Kategorie: À la une

  • Mann mit Messer am Flughafen Roissy Charles-de-Gaulle von der Polizei erschossen

    Mann mit Messer am Flughafen Roissy Charles-de-Gaulle von der Polizei erschossen

    Der Vorfall ereignete sich im Terminal 2F kurz nach 8.20 Uhr am Mittwoch, 10. August.

    Ein obdachloser Mann wurde am Mittwochmorgen, dem 10. August, am Flughafen Roissy Charles-de-Gaulle durch den Schuss eines Polizisten getötet. „Die Polizei hat heute Morgen eine bedrohliche Person, die im Besitz einer Stichwaffe war, neutralisiert“, erklärte die Polizeipräfektur von Paris auf ihrem Twitter-Account.

    Die Tat ereignete sich im Terminal 2F kurz nach 8.20 Uhr. Ein Obdachloser bedrohte Mitarbeiter des Flughafens sowie Passagiere, wie Franceinfo unter Berufung auf Polizeiquellen meldet. Die Polizei griff daraufhin ein. Trotz Warnungen ging der mit einem Messer bewaffnete Mann auf die Beamten zu, die ihre Waffen zogen und den Angreifer mit einem Schuss töteten.

    Zur Zeit versuchen die Sicherheitsbehörden,den Mann zu identifizieren. Der Vorfall wird derzeit nicht als terroristisch eingestuft. Die Staatsanwaltschaft Bobigny erklärte, dass eine Untersuchung wegen vorsätzlicher Tötung eingeleitet und der Generalinspektion der nationalen Polizei anvertraut wurde. Eine zweite Untersuchung wegen versuchten Mordes an Polizeibeamten wurde gegen den Getöteten von der Grenzpolizei eingeleitet.

  • Monster-Feuer in der Gironde brennt erneut – tausende Hektar verbrannt – Bewohner zum zweiten Mal evakuiert

    Monster-Feuer in der Gironde brennt erneut – tausende Hektar verbrannt – Bewohner zum zweiten Mal evakuiert

    In der Süd-Gironde, in der Region Landiras, ist seit Dienstag Abend erneut ein großer Brand im Gange. Am Mittwochmorgen sind bereits mindestens 6.000 Hektar abgebrannt. 16 Häuser wurden in dem Ort Belin-Béliet zerstört.

    Die Feuerwehr hatte es befürchtet. Am Dienstag, dem 9. August, kam es am Rande von Landiras, einem Gebiet, das bereits im Juli von heftigen Bränden heimgesucht worden war, erneut zu einem extrem heftigen Feuer. Am Mittwochmorgen waren rund um die Gemeinden Hostens und Saint-Magne bereits 6.000 Hektar Wald verbrannt. Fast 3.800 Menschen mussten evakuiert werden, die Evakuierung von Bourg de Belin (fast 2.000 Menschen) ist heute Vormittag noch im Gange. In der Gemeinde Belin-Béliet brannten in der Nacht 16 Häuser ab.

    Am frühen Abend des 9. August wurde der gesamte Ort Hostens evakuiert und die Feuerwehren versuchen mit allen Kräften ein Überspringen der Flammen auf die Häuser zu verhindern. Die Rettung der von den Flammen bedrohten Häuser hat Vorrang. Ein Drama für die Gemeinde, die bereits im Juli wegen der heftigen Brände evakuiert wurde.

    „Wir werden versuchen, alle in Sicherheit zu bringen“
    Tausende von Menschen mussten gestern Abend in aller Eile ihre Häuser verlassen. Viele haben Unterschlupf bei Freunden und Verwandten gefunden.

    „Wir hoffen, dass unsere Häuser sicher sind, aber das Problem ist, wir wissen nicht, wann wir wieder zurück können“, sagt eine Bewohnerin, die gestern mit ihren drei Kindern evakuiert wurde gegenüber France 3.

    In dem Gebiet sind 500 Feuerwehrleute im Einsatz, die von Löschflugzeugen unterstützt werden. Die Wetterbedingungen machen die Löscharbeiten sehr schwierig.

