Kategorie: Grand Est

  • „Raus mit den Vergewaltigern“ – Wie Strasbourg zum Schauplatz rechter Hetze wurde

    „Raus mit den Vergewaltigern“ – Wie Strasbourg zum Schauplatz rechter Hetze wurde

    Die Worte brannten sich ins Gedächtnis wie Brandflecken auf weißer Weihnachtspracht: „Papa Noël, remigre moi ces violeurs étrangers.“ Zu Deutsch: „Weihnachtsmann, schick mir diese ausländischen Vergewaltiger zurück.“ Ein Banner, aufgehängt am 3. Dezember mitten auf dem festlich erleuchteten Place Kléber in Strasbourg, während rundherum Kinderlachen, Glühweinduft und Weihnachtslieder die Luft erfüllten. Was als familiäres Vorweihnachtsidyll begann, endete an diesem Abend mit einer Demonstration der ganz anderen Art – und einem schalen Beigeschmack, der weit über die Grenzen des Elsass hinaus wirkt. Die Aktion stammt vom „Collectif Némésis“, einem radikalen identitären Frauenkollektiv aus Paris, das bereits in der Vergangenheit mit provokanten, rassistisch aufgeladenen Auftritten Schlagzeilen machte. In diesem Fall kletterten zwei Aktivistinnen auf ein Wohnhaus, platzierten das Banner in Sichtweite des Marktes – und verschwanden nach wenigen Minuten. Die Polizei entfernte das Plakat schn…

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  • Eintritt gegen die Massen? Wie Straßburgs Weihnachtsmarkt zum Politikum wird

    Eintritt gegen die Massen? Wie Straßburgs Weihnachtsmarkt zum Politikum wird

    Ein Zehn-Euro-Ticket für Glühwein und gebrannte Mandeln? In Straßburg sorgt ein Vorschlag zur Eindämmung des Besucherstroms am Weihnachtsmarkt für hitzige Debatten – und gibt einen Vorgeschmack auf den Kommunalwahlkampf 2026. Straßburg im Advent: Fachwerk, Lichterglanz, der Duft von Zimt und Anis. Über zwei Millionen Besucherinnen und Besucher strömen jedes Jahr auf den traditionsreichen Weihnachtsmarkt der Elsässer Hauptstadt. Doch mit dem Charme kommen auch die Schattenseiten: überfüllte Gassen, verstopfte Straßen, Sicherheitsprobleme, genervte Anwohner. Jetzt schlägt der linke Bürgermeisterkandidat Florian Kobryn von La France insoumise (LFI) vor, die touristische Flut mit einem Eintrittspreis zu zügeln. Zehn Euro sollen Besucher von außerhalb der Metropolregion zahlen – allerdings nur am Wochenende. Die Idee: Mit dieser Maßnahme ließe sich der Druck auf die Innenstadt entschärfen. Kobryn verweist auf Städte wie Venedig oder Bayonne, die ähnliche Maßnahmen eingeführt haben. Sein Zie…

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  • Neuves-Maisons im Schockzustand – Der tödliche Brand wurde absichtlich gelegt

    Neuves-Maisons im Schockzustand – Der tödliche Brand wurde absichtlich gelegt

    Es war eine jener Nächte, in denen alles stillzustehen scheint – der 29. auf den 30. November in Neuves-Maisons, einer kleinen Gemeinde in der Meurthe-et-Moselle. Und doch wurde aus dieser Stille ein infernalisches Grauen, das fünf Leben forderte. Drei von ihnen waren kaum erwachsen: 16, 18, 20 Jahre alt. Ihre Zukunft – ausgelöscht in einer Flammenhölle, die nicht etwa durch Unglück entstand, sondern durch gezielten Vorsatz. „C’est l’effroi qui l’emporte“ – der Schrecken überwiegt alles, sagt Pascal Schneider, der Bürgermeister, mit bebender Stimme im Interview mit franceinfo. Es ist keine Phrase, sondern der Aufschrei eines Mannes, der seine Gemeinde kennt. Der weiß, wie sehr dieser Verlust nicht nur Familien trifft, sondern ein ganzes Gefüge. In einer Stadt wie Neuves-Maisons, wo Nachbarn noch wissen, wer nebenan wohnt, ist ein solcher Brand kein isoliertes Ereignis – er hinterlässt ein Loch. Die Feuerwehr war schnell vor Ort. Routiniert, entschlossen. Doch gegen das, was sich hinter…

