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  • Video – Zyklon Belal: Auf La Reunion wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 217 km/h gemessen

    Video – Zyklon Belal: Auf La Reunion wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 217 km/h gemessen

    Auf der Insel La Réunion, dem französischen Überseedepartement, das am Montag, 15. Januar, vom Zyklon Belal heimgesucht wurde, wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 217 km/h gemessen. Die Bewohner, die sich in ihren Häusern verbarrikadiert hatten, erlebten bange Stunden.

    Am Montag, den 15. Januar, fegten zerstörerische Windböen über die französische Insel La Réunion, die die Bewohner in Angst und Schrecken versetzten. An manchen Orten wurden bis zu 217 km/h gemessen. Eine Frau filmte die Wasserflut, die über die Insel hereinbrach. „Die beiden Bäume sind abgerissen. So etwas habe ich in 36 Jahren noch nie gesehen, das ist eine kranke Sache“, kommentierte sie ihr Video. Eine andere Familie, die sich seit Sonntag in ihrem Haus verbarrikadiert hatte, erlebte Stunden der Angst. „Als ich heute Morgen aufwachte, war es ziemlich apokalyptisch, mit unglaublichen Winden“, berichtete ein Bewohner von Saint-Denis (Departement La Réunion) auf dem Sender Franceinfo.

    Ein Obdachloser verlor sein Leben.
    Auf dem Höhepunkt des Zyklons Belal wurde die Insel am Montagmorgen für einige Stunden in Alarmstufe Violett, der höchsten Warnstufe, versetzt. Selbst den Rettungskräften war es verboten, sich auf die Straßen zu begeben. Ein Obdachloser kam in Saint-Gilles ums Leben. Die Alarmstufe Rot und die Ausgangssperre für die Bevölkerung wurden in der Nacht von Montag auf Dienstag aufrechterhalten. Der Präfekt soll im Laufe des Dienstags mitteilen, ob und wann sie aufgehoben werden.

  • Bauerndemonstration in Toulouse: Traktorkonvois blockieren das Stadtzentrum

    Bauerndemonstration in Toulouse: Traktorkonvois blockieren das Stadtzentrum

    Die Landwirte der Region Okzitanien wollen am Dienstag, dem 16. Januar, in Toulouse mobil machen. Es werden 400 Traktoren und mehr als 2.000 unzufriedene Landwirte erwartet. 400 Traktoren mit mehr als 2.000 Landwirten aus der Region organisieren am Dienstag, dem 16. Januar, eine große Demonstration in Toulouse, um für sichere Einkommen und für den Zugang zu Wasser oder gegen die Erhöhung der Steuern zu demonstrieren.Die Traktoren sind um 10 Uhr an der Cité administrative angekommen und werden ab 11 Uhr zum zum Place du Capitole fahren. Die Organisatoren haben versprochen, dass nicht alle Fahrbahnen blockiert werden. Gegen 13 Uhr ist eine Kundgebung an der Präfektur des Departements Haute-Garonne geplant. Die größten Störungen werden am späten Nachmittag erwartet, wenn die Demonstranten Toulouse wieder verlassen.Tisséo, der Betreiber der Toulouser Busse und Bahnen kündigt für den Tag Störungen in seinem Streckennetz an.

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  • Vienne: 60-jähriger Mann tötet seine Frau und bringt sich danach selbst um

    Vienne: 60-jähriger Mann tötet seine Frau und bringt sich danach selbst um

    Die Leichen eines Ehepaars, beide 60 Jahre alt, wurden am Montagmorgen in einem Einfamilienhaus in einer kleinen Gemeinde in der Nähe von Poitiers entdeckt.

    Ein Mann hat in Nieuil-l’Espoir, etwa 15 Kilometer südöstlich von Poitiers (Departement Vienne), zuerst seine Frau getötet und sich anschließend selbst umgebracht, wie der Sender France Bleu Poitou berichtete. Die Leichen des Paares, beide 60 Jahre alt, wurden am Montagmorgen in einem Einfamilienhaus in der kleinen Gemeinde entdeckt, in dem das Paar seit etwa 20 Jahren wohnte.

    Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungen, die von der Gendarmerie in Poitiers durchgeführt wurden, schoss der Mann mit einem Jagdgewehr auf seine Frau, bevor er die Waffe gegen sich selbst richtete. Er war der Justiz bisher unbekannt. Es wurde eine Untersuchung wegen vorsätzlicher Tötung eingeleitet.

