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  • Streik der Weichensteller: Zugverkehr wird am ersten Ferienwochenende „leicht gestört“ sein

    Streik der Weichensteller: Zugverkehr wird am ersten Ferienwochenende „leicht gestört“ sein

    „Auf nationaler Ebene werden etwa 20 von insgesamt 700 TGVs am Freitag ausfallen“, teilte die SNCF am Mittwoch, dem 14. Dezember, mit. Man rechnet mit einem „normalen oder fast normalen Verkehr“ der TGVs Ost, Nord und Süd und „fast 9 von 10 Zügen“ für den TGV Atlantique.

    Die SNCF kündigte am Mittwoch, dem 14. Dezember, an, dass der Zugverkehr für die Abreise in die Weihnachtsferien an diesem Wochenende „leicht gestört“ sein werde. Am Freitag würden „etwa 20 TGVs ausfallen“, da die Weichensteller aufgrund eines Streikaufrufs der Gewerkschaft Sud-Rail in einen Ausstand treten werden.

    „Auf nationaler Ebene werden am Freitag etwa 20 von insgesamt 700 verkehrenden TGVs ausfallen“, erklärte die SNCF, die für die TGVs Ost, Nord und Süd einen „normalen oder fast normalen Betrieb“ und für den TGV Atlantique „fast 9 von 10 Zügen gewährleistet“ sieht, darunter zwei von drei Zügen für die Verbindungen zwischen Paris und Bordeaux“. Die Zugausfälle sind neben dem Arbeitskampf der Weichensteller auch auf eine lokale Streikbewegung der Lokführer zurückzuführen.

    Verkehrsminister Clément Beaune äußerte sich „recht zuversichtlich“ in Bezug auf die um die Weihnachtsfeiertage herum geplanten Streiks im Luft- und Eisenbahnverkehr.

    „Wir rechnen nicht mit starken Störungen im Luftverkehr bei der Abreise in die Ferien“, sagte er am Dienstag, dem 13. Dezember, im französischen Fernsehsender France 2.

  • Frankreich: Mindestgehalt wird am 1. Januar 2023 um 30 Euro brutto pro Monat steigen

    Frankreich: Mindestgehalt wird am 1. Januar 2023 um 30 Euro brutto pro Monat steigen

    Der Mindestlohn in Frankreich, der SMIC, wird am 1. Januar 2023 um 1,8% angehoben. Diese Erhöhung entspricht zusätzlichen 24 Euro netto pro Monat. Es ist die vierte Erhöhung in Folge.

    Der SMIC wird am 1. Januar 2023 um 1,8% erhöht. Das entspricht einer Erhöhung um 24 € netto pro Monat (30 € brutto). Der Mindestlohn wird von 11,07 € auf 11,27 € brutto pro Stunde steigen und somit bei einer 35-Stunden-Woche 1.353 € netto (1.709,28 € brutto) erreichen. Es ist das erste Mal, dass der SMIC über 1.700 € brutto pro Monat steigt.

    Die Erhöhung wurde von der Regierung allerdings noch nicht bestätigt. Sie entspricht der Anwendung der automatischen Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns. Diese Erhöhung wird anhand von zwei Kriterien berechnet: der festgestellten Inflation für die 20% der Haushalte mit dem niedrigsten Einkommen und der Hälfte des Kaufkraftgewinns des Basisstundenlohns für Arbeiter und Angestellte (SHBOE). Die Veröffentlichung der endgültigen Inflationszahlen durch das Statistikinstitut Insee, nämlich 6,2% für November, ist Grundlage der Berechnung.

    120 € brutto pro Monat mehr in einem Jahr
    Dies ist die vierte Erhöhung des SMIC in Folge seit einem Jahr. Vor einem Jahr war er um 0,8%, am 1. Mai 2022 um 2,6% und am 1. August um weitere 2% gestiegen. Diese Aufwertungen entsprechen einer Erhöhung von 120 € brutto pro Monat innerhalb eines Jahres unter Berücksichtigung der bevorstehenden Erhöhung.

