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  • Ukraine-Krieg: Radioaktivität in Tschernobyl ist „anormal“ hoch

    Ukraine-Krieg: Radioaktivität in Tschernobyl ist „anormal“ hoch

    Rafael Grossi, der Leiter der Internationalen Atomenergiebehörde, bezeichnete am Dienstag, den 26. April, den Grad der Radioaktivität im Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine als „anormal“.

    „Das Niveau der Radioaktivität ist, würde ich sagen, abnormal“, sagte Rafael Grossi vor Journalisten auf dem Gelände, das zwischen dem 24. Februar und Ende März von der russischen Armee besetzt worden war. „Wir verfolgen das alles täglich“, fügte er am Dienstag bei einem Besuch vor Ort hinzu.

    Darüber hinaus hielt Rafael Grossi die Besetzung des Tschernobyl-Geländes für „sehr, sehr gefährlich“. „Die Situation war absolut risikoreich und sehr, sehr gefährlich“, sagte Rafael Grossi vor Journalisten während eines Besuchs in Tschernobyl, auf den Tag genau 36 Jahre nach der schlimmsten Nuklearkatastrophe der Geschichte im Jahr 1986. Der Leiter der UNO-Organisation wird vor Ort von einem Expertenteam begleitet, „um lebenswichtige Ausrüstung“ (Dosimeter, Schutzanzüge usw.) zu liefern und „radiologische und andere Kontrollen“ durchzuführen, wie die IAEO am Freitag mitteilte.

    Die Experten sollen auch Fernüberwachungssysteme reparieren, die kurz nach Kriegsbeginn aufgehört haben, Daten an den Sitz der IAEO in Wien zu übermitteln.

    Die Lage normalisiert sich allmählich wieder.
    Das ehemalige Kernkraftwerk Tschernobyl, etwa 150 km nördlich von Kiew, war am 24. Februar, dem ersten Tag der russischen Invasion, in die Hände der Russen gefallen und danach von Strom- und Kommunikationsausfällen betroffen gewesen. Die russischen Soldaten zogen sich am 31. März von dort zurück. Seitdem normalisiert sich die Lage allmählich wieder, wie aus den täglichen Berichten der IAEO hervorgeht, die auf der Grundlage von Informationen der ukrainischen Regulierungsbehörde erstellt werden.

    Rafael Grossi hatte die Ukraine bereits Ende März besucht, um den Grundstein für ein Abkommen über die Bereitstellung technischer Hilfe zu legen. Er besuchte das südliche Kraftwerk Juschno-Ukrainsk und traf sich anschließend mit hochrangigen russischen Beamten in Kaliningrad an der Ostseeküste. In der Ukraine gibt es 15 Reaktoren in vier in Betrieb befindlichen Kraftwerken und Abfalllager wie auf dem Gelände des ehemaligen Kraftwerks Tschernobyl.

    Einer der Reaktoren in Tschernobyl explodierte 1986 und verseuchte einen großen Teil Europas, vor allem aber die Ukraine, Russland und Weißrussland. Das als Sperrzone bezeichnete Gebiet im Umkreis von 30 Kilometern um das Kraftwerk ist immer noch stark kontaminiert und es ist verboten, dort dauerhaft zu wohnen.

  • Kirche: Laurent Ulrich wird nach dem Rücktritt von Michel Aupetit zum Erzbischof von Paris ernannt

    Kirche: Laurent Ulrich wird nach dem Rücktritt von Michel Aupetit zum Erzbischof von Paris ernannt

    Laurent Ulrich, der derzeitige Erzbischof von Lille gilt als gemäßigt innerhalb des katholischen Episkopats, zeigt eine soziale Ader und engagiert sich für Migranten.

    Mehr als vier Monate nach dem Rücktritt von Michel Aupetit ernannte Papst Franziskus am Dienstag, 26. April, Laurent Ulrich zum Erzbischof von Paris. Ulrich ist 70 Jahre alt und derzeit Erzbischof von Lille.

    „Es war eine Überraschung, eine völlige Überraschung“, sagte Laurent Ulrich gegenüber RCF Hauts-de-France und erklärte, dass er sich vorgestellt habe, seine letzten Jahre in der Diözese Lille zu verbringen. Der Eintritt in den Ruhestand ist für einen Bischofs auf 75 Jahre festgelegt. „Mein Dienst in Paris wird ein Dienst sein, der die Freundschaft Christi manifestieren soll“, fügte er hinzu. Seine Amtseinführung in Paris wird am 23. Mai in der Kirche Saint-Sulpice stattfinden.

