Kategorie: À la une

  • Wind: Mehrere Tausend Haushalte in der Drôme und der Ardèche ohne Strom

    Wind: Mehrere Tausend Haushalte in der Drôme und der Ardèche ohne Strom

    Die Stromgesellschaft Enedis ruft die Öffentlichkeit zur Wachsamkeit auf und sich insbesondere nicht in der Nähe von Kabeln aufzuhalten, die auf die Straßen gefallen sind.

    Mehrere tausend Haushalte waren am Sonntagnachmittag und Abend, 26. Februar, in den Departements Drôme und Ardèche aufgrund stürmischer Winde, die über den Südosten Frankreichs fegten, ohne Strom, wie Enedis mitteilte. „Seit 14.00 Uhr stellen wir eine Spitze von Vorfällen fest, die mehrere Tausend Haushalte in den Departements Drôme und Ardèche von der Stromversorgung abschneiden“, erklärte das Unternehmen und bestätigte damit eine Meldung der Zeitung Dauphiné Libéré.

    Diese Departements gehören zu den 17, in denen am Sonntagnachmittag eine gelbe Warnung wegen starker Winde galt. Nach Angaben des Wetterdienstes der Ardèche hat Météo France an der Station Croix Millet, unweit der Gemeinde La Souche im Naturpark Monts d’Ardèche, eine Böe von 132 km/h gemessen.

    Die Stromgesellschaft Enedis entsandte über 50 Techniker, um die Stromversorgung in den betroffenen Gebieten wiederherzustellen, teilte Enedis mit und rief die Öffentlichkeit zu erhöhter Wachsamkeit auf. Insbesondere solle man sich nicht in der Nähe von auf die Straßen gefallenen Kabel aufhalten.

    Auch die Feuerwehren in den Departements Drôme und Ardèche berichten von zahlreichen Einsätzen, hauptsächlich aufgrund von umgestürzten Bäumen, die den Verkehr behinderten und Strom- und Telekomleitungen beschädigten.

    Im Departement Rhône bestätigte die Feuerwehr den Tod eines 75-jährigen Mannes, der sich in einem geparkten Fahrzeug befunden hatte, auf das ein Baum gestürzt war. Die Stadt Lyon schloss am Nachmittag ihre großen Parks wegen Sturmböen von bis zu 70 km/h.

  • Trockenheit: Grössere Brände sind in Frankreich schon vor dem Sommer zu befürchten

    Trockenheit: Grössere Brände sind in Frankreich schon vor dem Sommer zu befürchten

    Aufgrund der Trockenheit könnten in Frankreich grosse Brände frühzeitig, lange vor dem Sommer, ausbrechen.

    Die Pyrénées-Orientales leiden laut Meteorologen und Feuerwehrleuten in diesem Winter unter einer außergewöhnlichen Trockenheit. Sie befürchten bereits jetzt und erst recht im kommenden Sommer heftige Waldbrände.

    Im Jahr 2022 gab es sowohl zu wenig Regen als auch sehr hohe Temperaturen, was zu einer „Rekordtrockenheit“ im an Spanien angrenzenden Mittelmeerdepartement Pyrénées-Orientales geführt hat.

    Die Niederschläge lagen um die Hälfte unter dem Durchschnitt: 2022 war das zweite Jahr in Folge, in dem die Regenbilanz schlechter als normal ausgefallen ist und es war das trockenste Jahr seit 1959, dem Beginn der Aufzeichnungen auf Departements-Ebene.

    Die Temperaturen – die entscheidend sind, weil Hitze die Verdunstung der Pflanzen erhöht – waren die höchsten seit 1947, dem ersten Jahr, das insgesamt aufgezeichnet wurde.

    Und auch für das Jahr 2023 scheint dieser Trend bestehen zu bleiben: „Die Trockenheit hält in unserem Departement an und nimmt in einigen Gebieten sogar zu (…), obwohl seit mehreren Wochen winterliche Temperaturen herrschen“, warnte die Präfektur der Pyrénées-Orientales am Donnerstag. Diese Situation bereitet den Feuerwehrleuten grosse Sorgen. Der Wassermangel führt zum Absterben von Büschen und Bäumen, wodurch die Menge an trockenem Holz oder Blättern, die in Brand geraten können, deutlich zunimmt.

