Kategorie: Blick in die Welt

Neuigkeiten, Einschätzungen und Meinungen zu Ereignissen, die die Welt bewegen.

  • Trump verschiebt Strafzölle gegen die EU – neue Frist für Verhandlungen

    Trump verschiebt Strafzölle gegen die EU – neue Frist für Verhandlungen

    US-Präsident Donald Trump hat die Einführung der angekündigten 50-Prozent-Strafzölle auf Importe aus der Europäischen Union verschoben. Statt wie ursprünglich geplant am 1. Juni sollen die Maßnahmen nun erst ab dem 9. Juli greifen. Grund dafür sei der Wunsch nach mehr Zeit für weitere Handelsgespräche.

    Diese Entscheidung fiel kurz nach einem Telefongespräch mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die das Gespräch als „gut“ bezeichnete. Sie betonte, dass die EU zusätzliche Zeit brauche, um ein Handelsabkommen mit den USA auszuhandeln. Die Verhandlungen sollen laut von der Leyen nun „zügig und entschlossen“ voranschreiten – Trump bestätigte das auf seiner Plattform Truth Social.

    „Die EU und die USA führen die weltweit bedeutendste und engste Handelsbeziehung“, schrieb von der Leyen auf X (ehemals Twitter).

    Erst am Freitag hatte Trump mit der sofortigen Einführung der Strafzölle gedroht, da seiner Meinung nach die Gespräche mit der EU „ins Leere laufen“. Diese Ankündigung ließ erneut die Sorge vor einem massiven Handelskonflikt mit einer der größten Volkswirtschaften der Welt aufflammen.


    Trump verurteilt russische Angriffe: „Was ist bloß mit Putin los?“

    Russland hat am Wochenende eine der heftigsten Angriffswellen des gesamten Ukraine-Krieges gestartet – mit Drohnen und Raketen. Mindestens 12 Menschen wurden getötet, viele weitere verletzt. Donald Trump äußerte sich entsetzt: „Ich bin nicht glücklich mit Russland“, sagte er. Weitere Sanktionen stünden im Raum.

    „Er tötet viele Menschen, und ich weiß nicht, was zum Teufel mit Putin passiert ist“, erklärte Trump gegenüber Reportern. „Wir führen Gespräche, und er feuert Raketen auf Kiew und andere Städte.“

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wertete die Attacken als Beleg dafür, dass Russland den Krieg absichtlich in die Länge zieht – und täglich weiter mordet.

    Es war bereits der zweite Großangriff innerhalb von zwei Nächten – der dritte innerhalb einer Woche. Und das trotz andauernder Waffenstillstandsverhandlungen. Russland scheint gezielt Städte ins Visier zu nehmen, die Zahl ziviler Opfer ist zuletzt drastisch gestiegen.


    Venezuela hält Wahl in fremdem Gebiet ab – politische Farce oder gefährlicher Schachzug?

    In einem äußerst umstrittenen Schritt hat Venezuela eine Wahl in der Region Essequibo abgehalten – einem Gebiet, das völkerrechtlich zu Guyana gehört. Dort wurde über einen Gouverneur und Abgeordnete abgestimmt, obwohl der Landstrich offiziell nicht Teil Venezuelas ist.

    Essequibo ist dünn besiedelt, aber reich an Öl. Präsident Nicolás Maduro, der wegen seines autoritären Führungsstils im eigenen Land unter Druck steht, scheint mit dieser Maßnahme sein Regime sowohl innenpolitisch als auch international legitimieren zu wollen. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen steht ihm das Militär nicht mehr uneingeschränkt loyal gegenüber.

    Guyanas Regierung reagierte prompt: Die Grenzsicherheit wurde erhöht, und es wurde angekündigt, dass jede Person aus Guyana, die die Wahl unterstützt, festgenommen wird.

    Das Territorialgefühl sitzt tief: Viele Venezolaner glauben, Essequibo gehöre historisch zu ihrem Land – ein Erbe der spanischen Kolonialzeit. Die Realität sieht jedoch anders aus: Die meisten Menschen dort sprechen Englisch, fühlen sich kulturell Guyana zugehörig und wollen auch Teil Guyanas bleiben.


    Weitere Nachrichten im Überblick

    Gaza: Bei einem israelischen Luftangriff starben laut Gesundheitsbehörden mindestens sieben Kinder einer Ärztin, während sie im Krankenhaus arbeitete.

    Israel: Die Zuständigkeit für Hilfslieferungen nach Gaza soll von der UNO auf neu gegründete private Organisationen übergehen – deren Hintergründe und Geldgeber bleiben im Dunkeln.

    Nordkorea: Nach dem missglückten Stapellauf eines Zerstörers wurden drei Werftbeamte festgenommen. Das Schiff kenterte direkt vor den Augen von Machthaber Kim Jong-un.

    Jerusalem: In der Nähe der Stadt fand die Beerdigung von Yaron Lischinsky statt, der letzte Woche vor dem jüdischen Museum in Washington erschossen wurde.

    Technik: IT-Entwickler bei Amazon berichten, dass ihre Arbeit durch Künstliche Intelligenz zunehmend einem monotonen Job im Lagerhaus ähnelt.

    Von Andreas M. Brucker

  • Im Fadenkreuz der Wahrheit: Warum Frankreich jetzt seine palästinensischen  Journalisten retten will

    Im Fadenkreuz der Wahrheit: Warum Frankreich jetzt seine palästinensischen Journalisten retten will

    Die Bomben fallen, die Kommunikationswege sind instabil, doch die Stimmen aus Gaza verstummen nicht – noch nicht.

    Seit dem 7. Oktober 2023 tobt in Gaza ein Krieg, der nicht nur Menschen trifft, sondern auch die Wahrheit bedroht. Für die großen französischen Medienhäuser – von Le Monde bis Arte – sind palästinensische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die einzigen, die noch berichten können, was wirklich geschieht. Journalisten, Fotografen, Übersetzer – Menschen, die ihr Leben riskieren, damit wir sehen, hören und begreifen können, was sich dort abspielt.

    Aber genau diese Menschen stehen jetzt offensichtlich selbst auf der Abschussliste.

    Eine Initiative von über zwanzig Redaktionen, darunter France 24, RFI und Médiapart, fordert: Diese Mitarbeiter müssen sofort evakuiert werden. Rami El Meghari, Kamal Abu Shabab, Hassan Jaber, Fadi Hossam – sie alle haben für französische Medien gearbeitet, oft über Jahre hinweg. Ihre Gesichter und Stimmen sind eng mit den Bildern verbunden, die wir aus Gaza kennen.

    Ohne sie? Wäre Gaza ein schwarzes Loch auf der Nachrichtenkarte.

    Wenn Berichterstattung Leben kostet

    Was bedeutet es, Journalist in Gaza zu sein? Mehr als 200 palästinensische Reporter wurden seit Beginn des Kriegs getötet. Die Universität Brown stellte nüchtern fest: Mehr als in beiden Weltkriegen zusammen, mehr als in fünf anderen großen Konflikten dieser Zeit.