    Die sukzessiven Erhöhungen freuen die betroffenen Arbeitnehmer, die mit steigenden Preisen konfrontiert sind, weniger allerdings die Arbeitgeber, die ihre Ausgaben entsprechend steigen sehen.

    In den nächsten Monaten könnte sich die Berechnungsregel allerdings ändern. Eine unabhängige Expertengruppe unter der Leitung des Wirtschaftswissenschaftlers Gilbert Cette, die die Regierung berät, schlägt eine Reform des SMIC vor. Es geht darum, die Berechnungsformel zu ändern, um zu viele aufeinanderfolgende Erhöhungen zu vermeiden. Es wird sogar vorgeschlagen, die Erhöhung des SMIC nicht mehr auf die Inflation zu stützen, sondern auf die Entwicklung der in den Berufszweigen ausgehandelten Löhne. Wenn sich diese Löhne nicht ändern, würde entsprechend auch der SMIC unverändert bleiben.

    Das würde zweifellos die Gewerkschaften wieder auf die Barrikaden bringen. Arbeitnehmergewerkschaften streben inflationsindexierte Lohnerhöhungen für alle Arbeitnehmer an, um die Preissteigerungen und den damit verbundenen Kaufkraftverlust aufzufangen.

  • Gibt es bald einen Impfstoff gegen Hautkrebs? Moderna und Merck melden positive Ergebnisse

    Gibt es bald einen Impfstoff gegen Hautkrebs? Moderna und Merck melden positive Ergebnisse

    Der neue Boten-RNA-Impfstoff wird zusammen mit einem Krebsmedikament verabreicht.

    Die US-amerikanischen Laboratorien Moderna und Merck haben positive vorläufige Ergebnisse für ihren in der Entwicklung befindlichen Boten-RNA-Impfstoff gegen Hautkrebs bekannt gegeben. In einem Versuch mit etwa 150 Personen, die an einem Melanom erkrankt waren, konnte die Einnahme des Impfstoffs zusammen mit dem Krebsmedikament Keytruda das Risiko eines erneuten Auftretens des Krebses oder des Todes um 44% senken, verglichen mit Personen, die nur mit dem Krebsmedikament behandelt wurden.

    „Zum ersten Mal haben wir das Potenzial der Boten-RNA nachgewiesen, in einer randomisierten klinischen Studie zur Behandlung des Melanoms eine Wirkung zu erzielen“, freut sich Stéphane Bancel, der Chef von Moderna. Der entwickelte Melanomimpfstoff ist „personalisiert“, „entworfen und hergestellt auf der Grundlage der einzigartigen Mutationssignatur“, die auf dem Tumor des Patienten identifiziert wurde.

    Messenger-RNA zur Bekämpfung zahlreicher Krankheiten
    Moderna und Merck, außerhalb Nordamerikas auch unter dem Namen MSD bekannt, wollen in Kürze die vollständigen Ergebnisse der Studie veröffentlichen, deren Ergebnisse noch nicht von Experten überprüft wurden. Sie planen außerdem, im Jahr 2023 sogenannte Phase-3-Studien, d. h. Studien mit einer weitaus größeren Anzahl von Patienten, zu starten.

    Die Boten-RNA-Technologie hat sich als Schlüsseltechnologie im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie erwiesen. Moderna war mit einem Paukenschlag in den Pharmamarkt eingedrungen, als es zusammen mit Pfizer-BioNTech als eines der ersten Unternehmen einen Impfstoff gegen Covid-19 unter Verwendung von Boten-RNA anbot. Diese Technologie gilt als ausgesprochen vielversprechend im Kampf gegen viele andere Krankheiten.

    Weltweit wurden 2020 etwa 325.000 neue Fälle von Hautkrebs diagnostiziert.

  • Straßenverkehrssicherheit: Winterausrüstung in mehreren Departements vorgeschrieben

    Straßenverkehrssicherheit: Winterausrüstung in mehreren Departements vorgeschrieben

    Zwar sind Schneeketten, -socken oder Winterreifen seit November 2022 in 34 französischen Departements Pflicht, doch wurde das bislang nur präventiv gesehen.