    Der Pontifex hatte Anfang Dezember das Rücktrittsgesuch von Michel Aupetit angenommen. Mehrere Zeitungen unterstellten Aupetit eine Liebesbeziehung zu einer Frau, was er allerdings kategorisch dementierte. Er bezeichnete sich als Opfer einer „Kabale“, räumte jedoch ein, dass sein Verhalten möglicherweise „zweideutig“ gewesen sei. Aupetit wurde ausserdem wegen seines Personalmanagements an der Spitze der größten Diözese Frankreichs kritisiert.

    Lesen Sie auch: Papst nimmt den Rücktritt des Erzbischofs von Paris an

  • Covid-19-Impfstoff: Polen kündigt Verträge mit Pfizer – Grund zur Sorge?

    Covid-19-Impfstoff: Polen kündigt Verträge mit Pfizer – Grund zur Sorge?

    Letzte Woche gab Polen bekannt, dass es seine Verträge mit Pfizer beenden und die Lieferung neuer Impfstoffdosen nicht mehr akzeptieren würde. Während viele Internetnutzer behaupten, dass diese Entscheidung mit den Nebenwirkungen des Impfstoffs zusammenhängt, weisen die polnischen Behörden darauf hin, dass die Lager derzeit voll sind und man deshalb keine neuen Impfdosen benötige. Es war ein Paukenschlag: Die polnische Regierung gab letzte Woche bekannt, dass sie den Covid-19-Impfstoff von BioNTech/Pfizer nicht mehr haben wollte. Die Nachricht wurde über die Nachrichtenagentur Reuters verbreitet: Diese gab an, dass Polen sich weigere, „derzeit weitere Covid-19-Impfstoffe anzunehmen oder zu bezahlen“. Lesen Sie auch: Covid-19: Wird es bald die vierte Impfdosis für alle geben? Das polnische Gesundheitsministerium teilte sogar mit, dass es keine weiteren Impfstofflieferungen bezahlen werde: „Ende letzter Woche haben wir von der Klausel der höheren Gewalt Gebrauch gemacht und sowohl die E…

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  • Parlamentswahlen: Marine Le Pen wird im Wahlkreis Pas-de-Calais für Wiederwahl kandidieren

    Parlamentswahlen: Marine Le Pen wird im Wahlkreis Pas-de-Calais für Wiederwahl kandidieren

    Die Anführerin des Rassemblement National bei den Präsidentschaftswahlen kämpft erneut um den Erhalt ihrer Hochburg, in der sie 2017 mit 58,60% der Stimmen in die französische Nationalversammlung gewählt worden war. Wenig überraschend wird Marine Le Pen bei den Parlamentswahlen im Juni im 11. Wahlbezirk des Pas-de-Calais kandidieren, wie der amtierende Vorsitzende des Rassemblement National, Jordan Bardella, am Montag, dem 25. April, bestätigte. Am Sonntag hatte die enttäuschte Präsidentschaftskandidatin in ihrer Rede nach der Niederlage in den Präsidentschaftswahlen erklärt, dass sie jetzt eine „große Schlacht“ bei den Parlamentswahlen führen werde, um der „nationalen Strömung“ zu ermöglichen, „echte Opposition“ zu werden. Marine Le Pen kämpft also erneut um den Erhalt ihrer Hochburg, in der sie 2017 mit 58,60% der Stimmen gewählt worden war. Und könnte dabei auch Hilfe von Reconquête!, der Partei von Eric Zemmour, annehmen, und Allianzen für die Parlamentswahlen schmieden….

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  • Covid-19: Wird es bald die vierte Impfdosis für alle geben?

    Covid-19: Wird es bald die vierte Impfdosis für alle geben?

