Autor: Nachrichten

  • Emmanuel Macron: „Es ist großartig. Diese französische Mannschaft hat mich sehr stolz gemacht“

    Emmanuel Macron: „Es ist großartig. Diese französische Mannschaft hat mich sehr stolz gemacht“

    Der Präsident der Republik bestätigte, dass er auch beim Finale anwesend sein wird, bei dem die französische Nationalmannschaft gegen Lionel Messis Argentinien antreten wird. „Das ist großartig, wir sind sehr stolz, immens stolz, ich denke, unsere Landsleute brauchen Freude, der Sport bringt sie, der Fußball ganz besonders“, reagierte Emmanuel Macron auf Franceinfo nach dem 2:0-Sieg Frankreichs gegen Marokko und dem Einzug ins Finale der Weltmeisterschaft am Mittwoch, dem 14. Dezember. „Diese französische Mannschaft hat mich sehr stolz gemacht.“ Les Bleus spielen am Sonntag, dem 18. Dezember, im Finale um 16 Uhr gegen Argentinien.

    Der Präsident gab zu, dass er während des Halbfinales „angespannt“ war, weil ein Spiel nie von vornherein gewonnen sei. „Die Marokkaner haben fantastisch gespielt. Ich möchte den Marokkanerinnen und Marokkanern sagen, dass sie eine sehr große Mannschaft haben. Sie haben einen außergewöhnlichen Weg …

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  • Start in die Weihnachtsferien: Was an diesem Wochenende auf den Straßen Frankreichs erwartet wird

    Start in die Weihnachtsferien: Was an diesem Wochenende auf den Straßen Frankreichs erwartet wird

    Bison Futé hat seine Vorhersagen für das erste Abreisewochenende in die Weihnachtsferien veröffentlicht.

    An diesem Wochenende starten viele Franzosen in die Weihnachtsferien. Laut Bison Futé soll der Verkehr recht flüssig bleiben, da sich die Abfahrten über das ganze Wochenende verteilen, aber dennoch könnte sich der Verkehr in der Île-de-France und in den großen Ballungsgebieten am Freitag, dem 16. Dezember, nachmittags als schwierig erweisen.

    Die Tage Freitag, 16. Dezember, Samstag, 17. Dezember und Sonntag, 18. Dezember werden von Bison Futé auf nationaler Ebene in Abreise- und Rückreiserichtung als grün eingestuft. In der Île-de-France wird der Verkehr im Laufe des Freitags, dem 16. Dezember, der am Nachmittag in Abreiserichtung als „orange“ eingestuft wird, am stärksten sein. Es wird empfohlen, am Freitag vor 14 Uhr die Île-de-France und die großen Metropolen zu durchqueren. Auch die Wetterentwicklung könnte den Verkehr am Wochenende beeinflussen.

    Ganz allgemein vor Weihnachten „wird auf den Achsen, die die Einkaufszonen bedienen, ein hohes Verkehrsaufkommen herrschen. Dasselbe gilt für die Einkaufsbereiche der Großstädte“, so Bison Futé.

    Einige Baustellen könnten zu Verzögerungen führen. Über diesen Link bietet Bison Futé die Möglichkeit, die Liste der wichtigsten Baustellen des Wochenendes einzusehen, die über das nationale Straßennetz verteilt sind.

  • Brand in Vaulx-en-Velin: „Ein Schock und eine schreckliche Bilanz“, so Gérald Darmanin

    Brand in Vaulx-en-Velin: „Ein Schock und eine schreckliche Bilanz“, so Gérald Darmanin

    Der Innenminister reist gemeinsam mit dem Minister für Wohnungsbau, Olivier Klein, nach Vaulx-en-Velin (Rhône), nachdem bei einem Brand in der Nacht mindestens zehn Menschen, darunter fünf Kinder, ums Leben gekommen sind.

    „Ein Schock.“ Innenminister Gérald Darmanin kündigte an, am Freitag, dem 16. Dezember, nach Vaulx-en-Velin (Rhône) zu reisen, nachdem dort bei einem Brand in einem Wohnhaus zehn Menschen ums Leben gekommen waren. „Ich habe die ganze Nacht mit dem Präsidenten der Republik gesprochen“, fügte er hinzu. Auch der Minister für Wohnungsbau, Olivier Klein, wird an den Ort des schrecklichen Brandes reisen.

