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  • Benzinknappheit: Trockene Zapfsäulen, leere Autos, sozialer Konflikt… die Situation wird immer schlimmer

    Benzinknappheit: Trockene Zapfsäulen, leere Autos, sozialer Konflikt… die Situation wird immer schlimmer

    An einer von drei Tankstellen in Frankreich fehlt mindestens ein Kraftstoff. Die Geschäftsleitungen von TotalEnergies und Esso-ExxonMobil beginnen endlich Gespräche mit den streikenden Raffineriearbeitern. Die Regierung versichert, dass sich die Lage in den nächsten Tagen verbessern wird. In den vergangen Tagen mussten immer mehr französische Autofahrer mehrere Tankstellen anfahren, bevor sie tanken konnten. Der Ansturm der Autofahrer auf die TotalEnergies-Tankstellen und die Streiks, die in den Raffinerien für bessere Löhne begonnen wurden, haben die Spannungen und die Engpässe an den Zapfsäulen verschärft. 30% aller Tankstellen in Frankreich fehlte am Sonntagnachmittag mindestens ein Kraftstoff, wie das Ministerium für den Energiewandel mitteilte. Am Samstag waren es noch 21%. Die Situation verschärfte sich also im Laufe des Wochenendes. In der Region Hauts-de-France ist die Lage am heikelsten: 55% der Tankstellen haben mindestens einen Kraftstoff zu wenig. In der Region Ile-de-Franc…

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  • Absturz des Fluges Rio-Paris: Prozess gegen Airbus und Air France beginnt 13 Jahre nach der Tragödie

    Absturz des Fluges Rio-Paris: Prozess gegen Airbus und Air France beginnt 13 Jahre nach der Tragödie

    Der europäische Flugzeughersteller und die französische Fluggesellschaft stehen ab Montag in Paris wegen „fahrlässiger Tötung“ vor Gericht. Der Prozess soll bis Dezember dauern.

    Es war die tödlichste Katastrophe in der Geschichte von Air France. Mehr als 13 Jahre nach dem Absturz über dem Atlantik des Fluges AF447 Rio-Paris, bei dem am 1. Juni 2009 228 Menschen ums Leben kamen, beginnt am Montag, dem 10. Oktober in Paris. Die Richter müssen die Verantwortung von Airbus und Air France untersuchen, die natürlich jegliche strafrechtliche Schuld bestreiten.

    Was wird Airbus und Air France vorgeworfen?
    Die beiden Unternehmen, denen eine Geldstrafe von 225.000 Euro droht, werden wegen „fahrlässiger Tötung“ vor Gericht gestellt. Die Ermittlungen ergaben, dass die Piloten, die in ein Gewitter geraten waren, durch die Vereisung der Pitot-Geschwindigkeitssonden die Orientierung verloren hatten. Sie konnten den Strömungsabriss des Flugzeugs nicht verhindern, wie dieses Video beweist:

    Nach Abschluss der Ermittlungen kam die Justiz zu dem Schluss, dass gegen Air France genügend Anklagepunkte vorlagen, weil sie „es unterlassen hatte, eine angemessene Ausbildung durchzuführen“ und „die Besatzungen zu informieren, was angesichts einer Vereisung der Sonden zu tun erforderlich gewesen wäre“. Dieses Versäumnis habe „die Piloten daran gehindert, angemessen zu reagieren“. Das Unternehmen bestreitet diese Schlussfolgerung und will auf Freispruch plädieren, da es seiner Meinung nach „kein strafrechtliches Vergehen begangen hat, das zu dem Unfall geführt hätte“.

    Airbus auf der anderen Seite ist angeklagt, weil es „die Schwere der Sondenausfälle unterschätzt“ habe. Vorfälle mit Pitot-Sonden hatten sich bereits in den Monaten vor dem Unfall gehäuft. Der Flugzeughersteller soll „nicht alle notwendigen Vorkehrungen getroffen haben, um die Besatzungen der Betreibergesellschaften umgehend zu informieren und zu ihrer wirksamen Schulung beizutragen“. Auch Airbus bestreitet jegliches strafrechtliches Fehlverhalten.

    Warum kommt dieser Prozess so spät?
    Dieser Termin vor den Richtern ist der Höhepunkt eines langen technischen und juristischen Prozesses. Zwar wurden die ersten Trümmerteile sowie Leichen gleich in den Tagen nach dem Absturz gefunden, doch das Wrack wurde erst zwei Jahre später, im April 2011, in 3.900 m Tiefe, umgeben von hohen Unterwasserreliefs, lokalisiert. „Zwei Jahre des Wartens, mit vielen Wendungen, bösen Überraschungen und schlechten Informationen“, erinnert sich Corinne Soulas, die Mutter einer vermissten Passagierin, deren Leiche nie gefunden wurde.

