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  • Schüsse in Washington: Israels Vorwürfe entfachen diplomatische Spannungen mit Europa

    Schüsse in Washington: Israels Vorwürfe entfachen diplomatische Spannungen mit Europa

    Zwei tödliche Schüsse, ein brisanter Vorwurf und diplomatische Verwerfungen: Nach dem Mord an zwei Mitarbeitern der israelischen Botschaft in Washington am Mittwochabend ist eine hitzige Debatte zwischen Israel und mehreren europäischen Ländern entbrannt. Der Tatort – in unmittelbarer Nähe des Jüdischen Museums der US-Hauptstadt – wirft Fragen auf, die weit über die Grenzen der Vereinigten Staaten hinausgehen. Die Anschuldigung kam mit Nachdruck: Gideon Saar, Israels Außenminister, warf in einer Pressekonferenz in Jerusalem europäischen Staaten vor, durch ihre Rhetorik antisemitische und anti-israelische Gewalt zu fördern. Wörtlich sprach er von einer „direkten Verbindung zwischen der Hetze und dem Mord“, und zielte damit unverblümt auf Regierungen und internationale Organisationen, insbesondere in Europa. Frankreich reagierte prompt – und deutlich. Der Sprecher des französischen Außenministeriums, Christophe Lemoine, wies die Aussagen als „völlig überzogen und ungerechtfertigt“ zurück…

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  • Millionenjagd: Puy du Fou startet spektakuläre Schatzsuche quer durch Westeuropa

    Millionenjagd: Puy du Fou startet spektakuläre Schatzsuche quer durch Westeuropa

    Ein goldener Schatz, ein geheimnisvoller Ort – und ein Wettlauf gegen die Zeit: Der legendäre französische Freizeitpark Puy du Fou sorgt mit einem neuen Abenteuer für Aufsehen. Unter dem Namen „Exkalibur“ startet dort die wohl größte Schatzsuche Europas. Im Zentrum steht eine goldene, mit Edelsteinen besetzte Schwert-Replik im Wert von satten 250.000 Euro – verborgen in einer Truhe irgendwo in Westeuropa.

    Was auf den ersten Blick wie ein Märchen aus alten Zeiten klingt, ist in Wahrheit ein moderner, clever inszenierter Wettbewerb. Anlässlich der Premiere des neuen Spektakels „L’Épée du Roi Arthur“ (Das Schwert von König Artus) will der französische Themenpark ein einmaliges Erlebnis schaffen – und scheint damit einen Nerv getroffen zu haben.

    Bereits am ersten Tag meldeten sich über 20.000 Schatzjäger an. Kein Wunder: Die Aussicht auf ein derart wertvolles Artefakt beflügelt die Fantasie. Die Teilnahme ist allerdings nicht umsonst – zwischen 39 und 129 Euro kostet das Vergnügen, je nach gewähltem Paket. Trotzdem: Der Hype ist riesig.

    Die Regeln sind einfach, aber die Herausforderung groß. Zwölf Rätsel gilt es zu knacken, um den geheimen Ort der Truhe zu entschlüsseln. Wer als Erstes das sagenumwobene Schwert Exkalibur findet, darf es behalten – ganz offiziell. Damit unterscheidet sich das Spiel deutlich von ähnlichen Wettbewerben. Erinnerungen an die „Chouette d’Or“ werden wach – die Goldene Eule, deren Versteck mehr als drei Jahrzehnte ein ungelöstes Rätsel blieb. Beim Puy du Fou wird man allerdings nicht ganz so viel Geduld brauchen: Die Schatzsuche ist auf fünf Jahre begrenzt.

    Jetzt stellt sich natürlich die große Frage: Ist das Ganze nur ein cleverer PR-Gag – oder tatsächlich ein echtes Abenteuer, das Geschichte schreiben könnte?

    Für viele Teilnehmer dürfte genau diese Mischung den Reiz ausmachen. Denn Puy du Fou ist bekannt für seine außergewöhnlichen Inszenierungen, die historischen Spektakel gleichen. Hier wird kein klassisches Freizeitpark-Programm geboten, sondern ein immersives Erlebnis, das Besucher in andere Zeiten und Welten entführt. Und nun eben auch in die Tiefen eines epischen Schatzrätsels.

