Autor: Nachrichten

  • Wiederaufrüstung Europas: Deutschlands und Frankreichs Anleihezinsen schießen in die Höhe

    Wiederaufrüstung Europas: Deutschlands und Frankreichs Anleihezinsen schießen in die Höhe

    Es ist eine direkte Folge der angespannten geopolitischen Lage vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts: Die Anleihezinsen europäischer Staaten steigen – allen voran die Deutschlands. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe, der sogenannte Bund, hat mit 2,8 % den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung 1990 erreicht. Die Finanzmärkte reagieren auf die immensen Ausgaben, die für die geplante Wiederaufrüstung des Kontinents erforderlich sein werden. Der von den 27 EU-Mitgliedstaaten beschlossene Plan sieht Investitionen in Höhe von 800 Milliarden Euro vor. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen rief am Dienstag, dem 11. März, dazu auf, mit den Investitionen sofort zu beginnen. Deutschland steht an der Spitze der geplanten Ausgaben, insbesondere mit dem Konjunkturprogramm des designierten Bundeskanzlers Friedrich Merz. Vorgesehen sind 500 Milliarden Euro – und noch bedeutender: die Reform der in der Verfassung verankerten Schuldenbremse. Die traditionell strenge deutsche Hau…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Mysteriöses Verschwinden in Nantes: Entführung und Freiheitsberaubung nicht ausgeschlossen

    Mysteriöses Verschwinden in Nantes: Entführung und Freiheitsberaubung nicht ausgeschlossen

    Seit drei Wochen fehlt von Axel, einem 22-jährigen Mann aus Le Mans, jede Spur. Seine Familie durchlebt die Hölle, während die Ermittler in alle Richtungen suchen – mittlerweile auch wegen des Verdachts auf Entführung und Freiheitsberaubung.

    Ein geplanter Besuch endet in einem Albtraum

    Axel hatte am 22. Februar seine Heimatstadt Le Mans verlassen, um das Wochenende bei seinem Vater auf der Île de Nantes zu verbringen. Doch seit diesem Abend gibt es keine Spur mehr von ihm. Laut ersten Erkenntnissen verließ er das Viertel mit seinem Auto. Das letzte bekannte Lebenszeichen: Sein Fahrzeug wurde in Bouaye gesichtet, einer Gemeinde südwestlich von Nantes. Danach – nichts. Kein Anruf, keine Nachricht, keine Aktivität auf seinen Bankkonten.

    Seine Mutter ist verzweifelt. „Es ist ein Schmerz, den ich nicht kannte. Und jetzt höre ich Worte, die ich niemals hören wollte“, sagt sie in einem Interview mit France Bleu.

    Ermittler gehen von einem Verbrechen aus

    Was zunächst wie ein rätselhaftes Verschwinden wirkte, hat sich schnell zu einem Fall mit weitreichenden Konsequenzen entwickelt. Axels Auto bleibt unauffindbar, sein Handy ist abgeschaltet, und keine Spur deutet darauf hin, dass er freiwillig untergetaucht sein könnte.

    Die Staatsanwaltschaft von Nantes hat daher eine offizielle Untersuchung wegen Entführung und Freiheitsberaubung eingeleitet. Der zuständige Staatsanwalt Antoine Leroy erklärte: „Mehrere Ermittlungsergebnisse legen nahe, dass dieser junge Mann nicht aus freien Stücken verschwunden ist.“

    Seit Mittwoch, dem 12. März, laufen die Ermittlungen intensiv – nicht nur in Nantes, sondern in der gesamten westlichen Region Frankreichs.

    Hoffnung und Angst – die Suche geht weiter

    Während Polizei und Justiz fieberhaft nach Hinweisen suchen, klammert sich Axels Familie an die Hoffnung, ihn lebend wiederzufinden. Freunde und Verwandte haben bereits mehrere Zeugenaufrufe gestartet, um mögliche Hinweise aus der Bevölkerung zu erhalten.

