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  • Demografie: 678.000 Babys im Jahr 2023 geboren – die niedrigste Zahl seit dem Zweiten Weltkrieg

    Demografie: 678.000 Babys im Jahr 2023 geboren – die niedrigste Zahl seit dem Zweiten Weltkrieg

    Die neueste demografische Bilanz des französischen Statistikinstituts Insee verzeichnet am 1. Januar 68,4 Millionen Einwohner in Frankreich.

    Frankreich hatte am 1. Januar 2024 68,4 Millionen Einwohner, wie aus der am Dienstag, dem 16. Januar veröffentlichten Bevölkerungsbilanz 2023 des französischen Statistikamtes Insee hervorgeht. Dies entspricht einem Anstieg von 0,3% im Vergleich zum Vorjahr.

    Das Insee erklärt, dass es neben dem Rückgang der Geburten im Jahr 2023 weniger Todesfälle gab. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr etwa 678.000 Babys geboren, das sind 6,6 % weniger als 2022 und fast 20 % weniger als 2010, als der letzte Geburtenhöhepunkt erreicht wurde. Es ist das erste Mal in Frankreich seit dem Zweiten Weltkrieg, dass so wenige Kinder geboren wurden.

    Demgegenüber starben in Frankreich im Jahr 2023 nur etwa 631.000 Menschen, 6,5% weniger als 2022. Dieser Rückgang folgte auf drei Jahre mit hoher Sterblichkeit, die insbesondere auf die Covid-19-Epidemie zurückzuführen war. Zu beachten ist, dass etwa 66,1 Millionen Einwohner im französischen Mutterland und etwa 2,3 Millionen in den fünf Überseedepartements leben.

    1,68 Kinder pro Frau
    Die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau liegt bei 1,68 Kinder. Eine sinkende Zahl nach den 1,79 Kindern pro Frau im Jahr 2022. Bei seinem letzten Höchststand im Jahr 2010 lag dieser Index bei 2,03. Um wieder so niedriges Niveau wie 2023 zu finden, muss man bis in das Jahr 1993-1994 zurückgehen.

    Die Kinderzahl sinkt 2023 für Frauen aller Altersgruppen, auch für Frauen im Alter von 30 Jahren oder älter, die in den Jahren vor der Gesundheitskrise nicht oder kaum von einem Rückgang der Geburtenrate betroffen waren. Das Insee stellt außerdem fest, dass das Durchschnittsalter bei der Mutterschaft im Jahr 2023 wie im Jahr 2022 31,0 Jahre beträgt, gegenüber 29,5 Jahren zwanzig Jahre zuvor.

    Eine weitere Erkenntnis, die in der demografischen Bilanz auftaucht, ist die Lebenserwartung der Männer, die zum ersten Mal 80 Jahre erreicht. „Im Jahr 2023 beträgt die Lebenserwartung bei der Geburt 85,7 Jahre für Frauen und erreicht zum ersten Mal 80,0 Jahre für Männer“. Mit 242.000 Eheschließungen bleibt die Zahl der Ehen auch 2023 auf einem hohen Niveau. Die Zahl der im Jahr 2022 geschlossenen Ehen lag bei knapp 210.000.

  • Der Klimawandel und die Glockenkurve: Das dicke Ende kommt noch

    Der Klimawandel und die Glockenkurve: Das dicke Ende kommt noch

    Alle Artikel unserer Serie über den Klimawandel findet ihr unter diesem Link …

    Im vorigen Artikel haben wir untersucht, wie sich die Erwärmung der Ozeane auf den Anstieg der Meeresspiegel und die Häufigkeit und Stärke von Extrem-Wetterereignissen auswirkt. Beim Klimawandel geht es aber nicht nur um Temperaturveränderungen, sondern auch um Veränderungen der Niederschlagsmuster.

    Denn die Niederschlagsmuster spiegeln am deutlichsten die früheren und künftigen Auswirkungen des Klimawandels wieder.

    Niedrigemissions-Szenario. Hochemissions-Szenario. Niederschlagsänderung regional und im Jahresverlauf unterschiedlich g i.A. werden feuchte Gebiete feuchter und trockene Gebiete trockener. Gepunktet: Änderung ist signifikant; schraffiert: Änderung ist in allen Modellen gering. Quelle: IPCC 2013.

