Kategorie: À la une

  • Streik: Hunderte Züge fallen an Weihnachten aus – Regierung setzt SNCF unter Druck

    Streik: Hunderte Züge fallen an Weihnachten aus – Regierung setzt SNCF unter Druck

    Ein Streik der Zugbegleiter sorgt am Weihnachtswochenende für Panik in den französischen Bahnhöfen. Die Regierung erhöht den Druck auf die SNCF, um die Krise zu lösen und ein ähnliches Szenario für das Neujahrswochenende zu verhindern. Die Auswirkungen des Streiks der Zugbegleiter werden sich voraussichtlich am Samstag, 24. und Sonntag, 25. Dezember so zeigen: Einer von zwei TGVs soll auf den Nord- und Atlantik-Achsen fahren, drei von fünf TGVs auf den Südost- und Ost-Achsen. Zwei von drei Ouigo-Zügen sind geplant, so die SNCF in einer Pressemitteilung. Drei von vier Lyria- und Intercity-Zügen sollen verkehren. Am Freitag sollen zwei von drei TGVs auf der Atlantik- und Mittelmeerachse fahren, einer von zwei Zügen auf der Nordachse (Paris-Lille wird als fast normal gemeldet) und drei von vier TGVs im Osten. Jeder Reisende, dessen Zug im Rahmen des Streiks gestrichen wurde, erhält einen Gutschein in Höhe des doppelten Fahrkartenpreises, wie die SNCF am Mittwoch bekannt gab, auch wenn die…

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  • Freiwilliger Feuerwehrmann verursacht über 40 Brände – zu Gefängnisstrafe verurteilt

    Freiwilliger Feuerwehrmann verursacht über 40 Brände – zu Gefängnisstrafe verurteilt

    Der 50-jährige Mann wurde für 43 Brände verurteilt, die er zwischen 2011 und 2019 zugegebenermassen gelegt hatte. Er ist freiwilliger Feuerwehrmann in Agde und Mitarbeiter der Umweltpolizei im Departement Hérault.

    Ein freiwilliger Feuerwehrmann wurde jetzt vom Strafgericht Béziers (Hérault) zu fünf Jahren Haft, davon zwei auf Bewährung, und einer Geldstrafe von mehr als 90.000 Euro verurteilt, weil er mehr als vierzig Brände gelegt hatte, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte.

    Der 50-jährige Mann wurde für die 43 Brände verurteilt, die er zwischen 2011 und 2019 gelegt hatte, was er vor Gericht zugegeben hat. Er war freiwilliger Feuerwehrmann in Agde und Mitarbeiter der Umweltpolizei im Departement Hérault und wurde 2019 festgenommen. Der Mann und hatte bereits neun Monate in Untersuchungshaft gesessen, wie die Staatsanwaltschaft von Béziers gegenüber einem AFP-Korrespondenten erklärte.

    Tiefe Depressionen und schwerer Alkoholismus
    Das Gericht verurteilte ihn außerdem dazu, der Feuerwehr des Departements 93.000 Euro als Ausgleich für die Mittel zu zahlen, die zum Löschen der Brände, für die er verantwortlich gemacht wurde, eingesetzt wurden. Die mehrmonatigen Ermittlungen hatten ergeben, dass der Mann in mehreren Fällen als Erster die Rettungskräfte alarmierte und auch häufig als Erster am Brandort eintraf. Zu seiner Verteidigung gab der Angeklagte, dessen Vater viele Jahre lang der Chef der Feuerwache in Agde gewesen war, eine tiefe Depression und schweren Alkoholismus an.

    Im September bereits war ein anderer ehemaliger freiwilliger Feuerwehrmann vom Strafgericht in Béziers zu zwei Jahren Haft, davon ein Jahr auf Bewährung, verurteilt worden, weil er zwei Brände gelegt hatte. Insgesamt wurden in diesem Sommer, der von großen Waldbränden vor allem im Südwesten des Landes geprägt war, 48 Personen festgenommen, die im Verdacht standen, mehrere Brände ausgelöst zu haben, wie die Gendarmerie im September der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Ein Dutzend von ihnen wurde bereits verurteilt, darunter ein junger Mann zu zwei Jahren Haft wegen einer Reihe von Bränden in der Region Gironde.

