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  • Nizza: 30-jähriger Mann wird in der Nähe des Flughafens erschossen

    Nizza: 30-jähriger Mann wird in der Nähe des Flughafens erschossen

    Die Staatsanwaltschaft von Nizza teilte mit, dass eine Untersuchung wegen Mordes eingeleitet wurde.

    Ein 30-jähriger Mann tunesischer Nationalität wurde am späten Mittwochnachmittag in der Umgebung des Flughafens Nizza-Côte d’Azur erschossen, wie der Sender France Bleu Azur meldete. Der Mann war gegen 18 Uhr Opfer mehrerer Schüsse geworden. Die Tat ereignete sich auf dem Boulevard René Cassin in der Nähe des Flughafens. Nach ersten Erkenntnissen wird von einer Abrechnung im Drogenmilieu ausgegangen.

    Das Opfer war der Polizei bereits aus verschiedenen Strafverfahren bekannt, insbesondere wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, wie der Staatsanwalt von Nizza, Damien Martinelli, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Er leitete eine Untersuchung wegen Mordes in einer organisierten Bande ein, ein seltener Fall in Nizza im Vergleich zu Marseille, wo 2023 rund 50 Morde im Zusammenhang mit dem Drogenhandel zu beklagen wurden.

    In der Rue Henry Matisse in Nizza wurde zudem ein Fahrzeug in Brand gesetzt. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei diesem Fahrzeug um das Fahrzeug des oder der Täter handelt. Der Bürgermeister von Nizza, Christian Estrosi, begab sich an den Tatort. „Eine Person, die mit einem Auto kam, schoss aus nächster Nähe auf eine andere Person, bevor sie flüchtete. Die Szene wurde von unseren Kameras eingefangen“, kommentierte Estrosi in den sozialen Netzwerken.

  • Bauernproteste: Geplante Blockaden am Donnerstag in Frankreich

    Bauernproteste: Geplante Blockaden am Donnerstag in Frankreich

    Die Proteste der französischen Landwirte lassen auch am Donnerstag nicht nach. Die Bauerngewerkschaften kündigen zahlreiche Aktionen in ganz Frankreich an.

    Die Protestbewegung der französischen Landwirte wird am Donnerstag, dem 25. Januar, in vielen Regionen des Landes fortgesetzt. Der Präsident der Bauern-Gewerkschaft FNSEA, Arnaud Rousseau, kündigte am Mittwoch auf dem Fernsehsender France 2 an, dass bis Freitag in etwa 85 Departements Aktionen durchgeführt werden, und zwar „kontinuierlich oder sporadisch“.

    Auvergne-Rhône-Alpes
    Bei der Einfahrt nach Lyon (Rhône) ist die A42 zwischen dem Knotenpunkt A42/N346/A46N und dem Boulevard Périphérique Lyonnais in beiden Richtungen blockiert, wie die Präfektur mitteilte. Die A7 ist ebenfalls zwischen dem Knoten Ternay A7/A46 Süd und dem Autobahnkreuz La Madeleine in beiden Richtungen blockiert.

    Die Autobahn A7 ist auf der gesamten Strecke durch das Departement Drôme aufgrund von zwei Straßensperren, die in Saint-Rambert-d’Albon und Montélimar sud errichtet wurden, für den Verkehr gesperrt. Rund 50 Landwirte verbrachten eine zweite Nacht auf der Autobahn in Saint-Rambert d’Albon.

    Insgesamt sind in der Drôme und der Ardèche noch sieben Blockaden im Gange, darunter drei Blockaden auf der A7 bei Montélimar sud und an zwei Kreisverkehren auf der Nationalstraße 7 in Donzère und Malataverne. Dort lassen die protestierenden Landirte die Fahrzeuge tröpfchenweise passieren. Die Landwirte kontrollierten und entleerten zwischen 12 und 15 ausländische Lastwagen, die die N7 passierten. Die Lastwagen transportierten Gemüse und spanischen Weißwein, der von den Protestierenden auf die Straße gekippt wurde.

    Im Departement Isère werden ab 10 Uhr am Donnerstag und mindestens bis zum frühen Nachmittag mehrere Alleen und Boulevards, die in Richtung des Stadtzentrums von Grenoble führen, teilweise gesperrt sein. Dies betrifft die Achsen aus Richtung Meylan im Osten des Ballungsraums Grenoble, Moirans im Nordwesten und Laix im Süden. Das öffentliche Verkehrsnetz im Zentrum des Ballungsraums Grenoble wird ebenfalls gestört sein.

    Im Departement Puy-de-Dôme wird die am Mittwoch begonnene Blockade der Autobahn A71 auf der Höhe von Le Brézet in Clermont-Ferrand auch am Donnerstag fortgesetzt. Rund 50 Bauern mit Traktoren wollen ihre Blockadeaktion mindestens bis zum Ende der Woche aufrechterhalten. Die FNSEA und die Jeunes Agriculteurs des Departements Allier kündigten für den Donnerstagmorgen Traktorkonvois von verschiedenen Punkten des Departements an, die gegen 11.30 Uhr vor der Präfektur in Moulins zusammenlaufen sollen.