    Ein Satz aus einem UN-Bericht bleibt hängen wie ein Schlag: „Journalismus ist in Gaza ein tödlicher Beruf geworden.“

    Rami El Meghari wurde angeschossen – auf dem Heimweg. Seine Tochter hat einen Luftangriff nur knapp überlebt. Kamal Abu Shababs Haus? Erst zerbombt, dann mit Bulldozern dem Erdboden gleichgemacht. Hassan Jaber erlitt einen Schlaganfall – doch in einem Gesundheitssystem, das selbst in Trümmern liegt, gibt es keine Behandlung.

    Wie lange kann man in einem solchen Albtraum durchhalten?

    Medienethik mit bitterem Beigeschmack

    Französische Medienhäuser haben jahrelang von der Arbeit ihrer palästinensischen Kollegen profitiert. Jetzt, wo die Gefahr so greifbar ist, stellt sich eine unangenehme Frage: Reicht ein „Danke“? Oder gehört es zur journalistischen Verantwortung, für diese Menschen auch physisch einzustehen?

    Wer die Wahrheit hinter den Geschichten will, muss auch den Schutz bieten – so einfach und so schwer ist das.

    Und nein, das ist kein humanitärer Bonus, kein Akt der Großzügigkeit. Es ist pure journalistische Ethik.

    Was Frankreich jetzt tun muss

    Die Forderung des Journalistenverbandes ist glasklar: Die französische Regierung soll sofort handeln und ihre palästinensischen Medienpartner sowie deren Familien aus Gaza evakuieren. Diese Menschen sind keine „lokalen Helfer“. Sie sind Teil der französischen Medienlandschaft – nur eben an einem der gefährlichsten Orte der Welt.

    Wer an Demokratie glaubt, muss auch an die Pressefreiheit glauben.

    Und die beginnt nicht erst in Paris – sie beginnt dort, wo Menschen ihre Kameras und Mikrofone zücken, obwohl Bomben fallen.

    Ein Blick über den Tellerrand

    Wie viele Leser wissen wohl, dass viele der packenden Reportagen aus Kriegsgebieten nicht von entsandten Korrespondenten stammen, sondern von lokalen Mitarbeitern? Ohne sie wären Nachrichten aus Syrien, Afghanistan oder der Ukraine oft nicht möglich gewesen. Gaza ist da keine Ausnahme – aber vielleicht das drastischste Beispiel.

    Die Wahrheit hat viele Gesichter. In Gaza sind sie oft von Staub und Angst gezeichnet. Und doch schauen sie direkt in die Kamera – für uns.

    Ein Appell, der nicht ungehört bleiben darf

    Es geht nicht nur um Evakuierung. Es geht um Anerkennung, um Schutz, um Fairness. Wer sich auf Informationen aus Krisengebieten verlässt, muss auch bereit sein, für deren Quellen einzustehen.

    Es ist Zeit, Farbe zu bekennen. Und die Uhr tickt.

    Von Andreas M. Brucker

  • Bluttat in Washington: Zwei israelische Botschaftsangestellte erschossen – und weitere World-News

    Bluttat in Washington: Zwei israelische Botschaftsangestellte erschossen – und weitere World-News

    In einem Vorfall, der weltweit Entsetzen ausgelöst hat, sind zwei Mitarbeiter der israelischen Botschaft in Washington, D.C., erschossen worden. Der mutmaßliche Täter, Elias Rodriguez aus Chicago, wurde wegen Mordes ersten Grades und weiterer Straftaten angeklagt. Der Angriff ereignete sich am späten Mittwochabend vor dem Capital Jewish Museum, nur wenige Meter vom Veranstaltungsort eines Empfangs für junge Diplomaten entfernt.

    Laut US-Behörden hat Rodriguez eine Vergangenheit als pro-palästinensischer Aktivist. Direkt nach seiner Festnahme rief er: „Free, free Palestine“. Die Ermittler bezeichnen die Tat ganz klar als Terrorakt.

    Was ist passiert?

    Rodriguez näherte sich vier Personen, die gerade eine Veranstaltung in dem Museum verließen. Unvermittelt eröffnete er das Feuer. Zwei von ihnen – Yaron Lischinsky (30) und Sarah Milgrim (26) – traf es tödlich. Die beiden waren ein Paar. Während Milgrim als wissenschaftliche Assistentin in der politischen Abteilung der Botschaft arbeitete, organisierte Lischinsky, der auch einen deutschen Pass besaß, Bildungsreisen nach Israel. Tragisch: Er hatte kurz zuvor einen Verlobungsring gekauft.

    Nach der Schießerei drang Rodriguez ins Museum ein, wo Sicherheitskräfte ihn schließlich überwältigten. Überwachungsvideos zeigen, wie er zunächst an den späteren Opfern vorbeiging, sich dann umdrehte und ihnen mehrfach in den Rücken schoss – selbst nachdem sie bereits am Boden lagen.

    Die Attacke erinnert viele an ein Ereignis, das über fünf Jahrzehnte zurückliegt: Damals wurde ein israelischer Militärattaché in Maryland vor seinem Haus erschossen. Der Täter von damals blieb nie gefasst – ein düsteres Echo der Vergangenheit.

    Organisationen, die Hassverbrechen dokumentieren, sprechen von einem dramatischen Anstieg antisemitischer Vorfälle weltweit.

    Erste Lebensmittelhilfe erreicht Gaza – doch reicht das?

    Gleichzeitig blickt die Welt auch nach Gaza. Zum ersten Mal seit Beginn der israelischen Blockade vor mehreren Monaten traf gestern eine größere Menge humanitärer Hilfe im Küstenstreifen ein. Etwa 90 Lastwagen mit Lebensmitteln passierten die Grenze – laut den Vereinten Nationen allerdings nur ein Bruchteil des tatsächlich benötigten Umfangs.

    Die UN warnt: Der von Israel vorgegebene Transportweg sei extrem gefährlich. Ohne eine Kursänderung bestehe ein hohes Risiko von Plünderungen. Die israelische Weigerung, Treibstoff und mehr Nahrung ins Gebiet zu lassen, habe laut UN „weit verbreiteten Hunger“ zur Folge gehabt.

    Kleine Hoffnung: Einige Bäckereien nahmen gestern ihre Produktion wieder auf – erstmals seit dem 2. April. Die Folge: Große Menschenmengen vor den Verkaufsstellen, mit entsprechenden Sicherheitsbedenken für die Beschäftigten.

    Südafrika: Frust und Spott über US-Flüchtlingspolitik

    Ganz andere Töne schlagen derzeit viele schwarze Südafrikaner:innen an – sarkastisch, doch mit ernstem Hintergrund. Seit Ex-Präsident Donald Trump im Februar erklärte, weißen Südafrikanern solle eine bevorzugte Umsiedlung in die USA ermöglicht werden, kocht in Südafrika die Stimmung hoch.

    Wer Apartheid erlebt hat oder mit ihren Spätfolgen kämpft, sieht in Trumps Plänen eine geschmacklose Verdrehung der Realität: Ausgerechnet Nachfahren von Kolonialherren sollen nun als Opfer bezeichnet werden? Viele reagieren mit Humor – einem Humor, der mehr verletzt als lacht.

    Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa verließ ein Treffen mit Trump in Washington sichtlich irritiert und enttäuscht. Während des Treffens zeigte Trump ein Video, das angeblich Massengräber weißer Farmer beweisen sollte. Das Material war nachweislich gefälscht und stammte aus einem anderen afrikanischen Land.

    Kurzmeldungen aus aller Welt

    • Unser Planet verlor im letzten Jahr so viel Wald wie nie zuvor – vor allem wegen Bränden.
    • Ukraine startete eine massive Drohnenoffensive auf zehn russische Regionen, darunter Moskau.
    • G7-Finanzminister bekräftigen Unterstützung für die Ukraine und drohen Russland mit neuen Sanktionen.
    • Die illegale Zuwanderung nach Großbritannien halbierte sich 2024 im Vergleich zum Vorjahr.
    • Kanadas Provinz Alberta bereitet ein Referendum zu ihrer Abspaltung vor.
    • In China stürzte das Dach eines historischen Turms ein – Behörden ermitteln.
    • BYD verkaufte im April in Europa mehr E-Autos als Tesla – ein Novum.
    • OpenAI plant ein riesiges Rechenzentrum in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
    • In Großbritannien wurde ein Rapper der Band Kneecap wegen Terrorverdachts angeklagt – er soll bei einem Konzert eine Hisbollah-Flagge gezeigt haben.

    Aus den USA

    • Harvard darf laut Trump-Regierung keine internationalen Studierenden mehr aufnehmen – die eingeschriebenen etwa 6.000 in Harvard studierenden ausländer müssen sich eine andere Universität suchen.
    • Das US-Repräsentantenhaus beschloss ein Gesetz, das Steuern senkt und gleichzeitig Sozialhilfen kürzt – Trumps Politik in Reinform.
    • Rapper Kid Cudi sagte im Prozess gegen Sean Combs aus: Sein Porsche sei bei einem Besuch des Musikmoguls in Flammen aufgegangen.
    • In San Diego stürzte ein Kleinflugzeug in ein Wohnviertel – sechs Tote werden noch in den Trümmern befürchtet.
    • Das US-Finanzministerium will die Produktion von Ein-Cent-Münzen einstellen.

    Von C. Hatty

  • Trump greift Südafrikas Präsidenten mit fragwürdigen Anschuldigungen an – und andere World-News

    Trump greift Südafrikas Präsidenten mit fragwürdigen Anschuldigungen an – und andere World-News

    Während eines angespannten Treffens im Weißen Haus kam es zu einem Eklat: Donald Trump konfrontierte den südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa mit einem Video und mehreren Papieren, in denen angeblich die „rassistische Verfolgung weißer Südafrikaner“ dokumentiert sein sollte – inklusive Morden.

    Trump blätterte durch die Ausdrucke und wiederholte dabei mehrfach: „Tod, Tod, Tod.“ Ramaphosas Versuch, die Lage in seinem Land sachlich darzustellen, wurde weitgehend ignoriert. Beim Ansehen des Videos zweifelte Ramaphosa öffentlich an der Echtheit der gezeigten Orte – er erkannte sie nicht als südafrikanisch.

    Das Treffen war ein weiteres deutliches Beispiel dafür, wie ein ausländischer Staatschef versuchte, Trump die Realität zu erklären – nur um zu erleben, dass dieser stattdessen obskuren Theorien Glauben schenkt. Zwar gibt es Fälle von Gewalt gegen weiße Südafrikaner, aber laut Polizeistatistiken sind sie nicht häufiger Opfer von Gewaltverbrechen als andere Bevölkerungsgruppen.

    Noch brisanter: Trump warf Südafrikas Regierung vor, Land von weißen Farmern zu enteignen – dabei hatte er in seiner ersten Amtszeit selbst versucht, Land für den Bau seiner Grenzmauer zu enteignen.

    Gleichzeitig nimmt die US-Regierung weiße Südafrikaner bevorzugt auf – während sie andere Flüchtlingsprogramme stark einschränkt.

    Gaza: Blockade bleibt faktisch bestehen – Hilfsgüter erreichen Bedürftige nicht

    Drei Tage nachdem Israel angekündigt hatte, die Blockade des Gazastreifens zu lockern, zeigt sich: Von den dringend benötigten Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoffen ist kaum etwas bei der palästinensischen Bevölkerung angekommen.

    Zwar passierten laut israelischen Angaben dutzende LKWs den israelisch kontrollierten Grenzübergang Kerem Schalom. Doch laut UN-Angaben ist es bislang nicht gelungen, auch nur einen dieser LKWs weiter ins Innere Gazas zu transportieren. Die Hilfsgüter bleiben also weitgehend auf halber Strecke stecken.

    Die Lage ist dramatisch. Ein UN-unterstütztes Expertengremium warnte kürzlich vor einer akuten Hungersnot. Zehntausende Kinder seien schwer unterernährt. Israel wies den Bericht jedoch zurück.

    Weitere Nachrichten weltweit

    USA: Zwei Mitarbeiter der israelischen Botschaft wurden nach einer Veranstaltung am Capital Jewish Museum in Washington erschossen. Sicherheitskräfte nahmen einen Verdächtigen fest.

    Spanien: Ein enger Berater des ehemaligen ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowitsch wurde vor einer Schule in einem Madrider Vorort erschossen.

    Pakistan: Ein Bombenanschlag auf einen Schulbus in der Provinz Belutschistan tötete vier Schulkinder, den Busfahrer und eine Begleitperson.

    Indien: Bei einem Einsatz gegen maoistische Rebellen wurden mindestens 27 Menschen getötet.

    Hongkong: Mehrere Journalisten wurden ins Visier von Steuerermittlungen genommen – ein weiterer Schlag gegen die Pressefreiheit.

    Russland: Wladimir Putin besuchte erstmals seit dem Rückzug ukrainischer Truppen aus großen Teilen des Gebiets die Region Kursk.

    Japan: Agrarminister Taku Eto trat zurück, nachdem er öffentlich zugegeben hatte, noch nie einen Sack Reis gekauft zu haben.

    Iran: Ein Mann, der 2023 einen Angriff auf die aserbaidschanische Botschaft in Teheran verübt hatte, wurde hingerichtet.

    Katar: Das Pentagon nahm offiziell ein Luxusflugzeug von Katar an – ein Geschenk im Wert von rund 400 Millionen Dollar, was ethische Fragen aufwirft.

    Jemen: Militärschläge und Sanktionen gegen die Huthi-Miliz verschärfen laut Experten die humanitäre Krise vor Ort.

    Großbritannien: Die Einzelhandelskette Marks & Spencer erwartet aufgrund eines massiven Cyberangriffs Verluste in Höhe von etwa 300 Millionen Pfund – über 400 Millionen Euro.

