Kategorie: À la une

  • 40 % der Franzosen haben schon einmal im Handy des Partners spioniert

    40 % der Franzosen haben schon einmal im Handy des Partners spioniert

    Vier von zehn Franzosen und Französinnen geben zu, dass sie schon einmal das Smartphone ihrer besseren Hälfte ohne deren Einverständnis durchsucht haben. Eine Praxis, die zu Streit, Trennung und sogar häuslicher Gewalt führen kann und besonders unter jungen Menschen und Frauen verbreitet zu sein scheint.

    In einer Partnerschaft schnüffeln anscheinend mehr Menschen, als man annimmt, ohne deren Wissen im Telefon ihrer besseren Hälften herum. Diese Praxis, die als „Snooping“ bezeichnet wird, verbreitet sich immer stärker. Vier von zehn Franzosen und Französinnen geben zu, dass sie schon mindestens einmal zu neugierig waren. Diese Zahl ist im Verhältnis bei Jugendlichen und Frauen deutlich höher. François Kraus, Leiter der Abteilung Politik beim Umfrageinstitut Ifop, erklärt diese Ergebnisse bei den Jugendlichen damit, dass sie „die größten Nutzer sowohl von Smartphones als auch von verschiedenen digitalen Schnittstellen vom Typ soziale Netzwerke“ sind.

    Ein Vorgehen, das vom Gesetz bestraft wird
    Eine Praxis, die nicht ohne Folgen bleibt: Sie kann zu Streitigkeiten, Trennungen und sogar zu häuslicher Gewalt führen. Mehr als jedes zweite Opfer körperlicher Gewalt wurde von seinem Partner ausspioniert. Das neue französische Gesetz gegen häusliche Gewalt bestraft digitales Ausspionieren nun mit einem Jahr Gefängnis und einer Geldstrafe von bis zu 45.000 Euro.

  • Frankreich verzeichnete im März 2023 die niedrigste Geburtenzahl seit 1994

    Frankreich verzeichnete im März 2023 die niedrigste Geburtenzahl seit 1994

    Laut dem Statistikamt Insee ist dieser Rückgang sowohl auf die sinkende Anzahl von Frauen im gebärfähigen Alter als auch auf die in den letzten Jahren gesunkene Fertilitätsrate zurückzuführen.

    Im März 2023 wurden in Frankreich durchschnittlich 1.816 Geburten pro Tag registriert: Laut Insee ist dies – außerhalb der Covid-Jahre – das niedrigste Niveau an Geburten, das seit 1994, dem ersten Jahr, in dem monatliche Daten in Frankreich erhoben wurden, jemals verzeichnet wurde. Es sind 7% weniger Geburten als im März 2022.

    Der Trend der letzten 10 Jahre beim Rückgang der Geburtenzahlen hat einen Rekordpunkt erreicht. Im Einzelnen sind die Metropolregionen von Okzitanien und der Île-de-France vom Rückgang der Geburtenrate am stärksten betroffen. Das Jahr 2022 hatte bereits die niedrigste Geburtenrate mit 723.000 Geburten in Frankreich – 19.000 weniger als 2021 – seit 1946. Je nachdem wie sich der Trend weiter fortsetzt, könnte der Rekord dieses Jahr erneut gebrochen werden.

    Laut dem Statistikinstitut Insee ist dieser Geburtenrückgang sowohl auf die geringere Anzahl von Frauen im gebärfähigen Alter als auch auf die in den letzten Jahren gesunkene Fertilitätsrate (Anzahl der Kinder pro Frau) zurückzuführen. Sie lag im Jahr 2022 bei 1,80 Kindern. Diese Rate ist zwischen 2015 und 2020 jedes Jahr leicht gesunken, nachdem sie zwischen 2006 und 2014 um die 2 Kinder pro Frau schwankte.

    In diesem Jahr, so befürchten Demografen, besteht die Gefahr, dass es weniger Geburten als Todesfälle geben wird, was ein Novum seit Ende der 1890er Jahre wäre.

    Zu den Erklärungen für dieses Phänomen gehören insbesondere die „Öko-Angst“, aber vor allem der Wunsch der französischen Frauen nach einer eigenen beruflichen Karriere.

