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  • Rentenreform: Etwa 100.000 Kunden in Toulouse von wilden Stromabschaltungen betroffen

    Rentenreform: Etwa 100.000 Kunden in Toulouse von wilden Stromabschaltungen betroffen

    Fast 100.000 Haushalte und Firmen waren am Donnerstag, dem 23. März, während des neunten Tages der Mobilisierung gegen die Rentenreform in Toulouse zeitweise ohne Strom. Der Stromversorger Enedis, die Stadt Toulouse und Toulouse Metropole haben Klage eingereicht. Am Donnerstag, dem 23. März, kam es im Stadtzentrum von Toulouse zu zwei wilden Stromabschaltungen im Rahmen des neunten Tages der Mobilisierung gegen die Rentenreform. Die erste ereignete sich im Bereich des linken Ufers. Wie Enedis, der für die Stromnetze zuständige Betreiber, mitteilte, wurde die Verteilerstation am Boulevard Jean-Brunhes abgeschaltet. Diese Station versorgt insbesondere die Viertel Saint-Cyprien, Arènes und Cartoucherie. 37.000 Kunden am linken Ufer, 62.000 im Stadtzentrum vom Stromnetz getrennt. Insgesamt waren 37.000 Kunden von dieser ersten Abschaltung betroffen, die gegen 15.45 Uhr erfolgte. Die Wiederherstellung der Stromversorgung erfolgte schrittweise und dauerte je nach Sektor bis zu 40 Minuten. Be…

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  • Preissteigerungen bei Lebensmitteln: Für Michel-Edouard Leclerc wird das zweite Quartal dramatisch

    Preissteigerungen bei Lebensmitteln: Für Michel-Edouard Leclerc wird das zweite Quartal dramatisch

    Michel-Edouard Leclerc, Vorsitzender des Strategieausschusses der gleichnamigen Einzelhandelszentren, rechnet für das zweite Quartal dieses Jahres mit einem weiteren Anstieg der Lebensmittelpreise.

    Es ist nicht der März, der schlimm sein wird, sondern das zweite Quartal 2023, angesichts der Preissteigerungen, die von den Lieferanten aus der Agrarindustrie im Rahmen der Verhandlungen mit den Supermärkten jetzt verlangt werden. Das jedenfalls sagt Michel-Edouard Leclerc am Donnerstag, dem 23. Februar auf dem Sender BFMTV.

    Der Vorsitzende des Strategieausschusses der E.Leclerc-Zentren, der mit einem Marktanteil von 22% vor Carrefour Marktführer im französischen Lebensmitteleinzelhandel ist, wurde gebeten, auf die von einigen Experten vorgebrachte Aussicht auf einen „roten März“ der Preise in den Regalen der Supermärkte zu reagieren, sobald die jährlichen Verhandlungen zwischen Industrie und Einzelhandel am 1. März abgeschlossen wurden.

    Die Tariferhöhungen werden „bis Juli weitergegeben, weil es vier oder fünf Monate dauert“, bis sie in den Regalen der Supermärkte wieder nach unten gehen, erklärte Michel-Edouard Leclerc. „Die neuen Preise gelten für neue Bestellungen, wenn noch Lagerbestand vorhanden ist, gilt der alte Preis“.

    Auch wenn die Preise nicht auf einen Schlag steigen werden, „werden die Verbraucher noch viele Preiserhöhungen erleben“, meint Leclerc, während Wirtschaftsminister Bruno Le Maire am Montag noch gesagt hatte, es gebe „keinen Grund, dass es einen roten März geben wird“.

    Michel-Edouard Leclerc prangerte wie seine Kollegen im Großhandel die „enormen Preiserhöhungen“ an, die von ihren agrarindustriellen Lieferanten gefordert werden, und nannte als Beispiel den Anstieg des Zuckerpreises, der schon im Vorjahr um 22 % gestiegen war und für den ein Lieferant jetzt „53,82 % mehr als im letzten Jahr“ verlangt habe. Wie jedes Jahr müssen sich die Supermärkte und ihre Lieferanten aus der Agrarindustrie über die Preise für Nudeln, Steaks oder Milchprodukte einigen, bevor die Produkte in die Regale kommen.