    Schauen wir uns die beobachteten Trends bei den Niederschlägen rund um den Globus, die in diesen Grafiken dargestellt sind, einmal genauer an. Wir können sehen, dass die Trends ziemlich deutlich sind. Im globalen Durchschnitt haben die Niederschläge insgesamt leicht zugenommen, und das ist auch zu erwarten. Da sich die Atmosphäre erwärmt, kann sie mehr Feuchtigkeit speichern, so dass wir insgesamt einen intensiveren Wasserzyklus erwarten müssen.

    Erwärmung bedeutet größere Niederschlagsmengen weltweit.

    Diese Trends sind jedoch je nach Region sehr unterschiedlich, und es ist notwendig, zu untersuchen, wie sich die Niederschlagsmenge in bestimmten Breitengraden im Laufe der Zeit verändert.

    Und da entdecken wir ein Muster, das zeigt, dass die Tropen feuchter werden und Teile der Subtropen trockener. Mit der Erwärmung der Oberfläche und dem höheren Feuchtigkeitsgehalt in der Atmosphäre fällt tatsächlich mehr Niederschlag, weil die Atmosphäre mehr Feuchtigkeit aufgenommen hat, die in Niederschlag umgewandelt werden kann. Aber wir sehen auch eine Ausdehnung des absteigenden Schenkels der so genannten Hadley-Zellen-Zirkulation (über die wir bereits gesprochen haben).

    Und wenn sich dieser absteigende Schenkel auf höhere Breitengrade ausdehnt, nehmen die Niederschläge in den Subtropen und in Teilen der mittleren Breiten ab. Und schließlich, wenn wir zu den höchsten Breitengraden gelangen, wenn sich die Sturmbahnen mit den sich ändernden atmosphärischen Zirkulationsmustern polwärts bewegen, sehen wir eine erneute Zunahme der Niederschläge in den subpolaren Regionen. Betrachtet man also die Niederschläge, so zeigt sich global insgesamt nur eine geringe Zunahme, aber es gibt starke regionale Trends, wobei die Tropen feuchter werden, die Subtropen weniger Niederschlag erhalten und schließlich die subpolaren Breiten in Verbindung mit der polwärts wandernden Polarfront mehr Niederschlag in Form von Regen und Schnee verzeichnen werden.


    Wenn wir aber umgekehrt die Dürren betrachten, dürfen wir nicht nur den Niederschlag beachten, denn Dürre bedeutet auch den Verlust von Feuchtigkeit, die durch Verdunstung wieder in die Atmosphäre gelangt. Und wenn sich die Erde erwärmt und die Böden und die Vegetation sich erwärmen, verdunsten sie mehr Feuchtigkeit in die Atmosphäre. So kommt es selbst in einigen Regionen in den mittleren Breiten, in denen die Niederschläge geringfügig zugenommen haben, aufgrund des Feuchtigkeitsverlustes durch die Erwärmung der Böden und die erhöhte Verdunstung zu größeren Dürren.

    Wenn es also um Niederschläge und Dürren geht, erleben wir etwas, das manchmal paradox erscheint. In einigen Regionen, in denen die sommerlichen Dürren schlimmer werden, kommt es zeitweilig auch zu intensiveren Niederschlägen.


    Aber lasst uns über extreme Niederschlagsereignisse sprechen, und dazu gehören sowohl Niederschläge als auch Schneefälle.

    Wenn sich die Erde erwärmt, wenn sich die Ozeane erwärmen und mehr Feuchtigkeit in die Atmosphäre verdunstet, kann es zu intensiveren Niederschlägen kommen. Selbst in Regionen, in denen öfter Dürre herrscht, kann es zu intensiveren Niederschlägen und intensiveren Schneefällen kommen, weil eine wärmere Atmosphäre mehr Feuchtigkeit speichert. Wenn also die Bedingungen für Niederschläge günstig sind, wenn es durch die Erwärmung zu einer Aufwärtsbewegung in der Atmosphäre kommt, kann tatsächlich mehr Niederschlag aus der Atmosphäre herauskommen. Wenn dies bei warmen Temperaturen geschieht, handelt es sich um Regen, bei kalten Temperaturen um Schneefall.

    In vielerlei Hinsicht sind diese Ereignisse symptomatisch für einen sich erwärmenden Planeten; ein wärmerer Ozean verdunstet mehr Feuchtigkeit, und so kommt es im Winter zum Beispiel an der Ostküste der USA in Washington DC, New York oder Boston zu größeren Schneemengen, obwohl die Zeit, in der der Schnee liegen bleibt, mit der Erwärmung der Erde immer kürzer wird.