  • Nach einem Todesopfer auf La Réunion bedroht der Zyklon Belal jetzt die Insel Mauritius

    Nach einem Todesopfer auf La Réunion bedroht der Zyklon Belal jetzt die Insel Mauritius

    Der Zyklon Belal, der im französischen Überseedepartement La Réunion ein Todesopfer forderte, aber nicht die befürchtete große Katastrophe auslöste, bedroht am Dienstag die Insel Mauritius, wo sintflutartige Regenfälle und Windböen von bis zu 110 km/h erwartet werden.

    Nachdem der Zyklon Belal bei seinem Durchzug durch das französische Überseedepartement La Réunion ein Todesopfer gefordert hatte, bedroht er nun am Dienstag, dem 16. Januar, die Insel Mauritius, wo sintflutartige Regenfälle die Bewohner überraschten und erste Schäden verursachten.

    In der Hauptstadt Port Louis blieben schon am Montag Autos in überfluteten Straßen stecken, denen das Wasser bis zur Motorhaube stand und die manchmal sogar weggespült wurden, wie Bilder lokaler Medien zeigten. Andere Bilder zeigten mächtige Wellen, die die Strandpromenade der Hauptstadt überfluteten, sowie überschwemmte Gebäude mit im Wasser treibenden Möbeln.

    Die Alarmstufe für die Insel wurde am Montag auf drei (von vier möglichen) erhöht und „sintflutartige Regenfälle“ und Windböen von bis zu 110 km/h werden in den nächsten Stunden erwartet, wie der lokale Wetterdienst mitteilte.

    Auf La Réunion gab es am Montag einen Todesfall: eine obdachlose Person, die in Saint-Gilles im Westen der Insel tot aufgefunden wurde. Rund 150.000 Haushalte waren zeitweilig ohne Strom und mehr als 130.000 Menschen hatten am Abend keinen Zugang zu fließendem Wasser.

    Wie eine AFP-Reporterin berichtete, blockierten zahlreiche liegende Bäume die Straßen der Städte im Westen der Insel und mehrere Nebenstraßen wurden überschwemmt. Als Zeichen für die Heftigkeit der Winde wurde ein Hochseefischerboot im Jachthafen von Saint-Gilles teilweise überflutet.

    Der Zyklon Belal hat jedoch „glücklicherweise nicht die befürchtete Katastrophe ausgelöst“, erklärte der Präfekt des Überseedepartements, Jérôme Filippini, bei einer Pressekonferenz, sagte jedoch, dass „die Auswirkungen beeindruckend waren“. Er erklärte: „Belal wird in die Geschichte der Wirbelstürme eingehen und seine Auswirkungen haben noch nicht ganz aufgehört“. Der Präfekt sprach von einer „sich entwickelnden Bilanz“, da die Schäden in vielen Gebieten bisher noch nicht bewertet werden konnten.

    Die Bevölkerung des französischen Überseedepartements mit 870.000 Einwohnern durfte bis Dienstagmorgen die Häuser nicht verlassen. Die Ausgangssperre soll erst aufgehoben werden, wenn die Behörden eine neue Lagebeurteilung vornehmen konnten, damit die Rettungsteams ungestört mit der Räumung der Straßen fortfahren können.

    Der französische Innenminister Gérald Darmanin wird am Mittwoch auf Wunsch von Emmanuel Macron das Departement La Reunion besuchen, um sich ein Bild von den Schäden zu machen und das Rettungspersonal zu unterstützen, wie am Montagabend aus dem Umfeld des Ministers verlautete.

    Der Bürgermeister der Gemeinde Sainte-Marie im Norden von La Réunion hat die Einstufung zur Naturkatastrophe beantragt. „Der Durchzug des Zyklons Belal hat in der Gemeinde Sainte-Marie sehr schwere Schäden verursacht. Kein Stadtteil wurde von den Winden und Niederschlägen verschont. Das zentrale Rathaus wurde so stark beschädigt, dass seine Räumlichkeiten bis auf Weiteres nicht genutzt werden können“, sagte Bürgermeister Richard Nirlo in einer Erklärung.

    Sainte-Marie liegt in der Nähe des Flughafens Roland-Garros von La Réunion, der nach Angaben der Präfektur am Dienstag um 20 Uhr (17 Uhr in Paris) den Flugbetrieb wieder aufnehmen soll.

    Nachdem der Wirbelsturm im Norden und Westen der Insel auf Land getroffen war, hatte er schließlich seinen Lauf nach Norden verändert, ohne ins Landesinnere vorzudringen, wie ursprünglich von Météo-France vorhergesagt. Um 0:30 Uhr GMT am Dienstag befand sich Belal laut einem Bulletin von Météo-France 255 km südöstlich der Küste von La Réunion.