    Erst in einer vierten Suchphase konnten die Flugschreiber geborgen werden, die das Problem der Vereisung der Geschwindigkeitssonden bestätigten. Nach einer Reihe von Gutachten stellten die Untersuchungsrichter das Verfahren am 29. August 2019 zunächst ein. Daraufhin legten die Angehörigen der Opfer und die Pilotengewerkschaften ebenso wie die Staatsanwaltschaft Berufung ein.

    Am 12. Mai 2021 verkündete die Ermittlungskammer schließlich die Anklage der beiden Unternehmen vor einem Strafgericht.

    „Wir erwarten einen unparteiischen, beispielhaften Prozess, damit so etwas nie wieder passiert und die beiden Angeklagten durch diesen Prozess die Flugsicherheit in den Mittelpunkt stellen und nicht nur die Rentabilität“, sagt Danièle Lamy, Vertreter der Nebenkläger.

    An Bord des Flugzeugs befanden sich insgesamt 216 Passagiere und 12 Besatzungsmitglieder aus 33 verschiedenen Nationen, darunter 72 Franzosen. Zu dem jetzt beginnenden Prozess haben sich 476 Angehörige als Nebenkläger gemeldet.

  • Grundsteuer: Die Steuern für Hausbesitzer schnellen in die Höhe

    Grundsteuer: Die Steuern für Hausbesitzer schnellen in die Höhe

    Die Grundsteuersätze werden in diesem Jahr durch den Anstieg der Inflation erhöht. Einige Gemeinden haben ausserdem beschlossen, ihre eigenen Steuersätze zu erhöhen, um den Wegfall der Wohnsteuer zu kompensieren. Und für 2023 sieht es noch schlimmer aus…  Achtung: Hausbesitzer in Frankreich haben bis spätestens 22. Oktober Zeit, die Grundsteuer zu bezahlen. Die Bescheide wurden von der Direction des finances publiques bereits Ende August verschickt und brachten in diesem Jahr einige Überraschungen mit sich. Die Grundsteuer, die nur Eigentümer  und nicht die Mieter betrifft, ist im Jahr 2022 sprunghaft angestiegen, viel stärker als im Jahr 2021. Laut einer Studie haben die französischen Großstädte die Grundsteuer (bebaute und unbebaute Grundstücke) im Jahr 2022 um 1,9% erhöht. Insgesamt hat ein Viertel der französischen Großstädte und Ballungsräume ihre Steuersätze in diesem Jahr erhöht. Ein Anstieg der Steuergrundlagen um 3,4%. Auch wenn nicht alle Steuerzahler gleichermassen betroff…

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  • Die Premierministerin und 15 Regierungsmitglieder besuchen Algerien

    Die Premierministerin und 15 Regierungsmitglieder besuchen Algerien

    Die Premierministerin und 15 Regierungsmitglieder machten sich am Sonntag, dem 9. Oktober, auf den Weg nach Algier (Algerien). Welchen Anteil an den Gesprächen wird die Aufarbeitung der Geschichte zwischen Frankreich und Algerien einnehmen? Elisabeth Borne und 15 Mitglieder der Regierung statten Algier seit Sonntag, dem 9. Oktober, einen offiziellen Besuch ab. Es sollen mehrere Themen angesprochen werden, insbesondere die Energiefrage, deren Bedeutung sich an der Anzahl der französischen Minister messen lässt, die die Premierministerin auf der Reise begleiten. „Die symbolische Bedeutung ist sehr stark. Diese Reise findet sehr kurz nach dem Besuch von Emmanuel Macron statt. Es galt, den Schwung nach Jahren der Spannungen aufrechtzuerhalten. Und dafür brauchte man 15 Minister…“, berichtet die Journalistin Astrid Mezmorian für den Sender France 2 aus Algier. Blockaden müssen beseitigt werden“Man muss Algerien zeigen, dass es ein Energiepartner ist. Frankreich wird das russische Gas lang…

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  • Solarkraftwerke auf verbrannten Waldflächen in der Gironde

    Solarkraftwerke auf verbrannten Waldflächen in der Gironde

    Nach den Monster-Bränden dieses Sommers sind in der Gironde riesige Flächen abgebrannt. Diese Flächen sind für Unternehmen interessant, die sich auf Solarpaneele spezialisiert haben.