    Was dabei besonders spannend ist: Der Ort des Schatzes liegt irgendwo in Westeuropa. Theoretisch könnte sich die Truhe also in einem alten Schloss in Schottland, einer Burgruine in der Provence oder gar unter einem Baum in einem deutschen Wald befinden. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt – und genau das macht den Reiz aus.

    Auch die Tatsache, dass das Spiel auf fünf Jahre begrenzt ist, sorgt für zusätzlichen Druck. Wer also mitmachen will, sollte keine Zeit verlieren. Rätselbegeisterte, Historienfans, Abenteurer – sie alle finden hier ihre Spielwiese.

    Ein Spiel für Träumer, Denker und Entdecker – mit einem verlockenden Ziel: Reichtum, Ruhm und eine Geschichte, die man seinen Enkeln erzählen kann.

    Oder wie würde man selbst reagieren, wenn man plötzlich mit einer Truhe voller Goldschmuck dasteht – mitten im Wald, irgendwo zwischen den Seiten eines modernen Märchens?

    Das Rennen hat begonnen.

    Von Daniel Ivers

  • Schockwelle im US-Bildungssystem: Harvard darf keine ausländischen Studierenden mehr unterrichten

    Schockwelle im US-Bildungssystem: Harvard darf keine ausländischen Studierenden mehr unterrichten

    Ein Donnerschlag erschüttert die akademische Welt: Die Trump-Regierung hat der renommierten Harvard University das Recht entzogen, ausländische Studierende zu unterrichten. Diese Entscheidung betrifft mehr als ein Viertel der Studierenden dieser weltweit geachteten und bekannten Universität – rund 6.700 junge Menschen aus aller Welt, die für das Studienjahr 2025–2026 nun um ihre Zukunft bangen müssen.

    Ein beispielloser Schritt

    Mit einem Federstrich hat das US-Heimatschutzministerium unter Kristi Noem das SEVIS-Programm von Harvard annulliert. Dieses System ist die Lebensader für internationale Studierende in den USA – ohne SEVIS-Zertifizierung kein Visum, kein Studium, keine Zukunft in Harvard.

    Die Begründung? Harvard habe es versäumt, der Regierung bestimmte Informationen bereitzustellen. Gleichzeitig, so Noem, herrsche auf dem Campus ein „gefährliches Umfeld“ – angeblich feindlich gegenüber jüdischen Studierenden, mit Sympathien für Hamas-nahe Positionen und einer „rassistischen“ Politik von Vielfalt und Inklusion.

    Starke Worte – aber was steckt wirklich dahinter?

    Politisches Kalkül statt Sicherheitsbedenken?

    Die Maßnahme reiht sich ein in eine größere Kampagne der Trump-Regierung gegen die Eliteuniversitäten des Landes. Seit Monaten kritisieren konservative Kreise, dass diese Einrichtungen eine zu linke Agenda verfolgen würden – mit „woker“ Ideologie und einem Mangel an Unterstützung für jüdische Studierende, vor allem im Kontext der pro-palästinensischen Proteste nach der Eskalation des Gaza-Konflikts.

    Doch viele Beobachter vermuten einen anderen Grund: ein gezielter Angriff auf das liberale Herz der amerikanischen Bildung. Harvard, als Symbol für Elitedenken und globalen Austausch, steht dabei besonders im Fokus.

    Verlorene Milliarden und erzwungene Transfers

    Bereits vor dieser Entscheidung hatte die Regierung Harvard Subventionen in Höhe von über zwei Milliarden Dollar gestrichen. Jetzt folgt der nächste Schlag – und der trifft nicht nur die Universität, sondern vor allem die Studierenden. Wer derzeit ein F- oder J-Visum besitzt, soll sich eine andere Uni suchen – sonst droht der Verlust des Aufenthaltsstatus.

    Wie soll das gehen – inmitten eines laufenden Studiums, mit beschränkten Plätzen an anderen Hochschulen und oftmals engen finanziellen Ressourcen?

    Harvard schlägt zurück

    Ein Sprecher der Universität nennt die Entscheidung „illegal“. Man wolle alles daran setzen, die Rechte internationaler Studierender zu schützen und Harvard als weltoffene Bildungsstätte zu erhalten. In der Tat: Mehr als 140 Nationen sind unter den Studierenden vertreten – Harvard lebt vom internationalen Austausch, von kultureller Vielfalt, von der Begegnung mit der Welt.

    Diversität – Bedrohung oder Bereicherung?