    „Die Front des Feuers bewegt sich in Richtung A63 (Autobahn Bayonne-Bordeaux). In Kürze wird eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 90 km/h und eine Reduzierung auf zwei von drei Fahrspuren in Richtung Bayonne-Bordeaux eingeführt“, so die Präfektur des Departements Gironde in einer Pressemitteilung.

  • Lozère, Aveyron, Isère, Charente, Maine-et-Loire… Überblick über die aktuellen Brände in Frankreich

    Lozère, Aveyron, Isère, Charente, Maine-et-Loire… Überblick über die aktuellen Brände in Frankreich

    Frankreich bricht diesen Sommer traurige Rekorde bei den Waldbränden, wie das Europäische Waldbrandinformationssystem berichtet. Hier ein Überblick über die aktuell aktiven Brände.

    Mit bereits mehr als 47.000 Hektar verbrannter Fläche seit Jahresbeginn verzeichnete Frankreich laut dem Europäischen Waldbrandinformationssystem (EFFIS) bereits im Juli einen traurigen Rekord. Am Dienstag, dem 9. August, brennen in vier Departements noch immer Feuer, die auf eine außergewöhnliche Trockenheit zurückzuführen sind. Hier ein Überblick über die Lage.

    Lozère und Aveyron: fast 3.000 Evakuierungen und 700 Hektar verbrannte Fläche

    Etwa 3.000 Personen, Bewohner der Gemeinde, aber auch Urlauber, die sich auf Campingplätzen in den Gorges du Tarn aufhielten, wurden in der Nacht von Montag auf Dienstag wegen des anhaltenden Feuers in Mostuéjouls im Departement Aveyron evakuiert, wie die Feuerwehr am Dienstagmorgen mitteilte. 1.200 Menschen über Nacht in Sicherheit gebracht, wie die Präfektur des Departements auf Twitter mitteilt.

    Es handelt sich um denselben Waldbrand, der am Montag in der Gemeinde Massegros Causses Gorges in Lozère ausgebrochen war und sich auf das Aveyron ausgebreitet hat. Er verbrannte bisher mindestens 700 Hektar Vegetation, von denen drei Viertel im Departement Aveyron liegen.

    600 Feuerwehrleute sind vor Ort, um den Brand zu bekämpfen. Zusätzlich sind drei Canadair-Löschflugzeuge aus dem Gard zur Unterstützung eingetroffen. „Die evakuierte Bevölkerung in den Gemeinden Mostuéjouls oder Rivière-sur-Tarn muss in den Schutzräumen bleiben: Bis auf weiteres ist keine Rückkehr in die Häuser möglich“, so die Präfektur des Departements Aveyron.

    Im Departement Maine-et-Loire: 600 Hektar verbrannt, weitere 500 gefährdet
    Ein Feuer, das am Montagnachmittag im Norden des Departements Maine-et-Loire ausbrach, hat bereits 600 Hektar Vegetation im Massif de Pugle in Baugé-en-Anjou verbrannt, wie die Präfektur des Departements am Dienstag mitteilte. Am Dienstagvormittag war das Feuer immer noch nicht unter Kontrolle und weitere 500 Hektar sind direkt gefährdet. Die Feuerwehr ist nicht sicher, ob sie das Feuer im Laufe des Tages eindämmen kann, sagt ein Kommandant, der die Einsätze vor Ort leitet, gegenüber Franceinfo. 317 Feuerwehrleute und 107 Fahrzeuge sind im Einsatz, darunter auch Verstärkung aus anderen Départements. Auch ein Dash-Flugzeug des Zivilschutzes fliegt Löscheinsätze.

    Ein Problem für die Löscharbeiten bestand darin, dass das Feuer am Montagnachmittag das Lager der Minenräumung in Beauregard erreichte, wo Munition und Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg gelagert werden. Die durch die Hitze verursachten Detonationen verhinderten, dass die Feuerwehr in dem Gebiet tätig werden konnte und dass das Feuer schnell an Virulenz gewann.