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  • Versteckte Waffe in der Nähe des Straßburger Weihnachtsmarkts entdeckt

    Versteckte Waffe in der Nähe des Straßburger Weihnachtsmarkts entdeckt

    Zwischen Lichterglanz und Glühweinduft, zwischen gebrannten Mandeln und Tannenzweigen, ist in Straßburg eine Entdeckung gemacht worden, die das Fest der Freude mit einem Schlag in einen Schatten der Sorge taucht. Nur wenige Meter vom traditionsreichen Christkindelsmärik entfernt, verborgen im Dickicht eines harmlos wirkenden Gebüschs, wurde ein funktionstüchtiger Revolver samt Munition gefunden – sorgsam deponiert in einem Blumentopf. Ein Fund, der weit mehr ist als eine skurrile Anekdote aus der Rubrik „Ungewöhnliches am Rande“. Es ist eine Erinnerung daran, wie fragil die friedliche Fassade urbaner Weihnachtlichkeit sein kann. Die Entdeckung am Donnerstag, dem 27. November, kam nicht etwa durch eine gezielte Fahndung zustande, sondern durch Zufall. Mitarbeiter der städtischen Grünpflege stießen im Bereich der Ponts-Couverts, einer pittoresken Ecke der Stadt, auf die gefährliche Hinterlassenschaft. Dass ausgerechnet dort, nahe des neuralgischen Punktes eines der bestbesuchten Weihnach…

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  • Urlaub mit Abgrund – Wenn ein Balkon zur Falle wird

    Urlaub mit Abgrund – Wenn ein Balkon zur Falle wird

    Ein Holzgeländer, das knarzt. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit. Dann das Geräusch von splitterndem Holz, gefolgt von Schreien, die durchs Tal hallen. Was sich am vergangenen Wochenende in Dabo, einem kleinen Ort in der Moselregion, ereignet hat, liest sich wie der Stoff aus einem schlechten Film. Doch es ist bittere Realität – und ein mahnendes Beispiel dafür, wie fragil das Versprechen von Sicherheit selbst im friedlichsten Urlaubsidyll sein kann.

    Drei Menschen wurden verletzt, eine junge Frau schwebt in Lebensgefahr. Der Balkon eines Ferienhauses, erbaut aus Holz, ist unter ihnen zusammengebrochen. Vier Meter tief stürzten sie in das Dornengestrüpp unterhalb des Giebels, wo ein Nachbar sie schließlich fand. Er hatte zuvor ein verdächtiges Knacken gehört, als würde ein alter Baum im Sturmwind ächzen, dann Stille – dann das Chaos.

    Der Zustand der 26-jährigen Frau war so kritisch, dass sie per Hubschrauber nach Straßburg geflogen wurde. Die beiden Männer, 23 und 53 Jahre alt, kamen mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus nach Sarrebourg. Leichtere Verletzungen, so heißt es bislang, doch die psychischen Spuren eines solchen Schreckensmoments werden wohl bleiben.

    Was ist geschehen?

    Die Behörden ermitteln. Noch sind die genauen Ursachen nicht öffentlich bekannt. Fest steht nur: Der Balkon sei „suddenement“, also plötzlich, eingebrochen. Diese Wortwahl lässt auf einen strukturellen Defekt schließen, möglicherweise ausgelöst durch Witterungseinflüsse, Materialermüdung oder schlicht mangelhafte Instandhaltung. Dass ein Zeuge das Knacken des Holzes gehört hat, bevor der Balkon nachgab, könnte ein Indiz sein – vielleicht ein letztes Warnsignal, das verhallte, bevor das Unglück seinen Lauf nahm.

    Ein solcher Vorfall wirft Fragen auf. Fragen, die über diesen Einzelfall hinausgehen und die sich nun Eigentümer, Vermieter und Behörden gleichermaßen stellen müssen. Wie sicher sind Ferienunterkünfte in ländlichen Regionen wirklich? Wer kontrolliert, ob Balkone, Terrassen oder Holzkonstruktionen regelmäßig gewartet werden? Und welche Standards gelten für touristisch genutzte Gebäude, die zwar idyllisch wirken, aber baulich nicht immer auf dem neuesten Stand sind?