    Was ist mit Axel passiert? Eine Frage, die derzeit niemand beantworten kann – aber deren Antwort alles verändern wird.

    Von C. Hatty

  • Europäische Staaten beraten über Sicherheitsgarantien für die Ukraine

    Europäische Staaten beraten über Sicherheitsgarantien für die Ukraine

    In Paris trafen sich am Dienstag die Generalstabschefs von 36 Ländern, um über die Schaffung einer internationalen Sicherheitstruppe für die Ukraine zu beraten. Dieses von Frankreich und Großbritannien initiierte Treffen zielte darauf ab, mögliche Maßnahmen zur Abschreckung zukünftiger russischer Aggressionen zu diskutieren und die Sicherheit der Ukraine im Falle eines Waffenstillstands zu gewährleisten. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron betonte die Notwendigkeit, von konzeptionellen Überlegungen zu konkreten Planungen überzugehen. Er unterstrich, dass glaubwürdige Sicherheitsgarantien im Einklang mit den Fähigkeiten der NATO stehen sollten. Zusammensetzung und Aufgaben der vorgeschlagenen Truppe Der vertrauliche Verteidigungsplan sieht vor, dass mehrere tausend Soldaten an strategisch wichtigen Orten wie Kiew, Odessa und Lwiw stationiert werden könnten, jedoch fernab der Frontlinie. Ziel ist es, eine Flugverbotszone zu sichern und Seegebiete zu überwachen, ohne direkt in Kampfhand…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Eskalation im transatlantischen Handelsstreit: Neue Zölle belasten Beziehungen

    Eskalation im transatlantischen Handelsstreit: Neue Zölle belasten Beziehungen

    Am Mittwoch sind die von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte in Höhe von 25 Prozent in Kraft getreten. Diese Maßnahme hat unmittelbare Gegenreaktionen der Europäischen Union ausgelöst, die mit eigenen Zöllen auf US-Produkte im Wert von 26 Milliarden Euro antworten will.

    Die US-Regierung begründet die Zölle mit dem Schutz der nationalen Sicherheit und der heimischen Industrie. Trump argumentiert, dass exzessive Stahl- und Aluminiumimporte die nationale Sicherheit der USA bedrohen und wirft insbesondere China vor, den Weltmarkt mit billigem Metall zu fluten.

    Reaktion der Europäischen Union

    Die Europäische Union betrachtet die US-Zölle als ungerechtfertigt und schädlich für transatlantische Handelsbeziehungen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kritisierte die Maßnahmen mit der Begründung, dass Zölle eine zusätzliche Steuer darstellen, die Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen belaste. Die EU plant daher, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, die US-Produkte wie Bourbon-Whiskey, Jeans, Motorräder, Boote und Erdnussbutter betreffen.

    Diese Gegenmaßnahmen sollen in zwei Phasen umgesetzt werden. In der ersten Phase, beginnend am 1. April, werden Zölle auf US-Produkte im Wert von etwa acht Milliarden Euro erhoben. In der zweiten Phase, nach Konsultation der Mitgliedstaaten und Interessengruppen, sollen Mitte April weitere Zölle auf US-Waren im Wert von 18 Milliarden Euro folgen.

    Historische Parallelen und wirtschaftliche Auswirkungen

    Die aktuellen Entwicklungen erinnern an den Handelskonflikt zwischen der EU und den USA während Trumps erster Amtszeit. Damals führte die Einführung von Zöllen auf europäische Stahl- und Aluminiumimporte zu Vergeltungszöllen der EU auf US-Produkte wie Jeans, Bourbon-Whiskey und Motorräder. Während der Amtszeit von Präsident Joe Biden wurde ein Stillhalteabkommen geschlossen, das die Zölle entschärfte.

