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  • Tod von Nahel: Ein Dutzend Schulen wurden während der Unruhen ganz oder Teilweise zerstört

    Tod von Nahel: Ein Dutzend Schulen wurden während der Unruhen ganz oder Teilweise zerstört

    Insgesamt zählte das französische Bildungsministerium Beschädigungen an 243 Schulen. Der Bildungsminister verspricht, dass alle Schülerinnen und Schüler zu Beginn des neuen Schuljahres irgendwo untergebracht werden. Ein Dutzend Schulen wurden während der jüngsten Krawallnächte nach dem Tod des 17-jä…

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  • Tod von Nahel: Emmanuel Macron empfängt die Bürgermeister von 220 Gemeinden

    Tod von Nahel: Emmanuel Macron empfängt die Bürgermeister von 220 Gemeinden

    Die Polizei hat in der Nacht von Montag auf Dienstag, den 4. Juli, in ganz Frankreich 72 Personen festgenommen, verglichen mit 157 in der Nacht zuvor, wie das Innenministerium am Dienstagmorgen mitteilte. Damit steigt die Zahl der Festnahmen seit Beginn der Unruhen im Zusammenhang mit dem Tod des 17-jährigen Nahel auf 3.486. Nach den jüngsten Zahlen wurden in dieser Nacht 159 Fahrzeuge angezündet, 24 Gebäude beschädigt und vier Räumlichkeiten von Polizei, Gendarmerie oder Stadtpolizei angegriffenen. Das nächtliche Aufgebot der Vortage, d. h. etwa 45.000 Polizisten und Gendarmen, war beibehalten worden. Emmanuel Macron empfängt die Bürgermeister. Das Staatsoberhaupt wird am Dienstag die Bürgermeister von rund 220 Gemeinden, die im ganzen Land Opfer von Ausschreitungen geworden sind, empfangen. Mit dieser Konsultation der Kommunalpolitiker möchte der Präsident „eine sorgfältige und längerfristige Arbeit beginnen, um die Gründe, die zu diesen Ereignissen geführt haben, gründlich zu verste…

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  • Tod von Nahel: Hacker leaken persönliche Daten von mehr als 1.000 französischen Richtern

    Tod von Nahel: Hacker leaken persönliche Daten von mehr als 1.000 französischen Richtern

    Eine Gruppe von Hackern hat die persönlichen Daten von mehr als tausend Richtern und Staatsanwälten geleakt. Der 17-jährige Nahel wurde am Dienstag, dem 27. Juni in Nanterre bei einer Verkehrskontrolle von einem Polizisten getötet.

    Bei der Pariser Staatsanwaltschaft wurde am Montag eine Klage wegen „Angriffs auf ein automatisiertes Datenverarbeitungssystem“ eingereicht.

    Das Ministerium bestätigte ohne weitere Details, dass es sich um „alte Daten“ handele und dass „der Hackerangriff nicht auf die Server des Justizministeriums gerichtet war“.

    Geschäftliche E-Mails, Telefonnummern, Postadressen und sogar IBANs: Die Excel-Datei, die der Nachrichtenagentur AFP zugespielt wurde, enthält insgesamt persönliche Daten von 1.121 Richtern und Staatsanwälten, wie zum Beispiel die der derzeitigen Ministerin für Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern, Isabelle Rome. Einige der betroffenen Personen sind mittlerweile im Ruhestand. Aber die Datei enthält auch Namen von Richtern, die noch im Dienst sind, wie die AFP feststellte.

    Die Hackergruppe mit dem Namen KromSec hatte sich bereits am Sonntagabend auf ihrem Telegram-Kanal zu dem Angriff bekannt und gleichzeitig implizit auf die Unruhen verwiesen, die Frankreich seit fast einer Woche erschüttern. „Die weiteren Ereignisse in Frankreich werden darüber entscheiden, ob wir die Daten veröffentlichen oder nicht“, warnte die Hackergruppe.