    Die Moselregion mit ihren Fachwerkhäusern, Landgütern und rustikalen „Gîtes“ lebt von genau diesem Charme. Hierher kommt, wer Ruhe sucht, das einfache Leben, Holzofenromantik. Doch genau diese rustikale Ästhetik ist nicht selten mit Risiken behaftet – wenn sie nicht mit moderner Technik und klaren Sicherheitskonzepten verbunden wird.

    Dabo, ein Ort wie aus dem Bilderbuch, wird nun zum traurigen Schauplatz einer Debatte, die lange fällig war. Denn je mehr der ländliche Tourismus boomt, je mehr Städter sich nach dem Rückzug ins Grüne sehnen, desto größer wird die Verantwortung jener, die solche Rückzugsorte anbieten. Ein Balkon ist kein Dekor, er ist eine bauliche Konstruktion, die Leben tragen muss. Im Wortsinn.

    Für die lokalen Behörden ist das Unglück ein Warnsignal – vielleicht auch ein Weckruf. Es ist durchaus denkbar, dass der Vorfall eine breitere Diskussion über Kontrollpflichten und Instandhaltungsintervalle touristischer Unterkünfte anstoßen wird. Insbesondere in Regionen, in denen der Sommer und auch der Winter viele Gäste bringt, aber die Bauvorschriften nicht mit der gleichen Konsequenz überprüft werden wie etwa in städtischen Hotels.

    Es geht nicht um Schuldzuweisungen – noch ist nicht geklärt, ob menschliches Versagen, äußere Einflüsse oder schlicht Pech zur Katastrophe führten. Aber eines steht fest: Die Sicherheit in Urlaubsunterkünften darf nicht dem Zufall überlassen bleiben. Wer vermietet, trägt Verantwortung – baulich, rechtlich, moralisch.

    Vielleicht hilft dieses tragische Ereignis, das Bewusstsein zu schärfen. Bei Vermietern, bei Behörden, aber auch bei Reisenden selbst. Denn die Vorstellung, dass ein gemütlicher Abend auf dem Balkon eines Ferienhauses in einem Albtraum endet, ist nicht nur erschreckend – sie ist, wie Dabo zeigt, real.

    Autor: Andreas M. B.

  • Flammen in der Nacht – Eine Gemeinde steht unter Schock

    Flammen in der Nacht – Eine Gemeinde steht unter Schock

    Neuves-Maisons, eine kleine Stadt nahe Nancy, zählt gerade einmal 7.000 Seelen. Ein Ort, wo man sich kennt, wo die Nachbarschaft noch etwas bedeutet. Genau hier hat sich in der Nacht zum 30. November eine Tragödie ereignet, die die Gemeinde zutiefst erschüttert hat. Nach einer Party geht ein Wohnhaus in Flammen auf – fünf Menschen sterben. Ein Ehepaar, ihr 16-jähriger Sohn und zwei junge Freunde der Familie. Es ist 3 Uhr morgens, als das Feuer ausbricht. Noch liegt Dunkelheit über dem Viertel, die Straßen sind still. Was sich in den folgenden Minuten abspielt, lässt sich nur schwer in Worte fassen. Ein Haus, in dem bis vor Kurzem noch gelebt und gelacht wurde, ist nun eine Ruine. Als die Feuerwehr eintrifft – rund 70 Einsatzkräfte mit 40 Fahrzeugen – steht das Gebäude bereits in Vollbrand. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Doch so schnell sie auch sind, so geübt ihr Eingreifen: Sie kommen zu spät. Fünf Menschen finden in den Flammen den Tod. Nur der älteste Sohn der Familie überlebt…

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  • Burgund – Wo Frankreichs Seele zwischen Weinreben, Kanälen und Kathedralen flüstert

    Burgund – Wo Frankreichs Seele zwischen Weinreben, Kanälen und Kathedralen flüstert

    Ein stiller Kanal, auf dem ein Hausboot sanft vor sich hinschippert. Weinberge, die sich wie ein Teppich über sanfte Hügel legen. Eine uralte Abtei, in der Geschichte durch das Mauerwerk atmet. Wer nach Burgund reist, taucht ein in ein Stück Frankreich, das leise begeistert – mit Genuss, Kultur und ehrlicher Landschaft. Diese Region in Zentralfrankreich […]

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  • VROUM – Kleine Autos, große Erinnerungen

    VROUM – Kleine Autos, große Erinnerungen

    Ein leises „Klick“ beim Öffnen der Glastür, gedämpfte Schritte auf dem Boden der alten Industriehalle – und dann: Farben, Formen und Kindheitsgefühle pur. Genau das erwartet Besucher im Automobilmuseum in Mülhausen, wenn die neue Sonderausstellung „VROUM – Kleine Autos, große Kinder“ ihre Türen öffnet. Vom 20. Dezember 2025 bis zum 2. März 2026 wird hier eine Welt lebendig, in der Miniaturautos nicht nur Spielzeug, sondern lebendige Erinnerung und pure Fantasie sind.