    Aber nehmen wir als Beispiel besser unser Europa:

    Wenn man sich diese Karte genau ansieht, sieht man, dass die Niederschläge insgesamt zunehmen, was mit dem allgemeinen globalen Muster übereinstimmt: Denn wenn sich der Planet erwärmt, wenn sich die Ozeane erwärmen, gibt es mehr Feuchtigkeit in der Atmosphäre, was zu einem allgemeinen Anstieg der Niederschläge führt. Aber wir sehen auch die Auswirkungen der wandernden atmosphärischen Zirkulationsmuster. Wenn sich der absteigende Schenkel des atmosphärischen Zirkulationsmusters der Hadley-Zelle von den Subtropen in die mittleren Breiten ausdehnt, nehmen die Niederschläge in Regionen wie Spanien, Südfrankreich, Italien und dem Südosten Europas ab.

    Auch diese Veränderungen stimmen mit dem überein, was wir als Folge des Klimawandels erwarten, nämlich dass sich der trockene Wüstengürtel mit der Erwärmung des Planeten polwärts ausbreitet, während die Gesamtniederschläge weltweit und im Norden Europas zunehmen.


    Weiter oben haben wir schon gesehen, dass im Zusammenhang mit der globalen Erwärmung es häufiger zu intensiven Hitzewellen kommen wird. Je wärmer der Planet ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass es zu extremen Hitzeperioden kommt.

    Um diesen Effekt zu verstehen, müssen wir uns allerdings ein Konzept aus der Statistik zu eigen machen, nämlich die so genannte Gauß-Verteilung oder Normalverteilung, besser bekannt als die Glockenkurve.

    Wikipedia: Die Normal- oder Gauß-Verteilung (nach Carl Friedrich Gauß) ist in der Stochastik ein wichtiger Typ stetiger Wahrscheinlichkeitsverteilungen. Ihre Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion wird auch Gauß-Funktion, Gaußsche Normalverteilung, Gaußsche Verteilungskurve, Gauß-Kurve, Gaußsche Glockenkurve, Gaußsche Glockenfunktion, Gauß-Glocke oder schlicht Glockenkurve genannt.

    Je flacher die Glockenkurve ist (grüne Kurve), desto homogener sind die statistischen Wahrscheinlichkeiten verteilt und desto unwahrscheinlicher sind Extreme. Verschiebt man die Mitte der Kurve jedoch nach oben, sieht man eine dramatische Veränderung in dem, was wir den Schwanz der Verteilung nennen. Das ist der Bereich, der zwei Standardabweichungen über dem Mittelwert liegt, der Bereich an der rechten Seite der Glockenkurve. Dieser statistische Bereich vergrössert sich stark (rote Kurve auf der Basislinie) – es ist der Bereich der Wahrscheinlichkeit des Nichtnormalen, des Extremen.

    Wenn man den Planeten auch nur um ein Grad Celsius erwärmt, sieht man, dass die statistische Wahrscheinlichkeit für Anomalien, der extreme Bereich, in dem sich die Kurve fast vollständig abgeflacht hat, verdoppelt.

    Das bedeutet, dass sich die Wahrscheinlichkeit extremer Hitzewellen statistisch verdoppelt, und das bei einer nur geringfügigen Erderwärmung.

    Aber, werden nun einige sagen, das ist alles ganz schön theoretisch. Gibt es eigentlich wirkliche Beweise dafür, dass diese Extreme auftreten? Die Antwort lautet: Leider ja.

    Bei der Hitzewelle 2003 in Europa, der schlimmsten Hitzewelle seit Beginn der Aufzeichnungen in Europa, kamen etwa 30.000 Menschen ums Leben. Es gibt Aufzeichnungen über Temperaturen, die Hunderte von Jahren zurückreichen, und man kann in diesen Aufzeichnungen sehen, dass dies ein noch nie dagewesenes extremes Hitzeereignis war. Aber 2003 war kein einzelnes, zufälliges Ereignis, der gesamte Sommer war wärmer als der Durchschnitt, und die extreme Hitzewelle war eingebettet in einen ansonsten auch sehr warmen Sommer, der Teil eines Trends zu immer wärmeren Sommern ist.

    Und wenn wir die Entwicklung bis heute und die extreme Hitze im Sommer 2021 über den südlichen Teilen Europas betrachten, dann sehen wir, dass die kleine Verschiebung der Glockenkurve aus einem 1000-jährigen Ereignis, das nach den historischen Aufzeichnungen nicht öfter als einmal in tausend Jahren auftreten sollte, ein knapp 20-jähriges Ereignis gemacht hat. Ein Ereignis, das wahrscheinlich alle 20 Jahre oder öfter eintreten wird.