    Die zweite Auffrischungsdosis kann in Frankreich schon jetzt von Personen über 60 Jahren sowie von immungeschwächten Personen unter 60 Jahren, die ihre letzte Dosis vor mehr als drei Monaten erhalten haben, in Anspruch genommen werden. Kommt die vierte Spritze? Das Gesundheitsministerium forderte am 14. März zunächst die über 80-Jährigen auf, eine zweite Auffrischungsimpfung zu erhalten. Wenn ihre erste Auffrischungsimpfung mehr als drei Monate zurücklag, wurde ihnen dringend empfohlen, die Impfung erneut durchzuführen. Wie die Hohe Behörde für Gesundheit in einer am 17. März veröffentlichten Stellungnahme erläuterte, lässt die Wirksamkeit des Impfschutzes mit der Zeit nach. Um dem entgegenzuwirken, haben die Behörden daher beschlossen, eine weitere Auffrischungsdosis für ältere Menschen einzuführen, da diese am ehesten von schweren Formen betroffen sein können. Lesen Sie auch: WHO warnt: Wir dürfen die Wachsamkeit gegen das Corona-Virus nicht senken Nach den neuesten Daten von Santé …

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  • Welche Maßnahmen stehen für Emmanuel Macron jetzt im Vordergrund?

    Welche Maßnahmen stehen für Emmanuel Macron jetzt im Vordergrund?

    Nachdem Emmanuel Macron wiedergewählt wurde, warten nun mehrere dringende Baustellen auf den Präsidenten. Die Rentenreform soll im Herbst beginnen, bereits jetzt aber wird die Exekutive Maßnahmen zur Steigerung der Kaufkraft einführen. Kaum wiedergewählt, plant Emmanuel Macron bereits seine ersten Massnahmen für die Steigerung der Kaufkraft. Auf dem Tisch liegt eine neue Beihilfe für Kraftstoff, da der Rabatt von 18 Cent nach dem 31. Juli wegfallen könnte. Eine Maßnahme für „Vielfahrer“ wird für diesen Sommer ins Auge gefasst. „Die Gerechtigkeit wäre, dass man denjenigen, die 150 km oder mehr am Tag fahren, mehr hilft (…) eine bedeutendere und gezieltere Hilfe zu haben, scheint mir gerechter und effizienter zu sein“, sagte Wirtschaftsminister Bruno Le Maire. Renten und Mindestsozialleistungen werden der Inflation folgend aufgewertet.Die an Bedingungen geknüpfte Hilfe spaltet die Autofahrer. „Auch wenn wir nicht viel fahren, müssen wir trotzdem tanken“, entgegnete einer von ihnen. Um …

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  • Tote auf dem Pont-Neuf in Paris: Polizist in Polizeigewahrsam genommen

    Tote auf dem Pont-Neuf in Paris: Polizist in Polizeigewahrsam genommen

    Nachdem der Fahrer sich angeblich geweigert hatte anzuhalten, eröffnete ein mit einem Sturmgewehr bewaffneter Polizist das Feuer auf ein Fahrzeug und töte zwei der Insassen. Ein Dritter wurde verletzt.

    Ein Polizist, der am Sonntagabend in der Nähe des Pont-Neuf in Paris mehrmals auf ein Auto geschossen hatte, das im Verdacht stand, sich einer Kontrolle entziehen zu wollen, und dabei zwei Insassen im Alter von 25 und 31 Jahren getötet hatte, wurde am Montagnachmittag in Polizeigewahrsam genommen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

    „Die Untersuchungen, die insbesondere aufgrund der Schwere der Folgen der Schüsse des Beamten und zur genauen Überprüfung der Bedingungen für den Gebrauch seiner Waffe angestossen wurden, sind noch im Gange“, erklärte die Staatsanwaltschaft. Der Beamte befindet sich in Polizeigewahrsam bei der Inspection générale de la police nationale (IGPN) wegen „vorsätzlicher Gewalt mit Todesfolge ohne die Absicht, den Tod herbeizuführen“.

    Lesen Sie auch: Paris: Polizisten schießen auf ein Auto, zwei Tote und ein Verletzter

    Dutzende Schüsse abgefeuert
    Der mit einem Sturmgewehr bewaffnete Polizist eröffnete das Feuer auf das Fahrzeug, das in Richtung Pont-Neuf fuhr, wo es nach dem Auffahren auf einen Grünstreifen zum Stehen kam. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungen wurden etwa zehn Schüsse abgefeuert, von denen „fünf oder sechs die Personen trafen“.