    Isère: mehr als 100 Hektar verbrannt
    Im Departement Isère schreitet das Feuer, das am Freitagabend nach einem Blitzeinschlag in den Ausläufern der Chartreuse ausgebrochen war, „langsam voran“, wie die Präfektur in einer Erklärung am Dienstagmorgen mitteilte. Er hat inzwischen „etwas mehr als hundert Hektar“ vernichtet.

    380 Feuerwehrleute sind mit 92 Fahrzeugen im Einsatz, unterstützt von Löschflugzeugen. Fünf Kolonnen sind zur Verstärkung aus den Departements Rhône, Savoie, Haute-Loire, Puy-de-Dôme, Allier und Cantal eingetroffen.

    „Bisher sind keine Verletzten unter der Bevölkerung zu beklagen. Drei Feuerwehrleute wurden bei einem Einsatz leicht verletzt“, meldete die Präfektur des Departements Isère. Derzeit sind keine Wohnhäuser oder Firmengelände gefährdet. Etwa 170 Personen wurden aus den Orten Malossane, Les Balmes und Le Bourget in der Gemeinde Voreppe evakuiert. Die Orte Les Barniers-Les Côtes in La Sure-en Chartreuse wurden vorsorglich bereits am Sonntag zur Räumung ihrer Häuser aufgefordert. Die Bewohner fanden hauptsächlich bei ihren Familien Unterschlupf. Weitere 30 Häuser wurden am Montag im Gebiet Les Balmes wegen heranfliegender brennender Pflanzenteile evakuiert.

    In der Charente wurden fast 150 Hektar Wald vernichtet
    Fast 150 Hektar Wald wurden bei einem Brand zerstört, der am Montagabend in der Gemeinde Boisbreteau in der Süd-Charente ausgebrochen ist, so die Präfektur des Departements in einer Erklärung am Dienstag. Das Feuer ist nicht unter Kontrolle und breitet sich weiter aus.

    Mehr als 220 Feuerwehrleute sind im Einsatz, darunter auch Verstärkung aus der Nouvelle-Aquitaine und des Pays de la Loire. Im Laufe des Vormittags werden auch Löschflugzeuge erwartet.

    Etwa 30 Personen wurden in dem Festsaal von Boisbreteau untergebracht, fügte die Präfektur der Charente hinzu. Zwei Hochspannungsleitungen, die etwa 200 Haushalte versorgten, mussten vom Stromnetz getrennt werden.

  • Waldbrände: Sechs neue Brandausbrüche in der Bretagne (Morbihan)

    Waldbrände: Sechs neue Brandausbrüche in der Bretagne (Morbihan)

    Nach einem Wochenende mit heftigen Bränden loderten die Flammen am Montag, dem 8. August, im Département Morbihan in der Bretagne erneut auf. Familien mussten vorsorglich aus ihren Häusern evakuiert werden.

    Davor hatten Feuerwehr und Bewohner Angst. Am Montag, dem 8. August, flammte das Feuer in dem bretonischen Departement Morbihan wieder auf. Es kam zu sechs Brandausbrüchen, die zum Teil bis Dienstagmorgen noch nicht unter Kontrolle gebracht werden konnten. Schuld daran sind der starke Wind und die Beschaffenheit des Bodens. Hubert Audic, Landwirt in Locoal-Mendon (Morbihan), erklärte auf France 3: „Das ist ein Torfmoor, also wird das Feuer in der Tiefe glühen und sobald es Wind gibt, wird es wieder ausbrechen“.

    Ein einziges Löschflugzeug für mehrere Brände
    Die Gendarmen gehen von Haus zu Haus, um zu überprüfen, ob die Evakuierungsaufforderung alle erreicht hat. Löschflugzeuge werden zur Unterstützung der Feuerwehr in ein Gebiet gerufen, in dem sie normalerweise nicht zum Einsatz kommen. „Das ist ein großer Brandausbruch und es gibt mehrere Feuer im Departement, bei denen er ebenfalls eingreift, also muss das Flugzeug nacheinander die Brände anfliegen“, sagt Didier Mousel, Direktor des Service Départemental d’incendie et de Secours des Departements Morbihan.

