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  • Frankreich: Senat will Frauen rehabilitieren, die vor 1975 illegal abgetrieben haben

    Frankreich: Senat will Frauen rehabilitieren, die vor 1975 illegal abgetrieben haben

    Fast 50 Jahre nach der Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs in Frankreich steht eine historische Entscheidung bevor: Der französische Senat wird am 20. März über eine Gesetzesvorlage abstimmen, die Frauen rehabilitieren soll, die vor 1975 wegen illegaler Abtreibung verurteilt wurden. Ein längst überfälliger Schritt Bis zur Einführung des Loi Veil 1975 – benannt nach der damaligen Gesundheitsministerin Simone Veil – war der Schwangerschaftsabbruch in Frankreich verboten und strafbar. Unzählige Frauen wurden damals verurteilt, weil sie eine illegale Abtreibung durchführen ließen oder anderen dabei halfen. Viele mussten gefährliche, oft lebensbedrohliche Eingriffe in Kauf nehmen. Nun soll das französische Parlament diese Vergangenheit offiziell aufarbeiten. Die ehemalige Frauenrechtsministerin Laurence Rossignol, die die Gesetzesinitiative eingebracht hat, erklärte: „Es ist an der Zeit, dass die Scham den Platz wechselt – nicht die Frauen, sondern die damalige Gesetzgebung war krimi…

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  • Frankreichs Parlament bekräftigt Solidarität mit der Ukraine

    Frankreichs Parlament bekräftigt Solidarität mit der Ukraine

    In einer symbolträchtigen Entscheidung hat die französische Nationalversammlung eine Resolution verabschiedet, die die anhaltende Unterstützung der Ukraine bekräftigt. Mit einer deutlichen Mehrheit von 288 zu 54 Stimmen sprach sich das Parlament für eine verstärkte politische, wirtschaftliche und militärische Hilfe für Kiew aus. Besonders umstritten war die Forderung nach einer Beschlagnahmung eingefrorener russischer Vermögenswerte zur Finanzierung der ukrainischen Verteidigung und des Wiederaufbaus. Politisches Signal an die internationalen Partner Die Resolution stellt keinen rechtlich bindenden Beschluss dar, sondern ist vielmehr ein starkes politisches Signal sowohl an die Ukraine als auch an die europäischen Partner. Sie fordert eine Intensivierung der Unterstützung durch die EU, die NATO und andere Verbündete. Darüber hinaus bekräftigt sie Frankreichs Bereitschaft, den EU-Beitrittsprozess der Ukraine weiter zu begleiten. Ein ergänzter Passus fordert zudem eine verstärkte eigenst…

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  • Waffenruhe – strategisches Dilemma für den Kreml

    Waffenruhe – strategisches Dilemma für den Kreml

    Noch im Januar wies der russische Präsident Wladimir Putin die Idee eines temporären Waffenstillstands in der Ukraine entschieden zurück. Nach den jüngsten Entwicklungen in der internationalen Diplomatie und dem Kriegsgeschehen scheint der Kreml nun jedoch zumindest gewillt, den von den USA und der Ukraine vorgeschlagenen 30-tägigen Waffenstillstand zu prüfen.

    Putins Sprecher Dmitri Peskow erklärte, der Kreml werde die Ergebnisse der Verhandlungen sorgfältig analysieren und in den kommenden Tagen genauere Informationen zu den Gesprächen erwarten. Die Möglichkeit eines weiteren Telefonats zwischen Putin und US-Präsident Donald Trump wurde angedeutet, was darauf hindeutet, dass Moskau den Waffenstillstandsvorschlag in einen breiteren diplomatischen Kontext einordnen will.

