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  • Klimawandel: 1 Grad wärmere Ozeane = 7% stärkere Stürme = 23% mehr Zerstörung

    Klimawandel: 1 Grad wärmere Ozeane = 7% stärkere Stürme = 23% mehr Zerstörung

    Wie wir im vorigen Artikel gesehen haben, hat sich die Erdoberfläche im vergangenen Jahrhundert um etwa 1 Grad Celsius erwärmt. In diesem Artikel wollen wir ansprechen, wie es ich in dieser Hinsicht mit den Ozeanen verhält.

    Alle Artikel unserer Serie über den Klimawandel findet ihr unter diesem Link …

    Auch die Ozeane sind natürlich wärmer geworden, wenn auch etwas weniger als das Land. Da stellt sich natürlich die Frage: Warum erwärmt sich der Ozean langsamer als das Land? Dahinter steht die sogenannte thermische Trägheit.

    Aufgrund der Tiefe des Ozeans und der thermischen Trägheit, verteilt sich die Wärme nur relativ langsam nach unten durch die unterschiedlich kalten Schichten der Weltmeere. Sonneneinstrahlung, die die Erdoberfläche unmittelbar erwärmt, wird in den oberen Wasserschichten des Meeres erst einmal „zwischengelagert“ und dringt erst später in die tieferen Wasserschichten vor. Wärme hat nun mal die Tendenz, oben zu bleiben und nicht nach unten zu sinken.

    Erwärmung der Ozeane

    Die langsamere Erwärmung des Ozeans, diese langsamere Reaktionsgeschwindigkeit auf die Sonneneinstrahlung, führt uns jedoch zu einem weiteren wichtigen Punkt, dem „nicht mehr vermeidbaren Klimawandel“. Und diesen Punkt werden hier mal etwas genauer betrachten.

    Der nicht mehr vermeidbare Klimawandel in den Ozeanen ist bereits eingetreten, aber noch nicht in seinen vollständigen Auswirkungen messbar. Er ist bedingt durch den Prozess einer lang anhaltenden, allmählichen Durchmischung warmen Oberflächenwassers mit dem kalten Wasser in der Tiefe. Wärme, die den Ozean langsam nach unten durchdringt. Dieser Prozess ist nicht mehr aufhaltbar oder gar umkehrbar, wenn die Wärmeenergie, die Strahlung der Sonne einmal im Wasser gespeichert wurde. Es setzt etwas ein ein, von dem wir schon oft gehört haben: Der langsame Anstieg des Meeresspiegels.

    Der Meeresspiegel wird in den kommenden Jahrhunderten unaufhaltsam ansteigen.

    Wie funktioniert das? Eigentlich ganz einfach: Da Meerwasser sich, wie wir schon in der Schule gelernt haben, bei Erwärmung ausdehnt, steigt der Meeresspiegel langsam an. Und das immer mehr, je weiter die Wärme in die Tiefsee nach unten dringt. Kaltes Wasser wird erwärmt und dehnt sich aus. Das Meer dehnt sich aus, fast wie ein Hefekuchen in der Backröhre…

    Dieses Phänomen übertrifft übrigens bei weitem den Anstieg der Meeresspiegel durch Abtauen von Gletschern an Land.

    Resultat des nicht mehr vermeidbaren Klimawandels: Selbst wenn wir jetzt sofort alle CO2-Emissionen stoppen, wird der Meeresspiegel weltweit noch mehrere Jahrhunderte lang weiter ansteigen. Solange, bis alle bis jetzt bereits gespeicherte Wärmeenergie abgegeben wurde und keine weitere Erwärmung des Meerwassers mehr stattfindet.

    Und die Klimaforscher vermuten zu recht, dass es noch mehr Veränderungen geben könnte, die bereits unumkehrbar eingeläutet sind, deren Auswirkungen wir aber heute noch nicht klar erkannt haben.

