Kategorie: Grand West

  • Sturmflut: In La Tranche-sur-Mer ist die Düne um 10 Meter zurückgewichen

    Sturmflut: In La Tranche-sur-Mer ist die Düne um 10 Meter zurückgewichen

    Die Düne von La Tranche-sur-Mer (Departement Vendée) wich am Montag, den 12. Februar, über Nacht um 10 Meter zurück. Sie war unter dem Einfluss der letzten Stürme stellenweise zusammengebrochen.

    Ein Strand in der Vendée wurde in eine riesige Sandbaustelle verwandelt. Ein Ehepaar steht fassungslos vor dem Schaden, ein weiteres Stück ihres Gartens wurde wieder einmal von der Flut verschluckt. „Wir sind seit 63 Jahren hier, und so etwas haben wir noch nie gesehen. Es ist trostlos“, bedauert der Besitzer auf dem Sender France 2. Die Düne schützte wie ein letztes Bollwerk Hunderte von Häusern. Die Küstenlinie ist an manchen Stellen um 10 Meter zurückgegangen. Die Gemeinde hatte bereits zwei Reihen von Pfählen in den Boden gerammt, aber das Bollwerk steht kurz davor, zu brechen.

    Ein Experte plädiert für eine Steinaufschüttung in diesem Gebiet. „Man muss die Welle brechen, bevor sie die Düne angreift“, erklärte Jannick Rabillé, Präsident des Syndicat mixte du Bassin du Lay auf dem Sender France 2. Die gesamte Atlantikküste litt am Wochenende des 10. und 11. Februar unter den gewaltigen Wellen. Ein Fahrradweg wurde weggespült und 20.000 Kubikmeter Sand wurden vom Meer verschluckt.

  • Sturm Karlotta: Schwere Schäden an der französischen Atlantikküste

    Sturm Karlotta: Schwere Schäden an der französischen Atlantikküste

    An der Atlantikküste Frankreichs wurden am Sonntag, dem 11. Februar, große Gezeitenkoeffizienten gemessen. Grund dafür war der Sturm Karlotta, der unter anderem in der Gironde für Hochwasser sorgte.

    Kurz nach 7 Uhr am Sonntagmorgen, dem 11. Februar, mussten sich die Krankenpfleger um das Wasser kümmern, das in das Krankenhaus in Arès (Gironde) eingedrungen war. Das gesamte Erdgeschoss war nach der Flutwelle in der Nacht zuvor überschwemmt worden. Mehrere Abteilungen, darunter die Notaufnahme, mussten evakuiert werden. „Unser Ziel war es zunächst, die Patienten, die sich im Erdgeschoss befanden, zu sichern“, erklärte Bernard Judet de la Combe, Direktor des Privatkrankenhauses Wallerstein. Einige Patienten konnten das Haus verlassen oder wurden in andere Krankenhäuser verlegt.

    In der Nacht von Samstag auf Sonntag, dem 11. Februar, wurde die französische Atlantikküste von Wind und Wellen des Sturms Karlotta hart getroffen. Am Cap-Breton (Departement Landes) drang das Wasser weit ins Landesinnere ein und verursachte Schäden an den Häusern. Am Nachmittag war der Wellengang immer noch stark, was trotz der Gefahr einige Schaulustige anlockte. Am Ärmelkanal überraschten die hohen und kräftigen Wellen die Bewohner. Die Flutwellen haben an manchen Stellen die Küsten erheblich beschädigt.

  • Sturmtief Karlotta: Sehr unruhige See und Sturmfluten mit hohen Wellen

    Sturmtief Karlotta: Sehr unruhige See und Sturmfluten mit hohen Wellen

    Der Sturm Karlotta fegt über die französische Atlantikküste hinweg. Sechs Departements wurden von Météo France für Sonntag, den 11. Februar, in Alarmstufe Orange für Sturmflut und Hochwasser versetzt.

    Der Sturm Karlotta fegt am Sonntag über den Westen Frankreichs hinweg. Météo France aktualisierte seinen Warnbericht um 10 Uhr am Sonntagmorgen: Für die Departements Charente-Maritime, Gironde, Landes und Pyrénées-Atlantiques gilt Hochwasseralarm, während für Manche und Ille-et-Vilaine weiterhin Sturmflut-Alarm herrscht. In der vergangenen Nacht kam es an der Atlantikküste und am Eingang des Ärmelkanals zu sehr hohen Wellen.