  • Wetter in Frankreich: Schnee- und Eiswarnung in 18 Departements

    Wetter in Frankreich: Schnee- und Eiswarnung in 18 Departements

    Météo France hat 18 Departements vom Ärmelkanal über die Île-de-France bis zum Territoire-de-Belfort in Alarmstufe Orange versetzt. Es wird mit Eisregen und starken Schneefällen gerechnet.

    In Frankreich startet der Winter eine neue Offensive. Météo France setzte für diesen Dienstagabend 18 Departements auf die Warnstufe Orange für Schnee und Eis. Die betroffenen Departements sind: Manche, Calvados, Orne, Eure-et-Loir, Paris, Hauts-de-Seine, Val d’Oise, Essonne, Seine-Saint-Denis, Val-de-Marne, Seine-et-Marne, Yvelines, Loiret, Yonne, Côte d’Or, Haute-Marne, Haute-Saône und Territoire de Belfort.

    Die Schlechtwetterfront wird über den Atlantik kommen. Sie bringt Niederschläge mit sich, die auf kalte Böden fallen und zu gefährlichem Glatteis führen, das in der zweiten Nachthälfte zwischen Dienstag und Mittwoch für Autofahrer besonders gefährlich sein wird.

    Ab Mittwoch folgen auf den Eisregen Schneefälle, die sich auf die gesamte Region Île-de-France ausbreiten und bis Donnerstagmorgen anhalten werden. Auch die Region Hauts-de-France wird am Mittwoch unter Schnee liegen, warnt Météo France.

    Für Mittwoch kündigt Meteo France bereits für 36 Departements in der Nordhälfte die Alarmstufe Orange aufgrund von Unwettern an. In den Departements Finistère und Morbihan werden starke Niederschläge mit 30 bis 50 Litern Regen pro m2 in 24 Stunden erwartet.

    Frankreich befindet sich derzeit inmitten eines Konflikts verschieden warmer und kalter Luftmassen.

  • Klimawandel: Resumé der zweiten Artikelreihe – am Tag des Hurrikans Ida

    Klimawandel: Resumé der zweiten Artikelreihe – am Tag des Hurrikans Ida

    Alle Artikel unserer Serie über den Klimawandel findet ihr unter diesem Link …

    In der zweiten Artikelreihe betrachteten wir die Messungen, die die Veränderungen in den Eigenschaften unserer Atmosphäre im Laufe der Zeit dokumentieren.
    Ziel dieser Messungen ist es zu beurteilen, ob es Trends bei den Faktoren, die das Klima bestimmen, zu geben scheint und ob die Trends mit der Reaktion des Klimasystems auf menschliche Einflüsse übereinstimmen.
    Diese Messungen stammen aus einer Vielzahl von Quellen, von Messungen der Veränderungen des CO2-Gehalts in der Atmosphäre bis hin zu Beobachtungen und Aufzeichnungen von extremen Wetterereignissen.


    Im ersten Artikel der zweiten Reihe stellten wir die Frage:

    Klimawandel – Oder sind wir Menschen doch unschuldig?

    Und fanden folgende Antwort:

    Nein, wir Menschen sind nicht unschuldig! Die Art des Kohlenstoffs (Kohlenstoff-12) beweist, dass der Anstieg der Treibhausgase in der Atmosphäre durch menschliche Aktivitäten verursacht ist.

    Seit über 60 Jahren gibt es den in der sogenannten Keelingkurve verdeutlichten Anstieg der Konzentration des Treibhausgases CO2, und weitere Messungen beweisen ausserdem, dass das Kohlenstoff-12-Isotop in der Atmosphäre immer dominanter wird und daher ein immer grösserer CO2-Anteil durch Menschen verursacht wurde. 


    Im zweiten Artikel kam eine interessante Frage auf: Woher wissen wir eigentlich, dass eine Erwärmung der Erde wirklich stattfindet?

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Daten, die über etwa 140 Jahre gesammelt wurden, belegen, dass sich die Erdoberfläche erwärmt. Und in bestimmten Regionen wie der Arktis schreitet die Erwärmung sogar schneller voran als in anderen. Das vertikale Muster der Erwärmung zeigt, dass sich die Oberfläche und die untere Atmosphäre erwärmen, während die Stratosphäre sich in der Höhe abkühlt, was wiederum den Treibhauseffekt belegt: Die Wärmeabstrahlung der Erdoberfläche erreicht nicht mehr die obersten Schichten der Atmosphäre und kann deshalb auch nicht in den Weltraum entweichen.

