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  • Frauenmorde: Schweigekundgebung in Paris zum Gedenken an das 100. und 101. Opfer des Jahres

    Frauenmorde: Schweigekundgebung in Paris zum Gedenken an das 100. und 101. Opfer des Jahres

    Anlässlich des Internationalen Tages gegen die Gewalt gegen Frauen werden in ganz Frankreich Dutzende von Veranstaltungen organisiert.

    Am Dienstag, 16. November, versammelten sich einige hundert Menschen in Paris, um dem Aufruf des Kollektivs #NousToutes zu folgen und dem 100. und 101. Opfer von Frauenmorden seit Anfang des Jahres 2021 zu gedenken. Schweigend und in einer kontemplativen Atmosphäre versammelten sich die Teilnehmer, meist Frauen, in der Nähe des Pantheons. Die meisten von ihnen trugen Kerzen und bildeten gegen 20 Uhr einen Kreis, „um all derer zu gedenken, die ermordet wurden, und um das mangelnde Engagement der Regierung bei der wirksamen Bekämpfung männlicher Gewalt anzuprangern“, heißt es in einer am Nachmittag veröffentlichten Erklärung. 

    Am Dienstag hatte das Kollektiv Feminizid durch Partner oder Ex auf Facebook den 100. und 101. Feminizid des Jahres 2021 in Frankreich bekannt gegeben. Nach Angaben des Innenministeriums wurden im Jahr 2019 146 Frauen Opfer eines Frauenmordes, d. h. sie wurden von ihrem Ehepartner oder Ex-Ehepartner getötet. Im Jahr 2020 zählte das Ministerium 102 getötete Frauen. Die Kundgebung fand wenige Tage vor dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen (25. November) statt. Rund um dieses Datum, zwischen dem 20. und 27. November, sind „Dutzende von Demonstrationen“ in ganz Frankreich geplant, so #NousToutes in seiner Erklärung.

    Lesen sie dazu auch: 102 Frauenmorde in Frankreich im Jahr 2020, Gérald Darmanin kündigt neue Maßnahmen an

  • Gewalt gegen Politiker: Mehr als 500 Bürgermeister wurden 2020 angegriffen

    Gewalt gegen Politiker: Mehr als 500 Bürgermeister wurden 2020 angegriffen

    Der Verband der französischen Bürgermeister wird am 17. November einen neuen Präsidenten wählen. Aus diesem Anlass wird Emmanuel Macron am Donnerstag, den 18. November, zum Kongress der Bürgermeister in Paris erwartet. Er will die Bürgermeister, die allzu oft Opfer von Gewalt werden, zu unterstützen. Im Jahr 2020 wurden 500 gewählte Bürgermeister im Amt tätlich angegriffen. Ein echtes Problem, das die Regierung lösen will. Die Bürgermeister Frankreichs wollen am 17. November einen neuen Präsidenten wählen und Emmanuel Macron wird ihnen seine Unterstützung zeigen. Die Regierung hat eine Platform angekündigt, die es Mandatsträgern ermöglichen wird, einen Angriff oder eine Gewalttat gegen sie online zu melden. Bürgermeister an vorderster FrontDie Angriffe auf Bürgermeister werden immer häufiger. In Chalifert in der Region Seine-et-Marne sieht sich Laurent Simon, seit 2008 Bürgermeister der Stadt, das Video seines Angriffs immer noch mit Entsetzen an. Ein Anwohner, der sich über Nachbarsch…

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  • SNCF: Der Regionalverkehr wird am Mittwoch durch Streik für höhere Löhne behindert

    SNCF: Der Regionalverkehr wird am Mittwoch durch Streik für höhere Löhne behindert