    Sturmfluten sind den Bewohnern der Küste wohlbekannt, aber nicht unbedingt den Menschen, die im Inland wohnen. Sturmfluten, in Frankreich „Große Gezeiten“ genannt, sind Gezeiten mit großem Tidenhub, oftmals wesentlich größer als normal. Um die Gezeiten zu messen, wird ein „Gezeitenkoeffizient“ verwendet. Dieser schwankt zwischen 20 und 120. Die Zahl wird anhand des Höhenunterschieds zwischen Ebbe und Flut berechnet, auch „Tidenhub“ genannt. Und wenn der Koeffizient über 100 liegt, handelt es sich um „Große Gezeiten“ oder eine Sturmflut.

    Die hohen Gezeiten werden vom Mond beeinflusst. Zweimal im Monat, bei Neumond und Vollmond, verstärken sich die gravitativen Einflüsse von Mond und Sonne gegenseitig. Dieser Einfluss führt dazu, dass die Höhe der Gezeiten und damit der Tidenhub variiert.

    Und diese Bedingungen sind an diesem Sonntag, dem 11. Februar, eingetreten. Der Neumond fand am Freitag, dem 9. Februar statt. Daher ist der Tidenhub sehr groß: Daher auch die große Flut, die von dem Sturmtief Karlotta noch intensiviert wird.

    An solchen Tagen sollte man sich von der Küste fern halten und den oft grandiosen Anblick aus sicherer Entfernung geniessen.

  • Der älteste Franzose starb im Alter von 111 Jahren

    Der älteste Franzose starb im Alter von 111 Jahren

    Er hat seinen 111. Geburtstag am 6. Juni 2023 im Altersheim von Longué im Departement Maine-et-Loire gefeiert. André Ludwig, der als ältester Franzose galt, starb am 7. Januar, wie die Zeitung Le Courrier de l’Ouest berichtet. Der ehemalige kaufmännische Angestellte war seit 1972 im Ruhestand und hatte sich vor etwas mehr als sechs Jahren dazu entschließen müssen, sein Haus zu verlassen und in ein Altenheim zu ziehen. Sein Gesundheitszustand hatte sich in den letzten Monaten nach einer Operation am Oberschenkelknochen deutlich verschlechtert.

    André Ludwig wurde am 6. Juni 1912 in La Ferté-sous-Jouarre im Département Seine-Maritime geboren und hat in seinem langen Leben viel durchgemacht. Während des Zweiten Weltkriegs war er in Gefangenschaft geraten und anschließend nach Polen deportiert worden. Ihm gelang zwar die Flucht, aber er wurde in Berlin wieder gefasst. Später konnte André Ludwig nach einer weiteren Flucht nach Paris zurückkehren, um sich dort der Résistance anzuschließen.

    Seine Frau starb im Alter von 99 Jahren
    André Ludwig lebte mit seiner Frau bis zu deren Tod im Alter von 99 Jahren im Jahr 2012 zusammen. An seinem 110. Geburtstag hatte er der Zeitung Courrier de l’Ouest anvertraut, dass er seine Tochter aus den Augen verloren hat, als sie erst 20 Jahre alt war. „Ich habe sie nie wieder gesehen, das ist mein größter Schmerz“, sagte er. Er war bereits sehr geschwächt und sagte der Zeitung: „Mein größtes Vergnügen wird es sein, zu sterben. In einen langen Schlaf gehen“.

    Einen Tag nach dem 111. Geburtstag von André Ludwig im vergangenen Jahr war der zweitälteste Franzose im Alter von 110 Jahren gestorben. Auch Pierre Pineau stammte aus dem Departement Maine-et-Loire. Der älteste Mann Frankreichs ist nun wahrscheinlich Maurice Le Coutour aus Barfleur im Departement Manche. Maurice Le Coutour wird im Mai 2024 seinen 110. Geburtstag feiern.

    Bei den Frauen ist die 112-jährige Marie-Rose Tessier aus der Vendée die wohl älteste Frau in Frankreich. Sie wurde zur ältesten Französin, nachdem Ordensschwester André im Alter von 118 Jahren am 17. Januar 2023 verstorben war. Lucile Randon, so der richtige Name von Schwester André, galt ebenfalls als älteste bekannte Frau der Menschheit.

