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  • Krieg in der Ukraine: Ist von Russland verursachter „Blackout“ des Internets in Europa möglich?

    Krieg in der Ukraine: Ist von Russland verursachter „Blackout“ des Internets in Europa möglich?

    Könnte Russland als Reaktion auf die Sanktionen des Westens die Unterseekabel, die die verschiedenen Kontinente mit dem Internet verbinden, angreifen? Das könnte zu einem Blackout führen. Ein Szenario, das nicht unmöglich erscheint.

    Neben der nuklearen Bedrohung schwebt eine weitere Gefahr über dem europäischen Kontinent: die eines „Blackouts“, der durch die Unterbrechung der transatlantischen Unterseekabel verursacht wird. Diese Bedrohung wird von den europäischen Ländern nicht auf die leichte Schulter genommen: Die Unterbrechung würde nicht nur unsere Computer, Smartphones und Tablets, sondern auch viele Internetserver vom Netz trennen. Über solche Kabel wird fast das gesamte Internet geleitet, insbesondere Finanz- und Wirtschaftsdaten.

    Jean-Luc Vuillemin, Direktor für internationale Netzwerke bei Orange France, erklärte der Zeitung La Tribune, dass es im Falle einer Unterbrechung der Überseekabel „einfach kein europäisches Internet mehr geben würde“. Der Grund? 99% des weltweiten Netzwerks laufen über diese Kabel.

    Unterseekabel wurden auch während der Annexion der Krim durchtrennt.
    Und die Bedrohung wird von den europäischen Ländern und Verteidigungspolitikern sehr ernst genommen. So wurde 2021 vor der Küste Irlands die Yantar, ein „ozeanographisches“ Schiff, das über ein Mini-U-Boot vom Typ AS-37verfügt, das bis zu 6.000 Meter tief tauchen kann, entdeckt. Dieses Spionageschiff der russischen Marine verfolgte den Verlauf der unterseeischen Telekommunikationskabel Celtic Norse und AEConnect-1, die Irland mit den USA verbinden. Über diese Kabel werden 97% der weltweiten Kommunikation und der Finanztransaktionen abgewickelt.

    Russland hat bereits während der Annexion der Krim Unterseekabel durchtrennt. Auch die Ukraine nimmt die Bedrohung ernst. Ende Februar hatte der stellvertretende Premierminister den Milliardär Elon Musk, den Chef von Tesla und SpaceX, gebeten, sein Netzwerk von Internetsatelliten Starlink im Notfall über dem Land einzusetzen. Elon Mask ist der bitte nachgekommen und es wurde eine Notfalllösung eingerichtet.

    Das Netzwerk von Unterwasser-Kommunikationskabeln in der Welt. Wikimedia Commons
  • Ukraine: Französische Regierung beschlagnahmt Luxusjacht eines russischen Oligarchen

    Ukraine: Französische Regierung beschlagnahmt Luxusjacht eines russischen Oligarchen

    Eine Jacht, die einer Firma gehört, die mit Igor Setschin, einem engen Vertrauten von Wladimir Putin, verbunden ist, wurde vom französischen Zoll in La Ciotat beschlagnahmt.

    Es gehört zu den Sanktionen, die gegen Russland auf den Weg gebracht wurden. Am Donnerstag gab die französische Regierung bekannt, dass eine Jacht, die einer Firma gehört, die mit Igor Setschin – einem engen Vertrauten Putins und ehemaligen stellvertretenden Ministerpräsidenten Russlands – verbunden ist, in einer Werft in La Ciotat in Südfrankreich beschlagnahmt wurde.

    „Der französische Zoll hat die Jacht Amore Vero (ex Princess Olga) in La Ciotat im Rahmen der Umsetzung der Sanktionen der Europäischen Union gegen Russland beschlagnahmt“, erklärte das französische Wirtschafts- und Finanzministerium in einer Pressemitteilung.

    Lesen sie auch: Yachten, Häuser und Bankkonten: Frankreich beschlagnahmt Vermögen russischer Oligarchen

    Die Jacht sei „im Besitz einer Gesellschaft, als deren Hauptaktionär Igor Setschin, der Leiter des Unternehmens Rosneft, identifiziert wurde“, so das Ministerium weiter. Sie „fiel unter die Sanktionsmaßnahmen, die gegen ihren Eigentümer verhängt worden sind“, heißt es weiter. Die Beschlagnahme durch Zollbeamte erfolgte in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag nach einer mehrstündigen Kontrolle auf einer Werft in La Ciotat (Bouches-du-Rhône).