    Eine schlimme Bilanz. Das Feuer tötete nach Angaben der Präfektur zehn Menschen, darunter fünf Kinder, und verletzte vierzehn weitere Personen. Vier von ihnen befänden sich „in akuter Lebensgefahr“. Die getöteten Kinder waren laut Gérald Darmanin zwischen 3 und 15 Jahren alt.

    Die Ursache des Feuers ist noch unbekannt. Der Brand, dessen „Ursprung unbekannt“ ist, brach kurz nach 3 Uhr morgens in einem siebenstöckigen Gebäude aus. Das Feuer ist nach Angaben der Präfektur inzwischen gelöscht.

    Notfallplan wurde ausgelöst. Der Notfallplan sieht die Aktivierung des Krisenstabs in der Präfektur, die Alarmierung der Krankenhäuser, die Einrichtung einer operativen Kommandozentrale vor Ort, die Mobilisierung der Rettungsmittel zu Land und aus der Luft sowie die Einrichtung eines vorgeschobenen medizinischen Postens vor, so das Innenministerium.

  • Brand eines Wohnhauses in Vaulx-en-Velin (Rhone) – mindestens 5 Erwachsene und 5 Kinder tot

    Brand eines Wohnhauses in Vaulx-en-Velin (Rhone) – mindestens 5 Erwachsene und 5 Kinder tot

    Die jungen Opfer waren zwischen 3 und 15 Jahre alt, wie Innenminister Gérald Darmanin bei einem Pressebriefing am Freitagmorgen erklärte.

    In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, dem 16. Dezember, brach in Vaulx-en-Velin (Rhône), einem östlichen Vorort von Lyon, ein heftiger Brand aus. Das Feuer brach gegen 3 Uhr morgens in einem Wohngebäude aus. „Horror und Schrecken haben gerade unsere Nachbargemeinde getroffen“, reagierte der Bürgermeister von Lyon, Grégory Doucet, am Freitag auf Twitter.

    Der Alarm wurde um 3.12 Uhr am Freitagmorgen ausgelöst
    Das Feuer brach in einem siebenstöckigen Gebäude im Viertel Mas du Taureau in Vaulx-en-Velin aus, einer Gemeinde mit fast 50.000 Einwohnern in der Metropolregion Lyon. Der Alarm wurde um 3.12 Uhr morgens ausgelöst, wie die Präfektur des Departements Rhône in einer Pressemitteilung erklärte.


    Das Feuer forderte mindestens zehn Todesopfer, darunter fünf Kinder, und vierzehn Verletzte, darunter vier in Lebensgefahr, wie die Präfektur am frühen Morgen mitteilte. Zwei Feuerwehrleute wurden bei dem Einsatz leicht verletzt. Die fünf Kinder, die bei dem Brand ums Leben kamen, waren zwischen 3 und 15 Jahre alt, wie Innenminister Gérald Darmanin in einem Pressebriefing erklärte.

    Der Minister für Stadtentwicklung und Wohnungsbau, Olivier Klein, kommentierte auf Twitter eine „vorläufige Bilanz [die uns] einen kalten Schauer über den Rücken laufen lässt“. Er fügte hinzu, dass er mit der Bürgermeisterin der Gemeinde, Hélène Geoffroy, gesprochen habe, „um ihr die Unterstützung des Staates zu versichern“. „Es ist ein Schock, die Bilanz ist furchtbar“, reagierte der Innenminister, der sich am Freitagmorgen an der Seite von Olivier Klein vor Ort begeben wird.

    Das Feuer ist gelöscht, der Ursprung noch unbekannt
    Das Feuer sei „nunmehr gelöscht“, wie die Präfektur am Freitagmorgen mitteilte. Nach Angaben der Präfektur wurden 170 Feuerwehrleute und 65 Löschzüge mobilisiert. Es wurde ein großer Sicherheitsperimeter um den Brandort eingerichtet.