    Die geopolitischen Rahmenbedingungen haben sich in den letzten Wochen drastisch verändert. Trump hat die amerikanische Außenpolitik neu justiert, indem er sich Russland annäherte und gleichzeitig westliche Verbündete brüskiert zurückließ. Für Putin bedeutet dies eine Chance, aber auch ein Risiko. Einerseits hat Russland auf dem Schlachtfeld Fortschritte erzielt und würde mit einer Feuerpause womöglich eine vorteilhafte Position einbüßen. Andererseits hat Moskau ein Interesse daran, die neu geschaffene diplomatische Brücke zu Washington nicht zu zerstören.

    Trump betont, den Krieg so bald wie möglich beenden zu wollen. Putin hingegen signalisiert, dass er erst dann zu einer Verhandlung bereit sei, wenn er wesentliche Zugeständnisse des Westens erhält. Dazu gehören insbesondere ein Ausschluss eines NATO-Beitritts der Ukraine sowie eine Reduzierung der militärischen Präsenz des Westens in Mittel- und Osteuropa.

    Analysten zufolge beruht Putins bisherige Ablehnung eines temporären Waffenstillstands auf einer klaren strategischen Überlegung: Solange seine Truppen Fortschritte machen, wäre es unklug, dieses Momentum ohne konkrete Gegenleistungen aus der Hand zu geben. Die diplomatischen Signale aus Washington, insbesondere Trumps direkte Kommunikation mit dem Kreml, könnten diese Kalkulation jedoch beeinflussen. Der Kreml steht somit vor einem Balanceakt zwischen militärischer Entschlossenheit und diplomatischer Pragmatisierung.

    Russland könnte durch eine Waffenruhe auch versuchen, sich als konstruktive Macht in der internationalen Arena zu präsentieren. Dies wäre vor allem mit Blick auf die nicht-westlichen Staaten von Bedeutung, die sich bislang mit Sanktionen gegen Moskau zurückgehalten haben. Gleichzeitig gibt es jedoch Stimmen innerhalb Russlands, die einen Waffenstillstand ablehnen. Besonders in nationalistischen Kreisen wird befürchtet, dass eine Verhandlungspause die Ukraine stärken und eine neue militärische Eskalation nur hinauszögern würde.

    Ein weiterer Faktor in Putins Entscheidungsprozess ist die militärische Lage. In den vergangenen Wochen haben russische Truppen ukrainische Streitkräfte aus der Region Kursk zurückgedrängt, nachdem Kiew dort im letzten Jahr eine Offensive gestartet hatte. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte das eroberte Territorium als Druckmittel in Verhandlungen nutzen wollen, doch mit der rückerlangten Kontrolle dieser Gebiete wäre Russland weniger angreifbar in etwaigen Gesprächen über einen Waffenstillstand.

    Ob der Kreml letztlich zustimmt, hängt nicht nur von der militärischen Situation ab, sondern auch von den diplomatischen Zugeständnissen, die Moskau der Ukraine und Europa abverlangen kann. Putin dürfte eine Einigung nicht ohne Vorbedingungen akzeptieren. Eine Reduktion westlicher Waffenlieferungen an die Ukraine wäre ein denkbares russisches Anliegen.

    Die kommenden Tage werden zeigen, ob der Kreml diesen Vorschlag als strategische Chance oder als potenzielle Schwäche interpretiert. Klar ist, dass Russland sich in einem komplexen Spannungsfeld aus militärischer Logik, diplomatischen Ambitionen und innenpolitischem Druck befindet.

    MAB

  • Korruption in Ajaccio? 30 Stadträte wegen „Veruntreuung öffentlicher Gelder“ von Polizei befragt

    Korruption in Ajaccio? 30 Stadträte wegen „Veruntreuung öffentlicher Gelder“ von Polizei befragt

    In Ajaccio gerät die Stadtpolitik ins Visier der Justiz: 30 Stadträte werden derzeit von Ermittlern angehört. Der Verdacht? Veruntreuung öffentlicher Gelder. Die Untersuchungen konzentrieren sich auf den umstrittenen Verkauf eines kommunalen Grundstücks – für nur 300.000 Euro.