    Ein Schwimmbad und ein Hubschrauberlandeplatz
    Die am 3. Januar in La Ciotat angekommene, fast 86 m lange Luxusjacht, deren Hauptdeck mit Pool in einen Hubschrauberlandeplatz umgewandelt werden kann und deren Inneneinrichtung von dem renommierten Innenarchitekten Alberto Pinto entworfen wurde, sollte wegen Reparaturarbeiten bis zum 1. April in der rennomierten südfranzösischen Werft bleiben.

    Zum Zeitpunkt der Kontrolle traf die Crew des Schiffes offensichtlich Vorbereitungen, um in Eile auszulaufen, ohne die geplanten Arbeiten abgeschlossen zu haben. „Die Amore Vero ist in Frankreich festgesetzt“, freute sich der Minister für öffentliche Finanzen Olivier Dussopt, der für den Zoll zuständig ist, auf Twitter.

    Die Yacht ist das dritte Schiff, das von Frankreich im Rahmen der Vergeltungsmaßnahmen nach der russischen Invasion in der Ukraine festgesetzt wurde. Am Samstag hatten die französischen Behörden ein Handelsschiff, die Baltic Leader, das laut Paris der russischen Bank PSB gehörte, im Ärmelkanal festgehalten. Am Sonntag wurde ein russischer Frachter, die Victor Andryukhin, im Hafen von Marseille-Fos beschlagnahmt.

    Igor Iwanowitsch Setschin – Wikipedia
  • Ukraine-Krieg: Frankreich empfiehlt „dringend“ Franzosen, „deren Anwesenheit in Russland nicht wesentlich ist“, das Land zu verlassen

    Ukraine-Krieg: Frankreich empfiehlt „dringend“ Franzosen, „deren Anwesenheit in Russland nicht wesentlich ist“, das Land zu verlassen

    Das Aussenministerium präzisiert nicht, wer diese Franzosen sind, deren Anwesenheit vor Ort nicht „wesentlich“ wäre. „Es ist erhöhte Wachsamkeit geboten“. Frankreich empfiehlt Staatsangehörigen, „deren Anwesenheit und die ihrer Familien in Russland nicht wesentlich ist“, „dringend“, das Land zu verlassen, erklärt das französische Außenministerium am Donnerstag, den 3. März, auf seiner Website. Diese Empfehlung folgt auf die Invasion in der Ukraine und die Schließung des Luftraums zwischen Russland und der Europäischen Union. Der Quai d’Orsay gibt jedoch nicht an, wer diese Franzosen sind, deren Anwesenheit nicht „wesentlich“ wäre. Angesichts der Schließung des Luftraums ist auf der Website der französischen Botschaft in Russland auch eine Liste mit indirekten Flugverbindungen zur Rückkehr nach Frankreich abrufbar. „Es ist möglich, dass wir das Schlimmste noch vor uns haben“, sagt Jean-Yves Le Drian. „Es ist eine Logik der Belagerung zu befürchten. Das Desaster geht weiter und die schä…

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  • Krieg in der Ukraine: Frankreichs Industrie befürchtet Knappheit bei Aluminiumoxid

    Krieg in der Ukraine: Frankreichs Industrie befürchtet Knappheit bei Aluminiumoxid