    Die erneute Eskalation des Handelsstreits könnte erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen haben. Die neuen US-Zölle betreffen Exporte der EU im Gesamtwert von 26 Milliarden Euro, was etwa fünf Prozent der gesamten Warenexporte der EU in die USA entspricht. US-Importeure könnten bis zu sechs Milliarden Euro an zusätzlichen Importzöllen zahlen müssen.

    Auch die deutsche Stahlindustrie zeigt sich besorgt. Vertreter der Branche betonen die angespannte Lage und fordern eine konsequente Anpassung der EU-Schutzmaßnahmen, um den Importdruck zu mindern.

    Politische Dimension und Ausblick

    Die EU zielt mit ihren Gegenmaßnahmen darauf ab, politischen Druck auf die USA auszuüben. Durch die gezielte Auswahl von Produkten aus Trump-Hochburgen, wie Bourbon-Whiskey und Motorräder, sollen insbesondere Unternehmen in republikanisch geprägten Bundesstaaten getroffen werden.

    Trotz der verhärteten Fronten betonte von der Leyen die Bereitschaft der EU zu Verhandlungen. Sie hob hervor, dass eine Eskalation des Konflikts weder im Interesse der europäischen noch der amerikanischen Wirtschaft liege.

    Die kommenden Wochen werden zeigen, ob es den beiden Wirtschaftsmächten gelingt, den Konflikt durch Verhandlungen zu entschärfen oder ob sich der Handelsstreit weiter zuspitzt.

    Autor: P.T.

  • Die Prägung des Elon Musk: Wie seine Kindheit im Südafrika der Apartheid ihn formte

    Die Prägung des Elon Musk: Wie seine Kindheit im Südafrika der Apartheid ihn formte

    Der Milliardär und nun auch Berater von Donald Trump wuchs in einer Zeit des Zerfalls der weißen Herrschaft in Südafrika auf. Er besuchte zunächst eine rein weiße Schule und später eine liberalere Institution.

    Mit seinem imposanten, doppelgeflügelten Hauptgebäude aus rotem Backstein und Schulhymnen, die direkt aus dem Liederbuch des britischen Harrow School entnommen wurden, ist die Pretoria Boys High School ein Abbild der englischen Privatschulen, die sie 1901 nachahmen sollte.

    Pretoria Boys High School
    Pretoria Boys High School

    Elon Musk, der sich inzwischen zu einer der mächtigsten Persönlichkeiten der US-Politik entwickelt hat, verbrachte seine letzten Schuljahre in den 1980er Jahren als Tagesschüler auf dem üppig begrünten Campus in der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria. Unweit von dort lag das großzügige Haus seines Vaters in Waterkloof, einem wohlhabenden Vorort Pretorias, dessen Straßen im Frühling von violetten Jacaranda-Blüten gesäumt sind.

    Kindheit in einer umkämpften Gesellschaft

    Während Südafrika in den letzten Jahren der Apartheid von Aufständen erschüttert wurde, verlief das Leben in den weißen Enklaven vergleichsweise friedlich und wohlhabend. 1984 kam es in den schwarzen Townships zu massiven Protesten, und 1986 verhängte die weiße Minderheitsregierung den Ausnahmezustand. Doch in den wohlhabenden weißen Vierteln schien der Konflikt weit entfernt.

    „Während das Land als Ganzes brannte und im Chaos versank, lebten wir in unseren grünen Vororten in völliger Sicherheit und führten ein ganz normales Leben“, erinnert sich Jonathan Stewart, ein ehemaliger Mitschüler Musks. „Es gab diese wohlhabende Gruppe, und alle anderen wurden ausgeschlossen.“

    Musk, geboren 1971 in Pretoria, äußerte sich kürzlich auf seiner Plattform X über die „offen rassistischen Gesetze“ in Südafrika. Er stimmte einem Beitrag zu, in dem behauptet wurde, dass weiße Südafrikaner wegen ihrer Hautfarbe verfolgt würden. Diese Äußerungen kamen kurz bevor Donald Trump, in dessen Regierung Musk nun eine wichtige Rolle spielt, eine Anordnung unterzeichnete, die Südafrika der Diskriminierung weißer Afrikaaner bezichtigte und finanzielle Hilfen für das Land kürzte.