    Die Streikaufrufe der CGT-Cheminots und SUD-Rail sollen laut SNCF keine Auswirkungen auf den Fernverkehr haben. Der Regionalverkehr der SNCF wird am Mittwoch wegen eines Streiks für eine Lohnerhöhung durcheinander gebracht, der sich „je nach Region sehr unterschiedlich“ auswirken wird, teilte die SNCF mit. Die Streikaufrufe der Gewerkschaften CGT-Cheminots und SUD-Rail sollen aber keine Auswirkungen auf den Fernverkehr haben, während es bei den Regionalzügen in der Ile-de-France und den TER „Anpassungen“ geben wird, so ein Sprecher der SNCF. Störungen auf RER und Regionalzügen Im Regionalverkehr der Ile-de-France rechnet die SNCF damit, dass „vier von fünf Zügen in der Hauptverkehrszeit und drei von vier Zügen in der Nebenverkehrszeit“ fahren werden. Auch auf der RER-Linie D (3 von 4 Zügen) und auf der RER-Linie E (7 von 10 Zügen) kommt es zu Verkehrsbehinderungen. Auf der Transilien-Linie N wird der Verkehr „stark beeinträchtigt“ sein. Auf der Linie R werden Züge „gestrichen“ und in Seine-et-Marne werden Ersatzbusse eingesetzt. „Alles steigt, nur nicht unsere Löhne“ Die Eisenbahner mobilisieren sich am Mittwoch während gerade die obligatorische jährliche Verhandlungssitzung zwischen den Gewerkschaften und der Unternehmensleitung über die Löhne stattfindet. Die Geschäftsleitung möchte 2021 ein siebtes Jahr des Lohnstopps einführen. Die CGT-Cheminots fordert dagegen „deutliche“ Lohnerhöhungen: „Sieben Jahre ohne Lohnerhöhung“, so die Gewerkschaft, „und die Lebenshaltungskosten sind in den letzten Jahren weiter gestiegen“. „Sieben Jahre ohne Lohnerhöhung, es ist Zeit, damit aufzuhören! (…) Alles wird erhöht, nur unsere Gehälter nicht“, protestiert auch die Unsa ferroviaire (zweitgrößte Gewerkschaft der Eisenbahner), SUD-Rail (drittgrößte Gewerkschaft) und CFDT-Cheminots (viertgrößte Gewerkschaft) in einem gemeinsamen Flugblatt, in dem die Gewerkschaften die Eisenbahner zu einer Demonstration am Mittwoch vor dem Sitz der SNCF in Saint-Denis (Seine-Saint-Denis) aufrufen. Von diesen drei Organisationen ruft nur SUD-Rail ebenfalls zum Streik auf.
  • Migranten am Ärmelkanal: Zur Verhinderung von Überfahrten werden keine Kajaks mehr verkauft

    Migranten am Ärmelkanal: Zur Verhinderung von Überfahrten werden keine Kajaks mehr verkauft

    Die Sporthandelskette Decathlon hat beschlossen, den Verkauf von Kajaks in ihreem Geschäft in Calais einzustellen. Diese wurden von Migranten für die Überquerung des Ärmelkanals benutzten. In den letzten Tagen sind mehrere Migranten in der Meerenge vor Pas-de-Calais ums Leben gekommen.

    In den letzten Wochen sind mehrere Migranten bei dem Versuch, den Ärmelkanal zu überqueren, ums Leben gekommen. Vor der Küste von Calais, aber auch vor Boulogne-sur-Mer oder Dünkirchen haben Migranten versucht, von Frankreich aus Großbritannien zu erreichen.

    Lesen Sie dazu auch: “Wir sammeln und kaufen ein Boot”: Migranten umgehen Schleuser, um England zu erreichen

    Einige Migranten kauften Kajaks und Schwimmwesten im Sportgeschäft Decathlon in Calais, wie ein örtlicher Journalist berichtete. Ein Feuerwehrmann aus Calais, der für die Seenotrettung arbeitet, meldete Anfang November in den sozialen Netzwerken, er sei „schockiert“ gewesen, als er sah, wie Migranten bei Decathlon „aufblasbare Kanus und Westen“ kauften, berichtet La Voix du Nord.

    Obwohl die Präfektur Pas-de-Calais den Verkauf von Kajaks nie verboten hat, hat nun das Decathlon-Geschäft in Calais diese Entscheidung selbst getroffen. „Wir werden von nun an sicherstellen, dass wir den Kauf von Booten – insbesondere Kajaks – nicht mehr zulassen, da sie das Leben von Personen gefährden könnten, die sie für eine Überfahrt benutzen“, so Decathlon France in einer Erklärung und schreibt weiter: „Wir verpflichten uns, unsere Kunden bei der Verwendung unserer Produkte niemals einem Risiko auszusetzen, egal unter welchen Umständen“.

    Das Geschäft in Calais verkauft jedoch weiterhin Sicherheitsausrüstung für den Einsatz auf See (Schwimmwesten, Ruder und Wärmeschutz).

    Allerdings hat nur das Geschäft in Calais diese Entscheidung getroffen, die anderen Geschäfte der Marke an der Küste verkaufen weiterhin auch Kajaks.