    Oftmals bleiben Autofahrer ohne richtige Reifen auf verschneiten Strassen stecken. In 34 französischen Departements, von den Pyrenäen bis zu den Vogesen, sind Schneeketten, -socken und Winterreifen in der Nähe von Bergmassiven vorgeschrieben. Die Winterausrüstungen müssen aus Sicherheitsgründen vom 1. November bis zum 31. März mitgeführt oder die Winterreifen aufgezogen werden.

    Kein Zwang oder Strafe
    Mit dem Kälteeinbruch verdoppelte sich das Auftragsvolumen in den Werkstätten. „Wir machen keine Pause, von 8.30 Uhr bis 19 Uhr, wir haben keine Zeit zum Verschnaufen“, berichtet der Garagenbesitzer Akif Altun auf dem Sender France 3. Das sogenannte „Berggesetz“ ist nur ein Ansporn zur Vorsicht, die Fahrer können in diesem Jahr noch nicht mit dem später vorgesehenen Bußgeld von 135 Euro belegt werden. Bei einem Unfall in diesen 34 Departements sind die Autofahrer auch ohne Winterreifen oder Schneeketten dieses Jahr noch durch die Versicherungen gedeckt. Die Winterreifenpflicht bringt also vorerst keine Auflagen oder Sanktionen für die, die sich nicht daran halten, mit sich. Das Dekret zur Umsetzung des Gesetzes ist noch nicht veröffentlicht worden.

  • TV-Quoten: 20.7 Millionen Zuschauer sehen Frankreich-Marokko – neuer Jahresrekord

    TV-Quoten: 20.7 Millionen Zuschauer sehen Frankreich-Marokko – neuer Jahresrekord

    Der Fernsehsender TF1 erreichte beim Halbfinale der Fußballweltmeisterschaft zwischen Frankreich und Marokko mit 20,7 Millionen Zuschauern einen neuen Rekord.

    Voller Erfolg: Das Halbfinale zwischen Frankreich und Marokko wurde am Mittwochabend von durchschnittlich 20,7 Millionen Zuschauern auf dem Sender TF1 gesehen, wie aus den von Mediametrie am Donnerstagmorgen veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Der Sender verzeichnete einen Spitzenwert von 23,3 Millionen Zuschauern. Der Marktanteil lag bei 66,4% gemessen am Gesamtpublikum. Die Zahl der Franzosen, die mit ihrer Nationalmannschaft „Les Bleus“ mitgefiebert haben, ist eigentlich sogar noch höher, da das Spiel auch von beIn sports für Abonnenten übertragen wurde. TF1 gibt an, dass Frankreich-Marokko einen neuen Zuschauerrekord für eine Weltmeisterschaft seit 2006 erreicht hat.

    Das Spiel von Les Bleus gegen England am 10. Dezember hatte durchschnittlich 17,7 Millionen Zuschauer. Der Sieg gegen Polen erreichte 14,3 Millionen Zuschauer. Das erste Spiel gegen Australien haben 12,5 Millionen Zuschauer verfolgt, das Spiel gegen Dänemark 10,9 Millionen und das Spiel gegen Tunesien – das schon um 16 Uhr ausgestrahlt wurde – nur 8,8 Millionen Fans.

    Das Finale der Fußballweltmeisterschaft 2022 zwischen Frankreich und Argentinien wird am Sonntag, dem 18. Dezember um 16 Uhr übertragen.

  • Frankreich-Marokko: Jubelszenen, ein tödlicher Unfall, brennende Autos…

    Frankreich-Marokko: Jubelszenen, ein tödlicher Unfall, brennende Autos…

    Die Qualifikation Frankreichs für das Finale der Fußballweltmeisterschaft verlief am Mittwochabend im Allgemeinen in einer guten Atmosphäre. Der Abend wurde jedoch durch den Tod eines Teenagers in Montpellier und mehrere Zwischenfälle in Paris und Nizza überschattet.