  • Streik bei der SNCF: „Ein völliger Mangel an Empathie …“ Macron äussert Wut auf die Streikenden

    Streik bei der SNCF: „Ein völliger Mangel an Empathie …“ Macron äussert Wut auf die Streikenden

    Emmanuel Macron macht keinen Hehl aus seiner Wut über den Streik der SNCF-Kontrolleure, der hunderttausende von Franzosen daran hindern wird, Weihnachten mit ihrer Familie zu verbringen. Emmanuel Macron ist wütend. Der Staatschef ist empört über den Arbeitskampf der SNCF-Zugbegleiter, der über das Weihnachtswochenende stattfinden wird und viele Franzosen daran hindert, Weihnachten mit ihren Familien zu erleben. 200.000 Reisen mussten von der SNCF abgesagt werden. Der Staatspräsident ist der Ansicht, dass sich die Streikenden „einen völligen Mangel an Empathie, Solidarität und Brüderlichkeit“ zeigen, so eine dem Staatschef nahestehende Quelle, die von der Website Politico zitiert wird. Emmanuel Macron weiß, dass nach zwei durch den Covid-19 gestörten Weihnachten ein drittes Weihnachten, das durch einen Streik kompliziert oder gar unmöglich gemacht wird, bei den Franzosen sehr schlecht ankommt. Er habe „seine Minister aufgefordert, Initiativen zu ergreifen“ und „alles zu tun, um zu versu…

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  • Ukraine-Krieg: Wolodymyr Selenskyj fliegt zu Treffen mit Joe Biden in die USA

    Ukraine-Krieg: Wolodymyr Selenskyj fliegt zu Treffen mit Joe Biden in die USA

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verlässt sein Land zum ersten Mal seit Beginn des Krieges. Er reist in die Vereinigten Staaten, wo er am Mittwoch eine Rede vor dem Kongress halten wird. Die USA werden der ukrainischen Armee ein Patriot-Luftabwehrsystem zur Verfügung stellen. Es ist eine historische Reise. Wolodymyr Selenskyj, der Präsident der Ukraine, verlässt sein Land zum ersten Mal seit der Invasion durch Russland am 24. Februar 2022. Er fliegt in die USA, wo er am Mittwoch, dem 21. Dezember, von Präsident Joe Biden im Weißen Haus empfangen wird, bevor er eine Rede vor dem US-Kongress halten wird. Die Reise dauert nur wenige Stunden und findet unter sehr hohen Sicherheitsvorkehrungen statt.

    Anlässlich dieser Reise will Washington eine neue „bedeutende“ Hilfe für die Ukraine ankündigen, um der russischen Armee zu widerstehen. Dazu gehört eine Batterie von Patriot-Raketen: Dabei handelt es sich um hochentwickelt…

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  • Streik bei der SNCF: 200% Erstattung des Fahrpreises für Kunden ohne Zug an Weihnachten

    Streik bei der SNCF: 200% Erstattung des Fahrpreises für Kunden ohne Zug an Weihnachten

    Die SNCF kündigt an, dass Kunden, die aufgrund des angekündigten Streiks am Weihnachtswochenende nicht mit dem Zug fahren können, ihre Fahrkarten zu 200% erstattet bekommen. Der Generaldirektor von SNCF Voyageurs spricht von einem „unzulässigen Streik“.

    Geld als Entschädigung. Die SNCF hat beschlossen, außergewöhnliche Rückerstattungsmaßnahmen für ihre Kunden anzubieten, die wegen des angekündigten Streiks der Zugbegleiter an diesem Wochenende nicht mit dem Zug fahren können.

    Erste Lösung: Die Kunden können ihr Abreisedatum ändern. Der Umtausch der Fahrkarte für einen anderen Zug an einem anderen Tag ist kostenlos und ohne Preisaufschlag möglich. 120.000 Plätze sind an diesem Mittwoch, dem 21. Dezember, und Donnerstag, dem 22. Dezember, noch verfügbar.