    Die Kritik an Harvard entzündet sich unter anderem an der sogenannten „Diversity-, Equity- und Inclusion“-Politik. Für die einen ein Werkzeug zur sozialen Gerechtigkeit, für die anderen ein Angriff auf die traditionellen Werte des Landes.

    Die große Frage

    Was bedeutet es für ein Land wie die USA, wenn eine ihrer berühmtesten Bildungseinrichtungen in den kulturellen und politischen Kampf hineingezogen wird – und am Ende Tausende junge Menschen den Preis zahlen?

    Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Harvard diese massive Herausforderung überstehen kann. Klar ist: Die Entscheidung könnte das gesamte internationale Bildungssystem der USA ins Wanken bringen. Denn wer will künftig noch an eine Uni kommen, wenn das Aufenthaltsrecht jederzeit aus politischen Gründen entzogen werden kann?

    Von Andreas M. Brucker

  • 14.000 Kinderleben in Gefahr – Der verzweifelte Hilferuf aus dem belagerten Gaza

    14.000 Kinderleben in Gefahr – Der verzweifelte Hilferuf aus dem belagerten Gaza

    Die Lage in der palästinensischen Enklave Gaza ist dramatischer denn je. Während israelische Bomben fallen und die humanitäre Hilfe kaum durchdringt, droht eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes – insbesondere für die jüngsten Bewohner. 14.000 Kinder unter fünf Jahren sind laut UN-Schätzungen akut von schwerer Mangelernährung bedroht.

    Tom Fletcher, Einsatzleiter der humanitären UN-Mission, fand klare Worte in einem BBC-Interview: „14.000 Babys könnten innerhalb von 48 Stunden sterben, wenn wir sie nicht erreichen.“ Diese Aussage hat weltweit Alarm ausgelöst – und das zu Recht. Die Not im Gazastreifen wächst von Tag zu Tag, und die Kinder sind die ersten Opfer.

    Ein aktueller Bericht der Organisation IPC, auf den sich die UN beruft, beziffert die Zahl der schwer mangelernährten Kleinkinder auf rund 14.100 – prognostiziert für den Zeitraum von April 2025 bis März 2026. Es geht nicht darum, dass all diese Kinder innerhalb von zwei Tagen sterben – aber es geht ums nackte Überleben. Und das hängt an einem seidenen Faden.

    Seit dem 2. März liegt die humanitäre Hilfe praktisch lahm. Einem fast vollständigen Blockadezustand folgte eine Hungerkrise, die laut UN mittlerweile 57 Kinder das Leben gekostet hat – allein durch Mangelernährung.

    „Diese Kinder haben keine Kindheit“, sagt Olga Cherevko, Sprecherin des UN-Nothilfebüros in Gaza. „Sie sind an das Dröhnen von Bomben gewöhnt.“ Was für viele unvorstellbar klingt, ist für diese Kinder Alltag. Und während sich internationale Hilfsorganisationen mühen, bleibt der Zugang blockiert oder kompliziert. Hilfskonvois brauchen Genehmigungen, Routen sind unpassierbar, und jeder Hilfstransport muss einzeln verhandelt werden – mit einer Regierung, die in diesem Kontext militärische Interessen über humanitäre stellt.

    Am Montag erreichten etwa 90 Lastwagen die Enklave – deutlich zu wenig. „Es reicht nicht einmal, um ein Viertel der Bevölkerung für einen Tag zu versorgen“, sagt Tamara Alrifai vom UNRWA. In Wahrheit wären 500 bis 600 Laster täglich nötig. Aber die Realität sieht anders aus: zu wenig Nahrung, zu wenig medizinisches Material, keine Hygieneprodukte und kein Treibstoff.

    Und was nützt Hilfe, die nicht dort ankommt, wo sie gebraucht wird?

    „Keine der Lieferungen hat bislang die Bedürftigen erreicht“, bestätigt auch Cherevko. Es ist ein Spießrutenlauf: Straßen sind zerstört, Bomben fallen weiter, und jeder Hilfstransport steht unter dem Vorbehalt neuer Verhandlungen. Eine UN-Sprecherin spricht von einer „Militarisierung der Hilfe“. Der Vorwurf wiegt schwer – denn das humanitäre Völkerrecht kennt keine Verhandlungspflicht, wenn es um Essen, Wasser oder medizinische Versorgung geht. Diese Dinge sind ein Menschenrecht, kein Handelsgut.