    Die politische Rolle Musks

    Musk verließ Südafrika 1989 und zog über Kanada in die USA. Wie groß sein Einfluss auf Trumps Anordnung war, bleibt unklar, doch es scheint unwahrscheinlich, dass seine Sichtweise dem US-Präsidenten unbekannt blieb. Bereits während seiner ersten Amtszeit hatte Trump die angebliche Verfolgung weißer Landwirte in Südafrika thematisiert, nachdem ein Bericht auf Fox News ihn auf das Thema aufmerksam gemacht hatte.

    Musk, Trump

    Musk ist inzwischen tief in die politischen und wirtschaftlichen Konflikte Südafrikas verwickelt. Er kritisiert die Landreformgesetze, die darauf abzielen, die immer noch große Ungleichheit im Land zu reduzieren. Obwohl Weiße nur 7 % der Bevölkerung ausmachen, besitzen sie über 70 % des landwirtschaftlichen Bodens. Musk behauptet, diese Gesetze seien rassistisch und kämen Diebstahl gleich. Zudem lehnt er Maßnahmen zur wirtschaftlichen Stärkung Schwarzer Unternehmer ab, die er als diskriminierend betrachtet.

    Die Schulzeit: Vom Außenseiter zum „durchschnittlichen“ Schüler

    Musk begann seine weiterführende Schulzeit an der Bryanston High School in Johannesburg, einer rein weißen, englischsprachigen Schule. Dort wurde er schwer gemobbt. 1985 wurde er so brutal zusammengeschlagen, dass er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Nach diesem Vorfall wechselte er mit seinem Bruder Kimbal zur Pretoria Boys High School.

    Dort galt das Klima als vergleichsweise liberal. 1981 war die Schule die erste staatliche Bildungseinrichtung, die einen schwarzen Schüler aufnahm. Der damalige Direktor Malcolm Armstrong setzte sich für demokratische Werte ein und pflegte sogar Kontakte zur damals noch verbotenen Oppositionspartei ANC. Einige Lehrer teilten diese Haltung, andere nicht.

    Musk selbst war weder besonders auffällig noch ein Außenseiter. „Er war eine ganz durchschnittliche Persönlichkeit“, erinnert sich ein ehemaliger Mitschüler. „Kein Sport-Ass, kein Nerd, kein Punk – er hatte einfach seine Gruppe von Freunden.“

    Politische Ansichten und ihre Wurzeln

    Musk hat sich lange als unpolitisch oder moderat beschrieben. Er unterstützte bis 2020 stets die Demokraten, bevor er sich nach rechts orientierte. Doch sein Misstrauen gegenüber demokratischen Institutionen scheint sehr tief zu gehen.

    Sein Großvater war in den 1930er Jahren in Kanada Mitglied einer technokratischen Bewegung mit faschistischen Tendenzen, die eine Herrschaft durch Experten statt durch gewählte Politiker forderte. Später zog er nach Südafrika – angeblich, weil ihn das rassistische System dort anzog.

    Musks heutige Bewunderung für autoritäre Führungsstile lässt sich möglicherweise auf diese familiäre Prägung zurückführen. Er unterstützt offen Trumps Vorstellung, dass der Präsident nahezu uneingeschränkte Macht haben sollte. Auch seine Sympathie für rechtsextreme Parteien wie die Alternative für Deutschland (AfD) sorgt international für Aufsehen.

    Musk, Tesla

    Verlorene Geschichte?

    Einige ehemalige Mitschüler spekulieren, dass Musks Sicht auf Südafrika von dem Umstand beeinflusst ist, dass er den eigentlichen Übergang von der Apartheid zur Demokratie nicht miterlebt hat. 1994 wurde Nelson Mandela zum ersten schwarzen Präsidenten des Landes gewählt. Doch viele weiße Südafrikaner tun sich bis heute schwer mit den wirtschaftlichen Veränderungen.