    Da liegt schon eine gewisse Ironie in der Sache: Unten, da, wo wir leben, wird es immer heisser – und ganz weit oben, wo es keinem mehr etwas nützt, wird es immer kühler.

    Und wieder gelangen wir zu der gleichen Erkenntnis: Wir müssen die CO2-Emissionen, die offensichtlich das natürliche Gleichgewicht auf eine gefährliche Art und Weise durcheinanderbringen, schnellstmöglich stoppen.


    Der dritte Artikel beschäftigte sich mit 2 sehr wichtigen Punkten: Dem nicht mehr vermeidbaren Klimawandel und den zerstörerischen Auswirkungen, unter denen wir Menschen leiden werden.

    Der nicht mehr vermeidbare Klimawandel in den Ozeanen ist bereits eingetreten, aber noch nicht in seinen vollständigen Auswirkungen messbar. Er ist bedingt durch den Prozess einer lang anhaltenden, allmählichen Durchmischung warmen Oberflächenwassers mit dem kalten Wasser in der Tiefe. Wärme, die den Ozean langsam nach unten durchdringt. Dieser Prozess ist nicht mehr aufhaltbar oder gar umkehrbar, wenn die Wärmeenergie einmal im Wasser gespeichert wurde. Es setzt etwas ein, von dem wir schon oft gehört haben: Der langsame und unaufhaltsame Anstieg des Meeresspiegels.

    Der Anstieg der Meeresspiegel, der weite Küstenregionen betreffen wird, ist schon heute nicht mehr aufzuhalten – mit keinen Mitteln.

    Nach der Erwärmung der Weltmeere müssen wir jetzt aber auch von extremem Wetter sprechen, insbesondere von Hurrikanen und tropischen Stürmen. Denn beides ist untrennbar miteinander verbunden.

    In den letzten Jahren haben wir die stärksten Stürme weltweit aufgezeichnet. Als Beispiele seien genannt der Hurrikan Patricia Oktober 2015 im Nordpazifik und kurz darauf im Frühjahr 2016 der stärkste Sturm, der je in der südlichen Hemisphäre zu messen war, nämlich der Zyklon Winston. Und der stärkste Sturm, der jemals auf dem offenen Atlantik gemessen wurde, das war Irma im Spätsommer 2017.

    Und heute kommt der Hurrikan Ida:

    Hurrikan Ida trifft heute, 29/08/21, mit unglaublicher Zerstörungskraft bei new Orleans auf die amerikanische Küste.

    Und heute, am 29. August 2021, wird Hurricane Ida als Sturm der Kategorie 4 in Louisiana auf die amerikanische Küste treffen. Winde mit einer Geschwindigkeit von unglaublichen 242 Stundenkilometern und Flutwellen mit über 3 Metern Höhe werden erwartet!

    Ida gilt als der stärkste Sturm, den Louisiana jemals erlebt hat. Wer bitte will so etwas am eigenen Leibe erleben?

    Es gibt also einen Trend zu extremeren, intensiveren Stürmen und Wissenschaftler haben geschätzt, dass für jedes Grad Celsius Erwärmung der Oberflächentemperaturen der Ozeane die maximalen Windgeschwindigkeiten und die Häufigkeit dieser Stürme insgesamt um etwa sieben Prozent ansteigen können.

    Irma wütet in der Karibik

    Was bedeutet das für uns Menschen?

    Man berechnet das zerstörerische Potenzial eines Hurrikans als dritte Potenz der Windgeschwindigkeit, 7% Zunahme der Windgeschwindigkeit bedeuten also gleichzeitig etwa 23% Zunahme des zerstörerischen Potentials eines solchen Sturmes. Es ist also wahrscheinlich kein Zufall, dass wir in den vergangenen Jahren einen Trend zu intensiveren und zerstörerischeren Stürmen beobachten, da sich die Temperaturen der Ozeanoberfläche erwärmen.

    Die Zunahme der Intensität von Hurrikanen korreliert mit der Erwärmung der Ozeane. Und das ist die Formel, die die Wissenschaft dafür aufgestellt hat:

    1 Grad Celsius Erwärmung der Wassertemperatur der Weltmeere bringt um 7% höhere Windgeschwindigkeiten in den Stürmen und damit ein um 23% höheres Zerstörungspotential!


    Folgerichtig musste sich der vierte Artikel mit den Veränderungen der Niederschläge und des Niederschlagsmusters befassen.

