Kategorie: À la une

  • Katholische Hilfsorganisation Secours Catholique: Armut in Frankreich verschärft sich – insbesondere für Frauen

    Katholische Hilfsorganisation Secours Catholique: Armut in Frankreich verschärft sich – insbesondere für Frauen

    Das mittlere Einkommen der Menschen, die der Verein betreut, lag im Jahr 2022 bei 538 Euro pro Monat, was einem Tagesbudget von 18 Euro für einen Haushalt entspricht.

    Eine alarmierende Situation. Die Armut in Frankreich verschärft sich und Frauen und Kinder sind besonders gefährdet, warnt die Katholische Hilfsorganisation Secours Catholique in ihrem Jahresbericht, der am Dienstag, dem 14. November veröffentlicht wurde. Das Medianeinkommen der von der Organisation betreuten Personen lag im Jahr 2022 bei 538 Euro pro Monat. Die Katholische Nothilfe hat für ihre Studie die die Daten von 49.250 Personen und Haushalten analysiert, die ihr von ihren Begünstigten übermittelt wurden.

    Dieser Betrag entspricht einem Tagesbudget von 18 Euro, um alle Bedürfnisse des jeweiligen Haushalts zu decken. Und dieser Betrag entspricht weniger als der Hälfte der Armutsgrenze, die von der Organisation für das Jahr 2022 auf 1.211 Euro geschätzt wurde. Vor allem die Inflation, die sich besonders auf die Lebensmittel- und Energiepreise ausgewirkt hat, bedeutete für viele Menschen einen Einkommensrückgang um 7,6 %.

    Zur Bekämpfung der Armut empfiehlt die katholische Organisation insbesondere, die sozialen Mindestbeträge an den Mindestlohn zu koppeln und die Nichtinanspruchnahme von Sozialleistungen zu verhindern, indem die sozialen Dienste zugänglicher gemacht werden.

    Prekäre Situation von Frauen nimmt zu
    Laut dem Jahresbericht hat Secours Catholique im vergangenen Jahr in Frankreich eine Million Menschen betreut, die verschiedene Dienstleistungen wie Lebensmittelhilfe oder soziale Begleitung in Anspruch genommen haben. Unter diesen Personen sind Haushalte mit nur einem Erwachsenen überrepräsentiert (75%). Es handelt sich vor allem um alleinerziehende Mütter (25,7 %) und alleinstehende Frauen (20,9 %).

    Viele von ihnen klopfen nach einer Trennung oder Scheidung an die Tür der Organisation. Frauen litten stärker unter der Last von Trennungen in der Ehe und übernähmen allzu oft allein die Verantwortung für die Kinder, so der Verein. Die Armut von Frauen in Frankreich hat in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen, während bis Anfang der 2000er Jahre Männer und Frauen gleichermaßen von Armut betroffen waren, stellt Secours Catholique fest. Frauen machen heute 57,5 % der bedürftigen Menschen aus, mit denen die Organisation zu tun hat, gegenüber 52,6 % im Jahr 1999.

  • Märsche gegen Antisemitismus: Über 182.000 Menschen demonstrierten in ganz Frankreich

    Märsche gegen Antisemitismus: Über 182.000 Menschen demonstrierten in ganz Frankreich

    Alle Demonstrationen am Sonntag, dem 12. November, verliefen friedlich. Laut Innenministerium gab es „keine nennenswerten Zwischenfälle“. Tausende Franzosen gingen gegen den wachsenden Antisemitismus in Frankreich auf die Straße. Mehr als 182.000 Menschen marschierten am Sonntag, dem 12. November, gegen Antisemitismus im ganzen Land, 105.000 allein in den Straßen der Hauptstadt, wie aus Zahlen des Innenministeriums und der Polizeipräfektur hervorgeht. Bis 17:30 Uhr waren bei 110 Demonstrationen außerhalb von Paris insgesamt etwa 77.600 Personen auf den Strassen. Die größten Aktionen fanden in Marseille statt, wo 7.500 Demonstranten gezählt wurden, sowie in Straßburg (5.000 Personen), Grenoble (3.700 Personen) und Bordeaux (3.500 Personen). In den Städten Nizza und Lyon wurden jeweils 3.000 Demonstranten gezählt. In Nantes und La Rochelle marschierten etwa 2.000 Menschen gegen Antisemitismus. In der französischen Hauptstadt Paris gingen nach Angaben der Polizeipräfektur etwa 105.000 Dem…