    Ermittlungen laufen seit Januar

    Die Wirtschafts- und Finanzabteilung der Staatsanwaltschaft in Bastia hat am 9. Januar eine Voruntersuchung eingeleitet. Ausgangspunkt war eine an die Verwaltung gerichtete Anzeige, wie der zuständige Staatsanwalt Jean-Philippe Navarre bestätigt.

    Die Stadträte von Ajaccio müssen sich vom 10. bis 14. März in „freier Anhörung“ den Fragen der Ermittler stellen. Konkret geht es um eine Entscheidung des Gemeinderats vom 7. November 2024: Damals stimmte eine Mehrheit für den direkten Verkauf eines städtischen Grundstücks – an den ehemaligen Stadtrat Jacques Simongiovanni.

    Ein Geschäft unter alten Bekannten?

    Auf dem betreffenden Grundstück steht die Villa Simongiovanni, benannt nach dem Käufer selbst. Die zentrale Frage der Ermittler: Gab es persönliche Verbindungen zwischen dem früheren Bonapartisten-Politiker und den abstimmenden Stadträten?

    „Die Ermittler versuchen herauszufinden, ob es geheime Absprachen zwischen dem Käufer und den Stadträten gab“, so eine Quelle, die dem Fall nahesteht.

    Sollte sich der Verdacht erhärten, könnte das politische Beben in Ajaccio noch größer werden.

    Von C. Hatty

  • Frankreichs Parlament diskutiert über verstärkte Ukraine-Hilfe – Streit um russische Vermögen

    Frankreichs Parlament diskutiert über verstärkte Ukraine-Hilfe – Streit um russische Vermögen

    Das französische Parlament steht vor einer kontroversen Debatte: Soll Frankreich die Unterstützung für die Ukraine ausweiten – und dafür eingefrorene russische Vermögen nutzen? Eine Resolution dazu sorgt für Spannungen zwischen den politischen Lagern. Ein umstrittenes Signal an Moskau Der Resolutionsentwurf, der am 12. März in der Assemblée nationale debattiert wurde, fordert die EU, die NATO und weitere Verbündete auf, ihre politische, wirtschaftliche und militärische Unterstützung für die Ukraine auszuweiten. Besonders heikel: Die Abgeordneten sollen auch darüber abstimmen, ob eingefrorene russische Vermögenswerte zur Unterstützung der ukrainischen Verteidigung und zum Wiederaufbau des Landes genutzt werden sollen. Während Sozialisten, Grüne und die Partei Horizons das Vorhaben unterstützen, lehnen es die Regierung, die La France Insoumise (LFI) und der Rassemblement National (RN) ab. Die Gegner warnen vor möglichen rechtlichen und diplomatischen Folgen – schließlich könnte Russland …

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  • Gewalt gegen medizinisches Personal nimmt drastisch zu: +27 % im Jahr 2023

    Gewalt gegen medizinisches Personal nimmt drastisch zu: +27 % im Jahr 2023

    Die Angriffe auf medizinisches Personal haben in Frankreich im Jahr 2023 um 27 % zugenommen – ein alarmierender Anstieg. Am 12. März gingen zahlreiche Beschäftigte im Gesundheitswesen auf die Straße, um auf dieses wachsende Problem aufmerksam zu machen und mehr Schutzmaßnahmen zu fordern.

    Alltag voller Aggressionen

    In den Notaufnahmen von Trappes (Yvelines) weisen Plakate auf die zunehmende Gewalt gegen medizinisches Personal hin. Doch das reicht nicht aus – hinter dem Plexiglas an der Rezeption erleben die Mitarbeiter täglich Beleidigungen und Bedrohungen.