    Denn die Niederschlagsmuster spiegeln am deutlichsten die früheren und künftigen Auswirkungen des Klimawandels wieder.

    Wenn sich die Erde erwärmt, wenn sich die Ozeane erwärmen und mehr Feuchtigkeit in die Atmosphäre verdunstet, kann es zu intensiveren Niederschlägen kommen. Selbst in Regionen, in denen öfter Dürre herrscht, kann es zu intensiveren Niederschlägen und intensiveren Schneefällen kommen, weil eine wärmere Atmosphäre mehr Feuchtigkeit speichert. Wenn also die Bedingungen für Niederschläge günstig sind, wenn es durch die Erwärmung zu einer Aufwärtsbewegung in der Atmosphäre kommt, kann tatsächlich mehr Niederschlag aus der Atmosphäre herauskommen.

    Nicht nur Hitzeperioden – auch extreme Regenfälle und Hochwasser sind Auswirkungen der globalen Erderwärmung und des Klimawandels.

    Auch diese Veränderungen stimmen mit dem überein, was wir als Folge des Klimawandels erwarten, nämlich dass sich der trockene Wüstengürtel mit der Erwärmung des Planeten polwärts ausbreitet, während die Gesamtniederschläge weltweit und im Norden Europas zunehmen.

    Und das zeigt uns einmal mehr, welch tiefgreifende Auswirkungen selbst eine geringe Erwärmung auf das Klima haben kann. Wenn wir so weitermachen wie bisher, könnte ein Sommer wie der europäische Sommer 2003 in relativ naher Zukunft einmal alle zwei Jahre auftreten. Eine katastrophale Hitzewelle würde in Europa und in vielen anderen Regionen der Welt zu einem zweijährlichen Ereignis werden – mit zehntausenden Toten.


    Der fünfte Artikel begann mit einer traurigen Feststellung:

    Das Eis in seinen verschiedenen Formen, Meereis, Gletscher und Eisschilde, schwindet weltweit.

    Einer der alarmierendsten Trends ist, dass vor allem das mehrjährige Eis in den letzten Jahrzehnten geringer wurde. Tatsächlich gibt es nur noch sehr wenig mehrjähriges Eis, das meiste Eis, das wir inzwischen in der Arktis sehen, ist das saisonale Meereis, das dünne Eis, das mit den Jahreszeiten kommt und geht und oft nicht dick genug wird, um jagende Eisbären zu tragen.

    Immer grössere Teile des mehrjährigen Eises in der Arktis schmelzen ab: In knapp 40 Jahren hat die Arktis fast 40% ihres Eisschildes verloren.

    Auch bei den Gletschern sehen wir einen ähnlichen Trend. Es gibt das Gletscherwachstum, das durch Akkumulation von Schneefall den Gletscher wachsen lässt, und die Ablation, die den Verlust von Eis, entweder durch Abschmelzen oder durch direkte Sublimation von Eis in die Atmosphäre, beschreibt.

    Betrachtet man den Trend der Messdaten, so zeigt sich, dass die Gebirgsgletscher rund um den Globus im letzten Jahrhundert in dramatischem Tempo zurückgegangen sind. Aber warum passiert das? Nun, insbesondere wärmere Sommer führen zu einem höheren Eisverlust, der die Winterakkumulation, das durch Schneefall sich neu bildende Eis, übersteigt.

    Werfen wir einen Blick auf die aggregierten Daten aus Satellitenmessungen, die uns Aufschluss über die Gesamtveränderungen der Eismasse dieser beiden kontinentalen Eisschilde, des arktischen und des antarktischen Eisschildes, geben. Und wir sehen, dass diese Eisschilde bereits beträchtliche Mengen an Eis verloren haben.

    Wenn man noch vor einem Jahrzehnt Experten auf diesem Gebiet gefragt hätte, was sie erwarten würden, hätten sie gesagt, dass wir wahrscheinlich bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts keinen nennenswerten Verlust an Eis bei diesen beiden kontinentalen Eisschilden sehen würden. Und zwar deshalb, weil die Modelle mit der Erwärmung der Ozeane höhere Niederschläge und damit eine verstärkte Ansammlung von Schnee im Zentrum der Eisschilde vorhersagten, was den verstärkten Verlust an der Peripherie der Eisschilde durch die Erwärmung der Ozeane ausgleichen würde. Das war leider ein Irrtum.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass alle Bereiche der Kryosphäre, von den Gebirgsgletschern bis hin zu den kontinentalen Eisschilden, in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich an Eis verloren haben.