    Ein Familienerbe, das in Rauch aufgegangen ist. In Landiras (Gironde) hat das Feuer einen großen Teil der Kiefern einer Waldbesitzerin vernichtet. jetzt müsste sie in die Neuanpflanzung investieren, hat aber nicht das Geld dafür. „Ich werde von meiner Rente keine 20.000 Euro investieren können“, sagt Line Baraduc auf dem Sender France 3. Ihre Nachbarin, die ebenfalls von der Katastrophe betroffen ist, leidet auch unter den Folgen. Sie wurde jetzt von einer Firma für Photovoltaikanlagen kontaktiert und erklärte sich bereit, einen Teil ihres Waldbestandes zu opfern.

    Der Staat muss grünes Licht geben
    „Das würde uns ein Einkommen verschaffen, um den Wald zu pflegen, den wir hoffentlich wieder aufforsten können, wenn wir die Mittel dazu haben“, sagt Anne Amélie. Solarkraftwerke auf den verbrannten Parzellen in der Gironde. In Landiras sind die Meinungen geteilt. Der Bürgermeister des Ortes ist nicht dagegen, aber er bleibt vorsichtig. „Wir brauchen erneuerbare Energien, das ist wichtig, aber nicht auf irgendeine Weise und nicht überall“, sagt Jean-Marc Pelletant. In jedem Fall werden diese Rodungen nur genehmigt werden, wenn der Staat grünes Licht dazu gibt.

  • Haute-Garonne: Zwei Tote bei Absturz Leicht-Hubschraubers in Saint-Élix-le-Château

    Haute-Garonne: Zwei Tote bei Absturz Leicht-Hubschraubers in Saint-Élix-le-Château

    Der Absturz eines Gyrocopters, eines leichten Hubschraubers, ereignete sich am Sonntag gegen 17 Uhr im Süden der Haute-Garonne in Saint-Elix-le-Château. Der Pilot und sein Passagier kamen dabei ums Leben. 

    Ein Kleinflugzeug, das am Sonntagnachmittag von der Plattform Bois-de-La-Pierre südlich von Rieumes gestartet war, stürzte gegen 17 Uhr in Saint-Elix-le-Château, am Ufer eines Sees und eines Wassersportzentrums, nicht weit von der Autobahn Toulouse-Tarbes entfernt, ab. Der Pilot und der Passagier waren auf der Stelle tot.

    Der Alarm wurde um 17 Uhr ausgelöst und ein Ärzteteam wurde per Hubschrauber an den Unfallort transportiert. Leider konnte der schnelle Einsatz den beiden Opfern nicht helfen. Sie wurden am Unfallort vom Notarzt für tot erklärt.

    Zeugen beobachteten, wie der Gyrocopter abhob und kurz darauf auf den Boden stürzte.

    Zwei Opfer im Alter von 30 und 57 Jahren

    Der Pilot, ein 57-jähriger Mann mit Wohnsitz in der Region Toulouse, soll ein erfahrener Flieger und Mitglied des Gyroclubs Toulouse gewesen sein. In dem Gyrocopter befand sich auch ein 30-jähriger Passagier. Die Ursache für tödlichen Unfall wird sich erst im Laufe der Ermittlungen klären lassen. Die Fachleute der BEA, des Bureau d’enquête et d’analyse pour la sécurité de l’aviation civile, werden parallel zu den Justizbehörden Untersuchungen durchführen, wie es bei jedem Flugzeugabsturz üblich ist.

  • Ukraine-Krieg: Russland hat am Morgen mindestens 75 Raketen auf mehrere Städte des Landes abgefeuert

    Ukraine-Krieg: Russland hat am Morgen mindestens 75 Raketen auf mehrere Städte des Landes abgefeuert

    Die Hauptstadt Kiew war nicht die einzige von der Rachelust Putins betroffene Stadt. Es wurde unter anderem von Angriffen in Lwiw (West), Dnipro (Mitte) und Saporischschja (Süd) berichtet. „Die Ukraine steht unter Raketenbeschuss“, meldet am Montag, dem 10. Oktober, Präsidentenberater Kirill Timoschenko. Mehrere ukrainische Städte sind von Bombenangriffen betroffen: Kiew, die Hauptstadt, Lviv (West), Dnipro (Mitte) oder Saporischschja (Süd). „Am Morgen hat der Aggressor mindestens 75 Raketen abgefeuert (von denen) 41 von unserer Luftabwehr abgeschossen wurden“, erklärte der ukrainische Oberbefehlshaber Walerij Saluznij auf Telegram und erklärte, dass Russland auch „Kampfdrohnen“ eingesetzt habe. „Sie versuchen, uns zu zerstören und vom Erdboden zu tilgen“, reagierte auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij. In Kiew wurden bei den Bombenangriffen mindestens fünf Menschen getötet und zwölf verletzt. Dies teilte die Polizei in einer ersten Bilanz mit, die auf Facebook veröffentl…

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  • Benzinknappheit: Aus Wut sticht Kunde vor den Augen seiner Kinder einen Autofahrer nieder

    Benzinknappheit: Aus Wut sticht Kunde vor den Augen seiner Kinder einen Autofahrer nieder

    Der Kunde einer Tankstelle stach einen anderen an einer Supermarkttankstelle im Departement Haute-Savoie nieder. Der 20-jährige Mann wurde festgenommen.