    Und das zeigt uns einmal mehr, welch tiefgreifende Auswirkungen selbst eine geringe Erwärmung auf das Klima haben kann. Wenn wir so weitermachen wie bisher, könnte ein Sommer wie der europäische Sommer 2003 in relativ naher Zukunft einmal alle zwei Jahre auftreten. Eine katastrophale Hitzewelle würde in Europa und in vielen anderen Regionen der Welt zu einem zweijährlichen Ereignis werden.

    Es gibt noch weitere Beispiele: 2010 war in weiten Teilen der nördlichen Hemisphäre ein rekordverdächtig warmer Sommer, und in Moskau kam es zu einer der schlimmsten Hitzewellen seit Beginn der Aufzeichnungen und infolgedessen zu Waldbränden in noch nie dagewesenem Ausmaß. Auch der Sommer 2018 war für die nördliche Halbkugel ein noch nie dagewesener Extremsommer. In der gesamten nördlichen Hemisphäre gab es beispiellose Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen und Waldbrände. In diesem Sommer 2021 kam es in verschiedenen Regionen der nördlichen Halbkugel zu Rekordwetterereignissen.

    Wenn sich der Planet erwärmt, verschiebt sich die Glockenkurve, und es kommt häufiger zu diesen extremen Hitzewellen.


    Wir haben gesehen, dass, wenn sich die Atmosphäre erwärmt, sie mehr Feuchtigkeit speichern kann, so dass es mehr extreme Regenfälle und größere Überschwemmungen gibt. Wenn sich die Böden erwärmen, verdunstet mehr Feuchtigkeit, und es kommt zu schlimmeren Dürreperioden.

    Und wenn man extreme Hitze mit extremer Trockenheit kombiniert, was kommt dabei heraus? Man bekommt nie dagewesene Waldbrände, wie wir sie in diesem Sommer 2021 in Kalifornien, rund um das Mittelmeer und sogar in der Arktis gesehen haben. In den letzten Jahrzehnten gab es einen deutlichen Trend, sei es die Hitzewelle 2003 in Europa, die Hitzewelle und die Waldbrände 2010 um Moskau, die Dürre 2011 in Oklahoma und Texas, die Waldbrände 2016 in Alberta und 2021 die Waldbrände in den USA und Europa.

    All diese Ereignisse hatten noch etwas anderes gemeinsam: Ein Muster, bei dem sich der Jetstream verlangsamte und die Wettersysteme im Wesentlichen an Ort und Stelle festgehalten wurden, so dass sich Hoch- und Tiefdruckgebiete wochenlang über denselben Regionen befanden.

    Wenn man unter einem Tiefdruckgebiet festsitzt, erlebt man beispiellose und extreme Niederschlagsereignisse. Wenn man unter einem Hochdruckzentrum festsitzt, kommt es zu extremer Hitze, Dürre und Waldbränden. Und es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass der Klimawandel den Jetstream verlangsamt und die Mäander des Jetstreams verstärkt, die diese extremen Wettermuster hervorrufen. Das erklärt in gewisser Weise, warum die extremen Wetterereignisse in der gesamten nördlichen Hemisphäre und auch auf dem gesamten Planeten so stark zunehmen.

    Polarwirbel und Jetstream. Auf der rechten Seite wird ein schwacher Jetstream gezeigt, der grosse Ausbuchtungen (Mäander) hat. Zwischen den Ausbuchtungen sitzen jeweils Tiefdruck- und Hochdruckgebiete fest. der Jetstream ist verlangsamt und hält diese Gebiete fast auf der Stelle fest, wodurch es zu langanhaltenden Niederschlags- oder Hitzeereignissen kommt.

    Aber sind das wirklich Auswirkung, die der Klimawandel auf den Jetstream hat, die zu diesen extremeren, anhaltenden Wetterereignissen führt, wie wir sie in den letzten Jahrzehnten erlebt haben?

    Um diese Frage zu beantworten, ziehen wir die sehr soliden Langzeitmessungen der täglichen Höchsttemperaturen heran, die wir für Deutschland haben. Was diese Messungen zeigen, ist ziemlich bemerkenswert. Wenn man bis in die 80-iger Jahre des 19. Jahrhunderts zurückgeht, war die Wahrscheinlichkeit eines Hitze-Extremereignisses über diesen Zeitraum von etwa 100 Jahren ungefähr gleich groß wie die eines Kälte-Extremereignisses. Warme und kalte Rekorde traten in etwa gleich häufig auf, was man auch erwarten würde, wenn es keine Klimaveränderung gäbe.