  • Nationalversammlung stimmt für europäische Flagge vor Rathäusern von Orten mit mehr als 1.500 Einwohnern

    Nationalversammlung stimmt für europäische Flagge vor Rathäusern von Orten mit mehr als 1.500 Einwohnern

    Die Nationalversammlung hat am Mittwochabend einen umstrittenen Gesetzesvorschlag der Renaissance-Fraktion mit 130 zu 109 Stimmen angenommen. Die Nationalversammlung stimmte in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, dem 11. Mai, über einen umstrittenen Gesetzesvorschlag ab, der die Beflaggung der Frontseite von Rathäusern von Orten mit mehr als 1.500 Einwohnern mit der europäischen Flagge neben der französischen Flagge zur Pflicht macht. Nach einer angespannten Diskussion wurde der Gesetzesvorschlag in der ersten Lesung mit 130 zu 109 Stimmen angenommen. Der Text muss nun noch vom Senat geprüft werden. Der von der Renaissance-Fraktion, der Partei Macrons,  eingebrachte Gesetzesvorschlag war bewusst am Dienstag auf die Tagesordnung gesetzt worden, dem Jahrestag der Erklärung von Robert Schuman vom 9. Mai 1950, die als Gründungstext des europäischen Einigungswerks gilt. „Diejenigen, die Schwierigkeiten haben, ihr Unbehagen vor der Sternenflagge zu verbergen, haben ebenso Schwierigkeiten,…

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  • „Name and shame“: Regierung droht, öffentlich Marken zu benennen, die ihre Preise nicht senken

    „Name and shame“: Regierung droht, öffentlich Marken zu benennen, die ihre Preise nicht senken

    Die Handelsministerin Olivia Gregoire kritisiert die Industriellen scharf, die sich seit mehreren Wochen weigern, die Preise für Lebensmittel zu senken. Es klang wie ein Ultimatum. Am Mittwoch, dem 10. Mai, war die Handelsministerin Olivia Grégoire auf dem Sender RTL zu Gast. Sie beklagte die mangelnden Bemühungen einiger Industrieller, die Preise für bestimmte Lebensmittel zu senken, obwohl die Preise für Rohstoffe – wie z. B. Getreide – seit mehreren Wochen stark rückläufig sind. Die Ministerin erwartet eine schnelle Reaktion der Industrie, zumal in Kürze neue Verhandlungen mit den Einzelhändlern stattfinden sollen, insbesondere für Lebensmittel. „Die großen Industrieunternehmen haben heute den Handlungsspielraum und die Liquidität, um die Preise zu senken“, meint Olivia Grégoire im Gespräch mit RTL.

    Die Ministerin warnte, dass, wenn in den nächsten Wochen keine Anstrengungen unternommen würden, „wir uns für ’name and shame‘ en…

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  • Ukraine-Krieg: 32-jähriger AFP-Journalist Arman Soldin bei Raketenangriff getötet

    Ukraine-Krieg: 32-jähriger AFP-Journalist Arman Soldin bei Raketenangriff getötet

    Arman Soldin, Journalist der französischen Nachrichtenagentur Agence France-Presse, wurde am Dienstagnachmittag in der Ukraine getötet. Er wurde Opfer eines russischen Raketenangriffs.

    Die Nachrichtenagentur Agence France-Presse und die Presse im Allgemeinen trauern. Der Journalist Arman Soldin, der für die AFP über den Krieg in der Ukraine berichtete, wurde bei einem russischen Raketenangriff am Dienstagnachmittag getötet. Er ist der elfte Journalist, Fahrer oder Mitarbeiter von Journalisten, der seit Beginn des Konflikts in der Ukraine getötet wurde.

    Opfer eines russischen Angriffs
    Arman Soldin gehörte zu einem Team von fünf Reportern der Agence France-Presse. Er begleitete ukrainische Soldaten am aktivsten Frontabschnitt des Krieges. Am Dienstag, den 9. Mai, wurde er gegen 16.30 Uhr in der Nähe von Bachmut im Osten der Ukraine, von einer russischen Rakete getroffen. Der Rest des Journalistenteams blieb unverletzt.

    Arman Soldin war seit September 2022 der Videokoordinator der französischen Nachrichtengentur AFP in der Ukraine. Er hatte seinen Sitz in London und reiste regelmäßig in die Ukraine. Als Freiwilliger, der über den von Russland geführten Krieg berichten wollte, war er bereits in den ersten Tagen der Invasion im Februar 2022 in die Ukraine gereist.