    Von Andreas M. Brucker

  • Scharfer Gegenwind für Israel: Druck von Verbündeten wächst – und andere World-News

    Scharfer Gegenwind für Israel: Druck von Verbündeten wächst – und andere World-News

    Israels Drohungen, den Krieg in Gaza massiv auszuweiten und gleichzeitig humanitäre Hilfe weiter zu großen Teilen zu blockieren, stoßen zunehmend auf Widerstand – und das nicht nur von internationalen Organisationen, sondern auch von engen Verbündeten. Nach 19 Monaten Krieg ist die Geduld vieler westlicher Staaten am Ende.

    Großbritannien stoppte gestern die Gespräche mit Israel über ein erweitertes Freihandelsabkommen. Bereits am Vortag hatten Großbritannien, Frankreich und Kanada Israel aufgefordert, die „völlig unverhältnismäßige“ Eskalation sofort zu beenden. Die hohe Zahl ziviler Todesopfer und die katastrophalen humanitären Zustände in Gaza seien nicht länger hinnehmbar – das ginge auch für Partnerstaaten an die Schmerzgrenze.

    Die gemeinsame Warnung der drei Länder war deutlich: Sollte Israel seine neue Offensive nicht beenden und die Blockade humanitärer Hilfe nicht aufheben, würden „weitere konkrete Schritte“ folgen.

    Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wies die Kritik scharf zurück. Die Verbündeten hätten der Hamas „ein riesiges Geschenk“ gemacht und würden damit künftige Angriffe wie den vom 7. Oktober fördern – also jenen Tag, an dem der aktuelle Krieg seinen Anfang nahm.

    Gleichzeitig warnte ein ranghoher UN-Hilfskoordinator, Tom Fletcher, in einem BBC-Interview: Sollte keine Hilfe durchgelassen werden, könnten in den nächsten 48 Stunden bis zu 14.000 Babys in Gaza sterben. Die UN relativierte später seine Aussage – aber das Entsetzen bleibt.

    Ukraine-Krieg: Hoffnung schwindet

    Währenddessen wächst in der Ukraine die Sorge, dass der Krieg mit Russland noch lange weitergehen könnte. Nach einem zweistündigen Telefonat zwischen US-Präsident Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin schien Trump wieder Abstand von aktiven Friedensbemühungen zu nehmen.

    Viele Ukrainerinnen und Ukrainer, wie etwa die Apothekerin Liliia Zambrovska aus Dnipro, haben wenig Hoffnung in diplomatische Lösungen ohne klaren Druck der USA auf Moskau. „Amerika und Russland spielen ein schmutziges und blutiges Spiel“, sagte sie. Dennoch sei Aufgeben keine Option – die Zukunft gehöre allein dem ukrainischen Volk.

    Putin zeigte sich im Gespräch unnachgiebig, was eine sofortige Waffenruhe betrifft. Doch auch für ihn könnte das ein Pyrrhussieg sein – sein Ziel, die Beziehungen zu den USA zu normalisieren, rückt damit in weite Ferne. Trump machte deutlich, dass wirtschaftliche Annäherung erst nach einem Frieden möglich sei.

    Die EU setzt derweil weitere Zeichen: Ihre Sanktionen gegen Russland wurden ausgeweitet – diesmal auf die geheime Tankerflotte, mit der Moskau sein Öl an früheren Sanktionen vorbei verkauft.

    Trumps „Goldene Kuppel“ – Ein Raketenabwehrtraum

    Donald Trump stellte ein spektakuläres Rüstungsprojekt vor: Die „Goldene Kuppel“ – ein Raketenabwehrsystem nach dem Vorbild von Israels Iron Dome. Bis zum Ende seiner Amtszeit soll es Realität sein. So zumindest der Plan.

    Doch Experten schlagen Alarm. Denn logistisch und finanziell ist das Projekt ein echter Brocken – immerhin ist die USA über 400-mal größer als Israel.

    Trump spricht von 175 Milliarden Dollar Kosten. Das Budgetbüro des Kongresses rechnet jedoch mit bis zu 542 Milliarden. Finanziert werden soll das System unter anderem durch Trumps innenpolitisches Sparpaket – das allerdings noch nicht verabschiedet wurde. Kanada bekundete Interesse an einer Beteiligung.

    Weitere internationale Entwicklungen im Überblick

    • Südafrika: Präsident Ramaphosa plant beim Besuch im Weißen Haus Kritik an Trumps Entscheidung zu üben, Afrikaaner als Flüchtlinge aufzunehmen.
    • Syrien: Die EU hebt die letzten Wirtschaftssanktionen auf – als Signal für Stabilität.
    • Spanien: Ein Netzwerkausfall legt stundenlang die Notrufnummern lahm.
    • Afrika: Trumps Kürzungen bei Entwicklungshilfe gefährden zahlreiche Infrastrukturprojekte.
    • Großbritannien: Ein zweiter Verdächtiger wird im Zusammenhang mit Bränden an Objekten von Premierminister Keir Starmer angeklagt.
    • Handel: Die neuen Handelsabkommen Londons mit der EU und den USA sind eher mager – ein Spiegelbild der Post-Brexit-Realität.
    • Katar: Die Kunstmesse Art Basel will 2026 mit einer Veranstaltung in Doha vom Reichtum des Golfs profitieren.
    • Kunst: Drei mutmaßlich geraubte Kunstwerke des Metropolitan Museum of Art kehren in den Irak zurück.

    Von Andreas M. Brucker

  • Putin bietet Gespräche an – Trump rudert bei Sanktionen zurück. Und weitere World-News

    Putin bietet Gespräche an – Trump rudert bei Sanktionen zurück. Und weitere World-News

    Bei einem zweistündigen Telefonat zwischen Donald Trump und Wladimir Putin hat sich der russische Präsident offen für Friedensverhandlungen mit der Ukraine gezeigt – allerdings ohne konkrete Fortschritte. Putin wiederholte seine Forderung nach umfassenden Zugeständnissen Kiews und betonte, dass die „Ursachen der Krise beseitigt“ werden müssten – ein klarer Hinweis auf Moskaus Anspruch auf weitreichenden Einfluss in der Ukraine.

    Trump gab sich nach dem Gespräch zwar optimistisch, verzichtete aber auf seine zuvor scharf formulierten Drohungen, mit denen er Russland zu einem Waffenstillstand bewegen wollte. Stattdessen betonte er, Russland und die Ukraine sollten direkt miteinander verhandeln – was letztlich Putins Haltung stützt. Zudem habe er mit dem ukrainischen Präsidenten sowie mit europäischen Staatschefs gesprochen.

    Vizepräsident JD Vance äußerte sich hingegen kritisch: „Ich bin mir nicht sicher, ob Putin selbst weiß, wie er aus diesem Krieg wieder herauskommen soll.“

    Zwischenzeitlich hatte Papst Leo angeboten, dass die weiteren Friedensverhandlungen im Vatikan stattfinden könnten.

    Auch ein möglicher Gefangenenaustausch zwischen den USA und Russland war Thema des Gesprächs, wie Putins außenpolitischer Berater mitteilte.

    Parallel dazu verstärkt Russland seine militärische Präsenz an der Grenze zu Finnland – Experten sehen die Region als potenziellen neuen Krisenherd.