    Wenn man aber jetzt die jüngere Vergangenheit betrachtet, treten warme Rekorde doppelt so häufig auf wie kalte Rekorde – ja, kalte Rekorde werden sogar extrem selten. Die Wahrscheinlichkeit eines Hitze-Extremereignisses hat sich also durch die bereits eingetretene Erwärmung um etwa ein Grad Celsius buchstäblich verdoppelt.

    Abschliessend ein Beispiel, das euch ein Gefühl dafür geben soll, wie wir die „Zufälligkeit“ des Wetters beeinflusst haben. Nehmen wir als Beispiel einen Würfel und würfeln ihn ohne den Klimawandel, so besteht eine Chance von 1 zu 6, dass eine 6 gewürfelt wird. Durch den Klimawandel wurde nun die 1 gelöscht und durch eine 6 ersetzt, d. h., wenn man jetzt denselben Würfel wirft, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, bei jedem dritten Wurf eine 6 zu würfeln. Wir haben die Zufälligkeit dahingehend verändert, dass Extreme, in diesem Fall die Sechsen, wesentlich wahrscheinlicher werden, als sie es ohne die Veränderungen gewesen wären.

    Das ist die Erklärung, warum sogar die relativ bescheidene Erderwärmung von etwa 1 Grad Celsius, die wir bisher gesehen haben, so viele Hitzeextreme in der ganzen Welt zur Folge hatte.

    Ja, liebe Leser, auch mir war es bisher nicht bewusst, was unser Klima und die Erderwärmung mit einer Formel aus der Statistik zu tun haben. Aber mittlerweile ist mir klar geworden, welche extremen Folgen schon kleinste Veränderungen haben können. Der Glockenkurve sei es gedankt…

    Bleibt trotzdem gesund und zuversichtlich!

    Andreas M. Brucker, Redaktionsleitung Nachrichten.fr

    Unser nächster Artikel wird sich mit dem Thema Meereis, Gletscher und globaler Meeresspiegel beschäftigen: Klimawandel, Meereis, Gletscher und steigende Meeresspiegel

    Alle Artikel unserer Serie über den Klimawandel findet ihr unter diesem Link …

  • Warum die Menschen in Südfrankreich eine Tsunami-Warnung erhalten könnten

    Warum die Menschen in Südfrankreich eine Tsunami-Warnung erhalten könnten

    Könnte eine Riesenwelle über Frankreich hereinbrechen? Diese Hypothese scheint nicht völlig abwegig zu sein, wenn man den Vereinten Nationen Glauben schenkt. Um sich auf ein solche Szenario vorzubereiten, wird in neun Departements rund um das Mittelmeer eine Übung durchgeführt: 7,2 Millionen Menschen werden eine Tsunami-Warnung auf ihrem Telefon erhalten.

    Wer in einem der folgenden Departements wohn, könnte demnächst eine Tsunami-Warnung auf seinem Handy erhalten: Pyrénées-Orientales, Aude, Hérault, Gard, Bouches-du-Rhône, Var, Alpes-Maritimes, Haute-Corse und Corse-du-Sud. Aber man sollte nicht in Panik geraten, wenn das Telefon morgen, Freitag, dem 19. Januar, zwischen 10 Uhr und 10.30 Uhr einen sehr lauten Warnton abgibt. Der Ton ertönt auch, wenn das Gerät stumm geschaltet ist. Dabei handelt es sich um einen Test des FR-Alert-Systems, mit dem die Bevölkerung vor einer drohenden Gefahr gewarnt werden soll. Nach Erhalt der Nachricht sind keine besonderen Maßnahmen erforderlich. Im Gegenteil, die Empfänger werden dringend gebeten, die Polizei und die Rettungsdienste nicht zu kontaktieren und vor allem keine falschen Informationen in den sozialen Netzwerken zu verbreiten.

