Kategorie: À la une

  • Gironde: 8.000 evakuierte Einwohner dürfen wieder in ihre Häuser zurückkehren

    Gironde: 8.000 evakuierte Einwohner dürfen wieder in ihre Häuser zurückkehren

    Der lang ersehnte Regen erleichterte die Arbeit der Feuerwehrleute, insbesondere bei dem Mega-Feuer in der Gironde. Das Feuer ist war am Sonntag, dem 14. August, nach sechs Tagen Kampf endlich unter Kontrolle. 8.000 evakuierte Einwohner können in ihre Häuser zurückkehren.

    Thierry Goret aus Hostens (Gironde) ist erleichtert, als er am Sonntag, dem 14. August, endlich in sein Hause zurückkehren kann. In der Gironde ist der riesige Brand nun unter Kontrolle. „Es ist ein Glück, nach Hause zu kommen. Das Haus steht noch. Es ist nicht abgebrannt, also haben wir großes Glück“, freut er sich vor der Kamera von France 2. Kaum ist er angekommen, teilt er seine Gefühle mit seinen Nachbarn. Auch seine Haustiere kann begrüssen. Auch Steven Rieublanc aus Bélin-Béliet (Gironde) findet seine beiden Katzen, die er in der Eile hatte zurücklassen müssen, gesund und munter wieder.

    8.000 Evakuierte dürfen nach Hause zurückkehren
    Die Bewohner von Hostens, die bereits im Juli schon einmal evakuiert wurden, nehmen die Situation gelassen. Der Bürgermeister der Gemeinde, Jean Louis Dartiailh, sagt dem Sender France 2: „Wir haben ein wenig Hoffnung, dass wir jetzt wieder normal funktionieren können“. Insgesamt dürfen am Sonntag mehr als 8.000 Evakuierte in ihre Häuser zurückkehren.

  • Aveyron: Starkes Aufflammen des Feuers – weitere 500 Hektar verbrannt – 1.000 Menschen evakuiert

    Aveyron: Starkes Aufflammen des Feuers – weitere 500 Hektar verbrannt – 1.000 Menschen evakuiert

    Ein erneutes Feuer am Samstag in Mostuéjouls im Département Aveyron verbrannte weitere 500 Hektar Vegetation. Damit wurden seit Montag insgesamt 1.260 Hektar vernichtet und mindestens 1.000 Menschen mussten vorsorglich evakuiert werden, wie die Präfektur des Départements am Sonntag, dem 14. August, mitteilte.

    Das Feuer, das seit Montag in den Departements Aveyron und Lozère wütete, schien am Samstag, dem 13. August, gegen Mittag „auf dem Weg zur Eindämmung und bald zum Erlöschen“ zu sein. Nach Angaben der Präfektur des Departements Aveyron brach das Feuer am Samstagnachmittag jedoch erneut aus und zerstörte weitere 500 Hektar Land. 

    Mindestens 1.000 Menschen wurden aus dem Dorf Mostuéjols, etwa 20 km nordöstlich von Millau, und aus sechs Weilern in der Umgebung des Dorfes evakuiert. Seit Montag hatte das Feuer bereits zur Evakuierung von fast 3.000 Menschen geführt, die zwischenzeitlich wieder in ihre Häuser oder, wenn es sich um Urlauber handelte, in ihre Unterkünfte zurückkehren konnten.

    „Das Feuer breitet sich weiter nach Osten (in Richtung des Departements Lozère) und nach Süden (in Richtung des Ortes La Muse in Mostuéjouls) aus“, erklärte die Präfektur am Sonntagmorgen.

    Am Mittwoch war gegen einen Mann Anklage wegen „fahrlässiger Zerstörung durch Brandstiftung“ erhoben worden. Er wird verdächtigt, das Feuer versehentlich ausgelöst zu haben, als ein Metallteil seines Anhängers beim Schaben über den Asphalt Funken schlug und die Vegetation am Straßenrand an der Grenze zwischen den Departements Aveyron und Lozère in Brand setzte.

    Um der Brandgefahr vorzubeugen, verbot die Präfektur des Departements Aveyron außerdem inzwischen unter anderem vorübergehend „Sportveranstaltungen in Naturgebieten, Feuerwerke oder Jagden beziehungsweise Veranstaltungen mit Feuerwaffen, die in der freien Natur stattfinden“.

    https://twitter.com/jerome_clam/status/1558742208764846080
  • Feuer in der Gironde: Regen verschafft Atempause – „Gefahr des Wiederaufflammens besteht weiter“

    Feuer in der Gironde: Regen verschafft Atempause – „Gefahr des Wiederaufflammens besteht weiter“

    Seit Dienstag hat das Feuer in der Gegend von Hostens nochmals 7.400 Hektar verbrannt. Jetzt haben Niederschläge eingesetzt, was den Feuerwehrleuten Erleichterung verschafft.