    Die Ursache des Feuers sei noch unbekannt, fügte die Präfektur hinzu. „Da das Feuer eingedämmt ist, ist nun die Untersuchung an der Reihe“, erklärte Gérald Darmanin. Es werden derzeit Feststellungen getroffen, um die Brandursache zu ermitteln, wie ein Sprecher der Präfektur vor Ort erklärte. Der Minister versicherte außerdem, dass er sich „die ganze Nacht über mit dem Präsidenten der Republik“ über die Situation ausgetauscht habe.

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  • Wetter: Kälte- und Frostwelle zieht über den Osten Frankreichs

    Wetter: Kälte- und Frostwelle zieht über den Osten Frankreichs

    Es besteht weiterhin die Gefahr von Glatteis und Schneefällen ein Ostfrankreich. Das Unfallrisiko auf den Straßen ist hoch, was auch zu Problemen im öffentlichen Nahverkehr führt.

    Die Eisschicht, die die Windschutzscheiben bedeckte, war am Morgen des 15. Dezember in Mulhouse (Haut-Rhin) besonders dick. „Schnee ist besser als Eis. Es ist praktischer, mit einer Bürste kann man schnell reinigen, aber das hier sieht aus wie Beton, es ist unglaublich“, kommentiert ein Autofahrer auf dem Sender France 2. Auf den Gehwegen muss man sich an Geländern festhalten, um nicht zu fallen. Manche ziehen es vor, auf der Straße zu laufen. „Da ist es nicht so rutschig“, meint ein junger Mann.

    Für den Abend wird Schnee erwartet
    Eine der Folgen des außergewöhnlichen Glatteises ist die Störung des Straßenbahnverkehrs in Mulhouse. Die Bahnen bleiben im Depot und werden auf unbestimmte Zeit durch Busse ersetzt. „Die Oberleitungen für den Strom sind vereist und deshalb fließt an manchen Stellen kein Strom. Wenn die Straßenbahnen fahren, bleiben sie mancherorts stehen und das kann alles durcheinander bringen“, erklärt ein Techniker. Die Temperaturen bleiben den ganzen Tag über unter Null und für den Abend wird Schnee erwartet.

  • Vor 19 Jahren zu unrecht verurteilt: „Ich wünsche niemandem, das zu erleben, was ich erlebt habe“

    Vor 19 Jahren zu unrecht verurteilt: „Ich wünsche niemandem, das zu erleben, was ich erlebt habe“

    Das Mädchen, das ihn 1998 beschuldigt hatte, gab in einem Brief, den sie 2017 an den Staatsanwalt von Douai schickte, zu, gelogen zu haben. Der 41-jährige Farid El Hairy sagt, dass er „von der Justiz missbraucht“ wurde.

    „Ich wünsche niemandem, das zu erleben, was ich erlebt habe“, sagte Farid El Hairy am Donnerstag, dem 15. Dezember, im Gespräch mit Franceinfo, nachdem das Revisionsgericht seine Verurteilung aus 2003 ohne neuen Prozess aufgehoben hatte. Der 41-jährige Mann war 2003 von der Cour d’Assises des mineurs du Nord wegen „Vergewaltigung“ und „sexueller Übergriffe“ verurteilt worden.

    Eine Jugendliche hatte ihn 1998 beschuldigt, sie vergewaltigt zu haben, als sie 14 und er 17 Jahre alt war. Farid El Hairy hat stets seine Unschuld beteuert. Im Jahr 2017 zog die Anklägerin, Julie D., ihre Aussage in einem Schreiben an den Staatsanwalt von Douai zurück. Darin gab sie an, „gelogen“ zu haben und in Wirklichkeit in ihrer Kindheit von ihrem älteren Bruder vergewaltigt worden zu sein.

    „Meine Eltern sind heute im Krankenhaus. Ich werde sie sofort anrufen, ich muss ihnen die Nachricht mitteilen. Ich werde meine Frau anrufen, ich werde meine Kinder anrufen, denn heute wird eine Seite umgeschlagen“, freut sich Farid El Hairy.

    „Sie müssen verhindern, dass so etwas noch einmal passiert“
    „Wenn du ein neunjähriges Mädchen hast, das dir Fragen stellt, weil sie dich im Fernsehen gesehen hat, sie hört Dinge und sie ist alles andere als dumm, sie findet das niederträchtig“, fährt Farid El Hairy fort. Ein Kind, das nicht versteht, wie sein Vater die Justiz und die Polizei noch respektieren kann: „Sie hat mir gesagt Papa, wie kannst du sie lieben?“

    „Ich wurde damals von der Justiz misshandelt, aber es war ein Team von fünf-sechs Personen. Es darf wirklich nicht die Justiz im Allgemeinen in Frage gestellt werden, aber auf jeden Fall müssen sie verhindern, dass so etwas noch einmal passiert“, so Farid El Hairy.