    Israel im Strategie-Chaos: Gaza-Offensive weiter unklar

    Nach Monaten der Blockade hat Israel erstmals wieder einige Hilfslieferungen nach Gaza durchgelassen – trotz zunehmender Luftangriffe und scharfer Rhetorik. Eine erwartete große Bodenoffensive bleibt weiterhin aus. Dahinter steckt ein offener Streit innerhalb der israelischen Regierung.

    Während Premierminister Netanjahu von Seiten seiner rechtsextremen Koalitionspartner unter Druck steht, Gaza vollständig zu besetzen, warnen Militärs vor den Risiken: Eine Invasion sei kaum durchzuhalten und könne das Leben israelischer Geiseln gefährden. Auch international wächst die Sorge – nicht zuletzt wegen einer drohenden Hungersnot im Gazastreifen.

    Großbritannien und EU auf Kuschelkurs – neue Partnerschaft nach Brexit

    Bei einem Gipfeltreffen zur Neuausrichtung haben Großbritannien und die EU eine engere Sicherheitszusammenarbeit beschlossen und Handelshemmnisse abgebaut. Ziel: Mehr Eigenständigkeit gegenüber den USA, nachdem unter Trump Zölle verhängt und das Engagement für Europas Sicherheit zurückgefahren worden war.

    Besonders brisant: EU-Schiffe dürfen bis 2038 in britischen Gewässern fischen – ein politisch heikles Zugeständnis von Premierminister Keir Starmer. Die Kritik seiner politischen Gegner ließ nicht lange auf sich warten.

    Was sonst noch wichtig war

    Portugal: Die konservative Demokratische Allianz gewinnt die Neuwahl und bleibt trotz fehlender absoluter Mehrheit an der Macht. Die rechtsextreme Partei Chega erreicht über 22 Prozent.

    Indien: Die Regierung geht juristisch gegen kritische Stimmen vor – betroffen sind Wissenschaftler, Journalisten und Unternehmen, die den Militäreinsatz gegen Pakistan kritisch hinterfragt haben.

    USA: Nach dem Verlust des Triple-A-Ratings schwanken die Börsen erneut, der Dollar fällt, Anleiherenditen steigen – die Märkte reagieren nervös auf Trumps Finanzpolitik.

    Kanada: Die von Trump ausgelöste Zollspirale weckt Ängste – die Autometropole Windsor könnte zur Geisterstadt werden.

    US-Einwanderung: Das oberste US-Gericht hat entschieden, dass 350.000 Venezolaner ihren Schutzstatus verlieren – Abschiebungen sind nun wahrscheinlicher.

    Spanien: Im Kampf gegen die Wohnungsnot zwingt die Regierung Airbnb dazu, fast 66.000 Angebote zu löschen.

    Kultur und Medien

    TV: Trotz finanzieller Schieflage hat „Sesamstraße“ einen neuen Streaming-Deal mit Netflix abgeschlossen. 20 Prozent der Mitarbeiter mussten dennoch gehen.

    Mode: Balenciaga setzt auf frischen Wind – Pierpaolo Piccioli, Ex-Valentino-Chef, übernimmt die kreative Leitung.

    Kino: Auf dem Filmfestival in Cannes sorgt Ari Asters „Eddington“ für hitzige Debatten – eine Satire auf die Corona-Politik. Der Film „Sound of Falling“ gilt inzwischen als Favorit für die Goldene Palme.

    Medien: Die Präsidentin von CBS News tritt zurück – ein weiteres Kapitel im Machtkampf zwischen Redaktion und Trump-Lager.

    Von C. Hatty

  • Drohnenangriff, Diplomatie und Gesundheitsdrama: Die Welt steht nicht still

    Drohnenangriff, Diplomatie und Gesundheitsdrama: Die Welt steht nicht still

    Russland: massiver Drohnenangriff auf die Ukraine

    Russland hat gestern eine gewaltige Angriffswelle mit Drohnen über die gesamte Ukraine durchgeführt – offenbar eine kalkulierte Machtdemonstration, einen Tag bevor US-Präsident Donald Trump ein Gespräch mit Wladimir Putin über einen möglichen Waffenstillstand führen will. Trump kündigte auch an, mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sowie mit führenden NATO-Vertretern telefonieren zu wollen.

    Die Gewalt des Angriffs ist erschütternd: Etwa 273 Drohnen, darunter auch Täuschkörper, wurden am ukrainischen Himmel gezählt. Eine Frau kam ums Leben, mehrere Menschen wurden verletzt.

    Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte gegenüber Journalisten, er habe mit US-Außenminister Marco Rubio gesprochen. Merz, sowie die Regierungschefs aus Frankreich und Großbritannien, versuchen mit Trump Kontakt aufzunehmen, noch vor Trumps Gespräch mit Putin.

    Ein Hoffnungsschimmer auf diplomatischer Ebene: Präsident Selenskyj traf gestern in privater Runde Papst Leo XIV., der am Freitag angeboten hatte, Gespräche zwischen der Ukraine und Russland im Vatikan zu organisieren.

    Biden schwer erkrankt – Prostatakrebs diagnostiziert

    Ein Schock aus den USA: Der frühere Präsident Joe Biden wurde am Freitag mit einer aggressiven Form von Prostatakrebs diagnostiziert. Die Krankheit hat sich bereits in die Knochen ausgebreitet, heißt es in einem offiziellen Statement aus seinem Büro. Hoffnung macht lediglich, dass der Krebs „hormonsensitiv“ sei – das ermögliche eine gezielte Behandlung.

    Der 82-Jährige hatte die Präsidentschaft im Januar an Donald Trump übergeben und bleibt damit der älteste Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Während seiner Amtszeit war Bidens Gesundheitszustand immer wieder Gegenstand öffentlicher Debatten – sie trugen letztlich auch dazu bei, dass er auf eine erneute Kandidatur verzichtete.

    Israels Offensive in Gaza wird erweitert

    Die israelische Armee hat angekündigt, ihre Bodenoffensive im Gazastreifen massiv auszuweiten – sowohl im Norden als auch im Süden des Gebiets. Ziel sei es, weiter in die Enklave vorzudringen und große Gebiete zu sichern. Zeitgleich kündigte die israelische Regierung an, eine „Grundversorgung mit Lebensmitteln“ in Gaza zuzulassen.

    Die neuen Militäroperationen sollen stufenweise erfolgen – und könnten sofort beendet werden, sollte eine Einigung mit der Hamas zustande kommen. Interessant ist: Premierminister Benjamin Netanjahu hat seinen Unterhändlern in Katar erstmals die Vollmacht erteilt, über umfassende Bedingungen zur Beendigung des Krieges zu sprechen.

    Doch der Preis ist hoch: Über 53.000 Palästinenser sind bisherigen Angaben zufolge ums Leben gekommen – allein seit Sonntagmorgen mehr als 90 weitere.

    Und sonst in der Welt?