    Zweite Lösung: Im Fall, dass die Kunden ihr Abreisedatum nicht ändern können. Die SNCF wird „200% Rückerstattung“ für „Reisende, die nicht fahren können, weil deren Züge annulliert werden“ anbieten, wie der Generaldirektor von SNCF voyageurs, Christophe Fanichet, auf France Info ankündigte. Im Klartext: Die SNCF wird ihren Kunden das Doppelte des Fahrpreises erstatten.

    Nur etwa zwei von drei TGVs werden am Freitag auf der Atlantik- und Mittelmeerachse fahren, einer von zwei Zügen auf der Nordachse, drei von vier Zügen in Richtung Osten. Die TGVs zwischen den Bahnhöfen der Regionen dürften am stärksten betroffen sein. Ergebnis: Von 800.000 Kunden, die eine Fahrkarte gebucht haben, werden 200.000 nicht reisen können. Bei den Ouigo-Zügen werden drei von vier Zügen fahren. Die Intercity-Züge werden normal fahren.

    Die Einzelheiten für Samstag und Sonntag wurden noch nicht bekannt gegeben, aber das Programm der TGVs dürfte in etwa gleich ausfallen. Jeder Kunde, dessen Zug gestrichen wird, wird per SMS oder E-Mail benachrichtigt werden.

    Der Arbeitskampf der Zugbegleiter und Fahrdienstleiter während der Feiertage kommt bei der SNCF-Führung schlecht an. „In einer Zeit, zu Weihnachten, nicht reisen zu können, ist ehrlich gesagt inakzeptabel“, meint der Generaldirektor von SNCF voyageurs Christophe Fanichet. Er entschuldigt sich bei den Kunden der SNCF, die über die Feiertage keine Züge nutzen konnten.

    Trotz der grosszügigen Ausgleichsmaßnahmen kommt der Arbeitskampf auch bei der Regierung schlecht an. „Für diejenigen, die Weihnachten nicht mit ihrer Familie verbringen können, bin ich nicht sicher, ob das einen Ausgleich schafft“, sagte Regierungssprecher Olivier Véran im Sender France Inter. „Ich weiß nicht, ob 200% eines Zugtickets dafür entschädigen können, dass man an Heiligabend nicht bei Mama oder Papa ist“, meinte Olivia Grégoire, die beigeordnete Ministerin für KMU, Handel und Handwerk, auf France Info.

    Die Zugbegleiter bleiben hartnäckig
    Seit November hat die SNCF Mühe, mit dem sogenannten „Kollektiv der Kontrolleure“, das diesen Arbveitskampf ins Leben gerufen hat, einen konstruktiven Dialog zu finden. Das Kollektiv fordert eine bessere Anerkennung der Besonderheiten dieses Berufs. Nach einem Treffen mit dem Kollektiv und den Gewerkschaften am 8. Dezember schlug die Geschäftsleitung vor, die „Arbeitsprämie“ der Fahrdienstleiter um 600 € pro Jahr zu erhöhen, wobei ein Teil davon 2024 in das Gehalt einfließen soll, sowie eine zusätzliche Zulage von 600 € brutto pro Jahr zu zahlen. Weitere spezifische Maßnahmen bezüglich des beruflichen Aufstiegs wurden auf den Tisch gelegt, um die Karriereentwicklung der Fahrdienstleiter zu erleichtern.

  • Sturm auf US-Kapitol: Parlamentarischer Untersuchungsausschuss will Donald Trump vor Gericht sehen

    Sturm auf US-Kapitol: Parlamentarischer Untersuchungsausschuss will Donald Trump vor Gericht sehen

    In Washington hat sich der parlamentarische Untersuchungsausschuss zum Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 auf vier Anklagepunkte gegen Donald Trump geeinigt. Das Justizministerium muss nun entscheiden, ob ein Verfahren gegen den ehemaligen Präsidenten eingeleitet wird. Donald Trump ist der Hauptverantwortliche für den Sturm auf das Kapitol: Zu diesem Schluss kam in der Nacht von Montag auf Dienstag, 20. Dezember, der eigens dafür eingesetzte parteiübergreifende parlamentarische Untersuchungsausschuss. Nach einer 18-monatigen Untersuchung und einer mehr als 150 Seiten umfassenden Zusammenfassung seiner Schlussfolgerungen hat der Ausschuss sich auf vier mögliche Anklagepunkte gegen den ehemaligen US-Präsidenten geeinigt. Die Akte befindet sich jetzt in den Händen des Justizministeriums.Donald Trump ist in den Augen der Ausschussmitglieder des „Aufrufs zum Aufstand“, der „Verschwörung gegen den Staat“, der „Falschaussage“ und der „Behinderung der Wahlzulassung“ schuldig, allesamt mit…