    Das israelische Militär wiederum rechtfertigt seine Operationen unter dem Namen „Chariots of Gédéon“ mit dem Ziel, die Kontrolle über das gesamte Gebiet auszuweiten. Die Folge: Bombardierte Krankenhäuser, zerstörte Infrastruktur, erneut massenhafte Fluchtbewegungen.

    „80 Prozent des Gazastreifens sind jetzt militärische Zone“, sagt Alrifai. Die Menschen leben in ständiger Angst, verschleppt von einem Ort zum nächsten. Krankenhäuser werden regelmäßig Ziel von Angriffen. Was bleibt, sind überfüllte Notstationen ohne Medikamente, ohne Strom – und mit kaum noch Hoffnung.

    Hisham Mhanna vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) beschreibt eine Szenerie, die an die Grenzen des Erträglichen geht: „Jeden Tag werden neue Kliniken und Krankenhäuser getroffen. Die Kapazitäten reichen längst nicht mehr aus, um alle Verletzten zu behandeln.“

    Was bleibt, ist ein verzweifelter Hilferuf aus einer Region, die immer tiefer in den Abgrund rutscht. Familien rufen das Rote Kreuz an, flehen um Hilfe, sind unter Trümmern gefangen, wissen nicht mehr weiter.

    Und doch: Noch immer gibt es keine dauerhafte Lösung, kein Waffenstillstand, keine garantierte Öffnung für Hilfsgüter. Nur Appelle. Und Hoffnung, dass die Welt endlich handelt – bevor es zu spät ist.

    Wie viele Kinder müssen noch sterben, bevor sich etwas ändert?

    Von C. Hatty

  • Wenn Politik Leben kostet: Wie Forschungskürzungen den Klimaschutz sabotieren

    Wenn Politik Leben kostet: Wie Forschungskürzungen den Klimaschutz sabotieren

    Wie wirkt sich extreme Hitze auf Alzheimer-Patienten aus? Helfen Luftreiniger Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen? Und wie kann man Gemeinden am kostengünstigsten vor Rauch und Hitze schützen?

    Fragen wie diese verlieren nun ihre wissenschaftliche Stimme – weil die Trump-Administration der Harvard-Universität Fördermittel in Höhe von 450 Millionen Dollar gestrichen hat. Die betroffenen Forschungsprojekte? Allesamt auf den Zusammenhang zwischen Klimawandel, Umwelt und öffentlicher Gesundheit fokussiert. Diese Entscheidung – ganz nebenbei – trifft eine Forschungsrichtung, die in den letzten 30 Jahren immens an Bedeutung gewonnen hat.

    Denn was vor Jahrzehnten noch wie ein Zukunftsszenario klang, ist längst bittere Realität. Denguefieber erreicht Regionen, deren Bewohner das Wort „tropisch“ sonst nur aus dem Urlaub kannten. Waldbrände brennen sich nicht nur durch Wälder, sondern auch durch Lungen. Und Hitzetote sind keine Randnotiz mehr – sondern ein wachsendes Gesundheitsrisiko.

    Ein Kahlschlag mit Folgen

    Der Kahlschlag trifft die Umweltgesundheitsforschung mit voller Wucht – und das auf einem ohnehin ausgedünnten Spielfeld. Bereits zuvor hatte die Trump-Administration 2,2 Milliarden Dollar eingefroren. Die Begründung? Vorwürfe, Harvard würde Antisemitismus und Rassendiskriminierung dulden.

    Besonders betroffen ist die T.H. Chan School of Public Health. 139 Wissenschaftler erhielten Kündigungsschreiben – 204 Projekte auf Eis. Das ist nahezu der komplette Bundeszuschuss für diese Schule.

    „Das bricht mir das Herz“, sagt Francesca Dominici, Professorin für Biostatistik in Harvard. Zehn Millionen Dollar – in fünf Projekten – per E-Mail gelöscht. Einfach weg. Ihre Forschung? Luftverschmutzung und deren Folgen für Minderheiten und ältere Menschen. Hitze und ihre Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche. Alles Themen, die jetzt im Datenmüll versinken.

    „Selbst wenn ich neues Geld auftreibe – der Schaden ist da. Jahre an Arbeit, Entwicklung, Analyse – verloren. Und ja, das kostet Leben“, so Dominici.