    Die Regierungspartei ANC hat es nicht geschafft, die extreme Ungleichheit in Südafrika zu beseitigen. Obwohl staatliche Programme schwarze Unternehmen fördern, liegt die Arbeitslosenquote unter Schwarzen weiterhin fünfmal höher als unter Weißen. Das Land kämpft zudem mit einer der höchsten Mordraten weltweit.

    Es ist nicht unüblich, dass weiße Südafrikaner sich diskriminiert fühlen. Im Februar demonstrierten Hunderte von ihnen vor der US-Botschaft in Pretoria mit Schildern wie „Danke, Präsident Trump“ und „Make South Africa Great Again“.

    Die Nostalgie mancher älterer Weißer für die Apartheid-Ära ist ebenfalls nicht ungewöhnlich. „Damals hatten wir keine Kriminalität, es gab keine Probleme. Schwarze und Weiße verstanden sich gut“, sagte Musks Vater Errol in einem Interview. „Alles funktionierte. Das ist die Realität. Natürlich wollen die Leute das nicht hören, aber es ist die Wahrheit.“

    Musk und seine Geschwister hatten über Jahre ein durchaus schwieriges Verhältnis zu ihrem Vater. Laut Biograf Walter Isaacson terrorisierte Errol seine Kinder mit stundenlangen Schreiattacken. Mutter Maye Musk warf ihm zudem körperliche Gewalt vor – Vorwürfe, die Errol bestreitet. 2017 kam es zum endgültigen Bruch, als Errol ein Kind mit seiner 30 Jahre jüngeren Stieftochter bekam.

    Trotzdem hält Musk weiterhin Kontakt zu ihm. Laut Errol schreiben sie sich fast täglich. „Natürlich kann er nicht immer antworten, dann macht das sein Assistent“, sagte er kürzlich in einem Interview.

    Musk zwischen Vergangenheit und Zukunft

    Elon Musk ist eine der einflussreichsten Figuren der Gegenwart. Seine Technologieunternehmen prägen die Zukunft, doch seine politischen Positionen werfen Fragen auf. Ob seine Kindheit im auseinanderbrechenden Apartheid-Südafrika seinen heutigen Kurs bestimmt, bleibt eine offene Debatte.

    Fest steht: Musk ist nicht nur ein Unternehmer, sondern auch ein politischer Akteur – mit wachsendem Einfluss auf die globale Bühne.

    Von P.T.

    Musk mit seinem Sohn, X Æ A-Xii, im Oval Office, 11. Februar 2025 (Official White House Photo by Daniel Torok)
  • Escargots Revolution: Burgunds neue Schnecken-Ära im Blätterteig mit Kräuter-Miso-Butter

    Escargots Revolution: Burgunds neue Schnecken-Ära im Blätterteig mit Kräuter-Miso-Butter

    Die Bourgogne, berühmt für ihre Weine und ihre kulinarische Tradition, ist auch die Heimat eines der ikonischsten Gerichte der französischen Küche: Escargots de Bourgogne. Klassischerweise werden sie mit einer würzigen Kräuter-Knoblauch-Butter in der eigenen Schale serviert. Doch in unserer modernen…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Die Brimbelles-Tarte: Eine Köstlichkeit aus den Vogesen

    Die Brimbelles-Tarte: Eine Köstlichkeit aus den Vogesen

    Die Brimbelles-Tarte, eine herrlich fruchtige Heidelbeertarte aus den Vogesen, gehört zu den bekanntesten Spezialitäten dieser Region im Osten Frankreichs. Die kleinen, wilden Heidelbeeren, die hier „Brimbelles“ genannt werden, verleihen der Tarte ihren unverwechselbaren Geschmack und machen sie zu …

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Bœuf Bourguignon 2.0 – Sous-vide mit asiatischem Touch