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  • Antisemitismus: Emmanuel Macron empfängt am Montagmorgen Vertreter aller Religionen im Élysée-Palast

    Antisemitismus: Emmanuel Macron empfängt am Montagmorgen Vertreter aller Religionen im Élysée-Palast

    Der französische Präsident Emmanuel Macron empfängt am Montagmorgen Repräsentanten aller in Frankreich vertretenen Religionen im Élysée-Palast. Am Tag nach den landesweiten Demonstrationen gegen Antisemitismus empfängt Staatspräsident Emmanuel Macron am Montagmorgen Vertreter der verschiedenen in Frankreich vertretenen Religionen im Élysée-Palast. „Im Anschluss an seinen Aufruf zur Einheit der Nation und zur Brüderlichkeit in seinem Brief an die Franzosen wird der Präsident der Republik die Vertreter der Religionen heute (Montag) um 9.30 Uhr im Élysée-Palast empfangen“, hieß es in einer Erklärung. Mehr als 180.000 Menschen partizipierten am Sonntag in Paris und Zehntausende in ganz Frankreich am „großen Marsch“ gegen Antisemitismus, an dem auch ein Großteil der politischen Klasse teilnahm. Jedoch war weder Emmanuel Macron noch die radikale linke Opposition bei den Demonstrationen anwesend. In einem offenen Brief an die Franzosen, der am Samstagabend von der Zeitung Le Parisien veröffen…

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  • Macron fordert Israel zur Einstellung der Bombardierungen in Gaza auf – Netanjahu sagt nein

    Macron fordert Israel zur Einstellung der Bombardierungen in Gaza auf – Netanjahu sagt nein

    In einem Interview mit dem britischen Fernsehen am Freitagabend hat Emmanuel Macron Israel „dringend aufgefordert, die Bombardierungen zu beenden“, bei denen Zivilisten im Gazastreifen getötet werden. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu schiebt die Schuld auf die Hamas. „Wir fordern Israel auf, aufzuhören“. Emmanuel Macron beantwortete am Freitagabend Fragen des britischen öffentlich-rechtlichen Fernsehens BBC zu dem seit über einem Monat andauernden bewaffneten Konflikt zwischen Israel und der Hamas. „Wir teilen den Schmerz Israels. Und wir teilen den Wunsch, den Terrorismus loszuwerden“. Aber „de facto werden heute Zivilisten bombardiert. Diese Babys, diese Frauen, diese älteren Menschen werden bombardiert und getötet“. Dafür gibt es „keine Rechtfertigung“ und „keine Legitimität“. „Wir fordern Israel daher nachdrücklich auf, damit aufzuhören“, forderte das französische Staatsoberhaupt.

    Die „Reaktion Israels im…

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  • Neues Einwanderungsgesetz: 3.500 französische Ärzte kündigen zivilen „Ungehorsam“ an

    Neues Einwanderungsgesetz: 3.500 französische Ärzte kündigen zivilen „Ungehorsam“ an

    Zu den Unterzeichnern gehören prominente Namen wie der Notarzt Patrick Pelloux, die Vizepräsidentin des Kollegiums für Allgemeinmedizin Julie Chastang und der pädiatrische Nephrologe Rémi Salomon. Rund 3.500 angestellte und freiberufliche Ärzte, die gegen die Abschaffung der staatlichen Krankenhilfe (AME) für illegale Migranten sind, haben sich in einem Aufruf, der am Samstag, dem 11. November der Nachrichtenagentur AFP übermittelt wurde, angekündigt, solche Patienten „weiterhin kostenlos zu behandeln“, falls die Regelung von der Nationalversammlung abgeschafft werden sollte. „Ich, ein Arzt, erkläre, dass ich gemäß dem hippokratischen Eid, den ich geleistet habe, weiterhin illegale Patienten nach ihren Bedürfnissen kostenlos behandeln werde“, heißt es in der „Erklärung des Ungehorsams“. Zu den Unterzeichnern gehören der Notarzt Patrick Pelloux, Julie Chastang, Vizepräsidentin des Kollegiums für Allgemeinmedizin, und der pädiatrische Nephrologe Rémi Salomon. Der Text wurde von den Profe…

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  • Davidsterne in Paris: Kam der Auftrag für die antisemitischen Schmierereien aus Russland?