  • Feuer zwischen Lozère und Aveyron: 700 Hektar verbrannt – 3.000 Menschen in der Nacht evakuiert

    Feuer zwischen Lozère und Aveyron: 700 Hektar verbrannt – 3.000 Menschen in der Nacht evakuiert

    Am Montag, dem 8. August, brach gegen Abend im Departement Lozère ein Feuer aus, das sich bis in das Aveyron ausbreitete. Dreitausend Menschen mussten in der Nacht evakuiert werden.

    Das Feuer, das am Montag, dem 8. August, in Le Massegros in der Region Lozère durch eine landwirtschaftliche Maschine ausgelöst wurde, hatte sich bis 23 Uhr auf über 400 Hektar ausgebreitet und war bis ins benachbarte Aveyron vorgedrungen, wie die Nachrichtenagentur AFP meldet. Nach Angaben der Zeitung Midi Libre sind am Dienstagmorgen bereits mindestens 700 Hektar Opfer der Flammen geworden.

    Die Präfektur des Departements Aveyron gab am Dienstagmorgen bekannt, dass in der Nacht rund 1.000 Personen evakuiert werden mussten. „Die ganze Nacht hindurch wurden Evakuierungen durchgeführt. Zwischen 1 Uhr und 3 Uhr morgens wurden 1.200 Personen versorgt“, schrieb die Präfektur auf ihrem Facebook-Account und kündigte die Ankunft von drei Canadair-Löschflugzeugen aus dem Departement Gard am frühen Morgen des Dienstag an.

    Nach Angaben der Stadtverwaltung von Mostuéjouls im Département Aveyron wurden insgesamt mehr als 3.000 Menschen evakuiert. Vorsorglich wurden die Dörfer Rivière-sur-Tarn, Mostuéjouls und mehrere Campingplätze evakuiert.

    Das Feuer entstand laut Feuerwehr durch eine landwirtschaftliche Maschine. In einer Zeit extremer Trockenheit genügte ein kleiner Funken, um in der Nähe von Massegros, nördlich von Montpellier, die Vegetation in Brand zu setzen.

    Die betroffene Fläche, die um 17.30 Uhr 50 Hektar betrug, wuchs schnell auf 400 Hektar gegen 23 Uhr an.

    Zweihundert Feuerwehrleute aus Lozère und Aveyron waren im Einsatz. Am Abend traf Verstärkung aus der Haute-Garonne ein. Mehr als 600 Feuerwehrleute aus mehreren Departements (Aveyron, Lozère, Gard, Hérault, Bouches-du-Rhône, Var, Aude, Alpes-maritimes, Tarn, Ariège, Haute-Garonne) waren laut der Präfektur des Departements Aveyron auch am Dienstagmorgen im Einsatz.

    Das Feuer entwickelte sich in sehr dichten und schwer zugänglichen Kiefernwaldgebieten in Richtung der Schluchten des Tarn. Mehrere sekundäre Feuerausbrüche wurden entlang der RD32 (Lozère) und der RD9 (Aveyron) verzeichnet, insbesondere am Ort Bombes im Aveyron.

    Laut dem Europäischen Waldbrandinformationssystem (EFFIS), das seit 2006 entsprechende Statistiken führt, verzeichnete Frankreich bereits im Juli einen Rekord an verbrannter Fläche: Seit Jahresbeginn sind bereits mehr als 47.000 Hektar verbrannt!

  • Bretagne, Isère, Dordogne … Ein aktueller Überblick über die Brände in Frankreich

    Bretagne, Isère, Dordogne … Ein aktueller Überblick über die Brände in Frankreich

    Seit dem Wochenende hat Frankreich wieder mit einer Reihe von Waldbränden zu kämpfen, die noch nicht alle unter Kontrolle sind. Hier ein Überblick über die Lage.