    „Die französische Regierung muss den Rassismus aus ihren Polizeikräften ausmerzen, sonst wird das Anonymous-Kollektiv den Demonstranten zu Hilfe kommen“, twitterte KromSec am Sonntag. Die Hackergruppe entschied sich am späten Montagmorgen für die Veröffentlichung der Daten, als andere Hackerteams versuchten, die Urheberschaft für den Cyberangriff für sich zu beanspruchen und die Daten weiterzuverkaufen.

  • Unruhen nach Tod von Nahel: Hohe Kosten für Versicherungen und vandalisierte Geschäfte

    Unruhen nach Tod von Nahel: Hohe Kosten für Versicherungen und vandalisierte Geschäfte

    Das Wirtschaftsministerium beziffert die Zahl der Geschäfte, die seit Beginn der gewalttätigen Unruhen am Dienstag, dem 27. Juni, in Frankreich zerstört und geplündert wurden, auf 700. Dies ist jedoch nur eine vorläufige Bilanz. Die Rechnung wird sowohl für die Versicherer als auch für einige Versicherte sehr hoch ausfallen.

    Es sind bisher nur geschätzte Zahlen: 250 Tabakläden, 250 Bankfilialen, etwa 200 Supermärkte und viele andere kleine Geschäfte. Es gibt noch keine genauen Zahlen, aber alle Opfer stellen sich bereits jetzt die Frage nach einer Entschädigung. Die Entscheidung ist nicht einfach, da es sich hier nicht um einen klassischen Schadensfall wie Brand- oder Wasserschäden handelt. Vandalismus ist ein ganz anderes Thema.

    Feuer und Diebstahl werden als Grundrisiken aufgeführt, die in der Regel von gewerblichen Versicherungsverträgen abgedeckt werden. Dies gilt jedoch nicht für die Betriebsverluste, die durch die Schließung der zerstörten Geschäfte entstehen. Die gleiche Situation gab es während der Covid-Pandemie, als Geschäfte und Restaurants auf Verlangen des Staates schließen mussten. Es gab keinen Schaden, nur eine administrative Verpflichtung, die aber zu Umsatzeinbußen führte.

    Laut dem Verband France Assureurs ist heute nur jedes zweite Geschäft gegen Betriebsverluste versichert, die durch eine längere Schließung verursacht werden. Also wird nur jedes zweite Geschäft, das seit Beginn der Gewalt von Plünderungen betroffen ist, für seine Betriebsverluste bis zur Wiedereröffnung entschädigt werden. Für die nicht versicherten Händler ist es bitter, da oft der Zeitpunkt der Wiedereröffnung nicht absehbar ist. Sie müssen zerbrochene Fensterscheiben austauschen und andere Schäden im Inneren reparieren. Dadurch und durch die Diebstähle wird bei vielen Geschäftsinhabern die Rechnung sehr hoch ausfallen. Nun erfolgt ein Appell des Wirtschaftsministers an die Versicherer, sich wohlwollend zu zeigen.

    Die Versicherungsbranche versichert zwar, dass sie nicht auf den Aufruf von Bruno Le Maire gewartet hat, um zu reagieren, aber die Sache ist nicht so einfach! Die Meldefristen zu verlängern ist eine Sache, die Selbstbeteiligungen zu senken ist wirtschaftlich gesehen eine andere. Alles hängt von den unterzeichneten Verträgen ab. Das gilt auch für Autos: Wessen Fahrzeug zerstört wurde, das mit einer Vollkaskoversicherung geschützt war, wird die Entschädigung automatisch und in voller Höhe erhalten. Bei allen anderen Verträgen, die keine spezielle Vandalismusversicherung enthalten, werden die Fahrzeughalter wohl auf den Kosten sitzen bleiben.

    Bei nicht gedeckten Schäden kann man sich immer noch an den Staat wenden, der zivilrechtlich für Schäden haftet, die aus Straftaten resultieren, die bei Unruhen begangen werden. Das sieht das Gesetz über innere Sicherheit vor, aber das Verfahren ist schwerfällig und dauert lange, bis es erfolgreich abgeschlossen ist.