    Der Brand mit der Bezeichnung „Landiras-2“, der seit Dienstag im Süden der Gironde wütet, gilt als „unter Kontrolle“, ist aber „noch nicht gelöscht“, wie die Präfektur am Sonntag, dem 14. August, mitteilte. Die Bilanz dieses zweiten gigantischen Brandes in Landiras wird mit 7.400 Hektar angegeben. „Die Risiken eines Wiederaufflammens bestehen weiterhin“, warnt die Präfektur in ihrer Erklärung.

    Die Situation habe sich dank des Regens in der Nacht „erheblich verbessert“, sagte Oberstleutnant Arnaud Mendousse vom Brand- und Rettungsdienst des Departements Gironde gegenüber Franceinfo. „Es sind zwischen 10 und 30 Liter pro Quadratmeter im gesamten Gebiet gefallen, aber auf einen Boden, der extrem trocken war“. „Wir wissen, dass dies eine Atempause verschafft, aber es bedeutet nicht das Ende des Kampfes gegen das Feuer. Wir wissen, dass, wenn es in 48 bis 72 Stunden nicht weiter regnet, die Gefahr wieder groß werden wird.“

    „Der Boden bleibt extrem heiß“
    In der Umgebung von Hostens waren am Sonntagmorgen die von der Trockenheit gelb gewordenen Felder wieder feucht. Dicke Wolken hingen noch am frühen Morgen über dem Kommandoposten der Feuerwehr, die die Lage für den Tag als „günstig“ einschätzte. „Die Luftfeuchtigkeit ist hoch und die Temperatur relativ niedrig, um die 25°C, was uns erlauben wird, unsere Bemühungen fortzusetzen. Das Feuer ist aber absolut nicht gelöscht, der Boden bleibt extrem heiß“, sagt Arnaud Mendousse.

    In dem Brandgebiet werden weiterhin umfangreiche Mittel zu Land und in der Luft mobilisiert. Rund 400 Feuerwehrleute aus Deutschland, Rumänien, Polen, Österreich, Griechenland und Italien unterstützen weiterhin die französischen Feuerwehrleute.

  • CO2-Emissionen durch Waldbrände in Frankreich haben 2022 alle Rekorde gebrochen

    CO2-Emissionen durch Waldbrände in Frankreich haben 2022 alle Rekorde gebrochen

    Im Jahr 2022 wurden allein in Frankreich bereits mehr als eine Million Tonnen CO2 durch Waldbrände in die Atmosphäre freigesetzt.

    Waldbrände haben langfristig negative Auswirkungen auf das Klima. Die Kohlendioxidemissionen, die durch die Brände allein in Frankreich in diesem Sommer verursacht wurden, erreichten den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2003, wie das Europäische Programm für den Klimawandel Copernicus am Freitag, dem 12. August, mitteilte.

    Neueste Schätzungen anhand von Satellitendaten des Copernicus Atmospheric Monitoring Service (CAMS) vom Donnerstag zeigen, dass die CO2-Emissionen durch Brände in Frankreich in den Monaten Juni, Juli und August die höchsten seit 2003 sind.

    Mehr als 60.000 Hektar verbrannte Fläche in Frankreich im Jahr 2022.
    Seit Jahresbeginn wurden in Frankreich bereits mehr als eine Million Tonnen CO2 durch Brände freigesetzt, während der Durchschnitt in dieser Zeit normalerweise bei etwas über 0,5 Millionen Tonnen liegt. Der aktuelle Rekord liegt bei fast 1,3 Millionen Tonnen über das ganze Jahr verteilt im Jahr 2003. Laut den Statistiken des Europäischen Waldbrandinformationssystems EFFIS brannten in Frankreich seit Januar 60.358 Hektar.

    Ein Großteil des europäischen Kontinents ist von dramatischen Waldbränden betroffen, die durch die Hitzewelle auf der Iberischen Halbinsel und in Südwestfrankreich „noch verschlimmert wurden“, erklärt Mark Parrington, Wissenschaftler bei Copernicus gegenüber Franceinfo. Die Wahrscheinlichkeit und Intensität von Hitzewellen wiederum wird durch die globale Erwärmung verschärft, die durch menschliche Aktivitäten und die Verbrennung fossiler Energieträger beschleunigt wird.