  • Vienne: 60-jähriger Mann tötet seine Frau und bringt sich danach selbst um

    Vienne: 60-jähriger Mann tötet seine Frau und bringt sich danach selbst um

    Die Leichen eines Ehepaars, beide 60 Jahre alt, wurden am Montagmorgen in einem Einfamilienhaus in einer kleinen Gemeinde in der Nähe von Poitiers entdeckt.

    Ein Mann hat in Nieuil-l’Espoir, etwa 15 Kilometer südöstlich von Poitiers (Departement Vienne), zuerst seine Frau getötet und sich anschließend selbst umgebracht, wie der Sender France Bleu Poitou berichtete. Die Leichen des Paares, beide 60 Jahre alt, wurden am Montagmorgen in einem Einfamilienhaus in der kleinen Gemeinde entdeckt, in dem das Paar seit etwa 20 Jahren wohnte.

    Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungen, die von der Gendarmerie in Poitiers durchgeführt wurden, schoss der Mann mit einem Jagdgewehr auf seine Frau, bevor er die Waffe gegen sich selbst richtete. Er war der Justiz bisher unbekannt. Es wurde eine Untersuchung wegen vorsätzlicher Tötung eingeleitet.

  • Charente-Maritime: Unglaubliche Notlandung eines Kleinflugzeugs in La Rochelle

    Charente-Maritime: Unglaubliche Notlandung eines Kleinflugzeugs in La Rochelle

    Eine zweimotorige Maschine musste am Samstag, dem 13. Januar, auf dem Flughafen von La Rochelle notlanden.

    Am Flughafen La Rochelle-Île de Ré (Departement Charente-Maritime) hielten am Samstag, den 13. Januar, alle den Atem an. Ein Pilot musste seine Maschine mit abgeschaltetem Motor auf dem Bauch landen, weil die Fahrwerke blockiert waren und nicht ausgefahren werden konnten. Die zweimotorige Maschine, die in Rouen (Seine-Maritime) gestartet war, gehört einer Firma, die auf Luftaufnahmen spezialisiert ist.

    Beim Landeanflug auf La Rochelle stellte der Pilot fest, dass sich die Fahrwerke nicht ausfahren ließen. Das Jagdgeschwader der französischen Luftwaffe in Mont-de-Marsan (Landes) wurde alarmiert. Ein Rafale-jagdflieger stellte, nachdem seine Besatzung das Blockieren der Räder festgestellt hatte, den Kontakt mit dem Piloten der zweimotorigen Maschine her. „Das ist nichts Harmloses. Als ich neben ihm flog, war eines der letzten Worte, die ich zu ihm sagte: Viel Glück und alles Gute“, berichtet der Jagdflieger Vincent später. Der Pilot des zweimotorigen Flugzeugs landete auf einer für die Notlandung vorbereiteten Landebahn: einem Schaumteppich, der von der Flughafenfeuerwehr ausgelegt wurde. Die Notlandung funktionierte ausgesprochen gut und die beiden Besatzungsmitglieder blieben tatsächlich unverletzt!

  • Maine-et-Loire: 41-Jähriger von eigenem Rottweiler getötet – Freund schwer verletzt

    Maine-et-Loire: 41-Jähriger von eigenem Rottweiler getötet – Freund schwer verletzt

    Ein 41-jähriger Mann wurde getötet, nachdem er von seinem Rottweiler in Tiercé bei Angers (Maine-et-Loire) angefallen worden war. Ein zweites Opfer wurde ins Bein gebissen und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Das Tier wurde eingefangen und eingeschläfert.

    Es geschah in der Nacht von Freitag, dem 29. auf den 30. Dezember 2023 in Tiercé, in der Nähe von Angers (Departement Maine-et-Loire). Ein 41-jähriger Mann wurde von seinem eigenen Hund angegriffen und tot in einem Auto aufgefunden. Sein Freund, der ebenfalls von dem Tier gebissen worden war, erlitt schwere Verletzungen am Bein.