    Warum eine Übung in genau dieser Region?
    Laut Radio France schätzt die UNO die Wahrscheinlichkeit, dass die Mittelmeerküste in den nächsten 30 Jahren – also noch vor 2060 – von einem schweren Tsunami heimgesucht wird, auf 100 %. Die Region wird von einer Verwerfung zwischen zwei tektonischen Platten – der arabischen und der eurasischen Platte – durchzogen. Sollten sich diese Platten verschieben, könnten die in dem Gebiet vorhandenen Vulkane ebenfalls erwachen und eine Flutwelle auslösen. Daher ist es unerlässlich, dass die Bevölkerung weiß, wie sie im Falle eines Alarms reagieren muss.

  • Paris: Fußballprofi Karim Benzema verklagt Innenminister Gérald Darmanin wegen Verleumdung

    Paris: Fußballprofi Karim Benzema verklagt Innenminister Gérald Darmanin wegen Verleumdung

    Der frühere Stürmer der französischen Fußball-Nationalmannschaft Karim Benzema reichte am Dienstag eine Klage wegen Verleumdung gegen Innenminister Gérald Darmanin ein. Dieser hatte behauptet, dass der Ex-Star von Real Madrid „notorische“ Verbindungen zur islamistischen Organisation der Muslimbruderschaft unterhalte. Karim Benzema war von dem französischen Innenminister Gérald Darmanin ins Visier genommen worden, nachdem er Mitte Oktober auf X eine Botschaft zur Unterstützung der Bewohner von Gaza veröffentlicht hatte. Der Ex-Stürmer der französischen Nationalmannschaft und Ballon d’or 2022 hatte von „ungerechten Bombardements“ gesprochen, die Israel als Vergeltung für den blutigen Angriff der Hamas nach dem 7. Oktober durchgeführt habe. Der Innenminister hatte damals öffentlich geäussert, dass diese Stellungnahme auf Karim Benzemas Verbindungen zur Muslimbruderschaft zurückzuführen sei, einer islamistischen Organisation, die in Ägypten entstanden ist, wo sie als „terroristisch“ gilt. …

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  • Meurthe-et-Moselle: 72-Jähriger stirbt bei tödlichem Jagdunfall – ein Mann in Polizeigewahrsam

    Meurthe-et-Moselle: 72-Jähriger stirbt bei tödlichem Jagdunfall – ein Mann in Polizeigewahrsam

    Ein 72-jähriger Mann wurde durch den Schuss eines anderen Jägers getötet. Die genauen Umstände des tragischen Jagdunfalls müssen noch ermittelt werden.

    Ein mutmaßlicher Jagdunfall hat am Sonntag, dem 14. Januar, in Gondreville (Departement Meurthe-et-Moselle) ein Todesopfer gefordert, wie der Sender France Bleu Sud Lorraine berichtet. Nach Angaben des Jagdverbands von Meurthe-et-Moselle wurde ein 72-jähriger Mann unter noch zu klärenden Umständen von einem anderen Jäger angeschossen und tödlich verletzt. Der 57-jährige Schütze wurde wegen fahrlässiger Tötung in Polizeigewahrsam genommen.

    Nach Angaben des Jägerverbands des Departements Meurthe-et-Moselle war dies der erste tödliche Jagdunfall in dem Departement seit 2003.

    In der Saison 2022-2023 kamen in Frankreich insgesamt sechs Menschen bei Jagdunfällen ums Leben, darunter kein Nichtjäger, wie die Bilanz des französischen Amts für Biodiversität (OFB) Ende August 2023 ergab.

  • Médecins du Monde kritisiert „deutliche Verschlechterung“ für Obdachlose in Frankreich

    Médecins du Monde kritisiert „deutliche Verschlechterung“ für Obdachlose in Frankreich

    Ein etwa 50-jähriger Mann, der seit mindestens 20 Jahren auf der Straße lebte, starb am 2. Januar in einem Krankenhaus in Paris. Ein weiterer Mann, der etwa 60 Jahre alt wurde und seit zehn Jahren auf der Straße lebte, starb am 9. Januar in der französischen Hauptstadt. Die Organisation Médecins du Monde fordert die französische Regierung auf, endlich „das Ausmaß der Dringlichkeit zu erkennen“. Die Organisation Médecins du Monde (MDM) kritisierte am Dienstag, dem 16. Januar, eine „deutliche Verschlechterung“ der Situation von auf der Straße lebenden Menschen in Frankreich und berichtete von mindestens zwei toten Obdachlosen in Paris seit Beginn des Jahres 2024. Ein etwa 50-jähriger Mann, der seit 20 Jahren auf der Straße lebte, starb am 2. Januar im Krankenhaus. Ein anderer Mann, der etwa 60 Jahre alt war und seit zehn Jahren auf der Straße lebte, starb am 9. Januar auf dem Place de la République. „Die Straße tötet, die Straße macht krank, wir schlagen Alarm, damit diese Todesfälle auf…