    In diesem Zusammenhang ist es wichtig, immer wieder daran zu erinnern, dass unsere Ozeane nicht passiv sind, sie sind aktive dynamische und weltumspannende Systeme. Sie transportieren Wärme von den niedrigen in die hohen Breiten, um die Ungleichgewichte der Sonnenerwärmung durch zwei primäre Mechanismen auszugleichen: Ozeanwirbel in der Meeresströmung und das sogenannte Förderband der thermohalinen Ozeanzirkulation.

    Die thermohaline Zirkulation, umgangssprachlich auch globales Förderband (englisch ocean conveyor belt), ist ein ozeanografischer Ausdruck für eine Kombination von Meeresströmungen, die vier der fünf Ozeane miteinander verbinden und sich dabei zu einem globalen Kreislauf vereinen. (Wikipedia)

    Der Antrieb für diesen umfangreichen Massen- und Wärmeaustausch ist thermohaliner Natur. Das bedeutet: Er wird durch Temperatur- und Salzkonzentrationsunterschiede innerhalb der Weltmeere hervorgerufen, welche beide für die unterschiedliche Dichte des Wassers verantwortlich sind. Verursacht wird der Temperaturunterschied wiederum durch die Abhängigkeit des Umfangs der Sonneneinstrahlung von der geographischen Breite.

    Sind auch bei diesen Mechanismen schon irgendwelche Änderungen als Hinweis auf den Klimawandel zu erkennen?

    Sprechen wir zunächst über die Ozeanwirbel. Die Wirbel, die horizontalen Meeresströmungen, werden in erster Linie von den Richtungsschwankungen der Oberflächenwinde bestimmt.

    Nun kann der Klimawandel die vorherrschenden Windverhältnisse ändern, und das könnte bei diesen Ozeanwirbeln zu Veränderungen führen, aber die Wirbel sind ziemlich robust. Unabhängig davon, wie sich Temperaturmuster und Windmuster ändern, diese horizontalen Wirbel und Strömungen werden wohl weiterhin unbeirrt Wärme zu den Polen transportieren.

    Aber das globale Förderband, die thermohaline Ozean-Zirkulation, ist eine andere Sache. Da ist es nicht nur der Fall, dass sich das Zirkulationsmuster eventuell irgendwann wegen des Klimawandels schwächen könnte, es schwächt sich tatsächlich bereits heute ab. Die thermohaline Zirkulation ist eine Kombination aus salzigen und kalten Eigenschaften des Oberflächenwassers im subpolaren Nordatlantik. Hoher Salzgehalt und Kälte führen zu einer hohen Dichte des Wassers und eine sinkende Bewegung setzt ein. Diese Sinkbewegung bildet das wichtige absteigende Glied der thermohalinen Zirkulation. Jede, auch eine geringe Erwärmung dieser Gewässer könnte dieses Absinken hemmen.

    Weltkarte mit Darstellung der thermohalinen Zirkulation. Blau: Kaltes, salziges Wasser in der Tiefe. Rot: Wärmere Strömungen in den oberen, leichteren Wasserschichten.

    Es wurde lange vermutet, dass die globale Erwärmung durch den verstärkten Zustrom von Süsswasser in den Nordatlantik, insbesondere durch das Abschmelzen des Grönlandeises, den thermohalinen Umlauf bremst. In der Vergangenheit hat es viele Diskussionen darüber gegeben, die jüngsten Beobachtungen scheinen nun darauf hinzudeuten, dass wir jetzt wirklich eine Abschwächung dieses Ozeanzirkulationsmusters beobachten müssen, und es sieht tatsächlich so aus, dass es eine Folge des von Grönland abschmelzenden Eises sein könnte: Schmelzwasser, das in den Nordatlantik fließt und das Oberflächenwasser mit Süsswasser versetzt. Verstärkt wird die Abschwächung der Sinkbewegung zusätzlich durch die Erwärmung der oberen Wasserschichten des Nordatlantiks.