    Bœuf Bourguignon 2.0 – Sous-vide mit asiatischem Touch

    Wie ein burgundischer Klassiker neue Wege geht. Die Bourgogne – eine Region, die für ihren Wein, ihre herzhaften Gerichte und ihre tiefe kulinarische Tradition bekannt ist – erfindet sich neu. Ein Paradebeispiel für diese kulinarische Evolution ist das berühmte Bœuf Bourguignon. Ursprünglich ein bo…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Festivals, Natur und Kultur: Ein Sommer in den Südvogesen

    Festivals, Natur und Kultur: Ein Sommer in den Südvogesen

    Die Südvogesen – ein Naturparadies voller Geschichte, eingebettet in eine Landschaft, die zu jeder Jahreszeit ihre eigene Magie entfaltet. Doch besonders in den kommenden Monaten wird diese Region im Osten Frankreichs zum pulsierenden Zentrum von Musik, Kunst und Outdoor-Abenteuern. Von klassischen Klängen in historischen Gemäuern bis zu Rock und Metal unter freiem Himmel, von geheimen Wanderwegen bis zu brodelnden Festivalbühnen – hier gibt es eine unvergleichliche Mischung aus Natur und Kultur.

    Doch womit anfangen? Lassen wir uns treiben – durch die Seenlandschaften, die charmanten Städte und das Herz der Festivalsaison.


    1. Naturerlebnis: Wandern und Radfahren bei den „1000 Étangs“

    Ein ganz besonderes Highlight für Naturliebhaber startet bereits im Frühling: das Wander- und Naturfestival „1000 Pas aux 1000 Étangs“. Der Name ist Programm – Tausend Schritte an den Tausend Teichen.

    Von April bis Juli verwandelt sich diese einzigartige Moor- und Seenlandschaft in ein Paradies für Entdecker. Die Besonderheit? Die Wanderrouten sind jedes Jahr anders! Ein exklusives Markierungssystem sorgt dafür, dass Besucher durch private Wälder, an versteckten Teichen und durch sonst unzugängliche historische Orte geführt werden. Wer lieber in die Pedale tritt, kann das Naturwunder auch mit dem Fahrrad erkunden.

    Empfohlene Unterkunft: Die charmante Domaine des Epoissets, ein idyllischer Rückzugsort mitten im Grünen.


    2. Musikvielfalt: Von Studentenbands bis zu Rock-Legenden

    Le FIMU – Musik inmitten von Geschichte (5.–8. Juni 2025)

    Belfort, die größte Stadt der Südvogesen, wird Anfang Juni zum Schauplatz eines außergewöhnlichen musikalischen Spektakels: dem Festival International de Musique Universitaire (FIMU).

    Seit 1987 bietet dieses Festival talentierten jungen Künstlern aus aller Welt eine Bühne. Und was für eine Bühne! Direkt vor dem imposanten Löwen von Bartholdi und in der historischen Zitadelle von Belfort erleben Besucher ein kostenloses Festival mit einer einzigartigen Atmosphäre. Perfekt, um neue Lieblingsbands zu entdecken!

    Empfohlene Unterkunft: Das stilvolle Hotel Le Tonneau d’Or oder das gemütliche Domaine de l’Étang Fourchu.


    Les Eurockéennes – Rock am See (bis 7. Juli 2025)

    Wer es lauter mag, sollte sich das größte Musikfestival der Region nicht entgehen lassen: Les Eurockéennes de Belfort.

    Seit 1989 zieht das Open-Air-Festival internationale Musikstars und hunderttausende Besucher an. Der Veranstaltungsort – eine Halbinsel im Lac du Malsaucy – sorgt für eine unvergleichliche Festivalatmosphäre. Von Rock bis Elektro, von Hip-Hop bis Indie – hier ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei.

    Und der Clou? 2020 wurde Les Eurocks zum besten internationalen Festival gekürt. Wer also auf der Suche nach unvergesslichen Live-Momenten ist, sollte dieses Event nicht verpassen!