    Emmanuel Macron würdigte den Journalisten am Abend in einem Tweet. „Mit Mut, seit den ersten Stunden des Konflikts war er an der Front, um die Fakten zu ermitteln. Um uns zu informieren“.

    Das ukrainische Verteidigungsministerium sprach der Familie des französischen Journalisten sein Beileid aus: „Er hat sein Leben dem Ziel gewidmet, der Welt über die Wahrheit zu berichten“.

    Beileidsbekundungen auch von US-Außenminister Antony Blinken: „So viele Journalisten arbeiten unter extrem gefährlichen Bedingungen, um die Wahrheit aufzudecken und zu berichten“.

    Arman Soldin wird als „mutiger, kreativer und hartnäckiger“ Journalist beschrieben, sagt der AFP-Informationsdirektor Phil Chetwynd. Für die Europadirektorin der Agence France-Presse war „Arman enthusiastisch, energisch und mutig. Er war ein echter Feldreporter, der immer bereit war, auch in die schwierigsten Gebiete zu gehen“.

    Geboren in Sarajevo, aufgewachsen in Frankreich.
    Arman Soldin wurde 32 Jahre alt. Er wurde in Sarajevo geboren und war bosnischer Abstammung. 1992 war er im Alter von einem Jahr zu Beginn der Belagerung der Stadt aus Jugoslawien evakuiert worden. Arman Soldin wuchs in Frankreich auf und besaß die französische Staatsbürgerschaft. Als leidenschaftlicher Fußballer hatte er zwischen 2006 und 2008 bei dem Verein Stade Rennais in der U13 und U15 gespielt, die Idee einer sportlichen Profikarriere aber schließlich aufgegeben. Als Journalist war er 2015 als Praktikant zur AFP nach Rom gekommen. Er sprach fließend Französisch, Englisch und Italienisch und hatte Kenntnisse in Bosnisch, was ihm beim Dialog mit den Ukrainern half.

  • Rückruf: Verdacht auf Listeria-Verunreinigung in Wurst

    Rückruf: Verdacht auf Listeria-Verunreinigung in Wurst

    Die Supermarktkette Super U ruft geräucherte Knoblauchwurst wegen des Verdachts auf Listeria-Verunreinigung zurück. Wer kürzlich in einem Super U Supermarkt geräucherte Knoblauchwurst gekauft hat, sollte diese nicht verzehren! Sie ist Gegenstand eines Rückrufs der Supermarktkette. Die Wurst wies Spuren von Listeria monocytogenes auf, dem Erreger der gefährlichen Listeriose, wie die Website Rappel Conso berichtet. Die begroffene Wurst wurde in der Fleischabteilung in allen Super U-Filialen in Frankreich verkauft. Sie wurde in einer 300-Gramm-Packung angeboten und trug die Strichcode-Nummer 3256229807013 mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 27. Mai 2023.

    Personen, die die geräucherte Knoblauchwurst verzehrt haben und Anzeichen von Fieber, Kopf- oder Gliederschmerzen aufweisen, sollten umgehend ihren Hausarzt aufsuchen….

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  • Ukraine-Krieg: Französische Abgeordnete wollen die russische Wagner-Gruppe als Terrororganisation einstufen

    Ukraine-Krieg: Französische Abgeordnete wollen die russische Wagner-Gruppe als Terrororganisation einstufen

    Die französische Nationalversammlung prüft am Dienstag, dem 9. Mai, einen Entschließungsantrag, mit dem die private russische Militärgruppe Wagner auf die Liste der terroristischen Organisationen gesetzt werden soll. Die französischen Abgeordneten diskutieren am Dienstag, 9. Mai, einen von Benjamin Haddad, Renaissance-Abgeordneter aus Paris, eingebrachten Entschließungsantrag, der darauf abzielt, die russische paramilitärische Formation, bekannt als Wagner-Gruppe, als „terroristische Organisation“ zu bezeichnen. Wie die Zeitung Le Figaro Ende März berichtete, besteht das Ziel des Textes darin, die Aufnahme „der privaten militärischen Einheit Wagner in die Liste der terroristischen Organisationen der Europäischen Union“ zu fordern. Die Truppen von Jewgeni Prigoschin werden in der Tat regelmäßig wegen Übergriffen in den Gebieten, in denen sie operieren, angeklagt. In Bachmut in der Ukraine, wo sie seit Monaten einen erbitterten Kampf führen, haben Wagners Söldner extrem tödliche Angriffs…