    Das Beunruhigendste für den kommenden Sommer ist die Tatsache, dass die Brände wahrscheinlich viel intensiver sein werden, weil die Menge an Brennstoff stärker ist.

    Biologen beobachteten das Absterben aus nächster Nähe, als sie den Teil der Corbières, der dem Mittelmeer am nächsten liegt, untersuchten. Sie fanden dort wilde Olivenbäume, Mastixsträucher, die auch „Kittbäume“ genannt werden, und sogar Aleppo-Kiefern, die auf dem Stock regelrecht vertrockneten.

    Dabei ist die Aleppo-Kiefer ein Baum, der an der Grenze zu Wüsten zu finden ist, eine sehr trockenheitsresistenteste Baumart. Hektarweise rissiger Boden, ausgetrocknete Flussbetten wie etwa der Agly, zeugen von der Wasserknappheit in den östlichen Pyrenäen. Die Feuerwehr hat bereits mit neuen Bränden zu kämpfen, obwohl der Sommer noch weit entfernt ist: In nur etwas mehr als einem Monat, zwischen dem 1. Januar und dem 6. Februar, hat sich die Zahl der Brände im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2022 verdoppelt.

    Die verbrannte Fläche hat sich von sieben auf 28 Hektar vervierfacht, wobei die 60 Hektar, die am 5. Februar in Torreilles verbrannten, nicht mitgerechnet sind – laut der Departements-Feuerwehr „außergewöhnlich“ zu dieser Zeit. Die Dürre ist in den Pyrénées-Orientales stärker ausgeprägt als anderswo, aber auch in anderen Regionen Frankreichs und in Europa ist die Trockenheit spürbar und hat auch dort zu einer Zunahme der von Bränden bedrohten Flächen geführt.

    Vom 21. Januar bis zum 21. Februar gab es 32 Tage lang keinen richtigen Regen in Frankreich, eine Dauer, die noch nie zuvor von Météo-France verzeichnet wurde. Die Pyrénées-Orientales bfinden sich seit Juni 2022 durchgehend im Dürrealarm befinden. Und nun kam ein Großteil des Departements Var hinzu, das am 17. Februar in Dürrealarm versetzt wurde.

    Das Europäische Waldbrandinformationssystem (Effis) und das Europäische Programm für Klimawandel (Copernicus) berichten, dass die Europäische Union im vergangenen Jahr einen Rekord an verbrannten Flächen verzeichnet hat: mehr als 785.000 Hektar vom 1. Januar bis zum 19. November 2022. Riesige Feuer haben vor allem Spanien und Südwestfrankreich betroffen, wo zwei aufeinanderfolgende Großbrände in der Gironde im letzten Sommer mehr als 21.000 Hektar verwüsteten.

    Angesichts der Trockenheit in diesem Winter bereiten sich die Feuerwehrleute auf einen noch schlimmeren Sommer vor.

  • Rentenreform: Essens-Lieferanten am 7. März zum Streik aufgerufen

    Rentenreform: Essens-Lieferanten am 7. März zum Streik aufgerufen

    Die CGT des Transportwesens ruft die Fahrer der Lieferdienste dazu auf, sich dem Streik gegen die Rentenreform am 7. März anzuschließen. Die Gewerkschaften haben versprochen, an diesem Tag „Frankreich zum Stillstand zu bringen“. Eine weitere Berufsgruppe könnte am 7. März in die Streikbewegung gegen die Rentenreform eintreten. Die CGT Transports ruft nun auch die Zusteller dazu auf, sich zu organisieren und sich ab dem 7. März durch Arbeitsniederlegung und Demonstrationen zu mobilisieren, schreibt die Gewerkschaft in einer Pressemitteilung. Der Aufruf geschieht unter Hinweis auf den jüngsten Sozialplan bei Just Eat, der darauf abzielt, die angestellten Kuriere durch selbstständige Kuriere des Subunternehmers Stuart zu ersetzen. Die CGT Transports ist besorgt über dieses Vorgehen, das sie als „verschleierte Lohnarbeit“ betrachtet. „Die Summe der von den Lieferplattformen deswegen nicht gezahlten Rentenbeiträge könnte sich sogar auf zig Millionen Euro belaufen“, meint die Gewerkschaft un…