  • Tod von Nahel: Warum werden Bürgermeister von Randalierern besonders ins Visier genommen?

    Tod von Nahel: Warum werden Bürgermeister von Randalierern besonders ins Visier genommen?

    Rathäuser und Bürgermeister waren in den letzten Tagen bevorzugte Ziele der Randalierer in Frankreich. Alles andere als ein Zufall? „150 Rathäuser oder kommunale Gebäude sind seit Dienstag angegriffen worden, ein Novum in der Geschichte des Landes.“ Der Präsident der Vereinigung der Bürgermeister Frankreichs (AMF) David Lisnard schlägt vor dem Hintergrund eines nationalen Flächenbrandes nach dem Tod des jungen Nahel am Dienstag, dem 27. Juni, Alarm. Da in den letzten Tagen eine deutliche Zunahme der Angriffe auf Bürgermeister und politische Vertreter zu verzeichnen war, rief David Lisnard Bürgermeister und Bürger dazu auf, sich am Montag um 12 Uhr vor den Rathäusern im ganzen Land zu versammeln. Seit dem Rücktritt des Bürgermeisters von Saint-Brévin (Loire-Atlantique) Yannick Morez Anfang Mai, auf dessen Haus ein Brandanschlag verübt worden war, herrscht in der politischen Klasse Frankreichs das Gefühl vor, dass eine Grenze überschritten wurde. „Die Bürgermeister stehen an vorderster F…

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  • Tod von Nahel: Für die Familie des Polizisten wurden fast 1.4 Millionen Euro gespendet – heftige Kritik wird laut

    Tod von Nahel: Für die Familie des Polizisten wurden fast 1.4 Millionen Euro gespendet – heftige Kritik wird laut

    Ein Pool zur Unterstützung der Familie des Polizisten, der wegen Totschlags an dem jungen Nahel angeklagt und in Haft genommen wurde, sorgt für viel Gesprächsstoff, vor allem wegen des überwältigenden Erfolgs. Der Aufruf zur Unterstützung wurde vom ehemaligen Sprecher des rechtsextremen Politikers Éric Zemmour, Jean Messiah, veröffentlicht und hat mittlerweile fast 1,4 Millionen Euro erreicht.

    Fast 900.000 Euro kamen in nur drei Tagen zusammen. Zur Unterstützung der Familie des Polizisten aus Nanterre, der nach dem Tod des 17-jährigen Nahel bei einer Verkehrskontrolle wegen vorsätzlicher Tötung angeklagt wurde, wurde ein Spendenpool eingerichtet. Über 40.000 Menschen haben sich daran beteiligt. Einige Spenden beliefen sich sogar auf bis zu 3.000 Euro. Nach Ansicht der Polizeigewerkschaft ist diese Hilfe dringend erforderlich. Jean-Christophe Couvy von der Gewerkschaft SGP-FO erklärte: „Die Frau des Polizisten sowie sein Kind mussten sehr schnell umziehen. Das verursacht Kosten. […] Es ist auf einen Schlag eine Familie, die ihr Leben ändern muss.“

    „Die Gelder werden direkt an die betreffende Familie gezahlt“
    Aber die Initiative ist höhst umstritten. Sie wird von Jean Messiah, dem ehemaligen Wahlkampfsprecher des Rechtspolitikers Eric Zemmour, vorangetrieben. Einige, wie der Generalsekretär der Parti Socialiste, empören sich über die Spendenwebseite und prangern sie als „einen Pool der Schande“ an. 
    Ein anderer Spendenpool zur Unterstützung von Nahels Mutter hat bisher nur etwa 170.000 Euro eingesammelt.