    In einer gut gelaunten Atmosphäre wurde am Mittwochabend der Einzug Frankreichs in das Finale der Fußballweltmeisterschaft 2022 gefeiert. Jubelszenen in den Bars, Hupkonzerte auf den Straßen, Fans in den Stadtzentren. In vielen Städten Frankreichs verlief der Abend ohne Zwischenfälle.

    Auf den Champs-Élysées in Paris, in Lyon, Marseille, Bordeaux und Lille wurde die Qualifikation von Les Bleus bis spät abends von Tausenden von Fans in einer weitgehend friedlichen Atmosphäre gefeiert. In Toulouse feierten mehrere Tausend Menschen den Sieg in der Innenstadt und insbesondere auf den Allées Jean-Jaurès. Zu Dutzenden wurden Feuerwerkskörper gezündet.

    Teenager in Montpellier getötet
    Der festliche Abend wurde in Montpellier von einer Tragödie überschattet. Ein 14-jähriger Jugendlicher wurde im Stadtteil Paillade von einem Auto überfahren. Der Fahrer flüchtete. Sein Fahrzeug wurde im Laufe des Abends in der Nähe des Unfallorts gefunden. Der Präfekt des Departements Hérault teilte mit, dass die Ermittlungen rasch voranschreiten und man umgehend mit der Verhaftung des Fahrers rechnet.

    Ultrarechte Aktivisten in Paris festgenommen
    In Paris wurde am Abend eine Gruppe von 40 Personen, die der Ultrarechten nahestehen, in der Nähe der Champs-Elysées festgenommen, da sie im Besitz von verbotenen Waffen waren. Mehrere dieser Personen waren der Polizei bereits bekannt. „Sie wollten eindeutig auf den Champs-Elysées eine Prügelei beginnen“, so die Polizei. Insgesamt wurden im Großraum Paris 115 Personen festgenommen, davon 101 in Paris selbst.

  • Starke Schneefälle behindern den Verkehr in Ostfrankreich

    Starke Schneefälle behindern den Verkehr in Ostfrankreich

    Mittwoch, der 14. Dezember, war ein komplizierter Tag auf den Straßen in weiten Regionen Frankreichs. Die Schneefälle waren zwar weniger stark als erwartet, aber 25 Departements sind immer noch in Alarmbereitschaft. France 2 berichtet aus dem Osten des Landes.

    Am Mittwoch, dem 14. Dezember, kam es auf der Autobahn A33 am Stadtrand von Nancy (Meurthe-et-Moselle) zu 20 km Stau. Da zu dem Schnee auch noch Eis hinzugekommen war, konnten die Lastwagen nicht mehr fahren, was den Verkehr komplett lahmlegte. Der gesamte Nordosten Frankreichs ist mit einigen Zentimetern Schnee bedeckt. Höchste Vorsicht ist unerlässlich, und es wird dringend empfohlen, sich wenn möglich nicht auf die Straße zu begeben.

    Schwieriger Verkehr auf den Nebenstraßen

    „Ohne Schneereifen ist es gefährlich“, sagt ein Mann auf dem Sender France 2. Auch auf den Nebenstraßen war der Verkehr kompliziert. In mehreren Departements, darunter auch im Departement Moselle, wurde der Schultransport eingestellt. Es ist weiterhin Vorsicht geboten, auch in den Gebieten, in denen es (noch) nicht geschneit hat.

  • 3 Migranten sterben bei Bootsunglück im Ärmelkanal – 43 können gerettet werden

    3 Migranten sterben bei Bootsunglück im Ärmelkanal – 43 können gerettet werden

    Ein Boot mit Migranten kenterte am Mittwoch, dem 14. Dezember, im Ärmelkanal. 43 Menschen konnten gerettet werden, aber drei starben trotz des Eingreifens französischer und englischer Retter.