    Diese traditionell angespannten Verhandlungen sind in diesem Jahr umso spannender, da viele Produktionskosten, von der Verpackung über Agrarrohstoffe bis hin zu Energie, starken Preissteigerungen unterliegen. Nur einer von zwei Herstellern hat alle seine Verträge mit seinen Einzelhandelskunden unterzeichnet, eine ungewöhnlich niedrige Quote eine Woche vor Abschluss der Verhandlungen, wie der Hauptverband der Lebensmittelindustrie am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Nach Ansicht des Verbandes werden „einige Händler bis zur letzten Minute warten“. Viele Supermärkte drohen, Produkte auszulisten, wenn sie nicht die gewünschten Preise erhalten.

  • Rentenreform:  Gewerkschaften wollen den 7. März zum bisher stärksten Protesttag machen

    Rentenreform: Gewerkschaften wollen den 7. März zum bisher stärksten Protesttag machen

    Die Gewerkschaften wollen, dass die Proteste am 7. März stärker werden, als am 31. Januar. An diesem Tag zählten sie mehr als 2,5 Millionen Demonstranten (die Behörden 1,27 Millionen) auf den Strassen Frankreichs.

    Die französischen Gewerkschaften bleiben auf Kurs gegen die Rentenreform. Die acht größten Gewerkschaften und fünf Jugendorganisationen bekräftigten am Dienstag ihren Willen, am 7. März „Frankreich zum Stillstand“ zu bringen, und versprachen, diesen Tag zum größten Streik- und Demonstrationstag seit Beginn der Proteste zu machen.

    Die Gewerkschaften wollen den 7. März zum stärksten Protesttag seit Beginn der Bewegung am 19. Januar machen, erklärte Yvan Ricordeau, Nationalsekretär der CFDT, auf einer Pressekonferenz nach einem Treffen in der Zentrale der CGT in Montreuil im Département Seine-Saint-Denis. Yvan Ricordeau: „Es gibt einen Konsens zwischen uns, dass das Ziel darin besteht, stärker zu sein als am 31. Januar.“ An diesem Tag hatten die Gewerkschaften mehr als 2,5 Millionen Demonstranten gezählt und die Behörden 1,27 Millionen. „Wir sind entschlossen, einen extrem massiven 7. März zu erreichen“, sagte auch Catherine Perret (CGT).

    Auf die Frage nach möglichen unbefristeten Streiks ab dem 7. März verwies Yvan Ricordeau die Verantwortung für eine entsprechende Entscheidung an die Verbände der verschiedenen Wirtschaftszweige. Es sei „Sache der Berufssektoren, darüber zu diskutieren, was sie am 7. oder nach dem 7. tun“, betonte er.

    Patricia Drevon von der Gewerkschaft Force Ouvriere sagte dazu: „Wir entmutigen nicht die Streikbewegungen, die über den 7. März hinausgehen“, und verwies auf die Formulierung in dem am Dienstag veröffentlichten Kommuniqué des Gewerkschaftsbündnisses: „Gemeinsam, ab dem 7. März, setzen wir diesem inakzeptablen Rentenreformprojekt ein Ende“.

    Die Gewerkschaften haben sich darauf geeinigt, ein gemeinsames Bild zu malen, das „Frankreich im Stillstand“ symbolisiert zeigt. Ausserdem haben sie Kommunikationsinstrumente aufgebaut, mit denen die „Tausenden, Zehntausenden von Initiativen“ erfasst werden können. „All das zeigt, dass wir strategisch vorgehen, dass wir wissen, wie man Mobilisierungen aufbaut, dass wir ruhig, gelassen und entschlossen sind und dass wir gewinnen werden“, meint Dominique Corona von der Gewerkschaft Unsa.

  • Klimakrise: Drei NGOs verklagen BNP Paribas wegen Finanzierung fossiler Brennstoffe

    Klimakrise: Drei NGOs verklagen BNP Paribas wegen Finanzierung fossiler Brennstoffe

    Die Organisationen Les Amis de la Terre France, Oxfam France und Notre Affaire à Tous fordern die Bank BNP Paribas auf, ihren Verpflichtungen im Kampf gegen den Klimawandel nachzukommen.