    Zwischen Kindheit und Chrom – das MNA Mülhausen

    Mit über 500 Fahrzeugen auf 25.000 Quadratmetern zählt das Musée National de l’Automobile zu den eindrucksvollsten Automobilmuseen der Welt. Das riesige Areal, einst eine Textilfabrik, bietet heute glänzende Karosserien, schnittige Kurven und den Zauber von fast 100 Automarken – von klassischen Bugattis bis hin zu vergessenen Raritäten.

    Die Grundlage dieser außergewöhnlichen Sammlung legten die Gebrüder Fritz und Hans Schlumpf, zwei leidenschaftliche Sammler mit einem unstillbaren Drang, automobile Geschichte zu bewahren. Der Ort? Nur rund eine Autostunde südwestlich von Freiburg im Breisgau – und damit perfekt für einen Ausflug mit Retro-Feeling.


    Die Ausstellung: Modellautos, Erinnerungen und jede Menge Fantasie

    „VROUM“ ist nicht einfach eine Aneinanderreihung kleiner Autos. Es ist eine Zeitmaschine im Maßstab 1:43.

    Wer die Ausstellung betritt, wird von einer detailverliebten Szenografie empfangen, die mehr ist als Kulisse – sie ist Bühne, Wohnzimmer, Kinderzimmer, Garagenwerkstatt und Traumlandschaft in einem. Historische Miniaturen, bunte Tretautos, liebevoll gestaltete Figuren und nostalgische Werbeplakate entführen in die Jahrzehnte von 1940 bis heute.

    Und dann diese ikonischen Modelle! Die Klassiker im Maßstab 1:43 – sie lassen nicht nur Sammlerherzen hüpfen, sondern rufen auch vergessene Geschichten wach: vom Lieblingsauto auf dem Nachtkästchen bis zur Schachtel mit Lackschäden im Dachboden.


    Große Namen im Miniaturformat

    Besonderes Augenmerk liegt auf den großen Marken der Modellauto-Geschichte – allen voran Norev, das 2025 sein 80-jähriges Bestehen feiert. Daneben zeigt die Ausstellung eine faszinierende Bandbreite: ob Blech, Kunststoff oder Zinkdruckguss, ob französische Klassiker oder internationale Exoten – die Vielfalt ist schier grenzenlos.

    Und mal ehrlich: Wer hat nicht irgendwann ein Auto aufgezogen, losgelassen und dem surrenden Geräusch hinterhergeschaut wie einem fliegenden Traum?


    Kultur trifft Kindheit – mit Originalgröße

    Der Clou von „VROUM“ ist der Perspektivwechsel. Die Ausstellung belässt es nicht bei Miniaturen, sondern schlägt gekonnt die Brücke zur Realität. Mehrere Originalfahrzeuge – darunter ein Bugatti 64 und ein seltener 4L Bertin – sind Teil der Inszenierung.

    Sie stehen nicht als bloße Schaustücke da, sondern erzählen mit den kleinen Nachbauten ihre eigene Geschichte. Ein spannender Dialog zwischen Mini und Maxi, zwischen Traum und Technik.

    Und ja – dieser Moment, wenn man feststellt, dass das Spielzeugauto aus Kindertagen auf einem echten Modell basiert, ist einfach magisch.


    Ein Fest für die ganze Familie

    Ob jung oder alt, Sammler oder einfach nur neugierig – „VROUM“ trifft einen Nerv. Die Ausstellung bietet ein Erlebnis, das Generationen verbindet. Großeltern, die ihre alten Spielzeuge wiederentdecken, Kinder, die die Faszination des Fahrens begreifen – und dazwischen jede Menge Austausch, Staunen und gemeinsames Lächeln.

    Klingt kitschig? Vielleicht. Aber genau deshalb funktioniert es so gut. Es ist diese liebevolle, fast zärtliche Herangehensweise, die „VROUM“ so besonders macht. Keine steife Museumsatmosphäre, sondern echtes Erleben, Mitmachen und Zurückdenken.