  • Feuer in der Bretagne: Das Juwel der Region, der Wald von Brocéliande, geht in Flammen auf

    Feuer in der Bretagne: Das Juwel der Region, der Wald von Brocéliande, geht in Flammen auf

    Seit Freitagmorgen, 12. August, wurden 250 Hektar des Waldes von Brocéliance, in dem die Legende der Ritter der Tafelrunde spielt, von einem Waldbrand zerstört. Trotz der Verstärkung durch zwei schwedische Canadair-Löschflugzeuge war das Feuer am Freitagabend noch nicht gelöscht.

    Inmitten des größten Waldgebiets der Bretagne, dem Wald von Brocéliande, wuchs am Freitag, dem 12. August, eine Flammenwand empor. Am Abend war das Feuer zwar zu zwei Dritteln eingedämmt, aber die Temperaturen waren immer noch sehr heiß und nährten den Hauptbrandherd weiter. „Wir hatten eine sehr starke Wiederaufnahme in Richtung Westen und ein Feuer, das weiter voranschreitet“, erklärte Pascal Bolot, Präfekt des Departements Morbihan.

    250 Hektar in Rauch aufgegangen
    Seit 1 Uhr morgens brannte der Wald von Brocéliande mit Flammen, die manchmal bis zu 5 Meter hochschlugen. Es handelt sich um den größten Brand seit über 20 Jahren in diesem Gebiet. Trotz der Hilfe von zwei schwedischen Wasserbombern sind über 250 Hektar in Rauch aufgegangen, und das Feuer ist immer noch aktiv. Landwirte befürchten das Schlimmste für ihre Tiere und Bewohner wurden vorsichtshalber evakuiert. 300 Feuerwehrleute sind noch immer im Einsatz, um dieses historische Feuer einzudämmen.

  • Marseille: 528 kg Kokain vom Zoll beschlagnahmt

    Marseille: 528 kg Kokain vom Zoll beschlagnahmt

    Die Zollbeamten hatten es auf einen Umzugscontainer abgesehen, der gerade von einem Schiff aus Martinique entladen worden war. Insgesamt wurden 464 Päckchen Kokain in Sitzen, Sesseln, Lautsprechern und auch Koffern gefunden.

    Der Zoll in Marseille hat 528 kg Kokain mit einem geschätzten Wert von 37 Millionen Euro beschlagnahmt. Dies gab das Wirtschaftsministerium am Freitag, dem 12. August, in einer Pressemitteilung bekannt.

    Die Beschlagnahme fand bereits am Dienstag, dem 9. August um 7.30 Uhr statt. Die Zöllner hatten es auf einen Umzugscontainer abgesehen, der gerade von einem Schiff aus Martinique entladen worden war. Der Container enthielt Möbel und Kartons, aber eine Drogen-Spürhund der Hundestaffel markierte schnell ein Sofa, in dem die Zöllner 54 Päckchen Kokain entdeckten. Sie setzten ihre Suche fort und fanden insgesamt 464 Päckchen Kokain in Sitzen, Sesseln, Lautsprechern und Koffern.

    Es ist das zweite Mal innerhalb weniger Wochen, dass die Zollbeamten in Marseille solch einen Erfolg erzielen konnten. Bereits am 20. Juli hatten sie in einem anderen Umzugscontainer aus Martinique mehr als 71 kg Kokain entdeckt. Im Jahr 2021 haben französische Zollbeamten insgesamt 18,4 Tonnen Kokain abgefangen, so das Ministerium.

  • Brände in der Gironde: „Keine signifikante Ausbreitung, das ist die gute Nachricht der Nacht“

    Brände in der Gironde: „Keine signifikante Ausbreitung, das ist die gute Nachricht der Nacht“

    Die verbrannte Fläche liegt immer noch bei etwa 7.500 Hektar.

    Die Brände in der Gironde schritten in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, den 12. August, nicht weiter voran, wie die Präfektur bei einer Pressekonferenz um 8.30 Uhr mitteilte. Die verbrannte Fläche beträgt weiterhin etwa 7.500 Hektar. „Das ist die gute Nachricht der Nacht“, sagte Ronan Léaustic, Unterpräfekt von Arcachon. Allerdings „mahnen uns die Wetterbedingungen, heute sehr wachsam zu sein“. Rund 1.100 Feuerwehrleute bekämpfen den Brand.