  • Landung in der Normandie: Letzter Zeitzeuge Léon Gautier stirbt im Alter von 100 Jahren

    Landung in der Normandie: Letzter Zeitzeuge Léon Gautier stirbt im Alter von 100 Jahren

    Frankreich hat einen seiner letzten Kriegshelden verloren. Léon Gautier, der letzte Veteran des Kommandos Kieffer, das am 6. Juni 1944 in der Normandie landete, starb am Montag, dem 3. Juli, im Alter von 100 Jahren.

    Applaus am 6. Juni für einen Veteran der Landung in der Normandie: Léon Gautier. Er war der letzte Überlebende des Kommandos Kieffer. Gautier war einer der Franzosen, die mit den Alliierten an den Stränden der Normandie anlandeten, um ihr Land von den Nazis zu befreien. Er war das letzte überlebende Mitglied der 177 Soldaten der prestigeträchtigen Einheit Kieffer, die am 6. Juni 1944 landete. „Ich hatte keine Angst. Meine Kameraden übrigens auch nicht. Wir wollten als Sieger nach Hause gehen. Wir wollten nach Hause gehen, aber vorher Frankreich befreien“, bezeugte Gautier im Jahr 2022.

    Von seinem längsten Tag unter dem Feuer der deutschen Verteidigung wurde dieser ehemalige Marinefüsilier nicht müde, den jungen Generationen unermüdlich zu erzählen. Der Veteran zögerte auch nicht, sich für den Frieden einzusetzen. „Krieg bedeutet, Menschen zu töten. Menschen töten, das ist kein Vergnügen. […] Krieg ist nicht schön“, sagte er immer wieder. In Kürze wird ihm an den Stränden der Normandie, die er einst befreit hatte und wo er sich anschließend niedergelassen hatte und nun im Alter von 100 Jahren verstarb, eine nationale Ehrung zuteil werden.

  • Gewalt nach Nahels Tod: Kehrt in Frankreich wieder Ruhe ein?

    Gewalt nach Nahels Tod: Kehrt in Frankreich wieder Ruhe ein?

    Die Nacht vom 2. auf den 3. Juli war ruhiger als die vorherigen Nächte. In Dammarie-lès-Lys im Département Seine-et-Marne schlossen sich Geschäftsleute zusammen, um durch die Straßen zu patrouillieren und die Ruhe zu bewahren.

    Es herrscht Ruhe am späten Montagabend, dem 3. Juli, in Nanterre (Hauts-de-Seine). Gegen 18 Uhr waren keine Polizei-Busse im Einsatz und keine Polizeipatrouillen auf den Straßen zu sehen. Die Regierung versichert aber, dass die Ordnungskräfte genauso zahlreich sein werden wie am Vortag. 45.000 Gendarmen und Polizisten sind mobilisiert. Diese Vorkehrungen scheinen Früchte zu tragen. In Dammarie-lès-Lys (Seine-et-Marne) in der Nähe von Paris sind die Geschäftsleute jedoch noch immer auf der Hut, weil sie Angst haben, dass die Gewalt wieder aufflammt. Der Betreiber eines Mini-Marktes musste mit ansehen, wie sein Geschäft verwüstet wurde. Bei ihm gibt es nichts mehr zu holen, aber das gilt nicht für alle Läden in der Nähe. Einige sind bisher verschont geblieben. Um sie zu schützen, haben sich die Ladenbesitzer nun zusammengeschlossen und patrouillieren selbst in den Straßen.

    Farid Hassouni, einer der Ladenbesitzer, berichtet gegenüber dem Sender France 3: „Für mich hat sich das ausgezahlt, denn die Gruppen, die wir gesehen haben, sind umgekehrt.“ Weniger Festnahmen, weniger Zwischenfälle in der letzten Nacht. Haben die Aufrufe der Familie des von einem Polizisten getöteten Nahel zur Ruhe den Zorn einiger Jugendlicher besänftigt? Die Ruhe könnte aber fragil sein. Auch die kommende Nacht wird wieder strenge Sicherheitsvorkehrungen erleben.