    Ist ja eigentlich auch logisch und leicht zu verstehen: Während sich die Erde weiter erwärmt, schmilzt auch das Eis weiter.

    Was sind die Folgen dieser Eisschmelze? Nun, die Tatsache, dass die Eisschilde früher als von den meisten Modellen der Wissenschaftler vorhergesagt zu kollabieren beginnen, bedeutet, dass wir den Beitrag des schmelzenden Eises beim Anstieg des Meeresspiegels früher als erwartet erleben werden.

    Und tatsächlich steigt auch der Meeresspiegel schneller, als noch vor einem Jahrzehnt vorhergesagt.

    Vor diesem Hintergrund muss man leider sagen: Haltet euch in etwa 50 Jahren von den Küsten fern – es könnte nass und ungemütlich werden. Auf alle Fälle sollten Besitzer von Liegenschaften in unmittelbarer Küstennähe mit einem einsetzenden Wertverlust in den kommenden Jahrzehnten rechnen, der gegen Ende des 21. Jahrhunderts auch ein Totalverlust werden könnte.


    Der sechste und letzte Teil der zweiten Artikelserie beschäftigte sich mit der Erdgeschichte und den Klimaveränderungen der vergangenen 100 Millionen Jahre bis heute.

    Eines der häufigsten Argumente, das wir von Personen hören, die den Klimawandel nicht für vom Menschen gemacht halten, ist, dass sich das Klima doch schon immer geändert hat, dass die globale Erwärmung doch Teil eines natürlichen Prozesses sei.

    Natürlich ist das ein Argument, dass man nicht einfach vom Tisch wischen kann. Und ja, in diesem Punkt haben sie sogar recht, die Leugner eines menschengemachten Klimawandels: Das Klima wandelt sich, seit es ein Klima auf unserem Planeten gibt. Auch stimmt es, dass die Temperaturen und der CO2-Gehalt der Atmosphäre vor Millionen von Jahren schon wesentlich höher waren als heute.

    Aber all das ist für uns Menschen nicht ausschlaggebend. Wichtig ist lediglich die Frage: Können wir mit dem jetzigen Tempo des Klimawandels mithalten? Welchen Schaden wird er der Menschheit bringen? Wird sie ihn überhaupt überleben?

    Wir haben festgestellt, dass die paläoklimatischen Beweise auf historischen Zeitskalen, auf Jahrtausendzeitskalen, die das Kommen und Gehen von Eiszeiten zeigen, und auf den längsten geologischen Zeitskalen, die uns bis ins Zeitalter der Dinosaurier zurückführen, zeigen, dass die heute stattfindende Erwärmung einmalig ist. Dass die Erwärmungsrate, die wir aufgrund des vom Menschen verursachten Klimawandels beobachten, jede Erwärmungsrate übersteigt, die die Wissenschaft für irgendeinen Zeitpunkt in der Vergangenheit dokumentieren konnte.

    Die Untersuchung des Klimas in der Vergangenheit unterstreicht die Rolle, die der vom Menschen verursachte Anstieg der Treibhausgase heute für die globale Erwärmung und den Klimawandel spielt.

    Und niemand vermag zu sagen, ob die Menschheit dazu in der Lage ist, eine Klimaveränderung in einem solchen Ausmass und in dieser nie da gewesenen Geschwindigkeit überleben zu können – falls es uns nicht gelingt sie zu stoppen.


    Unsere grosse Artikelserie über den Klimawandel soll dazu beitragen, ein Basiswissen zu bekommen, das notwendig ist, um ein Verständnis für die komplexen Zusammenhänge des Klimas zu erlangen. Ausserdem hoffen wir auch, Argumente und Informationen zu liefern, die mithelfen können, Leugner des vom Menschen verursachten Klimawandels davon zu überzeugen, dass sie sich die Sache nochmals überlegen sollten…

    Weiter geht es mit dem dritten Teil unserer grossen Artikelserie, der sich mit den Klima- und Wettermodellen beschäftigt, die die Wissenschaftler nutzen, um die Zukunft vorherzusagen. Und wie bei jeder Vorhersage kommt es auf kleinste Details an, die wahrhaft grosse Auswirkungen haben können. Hier der Link: Klimamodelle oder wie die Wissenschaft unsere Zukunft sieht

    Andreas M. Brucker, Redaktionsleitung, Nachrichten.fr

    Alle Artikel unserer Serie über den Klimawandel findet ihr unter diesem Link …


    Und hier nun, wie versprochen, eine Liste von wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu den behandelten Themen:

    IPCC 2014: Observed Changes and Their Causes

    Citation: IPCC, 2014: Climate Change 2014: Synthesis Report. Contribution of Working Groups I, II and III to the Fifth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change [Core Writing Team, R.K. Pachauri and L.A. Meyer (eds.)]. IPCC, Geneva, Switzerland, 39-54.