    Fast 7.500 Hektar verbrannte Fläche in der Gironde. Das wieder aufgeflammte Feuer in Landiras vernichtete innerhalb der ersten 48 Stunden ungefähr 7.400 Hektar Land, nachdem dort im Juli bereits 14.000 Hektar verbrannt waren. Angesichts der fortschreitenden Flammen mussten etwa 10.000 Menschen in der Gironde und im benachbarten Departement Landes evakuiert werden.

    Auch das Jura ist betroffen. Seit Dienstag haben zwei Brände im Süden des Departements rund 660 Hektar Wald vernichtet. Das Fortschreiten eines der Brände in den Gemeinden Vescles und Cernon konnte am Donnerstagnachmittag „verlangsamt“ werden, während der andere nach Angaben der Präfektur „fixiert“ wurde.

    Günstige Wetterbedingungen für Brände. Die heißen Temperaturen, die „voraussichtlich bis Samstag anhalten werden und sehr trockene Luft mit sich bringen“, schaffen laut der Präfektur des Departements Gironde ein „sehr ernstes Risiko für den Ausbruch von Bränden“.

  • 70% der Franzosen fordern stärkere Maßnahmen gegen den Klimawandel

    70% der Franzosen fordern stärkere Maßnahmen gegen den Klimawandel

    Laut einer YouGov-Umfrage für die „HuffPost“ sind 70% der befragten Franzosen der Meinung, dass die Regierung nicht genug gegen die globale Erwärmung unternimmt. Berufstätige und Frauen sind am kritischsten.

    Brände, Dürre, Hitzewelle… Dieser Sommer ist für die Umwelt katastrophal. Während Premierministerin Elisabeth Borne und Innenminister Gérald Darmanin die Brandfront in der Gironde besuchten, sind die Franzosen angesichts extremer Wetterereignisse zunehmend beunruhigt. Der neue Minister für den ökologischen Übergang, Christophe Béchu, soll im Herbst „seinen Fahrplan“ enthüllen.

    Laut einer YouGov-Umfrage, die vom 8. bis 9. August für die HuffPost durchgeführt und am Donnerstag, dem 11. August veröffentlicht wurde, sind 78% der Befragten „besorgt“ über die Hitzewelle und die Dürren, die Frankreich im Juli erlebt hat; davon geben 38% an, „sehr besorgt“ zu sein. Es sind vor allem die über 65 Jährigen, die sich mit 85% am meisten über die Hitzewellen und Dürreperioden Sorgen machen.

    63% der Macron-Wähler sind der Meinung, dass die Regierung nicht genug tut.
    Angesichts der klimatischen Notlage beurteilen die Befragten die Maßnahmen der Regierung äußerst streng. Zu 70% sind sie der Meinung, dass sie „nicht genug tut“, um die globale Erwärmung zu bekämpfen. In der Altersgruppe der 34- bis 54-Jährigen waren 73% der Befragten dieser Meinung, ebenso wie 74% der Frauen und 67% der Männer.

    Diese Meinung wird von allen politischen Lagern geteilt, auch von den Macronisten. 63% der Anhänger von Emmanuel Macron kritisieren seine mangelnden Ambitionen im Bereich des Klimaschutzes. Bei den Anhängern des Oppositions-Bündnisses Nupes ist es keine Überraschung, dass 86% der Befragten die klimabezogenen Maßnahmen der Regierung als ungenügend bewerten.

  • Gironde: Inzwischen 6.800 Hektar verwüstet – 1.100 Feuerwehrleute mobilisiert

    Gironde: Inzwischen 6.800 Hektar verwüstet – 1.100 Feuerwehrleute mobilisiert

    500 Feuerwehrleute arbeiteten in der Gironde die ganze Nacht hindurch, um zu versuchen, die Ausbreitung der Flammen zu verlangsamen und den anderen 600 Feuerwehrleuten ein paar Stunden Ruhe zu ermöglichen.

    Die Bilanz des Feuers, die von der Präfektur des Departements Gironde am Donnerstagmorgen, dem 11. August, bekannt gegeben wurde, beläuft sich inzwischen auf 6.800 Hektar Kiefernwälder, die von den Flammen verschlungen wurden.

    Die Feuerwehrleute kämpften die ganze Nacht hindurch gegen das „Monsterfeuer“, das das Departement verwüstet. Eine Neuauflage des Feuers, das vor genau einem Monat 13.000 Hektar Vegetation zerstört hatte. Etwa 500 Feuerwehrleute blieben die ganze Nacht über im Einsatz, was den 600 anderen mobilisierten Einsatzkräften endlich eine kleine Ruhepause ermöglichte.