    USA: In Colorado wüteten mehrere Tornados und verursachten erhebliche Schäden. Meteorologen warnten davor, dass die Unwetter bis Montag auch den Mittleren Westen bedrohen könnten. Bereits am Freitag trafen tödliche Stürme das Zentrum der Vereinigten Staaten.

    Iran: Trumps Chefunterhändler stellte klar, dass der Iran vollständig auf die Urananreicherung verzichten müsse – ein klares Signal Richtung Teheran.

    Technologie: Apple stößt mit dem Versuch, eine chinesische KI auf iPhones in China zu bringen, auf Widerstand aus der Trump-Regierung und amerikanischen Behörden.

    Pakistan: Das pakistanische Militär äußerte vorsichtigen Optimismus, dass die brüchige Waffenruhe mit Indien Bestand haben könnte – beide Seiten befinden sich in Gesprächen.

    Medizinischer Meilenstein: In Südkalifornien wurde erstmals eine menschliche Blase transplantiert – ein historischer Moment in der Transplantationsmedizin.

    Europa im Fokus

    In Rom feierte Papst Leo XIV. seine erste Messe auf dem Petersplatz – und das vor einer riesigen Menschenmenge.

    In Rumänien sorgte Nicusor Dan, europafreundlicher Bürgermeister von Bukarest und ehemaliger Mathematikprofessor, für eine Überraschung: Er besiegte seinen rechtsnationalen Rivalen bei der Präsidentschaftswahl.

    Auch in Polen gibt es Bewegung: Der liberale Bürgermeister von Warschau, Rafal Trzaskowski, scheint sich in der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen knapp durchgesetzt zu haben, wird sich aber einem zweiten Wahlgang stellen müssen.

    In London stehen drei iranische Männer vor Gericht – ihnen wird vorgeworfen, im Auftrag des iranischen Geheimdienstes Menschen in Großbritannien ausspioniert zu haben.

    Und dann wäre da noch der Brexit: Premierminister Keir Starmer bemüht sich um eine vorsichtige Annäherung an die EU – doch der mediale Gegenwind aus konservativen Kreisen ist gewaltig.

    Filmfestspiele in Cannes: Große Namen, starke Auftritte

    Hollywood-Glamour in Südfrankreich: Kristen Stewarts Regiedebüt wurde mit viel Lob bedacht, Jennifer Lawrence zeigte sich in einer ungewohnt düsteren und riskanten Rolle – und Tom Cruise? Der bewies einmal mehr, dass er noch immer ein Meister der großen Bühne ist.

    Wird 2025 das Jahr des mutigen Kinos?

    Von C. Hatty

  • Segelschiff kracht gegen Brooklyn Bridge: Tragödie auf dem East River

    Segelschiff kracht gegen Brooklyn Bridge: Tragödie auf dem East River

    Ein frischer Frühlingsabend, die Sonne versinkt am Horizont über Manhattan – doch statt romantischer Postkartenidylle ereignet sich am 17. Mai 2025 ein Desaster: Das mexikanische Segelschulschiff Cuauhtémoc rammt die legendäre Brooklyn Bridge. Zwei Menschen sterben, 19 weitere werden verletzt – eine Tragödie mitten im Herzen New Yorks.

    Was war passiert?

    Wenn das Stolzstück der Marine zur Gefahr wird

    Die Cuauhtémoc ist kein gewöhnliches Schiff. Sie ist ein schwimmendes Symbol mexikanischer Kultur und Freundschaft, ein Ausbildungsplatz unter weißen Segeln. 1982 in Dienst gestellt, tourt sie seither um die Welt – zuletzt mit dem ehrgeizigen Ziel, 22 Häfen in 15 Ländern anzulaufen.

    New York war nur ein Zwischenstopp. Nach vier Tagen am Pier 17 wollte das Schiff Richtung Island weiterziehen. Doch kurz vor der Abfahrt, gegen 20:26 Uhr Ortszeit, verliert die Crew aus bisher ungeklärten Gründen die Kontrolle. Das 90 Meter lange Segelschiff driftet rückwärts – und kracht mit voller Wucht gegen die Unterseite der Brooklyn Bridge.

    Ein ohrenbetäubendes Knacken – die drei Masten brechen ab, wie Streichhölzer unter einem Hammer.

    Zwischen Mast und Tod – das Drama an Bord

    Die Bilder lassen einem den Atem stocken: Kadetten hängen an den Masten, als diese zerbersten. Zwei der jungen Menschen überleben ihre Verletzungen nicht. Mindestens vier werden schwer verletzt, weitere 15 leicht. Insgesamt befanden sich 277 Menschen an Bord – unter ihnen viele in Ausbildung.

    Ein Augenzeuge erzählt, wie eine Person minutenlang hilflos am Mast hing – ein Moment, der sich unendlich lang anfühlt. Erst nach bangen Minuten gelingt die Rettung.

    Die Szenerie erinnert an einen Film – doch sie ist bittere Realität.

    Sofortige Hilfe – aber viele offene Fragen

    Die Feuerwehr und Küstenwache reagieren blitzschnell. Bürgermeister Eric Adams begibt sich persönlich an den Ort des Geschehens. Sein Fazit: Die Brücke hat äußerlich kaum Schaden genommen. Doch sicher ist sicher – sie wird umgehend für den Verkehr gesperrt, um Untersuchungen zu ermöglichen.

    Und jetzt?

    Jetzt beginnt das große Rätselraten: War es ein technischer Defekt? Eine Strompanne? Ein Navigationsfehler? Oder eine Verkettung unglücklicher Umstände?

    Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

    Diplomatie auf See

    Auch auf politischer Ebene wird reagiert. Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum sowie der Botschafter Mexikos in Washington, Esteban Moctezuma, bekunden ihr Mitgefühl. Beide betonen die enge Verbindung zwischen den USA und Mexiko – eine Freundschaft, die gerade auf den Weltmeeren von Symbolkraft lebt.

    Ein Wermutstropfen: Eigentlich sollte die Cuauhtémoc an den Feierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der Vereinigten Staaten teilnehmen. Diese Pläne wurden nun – wenig überraschend – auf Eis gelegt.

    Was bleibt, ist das Bild einer verletzten Botschafterin auf See.

    Sicherheit versus Spektakel

    Der Vorfall wirft große Fragen auf: Wie sicher sind maritime Events in urbanen Zentren wirklich? Muss bei Veranstaltungen dieser Größenordnung stärker kontrolliert werden? Oder war dies ein Einzelfall, ein tragischer Ausrutscher?

    Fakt ist: Solche Schiffe manövrieren nicht wie Motorboote – sie sind träge und schwer zu kontrollieren. Wenn da etwas schiefläuft, dann richtig.

    Ein technischer Ausfall im falschen Moment genügt – und plötzlich hängt nicht nur das Schiff am seidenen Faden.

    Emotionen, Debatten – und stille Trauer

    Während Politiker Statements abgeben, Feuerwehrleute berichten und Medien Bilder verbreiten, gibt es Menschen, die einfach nur trauern. Zwei junge Leben, die Ausbildung, Abenteuer und Hoffnung bedeuteten – verloren bei einer Reise, die sie als Kadetten zu Seeleuten formen sollte.