    National Climate Assessment 2018, Chapter 2 – Our changing climate

    Citation: Hayhoe, K., D.J. Wuebbles, D.R. Easterling, D.W. Fahey, S. Doherty, J. Kossin, W. Sweet, R. Vose, and M. Wehner, 2018: Our Changing Climate. In Impacts, Risks, and Adaptation in the United States: Fourth National Climate Assessment, Volume II [Reidmiller, D.R., C.W. Avery, D.R. Easterling, K.E. Kunkel, K.L.M. Lewis, T.K. Maycock, and B.C. Stewart (eds.)]. U.S. Global Change Research Program, Washington, DC, USA, pp. 72–144. doi: 10.7930/NCA4.2018.CH2

    Northern hemisphere temperatures during the past millennium: Inferences, uncertainties, and limitations

    Citation: Mann, M. E., Bradley, R. S., & Hughes, M. K. (1999). Northern hemisphere temperatures during the past millennium: Inferences, uncertainties, and limitations. Geophysical Research Letters, 26(6), 759-762.

    Record temperature streak bears anthropogenic fingerprint

    Citation: Mann, M. E., S. K. Miller, S. Rahmstorf, B. A. Steinman, and M. Tingley (2017), Record temperature streak bears anthropogenic fingerprint, Geophys. Res. Lett., 44, doi:10.1002/ 2017GL074056.

  • Aisne: Mann nach „kurzem Streit“ am Steuer seines Autos erschossen – Verdächtiger „aktiv gesucht“

    Aisne: Mann nach „kurzem Streit“ am Steuer seines Autos erschossen – Verdächtiger „aktiv gesucht“

    Ein Mann, der verdächtigt wird, einen anderen Mann in Château-Thierry (Aisne) mit einem Schuss ins Auge getötet zu haben, wird „aktiv gesucht“, wie die Staatsanwaltschaft von Soissons am Sonntag mitteilte.

    Ein 31-jähriger Mann wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Château-Thierry (Aisne) am Steuer seines Autos durch einen Schuss ins Auge getötet, wie die Staatsanwaltschaft von Soissons in einer Pressemitteilung bekannt gab.

    Nach ersten Ermittlungen verließ gegen 2.30 Uhr eine Gruppe von etwa zehn Personen ein Bar-Restaurant in der Stadt, einer von ihnen verließ den Ort in seinem Fahrzeug, bevor er etwa zehn Minuten später zurückkehrte, wie der Staatsanwalt von Soissons, Julien Morino-Ros, in einer Pressemitteilung bekannt gab.

    Er sei dann aus seinem Fahrzeug ausgestiegen und zum Auto des Opfers gegangen, so die Staatsanwaltschaft weiter. De Täter zog eine Handfeuerwaffe und feuerte sofort in Richtung des Fahrgastraums, woraufhin er den Ort des Geschehens fluchtartig verließ.

    Die verschiedenen Zeugen, die beim Eintreffen der Polizeikräfte vor Ort waren, wiesen laut Staatsanwaltschaft einen fortgeschrittenen Alkoholisierungszustand auf.

    Ersten Zeugenaussagen zufolge hatten das Opfer und sein Angreifer, die sich vor diesem Abend wohl nicht kannten, einen kurzen und Streit über ein junges Mädchen, das das Opfer angesichts unangenehmen Verhaltens des mutmaßlichen Täters verteidigt hatte.

    Ein Verdächtiger im Alter von etwa 30 Jahren wurde von den Ermittlern identifiziert. Er ist den Behörden aufgrund mehrerer Verurteilungen wegen Gewalttaten und schweren Diebstahls durch Gerichte in Guadeloupe und der Region Paris bereits bekannt und war zwischen 2011 und September 2020 mehrfach inhaftiert.

    Nach dem tödlichen Vorfall befindet sich der mutmaßliche Täter auf der Flucht.