    Christine Dasel, Mitarbeiterin am Empfang des Hôpital de l’Ouest Parisien (Ramsay Santé), bestätigt: „Wir erleben ständig Beschimpfungen und Drohungen.“ Ihre Kollegin Nawel Zamour berichtet von einem Vorfall, der für viele inzwischen typisch ist: „Ein Patient hat mir seine Versichertenkarte ins Gesicht geworfen, weil er schneller dran kommen wollte – obwohl er gar nicht an der Reihe war.“

    Gewalt eskaliert

    Neben verbalen Angriffen nehmen auch physische Übergriffe zu. In Sens (Yonne) wurde der Arzt Dr. Jean-Luc Dinet von einem Patienten attackiert, weil er sich weigerte, ein Rezept auszustellen. In 30 Jahren Berufserfahrung war es das erste Mal, dass er körperlich angegriffen wurde. Glücklicherweise konnte er rechtzeitig die Polizei rufen, die schnell vor Ort war.

    Forderungen nach mehr Schutz

    Angesichts der steigenden Gewalt fordert das medizinische Personal bessere Schutzmaßnahmen: mehr Sicherheitskräfte, bessere Arbeitsbedingungen und verstärkte Aufklärungskampagnen. Doch die Frage bleibt: Wie lange muss sich das medizinische Personal noch selbst verteidigen, bevor wirklich etwas passiert?

    Von C. Hatty

  • E.U. und Kanada reagieren mit Vergeltungszöllen auf Trumps neue Handelsbarrieren – und weitere World-News

    E.U. und Kanada reagieren mit Vergeltungszöllen auf Trumps neue Handelsbarrieren – und weitere World-News

    Der Handelskonflikt eskalierte gestern weiter: Die Europäische Union und Kanada kündigten Milliardenstrafzölle auf US-Exporte an – nur wenige Stunden nachdem Trumps neue Abgaben auf Stahl- und Aluminiumimporte in Kraft traten.

    Europa

    Die EU erklärte, dass ihre Zölle ab dem 1. April gelten sollen – als Antwort auf US-Zölle in Höhe von rund 26 Milliarden Dollar. Dennoch betonten die Verantwortlichen, dass sie gesprächsbereit seien.

    Der europäische Gegenschlag kommt in zwei Schritten. Zunächst läuft eine Zollaussetzung aus, wodurch die Abgaben auf Produkte wie Boote, Bourbon und Motorräder wieder steigen. Anschließend sollen zusätzliche Zölle auf Waren im Wert von etwa 18 Milliarden Euro folgen – die genaue Liste steht noch aus.

    Kanada

    Die kanadische Regierung kündigte an, dass sie neue Zölle auf US-Importe im Wert von 20 Milliarden Dollar erheben wird. Besonders betroffen: Stahl und Aluminium. Aber auch Werkzeuge, Computer, Sportartikel und Gusseisen stehen auf der Liste.

    Andere Länder

    Großbritannien hält sich zurück. Premierminister Keir Starmer will stattdessen ein langfristiges Handelsabkommen mit den USA abschließen. Auch Australiens Premierminister Anthony Albanese verzichtet auf Vergeltungsmaßnahmen – mit der Begründung, dass Gegenzölle vor allem die eigenen Verbraucher treffen würden.


    Pro-palästinensischer Aktivist in den USA festgehalten – ohne Zugang zu Anwälten

    Ein pro-palästinensischer Aktivist und US-Resident wurde am vergangenen Wochenende von den US-Behörden festgenommen. Seine Anwälte konnten bislang nicht mit ihm sprechen, wie eine Gerichtsanhörung enthüllte.

    Die Trump-Regierung will Mahmoud Khalil abschieben – ohne dass er eines Verbrechens angeklagt wurde.

    Khalil, verheiratet mit einer US-Amerikanerin, war eine führende Figur pro-palästinensischer Proteste an der Columbia University in New York, wo er kürzlich seinen Abschluss machte. Trumps Regierung begründet seine Festnahme mit einem kaum genutzten Gesetz, das die Abschiebung von Personen erlaubt, deren Anwesenheit als „gegnerisch“ zur US-Außenpolitik gilt.