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  • Covid-19: Warum trotz der Aufhebung der weltweiten Warnung durch die WHO doch nicht alles vorbei ist

    Covid-19: Warum trotz der Aufhebung der weltweiten Warnung durch die WHO doch nicht alles vorbei ist

    Die Covid-19-Pandemie ist nun so weit unter Kontrolle, dass die höchste Alarmstufe aufgehoben werden kann, entschied die Weltgesundheitsorganisation am Freitag nach mehr als drei Jahren und Millionen von Toten. Das Virus ist allerdings immer noch vorhanden und neue Varianten sind jederzeit möglich. „Wir waren noch nie so gut aufgestellt, um der Pandemie ein Ende zu setzen. Wir sind noch nicht so weit, aber das Ende ist in Sicht“: Im September letzten Jahres zeigte sich der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, optimistisch und skizzierte für Ende 2022 das Ende der Covid-19-Epidemie, die die Welt in die Knie gezwungen hat. Es dauerte dann doch noch einige Monate länger: Erst an diesem Freitag hob die WHO die höchste Alarmstufe auf, die am 30. Januar 2020, wenige Wochen nach dem Auftreten des Coronavirus Sars-Cov-2 in China, ausgelöst worden war. Der Begriff Pandemie war im März 2020 in aller Munde und hatte weltweit Restriktionen und Lock…

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  • Gedenkfeiern zum 8. Mai: Emmanuel Macron auf den Champs-Elysées in Paris

    Gedenkfeiern zum 8. Mai: Emmanuel Macron auf den Champs-Elysées in Paris

    Nach der traditionellen Zeremonie am Arc de Triomphe in Paris wird das Staatsoberhaupt am frühen Nachmittag die ehemalige Zelle des Widerstandskämpfers Jean Moulin im Gefängnis Montluc (Lyon) besuchen. Emmanuel Macron wird am Montag, den 8. Mai, in Lyon Jean Moulin und die Résistance ehren, nachdem er die traditionelle Zeremonie am Triumphbogen in Paris abgehalten hat. Wie bei jeder Feier zum Ende des Zweiten Weltkriegs wird das Staatsoberhaupt die Champs-Elysées hinauffahren, begleitet von der großen Eskorte der Garde républicaine zu Pferd und mit Motorfahrzeugen. In Anwesenheit von Premierministerin Elisabeth Borne legte der Präsident gegen 11 Uhr einen Kranz nieder und entzündete erneut die Flamme am Memorial des unbekannten Soldaten. Eine Hommage an Jean Moulin in Lyon. Emmanuel Macron wird gegen 14:30 Uhr im ehemaligen Gefängnis Montluc, in dem Jean Moulin und andere Widerstandskämpfer inhaftiert waren, zu einer Hommage an die „französische Résistance und die Opfer der Nazibarbare…

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  • Der 8. Mai in Frankreich – Feiertag der Befreiung und Erinnerung

    Der 8. Mai in Frankreich – Feiertag der Befreiung und Erinnerung

    Der 8. Mai ist ein besonderer Tag in Frankreich, an dem jedes Jahr der Tag der Befreiung von der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg gefeiert wird. Dieses Datum markiert das Ende des Krieges in Europa und wird in Frankreich landesweit als Feiertag begangen. Welche Bedeutung hat dieser Tag für die französische Geschichte und das kollektive Gedächtnis? Der Zweite Weltkrieg und die Besatzung Frankreichs: Im Jahr 1940 fiel das Land unter deutsche Besatzung und wurde in zwei Teile geteilt. Der Norden und die Atlantikküste wurden von der deutschen Wehrmacht besetzt, während der Süden als Vichy-Frankreich eine scheinbare Autonomie unter der Kontrolle von Marschall Philippe Pétain erhielt. Die Bevölkerung Frankreichs litt unter Repressionen, Verfolgung und wirtschaftlicher Ausbeutung. Die Wende im Krieg und der Beginn der Befreiung Frankreichs begannen im Jahr 1944. Die alliierten Streitkräfte landeten am 6. Juni in der Normandie, einer Operation, die als D-Day bekannt wurde. Dieser ents…

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