    Und das wiederum führt dazu, dass die Oberflächentemperatur langsamer abnimmt. Und was das bedeuten kann, sehen wir im Folgenden.


    Zyklon Winston wütet über den Fidschi-Inseln

    Nach der Erwärmung der Weltmeere müssen wir jetzt aber auch von extremem Wetter sprechen, insbesondere von Hurrikanen und tropischen Stürmen. Denn beides ist untrennbar miteinander verbunden.

    In den letzten Jahren haben wir die stärksten Stürme weltweit aufgezeichnet. Als Beispiele seien genannt der Hurrikan Patricia Oktober 2015 im Nordpazifik und kurz darauf im Frühjahr 2016 der stärkste Sturm, der je in der südlichen Hemisphäre zu messen war, nämlich der Zyklon Winston. Und der stärkste Sturm, der jemals auf dem offenen Atlantik gemessen wurde, das war Irma im Spätsommer 2017.

    Es gibt also einen Trend zu extremeren, intensiveren Stürmen und Wissenschaftler haben geschätzt, dass für jedes Grad Celsius Erwärmung der Oberflächentemperaturen der Ozeane die maximalen Windgeschwindigkeiten und die Häufigkeit dieser Stürme insgesamt um etwa sieben Prozent ansteigen können.

    Irma wütet in der Karibik

    Was bedeutet das für uns Menschen?

    Man berechnet das zerstörerische Potenzial eines Hurrikans als dritte Potenz der Windgeschwindigkeit, 7% Zunahme der Windgeschwindigkeit bedeuten also gleichzeitig etwa 23% Zunahme des zerstörerischen Potentials eines solchen Sturmes. Es ist also wahrscheinlich kein Zufall, dass wir in den vergangenen Jahren einen Trend zu intensiveren und zerstörerischeren Stürmen beobachten, da sich die Temperaturen der Ozeanoberfläche erwärmen.

    Wenn man das Maß des destruktiven Potentials von Stürmen, mit den Meeresoberflächentemperaturen im Nordatlantik vergleicht, gibt es eine bemerkenswerte Korrelation zwischen diesen beiden Größen. Als sich die Meeresoberflächentemperaturen über der Hauptentwicklungsregion für Wirbelstürme im tropischen Atlantik erwärmt haben, hat gleichzeitig auch der Energieausstoss, die Zerstörungskraft dieser Stürmen dramatisch zugenommen.

    Allerdings gibt es noch Uneinigkeit unter den Wissenschaftlern darüber, ob die Zahl der Tropenstürme sowohl weltweit als auch in Regionen wie dem Nordatlantik mit der globalen Erwärmung zunehmen wird.

    Aber es scheint jetzt innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft einen ziemlichen Konsens zu geben, dass wenn sich die Oberflächentemperaturen erwärmen, wir intensivere und zerstörerische Wirbelstürme erleben werden.


    Also Zusammengefasst: Was sagen uns diese Beobachtungen?

    Sie sagen uns, dass neben den Landregionen auf der ganzen Welt, die sich im Durchschnitt etwas mehr als 1 Grad Celsius erwärmt haben, die Ozeane sich um etwas weniger als 1 Grad Celsius erwärmt haben. Die thermohaline Zirkulation der Ozeane scheint sich zu verlangsamen, und bestimmte Arten von extremen Wetterereignissen, insbesondere Hurrikane, werden extremer und eventuell auch häufiger.

    Die Zunahme der Intensität von Hurrikanen korreliert mit der Erwärmung der Ozeane. Und das ist die Formel, die die Wissenschaft dafür aufgestellt hat:

    1 Grad Celsius Erwärmung der Wassertemperatur der Weltmeere bringt um 7% höhere Windgeschwindigkeiten in den Stürmen und damit ein um 23% höheres Zerstörungspotential!