    Die Bank wird aufgefordert, Rechenschaft abzulegen. Les Amis de la Terre France, Oxfam France und Notre Affaire à Tous verklagen BNP Paribas am Donnerstag, dem 23. Februar, wegen der finanziellen Unterstützung der französischen Bankengruppe für neue Projekte zur Ausbeutung fossiler Energien. Es handelt sich um den „weltweit ersten Klimastreitfall, der sich gegen eine Geschäftsbank richtet“, so die drei Umwelt-NGOs in einer gemeinsamen Erklärung. Sie hatten die Bank bereits am 26. Oktober verklagt und stellen fest, dass „BNP Paribas seither nicht die aus wissenschaftlicher Sicht dringendste Maßnahme ergriffen hat: die finanzielle Unterstützung für den Ausbau der fossilen Energien einzustellen“, betonen sie.

    Als Grund für die Klage führen die NGOs die Nichteinhaltung des Gesetzes über die Sorgfaltspflicht multinationaler Unternehmen an. Dieses 2017 verabschiedete Gesetz verpflichtet bestimmte multinationale Unternehmen, „schwere Verstöße gegen die Menschenrechte, die Gesundheit und Sicherheit von Personen und die Umwelt“ im Zusammenhang mit ihren Aktivitäten zu verhindern.

    Justine Ripoll von Notre Affaire à Tous erklärte in der Pressemitteilung: „Der Finanzsektor trägt eine enorme Verantwortung für unsere kollektive Fähigkeit, das Pariser Abkommen einzuhalten oder nicht.“ Das Abkommen zielt darauf ab, den Anstieg der globalen Temperaturen unter eine Schwelle zu drücken, bei deren Überschreitung Katastrophen und Mangel zur Normalität werden.

    Die NGOs beschuldigen BNP Paribas, zwischen 2016 und 2021 „der größte europäische und der fünftgrößte globale Finanzierer der Entwicklung fossiler Energien“ zu sein und „durch ihre Finanzierung und ihre Investitionen in die Kohle-, Öl- und Gasindustrie zur globalen Erwärmung beizutragen“. Die von der NGO Reclaim Finance erstellte Website Change de banque schätzt, dass BNP Paribas „bei weitem die französische Bank ist, deren Aktivitäten die größten Auswirkungen auf das Klima haben“, mit „mehr als 142 Milliarden US-Dollar, die seit dem Pariser Abkommen in den Sektor der fossilen Energien (Kohle, Öl und Gas) geflossen sind“.

    Laut einem 2021 veröffentlichten Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) ist es jedoch nur dann möglich, bis 2050 CO2-neutral zu werden und das Pariser Abkommen einzuhalten, wenn keine neuen Projekte zur Förderung fossiler Energieträger in Angriff genommen werden. „Wir fordern, dass die Bank jegliche Unterstützung für den Ausbau fossiler Energien einstellt und ihre Aktivitäten wirklich darauf ausrichtet, die globale Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen, in Übereinstimmung mit den Zielen des Pariser Abkommens“, teilen die drei klagenden Organisationen mit.

    „BNP Paribas stellt den größten fossilen Energieunternehmen weiterhin neue Blankoschecks aus, ohne Bedingungen für einen Übergang weg von Öl und Gas. Anstatt konkrete Verpflichtungen einzugehen, um elementare wissenschaftliche Forderungen zu erfüllen, kommuniziert BNP Paribas und trägt dazu bei, die Zweifel am wissenschaftlichen Konsens zu schüren.“ (Alexandre Poidatz, im Kommuniqué von Oxfam Frankreich, Friends of the Earth und Notre Affaire à Tous)

    Im April 2021 trat BNP Paribas der Net Zero Banking Alliance (NZBA) bei, einem Programm, das von den Vereinten Nationen im Rahmen der COP26 in Glasgow initiiert wurde, um Banken dazu zu bewegen, sich am Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe zu beteiligen. Auf Anfrage verteidigte die Bank ihre diesbezüglichen Ambitionen und bezeichnete sich „heute“ als „eine der großen globalen Banken mit den ehrgeizigsten Zielen zur Reduzierung der Erdölfinanzierung“. Auf ihrer Website verspricht BNP Paribas, „ihr Engagement in der Ölproduktion bis 2025 um 25% (im Vergleich zu 2020) zu reduzieren“.