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  • Ukraine-Krieg: Russland meldet Beschuss einer Unterkunft für „französische Söldner“

    Ukraine-Krieg: Russland meldet Beschuss einer Unterkunft für „französische Söldner“

    Am Mittwochnachmittag gab Moskau bekannt, dass es ein Gebäude in der Ukraine unter Beschuss genommen hatte, in dem „französische Söldner“ untergebracht waren. Russland behauptete am gestrigen Mittwoch, gegen Abend ein Gebäude in Charkiw, der zweitgrößten Stadt der Ukraine im Nordosten des Landes, beschossen zu haben, in dem unter anderem „französische Söldner“ stationiert gewesen seien. „Am Abend des 16. Januar führten die russischen Streitkräfte einen Präzisionsschlag gegen einen vorübergehenden Sammelpunkt ausländischer Kämpfer in Charkiw aus, dessen Kern französische Söldner waren“, teilte das russische Verteidigungsministerium auf Telegram mit. Russischer Aussenminister reist nächste Woche zu den Vereinten Nationen nach New YorkDer russische Chefdiplomat Sergej Lawrow wird vom 22. bis 24. Januar nach New York reisen, um an den Debatten des UN-Sicherheitsrats über die Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine teilzunehmen, wie sein Ministerium am Mittwoch bekannt gab. Sergei Lawro…

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  • Familiendrama: Leichen eines Mannes und seiner Tochter in Garage entdeckt – erweiterter Selbstmord?

    Familiendrama: Leichen eines Mannes und seiner Tochter in Garage entdeckt – erweiterter Selbstmord?

    Ein 64-jähriger Witwer und seine 28-jährige behinderte Tochter wurden am Montag, dem 15. Januar, tot in der Garage ihres Hauses in Saint-Herblain in der Nähe von Nantes aufgefunden.

    Es war 18.15 Uhr am Montag, dem 15. Januar, als die Feuerwehr von Nantes die Leichen eines 64-jährigen Mannes und seiner 28-jährigen Tochter in der Garage eines Einfamilienhauses in Saint-Herblain, in der Nähe von Nantes, entdeckte. Die zweite Tochter des Verstorbenen hatte den Alarm ausgelöst, als sie von der Arbeit nach Hause kam, berichtet die Zeitung Ouest-France.

    Der Mann hatte eine Plastikschlinge um den Hals, der Körper seiner Tochter lag unter einer Decke. Ein Kuscheltier war neben ihr abgelegt worden und neben den beiden Leichen wurde Blut gefunden. Die Zeitung Ouest-France berichtet von einem schwierigen familiären Hintergrund. Die Tochter war geistig behindert und der Vater war seit einigen Wochen verwitwet. Er soll seine Tochter kurz vor der Tat aus dem Heim, in dem sie eigentlich lebte, abgeholt haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um einen Mord des Vaters an der Tochter mit anschließendem Selbstmord handelt. Dies wird durch die Tatsache untermauert, dass der Mann einen Brief hinterlassen hatte, in dem er seine Tat erklärte. Die Ermittlungen müssen nun klären, ob noch eine dritte Person an der Tat beteiligt war.

    Die Nachbarschaft ist fassungslos: „Wir wussten sofort, dass etwas Schlimmes passiert war, als wir sahen, dass sechs Polizisten mit der Feuerwehr hier eintrafen. Wir alle in der Nachbarschaft sind sehr betrübt, wir haben so viele Jahre miteinander hier gelebt“, sagt eine 60-Jährige Nachbarin gegenüber Journalisten. „Wir hätten uns das nie vorstellen können, aber meiner Meinung nach ist es vor allem ein Familiendrama“.

  • Künstliche Intelligenz wird eines Tages die Menschheit beherrschen – das glauben 35% der Franzosen

    Künstliche Intelligenz wird eines Tages die Menschheit beherrschen – das glauben 35% der Franzosen

    Künstliche Intelligenz ist dabei, sich in allen Bereichen unseres Alltags durchzusetzen. Das französische Umfrageinstitut Ifop wollte wissen, was die Franzosen zu dieser digitalen Revolution sagen.