    Wenn das mal nicht bemerkenswerte Aussichten sind…

    Insgesamt müssen wir Menschen sofort beginnen, die weitere Erwärmung zu stoppen! Immerhin ist der Anstieg der Meeresspiegel über die nächsten Jahrhunderte schon nicht mehr aufzuhalten. Aber die steigende Zerstörungskraft der künftigen grossen Stürme, die über den Ozeanen entstehen, können wir bis zu einem gewissen Mass noch eindämmen.

    In diesem Sinne wünschen wir euch noch einen schönen Sonntagabend.

    Andreas M. Brucker, Redaktionsleitung, Nachrichten.fr

    Alle Artikel unserer Serie über den Klimawandel findet ihr unter diesem Link …

    Der nächste Artikel beschäftigt sich insbesondere mit extremen Wetterereignissen: Der Klimawandel und die Glockenkurve: Das dicke Ende kommt noch

  • Einwanderung: Zahl der irregulären Einreisen in die EU war 2023 auf dem höchsten Stand seit 2016

    Einwanderung: Zahl der irregulären Einreisen in die EU war 2023 auf dem höchsten Stand seit 2016

    Die Zahl der irregulären Einreisen in die Europäische Union stieg laut der Grenzschutzagentur Frontex im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 17%.

    Die irregulären Einreisen in die Europäische Union haben im Jahr 2023 „erheblich zugenommen“, so die Europäische Grenzschutzagentur Frontex in ihren am Dienstag, dem 16. Januar veröffentlichten Jahresdaten. Die Zahl illegaler Migranten erreichte im vergangenen Jahr den höchsten Stand seit 2016. Und seit drei Jahren steigt sie stetig an.

    Die Europäische Grenzschutzagentur Frontex zählte im Laufe des Jahres 2023 mindestens 380.000 irreguläre Einreisen in die Europäische Union, den höchsten Stand seit sieben Jahren. Die meisten Exilbewerber versuchen, Europa über das Mittelmeer zu erreichen. So nehmen 41% von ihnen die Gefahr einer Mittelmeer-Überquerung von der libyschen oder tunesischen Küste nach Malta oder Italien in Kauf.

    80% der Migranten sind Männer.
    Die zweithäufigste Route führt über den westlichen Balkan: Serbien, Albanien, Bosnien. Diese Route ist nach wie vor sehr frequentiert, auch wenn die Zahl der Migranten, die sie nutzen, rückläufig ist. Die östliche Mittelmeerroute, von der Türkei zur griechischen Küste ist die dritte bevorzugte Route für Flüchtlinge vor allem aus Syrien und Afghanistan. Syrien, Afghanistan und Guinea sind laut Frontex die Herkunftsländer von mehr als einem Drittel der aufgegriffenen Migranten. 80% dieser Personen seien Männer, 10% Frauen und 10% Minderjährige.

    Das zentrale Mittelmeer ist die gefährlichste maritime Migrationsroute der Welt. Mehr als 22.600 Menschen sind dort laut den Vereinten Nationen in den letzten zehn Jahren ums Leben gekommen. Das Flüchtlingshilfswerk der UNO hat allein im vergangenen Jahr 3.760 Tote oder Vermisste im Mittelmeer gezählt. Die Dunkelziffer könnte weitaus höher sein.

  • Grundwassersituation in Frankreich bessert sich – aber große Sorge herrscht im Mittelmeerraum

    Grundwassersituation in Frankreich bessert sich – aber große Sorge herrscht im Mittelmeerraum

    Laut dem Bureau de recherches géologiques et minières (BRGM) liegt die Mehrheit der Grundwasserspiegel in Frankreich derzeit über den normalen Werten der Saison. Die Behörde ist aber besorgt über die Situation im Mittelmeerraum.