  • Angers: Polizei sucht flüchtigen Doppelmörder

    Angers: Polizei sucht flüchtigen Doppelmörder

    Ein 42-jähriger Häftling wird derzeit von Polizei und Gendarmerie in der Gegend rund um Angers (Maine-et-Loire) gesucht. Der Flüchtige wird verdächtigt, auf seiner Flucht zwei Menschen getötet zu haben.

    Mehrere Dutzend Gendarmen sind auf der Suche nach einem besonders gefährlichen Straftäter, der aus dem Gefängnis in Argentan (Orne) ausgebrochen ist. Die Suche begann in der Nacht von Montag auf Dienstag, den 4. Juli. Es wurde ein Zeugenaufruf gestartet. Der Flüchtige wird verdächtigt, eine Frau und einen 72-jährigen Mann getötet zu haben, nachdem er während eines Hafturlaubs geflüchtet war.

    Der 42-jährige Verdächtige verbüßte im Gefängnis von Argentan eine 12-jährige Haftstrafe wegen versuchten Mordes an seiner Ehefrau und eine dreijährige Strafe wegen schwerer Sachbeschädigung.
    Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungen nahm der Beschuldigte während eines Hafturlaubs einen Zug und reiste am 20. Juni nach Angers, wo er sich Verwaltungsdokumente kümmern wollte.

    Am 22. Juni wird in Angers ein erstes Opfer, eine 40-jährige Frau, entdeckt. Man fand die Frau in ihrer Wohnung. Sie trug Spuren am Hals, die auf eine Strangulation mit bloßen Händen hindeuteten, die zu ihrem Tod geführt hat. Der Verdächtige befand sich im selben Gefängnis wie der Ex-Lebensgefährte der Frau. der Flüchtige war seinem späteren Opfer im Gefängnis in Argentan im Besucherraum begegnet.

    Am 28. Juni wurde weiter nördlich in Chailland (Mayenne) eine 26-jährige schwangere Frau entdeckt, die ebenfalls Opfer eines Strangulationsversuchs gworden war. der Täter hatte es offensichtlich auf ihr Fahrzeugs abgesehen. Diese Frau wurde dank des beherzten Eingreifens einer dritten Person gerettet. Der Mann flüchtete daraufhin in ein bewaldetes gebiet und verschwand.

    Am Samstagabend gegen 19 Uhr wurde in Cantenay-Epinard (Maine-et-Loire), nördlich von Angers, ein brennendes Fahrzeug entdeckt. Der Besitzer, ein 72-jähriger Mann, ehemaliger Mechaniker in der Gemeinde und Gemeinderat, wird tot in seinem Haus aufgefunden.

    Die Staatsanwaltschaft veröffentlichte am Montagabend einen Fahndungsaufruf mit einem Foto: Darin wird der Verdächtige als 1,85 m großer Mann beschrieben, „ein Mischlingstyp mit athletischer Statur und schwarzen, lockigen Haaren“. Alle Personen, die über Hinweise verfügen, werden gebeten, die Nummer 0800 877 668 (oder in Notfällen die Nummer 17) zu kontaktieren, ohne zu versuchen, selbst einzugreifen, heißt es in der Fahndungsausschreibung. Laut dem Kommandanten der Gendarmeriegruppe des Departements Maine-et-Loire, sind 52 Gendarmen im Einsatz und über 400 Immobilien wurden bereits überprüft. Auch Polizisten aus Angers beteiligen sich an der Suche.

  • Ferienbeginn in Frankreich: Dürfen Sie Ihre Kinder früher aus dem Unterricht nehmen?

    Ferienbeginn in Frankreich: Dürfen Sie Ihre Kinder früher aus dem Unterricht nehmen?

    Die großen Sommerferien beginnen in Frankreich offiziell am Freitag, dem 7. Juli. Wie jedes Jahr wird ein Teil der Familien ihre Kinder nicht bis zum letzten Tag in die Schule schicken. Ist das erlaubt?