    Russland liefert etwa 80% des französischen Bedarfs an Aluminiumoxid. Angesichts des Krieges in der Ukraine befürchtet die Industrie die Auswirkungen von europäischen Wirtschaftssanktionen und russischen Vergeltungsmaßnahmen. Zur Herstellung von Aluminium benötigen die französischen Fabriken Aluminiumoxid: 800.000 bis 900.000 Tonnen pro Jahr. Aus Umweltgründen hat Frankreich vor kurzem beschlossen, dieses weiße Pulver, das aus Bauxit gewonnen wird, nicht mehr selbst herzustellen. Der gesamte Einkauf erfolgt daher im Ausland. Der fast ausschließliche Lieferant ist der russische Aluminiumriese Rusal, der 80% des Bedarfs Frankreichs aus einer Aluminiumoxidraffinerie in Irland deckt. Angesichts des Krieges in der Ukraine besteht die Befürchtung, dass die Aluminiumoxidlieferungen im Falle europäischer oder amerikanischer Sanktionen oder russischer Vergeltungsmaßnahmen zum Erliegen kommen könnten. Die Folgen wären erheblich. „Ein Primäraluminiumwerk läuft rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, es ist eine Fabrik mit Dauerfeuer“, erklärt Cyrille Mounier von Aluminium France. „Man kann es nicht anhalten. Wenn wir es jemals stoppen, machen wir die Fabrik kaputt und verlieren unsere nationale Souveränität in der Aluminiumproduktion“. Auswirkungen auf den Aluminiumpreis Bie einem Lieferstopp von Rusal können die französischen Fabriken zwei Monate durchhalten und versuchen, mit Hilfe der Regierung auf andere Aluminiumoxidlieferanten auszuweichen. Aber jeder Produktionsrückgang wird sich auch auf die Aluminiumpreise auswirken, die sich bereits auf einem Höchststand befinden. Mit Auswirkungen auf die Branchen, die dieses Leichtmetall benötigen: Automobil-, Luftfahrt-, Verteidigungs-, Verpackungs- oder Bauindustrie. Lesen Sie auch: Bruno le Maire: “Wir werden die russische Wirtschaft zum Einsturz bringen”
  • Präsidentschaftswahlen: Éric Zemmour stolpert über die Aufnahme von ukrainischen Flüchtlingen

    Präsidentschaftswahlen: Éric Zemmour stolpert über die Aufnahme von ukrainischen Flüchtlingen

    Der Krieg in der Ukraine setzt Éric Zemmour unter Druck. Nach seinen Äußerungen über ukrainische Flüchtlinge und der Empörung, die sie ausgelöst haben, sagte der rechtsextreme Kandidat am Donnerstagmorgen seinen Auftritt bei franceinfo ab, wo er als Gast der Radio-Morgensendung vorgesehen war. Als Éric Zemmour am Montag, dem 28. Februar, sagte, dass die Ankunft ukrainischer Flüchtlinge „Frankreich destabilisieren“ könnte und er es vorziehe, dass sie in Polen blieben, sorgte er selbst in seinem eigenen Team für Verwirrung und Ablehnung. Auch wenn er seine Aussagen mittlerweile relativiert hat und sagt: „Wenn es welche gibt, die ankommen, werde ich sie nicht zurückschicken“, hat er einen regelrechten Sturm der Entrüstung ausgelöst. Ein Mitglied Zemmours Wahlkampfteam gab zu: „Als er die Tür für ukrainische Flüchtlinge schloss, wirkte das schlecht. Hinzu kommen seine früheren Pro-Putin-Positionen und die sinkenden Umfragewerte seit Beginn des Krieges in der Ukraine…“ Der extrem rechte K…

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  • Präsidentschaftswahlen: 8 von 10 Franzosen sorgen sich um die Umwelt und den Klimawandel

    Präsidentschaftswahlen: 8 von 10 Franzosen sorgen sich um die Umwelt und den Klimawandel

    Laut einer Umfrage von Ipsos-Sopra Steria für France Télévisions sind 80% der Franzosen „besorgt über den Schutz der Umwelt und den Klimawandel“. Die Umwelt- und Klimakrise beunruhigt die Franzosen. Dies zeigt eine Umfrage von Ipsos-Sopra Steria für France Télévisions, die am Donnerstag, dem 3. März veröffentlicht wurde. Auf die Frage „Würden Sie generell sagen, dass Sie über den Umweltschutz und den Klimawandel besorgt sind oder nicht?“ antworteten 80% der Befragten mit „Ja“. Von diesen gaben sogar 25% an, „sehr besorgt“ zu sein. Diese Sorge ist bei den Jüngeren am stärksten ausgeprägt (92% bei den unter 35-Jährigen). Trotz dieser Besorgnis hat die wirtschaftliche und soziale Lage häufig Vorrang vor der ökologischen Dringlichkeit. Der Umfrage zufolge unterstützen 55% der Franzosen die folgende Aussage: „Angesichts der wirtschaftlichen und sozialen Lage müssen schnelle und energische Maßnahmen ergriffen werden, auch wenn dies bedeutet, die Umweltfrage vorerst in den Hintergrund zu stel…

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  • Krieg in der Ukraine: Immer mehr Solidaritätsaktionen in Frankreich

    Krieg in der Ukraine: Immer mehr Solidaritätsaktionen in Frankreich

    Die Not der Ukrainer löst in ganz Frankreich eine Mobilisierung der Bevölkerung aus. Auch am Mittwoch, 2. März, werden Sammlungen organisiert, um Hilfsgüter in die Ukraine zu bringen. In Annecy (Hochsavoyen) wurde ein Spendenaufruf gestartet. Ein Bericht von France 3.