    Der Grundwasserspiegel steigt in ganz Frankreich wieder an. Das geht aus dem Lagebericht hervor, den das Bureau de recherches géologiques et minières (BRGM) am Mittwoch, dem 17. Januar, veröffentlicht hat: In den letzten Wochen hat sich die Situation des Grundwassers im Land insgesamt stark verbessert, vor allem dank der Regenfälle im November und Dezember. „Die Situation verbessert sich weiter: 56% der Pegel liegen im Dezember über den monatlichen Normalwerten“, beschreibt das BRGM die derzeitige Lage.

    Die Situation ist wesentlich entspannter als vor einem Jahr, als 72% der Pegel unter den Normalwerten lagen. „Das lässt auf zufriedenstellende Pegelstände am Ende des Winters in einem großen Teil des Landes hoffen“, so das BRGM, das damit nach einem von Trockenheit geprägten Jahr 2023 einen Hauch von Optimismus vermittelt.

    Heikle Situation im Mittelmeerraum
    Die Überwachungsbehörde sieht jedoch Probleme in Bezug auf die Grundwasservorkommen im Mittelmeerraum, insbesondere im Roussillon, wo die Grundwasserstände weiterhin besonders niedrig sind.

    „Die Wiederauffüllung der Grundwasservorkommen in der Roussillon-Ebene und im Corbières-Massiv scheint noch nicht begonnen zu haben“, so das BRGM: „Die Situation muss besonders im Mittelmeerraum überwacht werden, da die Grundwasservorkommen durch eine starke Niedrigwasserperiode und das Fehlen nennenswerter Wiederauffüllungsepisoden geschwächt sind“. Das BRGM hält es insbesondere für „schwer vorstellbar, dass die Grundwasserreserven im Roussillon bis zum Frühjahr wieder aufgefüllt werden oder sogar überdurchschnittliche Pegelstände erreicht werden“.

    Nach einem Jahr, das von einer historischen Dürre in der Region Pyrénées-Orientales geprägt war, ist diese Situation nicht wirklich überraschend. Das Departement Pyrénées-Orientales war 2023 von zahlreichen Einschränkungen der Wassernutzung betroffen. Im Jahr 2023 war die Niederschlagsmenge dort auf dem niedrigsten Stand seit 1929. Auch derzeit hält das Niederschlagsdefizit an, obwohl es sich beim Winter um die Zeit der Grundwasserauffüllung handeln sollte.

    Auf nationaler Ebene liegen derzeit noch 36% der Grundwasserreservoirs unter den monatlichen Normalwerten. 8% der Grundwasserspiegel lagen innerhalb der Norm und 56% liegen über der Norm.

  • Frankreich: Mit „Sozialleasing“ kann man jetzt ein Elektroauto für 100 Euro im Monat leasen

    Frankreich: Mit „Sozialleasing“ kann man jetzt ein Elektroauto für 100 Euro im Monat leasen

    Diese neue Regelung begleitet unter bestimmten Bedingungen französische Haushalte bei dem Umstieg von einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor auf ein Elektrofahrzeug. Es war eine der Maßnahmen, die Emmanuel Macron im letzten Präsidentschaftswahlkampf versprochen hatte: das Sozialleasing, d. h. der Zugang zu einem Elektroauto schon für 100 Euro im Monat. Der Staatschef hat es am Dienstag, den 16. Januar, noch einmal betont: Er möchte die Franzosen bei dem ökologischen Wandel begleiten. Die vom Staat am 1. Januar eingeführte Regelung ermöglicht es den einkommensschwächsten Haushalten, von einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor auf ein Elektrofahrzeug umzusteigen, indem sie ein neues Auto entweder als LOA, d. h. mit Kaufoption, oder als LLD, d. h. als Langzeitmiete für mindestens drei Jahre, leasen. Die Kosten betragen zwischen 100 € und 150 € pro Monat. Um das Sozialleasing zu erhalten, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Man muss volljährig sein und einen Wohnsitz in Frankreich na…

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  • Ukraine-Krieg: Wozu soll die in Paris ins Leben gerufene „Artillerie-Koalition“ dienen?