    Für die Verbände sind diese Ankündigungen sowie die offizielle Antwort an die Anwälte der NGOs jedoch „noch weitgehend unzureichend“. „Die Bank verlangt von ihren Kunden nicht, dass sie einen Ausstiegsplan ohne neue Öl- und Gasprojekte haben, auch wenn sie sich im Jahr 2020 dazu verpflichtet hat, dies für den Kohlesektor zu tun.“

  • Globale Erwärmung: Nach 32 Tagen ohne Regen – Frankreich im Dürrealarm

    Globale Erwärmung: Nach 32 Tagen ohne Regen – Frankreich im Dürrealarm

    In Frankreich gab es 32 Tage lang keinen richtigen Regen – die längste meteorologische Dürreperiode, die jemals aufgezeichnet wurde. Diese Situation gefährdet die Erholung des Grundwasserspiegels, der bereits durch die historische Dürre im letzten Jahr erschöpft war. Umweltminister Christophe Béchu erwägt Maßnahmen zur Einschränkung der Wassernutzung.

    Es ist ein Rekord, auf den Frankreich gut hätte verzichten können: Météo-France bestätigte gestern, dass es im ganzen Land 32 Tage lang keinen richtigen Regen gegeben hat – die längste meteorologische Dürreperiode, die jemals in Frankreich aufgezeichnet wurde. Die Trockenheit ist umso besorgniserregender, als sie im Winter auftritt, einer Zeit, in der sich normalerweise die Grundwasserr-Reserven auffüllen. Und das wäre vor dem Hintergrund eines chronischen Niederschlagsdefizits seit August 2021 und nach einer außergewöhnlichen Dürre und Hitzewelle im Jahr 2022, die Folgen der globalen Erwärmung sind, besonders wichtig gewesen.

    Minister Béchu beruft am Montag die Präfekten ein, um Maßnahmen zu ergreifen.
    Diese Dürreperiode wurde gestern unterbrochen, als es endlich etwas regnete, aber die Situation ist und bleibt so besorgniserregend, dass der Minister für den ökologischen Übergang, Christophe Béchu, gestern ankündigte, dass er Maßnahmen zur Einschränkung der Wassernutzung „ab März“ in Betracht ziehen werde.“ „Frankreich befindet sich in Alarmbereitschaft. Ab Montag werden wir mit den Präfekten schauen, wo wir stehen. Es ist der trockenste Winter seit 1959“, sagte der Minister gegenüber Franceinfo und erklärte, dass die Grundwasserspiegel „zwei Monate hinter der normalen Füllung zurückliegen.“

    Der Minister hat bereits bestätigt, dass ab Montag „weiche“ Einschränkungsmaßnahmen ergriffen werden, „um katastrophale Situationen“ in diesem Sommer zu vermeiden. Christophe Béchu rief dazu auf, ab sofort sehr sparsam zu sein, insbesondere bei der Befüllung von Schwimmbädern.

    In der Landwirtschaft wächst die Sorge um die Wasserversorgung und am Dienstag fand in Mont-de-Marsan eine Demonstration von rund 1.000 Landwirten statt, die den Erhalt der Bewässerung forderten. Dazu sagte der Minister: „Es gibt keine Landwirtschaft ohne Wasser. Es wäre scheinheilig, die Landwirte daran zu hindern, zu produzieren, um dann zu importieren“. Béchu sprach sich dafür aus, dass „mehr Abwasser genutzt werden kann“.
    Auf jeden Fall besteht nunmehr dringender Handlungsbedarf, da die Prognosen von Météo-France in der Tat alarmierend sind. „Der Februar 2023 wird voraussichtlich mit einem Niederschlagsdefizit von mehr als 50 % enden und damit zu einem der trockensten Februarmonate seit Beginn der Messungen im Jahr 1959 werden“, kündigte Météo-France an. Der Mangel an Regen „hängt hauptsächlich mit den antizyklonalen Bedingungen seit Ende Januar zusammen, die wie eine Art Schutzschild“ gegen die regenbringenden Wolken gewirkt haben, so Simon Mittelberger, Klimatologe bei Météo-France.

    Aber insbesondere sind es die Wiederholung der Trockenperioden und der Kontext, was Anlass zur Sorge gibt – auch wenn die Wissenschaftler diese spezifischen Dürreperioden noch nicht eindeutig auf Klimaveränderungen zurückgeführt haben.