    Die mexikanische Marine hat den weiteren Verlauf der Reise gestoppt. An Bord herrscht Stillstand – und Nachdenklichkeit.

    Und wie geht’s jetzt weiter?

    Wahrscheinlich werden Vorschriften verschärft, Inspektionen vermehrt und Kontrollen ausgeweitet. Vielleicht braucht es aber auch mehr Sensibilität – für die Herausforderungen auf See, selbst mitten in einer Stadt wie New York.

    Ein Ereignis, das hängenbleibt

    Die Bilder dieses Abends werden bleiben. Die gesplitterten Masten. Die hilflosen Menschen. Das ikonische Bauwerk im Hintergrund, Zeuge eines Dramas, das keiner wollte – aber das doch passiert ist.

    Ein Denkmal an die Zerbrechlichkeit maritimer Träume im urbanen Getriebe.

    Von C. Hatty

  • Trumps Tour durch den Nahen Osten: Deals, Drohungen und offenen Fragen – und weitere World-News

    Trumps Tour durch den Nahen Osten: Deals, Drohungen und offenen Fragen – und weitere World-News

    Donald Trumps letzter Tag in der Golfregion hatte es in sich. Nach einem prunkvollen Empfang in Abu Dhabi und der Verleihung der höchsten zivilen Auszeichnung der Vereinigten Arabischen Emirate tritt der ehemalige US-Präsident die Heimreise nach Washington an. Im Gepäck: klare Botschaften, neue Wirtschaftsdeals – und eine ordentliche Portion Verunsicherung.

    Trump ließ keinen Zweifel daran, dass für die USA Schluss ist mit dem sogenannten „Nation-Building“ und militärischen Eingriffen. Stattdessen setzt er auf Frieden durch wirtschaftliche Partnerschaften – ein Ansatz, der nicht überall auf Zustimmung stößt.

    Einige arabische Zuhörer befürchten, dass damit auch der amerikanische Druck in Sachen Menschenrechte schwinden könnte. Und was passiert dann mit jenen Ländern, in denen kritische Stimmen ohnehin kaum Gehör finden?

    Syrien: Rückkehr mit Hoffnung – und viel Skepsis

    Ein interessanter Nebeneffekt: Unternehmer, die Syrien während des Bürgerkriegs verlassen hatten, planen offenbar ihre Rückkehr. Trumps Versprechen, die Sanktionen gegen das Land zu lockern, hat Bewegung ins Spiel gebracht. Außenminister Marco Rubio traf sich mit seinem syrischen Amtskollegen – angeblich, um eine Art „Fahrplan“ für die kommenden Monate zu skizzieren.

    Doch wie stabil ist diese neue Offenheit wirklich? Und welche Rolle spielt dabei ein möglicher Deal mit dem Iran?

    Iran: Atomgespräche – wieder einmal

    Trump erklärte, seine Regierung sei „kurz davor“, ein neues Atomabkommen mit dem Iran zu erzielen. Konkrete Details ließ er jedoch offen – mal wieder. Ob es diesmal tatsächlich zu einer Einigung kommt oder alles im Sand verläuft wie schon so oft?

    KI statt Kamele: Trump will die Arabischen Emirate zur Tech-Nation machen

    Mit einem unterzeichneten Technologieabkommen will Trump die Vereinigten Arabischen Emirate zu einem Zentrum für künstliche Intelligenz machen. Ein riesiger Campus ist geplant – eine Tech-Oase mitten in der Wüste. Visionär oder Größenwahn? Die Zeit wird’s zeigen.

    Ukraine und Russland: Friedensgespräche oder doch nur Show?

    Parallel zu Trumps Abschied aus dem Nahen Osten trafen ukrainische und russische Delegationen in der Türkei ein – angeblich für die ersten Friedensgespräche seit drei Jahren. Doch schon der Auftakt wirkte chaotisch: Die Delegationen befanden sich in verschiedenen Städten, von einer gemeinsamen Sitzung keine Spur.

    Putin schickte lediglich eine Delegation mittleren Ranges nach Istanbul. Selenskyj traf sich in Ankara mit dem türkischen Präsidenten Erdogan und kündigte an, eine kleinere Delegation unter Leitung seines Verteidigungsministers nach Istanbul zu entsenden.

    Und dann platzte Trump mitten rein: Auf dem Rückflug in der Air Force One erklärte er, dass „nichts passieren wird, bevor Putin und ich uns persönlich treffen.“ Diplomatie à la Trump – gewohnt unkonventionell.

    Die Verwirrung spiegelt das tiefe Misstrauen zwischen Kiew und Moskau wider. Selenskyj fordert einen sofortigen Waffenstillstand ohne Bedingungen – Putin hingegen will erst verhandeln, wenn Russland seine militärischen Ziele erreicht hat. Wer also sitzt hier eigentlich mit wem am Tisch?

    Rafah: Vom Zufluchtsort zur Trümmerwüste

    Im Gazastreifen herrscht derweil eine andere Realität. Die Stadt Rafah – einst Zuflucht für über eine Million Palästinenser – wird nun selbst zum Schauplatz der Zerstörung. Seit Ende des Waffenstillstands im März hat Israels Armee große Teile der Stadt dem Erdboden gleichgemacht.

    Satellitenbilder zeigen gezielte Sprengungen und das Vorrücken schwerer Baumaschinen. Neue Militärposten entstehen, während sich die Hoffnung auf Sicherheit in Staub auflöst.

    Das Gesundheitsministerium in Gaza meldete allein gestern über 75 Tote durch israelische Luftangriffe – eine Zahl, die kaum fassbar ist.

    Weitere Schlagzeilen im Überblick:

    • USA & Immigration: Über 20.000 Nationalgardisten sollen laut dem Heimatschutzministerium zur Unterstützung bei der Einwanderungskontrolle mobilisiert werden.
    • Supreme Court: Richter prüfen, ob bei der Blockade von Trumps Maßnahmen Gerichte ihre Kompetenzen überschritten haben.
    • Großbritannien: Ein Mann wurde wegen Brandstiftung an zwei Immobilien mit Verbindung zu Premierminister Starmer angeklagt.
    • Vatikan: Der neue Papst Leo XIV. warnt vor den Gefahren durch Künstliche Intelligenz – und das keine Woche nach Amtsantritt.
    • Kanada: Ein Waldbrand in Manitoba forderte zwei Menschenleben und zwang ein ganzes Dorf zur Evakuierung.
    • USA & Gesundheit: Trotz eines starken Rückgangs bei Drogentoten plant die Trump-Regierung Kürzungen bei Hilfsprogrammen.
    • Mexiko: Eine Influencerin wurde während eines TikTok-Livestreams in Jalisco erschossen – mutmaßlich von einem maskierten Täter.