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  • César 2023: Umwelt-Aktivistin sorgt für Unterbrechung bei den französischen Oskars

    César 2023: Umwelt-Aktivistin sorgt für Unterbrechung bei den französischen Oskars

    Die Zeremonie der 48. César-Verleihung wurde durch eine Aktion der Aktivistengruppe Dernière rénovation unterbrochen. Eine junge Frau, die ein T-Shirt mit der Aufschrift „We have 761 days left“ („Es bleiben uns noch 761 Tage“) trug, musste evakuiert werden.

    Eine Aktivistin der Gruppe Dernière rénovation unterbrach am Freitag, dem 24. Februar, die Zeremonie der César 2023. Sie kletterte während eines Auftritts des Komikers Ahmed Sylla und der Schauspielerin Léa Drucker auf die Bühne. Die junge Frau stand mit erhobener Hand auf der Bühne. Sie trug ein weißes T-Shirt mit der schwarz geschriebenen Botschaft „We have 761 days left“ („Es bleiben uns noch 761 Tage“).

    Die Protestaktion führte zu einer vorübergehenden Unterbrechung der Preisverleihung und der Sender Canal plus stellte sogar vorübergehend die Übertragung von Live-Bildern ein. Die Fernsehzuschauer waren also nicht dabei, als die junge Frau evakuiert wurde.

    „Aufruf zum Widerstand“
    Sehr kurz nach der Unterbrechung wurde die Protestaktion von der Gruppe Dernière rénovation auf Twitter für sich beansprucht. „Nina, eine Bürgerin, die Dernière Rénovation unterstützt, unterbricht die 48. Zeremonie der #Cesar2023 live auf der Bühne des Olympia, am Freitag, dem 24. Februar. Dieses Ereignis markiert die Wiederaufnahme der Aktionen der Kampagne des zivilen Widerstands“, schieben die Umweltaktivisten in ihrem Post.

    „Frankreich erlebt in diesem Winter 32 Tage Trockenheit: Das ist nur ein Vorgeschmack auf die Welt mit +4°, die uns der Minister für den Übergang Christophe Béchu voraussagt. Die Kampagne leiht sich die Medienbühne der Césars, um diesem Aufruf zum Widerstand überall und von allen Gehör zu verschaffen“, so Dernière rénovation. „Es ist an der Zeit, die Augen für die sich anbahnende Katastrophe zu öffnen und sich gegen eine Machtelite zu erheben, die uns an den Rand des Abgrunds bringt. Unsere kollektive Verantwortung ist es, zu handeln, um uns zu retten. Unsere Regierenden werden das nicht tun, das haben sie bewiesen“.

  • Marokkanischer Pop-Star in Frankreich wegen schwerer Vergewaltigung zu sechs Jahren Haft verurteilt

    Marokkanischer Pop-Star in Frankreich wegen schwerer Vergewaltigung zu sechs Jahren Haft verurteilt

    Nach siebenstündiger Beratung zeigte sich das Gericht „überzeugt“ von der Vergewaltigung. Die Tat sei von der Nebenklägerin Laura P. in ihrer Anzeige „konstant und präzise beschrieben“ worden. Das Pariser Schwurgericht verurteilte am Freitag den marokkanischen Singer-Songwriter und Plattenproduzent …

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  • Emmanuel Macron nimmt Jeff Bezos in Ehrenlegion auf – empörte Reaktionen von der Linken

    Emmanuel Macron nimmt Jeff Bezos in Ehrenlegion auf – empörte Reaktionen von der Linken