    Es wird viel darüber gesprochen, es macht neugierig und beunruhigt, und ab 2024 wird künstliche Intelligenz immer mehr in unser Leben treten. Wer fürchtet sie? Wer nutzt sie? Eine Umfrage des Instituts Ifop für learnthings.fr und die auf Daten spezialisierte Agentur FLASHS hat die Einstellung der Franzosen gegenüber der Künstlichen Intelligenz untersucht. Die Ergebnisse zeigen ein gemischtes Bild. Die Umfrage zeigt, dass 35 % der Franzosen glauben, dass die künstliche Intelligenz eines Tages die Menschheit beherrschen wird.

    51 % der befragten Franzosen äußerten sich besorgt über künstliche Intelligenz, 35 % stehen ihr gleichgültig gegenüber und nur 14 % zeigten sich begeistert von der Entwicklung dieser Technologie. Das Meinungsforschungsinstitut befragte insbesondere Arbeitnehmer, die von der Integration künstlicher Intelligenz in Arbeitsabläufe zwangsläufig stärker betroffen sind.

    Entgegen allen Erwartungen nutzen bereits viele künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz, ohne ihre Vorgesetzten darüber zu informieren. 55 % der französischen Arbeitnehmer, die KI am Arbeitsplatz eingesetzt haben, taten dies also heimlich. Eine große Mehrheit möchte jedoch nichts von Künstlicher Intelligenz hören. 63 % der Arbeitnehmer möchten noch nicht einmal darin geschult werden. 68 % der Arbeitnehmer rechnen mit negativen Folgen durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz für ihr Unternehmen.

    Die größte Sorge der französischen Arbeitnehmer gilt dem Erhalt der Arbeitsplätze. Sie befürchten eine mögliche Streichung von Arbeitsplätzen durch den Einsatz künstlicher Intelligenz. Vier von zehn Arbeitnehmern sind der Meinung, dass KI irgendwann den Großteil ihrer Arbeit übernehmen wird. 27 % glauben sogar, dass dies bereits in den nächsten zehn Jahren geschehen wird.

  • Unglaublicher Unfall: 28-Jähriger stirbt während der Fahrt bei plötzlichem Brand seines Autos

    Unglaublicher Unfall: 28-Jähriger stirbt während der Fahrt bei plötzlichem Brand seines Autos

    Das Drama ereignete sich am Sonntag gegen 17.30 Uhr in Cagnac-les-Mines (Departement Tarn) auf der RD25 in der Nähe des Rugbystadions. Ein Kleinwagen des Modells Ford fing plötzlich Feuer. Der Fahrer, ein 28-jähriger Mann aus Saint-Benoit de Carmaux , konnte sich nicht mehr aus dem Auto befreien. Er starb in dem Feuer.

    „Er hatte gerade an einem Stoppschild angehalten und war abgebogen. Er fuhr nicht sehr schnell, und ohne ersichtlichen Grund fing das Fahrzeug Feuer. Es ist für alle völlig unverständlich“, schildert Patrice Norkowski, der Bürgermeister von Cagnac-les-Mines (Tarn), noch immer schockiert, den tragischen Vorfall.

    Am späten Sonntagnachmittag, dem 14. Januar, fing vor dem Stadion seiner Gemeinde, wo gerade ein Fußballspiel zu Ende gegangen war, ein langsam fahrendes Auto auf der RD 25 plötzlich Feuer und brannte so schnell, dass der Fahrer keine Möglichkeit mehr hatte, sich aus dem Wagen zu befreien. Ein anderer Autofahrer, der sich 50 m hinter dem Wagen des 28-Jährigen befand, rannte zu dem brennenden Fahrzeug und versuchte, die Tür auf der Fahrerseite zu öffnen und den Insassen zu retten.

    „Er konnte nichts tun“
    „Es war unmöglich, er konnte nichts tun. Das Auto hat angehalten und ist einfach rückwärts in den Graben gerollt“, erklärte der erschütterte Bürgermeister von Cagnac gegenüber der Presse.

    Die Feuerwehr von Albi löschte den Brand vor Ort, war aber leider zu spät, um den jungen Fahrer noch retten zu können.

    „Keine rationale Erklärung“
    Die zuständige Staatsanwältin Stéphanie Bazart bestätigte den ungewöhnlich plötzlichen Charakter des Brandes. „Es ging sehr schnell. Die ersten Feststellungen haben es bisher noch nicht erlaubt, die Ursache des Feuers zu ermitteln. Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir keine rationale Erklärung dafür“. Ein Auto- und ein Brandgutachten werden durchgeführt, um zu versuchen, die Brandursache zu ermitteln.