    Wirtschaft & Technologie:

    • Indien: Trump behauptet, Indien wolle „keine Zölle“ für US-Waren. Das Außenministerium in Neu-Delhi sieht die Verhandlungen jedoch noch nicht am Ziel.
    • US-Verbraucher: Erste Anzeichen für wirtschaftliche Belastungen mehren sich.
    • Großbritannien: Ein Handelsdeal ermöglicht US-Fleischimporte – doch viele Briten bleiben skeptisch.
    • YouTube & Podcasts: YouTube ist jetzt die Nummer eins unter den Podcast-Plattformen.
    • Serbien: Ein Trump-Hotelprojekt in Belgrad gerät ins Wanken – ein Beamter hat offenbar wichtige Dokumente gefälscht.

    Von Andreas M. B.

  • Trumps Nahost-Versprechen: Keine Einmischung mehr, kein Predigen mehr – und andere World-News

    Trumps Nahost-Versprechen: Keine Einmischung mehr, kein Predigen mehr – und andere World-News

    In einem prachtvollen Ballsaal in Saudi-Arabien kündigte Donald Trump eine radikale Kehrtwende der US-Außenpolitik im Nahen Osten an. Kein Nation Building mehr, keine militärischen Interventionen – und vor allem keine „Vorträge darüber, wie man zu leben hat“. Stattdessen sollen die Menschen in der Region ihren „eigenen Weg“ gehen und ihr „eigenes Schicksal“ bestimmen.

    Klingt wie ein Abschied von Jahrzehnten amerikanischer Außenpolitik.

    Die Reaktionen auf seine Worte ließen nicht lange auf sich warten. Während seiner viertägigen Reise durch Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate sprach Trump nicht nur über neue Geschäftsabschlüsse, sondern versuchte sich auch als großer Diplomat. Dabei zeigte er sich betont respektvoll – zumindest für seine Verhältnisse.

    Ein historisches Treffen

    Ein Höhepunkt seiner Tour: das Treffen mit dem neuen syrischen Präsidenten Ahmed al-Shara. Es war das erste Mal seit einem Vierteljahrhundert, dass sich Staatsoberhäupter Syriens und der USA gegenüberstanden. Trump bezeichnete al-Shara als „jungen, attraktiven Kerl“, fügte dann fast bewundernd hinzu: „Harter Typ. Mit Vergangenheit – einer sehr starken Vergangenheit. Ein Kämpfer.“

    Ein merkwürdiger Kommentar, bedenkt man al-Sharas Vergangenheit als Dschihadistenführer.

    Neue Deals in Katar

    Neben dieser ungewohnten Diplomatie brachte Trump auch einige handfeste Verträge mit nach Hause. Qatar Airways unterzeichnete eine Vereinbarung zum Kauf von 210 Boeing-Maschinen. Außerdem einigten sich die USA und Katar auf eine enge militärische Zusammenarbeit – ein deutliches Signal in einer ohnehin angespannten Region.

    Doch während Trump Deals einfädelte, eskalierte im Gazastreifen erneut die Gewalt. Der Direktor eines Krankenhauses berichtete von nächtlichen israelischen Luftangriffen, bei denen Dutzende Palästinenser getötet wurden. Das Schicksal des Hamas-Führers Muhammad Sinwar bleibt unklar. Sollte Israel ihn tatsächlich ausgeschaltet haben, könnte das – so zynisch es klingt – kaum noch große Auswirkungen haben.

    Friedensgespräche ohne Putin

    Unterdessen hat sich der russische Präsident Wladimir Putin entschieden, von den geplanten Friedensgesprächen mit der Ukraine in der Türkei fern zu bleiben. Stattdessen wird Wladimir Medinski, ein Hardliner und enger Vertrauter Putins, die Gespräche führen.

    Auch Trump, der zwischenzeitlich angedeutet hatte, sich an den Gesprächen zu beteiligen, sagte kurzfristig ab. An seiner Stelle reisen der US-Außenminister Marco Rubio sowie Trumps Sondergesandte Steven Witkoff und Keith Kellogg an.

    Die Situation könnte brisanter kaum sein. Beide Seiten treten militärisch auf der Stelle, und Russlands Forderungen in den Verhandlungen mit den USA wirken – gelinde gesagt – überzogen. Rechtfertigen lassen sie sich durch die geringen Erfolge auf dem Schlachtfeld jedenfalls nicht.

    Flucht der Afrikaaner in die USA: Südafrika empört

    Ein anderes Thema sorgt in Südafrika für hitzige Debatten. Präsident Cyril Ramaphosa verurteilte scharf die wachsende Zahl weißer Südafrikaner, die das Land in Richtung USA verlassen. „Sie laufen davon“, sagte er, „vor der Verantwortung, beim Aufbau des Landes mitzuhelfen.“ Wer sich aus dem Staub mache, sei schlicht ein Feigling.

    Die südafrikanische Regierung reagierte entschieden auf die Behauptung der Trump-Administration, dass Afrikaaner – also Nachfahren weißer Siedler aus der Apartheid-Ära – als Flüchtlinge gelten sollten. Dafür gebe es keinerlei Grundlage.

    Die Idee, weiße Farmer würden systematisch bedroht, ist ein Mythos, den Trump schon länger verbreitet – gerne mit Unterstützung seines Beraters Elon Musk, der selbst aus Südafrika stammt. Doch Beweise? Fehlanzeige.

    Weitere Themen

    – In New York sagte die Sängerin Cassie in dem Prozess gegen ihren Ex-Freund und Musikproduzenten Sean Combs aus. Ihre Aussagen sind brisant – und werfen kein gutes Licht auf den Hip-Hop-Mogul.

    – Zwischen Indien und Pakistan gibt es vorsichtige Zeichen der Entspannung: Beide Länder tauschten inhaftierte Soldaten aus. Satellitenbilder zeigen: Der Schaden nach den letzten Kämpfen blieb überschaubar.

    – In Südkorea haben Angehörige der Opfer des Jeju-Air-Absturzes Anzeige gegen 15 Luftfahrtbeamte erstattet. Der Vorwurf: grobe Fahrlässigkeit.

    – Der iranische Außenminister schlägt ein ambitioniertes Atomprojekt vor: Arabische Staaten und US-Investoren sollen gemeinsam in die Urananreicherung einsteigen.

    China und die USA nähern sich im Handelskonflikt an – zumindest leicht. Ein Gipfeltreffen scheint wieder in Reichweite, auch wenn Peking an seinen Ansprüchen festhält.

    – Ein US-Gericht gab der „New York Times“ recht: Die EU muss interne Nachrichten über Corona-Impfstoff-Verhandlungen herausgeben.

    – Hochschulkrise in den USA: Australien, Kanada und einige europäische Länder umwerben verstärkt Wissenschaftler, die unter Trumps Budgetkürzungen leiden. Manche Angebote sind ziemlich verlockend.

    OpenAI will angeblich das Programmier-Tool Windsurf übernehmen – für satte 3 Milliarden Dollar.

    – Die britische Luxusmarke Burberry streicht bis zu 1.700 Stellen. Der Grund: miserable Verkaufszahlen.

    Die Welt dreht sich schnell – und während einige Mauern bauen, reißen andere sie ein. Wer setzt am Ende die besseren Zeichen?

    Von C. Hatty