    Während ein Teil der Schülerinnen und Schüler in der Mittel- und Oberstufe nach den Prüfungen bereits in den Ferien ist, ist der letzte Schultag offiziell auf Freitag, den 7. Juli 2023, festgelegt. Alle Schülerinnen und Schüler sollen bis zu diesem Datum in den Unterricht gehen. In Wirklichkeit werden in der letzten Schulwoche die Tage der jüngeren Schüler mit Spielen verbracht, und die Mittel- und Oberschüler wissen, dass die Prüfungen und Zeugnisentscheidungen vorbei sind und nichts mehr auf dem Spiel steht.

    Aus all diesen Gründen ist die Versuchung für einen Teil der Familien in Frankreich groß, ihre Kinder nicht bis zum Ende in die Schule zu schicken. Aus der Sicht dieser Familien gibt es noch andere Vorteile, die Schule ausfallen zu lassen: Die Preise für Hotels und Ferienwohnungen sind in diesen Tagen günstiger, die Touristenorte sind noch nicht so überfüllt und es gibt weniger Verkehr auf den Straßen.

    Haben die Familien das Recht dazu und was riskieren sie?

    Was das Gesetz sagt
    Das Gesetz sieht eine Schulpflicht für Kinder von 3 bis 16 Jahren vor. Es gibt vier offiziell anerkannte Gründe für das Fernbleiben vom Unterricht, heißt es auf der Website service-public.fr: Krankheit des Kindes oder einer seiner Verwandten, feierliche Familienversammlung (Hochzeit, Beerdigung), Verhinderung durch einen Unfall oder für ein Kind, das mit seinen gesetzlichen Vertretern außerhalb der Ferienzeiten umzieht. Außerhalb dieser Gründe wird das Fernbleiben vom Schulleiter, Rektor oder Direktor als unentschuldigt angesehen. Die vorzeitige Abreise in die großen Ferien ist kein gültiger Grund für eine Abwesenheit, auch wenn die Eltern einen Buchungsnachweis vorlegen.

    Was sagt die Schulbehörde?
    Die Éducation nationale muss sofort über jede Abwesenheit informiert werden. „Wenn ein Kind vorübergehend den Unterricht versäumt, müssen die verantwortlichen Personen dem Direktor oder der Direktorin der Bildungseinrichtung unverzüglich die Gründe für diese Abwesenheit mitteilen“, heißt es in Artikel L131-8 des Bildungsgesetzbuchs (Code de l’éducation). Bei mehr als vier unentschuldigten Fehltagen muss sich der Schulleiter mit den Familien in Verbindung setzen und bei mehr als zehn Fehltagen die Behörde (Directeur académique des services de l’Education nationale) benachrichtigen.

    Was droht den Familien?
    Bei wiederholten unentschuldigten Fehlzeiten droht den Familien gemäß Artikel R624-7 des Strafgesetzbuchs eine Geldstrafe von 135 EUR. Wenn die Fehlzeiten wiederholt auftreten und die Erziehung des Kindes gefährden, kann die Strafe sogar bis zu zwei Jahren Gefängnis und 30.000 Euro Geldstrafe betragen (Artikel 227.17 des Strafgesetzbuchs). In der Praxis werden jedes Jahr aber nur äußerst selten Sanktionen verhängt, zumal die Verwaltungsverfahren langwierig sind. Im Mai 2018 wurden gegen einen Notar in Sables-d’Olonne in der Vendée, der sein Kind in der Vor- und Grundschule zweimal eine Woche hatte fehlen lassen, um in den Urlaub zu fahren, zwei Geldstrafen von jeweils 135 Euro verhängt.

    Aus Respekt vor den Lehrkräften und damit das Kind alle seine Sachen abholen kann, ist es in jedem Fall dringend angeraten, das Lehrpersonal im Vorfeld darüber zu informieren, dass ein Kind nicht bis zum letzten Tag am Unterricht teilnehmen wird. Der Dialog ist immer noch die beste Lösung.