    Trump erklärte diese Woche: Khalils Fall sei der erste von „vielen weiteren“.

    Zitat: „Hier geht es nicht um Meinungsfreiheit“, betonte Außenminister Marco Rubio. „Es geht um Menschen, die von Anfang an kein Recht hatten, sich in den USA aufzuhalten. Niemand hat ein Anrecht auf ein Studentenvisum. Niemand hat ein Anrecht auf eine Green Card.“

    Der Richter ordnete an, dass Khalils Anwälte mit ihm sprechen dürfen. Zudem forderte er die Regierung auf, sich mit einem Urteil des Obersten Gerichtshofs von 2004 auseinanderzusetzen, das Khalils Rechtsvertretern helfen könnte, das Verfahren in New York zu halten.


    Syrien: Sektiererische Gewalt und Rachemorde eskalieren

    In den letzten Tagen kam es in der Küstenregion Syriens zu massiven Gewaltausbrüchen. Eine britische Beobachtungsstelle macht regierungstreue Milizen und ausländische Kämpfer dafür verantwortlich. Die Spannungen könnten den Friedensprozess gefährden.

    Laut einem Bericht des Syrian Network for Human Rights vom Dienstag kam es zu „außergerichtlichen Hinrichtungen, Erschießungen und systematischen Massakern – motiviert durch Rache und religiöse Spannungen“. Eine unabhängige Bestätigung der Vorwürfe steht noch aus.

    Hintergrund

    Hunderte Zivilisten wurden in den Provinzen Latakia und Tartus getötet, Gebiete, die traditionell von der alawitischen Minderheit dominiert werden. Der gestürzte Diktator Baschar al-Assad war selbst Alawit, und viele seiner Anhänger genossen unter seiner Herrschaft Privilegien.

    Der Türkei-Kurden-Konflikt eskaliert weiter

    Die Türkei setzt ihre Luftangriffe auf kurdische Milizen in Syrien und Irak fort – selbst nachdem deren Anführer zur Auflösung aufgerufen und einen Waffenstillstand erklärt hat.


    Weitere Top-Meldungen

    Krieg in der Ukraine

    • Hoffnung auf Waffenstillstand: US-Außenminister Marco Rubio erklärte, ein Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine sei möglich – wenn Moskau einlenkt.
    • Russland greift an: Russische Truppen starteten eine Offensive auf die von der Ukraine gehaltene Stadt Sudzha in der Region Kursk. Ziel: ein Druckmittel für Verhandlungen.

    Weltgeschehen

    • Japan: Eine junge Influencerin wurde während eines Livestreams auf offener Straße in Tokio erstochen. Der Täter – ein verärgerter Follower.
    • Australien: Drei chinesische Kriegsschiffe kreuzen vor der Küste – das Land fühlt sich „schutzlos“.
    • Serbien: Von Protesten ermutigt und mit Rückenwind von Trump ließ die Regierung mehrere NGOs ohne Durchsuchungsbefehl stürmen.
    • Grönland: Die gemäßigte Partei Demokraatit, die sich gegen Trumps Expansionspläne und für eine Unabhängigkeit von Dänemark ausspricht, gewinnt die Wahlen.
    • Klimakrise: Breakthrough Energy, das Umwelt- und Energieprojekt von Bill Gates, kündigt drastische Kürzungen an.

    Von C. Hatty

  • Frankreich: Kommt eine neue gesetzliche Definition von Vergewaltigung?

    Frankreich: Kommt eine neue gesetzliche Definition von Vergewaltigung?