    Mit den Armen voller warmer Kleidung kam Marie am Mittwoch, 2. März, zu einer Sammelstellen, um für ukrainische Flüchtlinge zu spenden. „Wir sind sehr gerührt angesichts des Mutes, den die Ukrainer zeigen. Ich bewundere sie für das, was sie durchmachen“, sagte sie gegenüber France 3. In Annecy (Haute-Savoie) gehen seit Sonntag immer mehr Spenden ein. Kleidung, Hygieneartikel, Medikamente, Lebensmittel… Rund 15 Freiwillige sind im Einsatz, um alles zu sortieren.

    Eine Welle der Solidarität
    Unter den Freiwilligen befinden sich mehrere Frauen ukrainischer Herkunft. „Ich habe alle meine Kurse abgesagt, um zu helfen, und ich bin so gerührt von den Franzosen, was sie für uns tun“, erzählt Nataliya. „Um ehrlich zu sein, bin ich wirklich glücklich und gerührt. Ich hatte nicht erwartet, dass die Menschen so solidarisch sind“, sagt Mariya, eine andere Freiwillige. Die Initiative wurde von zwei Nachbarn ins Leben gerufen, die nicht mit einer solchen Großzügigkeit gerechnet hatten. Der Konvoi soll am kommenden Mittwoch nach Polen aufbrechen und die Hilfsgüter bis zur Grenze im Westen der Ukraine transportieren.

  • Ukraine-Krieg: Frankreich tut alles für Waffenstillstand und Verhandlungen, so Gabriel Attal

    Ukraine-Krieg: Frankreich tut alles für Waffenstillstand und Verhandlungen, so Gabriel Attal

    Der Regierungssprecher bekräftigte den Willen Frankreichs, eine diplomatische Lösung zu erreichen, unterstützte jedoch die vom Westen beschlossenen starken Wirtschaftssanktionen, „um die Kosten des Krieges für Russland so weit wie möglich zu verteuern“. „Die Regierung von Frankreich hat sich in den letzten Monaten intensiv mit dem Krieg in der Ukraine befasst, insbesondere mit einem Waffenstillstand und der Aufnahme von Verhandlungen“, sagte Regierungssprecher Gabriel Attal am Donnerstag auf Franceinfo. „Die Gespräche werden fortgesetzt“, mit dem Ziel, „die Bedingungen für einen Waffenstillstand zu definieren“, und Frankreich wird „diese Gespräche sehr genau verfolgen“, versicherte Gabriel Attal. Für den Regierungssprecher ist es „eine Priorität für Frankreich, für Europa und für unsere Verbündeten“, „die Eskalation zu stoppen“. „Das bedeutet, mit den einen und den anderen zu sprechen, die Ukrainer zu unterstützen und Druck auf Russland auszuüben“, fügte er hinzu. „Was wir tun, ist, di…

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  • Deltacron: Blick auf die Hybridvariante von Delta und Omikron

    Deltacron: Blick auf die Hybridvariante von Delta und Omikron

    Mehrere Menschen in Frankreich erkrankten an einer besonderen Form von Covid-19: einer Kreuzung zwischen den beiden Varianten Delta und Omikron, die als Deltacron bezeichnet wird. Am 17. Januar 2022 wurde der erste Fall in Frankreich gemeldet. In Frankreich hat sich die Gesundheitsbehörde Santé publique France des Themas angenommen. Laut der Behörde geht der erste Fall auf den 17. Januar 2022 zurück. Am 21. Februar schätzte man die Zahl der „wahrscheinlichen Koinfektionen“ auf 59, erläutert Santé publique France. Beruhigend ist, dass Deltacron bislang keine Cluster zu bilden scheint. Lesen Sie auch: Covid-19: Woher kommt die neue Hybridvariante “Deltacron”? Ein Fehler beim Kopieren des genetischen Materials Wenn sich das Virus in den Zellen mit Delta und Omikron gleichzeitig angesteckter Menschen repliziert, kann es zu Kopierfehlern kommen: Das genetische Material der beiden Varianten vermischt sich. Der erste Teil des Kopiervorgangs erfolgt aus dem genetischen Code des ersten Stammes …