    Solche Kajaks werden von Decathlon verkauft.
  • Covid-19: Sättigung der Intensivstationen in Frankreich nicht ausgeschlossen

    Covid-19: Sättigung der Intensivstationen in Frankreich nicht ausgeschlossen

    Da sich in Frankreich eine fünfte Covid-19-Welle von abzeichnet, steigen die Befürchtungen über eine Sättigung der Krankenhausversorgung. Trotz einer Durchimpfungsrate von nahezu 75% fordern Mediziner eine Verstärkung der Impfkampagne und die Einhaltung von Schutzmaßnahmen. Innerhalb weniger Wochen hat sich Europa erneut zum Epizentrum der Covid-19-Pandemie entwickelt, wobei insbesondere in Deutschland und Österreich ein sehr starker Anstieg der Fälle zu verzeichnen ist. Aber mit einer Inzidenzrate, die innerhalb einer Woche um fast 50% gestiegen ist und nun 100 Fälle pro 100.000 Einwohner übersteigt, ist auch Frankreich nicht von dem neuen epidemischen Ausbruch verschont. „In Frankreich gibt es die fünfte Welle auch, aber die Inzidenzrate ist viel niedriger. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Frankreich und Österreich: die Impfrate“, erklärte Anne Senequier, Ärztin und Forscherin am IRIS, gegenüber France 24. Während 75% der Franzosen mindestens zwei Dosen des Impfstoffs erhalt…

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  • Covid-19: Besorgniserregender Anstieg der Inzidenzrate jetzt auch in Frankreich

    Covid-19: Besorgniserregender Anstieg der Inzidenzrate jetzt auch in Frankreich

    Frankreich hat zwar vorerst keine Lockdowns oder Ausgangssperren geplant, aber die Covid-19-Zahlen verschlechtern sich vor dem nahenden Winter immer mehr.

    Ab Montag, dem 15. November, müssen die Kinder in allen französischen Grundschulen wieder ihre Masken tragen. Es handelt sich um eine Maßnahme zur Eindämmung der Covid-19-Epidemie, die seit einigen Wochen auch in Frankreich wieder im Ansteigen begriffen ist. Tatsächlich wurden in den letzten Tagen durchschnittlich mehr als 10.000 Fälle registriert. In Frankreich liegen nur noch vier Departements unter der Warnschwelle von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner. Inzwischen ist die Inzidenzrate landesweit im Durchschnitt wieder über die Marke von 100 Fällen pro 100.000 Einwohner gestiegen.

    Eine Ansteckungsrate, die wahrscheinlich noch zunehmen wird
    Alle Altersgruppen sind betroffen, und der Wintereinbruch wird die Situation nicht verbessern. „Es gibt einen saisonalen Effekt, und je weiter wir in die Wintersaison hineingehen, desto größer ist das Risiko einer erneuten Epidemie, und die Übertragungsrate wird steigen“, erklärt Pascal Crépey, Epidemiologe an der École des Hautes Études en Santé Publique in Rennes (Ille-et-Vilaine) gegenüber France Télévisions. In den Krankenhäusern ist der Anstieg zwar weniger ausgeprägt, aber dennoch seit einem Monat konstant. Die Impfung begrenzt das Ausmaß der neuen Welle, aber nach zwei Jahren Gesundheitskrise bleiben die Gesundheitsbehörden sehr wachsam.

  • Emmanuel Macron kündigt zusätzliche 1.9 Milliarden Euro für die Wasserstoffindustrie an

    Emmanuel Macron kündigt zusätzliche 1.9 Milliarden Euro für die Wasserstoffindustrie an

    Diese Milliarden kommen zu dem bereits bestehenden Sieben-Milliarden-Euro-Plan zum Ausbau dieser Industrie hinzu. „Mit France 2030 werden wir zusätzliche Kredite in Höhe von 1,9 Milliarden Euro zur Verfügung stellen, um die Entwicklung eines Wasserstoffproduktionssektors in Frankreich zu fördern“, kündigte Emmanuel Macron am Dienstag, dem 16. November, bei einem Besuch des Standorts Genevia in Béziers in der Region Hérault an.