    Und sonst so? Ein Ort zum Wiederkommen

    Abseits der Sonderausstellung lohnt sich ein Rundgang durch das MNA ohnehin: die berühmte Bugatti-Sammlung, die alten Benz-Kutschen, die Luxuskarossen der 30er – hier reihen sich echte Ikonen aneinander.

    Im Museumsshop gibt’s natürlich Miniaturen zu kaufen – für Sammler und für die nächste Generation. Und im Café kann man bei einem Espresso mit Blick auf die Klassiker gedanklich nochmal durch den eigenen Kinderfuhrpark cruisen.


    Empfehlungen für deinen Besuch

    Wer „VROUM“ erleben möchte, sollte mindestens zwei bis drei Stunden einplanen – idealerweise mehr. Früh kommen lohnt sich, besonders in den Ferienzeiten, denn die Ausstellung zieht viele Besucher an. Die Erklärungen gibt’s auf Deutsch, Französisch und Englisch – also auch für internationale Gäste gut geeignet.

    Übrigens: Das Museum ist auch bei schlechtem Wetter eine perfekte Anlaufstelle, dank der überdachten Hallen. Und für Fans gibt es regelmäßig Führungen und Workshops rund um das Thema Modellbau.


    Also – worauf wartest du noch? Die kleinen Boliden rollen schon…

    Ein Reisebericht von V.O.Yager

  • Schneckenklau in der Champagne – Ein Jahr Arbeit in einer Nacht geraubt

    Schneckenklau in der Champagne – Ein Jahr Arbeit in einer Nacht geraubt

    In der Stille der Nacht, dort, wo normalerweise nur das leise Rascheln der Weinberge und das Zirpen der Insekten die Dunkelheit durchdringen, schlugen Unbekannte zu. Ihr Ziel: ein Hof in Bouzy, einem verschlafenen Ort in der Marne, bekannt für Champagner – und für Schnecken. Jean-Mathieu Dauvergne, Héliciculteur mit Leib und Seele, stand am nächsten Morgen vor einem leeren Kühlhaus. Was fehlte? 450 Kilo Schneckenfleisch – seine gesamte Jahresproduktion, sorgfältig gezüchtet, gepflegt, geerntet. Ein Verlust, der nicht nur finanziell schmerzt. „Das ist ein Stück von mir“, sagt Dauvergne. Kein Pathos, nur bittere Wahrheit. Denn hinter jeder Schnecke steckt nicht nur Arbeit, sondern auch Verantwortung – gegenüber Mitarbeitern, Saisonkräften, Kunden. Das gestohlene Fleisch war für rund 120.000 gefüllte Schneckenhäuser bestimmt – ein Festschmaus, der nun ausfällt. Die Spuren im Schlamm erzählen alles Es brauchte keine Kommissare mit Lupen, sondern nur einen Blick auf die matschigen Reifenspu…

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  • Strasbourg im Lichterkleid: Warum der Weihnachtsmarkt ein Muss ist

    Strasbourg im Lichterkleid: Warum der Weihnachtsmarkt ein Muss ist

    Es gibt Orte, die man einmal im Leben gesehen haben muss. Der Weihnachtsmarkt in Straßburg gehört zweifellos dazu. Wenn sich die engen Gassen der elsässischen Altstadt in ein Lichtermeer verwandeln, wenn der Duft von Glühwein und Zimtsternen durch die Straßen zieht und über der Place Kléber der große Weihnachtsbaum leuchtet wie ein nordischer Stern – dann beginnt im Herzen Europas eine der zauberhaftesten Zeiten des Jahres. Straßburg nennt sich in dieser Phase nicht ohne Grund selbstbewusst „Capitale de Noël“, Hauptstadt des Weihnachtsfestes. Die Eröffnung des traditionsreichen Weihnachtsmarktes, der seine Wurzeln bis ins Jahr 1570 zurückverfolgt, ist für Jeanne Barseghian, die grüne Bürgermeisterin der Stadt, ein Ereignis von beinahe sakralem Charakter. „Man arbeitet das ganze Jahr über darauf hin“, sagt sie im Interview mit dem Sender FranceInfo. Kein Wunder – dieser Markt ist nicht bloß ein Fest der Sinne, sondern auch ein logistisches Großprojekt, das jedes Jahr rund 3,4 Millionen …

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