gewährleisten. „Trotz all seiner Bemühungen klammerten sich die Jugendlichen an den Bus und versuchten, hineinzukommen (…) Man kann sich nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn sie es geschafft hätten“, meint Gewerkschaftssekretär Jérôme Briot.

    Der Bus stoppte seine wilde Fahrt erst, als die Polizei eingetroffen war und die aggressiven Jugendlichen schließlich flüchteten. In einem Schreiben an Catherine Vautrin, die Präsidentin des Großraums Reims, forderte die Gewerkschaft CGT insbesondere die Einrichtung einer Transportpolizei in Reims, „es ist nicht unser öffentlicher Dienst allein, dem diese Rolle zukommen sollte“.

  • Hochwasser im Pas-de-Calais: Ankündigungen des neuen Premierministers Gabriel Attal

    Hochwasser im Pas-de-Calais: Ankündigungen des neuen Premierministers Gabriel Attal

    Zu den Maßnahmen, die Premierminister Attal bei seinem Besuch in der Region ankündigte, gehören die Freigabe von „mindestens 50 Millionen Euro“ für den Wiederaufbau öffentlicher Einrichtungen und „die Abschaffung des doppelten Selbstbehalts für Haushalte und Unternehmen“. Der neue Premierminister Gabriel Attal machte am Dienstag, dem 9. Januar, während einer kurzen Reise in das Departement Pas-de-Calais, das seit Tagen stark von Hochwasser betroffen ist, eine Reihe von Ankündigungen. Darunter die, dass er „einen Betrag von mindestens 50 Millionen Euro“ für den Wiederaufbau öffentlicher Einrichtungen bereitstellen werde, wie eine Regierungsquelle berichtet. „Angesichts der Notlage wird der Staat präsent sein, die Solidarität wird voll zum Tragen kommen“, so Attals Büro in einer Erklärung, die am frühen Dienstagabend an die Presse weitergeleitet wurde. Gabriel Attal kündigte den Bürgermeistern und den Geschädigten zunächst die „Abschaffung des doppelten Selbstbehalts (in den Versicherung…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Überschwemmungen im Norden Frankreichs: Versicherer zahlten bereits im November über 60 Millionen Euro aus

    Überschwemmungen im Norden Frankreichs: Versicherer zahlten bereits im November über 60 Millionen Euro aus

    Der Berufsverband France Assureurs bestätigte am Montag außerdem, dass Haushalte, die im Januar erneut betroffen sind, nicht zweimal den vertraglichen Selbstbehalt tragen müssen.

    Die Versicherer haben bis Ende Dezember bereits „mehr als 60 Millionen Euro“ an die Geschädigten der Novemberüberschwemmungen in der Region Hauts-de-France ausgezahlt, wie France Assureurs am Montag, dem 8. Januar, mitteilte. Dies entspricht „im Durchschnitt einer Anzahlung von 2.600 Euro pro geschädigtem Versicherten“, so der Verband.

    France Assureurs bestätigte auch, dass Haushalte, die im Januar erneut vom Hochwasser betroffen waren, die vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung nicht zweimal tragen müssen. Wirtschaftsminister Bruno Le Maire hatte dies bereits angekündigt.

    Nach den Überschwemmungen im November, die mehrere hundert Gemeinden im Norden Frankreichs in Mitleidenschaft gezogen hatten, „wurden bis Ende Dezember 2023 98% der Expertenbesuche ausgeführt“, so die Organisation. Die Caisse centrale de réassurance hatte Ende November die Kosten der Überschwemmungen, die im Rahmen des Naturkatastrophenregimes in der Region Hauts-de-France übernommen wurden, auf etwa 550 Millionen Euro geschätzt, wovon sie mindestens die Hälfte selbst tragen muss. Wirtschaftsminister Bruno Le Maire erklärte am Sonntag, dass „50 % der im November Geschädigten vollständig entschädigt worden sind“.

  • Ein Toter und Hunderte von Evakuierten bei Überschwemmungen im Nordosten Frankreichs

    Ein Toter und Hunderte von Evakuierten bei Überschwemmungen im Nordosten Frankreichs

    Mehr als 300 Menschen mussten im Departement Pas-de-Calais evakuiert werden. Neue Überschwemmungen betrafen in der Region mehrere Gemeinden. In der Region Loire-Atlantique wurde ein 73-jähriger Mann tot in seinem Auto aufgefunden und im Departement Nord waren mehr als 10.000 Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten.

    Eine regelrechte Sintflut, zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate. Mehr als 300 Menschen mussten im Departement Pas-de-Calais evakuiert werden, wo das Wasser stellenweise alle vorherigen Pegelstände übertraf. Am Mittwoch, dem 3. Januar, gab es ein Todesopfer aufgrund der Überschwemmungen im Departement Loire-Atlantique zu beklagen. Das Hochwasser betrifft sechs weitere Departements im Nordosten Frankreichs, für die die Warnstufe Orange gilt.