    Ukraine-Krieg: Wozu soll die in Paris ins Leben gerufene „Artillerie-Koalition“ dienen?

    Um die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine gegenüber Russland zu stärken, wurde am Donnerstag, dem 18. Januar, in Paris eine „Artillerie-Koalition“ ins Leben gerufen. Mehr als 50 Länder sollen ihr angehören. Wie wird diese „Artillerie-Koalition“ vorgehen, um die ukrainische Armee zu unterstützen? Fast zwei Jahre nach der russischen Invasion in der Ukraine wird ein weiterer Schritt unternommen, um die Ukraine bei der Verteidigung zu unterstützen. Am Donnerstag, dem 18. Januar, wurde in Paris eine „Artillerie-Koalition“ ins Leben gerufen. Wozu wird diese Koalition dienen, wie wird sie funktionieren und welche Hilfe wird sie dem ukrainischen Militär bieten? Eine Koalition aus über 50 LändernDie Koalition wird aus mehr als 50 Ländern bestehen. Sie wird von Frankreich und den USA geleitet. Diese Koalition ist ein Teil der Kontaktgruppe zur Verteidigung der Ukraine, der sogenannten Ramstein-Gruppe. Der ukrainische Verteidigungsminister Rustem Oumerov sollte eigentlich persönlich nach Paris ko…

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  • Brände von 2022: In einigen Gebieten der Gironde brennt der Boden immer noch!

    Brände von 2022: In einigen Gebieten der Gironde brennt der Boden immer noch!

    Im Jahr 2022 hatten riesige Waldbrände im französischen Südwesten gewütet, insbesondere im Departement Gironde. An manchen Orten schwelen auch anderthalb Jahre später noch unterirdische Feuer.

    Zu Beginn des Winters 2024 ist der Boden in Hostens (Departement Gironde) mit Wasser vollgesogen. Wo die Einwohner früher spazieren gingen, versperren heute aber immer noch Verbotsschilder die Wege. Es ist aber nicht das Wasser, das hier eine Gefahr darstellt. Die Bedrohung kommt von der darunter liegenden brennenden Erde. 75 Grad und ein Boden, der von Tag zu Tag ein wenig mehr nachgibt. „Man kann die Oberflächentemperatur messen und sieht, dass es Hotspots mit bis zu 85 Grad gibt“, sagt Sébastien Fourcade, der beim Conseil départemental de la Gironde für die Verwaltung sensibler Naturräume zuständig ist, gegenüber dem Sender France 2.

    Sogenannte „Zombie-Feuer“
    Wegen der drohenden Gefahr aus dem Erdboden wird die Überwachung der betroffenen Gebiete wöchentlich mithilfe einer Drohne durchgeführt, die die Temperatur des Bodens aufzeichnet. Solche Messungen werden seit fast eineinhalb Jahren durchgeführt: „Es brennt seit 2022. Zuerst hatten wir ein Feuer auf der Oberfläche mit den Bäumen. Dann ist das Feuers in den Boden eingedrungen.“ Anhaltende unterirdische Feuer, die als „Zombie-Feuer“ bezeichnet werden. Sie brennen zum Beispiel auch in einer alten Mine. Die andauernden Rauchschwaden und die Freisetzung von CO2 könnten auch Auswirkungen auf das Klima haben.