    In den letzten Stunden hat sich das Feuer aufgrund der Hitze und der Trockenheit der Luft, des Bodens und der Vegetation weiter ausgebreitet und wurde durch die starken und wechselnden Winde weiter angefacht. Um die Flammen zu bekämpfen, graben die Feuerwehrleute mit Bulldozern Schneisen in den Wald. Sie entfernen Bäume und schlagen Schneisen in den Wald, um das Feuer endlich zu verlangsamen, erklärt Arnaud Mendousse, Sprecher der Feuerwehr im Departement Gironde, gegenüber Franceinfo. „Wir sprechen von Weißsandstreifen, das heißt, man entfernt im Grunde die gesamte Vegetation, auch die Humusschicht. Wenn es keine Nahrung mehr hat, hört das Feuer auf“.

    „Das Problem in dieser Situationen ist, dass wir mit dem Wind ‚Feuersprünge‘ erleben, Partikel, die manchmal mehrere hundert Meter weit geschleudert werden und die das Feuer an anderen Orten aufflammen lassen können.“ (Arnaud Mendousse, Sprecher der Feuerwehr Gironde gegenüber Franceinfo)

    Insgesamt sind etwa 1.100 Feuerwehrleute in der Region im Einsatz und die Priorität bleibt immer dieselbe: Leben retten, verhindern, dass es Opfer gibt. Aus diesem Grund wurde ein großer Evakuierungsradius beschlossen. Mehr als 10.000 Menschen haben bereits ihre Häuser in der Gironde und in den Landes verlassen müssen, insbesondere in den Gemeinden Belin-Béliet, Hostens oder Saint-Magne, wo sich auch am Donnerstagmorgen immer noch eine fast zwei Kilometer breite Feuerwand durch den Pinienwald zieht. Die Behörden schließen weitere Evakuierungen nicht aus, je nachdem, in welche Richtung sich das Feuer entwickelt.

    Die Bürgermeisterin von Saint-Magne, Ghislaine Charles, „flehte“ am Donnerstagmorgen im Radiosender France Bleu Gironde Premierministerin Élisabeth Borne, die zusammen mit Innenminister Gérald Darmanin vor Ort erwartet wird, an, mehr „Canadair-Löschflugzeuge zu kaufen“.

    Es werden mehr Wasserbomber benötigt
    „Wir müssen die zivile Sicherheit überdenken“, mahnte Alain Rousset, Präsident der Region Nouvelle-Aquitaine, auf Franceinfo. Es müsse Wasserbomber geben, die in der Lage sind, auch nachts zu fliegen. Es gibt ein Projekt zur Bestellung von 25 Canadair-Löschflugzeugen, strategisch im Land positioniert werden müssten. „Dürren werden nicht nur im Sommer auftreten, wir werden auch im Winter Dürren haben“, warnte Rousset. Frankreich müsse „seinen Fahrplan zur globalen Erwärmung überarbeiten und sein Ziel auf 2030 setzen. 2050 ist zu weit weg“, mahnt Alain Rousset.

    Insgesamt brannten in diesem Jahr in Frankreich nach Angaben der Regierung mehr als 40.000 Hektar, nach europäischen Satellitendaten sind es über 50.000 Hektar.

  • Innenminister Darmanin: „Es wird in den kommenden Wochen sehr wahrscheinlich sehr große Brände geben“

    Innenminister Darmanin: „Es wird in den kommenden Wochen sehr wahrscheinlich sehr große Brände geben“

    Bei einem Besuch in Mostuéjouls im Département Aveyron, wo ein Feuer über 700 Hektar Land verwüstet hatte, rief der Innenminister die Bürger zur „Zivilcourage“ auf. „Angesichts des trockenen Zustands unseres Landes, angesichts der für uns ungünstigen Winde, angesichts des fehlenden Regens wird es in den kommenden drei Wochen, ja sogar in den kommenden eineinhalb Sommermonaten, in Südfrankreich sehr wahrscheinlich zu sehr großen Bränden kommen“, sagte Innenminister Gérald Darmanin am Mittwoch, dem 10. August, während einer Reise nach Mostuéjouls (Aveyron) am Kommandoposten der Feuerwehr. Hier hat ein Feuer gewütet, das im Aveyron und der Lozère mehr als 700 Hektar Land verwüstet hat. „Wir müssen verstehen, dass die Feuersaison in Zeiten der globalen Erwärmung (…) viel früher beginnt, viele Regionen in Europa betrifft und – ein völlig neues Phänomen – nun auch die Departements nördlich der Loire betrifft“, erklärte der Innenminister. „Von nun an werden wir mit sehr starken Feuerausbrü…

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