    Die Auszeichnung, die Jeff Bezos bereits am 16. Februar von Emmanuel Macron verliehen wurde, empört viele linke Politiker. Der Präsident der Republik, Emmanuel Macron, hat am Donnerstag, dem 16. Februar, dem Amazon-Gründer Jeff Bezos die Insignien der Ehrenlegion überreicht. Das meldete Franceinfo am Donnerstag, dem 23. Februar, und bestätigte damit einen Bericht der Wochenzeitung Le Point. Jeff Bezos, geschäftsführender Direktor des Verwaltungsrats des Online-Handelsriesen Amazon, ist nun Ritter der Ehrenlegion. Mehrere Abgeordnete der Partei La France insoumise (LFI) reagierten auf Twitter empört. „Bravo Jeff Bezos!“, twittert ironisch die LFI-Europaabgeordnete Leïla Chaibi. „Während wir gegen seine Rentenreform marschierten, hat Macron Sie im Namen Frankreichs dafür ausgezeichnet, dass Sie Milliarden von Steuern hinterziehen, den Planeten zerstören und die Arbeitnehmer ausspionieren“. Der fünfte Mobilisierungstag gegen die Rentenreform, zu dem die französischen Gewerkschaften aufger…

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  • Trockenheit: In einigen Orten im Departement Var dürfen keine neuen Häuser gebaut werden

    Trockenheit: In einigen Orten im Departement Var dürfen keine neuen Häuser gebaut werden

    Im Departement Var haben einige Gemeinden jetzt beschlossen, neue Bauanträge für die nächsten vier Jahre einzufrieren. Der Grund: Die Bevölkerung ist bereits jetzt zu zahlreich für die geringen Wasserressourcen.

    Im östlichen Teil des Departements Var sind die Flüsse seit vielen Monaten ausgetrocknet und der Grundwasserspiegel in den neun Gemeinden des Kantons Fayence ist auf einem dramatisch niedrigen Stand. Jetzt erklärten die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden, dass sie keine neuen Bewohner mehr aufnehmen können, da sie nicht mehr genug Wasser für die Bevölkerung haben. Sie haben nun beschlossen, keine neuen Bauanträge für die nächsten vier Jahre zu genehmigen. „Es ist besser, den Leuten zu sagen, sie sollen nicht bauen und ihr Projekt verzögern, als ihnen zu sagen, ‚baut‘ und dann nicht mit Wasser versorgt zu werden, wenn sie sich niederlassen“, erklärte Jean-Yves Huet, Bürgermeister von Montauroux (Var) gegenüber France 3.

    „Das wird dramatisch für das Baugewerbe“.
    Für Bauanträge, die vor Februar 2023 genehmigt wurden, ist das Bauen weiterhin möglich. Die lokale Bevölkerung ist über die Entscheidung gespalten. „Das ist wieder eine Freiheit weniger. Mir wäre es lieber gewesen, man hätte sich früher Gedanken über die Wasseraufteilung gemacht“, kommentiert eine Frau. „Ich denke, es ist eine Maßnahme des gesunden Menschenverstands“, meint ein anderer Bewohner. Die Entscheidung blockiert auch viele Berufe rund um den Bau. „Das wird dramatisch für das Baugwerbe“, sagt Jean-Jacques Castillon, Präsident des Baugewerbe-Verbands des Departements Var.

  • Rentenreform: Etwa 100.000 Kunden in Toulouse von wilden Stromabschaltungen betroffen

    Rentenreform: Etwa 100.000 Kunden in Toulouse von wilden Stromabschaltungen betroffen

    Fast 100.000 Haushalte und Firmen waren am Donnerstag, dem 23. März, während des neunten Tages der Mobilisierung gegen die Rentenreform in Toulouse zeitweise ohne Strom. Der Stromversorger Enedis, die Stadt Toulouse und Toulouse Metropole haben Klage eingereicht. Am Donnerstag, dem 23. März, kam es im Stadtzentrum von Toulouse zu zwei wilden Stromabschaltungen im Rahmen des neunten Tages der Mobilisierung gegen die Rentenreform. Die erste ereignete sich im Bereich des linken Ufers. Wie Enedis, der für die Stromnetze zuständige Betreiber, mitteilte, wurde die Verteilerstation am Boulevard Jean-Brunhes abgeschaltet. Diese Station versorgt insbesondere die Viertel Saint-Cyprien, Arènes und Cartoucherie. 37.000 Kunden am linken Ufer, 62.000 im Stadtzentrum vom Stromnetz getrennt. Insgesamt waren 37.000 Kunden von dieser ersten Abschaltung betroffen, die gegen 15.45 Uhr erfolgte. Die Wiederherstellung der Stromversorgung erfolgte schrittweise und dauerte je nach Sektor bis zu 40 Minuten. Be…