    Davidsterne in Paris: Kam der Auftrag für die antisemitischen Schmierereien aus Russland?

    Ende Oktober wurden etwa 200 Davidsterne mit Hilfe von Schablonen an Hauswände in Paris gesprüht, was in ganz Frankreich für Aufregung und Besorgnis sorgte. Die nach der Verhaftung mehrerer moldawischer Sprayer eingeleiteten Ermittlungen führten auf eine Spur zu Anatoli Prizenko, einem pro-russischen moldawischen Geschäftsmann, der als Auftraggeber in Frage kommen könnte.

    Fast zwei Wochen nach Entdeckung der antisemitischen Tags, die den Davidstern auf den Mauern von Paris zeigen, schreiten die Ermittlungen voran und führen zu dem mutmaßlichen Auftraggeber: einem Geschäftsmann moldawischer Herkunft.

    Die Polizei konnte eine Verbindung zwischen den Sprayern, die verhaftet worden waren, weil sie blaue Davidsterne auf Pariser Gebäude gesprüht hatten, und Anatoli Prizenko, einem 50-jährigen moldawischen Geschäftsmann, herstellen, wie der Sender Europe 1 berichtete. Anatoli Prizenko ist ein ehemaliger enger Vertrauter der Partei der Sozialisten der Republik Moldau (PSRM), einer Organisation, die als euroskeptisch und pro-russisch gilt.

    Wie die Zeitung Libération berichtet, war es die Untersuchung der Telefonliste eines moldauischen Paares, eines Mannes und einer Frau im Alter von 29 und 33 Jahren, die es den Ermittlern, wie es eine Justizquelle ausdrückte, ermöglichte, eine „dritte Person mit Sitz im Ausland“ ausfindig zu machen. Laut einer mit den Ermittlungen vertrauten Quelle handele es sich hierbei um eine durchaus ernstzunehmende Spur.

    „Die Aktion war nicht darauf ausgerichtet, irgendjemanden zu beleidigen oder seine Gefühle negativ zu verletzen, und schon gar nicht, ihn zu ängstigen. Sie war friedlich. Außerdem wurden die Sterne mit einer speziellen, abwaschbaren Farbe gesprüht, was eine Beschädigung von Eigentum ausschließt. Vor dem Hintergrund der Terroranschläge und des Antisemitismus in Europa diente die Aktion einzig und allein dem Zweck, die Juden in Europa zu inspirieren und zu unterstützen und sie an die Geschichte des jüdischen Volkes zu erinnern. Und möge Gott sie immer beschützen!“, verteidigte sich Anatoli Prizenko gegenüber der Zeitung Libération, ohne jedoch zu erklären, warum er bis zu diesem Zeitpunkt geschwiegen hatte, während ganz Frankreich über die verborgenen Motive dieser Tags spekulierte. Bisher jedenfalls gibt es in den Aktivitäten des Geschäftsmannes aus Moldavien keinerlei Hinweise auf eine Unterstützung der jüdischen Gemeinden.

    Für Anatoli Prizenko liegt das Missverständnis bei den französischen Politikern, die „eine Welle der Angst und Panik in der Gesellschaft ausgelöst“ haben, indem sie die Situation „nicht „missverstanden haben“. Er rief die Juden dazu auf, keine Angst zu haben und „einen Akt des Glaubens“ zu vollziehen, indem sie selbst dieses Symbol an ihrem „Haus, ihrem Geschäft und ihrem Auto“ anbringen.