    Unvollendete Forschung – mit bitterem Beigeschmack

    Ein weiteres Forschungsopfer: Ein Projekt, das Lösungen gegen extreme Hitze in armen Vierteln entwickeln wollte. Oder eine Studie zur Rettung schwindender Fischbestände, wo Korallenriffe kollabieren. Alles gestoppt.

    Mary B. Rice, Leiterin des Harvard Center for Climate, Health, and the Global Environment, war mitten in einer klinischen Studie. Es ging darum, ob spezielle Luftreiniger Patienten das Atmen erleichtern könnten. Die Teilnehmenden? Ehemalige Raucher, meist ältere Männer und Frauen – 160 an der Zahl.

    Die Studie war fast am Ziel. Dieses Jahr hätte sie abgeschlossen werden sollen. Doch letzte Woche kam der Hammer: Die Regierung hat die Förderung gestoppt – und will sogar ungenutzte Mittel zurückfordern.

    „Wie soll ich den Menschen erklären, dass wir das Experiment abbrechen müssen? Sie haben uns vertraut – und jetzt das?“, fragt Rice. Für sie ist der Abbruch nicht nur enttäuschend, sondern schlicht unethisch. Millionen seien bereits investiert worden.

    Zukunft ungewiss – doch der Klimawandel wartet nicht

    Petros Koutrakis, Experte für Umweltstudien in Harvard, forscht zu Schadstoffemissionen – unter anderem aus Bränden, denen Soldaten im Irakkrieg ausgesetzt waren. Auch sein Projekt steht vor dem Aus. Und mit ihm eine ganze wissenschaftliche Disziplin, deren Zukunft nun in Frage steht.

    Kristie L. Ebi von der Universität Washington, Expertin für die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels, bringt es auf den Punkt: Die Forschung war schon immer unterfinanziert. Unter Präsident Biden kam endlich Bewegung in die Sache. Doch nun droht ein Rückfall – mit gravierenden Konsequenzen.

    „Amerikaner sterben wegen des Klimawandels“, sagt sie. Und niemand schaut hin.

    Der Preis des Schweigens

    Was bedeutet es, wenn eine Regierung lebensrettende Forschung kappt – aus politischem Kalkül? Es geht nicht um Zahlen oder Budgets. Es geht um Menschen. Um Luft, die wir atmen. Um Hitze, die wir spüren. Um Krankheiten, die wir nicht mehr heilen können, weil wir sie nicht verstehen.

    Wie lange können wir uns solche Blindheit noch leisten?

    Von Andreas M. B.

  • Taxis im Aufruhr: Frankreich teilweise im Ausnahmezustand

    Taxis im Aufruhr: Frankreich teilweise im Ausnahmezustand

    Seit dem 19. Mai hat sich Frankreich in eine gigantische Bühne des Protests verwandelt. Tausende Taxifahrer – empört, entschlossen, laut – legen das Land teilweise lahm. Grund dafür ist eine neue Regelung, die ausgerechnet jenen das Leben schwer macht, die für viele Menschen in ländlichen Regionen oft der einzige Zugang zu medizinischer Versorgung sind. Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte Der Staat plant eine drastische Änderung im Gesundheitssystem: Ein Pauschaltarif von 13 Euro soll künftig für sogenannte „Transporte sanitaires conventionnés“ gelten. Diese Fahrten, die meist Patiententransporte zu Ärzten oder Krankenhäusern beinhalten, wurden bislang mit durchschnittlich 26 Euro vergütet. Die Hälfte weniger – für viele Taxifahrer ein Todesurteil. Man stelle sich das mal vor: Ein Betrieb in der Provinz, der auf diese Transporte angewiesen ist, sieht plötzlich seine Einnahmen um 30 bis 40 Prozent schrumpfen. Wer soll da noch überleben? Angéline, eine betroffene Fahrerin, b…

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  • Verheerende Regenfluten in Lavandou: Urlaubsidylle zerstört und Sommersaison in Gefahr

    Verheerende Regenfluten in Lavandou: Urlaubsidylle zerstört und Sommersaison in Gefahr

    Das mediterrane Paradies an der Côte d’Azur ist kaum wiederzuerkennen. Am 20. Mai 2025 prasselten innerhalb weniger Stunden bis zu 255 Liter Regen pro m2 auf Le Lavandou herab – eine Sintflut, die die malerische Küstenstadt in einen Krisenmodus versetzte. Statt Sonnenbaden am Strand hieß es plötzlich: retten, bergen, hoffen.