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  • WM 2022: Auf dem Place de la Concorde feiert eine Menschenmenge die französische Nationalmannschaft

    WM 2022: Auf dem Place de la Concorde feiert eine Menschenmenge die französische Nationalmannschaft

    Obwohl sie im Finale der Fussball-Weltmeisterschaft von Argentinien besiegt wurden, wurden Didier Deschamps und seine Spieler am Montagabend auf dem Place de la Concorde in Paris gefeiert. 

    Am Montagabend, bei gerade mal 5° wollten die Fans der französischen Nationalmannschaft mit dem Kapitel Katar und dem unglücklichen argentinischen Tango abschließen. Ein grosses und relativ junges Publikum begann gegen 19:30 Uhr sich auf der Place de la Concorde zu versammeln und gegen 21:3o Uhr, als Didier Deschamps und sein Kapitän Hugo Lloris mit den Spielern auf den Balkon traten, sahen sie sich einer riesigen Menge gegenüber.

    Die Enttäuschung und das Winterwetter haben die 10- bis 15.000 Fans nicht davon abhalten können, ihre Nationalmannschaft „Les Bleus“ für den erkämpften 2. Platz zu feiern.

    Viele Fans waren aus Tours, Reims, Le Mans und Lille angereist nur für dieses Ereignis aus einem Umkreis von 200 km angereist.

    Es gab Flaggen, aber nicht zu viele, blau-weiß-rote Mützen, ein paar gezündete Rauchbomben, eine gute Stimmung, ohne Gedränge oder Spannungen.

    Die französischen Vizeweltmeister waren kurz nach 20 Uhr auf dem Flughafen Roissy gelandet, bevor sie sich, von 40 Motorradfahrern begleitet, auf die Champs-Elysées begaben.

    Dabei hatten den ganzen Tag über widersprüchliche Informationen über den Abend kursiert. Es herrschte offensichtlich keine Einigkeit zwischen dem Sportministerium und dem Verband…

  • Schinken von Carrefour und Auchan landesweit zurückgerufen

    Schinken von Carrefour und Auchan landesweit zurückgerufen

    Schinken, der von Carrefour und Auchan verkauft wurde, wird in ganz Frankreich zurückgerufen. Er ist mit Listeria-Bakterien kontaminiert. Die staatliche Website Rappel Conso meldete am Montag, dem 19. Dezember, dass Schinken, der in den Geschäften Supermärkten von Auchan und Carrefour verkauft wurde und möglicherweise mit Listerien verseucht und deswegen von einem Produktrückruf betroffen ist. Bei Carrefour heißt das betroffene Produkt „Jambon Cuit supérieur avec couenne 2T 80g“ (gekochter Oberschinken mit Schwarte 2T 80g). Der Schinken wurde zwischen dem 5. und dem 16. Dezember 2022 in ganz Frankreich verkauft. Sein Strichcode lautet 3560071014513 und die Chargennummer 1127870. Bei Auchan handelt es sich bei dem betroffenen Produkt um Jambon cuit supérieur taux de sel réduit VPF 4 TRANCHES“ (Gekochter Superior-Schinken mit reduziertem Salzgehalt VPF 4 TRANCHEN). Er wurde zwischen dem 5. und 13. Dezember in ganz Frankreich vermarktet. Sein Strichcode lautet 3596710353217 und die Charge…

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  • WM 2022: Les Bleus werden am Abend ihre Fans auf der Place de la Concorde in Paris treffen

    WM 2022: Les Bleus werden am Abend ihre Fans auf der Place de la Concorde in Paris treffen

    Entgegen der ersten Ankündigung des Präsidenten des französischen Fußballverbands Noël Le Graet am Mittag werden sich die Spieler der französischen Nationalmannschaft am Tag nach dem verlorenen WM-Finale doch der französischen Öffentlichkeit präsentieren.