    Dieses von der französischen Atomenergiekommission (CEA) und der Schlumberger-Gruppe, einem weltweit führenden Technologielieferanten für die Energiewirtschaft, gegründete Unternehmen wird kohlenstoffneutralen Wasserstoff mit Hilfe eines von der CEA entwickelten Elektrolysemodells herstellen. Diese Tätigkeit wird letztendlich 500 Arbeitsplätze an einem Industriestandort schaffen, der bisher für die Verarbeitung von Erdölprodukten genutzt wurde. Die von Präsident Emmanuel Macron angekündigten zusätzlichen 1…

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  • Covid: Wieder Maskenpflicht im Freien in 12 Gemeinden des Departements Ariège

    Covid: Wieder Maskenpflicht im Freien in 12 Gemeinden des Departements Ariège

    Die Inzidenzrate in der Ariège ist gerade auf 155,5 Fälle pro 100.000 Einwohner gestiegen und liegt damit über dem nationalen Durchschnitt von 103. Das Tragen von Masken im Freien ist nun in 12 Gemeinden des Departements wieder Pflicht. Die Gesundheitssituation verschlechtert sich rapide in der Region Ariège, wo die Inzidenzrate (Zahl der bestätigten Ansteckungen pro 100.000 Einwohner) über dem nationalen Durchschnitt liegt (155,5 in der Region Ariège gegenüber 103,7 in Frankreich und 93,9 in Okzitanien). Die Anspannung in den Krankenhäusern bleibt moderat, nimmt aber ebenfalls zu. Die Präfektur hat nun beschlossen, die Maskenpflicht im Freien in zwölf Gemeinden des Departements für Erwachsene und Kinder ab 11 Jahren und bis zum 15. Dezember wieder einzuführen. Die Maskenpflicht gilt nun wieder in den Gemeinden Foix, Pamiers, Varilhes, Verniolle, Saint-Paul-de-Jarrat, Mongailhard, Saint-Jean-du-Falga, Saverdun, Mazères, Mirepoix, Lavelanet, Saint-Girons.

    https://twitter.com/Prefet09…

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  • Fürstin Charlene wird nicht am Nationalfeiertag teilnehmen: „Sie muss sich ausruhen“

    Fürstin Charlene wird nicht am Nationalfeiertag teilnehmen: „Sie muss sich ausruhen“

    Fürstin Charlene von Monaco „muss sich ausruhen“ und wird nicht an den Feierlichkeiten zum monegassischen Nationalfeiertag teilnehmen können, heißt es in einer Erklärung des Palastes. In einer am Dienstag, dem 16. November, veröffentlichten Erklärung gab das Büro von Fürst Albert bekannt, dass Fürst…

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  • In Grande-Synthe löst die Polizei ein Migrantenlager auf

    In Grande-Synthe löst die Polizei ein Migrantenlager auf

    Nach Angaben der Stadtverwaltung lebten in dem Lager rund 1.500 Menschen, überwiegend Kurden, in der Hoffnung, das Vereinigte Königreich zu erreichen.

    Am Dienstag, dem 16. November, begann die Polizei mit der Auflösung eines Lagers von über tausend Migranten in Grande-Synthe (Nordfrankreich). Hintergrund sind die Spannungen zwischen Paris und London in der Migrationsfrage und Proteste gegen die Behandlung von Flüchtlingen an der französischen Küste. „Auf meine Anweisung hin räumt die Polizei heute Morgen das illegale Migrantenlager in Grande-Synthe“, schrieb Innenminister Gérald Darmanin auf Twitter.

    Nach Angaben der Präfektur Nord handelt es sich bei dem evakuierten Lager um das „Hauptlager“ in Grande-Synthe. Die Migranten sollen in Zentren gebracht werden, „in denen Unterbringungsmöglichkeiten im Norden und in anderen Regionen zur Verfügung gestellt werden“. Nach Angaben des Büros des sozialistischen Bürgermeisters von Grande-Synthe, Martial Beyaert, leben in dem Lager, das sich auf einem ehemaligen Industriegelände befindet, fast 1.500 Menschen, überwiegend Kurden.

    Seit Jahren strömen Migranten an die Küste von Hauts-de-France, nach Grande-Synthe oder Calais, in der Hoffnung, nach Grossbritannien übersetzen zu können, wo sie leichter Arbeit zu finden hoffen. Nach Angaben des Vereinigten Königreichs haben es seit Jahresbeginn 22.000 Migranten in kleinen Booten bis zur britischen Küste geschafft. Die Zahl der Opfer ist auf drei Tote und vier Vermisste angestiegen.

    Lesen Sie dazu auch: “Wir sammeln und kaufen ein Boot”: Migranten umgehen Schleuser, um England zu erreichen

    Auf diplomatischer Ebene haben die Spannungen zwischen London und Paris in der vergangenen Woche zugenommen, nachdem die Zahl der illegalen Überfahrten mit 1.185 Migranten einen neuen Tagesrekord erreicht hat. Eine „inakzeptable“ Situation für Regierung von Boris Johnson.

    Lesen Sie dazu auch: Ärmelkanal: 292 Migranten an einem einzigen Tag aus Seenot gerettet