  • Toter Teenager in Montpellier: Ermittlungen wegen „schwerer Körperverletzung mit einer Waffe“

    Toter Teenager in Montpellier: Ermittlungen wegen „schwerer Körperverletzung mit einer Waffe“

    Der Vorfall ereignete sich am Mittwochabend, als Fans in den Straßen von Montpellier den Sieg Frankreichs gegen Marokko feierten. Der Fahrer erfasste den 14-jährigen Jungen, nachdem er „plötzlich“ aus einer Reihe von Fahrzeugen ausgeschert war, erklärt die Staatsanwaltschaft.

    Die Staatsanwaltschaft Montpellier hat nach dem Tod eines Jugendlichen, der am Mittwoch, den 14. Dezember in Montpellier von einem Auto erfasst wurde, eine Untersuchung wegen „schwerer Körperverletzung mit einer Waffe“ eingeleitet, wie sie in einer Erklärung am Donnerstag mitteilte. Der Vorfall ereignete sich, als Fans der französischen Fußballnationalmannschaft den Sieg von Les Bleus gegen Marokko im Halbfinale der Fußballweltmeisterschaft in Katar feierten.

    Die Staatsanwaltschaft erklärt, dass „der Fahrer aus der Reihe der vor ihm fahrenden Fahrzeuge“ mit einer „aus dem Fenster gehaltenen französischen Flagge“ ausscherte und einen 14-jährigen Jungen erfasste. Dieser starb vor Ort an den Folgen seiner Verletzungen, heißt es weiter.

    Die Ermittlungen wurden der Polizei von Montpellier übertragen. „Ermittlungen und technische Untersuchungen sind im Gange, um den Täter zu finden“, fügte der Staatsanwalt hinzu. Das Auto wurde gefunden und beschlagnahmt. Der Fahrer befindet sich noch auf der Flucht.

    In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurden in Frankreich im Rahmen der Feierlichkeiten zur Fußballweltmeisterschaft mehr als 250 Personen festgenommen, davon etwa 100 außerhalb des Großraums Paris. Festnahmen gab es unter anderem in Lyon und Marseille.

    Achtung: Die Bilder in diesem You-Tube-Video sind grausam und verstörend…

  • Häusliche Gewalt: in 2021 wurden 208.000 Opfer in Frankreich gezählt – 21% mehr

    Häusliche Gewalt: in 2021 wurden 208.000 Opfer in Frankreich gezählt – 21% mehr

    208.000 Opfer häuslicher Gewalt wurden im Jahr 2021 von den Strafverfolgungsbehörden registriert. Eine Zahl, die im Vergleich zu 2020 um 21% höher liegt.

    Die französischen Behörden registrierten 208.000 Opfer von Gewalt durch den Partner oder Ex-Partner in Frankreich im Jahr 2021, was einem Anstieg von 21% im Vergleich zu 2020 entspricht, so ein Bericht des Innenministeriums, der am Donnerstag, dem 15. Dezember veröffentlicht wurde. Zwei Drittel dieser Gewalttaten waren physische Gewalt, etwas weniger als ein Drittel psychische oder verbale Gewalt, stellt der Bericht fest. Sexuelle Gewalt in der Ehe wurde nur sehr selten angezeigt.

    „Die Zahl der Anzeigen hat sich seit 2016 praktisch verdoppelt, vor dem Hintergrund einer Verbesserung der Bedingungen für die Aufnahme der Opferanzeigen durch die Polizei- und Gendarmeriedienste“, heißt es in dem Bericht. Wie in den Vorjahren war auch im Jahr 2021 die große Mehrheit der Opfer weiblich (87%).

    Die erfassten Straftaten konnten aufgrund einer Anzeige, einer Meldung durch Zeugen und auf Initiative der Ordnungskräfte festgestellt werden.