    Im Departement Loire-Atlantique wurde am Mittwochnachmittag ein 73-jähriger Mann tot in seinem teilweise unter Wasser stehenden Auto entdeckt, nachdem er offenbar auf eine Straße gefahren war, die aufgrund von Überschwemmungen eigentlich für den Verkehr gesperrt war, wie die Staatsanwaltschaft von Nantes mitteilte. Der Körper des Toten wurde von Tauchern der Gendarmerie entdeckt, erklärte der Staatsanwalt und fügte hinzu, dass „alles darauf hindeutet, dass er auf diese Straße gefahren ist, obwohl sie für den Verkehr gesperrt war“.

    Im Pas-de-Calais ist der Fluss Aa, für den bereits seit Dienstag die Warnstufe Rot gilt, „im Großen und Ganzen auf demselben Niveau wie im November“, als er seinen historischen Höchststand erreicht hatte, so die Webseite Vigicrues. Die Pegel könnten noch weiter ansteigen, aber „man kann davon ausgehen, dass wir uns auf dem Höhepunkt der Flut befinden“.

    „Es ist eine Katastrophe“, sagte Rachid Ben Amor, Bürgermeister von Blendecques, einer Gemeinde, durch die der Fluss Aa fließt und in der viele Häuser überschwemmt wurden. Emmanuel Macron, mit dem er am Dienstag telefoniert habe, habe ihm „gesagt, dass er alles veranlassen würde, was nötig ist“. Aber wann? Fragt sich der Bürgermeister und sagte, er erwarte mehr Mittel vom Staat.

    Bertrand Rose, ein Allgemeinmediziner in Blendecques, ist besorgt: „Ich habe Patienten, die in einem schrecklichen physischen und vor allem psychischen Zustand sind, weil es in letzter Zeit immer wieder zu Hochwasser kommt“.

    „Alles steht unter Wasser“, klagte die 59-jährige Michelle Coste, die ihr Haus nicht betreten kann. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass es so schnell wieder losgeht.“

    In der 5.000-Einwohner-Gemeinde werden die Betroffenen, die in Stiefeln mit ein paar Sachen in Einkaufstaschen und manchmal auch mit ihren Haustieren ankommen, in einer Sporthalle untergebracht, in der Feldbetten aufgestellt wurden.

    Nach Angaben der Präfektur des Departements Pas-de-Calais mussten seit Beginn der neuen Hochwasserwelle 371 Personen evakuiert werden, 115 davon seit 6 Uhr am Mittwoch.

    Christophe Béchu, Minister für den ökologischen Übergang, und Olivier Véran, Regierungssprecher, sollen am Donnerstag in mehrere Gemeinden im Pas-de-Calais reisen, um sich mit Bürgermeistern und Geschädigten zu treffen.

    12 Flüsse unter Warnstufe Rot oder Orange
    Neben der Aa, die als rot eingestuft wurde, wurden 11 Flüsse im nordöstlichen Viertel Frankreichs als orange eingestuft, in den Departements Pas-de-Calais, aber auch in den Departements Nord, Aisne, Ardennen, Maas, Mosel und Meurthe-et-Moselle. Überall in der Region Hauts-de-France ist Hochwasser, Dutzende Straßenabschnitte mussten gesperrt werden.

    Derzeit wird Wasser in Flaschen verteilt, da etwa 2.100 Einwohner am Mittwochabend ohne Trinkwasser waren, gab die Präfektur bekannt.

    Nachdem am Mittwoch in den Departements Nord und Pas-de-Calais mehr als 10.000 Haushalte ohne Strom waren, konnten 95 % von ihnen bereits am Ende des Tages wieder mit Strom versorgt werden, wie der Stromnetzbetreiber Enedis mitteilte.

    Luftaufnahmen von Esquerdes, in der Nähe von Blendecques, zeigen ganze Häuserblocks unter Wasser und in Éperlecques, einer Gemeinde im Großraum Saint-Omer, ist das Stadtzentrum überflutet, berichtet die Präfektur.

    Weiter östlich, im Departement Meurthe-et-Moselle, stieg das Wasser im Fluss Orne stark an. Laut Vorhersagen könnte das Hochwasser den historischen Höchststand von 2016 in Kürze überschreiten, so die Präfektur.

  • Oise: Leiche eines Mannes mit mehreren Messerstichen gefunden – Ermittlungen wegen Mordes eingeleitet

    Oise: Leiche eines Mannes mit mehreren Messerstichen gefunden – Ermittlungen wegen Mordes eingeleitet

    Drei Personen wurden am Dienstagmorgen wegen Mordverdachts festgenommen und befinden sich derzeit in Polizeigewahrsam.

    Die Leiche eines Mannes mit mehreren Messerstichen wurde am Montagmorgen in Saint-Just-en-Chaussée (Departement Oise) aufgefunden, berichtete der Sender France Bleu Picardie am Dienstag, dem 2. Januar.

    Das Opfer wurde am Montag kurz nach 5 Uhr morgens „in einem Unterstand auf dem Bahnsteig entlang der Eisenbahnlinie“ in der Nähe des Bahnhofs von Saint-Just-en-Chaussée gefunden, so die Staatsanwaltschaft von Beauvais. Nach den ersten Feststellungen des Gerichtsmediziners wies das Opfer Spuren zahlreicher Stichwunden auf.

    Drei Personen wurden am Dienstagmorgen von der Gendarmerie Amiens festgenommen und befinden sich derzeit in Polizeigewahrsam. Die Verdächtigen wurden durch die „Auswertung der Videoüberwachung“ identifiziert.