    Das Auftreten von Les Bleus auf dem Place de la Concorde am Montag, dem 19. Dezember, nimmt nun langsam Gestalt an. Am Tag nach dem von Frankreich gegen Argentinien verlorenen WM-Finale gab es dazu widersprüchliche Informationen.

    Der Präsident des französischen Fußballverbands Noël Le Graët hatte zunächst behauptet, dass es kein öffentliches Auftreten der Mannschaft geben würde. „Die Spieler ziehen es vor, schon heute Abend nach Hause zu gehen. Ich verstehe das, das ist völlig normal“, sagte der FFF-Präsident im Gespräch mit dem Sender BFMTV.

    Doch nur wenige Minuten später veröffentlichte der Nachrichtensender ganz andere Informationen: Es wird tatsächlich eine Versammlung auf dem Place de la Concorde geben, genauso wie es die Sportministerin am Montagmorgen im Sender France Inter angekündigt hatte.

    Laut BFM werden die Spieler und Betreuer gegen 19.30 Uhr französischer Zeit in Frankreich landen. Der Abflug von Doha erfolgte um 12.30 Uhr (14.30 Uhr Ortszeit). Anschließend werden sie sich auf den Pariser Platz de la Concorde begeben, um ihre Fans zu begrüßen. Sie werden dort gegen 20:30 Uhr erwartet. Nach letzten Informationen könnten allerdings tatsächlich einige der Spieler nicht anwesend sein.

  • COP15 in Montreal: Über 190 Länder verabschieden historisches Abkommen zur Biodiversität

    COP15 in Montreal: Über 190 Länder verabschieden historisches Abkommen zur Biodiversität

    Länder aus aller Welt verabschiedeten am Montag in Montreal ein historisches Abkommen, das versuchen will, die Zerstörung der biologischen Vielfalt und ihrer Ressourcen, die für die Menschheit unverzichtbar sind, aufzuhalten.

    Nach vier Jahren schwieriger Verhandlungen, einem zehn Tage und eine Nacht dauernden diplomatischen Marathon gelang es mehr als 190 Staaten, unter der Leitung von China, das den Vorsitz der COP15 innehat, trotz des Widerstands der Demokratischen Republik Kongo eine Einigung zu erzielen.

    Dieser „Friedenspakt mit der Natur“ soll Land, Ozeane und die Arten vor Verschmutzung, Zerstörung und der Klimakrise schützen. Die Länder einigten sich auf einen Fahrplan, der unter anderem darauf abzielt, bis 2030 mindestens 30% der Erde und der Ozeane zu schützen und 30 Milliarden US-Dollar an jährlicher Naturschutzhilfe für Entwicklungsländer bereitzustellen.

    „Das Abkommen wurde angenommen“, verkündete Huang Runqiu, der chinesische Vorsitzende der COP15, während der Plenarsitzung in der vergangenen Nacht, bevor er seinen Hammer unter dem Applaus der müden aber erleichterten Delegierten fallen liess. „Wir haben gemeinsam einen historischen Schritt geschafft“, freute sich Steven Guilbeault, Umweltminister des Gastgeberlandes Kanada.

    Die Einrichtung von Schutzgebieten auf 30% der Erdoberfläche, die bekannteste der über 20 Maßnahmen, wird als Äquivalent für die Biodiversität zum Pariser Abkommen, die globale Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen, gefeiert. Bisher sind erst 17% der Landfläche und 8% der Meere geschützt. Der Text des Abkommens enthält auch Garantien für indigene Völker, die 80% der auf der Erde verbliebenen Biodiversität bewahren. Ausserdem schlägt das Abkommen vor, 30% der degradierten Flächen auf dem Land und in den Meeren wiederherzustellen und das Ausbringen von Pestiziden zu halbieren.

    Um zu versuchen, die immer drängenderen finanziellen Probleme zwischen dem globalen Norden und Süden zu lösen, schlägt China außerdem vor, bis 2025 „mindestens 20 Milliarden Dollar“ und bis 2030 „mindestens 30 Milliarden Dollar“ an jährlicher internationaler Hilfe für die Biodiversität an ärmere Länder zu zahlen.