    Am Wochenende brachen in den Departements Mobihan, Finistère, Isere und Dordogne erneut Waldbrände aus. Am Montagmorgen, dem 8. August, sind noch nicht alle Brände unter Kontrolle. Hunderte von Feuerwehrleuten sind noch immer im Einsatz und löschflugzeuge stehen bereit.

    Rund 30 Brände im Departement Morbihan
    Im Departement Morbihan, in der Region Vannes-Auray, gab es seit Samstagabend etwa 30 Brände, bei denen 200 Hektar Land vernichtet wurden. Die Ausbreitung der Flammen wurde durch die im Departement herrschende Trockenheit und die starken Winde begünstigt. Gleichzeitige Brände betrafen Gebiete in den Gemeinden Locoal-Mendon, Questembert und Pluvigner. Es mussten 430 Feuerwehrleute und 120 Löschfahrzeuge mobilisiert werden.

    Die Staatsanwaltschaft Lorient leitete zwei Untersuchungen zu dem Brand in Saint-Philibert sowie zu den Bränden in Erdeven und Locoal-Mendon ein. Der Brand in Saint-Philibert soll durch die Verwendung von Knallkörpern ausgelöst worden sein, berichtet France Bleu Armorique. Am Brandort wurden Reste von Knallkörpern gefunden und zwei Minderjährige im Alter von 14 und 16 Jahren wurden verhört, nachdem sie sich selbst der Gendarmerie gestellt hatten.

    Das Finistère unter Beobachtung

    Im Finistère konnten einige Brände, die am Samstagnachmittag in den Monts d’Arrée, zwei Wochen nach den Bränden, die an derselben Stelle fast 1800 Hektar Vegetation vernichtet hatten, wieder aufflammten, schnell unter Kontrolle gebracht werden. Doch der Bürgermeister von Saint Rivoal, der am Montagmorgen Gast bei Franceinfo war, befürchtet, dass „die Kombination aus hohen Temperaturen und zunehmendem Wind“, auch in den nächsten Tagen gefährlich sein könnte.

    In der Gemeinde Brasparts zerstörte ein Feuer 225 Hektar Vegetation. Es ist „gestoppt, aber nicht unter Kontrolle“, wie die Präfektur des Departements Finistère auf Twitter mitteilte. In der Gemeinde Brennilis hat ein Feuer 15 Hektar Vegetation zerstört. 260 Feuerwehrleute, die von Löschflugzeugen unterstützt wurden, waren im Einsatz. Insgesamt brannten in der Bretagne am Wochenende mehr als 400 Hektar, berichten France Bleu Breizh Izel und France Bleu Armorique.

    Isère: Das Chartreuse-Massiv brennt
    In den Ausläufern des Chartreuse-Gebirges breitet sich seit Freitagabend nach einem Blitzeinschlag ein Feuer aus. Das Feuer wütet im Bereich der Gemeinden Voreppe, La Buisse und La Sure-en-Chartreuse, wie die Präfektur des Departements Isère mitteilte.

    In der Nacht von Sonntag auf Montag drangen die Flammen in Gebiete vor, die für die Feuerwehr schwer zugänglich sind, und verbrannten 80 Hektar Vegetation, so eine letzte Bilanz der Feuerwehr. 270 Feuerwehrleute sind am Montag noch immer mit 65 Löschfahrzeugen und zwei Löschhubschraubern im Einsatz. 140 Personen mussten evakuiert werden.

    Zwei Brände in der Dordogne gelöscht
    Die beiden Brände, die am späten Sonntagnachmittag in der Dordogne ausgebrochen waren, wurden am Montag unter Kontrolle gebracht, wie France Bleu Périgord von der Präfektur der Dordogne erfuhr. Die Feuerwehr meldete 110 Hektar verbrannte Fläche, doch nach einem Überflug mit einer Drohne korrigierte die Präfektur die Bilanz nach unten. Sie schätzt, dass schlussendlich 86 bis 88 Hektar des Kiefern- und Nadelwaldes von La Double vernichtet wurden.