  • Isère: 19 Personen Opfer einer Kohlenmonoxidvergiftung – 1 Toter

    Isère: 19 Personen Opfer einer Kohlenmonoxidvergiftung – 1 Toter

    Bei den Opfern handelt es sich um die Bewohner eines Wohnhauses in Allevard im Departement Isère. Eine Kohlenmonoxidvergiftung in einem Wohnhaus in Allevard (Isère) hat am Dienstagabend zum Tod eines Mannes und zu 18 Verletzten geführt, wie der Sender France Bleu Isère unter Berufung auf die örtliche Feuerwehr meldete. Die Feuerwehr war am Dienstag gegen 23 Uhr in einem Wohnhaus in Allevard zu einem Einsatz gerufen worden. Ein 54-jähriger Mann starb an einer Vergiftung durch das farblose, geruchlose und potentiell tödliche Gas. 18 weitere Personen wurden verletzt, 12 von ihnen wurden leicht verletzt und in Krankenhäuser in Chambéry oder Grenoble eingeliefert, berichtet der Sender France Bleu Isère. Das französische Innenministerium warnt vor einer steigenden Gefahr einer Vergiftung durch Kohlenmonoxid durch unsachgemäße Nutzung von Öfen in Zusammenhang mit mangelnder Belüftung im Winter.

    https://twitter.com/Interieur_Gouv/status/1745459969531781337…

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  • Automatische Radargeräte: Mit einem Trick kann man in Frankreich oft das Bußgeld vermeiden

    Automatische Radargeräte: Mit einem Trick kann man in Frankreich oft das Bußgeld vermeiden

    Sie wurden in Frankreich von einem automatischen Radargerät geblitzt? Achten Sie bei der Anfechtung des Verstoßes darauf, dass Sie unbedingt ein spezielles Dokument einfordern sollten: den Nachweis über Genauigkeit des Gerätes.

    Was hat das Gericht in Auch am Montag, dem 15. Januar, dazu veranlasst, einen Autofahrer freizusprechen, der in der Nähe einer kleinen Gemeinde im Departement Gers eine Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 50 km/h begangen hatte? Die mögliche Ungenauigkeit einer Kontrolle durch das Radargerät.

    Wenn Sie in Frankreich ein Verkehrsdelikt anfechten, haben Sie das Recht, das „carnet métrologique“ des Radargeräts zu verlangen, das Sie geblitzt hat, d. h. ein offizielles Dokument, das gewissermaßen das „Gesundheitsbuch“ und Nachweis über die Genauigkeit des Radargeräts darstellt, wie die Fachseite radars-auto.com erklärt. Dieses Dokument dient dazu, „die Zuverlässigkeit und Effizienz“ der Radargeräte zu gewährleisten.

    Das Messbuch „enthält nicht nur die wichtigsten Daten zur Identifizierung des Radargeräts (Seriennummer, Marke, Modell usw.)“, sondern auch „alle Informationen über die durchgeführten Überprüfungen und die eventuellen Reparaturen, denen es unterzogen wurde (Datum, Umfang der Reparatur usw.)“, so radars-auto.com. Mit anderen Worten: Es garantiert, dass das Radargerät den Vorschriften entspricht und sehr genau „blitzt“.

    Die Beantragung dieses Dokuments kann allerdings nur erfolgen, wenn man den Bußgeldbescheid vor Gericht anficht. „Zu diesem Zeitpunkt müssen Sie die Kopie der Fallakte beim Staatsanwalt anfordern“, erklärt radars-auto.com, und unbedingt einen Antrag auf zusätzliche Informationen stellen. Das Gericht muss dann die Vorlage dieses Dokuments anordnen und gegebenenfalls die Verhandlung verschieben.

    Wenn die Justiz nicht in der Lage ist, das angeforderte Dokument zu liefern, oder wenn sich herausstellt, dass regelmäßige Überprüfungen des Radargeräts nicht durchgeführt wurden, kann ein Anwalt die Nichtigkeit der Strafverfolgung und den Freispruch des Autofahrers beantragen. So geschah es vor wenigen Tagen in Auch im Departement Gers. Denn: Wenn diese Überprüfungen unterlassen werden, liegt eine Verfahrensunregelmäßigkeit vor, die zwangsläufig zur Einstellung des Verfahrens führen muss.