    Wie die Zeitung Ouest-France berichtet, machte ein weiterer Mann, der zum Angeln an die Sarthe gekommen war, die schreckliche Entdeckung. Er sah ein geparktes Auto, in dem sich die beiden Opfer befanden. In der Nähe des Fahrzeugs sah der Angler einen Rottweiler, der, wie er sagte, eine bedrohliche Haltung einnahm. Der Angler beschloss nach kurzer Zeit, die Polizei und den Rettungsdienst zu verständigen.

    Hundeführer der Gendarmerie von Angers begaben sich an den Ort des Geschehens. Diesen gelingt es schließlich, das Tier zu überwältigen. Der Rottweiler wurde daraufhin in ein Tierheim gebracht und den städtischen Diensten übergeben. Den ersten Ermittlungen zufolge wurden die beiden Männer von dem Hund angegriffen: Beide haben sich wohl in ihr Fahrzeug flüchten wollen, hatten aber anscheinend die Fahrzeugschlüssel ihre Telefone draußen verloren.

    Eines der beiden Opfer – der Hundebesitzer – starb an den Folgen seiner Verletzungen. Eine mit ihm bekannte Züchterin aus dem Departement Charente-Maritime, sagte aus, dass er normalerweise „keine Sorgen“ mit dem Hund hatte: „Er rief mich oft an, um mich um Trainingstipps zu bitten“, erklärte sie gegenüber der Zeitung La Nouvelle République. Nach Angaben der Zeitung hatte das Tier sogar mehrere Preise bei Wettbewerben gewonnen. Der Rottweiler wurde inzwischen eingeschläfert. Das zweite Opfer, das ins Bein gebissen wurde, wurde ins Krankenhaus von Angers gebracht.

  • Segnung homosexueller Paare: Französische Bischöfe wollen „jede der beiden Personen individuell“ segnen

    Segnung homosexueller Paare: Französische Bischöfe wollen „jede der beiden Personen individuell“ segnen

    Der Vatikan hat Mitte Dezember die Segnung von „gleichgeschlechtlichen Paaren“ erlaubt. Die Bischöfe einiger französischer Diözesen riefen jetzt die Priester dazu auf, nicht das Paar an sich, sondern die Personen einzeln zu segnen.

    Die katholischen Bischöfe im Westen Frankreichs bitten darum, Homosexuelle „individuell“ zu segnen, aber nicht als Paar. Die veröffentlichten sie in einem Dokument „zur Erläuterung und Beratung“, das am Freitag, dem 5. Januar dem Sender France Bleu Armorique vorgelegt wurde. Das Schreiben wurde an Priester und Diakone der Diözesen Quimper, Rennes, Saint-Brieuc, Vannes, Angers, Laval, Le Mans, Luçon und Nantes versandt.

    Die Bischöfe der westlichen französischen Diözesen reagieren auf die Erklärung Fiducia supplicans „über die pastorale Bedeutung der Segnungen“, die am Montag, dem 18. Dezember vom Vatikan veröffentlicht wurde. „Lassen wir uns nicht von dem Strudel der unterschiedlichen Reaktionen, die sie hervorruft, mitreißen“, schreiben sie. In diesem Dokument erlaubt der Vatikan, „Paare mit irregulärem Aufenthaltsstatus und gleichgeschlechtliche Paare zu segnen“. Diese Segnung muss jedoch außerhalb der liturgischen Rituale erfolgen, „um keine Verwirrung mit der Segnung zu stiften, die dem Sakrament der Ehe eigen ist“, erklärt der von Papst Franziskus unterzeichnete Text.

    „Die Erklärung (des Vatikans) erfordert von unserer Seite eine aufmerksame Lektüre des gesamten Textes“, so die Bischöfe der westlichen Diözesen. Im vierten Absatz ihres Schreibens mit dem Titel „Gleichgeschlechtliche Paare segnen?“ vertreten die Bischöfe die Ansicht, dass in unserer Gesellschaft „die Ehe banalisiert wird, indem sie zu einem zivilrechtlichen Begriff geworden ist, der die begründende Besonderheit des sexuellen Unterschieds ignoriert“. Außerdem sind sie der Ansicht, dass sie „die Aufgabe haben, auf prophetische Weise, mit Sanftmut und Respekt, die große Schönheit des Plans Gottes zu bekräftigen, der den Menschen als Mann und Frau geschaffen hat und an den Christus erinnert hat“.