    In La Roche-Chalais, wo der zweite Brand stattfand, waren auch am Montag laut Bürgermeister Jean Michel Sautreau 80 Feuerwehrleute vor Ort im Einsatz.

  • Immer weniger Hoffnung auf Rettung des Belugawals in der Seine

    Immer weniger Hoffnung auf Rettung des Belugawals in der Seine

    Der vor fünf Tagen in der Seine entdeckte Beluga zeigt zwar ein „ruhiges Verhalten“, ist aber „stark abgemagert und weist Hautveränderungen auf, die auf den Aufenthalt im Süßwasser zurückzuführen sind“, so die Präfektur des Departements Eure. Ein „Wettlauf gegen die Zeit“ hat begonnen, meint die Präsidentin von Sea Shepherd Frankreich, die jedoch „wenig Hoffnung“ hat, dass er gerettet werden kann.

    Wie kann man den verirrten Belugawal retten? Fünf Tage nach seiner Entdeckung in der Seine nahm der Wal, der normalerweise in kalten Gewässern lebt, am Sonntag, den 7. August, immer noch keine Nahrung zu sich und zeigt Anzeichen einer Krankheit.

    Auf die Frage nach den Chancen, das Tier zu retten, sagte Lamya Essemlali, Leiterin von Sea Shepherd, einer NGO zum Schutz der Ozeane, dass die Experten und die Behörden vor einer „Herausforderung“ stünden, bei der es „wenig Hoffnung“ gebe, und sprach von einem „Wettlauf gegen die Zeit“.

    Seit Freitagabend befindet sich der Beluga, ein vier Meter großer Wal, der am Dienstag in der Seine gesichtet wurde, in einer 125 m x 25 m grossen Schleuse etwa 70 km nordwestlich von Paris.

    Mehrere Versuche, ihn zu füttern, blieben erfolglos: Heringe, Forellen und sogar Tintenfische. Am Samstag hatten die Tierärzte „angesichts des physiologischen Zustands des Belugawals“ ihm „Vitamine und Produkte, die seinen Appetit anregen könnten“ verabreicht, wie die Präfektur des Departements Eure am Sonntagmorgen in einer Pressemitteilung mitteilte.

    Der Beluga, der von selbst in das Becken der Schleuse La Garenne eingedrungen ist, zeigt zwar ein „ruhiges Verhalten“, „er ist jedoch sehr abgemagert und weist Hautveränderungen auf, die auf seine Anwesenheit im Süßwasser zurückzuführen sind“, teilt die Präfektur mit.

    Die verabreichten Produkte hätten zwar seinen Appetit nicht angeregt, aber er sei etwas „dynamischer“ geworden, teilte Isabelle Dorliat-Pouzet, Unterpräfektin von Évreux, bei einer Pressekonferenz mit und betonte, dass Belugas „sehr widerstandsfähig“ sein könnten.

    Laut Sea Shepherd ist sein mangelnder Appetit wahrscheinlich ein Symptom für etwas anderes. Zum Beispiel für eine Krankheit. Er ist unterernährt und das schon seit mehreren Wochen oder Monaten. Anscheinend hat der Wal auch im Meer schon nicht mehr gefressen.

    Die Überlebenschancen des Tieres werden nicht optimistisch gesehen und die Angst, dass es ihm genauso ergehen könnte wie einem Orca, der im Mai in der seine gefunden wurde, wächst. Alle Versuche, den Orca-Wal zu retten, waren damals gescheitert und das Tier war schließlich verhungert.

    Zu den denkbaren Lösungen gehört eine Öffnung der Schleuse in der Hoffnung, dass er selbständig in den Ärmelkanal zurückkehrt.

    „Wir sind alle skeptisch, ob er aus eigener Kraft das Meer erreichen kann. Selbst wenn wir ihn mit einem Boot ‚driften‘ würden, wäre das extrem gefährlich, wenn nicht gar unmöglich“, meint die Sea Shepherd-Verantwortliche. Außerdem „schwamm er in letzter Zeit eher in Richtung Paris. Es wäre eine Katastrophe, wenn er dort ankommen würde“, so Lamya Essemlali von Sea Shepherd.