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  • Globale Erwärmung: Nach 32 Tagen ohne Regen – Frankreich im Dürrealarm

    Globale Erwärmung: Nach 32 Tagen ohne Regen – Frankreich im Dürrealarm

    In Frankreich gab es 32 Tage lang keinen richtigen Regen – die längste meteorologische Dürreperiode, die jemals aufgezeichnet wurde. Diese Situation gefährdet die Erholung des Grundwasserspiegels, der bereits durch die historische Dürre im letzten Jahr erschöpft war. Umweltminister Christophe Béchu erwägt Maßnahmen zur Einschränkung der Wassernutzung.

    Es ist ein Rekord, auf den Frankreich gut hätte verzichten können: Météo-France bestätigte gestern, dass es im ganzen Land 32 Tage lang keinen richtigen Regen gegeben hat – die längste meteorologische Dürreperiode, die jemals in Frankreich aufgezeichnet wurde. Die Trockenheit ist umso besorgniserregender, als sie im Winter auftritt, einer Zeit, in der sich normalerweise die Grundwasserr-Reserven auffüllen. Und das wäre vor dem Hintergrund eines chronischen Niederschlagsdefizits seit August 2021 und nach einer außergewöhnlichen Dürre und Hitzewelle im Jahr 2022, die Folgen der globalen Erwärmung sind, besonders wichtig gewesen.

    Minister Béchu beruft am Montag die Präfekten ein, um Maßnahmen zu ergreifen.
    Diese Dürreperiode wurde gestern unterbrochen, als es endlich etwas regnete, aber die Situation ist und bleibt so besorgniserregend, dass der Minister für den ökologischen Übergang, Christophe Béchu, gestern ankündigte, dass er Maßnahmen zur Einschränkung der Wassernutzung „ab März“ in Betracht ziehen werde.“ „Frankreich befindet sich in Alarmbereitschaft. Ab Montag werden wir mit den Präfekten schauen, wo wir stehen. Es ist der trockenste Winter seit 1959“, sagte der Minister gegenüber Franceinfo und erklärte, dass die Grundwasserspiegel „zwei Monate hinter der normalen Füllung zurückliegen.“

    Der Minister hat bereits bestätigt, dass ab Montag „weiche“ Einschränkungsmaßnahmen ergriffen werden, „um katastrophale Situationen“ in diesem Sommer zu vermeiden. Christophe Béchu rief dazu auf, ab sofort sehr sparsam zu sein, insbesondere bei der Befüllung von Schwimmbädern.

    In der Landwirtschaft wächst die Sorge um die Wasserversorgung und am Dienstag fand in Mont-de-Marsan eine Demonstration von rund 1.000 Landwirten statt, die den Erhalt der Bewässerung forderten. Dazu sagte der Minister: „Es gibt keine Landwirtschaft ohne Wasser. Es wäre scheinheilig, die Landwirte daran zu hindern, zu produzieren, um dann zu importieren“. Béchu sprach sich dafür aus, dass „mehr Abwasser genutzt werden kann“.
    Auf jeden Fall besteht nunmehr dringender Handlungsbedarf, da die Prognosen von Météo-France in der Tat alarmierend sind. „Der Februar 2023 wird voraussichtlich mit einem Niederschlagsdefizit von mehr als 50 % enden und damit zu einem der trockensten Februarmonate seit Beginn der Messungen im Jahr 1959 werden“, kündigte Météo-France an. Der Mangel an Regen „hängt hauptsächlich mit den antizyklonalen Bedingungen seit Ende Januar zusammen, die wie eine Art Schutzschild“ gegen die regenbringenden Wolken gewirkt haben, so Simon Mittelberger, Klimatologe bei Météo-France.

    Aber insbesondere sind es die Wiederholung der Trockenperioden und der Kontext, was Anlass zur Sorge gibt – auch wenn die Wissenschaftler diese spezifischen Dürreperioden noch nicht eindeutig auf Klimaveränderungen zurückgeführt haben.