    Die französische Nationalversammlung wird Ende März über eine Gesetzesänderung beraten, die den Begriff der Vergewaltigung klarer definieren soll. Kernpunkt der Reform: Der Begriff des Einverständnisses (Consentement) soll ausdrücklich in das Strafrecht aufgenommen werden. Für Opferverbände ein längst überfälliger Schritt – für Kritiker eine rechtliche Gratwanderung. Was soll sich ändern? Bislang definiert das französische Strafrecht eine Vergewaltigung als sexuellen Akt unter Anwendung von Gewalt, Zwang, Drohung oder Überraschung. Das Problem: Fehlt eine dieser Voraussetzungen, kann ein Täter straffrei ausgehen – selbst wenn das Opfer eindeutig keinen Sex wollte. Die neue Gesetzesvorlage, eingebracht von den Abgeordneten Véronique Riotton (Ensemble) und Marie-Charlotte Garin (Écologiste), will diese Lücke schließen. Demnach gilt künftig:

    Einverständnis muss aktiv und freiwillig gegeben werden. Schweigen oder fehlender Widerstand sind kein Zeichen der Zustimmung. Das Einverständnis ka…

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  • Meta vor Gericht: Französische Autoren und Verlage wehren sich gegen KI-Datenklau

    Meta vor Gericht: Französische Autoren und Verlage wehren sich gegen KI-Datenklau

    Der Kampf zwischen Kreativität und Künstlicher Intelligenz spitzt sich zu. Mehrere französische Autoren- und Verlegerverbände haben Klage gegen Meta eingereicht. Ihr Vorwurf: Das US-Unternehmen soll massenhaft urheberrechtlich geschützte Werke genutzt haben, um seine KI-Modelle zu trainieren – ohne Erlaubnis.

    „Plünderung“ der Literatur?

    Die Kläger, darunter das Syndicat national de l’édition (SNE), die Société des gens de lettres (SGDL) und das Syndicat national des auteurs et des compositeurs (SNAC), werfen Meta vor, sich illegal an ihren Werken bedient zu haben. Die KI-Modelle des Unternehmens sollen mit Texten aus rund 200.000 Büchern gefüttert worden sein – darunter zahlreiche französische Werke.

    Besonders ins Visier geriet die Datenbank Books3, die Meta bis 2023 genutzt haben soll. Der Vorwurf: Ein massiver Rechtsverstoß gegen das Urheberrecht.

    Vincent Montagne, Präsident des SNE, stellt klar: „Wir haben viele Werke unserer Mitglieder in den Datensätzen gefunden, die Meta verwendet.“

    Meta verteidigt sich mit „Fair Use“

    Das US-Unternehmen sieht die Sache anders. In einem ähnlichen Verfahren in den USA hatte Meta bereits zugegeben, dass sich urheberrechtlich geschützte Werke in seinen Trainingsdaten befanden. Allerdings beruft sich der Konzern auf das Prinzip des „Fair Use“ – eine in den USA etablierte Rechtsauffassung, die unter bestimmten Bedingungen eine Nutzung geschützter Werke ohne Zustimmung erlaubt.

    Doch ob dieses Argument in Frankreich standhält? Dort sind die Urheberrechte strenger geregelt als in den USA.

    Die Angst vor einer kreativen KI-Konkurrenz

    Für die französischen Autoren geht es um mehr als nur Tantiemen. KI-Systeme können innerhalb weniger Stunden komplette Bücher generieren – eine Bedrohung für Schriftsteller, die oft monatelang an ihren Werken arbeiten.

    Christophe Hardy, Präsident der SGDL, fordert deshalb eine klare Regelung: „KI-Unternehmen müssen rechtliche Rahmenbedingungen einhalten und gegebenenfalls Kompensationen für die Nutzung von Werken anbieten.“

    François Peyrony, Vorsitzender des SNAC, schlägt in die gleiche Kerbe: „Wir müssen die Autoren schützen. Ihre Werke sind kein Freiwild für KI-Systeme.“

    Kommt eine neue Ära des Urheberrechts?