    Eine andere Möglichkeit wäre es, ihn aus dem Wasser zu ziehen und ihn an einen Ort zu transportieren, wo man ihn pflegen kann, bevor man ihn dann wieder ins Meer zu bringen versucht.

    In jedem Fall erscheint es nicht tragbar, ihn in der Schleuse zu belassen, wo das Wasser stehend und zu warm ist. „Er muss innerhalb der nächsten 24 bis 48 Stunden dort herausgeholt werden“, erklärt die Leiterin von Sea Shepherd.

    Normalerweise hat der Beluga eine arktische und subarktische Verbreitung. Die bekannteste Population lebt in der Mündung des Sankt-Lorenz-Stroms im kanadischen Quebec. Die Frankreich am nächsten gelegene Population findet man auf Svalbard, einer Inselgruppe nördlich von Norwegen – 3.000 km von der Seine entfernt.

    Es ist erst der zweite Beluga, der in Frankreich gesichtet wird, nachdem ein Fischer in der Loire-Mündung 1948 einen Beluga in seinem Netz hatte.

  • Meteo France bestätigt eine neue Hitzewelle von Mitte der Woche bis zum 14. August

    Meteo France bestätigt eine neue Hitzewelle von Mitte der Woche bis zum 14. August

    Frankreich wird ab Mitte der Woche bis zum 14. August eine vierte Hitzewelle erleben. 

    Die grosse Hitze in diesem Sommer ist noch nicht vorbei. Wie mehrere Meteorologen bereits seit einigen Tagen andeuteten, wird nächste Woche eine neue Hitzewelle in Frankreich eintreffen.

    Meteo France bestätigt, dass die Temperaturen ab der zweiten Hälfte der Woche in ganz Frankreich immer heißer werden können. Eine „wahrscheinliche“ Hitzewelle, so die Meteorologen, „mit Temperaturen, die bis zum nächsten Wochenende sehr hoch sein werden“.

    Bis zu 40°C im Südwesten.
    Laut Vorhersage meldet Meteo France für Donnerstag, den 11. August, 40°C in Montauban 39°C in Albi und Cahors oder 37°C in Toulouse. Für Freitag, den 12. August, 39°C in Albi und Montauban, 38°C in Cahors und Auch und 37°C in Toulouse. Für Samstag, den 13. August: 39°C in Montauban, 38°C in Albi, 37°C in Toulouse, Cahors und Auch. Für Sonntag, den 14. August: 39°C in Albi, 38°C in Montauban, 37°C in Toulouse, Cahors und Auch. Während dieser Tage werden in den meisten Städten im Südwesten Höchsttemperaturen von über 35°C erwartet.

    Lesen Sie auch: Erneute Hitzewelle: Nächste Woche werden schon wieder 40 Grad in Frankreich erwartet!

    Bis zum 15. August wird es in Frankreich weiterhin kaum Niederschläge geben. Lediglich in den Pyrenäen und den Alpen soll es einige Gewitter geben. Das war bereits diese Woche der Fall, mit teils starken Gewittern am Ende des Tages über den Gipfeln der Pyrenäen.

    Warum diese neue Hitze? Der hohe Luftdruck über Westeuropa bremst die Entwicklung von Gewittern, erklärt La Chaîne Météo. Das verstärkt ausserdem die Trockenheit, die derzeit in vielen Departements herrscht, nochmals deutlich.

    Auch nach dem 15. August bleibt es heiß
    Für die Woche nach dem 15. August sagt Météo France voraus, dass die Temperaturen weiterhin über den für die Jahreszeit üblichen Werten liegen dürften, aber etwas niedriger als in der Vorwoche. Das Wetter wird wohl weiterhin trocken sein, mit nur wenigen Wolken und Gewittern.