    Um „nicht zur Verwirrung beizutragen“, fordern die katholischen Bischöfe im Westen Frankreichs die Priester auf, „jede der beiden Personen, die ein Paar bilden, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung einzeln zu segnen“, nicht aber das Paar selbst.

    Die zehn Unterzeichner dieses Textes sind: Pierre d’Ornellas, Erzbischof von Rennes, Raymond Centène, Bischof von Vannes, Emmanuel Delmas, Bischof von Angers, Laurent Dognin, Bischof von Quimper, François Jacolin, Bischof von Luçon, Denis Moutel, Bischof von Saint-Brieuc, Laurent Percerou, Bischof von Nantes, Jean-Pierre Vuillemin, Bischof von Le Mans, Jean Bondu, Weihbischof von Rennes, Frédéric Foucher, Diözesanadministrator von Laval.

  • Überschwemmungen in der Charente-Maritime: Tausend Häuser betroffen und 250 Personen evakuiert

    Überschwemmungen in der Charente-Maritime: Tausend Häuser betroffen und 250 Personen evakuiert

    In der Charente-Maritime gilt am Montag weiterhin die zwiethöchste Hochwasserwarnung. Besonders betroffen ist die Stadt Saintes.

    Rund 1.000 Häuser sind betroffen und etwa 250 Menschen wurden am Sonntagnachmittag in Saintes und den umliegenden Gemeinden evakuiert, berichtet der Sender France Bleu La Rochelle. Seit mehreren Tagen leidet das Departement Charente-Maritime unter heftigen Überschwemmungen. Am heutigen Montag gilt dort immer noch eine orangefarbene Hochwasserwarnung.

    Der Rückgang des Hochwassers ist langsam
    Am Sonntagnachmittag erreichte der Fluss Charente mit 6,09 Metern seinen Höchststand. Der Rückgang wird nur langsam erfolgen und könnte laut den Vorhersagen der Webseite Vigicrues die ganze Woche über andauern.

    Der Präfekt beantragte am Sonntag, die Stadt Saintes unter den Status der Naturkatastrophe zu setzen.

  • Charente-Maritime: Haftanstalt in Saintes musste wegen Überschwemmungen evakuiert werden

    Charente-Maritime: Haftanstalt in Saintes musste wegen Überschwemmungen evakuiert werden

    Wegen des steigenden Wasserstandes der Charente mussten 142 Häftlinge aus einem Gefängnis evakuiert werden. In fünf Departements herrscht aufgrund des Hochwassers weiterhin die Warnstufe Orange.

    Das Wasser der Charente stieg am Donnerstag, dem 14. Dezember, weiter an und zwang die Behörden zu Aktionen. In Saintes (Departement Charente-Maritime) mussten am Donnerstagmorgen 142 Insassen des Gefängnisses in andere Haftanstalten evakuiert werden. Auch die Bewohner in mehreren Straßen der Gemeinde mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

    Der Höhepunkt des Hochwassers der Charente wird für Samstag oder Sonntag erwartet und soll Werte erreichen wie das letzte große Hochwasser im Jahr 2021. Fünf Departements der Region Nouvelle-Aquitaine wurden am Donnerstagmittag von Météo-France weiterhin auf die Warnstufe Orange „Hochwasser“ gesetzt. Auf der Regierungswebsite Vigicrues sind die betroffenen Flüsse im Detail aufgeführt.

    In Saintes gingen die Feuerwehrleute am Donnerstag von Haus zu Haus, um den Bewohnern der gefährdeten Gebiete zum Verlassen ihrer Häuser zu bewegen. „Ich helfe meiner Mutter beim Umzug“, erklärte ein Mann gegenüber dem Sender France 2. „Wir werden sie eine Zeit lang bei mir unterbringen (…) Wir werden nicht alles entfernen können, Möbel und Haushaltsgeräten werden da bleiben“. Eine Bewohnerin hat ihre Möbel auf Betonsteine gestellt, um Schäden zu verhindern, da das Wasser in ihr Wohnzimmer einzudringen droht. „Wir schauen uns die Vorhersagen auf Vigicrues an. (…) Es stimmt, dass es beängstigend ist“, gesteht sie.