    Darüber hinaus unterliegen, so überraschend es auch klingen mag, in Frankreich auch Alkoholmessgeräte denselben Anforderungen: Wenn die Behörde bei der Gerichtsverhandlung nicht nachweisen kann, dass das jeweilige Gerät den Anforderungen entsprach und genauestens geeicht war, kann ein Autofahrer, der positiv auf Alkohol getestet wurde, also ziemlich entspannt sein.

  • Marseille: Neue Radargeräte strafen Autofahrer ab

    Marseille: Neue Radargeräte strafen Autofahrer ab

    In Marseille, im Departement Bouches-du-Rhône, wurden jetzt Radargeräte der neuesten Generation aufgestellt. Sie sind hochmodern und können sogar das Nichtanlegen des Sicherheitsgurts ahnden.

    In Marseille (Departement Bouches-du-Rhône) hängen neue unauffällige schwarze Boxen in fünf Metern Höhe. Die Radargeräte, die sich seit zwei Jahren in der Testphase befanden, sind gnadenloser als je zuvor. Sie können ohne Blitzlicht Autofahrer registrieren, die nicht an einer roten Ampel anhalten. Dies wird mit einer Geldstrafe von 135 Euro und mit vier Punkten auf dem Führerschein geahndet. Die Meinungen der Nutzer in Marseille sind geteilt. „Ich weiß nicht, ob es die beste Lösung ist, noch mehr Bußgelder und Punkte einzuführen“, meinte ein Autofahrer gegenüber dem Sender France 2. „Die Leute fahren wie verrückt, sie sind gut für die Sicherheit“, sagt ein anderer Mann am Steuer seines Autos.

    Leistungsfähigere Radargeräte
    Im Jahr 2023 verzeichnete Marseille sehr viele Verkehrsunfälle. Einer der neuen Kästen wurde in der Nähe eines Gymnasiums und eines Kindergartens aufgestellt und führt nun zu mehr Sicherheit für die Fußgänger in dieser Straße. Bisher werden die neuen Radargeräte nur beim Überfahren einer roten Ampel eingesetzt, aber bald können sie auch andere Verstöße wie das Nichtanlegen des Sicherheitsgurts oder die Benutzung eines Mobiltelefons am Steuer ahnden.

  • Demografie: Warum bekommen die Franzosen immer weniger Kinder?

    Demografie: Warum bekommen die Franzosen immer weniger Kinder?

    Seit dem Zweiten Weltkrieg wurden in Frankreich noch nie so wenige Kinder geboren. Nur etwa 678.000 Babys wurden im Jahr 2023 geboren. Warum aber bekommen die Franzosen weniger Kinder?

    Das Département Landes verzeichnet eine historisch niedrigere Geburtenrate. Die kleine Julia wurde am Freitag, dem 12. Januar, in der Entbindungsstation des Krankenhauses von Mont-de-Marsan (Landes) geboren. Für das Jahr 2023 wurden etwa 1.000 Geburten verzeichnet, im Jahr 2022 waren es noch 1.200. Kristelle, die 32-jährige junge Mutter sagt auf dem Sender France 2, dass Frauen und Paare inzwischen später in ihrem Leben eine Familie gründen. „Vielleicht geben die Leute dem Beruf, dem Ausgehen und den Hobbys den Vorzug“, sagt sie. Auch der aktuelle geopolitische Kontext bereitet den werdenden Eltern Sorgen.

    Ein Rückgang der Geburtenrate in ländlichen Gebieten.
    „Das ist vor allem sozioökonomisch bedingt. Kinder sind teuer“, analysiert Dr. Sophie Defert, Leiterin der Entbindungsstation im Krankenhaus von Mont-de-Marsan gegenüber France 2. Im Jahr 2023 sank die Geburtenrate in in Frankreich auf insgesamt etwa 678.000 Geburten, so wenige wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Im Departement Landes, das von diesem Phänomen besonders betroffen ist, sank die Geburtenrate um sage und schreibe 14 %, ähnlich wie in anderen ländlichen Departements wie Gers und Lot-et-Garonne.