    Der 25-jährige Fahrer, der regungslos am Steuer gefunden wurde, und sein 31-jähriger Beifahrer, der rechts neben dem Auto auf dem Boden liegend entdeckt wurde, starben trotz der Versorgung durch die Rettungsdienste noch am Ort des Geschehens. „Ein 42-jähriger Mann, der auf dem Rücksitz des Fahrzeugs saß, wurde verletzt, schwebt aber nicht in Lebensgefahr“, erklärte die Pariser Staatsanwaltschaft.

  • Wer wird Nachfolger*in von Jean Castex?

    Wer wird Nachfolger*in von Jean Castex?

    Emmanuel Macron, dem der Unmut in der Bevölkerung nicht verborgen geblieben ist, hat für seine zweite Amtszeit neue Methoden versprochen, die mit der Bildung seiner neuen Regierung beginnen sollen. Jean Castex könnte bereits am Montag, dem 2. Mai, ersetzt werden. Aber durch wen? Jean Castex stand am Sonntag, dem 24. April, am Fuße der Tribüne auf dem Champ-de-Mars (Paris), auf der Emmanuel Macron seine Sieger-Rede hielt. Der derzeitige Premierminister wird voraussichtlich am Wochenende seinen Rücktritt einreichen. Es kursieren bereits erste Namen über den Nachfolger. Dazu gehören Nicole Notat, die ehemalige Chefin des Gewerkschaftsbundes CFDT, oder Nathalie Kosciusko-Morizet, ehemalige Umweltministerin unter Nicolas Sarkozy. Zwei weitere Namen immer wieder auf: Julien Denormandie, derzeitiger Landwirtschaftsminister, und Elisabeth Borne, Ministerin für Arbeit, Beschäftigung und Eingliederung. Neue Gesichter Die Woche dürfte reich an Spekulationen werden. Könnten Bürgermeister von Groß…

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  • Präsidentschaftswahlen: Warum war Marine Le Pen in den Überseegebieten so erfolgreich?

    Präsidentschaftswahlen: Warum war Marine Le Pen in den Überseegebieten so erfolgreich?

    Auf den Antillen erhielt Marine le Pen bei der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen am Sonntag, dem 24. April, mehr als 60% der Stimmen. Warum haben sich die Wähler, nachdem sie im ersten Wahlgang massiv für Jean-Luc Mélenchon gestimmt hatten, für die rechtsextreme Kandidatin entschieden? Auf den Antillen und in Französisch-Guayana stimmten die Wähler am Sonntag, dem 24. April, mehrheitlich für Marine Le Pen. Obwohl die Wähler in diesen Ländern der extremen Rechten gegenüber traditionell feindlich gesinnt sind. In Guadeloupe entschieden sich 69,60% der Wähler für die Kandidatin des Rassemblement National, während nur 30,40% für Emmanuel Macron stimmten. „Die Kaufkraft ist gesunken und wir sehen keine Antworten, also ist es normal, dass die Bevölkerung reagiert“, rechtfertigte eine Frau ihre Wahl gegenüber dem Sender France 3. Auf Martinique war der Trend ähnlich. Marine Le Pen erhielt 60,57 Prozent der Stimmen. In Fort-de-France (Martinique) sind die Einwohner nicht von den Wahlerg…

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  • Etwa 30 Aktivisten bauen eine symbolische Mauer vor dem Ministerium für ökologischen Übergang

    Etwa 30 Aktivisten bauen eine symbolische Mauer vor dem Ministerium für ökologischen Übergang

    Mit dieser Aktion, die zwei Tage nach der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen stattfand, sollte Widerstand gegen „umweltschädliche Projekte“ gezeigt werden. Am frühen Dienstagmorgen, dem 26. April, fand vor dem Ministerium für den ökologischen Übergang in Paris eine Aktion des Umweltkollektivs Résistances Locales statt. Etwa 30 Aktivisten schlossen das Ministerium symbolisch ein, indem sie eine Mauer aus Betonsteinen errichteten, die mit dem Slogan „Ministerium geschlossen, holen wir uns das Land zurück“ besprüht wurde, um ihren Widerstand gegen „umweltschädliche Projekte“ zum Ausdruck zu bringen.

    Die Aktion mit dem Namen „Retour sur Terres“ wurde zwei Tage nach der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen organisiert, „in die wir ohnehin nicht viel Hoffnung hatten“, wie eine Aktivistin vor Ort gegenüber Franceinfo sagt. Die Wahl endete mit der Wiederwahl von Emmanuel Macron. Aktivisten des Kollektivs „Résistances local…

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