    Mehrere Dutzend Menschen klettern nach einer wahren Horrornacht entkräftet auf das Schiff der englischen Rettungskräfte. Das behelfsmäßige Boot der Migranten soll am Mittwoch, dem 14. Dezember, mitten in der Nacht mit etwa 50 Menschen an Bord gekentert sein. Die vorläufige Bilanz lautet drei Tote und 43 gerettete Personen, von denen einige aus dem Wasser gerettet werden mussten.

    Die Zahl der Todesopfer könnte noch steigen.

    Das Unglück wurde kurz vor 4 Uhr morgens von der englischen Küstenwache auf halbem Weg zwischen der französischen und der britischen Küste entdeckt. Die Temperaturen waren eisig, aber das Meer war ruhig, was möglicherweise für die Entscheidung der Schlepper der Migranten ausschlaggebend war, die Überfahrt zu wagen. Den ganzen Mittwoch über suchten Hubschrauber und Suchschiffe aus England und Frankreich das Gebiet ab. Die Zahl von drei Toten könnte sich in den nächsten Stunden noch erhöhen. Der Schiffbruch ereignete sich, nachdem der britische Premierminister am Dienstag einen umfassenden Plan zur stärkeren Bekämpfung der illegalen Einwanderung ankündigte.

  • Emmanuel Macron wird trotz Kritik dem Spiel Marokko – Frankreich beiwohnen

    Emmanuel Macron wird trotz Kritik dem Spiel Marokko – Frankreich beiwohnen

    Der französische Staatschef wird trotz wachsender Kritik am Mittwochabend in Doha zum Halbfinale der Fußballweltmeisterschaft erwartet. Trotz aller Kritik, insbesondere von den Grünen und der Linken, will Emmanuel Macron am Mittwoch im Al-Bayt-Stadion, nördlich von Doha, das Halbfinalspiel der französischen Nationalmannschaft besuchen. Auch wenn „der Sport nicht politisiert werden soll“, wie Emmanuel Macron immer wieder sagt, sorgt seine Reise zum Spiel der französischen Nationalmannschaft im Halbfinale der Fußballweltmeisterschaft für Kontroversen unter den französischen Politikern. Wie er früher versprochen hatte, wird der Staatschef also am Mittwochabend, dem 14. Dezember, auf der Tribüne zu dem symbolträchtigen Spiel Frankreich-Marokko bei der Fußballweltmeisterschaft in Katar erwartet. Seine Reise in das Land der klimatisierten Stadien, der hunderten Toten auf den Baustellen und nunmehr auch mit einem Korruptionsskandal auf europäischer Ebene verbunden, ist hoch umstritten. „Die f…

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  • Streiks an den Feiertagen: Was wird für die Weihnachts- und Neujahrsferien befürchtet?

    Streiks an den Feiertagen: Was wird für die Weihnachts- und Neujahrsferien befürchtet?

    Mehrere Streikankündigungen, insbesondere bei der SNCF und bei Air France, führen zu Unsicherheiten im Bahn- und Flugverkehr ab Donnerstag und bis Anfang Januar.

    Wird es an den Weihnachtsfeiertagen Züge und Flugzeuge in Frankreich geben? Im Eisenbahn- und Luftfahrtsektor wurden zahlreiche Streikankündigungen abgegeben, da die Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und den verschiedenen Firmenleitungen offenbar ins Stocken geraten sind. „Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass es keine großen Störungen geben wird“, meinte trotzdem Clément Beaune, stellvertretender Minister für Verkehr, am Dienstag, dem 13. Dezember, im Fernsehsender France 2. „Es wird Züge geben, es wird Flugzeuge geben“, versicherte Beaune trotz der zahlreichen Arbeitskämpfe, die derzeit im Gange sind.