    Cavalière im Wasserstrudel Insbesondere das Quartier Cavalière wurde vom Unwetter regelrecht überrannt. Autos trieben durch die Straßen, Brücken wurden unterspült, Strommasten umgerissen. Der Ortsteil sieht jetzt aus wie nach einem Erdbeben – nur dass das Beben aus dem Himmel kam. Zwei Senioren verloren ihr Leben. Sie wurden von den rasch ansteigenden Fluten überrascht – ein Albtraum inmitten des eigentlich so friedlichen Küstenorts. Bürgermeister Gil Bernardi sprach von einer „Apokalypse“ – einem Ereignis, das alle bisherigen Vorstellungen sprengte.

    Infrastruktur in Trümmern Die moderne Kläranlage…

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  • Bittere Zeiten, bittere Biere – Wie ein Straßenkunstfestival in Mayenne den Rotstift mit Hopfen kontert

    Bittere Zeiten, bittere Biere – Wie ein Straßenkunstfestival in Mayenne den Rotstift mit Hopfen kontert

    Was tun, wenn die Region plötzlich den Geldhahn zudreht? In Mayenne hatte das Straßenkunstfestival „Les Entrelacés“ eine ebenso kreative wie provokante Antwort parat: Man braute kurzerhand eine eigene Bierkreation – bitter im Geschmack, bitter in der Botschaft. Der Name dieser besonderen Hopfenkreat…

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  • Leere Gräber: Wie der heimliche Leichentransfer aus dem Harkis-Camp Rivesaltes alte Wunden aufreißt

    Leere Gräber: Wie der heimliche Leichentransfer aus dem Harkis-Camp Rivesaltes alte Wunden aufreißt

    Es ist ein stilles Drama, das jetzt laut wird: Die Geschichte der Harkis-Kinder, deren Leichname ohne Wissen ihrer Familien verlegt wurden, erschüttert Frankreich. In den frühen 1960er-Jahren kamen Tausende algerischer Harkis – muslimische Hilfssoldaten, die auf Seiten Frankreichs im Algerienkrieg kämpften – mit ihren Familien ins französische Mutterland. Ihr Zufluchtsort: der triste Militärstützpunkt Rivesaltes im südfranzösischen Département Pyrénées-Orientales. Zwischen 1962 und 1964 starben dort rund 150 Menschen, vor allem Kinder. Die klimatischen Bedingungen, mangelnde Versorgung und Perspektivlosigkeit forderten ihren Tribut. Ihre Gräber – ein stilles Zeugnis des Vergessens – blieben jahrzehntelang unbeachtet. Dann, 1986, geschah etwas Unfassbares: Die sterblichen Überreste wurden auf den kommunalen Friedhof Saint-Saturnin verlegt. Und niemand aus den betroffenen Familien wusste davon. Keine Mitteilung, keine Nachfrage – nur das Schweigen der Behörden. Erst fast 40 Jahre später,…

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  • Telegram als Tatort: Frankreich deckt erschütterndes Pädokriminalitäts-Netzwerk auf

    Telegram als Tatort: Frankreich deckt erschütterndes Pädokriminalitäts-Netzwerk auf

    Frankreich steht unter Schock: In einer der größten landesweiten Polizeiaktionen gegen Pädokriminalität wurden 55 Männer festgenommen, die über die verschlüsselte Messaging-Plattform Telegram kinderpornografisches Material verbreitet und konsumiert haben sollen. Die Ermittlungen zeigen – der Abgrund menschlichen Handelns ist näher, als man denkt. Ein digitaler Albtraum wird Realität Was im Sommer 2024 mit der Verhaftung einzelner Täter begann, endete nun in einem flächendeckenden Zugriff. In 42 Départements schlugen die Ermittler der Sondereinheit Ofmin (Office des mineurs) zu – nach monatelanger digitaler Undercover-Arbeit, bei der sie tausende Nachrichten mit verstörendem Inhalt durchforsteten. Die Festgenommenen sind zwischen 25 und 75 Jahre alt. Der Vorwurf: Besitz, Verbreitung und regelmäßige Konsumation von kinderpornografischen Inhalten. In vielen Fällen handelt es sich um schwerste Darstellungen, in denen Kinder unter zehn Jahren zu sehen sind. Ein tiefer Schnitt durch das sozi…

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