  • Hérault: Einwohnerin vermacht ihr Vermögen an alle Bewohner ihrer Gemeinde

    Hérault: Einwohnerin vermacht ihr Vermögen an alle Bewohner ihrer Gemeinde

    In einem Dorf im Departement Hérault erhielten die Einwohner jetzt ein Weihnachtsgeschenk: Einen Einkaufsgutschein im Wert von 100 Euro. Eine Frau, die ein Jahr zuvor verstorben war, vermachte den Bewohnern ihrer Gemeinde 40.000 Euro.

    In dem Dorf Les Plans (Hérault) verstarb vor einem Jahr die Einwohnerin Henriette Fieu, genannt „Nini“. Sie hat der Gemeinde 40.000 Euro vermacht. „Sie wurde am 1. Januar geboren, diese Dame. Und am Morgen eines jeden 1. Januar haben wir den Tag bei Frau Fieu begonnen oder den Abend bei Frau Fieu beendet“, erinnert sich Daniel Fabre, Bürgermeister von Les Plans (Hérault) an die Geburtstagsfeiern bei „Nini“.

    Der Gemeinderat beschloss jetzt, Ninis Erbe unter den 193 Einwohnern der Gemeinde aufzuteilen, und zwar in Form von Einkaufsgutscheinen im Wert von jeweils 100 Euro. „Wir haben diesen Einkaufsgutschein mit einer kleinen Notiz des Bürgermeisters bekommen“, berichtet Christian Jourdan, Nachbar von „Nini“, auf dem Sender France 3. Henriette Fieu hinterließ ihrem Dorf all ihre Ersparnisse, ohne jemandem davon zu erzählen, ein letztes Geschenk, das mit der gleichen Bescheidenheit übergeben wurde, die ihr ganzes Leben prägte.

  • „Pandora Papers“: Gegen Dominique Strauss-Kahn wird wegen Geldwäsche und schwerer Steuerhinterziehung ermittelt

    „Pandora Papers“: Gegen Dominique Strauss-Kahn wird wegen Geldwäsche und schwerer Steuerhinterziehung ermittelt

    Der ehemalige IWF-Chef wurde Ende des Sommers von Sonderermittlern der Finanzbehörden vorgeladen und in Polizeigewahrsam genommen, um seinen Steuerwohnsitz in Marokko zu erklären.

    Der ehemalige Chef des internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, steht im Mittelpunkt eines Ermittlungsverfahrens, das von der Finanz-Staatsanwaltschaft wegen „Geldwäsche und schwerer Steuerhinterziehung“ eingeleitet wurde. Dies meldete Franceinfo am Mittwoch, dem 14. Dezember, unter Berufung auf Justizkreise und bestätigte damit eine Meldung von Le Monde. Die Ermittlungen folgen auf die Enthüllungen der sogenannten „Pandora Papers“, Millionen von Dokumenten, die auf Steuerbetrug in großem Stil hinweisen.

    Der Ex-Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) wurde laut Franceinfo im Spätsommer unter strengster Geheimhaltung vernommen. Der 73-jährige Dominique Strauss-Kahn wurde von spezialisierten Ermittlern vorgeladen und in Polizeigewahrsam genommen. Er musste erklären, ob er tatsächlich seinen steuerlichen Wohnsitz in Marokko hat, wo er 2013 den Sitz seiner Beratungsfirma „Parnasse international“ eingerichtet hatte.

    Die Dokumente der Pandora Papers, die Radio France einsehen konnte, zeigen, dass Dominique Strauss-Kahn fünf Jahre lang von Steuersparmodellen profitierte und dadurch möglicherweise in Frankreich etwa 21 Millionen Euro Steuern nicht bezahlte.

    Strauss-Kahns Anwalt Jean Veil erklärte, dass der ehemalige sozialistische Minister und IWF-Chef sehr wohl in Marokko steuerlich ansässig sei, dass er weniger als sechs Monate im Jahr in Paris verbringe und dass sich sein Arbeits- und Lebensmittelpunkt in Marokko befindet. Er hinterziehe also keine französischen Steuern und habe dies den Ermittlern auch beweisen können. Vor einem Jahr bereits hatte Dominique Strauss-Kahn sich auf Twitter erklärt, dass er seine Steuern in Marokko zahle. Für seinen Anwalt ist der Fall abgeschlossen.