    Empfohlene Unterkunft: Die rustikalen Chalets von Chaletang, perfekt für ein Wochenende im Grünen.


    ROAFF – Metal, Rap und ein UNESCO-Wunder (23.–24. Mai 2025)

    Das Ronchamp Open Air Filature Festival (ROAFF) ist zwar jünger als die anderen Festivals der Region, hat sich aber schnell einen Namen gemacht.

    Mitten im Grünen, in der Nähe der berühmten Kapelle Notre-Dame-du-Haut von Le Corbusier, treffen sich hier Metal-Fans und Rap-Liebhaber gleichermaßen. Ein Kontrast? Vielleicht. Aber genau das macht den Charme dieses außergewöhnlichen Open-Air-Events aus!

    Empfohlene Unterkunft: Für ein besonderes Erlebnis – eine Übernachtung in der Cabane insolite Au bonheur comtois.


    3. Kultur erleben: Festivals in historischen Kulissen

    Pluralies – Musik, Theater und Geschichte (16.–19. Juli 2025)

    Wie wäre es mit einem Festival, das Musik und Theater mit beeindruckender Architektur verbindet? Genau das bieten die Pluralies in Luxeuil-les-Bains.

    Vor der Kulisse des historischen Klosters, des Hauses des Kardinals Jouffroy und der Abtei Saint Colomban treten Künstler aus aller Welt auf. Hier geht es nicht um laute Töne, sondern um kulturelle Vielfalt – ein Genuss für alle, die eine Vorliebe für Kunst, Geschichte und gepflegte Festivalabende haben.

    Empfohlene Unterkunft: Das charmante La Piboule, ein stilvolles 4-Sterne-Gästehaus.


    Festival Musique et Mémoire – Barockmusik vom Feinsten (18. Juli–3. August 2025)

    Für Liebhaber klassischer Musik gibt es in den Südvogesen nichts Größeres als das Festival Musique et Mémoire.

    Internationale Künstler bringen in den schönsten Kirchen und Kathedralen der Region die Musik des Barocks zum Leben. Die Konzerte finden unter anderem in der Notre-Dame-du-Haut-Kapelle in Ronchamp, der Basilika von Luxeuil und der Kathedrale von Belfort statt – ein akustisches und visuelles Erlebnis.

    Empfohlene Unterkunft: Das historische Manoir la Cerise, ein ehemaliges Brennerei-Gebäude mit viel Charme.


    4. Kulinarische Highlights: Was sollte man probieren?

    Zwischen Konzerten, Wanderungen und Stadtbummeln darf das Essen natürlich nicht zu kurz kommen! Die Südvogesen sind berühmt für einige ganz besondere Spezialitäten:

    • Kirschen aus Fougerolles – die Basis für den legendären Kirschlikör
    • Blaubeeren aus den Vogesen – perfekt für Törtchen und Marmeladen
    • Munsterkäse – würzig, cremig und ein Muss für Käseliebhaber
    • Brimbelles-Tarte – eine köstliche Blaubeer-Tarte, die man unbedingt probieren sollte

    Und wer gerne ein Glas Wein genießt, sollte sich an einen Pinot Noir aus dem Elsass halten – die perfekte Ergänzung zu einem guten Munsterkäse.


    Fazit: Ein Sommer voller Erlebnisse

    Die Südvogesen bieten weit mehr als nur traumhafte Landschaften. Ob für Musikfans, Outdoor-Enthusiasten oder Kulturbegeisterte – hier findet jeder sein ganz persönliches Highlight.