    Im Januar bereits äußerte sich das Bureau de recherches géologiques et minières (BRGM) „ziemlich pessimistisch“ über die Verfügbarkeit von Grundwasser im nächsten Sommer, das immerhin zwei Drittel des Trinkwassers und ein Drittel der landwirtschaftlichen Bewässerung liefert. Wenn es 2023 genauso wenig regnet, „werden wir zu einer Situation kommen, die viel schlimmer ist als die, die wir im Spätsommer 2022 erlebt haben.“

    „Die Erwärmung hat begonnen. In Frankreich sind wir bereits bei +1,7 °C… Sich vorbereiten heißt, die Leugnung aufzugeben“, sagt Umweltminister Christophe Béchu.

    „Die Wintertrockenheit, die Frankreich derzeit heimsucht, zwingt uns dazu, unsere Wasser-Nutzungen zu priorisieren. Der erhöhte Druck auf die Wasserressourcen wird jedes Jahr stärker und wir müssen gemeinsam sparsam sein, wie wir es auch bei der Energie tun“, mahnt Carole Delga, Präsidentin von Régions de France und der Region Okzitanien, die eine große Konzertierung zum Thema Wasser eingeleitet hat, die den Auftakt zu einem regionalen Wasserplan bildet, „der im kommenden Juni verabschiedet werden soll“.

  • Kampf gegen Steuerhinterziehung: In 2022 konnte Frankreich Rekordsumme von 14.6 Milliarden Euro eintreiben

    Kampf gegen Steuerhinterziehung: In 2022 konnte Frankreich Rekordsumme von 14.6 Milliarden Euro eintreiben

    Minister Gabriel Attal begrüßte die „historischen Ergebnisse“, die die Steuerbehörden im vergangenen Jahr erzielt hatten: 1,2 Milliarden Euro wurden im Vergleich zu 2021 zusätzlich eingezogen. „Im Jahr 2022 hat unser Kampf gegen Steuerbetrug historische Ergebnisse hervorgebracht“, freut sich Gabriel Attal. Gegenüber der Zeitung Le Parisien versicherte der Minister für öffentliche Finanzen am Mittwoch, dem 22. Februar, dass die Regierung die Rekordsumme von 14,6 Milliarden Euro hinterzogener Steuern eintreiben konnte, „davon fast 9 Milliarden von Unternehmen“. Das sind 1,2 Milliarden Euro mehr als im Jahr 2021, im Jahr 2020 hatte der Staat 7,8 Milliarden Euro nachträglich eingezogen. Die sogenannten „schweren Fälle“, Fälle, die „zu Strafen von mehr als 40% führen“, nehmen laut Gabriel Attal zu, ebenso wie der Mehrwertsteuerbetrug, der für das letzte Jahr auf 2,2 Milliarden Euro geschätzt wird. Das amtliche Statistik-Institut Insee schätzt, dass sich die Unregelmäßigkeiten bei der Mehrwe…

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  • Cold Case: Der Fall Bernard ist eines der ältesten ungelösten Justizrätsel in Frankreich

    Cold Case: Der Fall Bernard ist eines der ältesten ungelösten Justizrätsel in Frankreich

    Cold Cases, die ungelösten Kriminalfälle, haben seit einem Jahr in Nanterre eine neue Abteilung der französischen Justiz, die speziell ihnen gewidmet ist. Die Journalisten von France Télévisions trafen sich mit den Kindern von Danielle Bernard, einer Krankenschwester, die 1989 brutal ermordet wurde und deren Fall bis heute ungelöst ist. Doch jetzt kommen die Ermittlungen endlich wieder in Gang.

    Wer könnte etwas gegen Danielle Bernard, eine 39-jährige Krankenschwester und Mutter von vier Kindern, gehabt haben? Warum wurde sie im Juli 1989 brutal ermordet? Fragen, die ihre Tochter und ihren Sohn seit 34 Jahren verfolgen. Sie haben sich bereit erklärt, die Journalisten von France Télévisions vor das Haus ihrer Kindheit in Auxerre (Yonne) zu führen, in dem sich damals ihr Leben so brutal verändert hat. Sie war damals 19 Jahre alt, er 6. „Wir waren glücklich, und dann hörte das Glück auf“, fasst Valérie Antier, die Tochter von Danielle Bernard, auf dem Sender France 3 zusammen. „Man hat sie in ihrem Wohnzimmer auf ihrem Sofa gefunden, mit einem Schürhaken im Kopf und einem Schraubenzieher im Herzen“, erzählt Valérie.