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  • 14 Legionäre ukrainischer Herkunft auf dem Weg nach Polen in Paris festgenommen

    14 Legionäre ukrainischer Herkunft auf dem Weg nach Polen in Paris festgenommen

    Eine Polizeistreife verhaftete am Dienstag 14 Fremdenlegionäre in einem Bus, der nach Polen unterwegs war. Es ist nicht bekannt, ob sie geplant hatten, in der Ukraine zu den Waffen zu greifen. Andere Passagiere hingegen wollen wahrscheinlich in den Kampf ziehen, wie militärische Quellen berichteten.

    Hatten sie die Absicht, zu den Waffen zu greifen? Das wird jedenfalls von den französischen Behörden in Betracht gezogen, nachdem 14 ukrainisch-stämmige Miotglieder der Fremdenlegion am Dienstag, dem 1. März, in Paris in einem Bus auf dem Weg nach Polen festgenommen wurden. Wie am Mittwoch aus militärischen Quellen bekannt wurde, befanden sich in dem Bus weitere Passagiere, die wahrscheinlich in der Ukraine kämpfen wollen.

    Neun der Legionäre hatten eine Urlaubs-Erlaubnis, die es ihnen jedoch nicht erlaubte, Frankreich zu verlassen, während sich die anderen fünf in „irregulärer Abwesenheit“ befanden, vier von ihnen wurden bereits als „fehlend“ gesucht, wie der Kommandant der Fremdenlegion, General Alain Lardet, gegenüber der Agentur AFP erklärte.

    Es war zunächst nicht klar, ob die 14 Fremdenlegionäre kämpfen oder nur ihre Familien bei der Flucht aus der Ukraine unterstützen wollten, wie Militärquellen berichteten. In ihrem Gepäck seien keine Waffen oder verbotene Ausrüstung gefunden worden, hieß es weiter.

    Unter den anderen zivilen Passagieren des Busses befanden sich jedoch einige, die Dinge bei sich trugen, die darauf hindeuteten, dass sie in den Kampf zogen, so eine der Quellen.

    Die Fremdenlegion ist eine Eliteeinheit der französischen Armee mit über 9.000 Mann, der sich Freiwillige im Alter von 17 bis 39 Jahren aus der ganzen Welt anschließen können. Nach mehreren Jahren oder im Namen des im Kampf „vergossenen Blutes“ können die „Képis blancs“ anschliessend die französische Staatsbürgerschaft erhalten.

    In der Fremdenlegion befinden sich 710 Soldaten ukrainischer Herkunft, von denen 210 bereits eingebürgert wurden, und 450 russischer Herkunft.

    Seit Beginn der russischen Offensive habe es „eine große Unruhe unter den Ukrainern gegeben, die sich um ihre Familien sorgten“, sagt General Alain Lardet.

    Verbot, die ukrainische Grenze zu überschreiten
    Die Legion gewährt diesen Männern auf Antrag „eine vierzehntägige Sondergenehmigung“, um in ein Nachbarland der Ukraine zu reisen, um ihre Angehörigen „abzuholen“ und zu „sichern“, verbietet ihnen aber laut ihrem Kommandanten, die Grenze in die Ukraine zu überqueren.

    25 dieser Sondergenehmigungen wurden am Dienstag und „viele weitere“ am Mittwoch erteilt,. Die neun in Paris festgenommenen Personen hatten aber nur eine herkömmliche Genehmigung, die auf das französische Staatsgebiet beschränkt ist. Sie sollen jedoch nicht bestraft werden, da ihnen die neue Urlaubsregelung noch nicht bekannt war. Die anderen fünf Soldaten ohne Urlaubsgenehmigung hätten allerdings „ein schweres Vergehen gegen den Ehrenkodex der Legionäre“ begangen und würden „mit Arresttagen bestraft“.

    Insgesamt sind seit einer Woche 25 Legionäre ukrainischer Herkunft desertiert, die Hälfte davon, um gegen die Russen zu kämpfen, schätzt General Lardet. „Die Legion hat alle Brücken abgebrochen. Sie engagieren sich für eine Sache, die nicht unsere ist“, kommentierte General Lardet gegenüber der AFP.