    Also, welches Festival steht als Erstes auf deiner Liste? 🌿🎶

    Ein Bericht von V.O.Yager

  • Ein Schritt zum Frieden? Die Bedeutung der Verhandlungen in Saudi Arabien

    Ein Schritt zum Frieden? Die Bedeutung der Verhandlungen in Saudi Arabien

    Die jüngsten Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und der Ukraine in Jeddah, Saudi-Arabien, haben international Aufmerksamkeit erregt. Im Mittelpunkt stand ein von den USA vorgeschlagener 30-tägiger Waffenstillstand, dem die Ukraine zugestimmt hat. Dieser Schritt könnte den Weg zu weiteren Friedensverhandlungen ebnen, doch bleibt die Frage offen, ob Russland bereit ist, diesem Vorschlag zu folgen.

    Hintergrund der Verhandlungen

    Seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Februar 2022 haben zahlreiche diplomatische Bemühungen stattgefunden, um den Konflikt zu beenden. Die jüngste Initiative unter der Vermittlung Saudi-Arabiens führte zu intensiven Gesprächen zwischen US-Außenminister Marco Rubio und dem ukrainischen Außenminister Andrii Sybiha. Die Ukraine erklärte sich bereit, einen von den USA vorgeschlagenen 30-tägigen Waffenstillstand zu akzeptieren, der jedoch von der Zustimmung Russlands abhängt.

    Inhalt des Waffenstillstands

    Der vorgeschlagene Waffenstillstand sieht eine vollständige Einstellung der Feindseligkeiten für 30 Tage vor, mit der Möglichkeit einer Verlängerung, sofern beide Seiten zustimmen. Während dieser Zeit sollen keine militärischen Operationen, einschließlich Raketen- und Drohnenangriffen, durchgeführt werden. Zudem beinhaltet der Vorschlag die Wiederaufnahme von US-Militärhilfen und der Weitergabe von Geheimdienstinformationen an die Ukraine.

    Reaktionen der internationalen Gemeinschaft

    Die internationale Gemeinschaft hat überwiegend positiv auf die Ankündigung reagiert. Europäische Staats- und Regierungschefs, darunter der französische Präsident Emmanuel Macron, begrüßten den Vorschlag und forderten Russland auf, dem Waffenstillstand zuzustimmen. Dennoch bleibt die Skepsis bestehen, ob Russland bereit ist, diesen Schritt zu gehen.

    Herausforderungen und Unsicherheiten

    Trotz der positiven Signale gibt es erhebliche Herausforderungen. Russland hat bisher keine offizielle Stellungnahme zum Waffenstillstand abgegeben, und es ist unklar, ob Präsident Wladimir Putin dem Vorschlag zustimmen wird. Zudem wurden Berichte über anhaltende militärische Aktivitäten auf beiden Seiten bekannt, was die Umsetzung eines Waffenstillstands erschweren könnte.

    Historische Perspektive

    Frühere Versuche, einen Waffenstillstand zu erreichen, waren von Rückschlägen geprägt. Beispielsweise wurden im Jahr 2022 Friedensverhandlungen geführt, die jedoch ohne nachhaltige Ergebnisse blieben. Die aktuelle Initiative unterscheidet sich insofern, als sie unter direkter Beteiligung der USA erfolgt und einen klar definierten Zeitraum für den Waffenstillstand vorsieht.

    Wirtschaftliche Aspekte

    Neben militärischen und politischen Überlegungen spielen auch wirtschaftliche Faktoren eine Rolle. Im Rahmen der Verhandlungen wurde ein Abkommen über ukrainische Rohstoffe diskutiert, das „so schnell wie möglich“ abgeschlossen werden soll. Dies könnte sowohl für die wirtschaftliche Stabilität der Ukraine als auch für die Sicherung von Ressourcen für die USA von Bedeutung sein.

    Ausblick

    Die kommenden Tage werden entscheidend sein, um zu sehen, ob Russland dem vorgeschlagenen Waffenstillstand zustimmt. Sollte dies der Fall sein, könnte dies den Weg für umfassendere Friedensverhandlungen ebnen. Andernfalls besteht die Gefahr einer Fortsetzung des Konflikts mit unabsehbaren Konsequenzen für die Region und die internationale Gemeinschaft.

    Von Andreas Brucker