  • Brandgefahr im Var: Das Esterel-Massiv wurde für die Öffentlichkeit gesperrt

    Brandgefahr im Var: Das Esterel-Massiv wurde für die Öffentlichkeit gesperrt

    Das Esterel-Massiv, das in den Departements Var und Alpes-Maritimes liegt, wird wegen hoher Brandgefahr ab Samstag, 6. August, für Touristen gesperrt.

    Am frühen Samstagmorgen, dem 6. August, wurden an allen Eingängen zu einem Park in Théoule-sur-Mer im Département Alpes-Maritimes die Schilder ausgetauscht, der Zugang für Fußgänger ist nun verboten. Eine Urlauberfamilie hatte das jedoch noch nicht bemerkt. „Wir haben einen kleinen Spaziergang gemacht, eine halbe Stunde hin und zurück, wir sind auf dem Weg geblieben“, sagt der Mann gegenüber France 2.

    Ein kleiner Funke könnte einen großen Brand auslösen
    Bei ihrem Spaziergang hätte die Familie den beiden Freiwilligen Pierre und Annick begegnen können, die als Reservisten für die zivile Sicherheit tätig sind. Dreimal am Tag sind die Freiwilligen aus dem Dorf in Zeiten hoher Brandgefahr auf den Wegen des Esterel-Massivs unterwegs. Sie achten darauf, dass sich keine Wanderer hierher verirren. In dem Bergmassiv hat es seit Monaten nicht mehr geregnet. Die Böden sind extrem trocken, ein Funke könnte zu einem Brandausbruch führen. Um das Schlimmste zu verhindern, sind Feuerwehrleute zur Überwachung im Herzen des Naturparks postiert.

  • Ferien: Insgesamt über 1.000 Kilometer Stau am Samstagmittag

    Ferien: Insgesamt über 1.000 Kilometer Stau am Samstagmittag

    Bison futé registrierte am Samstagmittag, 6. August, insgesamt 1072 Kilometer Stau auf französischen Autobahnen. Die Behörden bezeichnen das als „außergewöhnlich“.

    Erwartungsgemäss ist der Verkehr an diesem Samstag im ganzen Land schwierig. Laut Bison futé wurden am Samstag, dem 6. August 2022, mehr als 1072 Stau-Kilometer gezählt. Das sind 41 Kilometer mehr als im letzten Jahr, als die Behörden am selben Tag 1031 Kilometer Stau registrierten.

    Dieses Stauniveau wird von Bison futé als „außergewöhnlich“ bezeichnet. Der Samstag wird auf nationaler Ebene als roter Tag und in der Region Auvergne-Rhône-Alpes als schwarzer Tag – was „extrem schwieriger“ Verkehr bedeutet – eingestuft.

    Lesen Sie auch: Verkehrswarnungen: So funktioniert Bison Futé

    Die meisten Schwierigkeiten gibt es auf der A7 im Departement Drôme, wo die Verzögerungen an diesem zweiten Wochenende, an dem sich die Juli-Urlauber mit den August-Urlaubern kreuzen, am stärksten waren. Ausserdem führte ein Lkw-Unfall zu einem rund 30 Kilometer langen Stau auf der A7.

    „In der Region Île-de-France wird der Verkehr in Richtung der Mautstellen der Autobahnen A6 und A10 ab dem frühen Morgen sehr dicht sein“, prognostizierte Bison futé und empfahl dringend, die Mautstelle Saint-Arnoult-en-Yvelines zwischen 7:00 und 12:00 Uhr und die Achse Orléans-Tours zwischen 12:00 und 15:00 Uhr zu meiden.

    Am Freitag, einem Tag, der in der Ile-de-France und in Auvergne-Rhône-Alpes bereits als rot eingestuft war, wurden um 17:25 Uhr insgesamt 785 km Stau verzeichnet.

    Am Sonntag soll die Lage auf dem gesamten Straßennetz ruhiger sein, jedoch wird es laut Bison Futé auf der A7 im Rhônetal in Nord-Süd-Richtung weiterhin zu Schwierigkeiten kommen.