  • Israel-Hamas-Konflikt: Emmanuel Macron ruft klar und deutlich zu einem Waffenstillstand auf

    Israel-Hamas-Konflikt: Emmanuel Macron ruft klar und deutlich zu einem Waffenstillstand auf

    Der französische Staatschef kündigte am Donnerstag außerdem an, dass Frankreich seine humanitäre Hilfe für Zivilisten im Gazastreifen von 20 Millionen auf 100 Millionen Euro erhöhen werde. Emmanuel Macron forderte am Donnerstag, 9. November, bei der Eröffnung der humanitären Gaza-Konferenz in Paris in ungewohnt klaren Worten „einen Waffenstillstand“. Es ist das erste Mal seit Beginn der Militäroperation Israels in der palästinensischen Enklave, dass der französische Präsident so direkt zu einer Einstellung aller Feindseligkeiten aufruft. „In der unmittelbaren Zukunft müssen wir am Schutz der Zivilbevölkerung arbeiten. Dazu bedarf es einer sehr schnellen humanitären Pause“, sagte Emmanuel Macron in Paris. „Die Zivilisten müssen geschützt werden, das ist nicht verhandelbar, das ist eine unmittelbare Notwendigkeit“ und „eine Voraussetzung für die Wirksamkeit unseres Kampfes gegen die Terroristen“, betonte Macron in seiner Rede. Der Präsident bekräftigte jedoch auch, dass Israel „das Recht…

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  • Stromschlag-Gefahr: Smartphone-Ladegeräte sind Gegenstand eines massiven Produktrückrufs

    Stromschlag-Gefahr: Smartphone-Ladegeräte sind Gegenstand eines massiven Produktrückrufs

    Vorsicht bei kürzlich gekauften Ladegeräten für Smartphone. Bei einigen Produkten besteht die Gefahr eines Stromschlags, sie sollten nicht verwendet werden.

    Die Netzadapter für USB-Kabel der Marke FPE (France Production Electronique) unter dem Namen „Chargeur secteur/USB AC/ 1 USB charger 1000mA“, die zwischen dem 2. April 2021 und dem 15. September 2023 in den Geschäften Mr Bricolage, Briconautes, Bricorama, Cofaq, Intermarché und Leclerc vertrieben wurden, sind aufgrund einer erhöhten Gefahr von Stromschlägen Gegenstand eines Produktrückrufs.

    Die Gefahr eines Stromschlags geht von einem Problem bei der Befestigung der Leiter des Netzsteckers aus. Die Gefahr besteht, wenn sich der Stecker am fordern Teil des Ladegerätes löst. Wer eines dieser Ladegeräte besitzt, die in einer violetten Verpackung verkauft werden, sollte es nicht mehr verwenden und in das Geschäft, in dem es gekauft wurde, zurückbringen.

    Weitere Informationen erhalten Sie unter der folgenden Kontaktnummer: 08.25.05.62.60. Das Rückrufverfahren endet am 30. April 2024. Nach diesem Datum ist keine Rückerstattung mehr möglich.

  • Italien will Aufnahme von Migranten über das Mittelmeer in Zentren in Albanien auslagern

    Italien will Aufnahme von Migranten über das Mittelmeer in Zentren in Albanien auslagern

    Die italienische Premierministerin Giorgia Meloni hat ein Abkommen mit Albanien geschlossen, um dort zwei Aufnahmezentren für Migranten einzurichten. Rom hofft, jedes Jahr 36.000 Migranten, die an der italienischen Mittelmeerküste ankommen, dorthin bringen zu können. Nach Albanien ausgelagerte Migrantenzentren: Das ist der neueste Plan der italienischen Premierministerin Giorgia Meloni. Die beiden Zentren, die unter italienischer Gerichtsbarkeit stehen werden, sollen vollständig von Rom finanziert werden, sowohl die Struktur als auch das Personal. Die albanische Polizei werde sich ihrerseits an der Überwachung beteiligen. Die Zentren sollen im Frühjahr 2024 eröffnet werden und könnten nach Angaben der italienischen Ministerpräsidentin jährlich rund 36.000 Migranten aufnehmen. Dieses Projekt, das die Auslagerung der Aufnahme von Migranten in ein Land außerhalb der Europäischen Union vorsieht, wirft jedoch viele rechtliche und praktische Fragen auf. „Ich denke, dass diese Vereinbarung se…

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  • Eurovision 2024: Der Sänger Slimane wird Frankreichs Kandidat sein

    Eurovision 2024: Der Sänger Slimane wird Frankreichs Kandidat sein

    Slimane wird Frankreich beim Eurovision Song Contest 2024 vertreten. Dies gab die Leiterin der französischen Delegation beim Eurovision Song Contest am Mittwoch bekannt. Nach zwei großen Enttäuschungen beim Eurovision Song Contest mit Anfängern oder aufstrebenden Künstlern – Alvan & Ahez im Jahr…

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