    Die Ermittler scheinen entscheidende Spuren ignoriert zu haben.
    „Unser Leben hat am 7. Juli 1989 aufgehört“, fügt die Tochter des Opfers hinzu. Von ihrer Mutter sind ihnen nur noch Fotos geblieben, die sorgfältig aufbewahrt werden. „Kein Gesicht oder keinen Namen zu haben, von der Person oder den Personen, die das getan haben, ist für mich eine Art Gewalt“, sagt Valérie Antier. Liebeskummer, Rache, Geldgeschäfte – die Ermittler tasteten sich vor. Zwei Männer wurden verdächtigt. Ein Arbeitskollege und dann der Ex-Mann der Krankenschwester, der aber schnell von dem Verdacht befreit wurde. In all diesen Jahren scheinen die Ermittler jedoch entscheidende Spuren ignoriert zu haben.

    Zu der Zeit des Mordes an Danielle Bernard waren nicht weniger als drei Serienmörder in Auxerre und Umgebung aktiv.

  • Benzin- und Dieselpreise: TotalEnergies kündigt eine Obergrenze von 1.99 € pro Liter an

    Benzin- und Dieselpreise: TotalEnergies kündigt eine Obergrenze von 1.99 € pro Liter an

    Der Vorstandsvorsitzende von TotalEnergies, Patrick Pouyanné, kündigte am Mittwoch an, dass die Preise für Diesel und Benzin bis zum Ende des Jahres bei Total nicht über 2€ pro Liter steigen werden. 

    Der Preis für Kraftstoffe wird bis Ende 2023 an den Tankstellen von TotalEnergies nicht über 2 Euro pro Liter steigen, kündigte Patrick Pouyanné, Vorstandsvorsitzender von TotalEnergies, am Mittwoch, dem 22. Februar, in der 20H-Sendung des französischen Fernsehsenders TF1 an.

    Der Preisdeckel bei TotalEnergies wird ab dem 1. März für alle Benzin- und Dieselkraftstoffe (Diesel Premier B7, Diesel Premier B10, SP95-E10, SP95-E5, Superethanol E85) wirksam. Lediglich Bleifrei 98 und Diesel Excellium in Premiumqualität werden nicht betroffen sein. Dieser neue Rabatt wird an allen 3.400 Total-Tankstellen in Frankreich umgesetzt. Ab dem 25. Februar wird die Maßnahme bereits an rund 100 Tankstellen an und in der Nähe der Autobahnen in Frankreich gelten.

    20 Milliarden Euro Gewinn im Jahr 2022.
    Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen TotalEnergies mehrere Monate lang den Autofahrern in Frankreich an seinen Tankstellen einen Rabatt von 20 Cent und später von 10 Cent pro Liter Kraftstoff gewährt. Diese finanzielle Unterstützung war im Dezember letzten Jahres ausgelaufen. Im Januar stiegen die Kraftstoffpreise wieder an. Mittlerweile hatte der Konzern TotalEnergies für das Jahr 2022 einen Gewinn von fast 20 Milliarden Euro angekündigt. Die Regierung und die französischen Autofahrer erwarteten daraufhin weitere Unterstützungsmaßnahmen an den Tankstellen des Konzerns.

    Anfang Februar hatte TotalEnergies CEO Patrick Pouyanné bereits angedeutet, dass eine neue finanzielle Unterstützung angeboten werden sollte: „Wenn der Liter Dieselkraftstoff 2 € übersteigt, könnte TotalEnergies neue gezielte Rabattaktionen an der Zapfsäule durchführen“, hatte der Vorstandsvorsitzende damals in der Zeitung Le Parisien angedeutet. Er versicherte jedoch, dass der Kraftstoffpreis von 2 € pro Liter nicht zur Norm werden wird: „Auch wenn der Ölpreis derzeit hoch ist, um die 90 $, glaube ich nicht, dass er sehr lange bei diesem Preis bleiben wird. Denn unter dem Druck der Elektromobilität und der Energiewende wird der Ölverbrauch irgendwann sinken. Und damit auch die Preise“.