    Der Fall könnte weitreichende Folgen haben. Sollte das Pariser Gericht zugunsten der Autoren entscheiden, könnte das Präzedenzfallcharakter haben – und nicht nur Meta, sondern die gesamte KI-Branche zwingen, ihr Datenmanagement zu überdenken.

    Ob KI das kreative Schaffen bereichert oder zerstört, wird heiß diskutiert. Doch eines steht fest: Die juristische Auseinandersetzung hat gerade erst begonnen.

    Von C. Hatty

  • Blutige Abrechnung auf der A41: Mafiaboss Jean-Pierre Maldera erschossen

    Blutige Abrechnung auf der A41: Mafiaboss Jean-Pierre Maldera erschossen

    Ein tödlicher Kugelhagel auf der Autobahn A41 – mitten im morgendlichen Berufsverkehr. Jean-Pierre Maldera, eine berüchtigte Figur der Mafia in Grenoble, wurde am Mittwochmorgen erschossen. Die Polizei spricht von einem regelrechten Hinterhalt auf offener Straße.

    Schüsse auf der Autobahn – Chaos im Morgenverkehr

    Die Szenerie hätte aus einem Mafia-Film stammen können: Zwei Autos rasen nebeneinander her, plötzlich peitschen Schüsse durch die Luft. Auf der A41, zwischen Grenoble und Chambéry, endete das Leben von Jean-Pierre Maldera abrupt. Augenzeugen berichten von einem dramatischen Moment, als Maldera, offenbar bereits getroffen, noch versuchte, aus seinem Wagen zu steigen – vergeblich.

    Die Autobahn wurde in beide Richtungen stundenlang gesperrt, ein Verkehrschaos war die Folge. Erst am frühen Nachmittag konnte der Verkehr wieder fließen. Die Polizei sicherte währenddessen die Spuren am Tatort, eine groß angelegte Fahndung wurde eingeleitet.

    Wer war Jean-Pierre Maldera?

    In den 1980er- und 1990er-Jahren war der Name Maldera ein Synonym für Angst in der kriminellen Szene Frankreichs. Gemeinsam mit seinem Bruder Robert galt Jean-Pierre als einer der letzten „alten Bosse“ des organisierten Verbrechens. Prostitution, Schutzgelderpressung, Verbindungen zur italienischen Mafia – die Liste der Vorwürfe war lang.

    „Die Malderas – die letzte Familie in Frankreich, die selbst die härtesten Gangster der Vorstädte das Fürchten lehrte“, so ein Insider der Unterwelt. Doch während viele Kriminelle irgendwann untertauchen oder hinter Gittern landen, endete Robert Maldera 2015 auf mysteriöse Weise: Er verließ sein Haus in Meylan zu einem Treffen – und verschwand spurlos. Sein Körper wurde nie gefunden.

    Jean-Pierre Maldera blieb als letzter der Brüder übrig. Doch mit diesem Attentat ist nun auch er Geschichte.

    Die Täter: Ein ausgebranntes Auto, keine Spuren

    Die Angreifer handelten professionell. Nur wenige Stunden nach der Tat wurde das mutmaßliche Täterfahrzeug ausgebrannt aufgefunden – ein typischer Trick in der Unterwelt, um Spuren zu vernichten. Die Fahnder setzen nun auf Videoaufnahmen von Mautstationen und Überwachungskameras entlang der Strecke.

    Barrikaden wurden errichtet, Straßensperren eingerichtet – doch bislang fehlt jede Spur der Mörder.

    Ein absehbares Ende?

    Dass Jean-Pierre Maldera irgendwann so sterben würde, war wohl nur eine Frage der Zeit. Zu viele Feinde, zu viele dunkle Geschäfte – sein Leben glich einem Drahtseilakt ohne Netz.

    Die brutale Exekution auf der Autobahn zeigt einmal mehr, dass der Schatten der Vergangenheit jeden irgendwann einholt. Doch wer genau hinter dem Mord steckt, bleibt vorerst ein Rätsel.

    Catherine H.