    Die ersten Störungen könnten bereits einige Tage vor Weihnachten beginnen. Von Donnerstag, dem 15. Dezember um 20 Uhr bis Montag, 19. Dezember um 8 Uhr wurde ein landesweiter Streik der Weichensteller der SNCF angekündigt, zu dem die Gewerkschaft SUD-Rail aufgerufen hatte. Die Gewerkschaft bekräftigte am Dienstagabend nach einem weiteren Treffen mit der Geschäftsleitung ihren Willen, den Streik auch wirklich durchzuziehen. „Unsere Wut wird nur noch größer werden!“, schrieb SUD-Rail in einem Kommuniqué. Die anderen Gewerkschaften haben sich der Bewegung nicht angeschlossen, daher ist es schwierig, das Ausmass der Störungen, die dieser Streik verursachen könnte, vorherzusehen.

    Ein neuer Streik der Kontrolleure der SNCF?
    Neben dem Streikaufruf der Weichenwärter, ohne die die Züge nicht verkehren können, sind bei der SNCF an diesem ersten Schulferienwochenende weitere Störungen zu erwarten. Auf der TGV-Achse Atlantik hat eine Gewerkschaftsgruppe, der die CGT-Cheminots, die Unsa-Ferroviaire, SUD-Rail und die CFDT-Cheminots angehören, am vergangenen Donnerstag eine Streikankündigung eingereicht.

    Die Gewerkschaften prangern den bestehenden Personalmangel an, der die Arbeitsbedingungen der Zugbegleiter erschwert, und kritisieren die Entscheidung der Geschäftsleitung, die Zahl der Ausbildungsmaßnahmen zu senken. Am Dienstagnachmittag fand ein Treffen zwischen Gewerkschaften und SNCF-Management statt, um zu versuchen, einen Ausweg zu finden und massive Zugausfälle an den ersten Tagen der Weihnachtsferien zu vermeiden.

    De Streikankündigungen Zugbegleiter, die die Weihnachts- und Neujahrswochenenden abdecken, wurden bisher nicht aufgehoben. Die Gewerkschaften haben bis Donnerstag Zeit, sich dazu zu äußern. Die Kontrolleure haben bereits am ersten Dezemberwochenende gestreikt, was dazu geführt hatte, dass fast zwei Drittel der TGV- und Intercity-Züge ausgefallen waren.

    SNCF Voyageurs sagt derzeit, dass es noch zu früh sei, um Verkehrsprognosen abzugeben.

    Auch im Luftverkehr herrscht Unsicherheit
    Mehrere Fluggesellschaften, die die französischen Überseegebiete anfliegen, sind ebenfalls von Streikankündigungen betroffen. Dies gilt für die Fluggesellschaft Corsair aus Guadeloupe, die vom 16. bis 22. Dezember bestreikt werden wird. Die Gewerkschaft der Linienpiloten (SNPL) fordert Lohnerhöhungen und bessere Arbeitsbedingungen.

    Air Antilles kündigte auch einen Streik vom 17. bis 22. Dezember an. Die Flugbegleiter schlossen sich am vergangenen Donnerstag dem Streikaufruf der SNPL an, der bereits im November erfolgte.

    Bei Air France wurde ebenfalls ein Streik, diesmal vom 22. Dezember bis zum 2. Januar, angekündigt, zu dem die SNGAF und die Unac, die beiden größten Gewerkschaften für Flugbegleiter und Stewardessen, aufgerufen haben. Seit September fanden nicht weniger als 14 Treffen statt, und die Verhandlungen sind noch im Gange, doch der Arbeitskonflikt scheint ziemlich festgefahren zu sein. „Air France plant, alle seine Kunden zu befördern, und rechnet derzeit nicht mit Annullierungen“, versichert das Unternehmen trotzig.

    Das Abkommen über die Arbeitsbedingungen des Kabinenpersonals lief Ende Oktober aus, und die Geschäftsleitung verhandelt mit den Gewerkschaften über ein neues Abkommen, das bis März abgeschlossen werden soll.

    Bei EasyJet hingegen wurde die Gefahr eines Streiks über die Weihnachtsfeiertage abgewendet, nachdem letzte Woche eine Einigung über eine Lohnerhöhung von 7,5% für das Flugpersonal erzielt worden war.