    Die Spannungen an französischen Tankstellen haben jetzt zu einem Drama geführt. In der Haute-Savoie wurde das Schlimmste nur knapp vermieden. Zwei Kunden einer Tankstelle in einem Einkaufszentrum in Saint-Julien-en-Genevois hatten am Samstag, 08. Oktober, in der Warteschlange eine Meinungsverschiedenheit, wie die Zeitung Dauphiné Libéré berichtet. Daraufhin stach einer der beiden mehrmals mit einem Messer auf den anderen ein.

    Der Verdächtige stand mit seinem Wagen in der Warteschlange und beschuldigte den Fahrer eines in der Schweiz zugelassenen Autos, sich vorgedrängelt zu haben. Nach einem Wortwechsel zwischen den beiden Fahrern stieg der 20-Jährige mit einem Messer aus seinem Auto und stach auf den Schweizer Fahrer ein, dessen beide Kinder, die sich auf dem Rücksitz des Fahrzeugs befanden, zusehen mussten.

    Laut der Zeitung Dauphiné Libéré flüchtete der mutmassliche Täter, konnte aber schnell von der Gendarmerie festgenommen werden. Er gab zu, mindestens sechs Messerstiche ausgeführt zu haben und wird nun wegen versuchten Mordes angeklagt. Der 33-jährige Schweizer Familienvater wurde in Lebensgefahr in ein Genfer Krankenhaus gebracht. Nach letzten Informationen soll er sich mittlerweile wieder auf dem Weg der Besserung befinden.

  • Der bekannte französiche Philosoph und Soziologe Bruno Latour ist tot

    Der bekannte französiche Philosoph und Soziologe Bruno Latour ist tot

    Bruno Latour, der als einer der größten zeitgenössischen Intellektuellen Frankreichs galt, verstarb in der Nacht von Samstag auf Sonntag im Alter von 75 Jahren. Für die internationale Presse war er „der berühmteste und unverstandenste französische Philosoph“: Bruno Latour, eine wichtige Figur in der…

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  • Dieselmangel: Landwirte müssen bald ihre Arbeit einstellen

    Dieselmangel: Landwirte müssen bald ihre Arbeit einstellen

    Erst steigende Preise und jetzt Dieselknappheit: Die Landwirte, die viel Kraftstoff benötigen, um ihre Maschinen zu betreiben, sind sehr besorgt. Wenn sich die Situation nicht bald entspannt, werden viele von ihnen ihre Tätigkeit einstellen müssen.

    In den Ebenen der Region Hauts-de-France markiert der Herbstanfang jedes Jahr den Beginn der Rübenernte. Doch dieses Mal spielt der Treibstoffmangel eine Rolle. In vielen Betrieben werden die Rüben mithilfe imposanter Maschinen, die viel Diesel verbrauchen, geerntet. Das Problem: Dem üblichen Treibstofflieferanten ist der Diesel ausgegangen. Der zuständige Dieselverkäufer musste daher in letzter Minute eine Lösung finden: „Wir mussten den Kraftstofflieferanten wechseln und sind nach Belgien, Gent, gefahren, um eine Lieferung zu bekommen, weil wir sonst heute Mittag stillgestanden hätten“.

    Gefahr eines totalen Stillstands
    Ein paar Kilometer weiter steht ein anderes Unternehmen vor denselben Problemen. Normalerweise betankt ein Kraftstofflieferant die Maschinen auf den Feldern. In diesem Jahr ist das nicht möglich. Es bleibt daher keine andere Wahl: Die Landwirte tanken aus ihren eigenen Reservoirs. Innerhalb weniger Tage haben sie diese bereits zu drei Vierteln geleert. Eine drohende Knappheit und ein Anstieg der Kraftstoffpreise beunruhigen die gesamte Branche. Ohne Dieselkraftstoff könnten in den nächsten Tagen Hunderte von Landwirtschaftsarbeitern von Kurzarbeit bedroht sein.