    Im Januar bereits äußerte sich das Bureau de recherches géologiques et minières (BRGM) „ziemlich pessimistisch“ über die Verfügbarkeit von Grundwasser im nächsten Sommer, das immerhin zwei Drittel des Trinkwassers und ein Drittel der landwirtschaftlichen Bewässerung liefert. Wenn es 2023 genauso wenig regnet, „werden wir zu einer Situation kommen, die viel schlimmer ist als die, die wir im Spätsommer 2022 erlebt haben.“

    „Die Erwärmung hat begonnen. In Frankreich sind wir bereits bei +1,7 °C… Sich vorbereiten heißt, die Leugnung aufzugeben“, sagt Umweltminister Christophe Béchu.

    „Die Wintertrockenheit, die Frankreich derzeit heimsucht, zwingt uns dazu, unsere Wasser-Nutzungen zu priorisieren. Der erhöhte Druck auf die Wasserressourcen wird jedes Jahr stärker und wir müssen gemeinsam sparsam sein, wie wir es auch bei der Energie tun“, mahnt Carole Delga, Präsidentin von Régions de France und der Region Okzitanien, die eine große Konzertierung zum Thema Wasser eingeleitet hat, die den Auftakt zu einem regionalen Wasserplan bildet, „der im kommenden Juni verabschiedet werden soll“.

  • Benzin- und Dieselpreise: TotalEnergies kündigt eine Obergrenze von 1.99 € pro Liter an

    Benzin- und Dieselpreise: TotalEnergies kündigt eine Obergrenze von 1.99 € pro Liter an

    Der Vorstandsvorsitzende von TotalEnergies, Patrick Pouyanné, kündigte am Mittwoch an, dass die Preise für Diesel und Benzin bis zum Ende des Jahres bei Total nicht über 2€ pro Liter steigen werden. 

    Der Preis für Kraftstoffe wird bis Ende 2023 an den Tankstellen von TotalEnergies nicht über 2 Euro pro Liter steigen, kündigte Patrick Pouyanné, Vorstandsvorsitzender von TotalEnergies, am Mittwoch, dem 22. Februar, in der 20H-Sendung des französischen Fernsehsenders TF1 an.

    Der Preisdeckel bei TotalEnergies wird ab dem 1. März für alle Benzin- und Dieselkraftstoffe (Diesel Premier B7, Diesel Premier B10, SP95-E10, SP95-E5, Superethanol E85) wirksam. Lediglich Bleifrei 98 und Diesel Excellium in Premiumqualität werden nicht betroffen sein. Dieser neue Rabatt wird an allen 3.400 Total-Tankstellen in Frankreich umgesetzt. Ab dem 25. Februar wird die Maßnahme bereits an rund 100 Tankstellen an und in der Nähe der Autobahnen in Frankreich gelten.

    20 Milliarden Euro Gewinn im Jahr 2022.
    Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen TotalEnergies mehrere Monate lang den Autofahrern in Frankreich an seinen Tankstellen einen Rabatt von 20 Cent und später von 10 Cent pro Liter Kraftstoff gewährt. Diese finanzielle Unterstützung war im Dezember letzten Jahres ausgelaufen. Im Januar stiegen die Kraftstoffpreise wieder an. Mittlerweile hatte der Konzern TotalEnergies für das Jahr 2022 einen Gewinn von fast 20 Milliarden Euro angekündigt. Die Regierung und die französischen Autofahrer erwarteten daraufhin weitere Unterstützungsmaßnahmen an den Tankstellen des Konzerns.

    Anfang Februar hatte TotalEnergies CEO Patrick Pouyanné bereits angedeutet, dass eine neue finanzielle Unterstützung angeboten werden sollte: „Wenn der Liter Dieselkraftstoff 2 € übersteigt, könnte TotalEnergies neue gezielte Rabattaktionen an der Zapfsäule durchführen“, hatte der Vorstandsvorsitzende damals in der Zeitung Le Parisien angedeutet. Er versicherte jedoch, dass der Kraftstoffpreis von 2 € pro Liter nicht zur Norm werden wird: „Auch wenn der Ölpreis derzeit hoch ist, um die 90 $, glaube ich nicht, dass er sehr lange bei diesem Preis bleiben wird. Denn unter dem Druck der Elektromobilität und der Energiewende wird der Ölverbrauch irgendwann sinken. Und damit auch die Preise“.