  • Wassermangel in Frankreich: Landesweite Einschränkungen werden zunehmen

    Wassermangel in Frankreich: Landesweite Einschränkungen werden zunehmen

    Seit nunmehr über einem Monat hat es in Frankreich keinen richtigen Regen mehr gegeben. Das ist umso besorgniserregender, als dies mitten im Winter stattfindet. Das Umweltministerium kündigt an, dass ab März lokal begrenzte Einschränkungen eingeführt werden sollen. Wassereinschränkungen mitten im Winter – das war früher undenkbar. Und doch ist es in dem Dorf Coucouron in der Ardèche jetzt Realität. Die Einwohner müssen mit Wassertanks versorgt werden. In dem kleinen Ort dauert das Ballett der Wassertankwagen seit Juni 2022 an. Die Regenfälle im Herbst und Winter haben nicht ausgereicht. Die Quelle des Dorfes ist fast versiegt. Das ist für einen Monat Februar eine völlig neue Situation und lässt mit grosser Unruhe auf den kommenden Sommer blicken. Das Grundwasser wieder auffüllenEs wird erwartet, dass es in ganz Frankreich zu vermehrten Einschränkungsmaßnahmen kommen wird. In vier Departements gelten bereits heute verschärfte Regeln. Es handelt sich um die Departements Isère, Bouches-du…

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  • Saint-Jean-de-Luz: Lehrerin im Gymnasium von Schüler erstochen

    Saint-Jean-de-Luz: Lehrerin im Gymnasium von Schüler erstochen

    Der Staatsanwalt von Bayonne ist vor Ort. Es bestehe aber keine Gefahr mehr in der Schule, meldet Franceinfo. Eine Spanischlehrerin des Gymnasiums Saint-Thomas-d’Aquin in Saint-Jean-de-Luz (Pyrénées-Atlantiques) starb, nachdem sie am Mittwoch, dem 22. Februar, von einem Schüler ihrer Klasse mitten im Unterricht mit einem Messer attackiert worden war, wie die Staatsanwaltschaft von Bayonne mitteilte. Die Tat ereignete sich kurz vor 10 Uhr. Der 16-jährige Schüler, der die zehnte Klasse besuchte, stach seiner Lehrerin in die Brust. Die Lehrerin war 54 Jahre alt. Der Staatsanwalt begab sich an den Tatort. Der Schüler wurde festgenommen und befand sich am Mittwochmittag in Polizeigewahrsam, wie Franceinfo unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft meldet. Er habe erklärt, besessen zu sein, so eine Polizeiquelle gegenüber France Télévisions. Innerhalb der Schule bestehe nach der Festnahme des Schülers keine Gefahr mehr. Zahlreiche Rettungskräfte und Polizeikräfte waren vor Ort, wie France Bleu Pays Basque berichtete. Neben dem Staatsanwalt waren auch der Präfekt des Departements Pyrénées-Atlantiques und die Rektorin des Schulbezirks von Bordeaux (Gironde) vor Ort. Die Kriminalpolizei in Bordeaux hat die Ermittlungen übernommen. Bildungsminister Pap Ndiaye will die Schule besuchen und sich gegen 16 Uhr vor der Presse äußern. „Wir alle denken an den schrecklichen Tod dieser Lehrerin in Saint-Jean-de-Luz infolge der tödlichen Verletzungen, die ihr von einem 16-jährigen Schüler zugefügt wurden“, sagte Regierungssprecher Olivier Véran nach der Sitzung des Ministerrats vor der Presse in Paris. Véran fügte hinzu: „Natürlich werde ich nicht auf die gerichtliche Untersuchung eingehen, die gerade begonnen hat, sondern Ihnen nur sagen, wie sehr wir die gesamte Bildungsgemeinschaft unterstützen, einschließlich der Lehrer, der Schulleiter, der Eltern und der Schüler selbst. Es ist schwer vorstellbar, welches Trauma dies auf lokaler Ebene und auch auf nationaler Ebene darstellen kann.“