  • „Rendez-vous mit der Nation“: Emmanuel Macron wird am Dienstag eine TV-Pressekonferenz abhalten

    „Rendez-vous mit der Nation“: Emmanuel Macron wird am Dienstag eine TV-Pressekonferenz abhalten

    Nach einem schwierigen Jahr 2023, das von der Rentenreform und der überstürzten Verabschiedung des Einwanderungsgesetzes geprägt war, versucht der Staatschef jetzt, dem Rest seiner zweiten fünfjährigen Amtszeit neuen Schwung zu verleihen. Emmanuel Macron wird am Dienstag, dem 16. Januar um 20.15 Uhr eine TV-Pressekonferenz abhalten. Diese Initiative ist Teil des „Treffens mit der Nation“, das der Präsident angekündigt hatte, wie der Elysée-Palast am Sonntag, dem 14. Januar mitteilte. Die Pressekonferenz wird live aus dem Elysée-Palast auf den Sendern TF1, France 2 und anderen Nachrichtenkanälen übertragen. Die letzte Pressekonferenz in diesem Format, die es dem Staatspräsidenten ermöglichen soll, den neuen Kurs, den er seiner Politik geben will, umfassend zu erläutern und auf sehr weit gefasste Fragen von Frankreich bis zur internationalen Politik zu antworten, fand am 25. April 2019 nach der Krise der „Gelbwesten“ statt. Nach einem schwierigen Jahr 2023, das von der Rentenreform und d…

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  • Charente-Maritime: Unglaubliche Notlandung eines Kleinflugzeugs in La Rochelle

    Charente-Maritime: Unglaubliche Notlandung eines Kleinflugzeugs in La Rochelle

    Eine zweimotorige Maschine musste am Samstag, dem 13. Januar, auf dem Flughafen von La Rochelle notlanden.

    Am Flughafen La Rochelle-Île de Ré (Departement Charente-Maritime) hielten am Samstag, den 13. Januar, alle den Atem an. Ein Pilot musste seine Maschine mit abgeschaltetem Motor auf dem Bauch landen, weil die Fahrwerke blockiert waren und nicht ausgefahren werden konnten. Die zweimotorige Maschine, die in Rouen (Seine-Maritime) gestartet war, gehört einer Firma, die auf Luftaufnahmen spezialisiert ist.

    Beim Landeanflug auf La Rochelle stellte der Pilot fest, dass sich die Fahrwerke nicht ausfahren ließen. Das Jagdgeschwader der französischen Luftwaffe in Mont-de-Marsan (Landes) wurde alarmiert. Ein Rafale-jagdflieger stellte, nachdem seine Besatzung das Blockieren der Räder festgestellt hatte, den Kontakt mit dem Piloten der zweimotorigen Maschine her. „Das ist nichts Harmloses. Als ich neben ihm flog, war eines der letzten Worte, die ich zu ihm sagte: Viel Glück und alles Gute“, berichtet der Jagdflieger Vincent später. Der Pilot des zweimotorigen Flugzeugs landete auf einer für die Notlandung vorbereiteten Landebahn: einem Schaumteppich, der von der Flughafenfeuerwehr ausgelegt wurde. Die Notlandung funktionierte ausgesprochen gut und die beiden Besatzungsmitglieder blieben tatsächlich unverletzt!

  • Paris: Ermittlungen nach dem Fund einer Frauenleiche in einem Hotel im 17. Arrondissement eingeleitet

    Paris: Ermittlungen nach dem Fund einer Frauenleiche in einem Hotel im 17. Arrondissement eingeleitet

    Die Leiche einer 43-jährigen Brasilianerin mit einer „tiefen Wunde“ am Hals wurde am Samstag, dem 13. Januar, in einem Hotel in der Nähe der Porte de Clichy in Paris aufgefunden.

    Die Pariser Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung wegen vorsätzlicher Tötung eingeleitet, nachdem am Samstag, dem 13. Januar, die Leiche einer Frau in einem Hotelzimmer im 17. Arrondissement der Hauptstadt gefunden wurde, berichtete der Sender France Bleu Paris am Sonntag, dem 14. Januar, und bestätigte damit eine Meldung der Zeitung Le Parisien.

    Die Staatsanwaltschaft erklärt, dass es sich bei dem Opfer um eine 43-jährige Brasilianerin handele, die von einer Angestellten des Hotels in der Nähe der Porte de Clichy im Nordwesten der Hauptstadt tot auf ihrem Bett liegend aufgefunden wurde. Die Leiche wurde am Samstag, dem 13. Januar, gegen Mittag entdeckt.

    Das Opfer hatte eine „tiefe Wunde“ am Hals und die Staatsanwaltschaft stellte eine große Menge Blut im Hotelzimmer fest. Die Ermittlungen „werden darauf abzielen, die Umstände dieses Todesfalls zu ermitteln“, fügte die Staatsanwaltschaft in ihrer Erklärung hinzu.