    Im Departement Loire blockieren Landwirte seit 5 Uhr die A72 in Höhe von Andrézieux-Bouthéon, wie der Sender France Bleu Saint-Étienne Loire berichtet. Aufgrund dieser Mobilisierung hat die Präfektur des Departements Loire den Verkehr für alle Fahrzeuge auf einem Teilstück dieser Autobahn verboten.

    Auch auf der A75 in Höhe von Saint-Flour (Departement Cantal) ist der Verkehr unterbrochen, so die Präfektur in einer Pressemitteilung.

    In Savoyen und Hochsavoyen: Auf der A43 wurde ab 10 Uhr eine vollständige Blockade der Mautstelle Chignin (Savoyen) in beiden Richtungen angekündigt. Auf Aufruf der FDSEA und der Jeunes Agriculteurs soll insbesondere ein Konvoi gegen 5 Uhr in Bons-en-Chablais (Haute-Savoie) starten, der sich gegen 9 Uhr an der Mautstelle Chignin einfinden soll. Es werden 200 Landwirte und 50 Traktoren erwartet. Es besteht die Gefahr, dass auch die Nebenstraßen den ganzen Tag überlastet sein werden. Weitere Konvois sind aus den Regionen Maurienne und Chautagne geplant.

    Region Bretagne
    Im Departement Ille-et-Vilaine wurde von der Coordination rurale de l’Ouest zu einer Demonstration in Rennes aufgerufen. Ein Lager von etwa fünfzig Landwirten blockiert die A84 auf der Höhe von Romagné in der Nähe von Fougères. Hundertfünfzig Traktoren sollen in der bretonischen Hauptstadt aus der Bretagne, dem Pays-de-la-Loire und der Normandie zusammen kommen. Sie werden ab 9:30 Uhr durch die Straßen von Rennes ziehen. Der Busverkehr des Star-Netzes wird ab 8.30 Uhr bis etwa 17 Uhr beeinträchtigt sein. Ebenfalls in Ille-et-Vilaine bleibt die Blockade in Tinténiac auf der Achse Rennes-Saint-Malo, aber auch in Romagné in der Nähe von Fougères bestehen. Eine Gruppe von etwa 50 Landwirten blockiert die Autobahn A84.

    Im Departement Côtes-d’Armor sind am Donnerstag noch drei Blockaden aktuell: in Caulnes, Trémorel und Plouisy.

    Im Departement Morbihan hingegen konnte der Verkehr auf der N165 in beiden Richtungen wieder aufgenommen werden, bei Theix jedoch nur auf einer Spur.

    Region Burgund-Franche-Comte
    Im Departement Saône-et-Loire sind nach Angaben der Präfektur ab dem frühen Morgen drei Korsos mit Traktoren geplant: Sie starten ab Moroges, ab Perrecy-les-Forges und ab Autun. Die Route Centre-Europe Atlantique (RCEA) und die Departementale 680 werden von Schneckenoperationen betroffen sein.

    Im Departement Doubs ist auf der A36 ab 10 Uhr eine Schneckenaktion in beiden Fahrtrichtungen zwischen Baume-les-Dames (Ausfahrt 5) und Vaux-les-Prés (Ausfahrt 3) angekündigt. Auf der Höhe von Vaux-les-Prés und Hautechaux-Baume ist mit Behinderungen zu rechnen. Die Demonstranten werden sich in Richtung des Autobahnkreuzes Besançon-Est und der Raststätte Marchaux begeben.

    Region Centre-Val de Loire
    Im Departement Indre wird die Autobahn A20 zwischen den Anschlussstellen 12 und 14 geschlossen bleiben. Die Landwirte der FDSEA und der Jeunes Agriculteurs stimmten für die Fortsetzung der Blockade der Autobahn. Die Zufahrt zum Autobahnkreuz 13 (Route de Tours) ist blockiert.

    Region Grand Est
    Im Departement Bas-Rhin planen die elsässischen Landwirte, die A35 bei Straßburg bis Donnerstagabend zu blockieren. Mehrere hundert Traktoren verbrachten die Nacht vor Ort auf der Höhe Marché-Gare. Im Departement Haut-Rhin wurde auf Aufruf der FDSEA 68 eine Blockade der A35 ab 13 Uhr auf der Höhe von Meyenheim in beiden Richtungen angekündigt. Diese Blockade soll bis Freitagnachmittag andauern.

    In den Ardennen verbrachten etwa 15 Landwirte die Nacht auf der A34 auf der Höhe von Woinic, wo eine Filterblockade den Verkehr in beide Richtungen behindert.

    Die FDSEA und die Jeunes Agriculteurs des Departements Moselle kündigten die Blockade von drei Autobahnachsen am Donnerstag ab 10 Uhr an: in Fey auf der Autobahn A31, in Thionville auf der Autobahn A31 und in Freyming auf der A320.

    Region Hauts-de-France
    Im Norden ist die A25 zwischen Grande-Synthe und Méteren und auf der A26 an der Mautstelle Setques blockiert. Etwa 15 Landwirte übernachteten auf der A2 in Valenciennes, wo sie einen Teil der Autobahn in beiden Fahrtrichtungen blockieren. Die D649 ist zwischen Marly und Curgies in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Sehr starke Behinderungen sind auch in der Metropole Lille zu erwarten, insbesondere auf der Autobahn A1 in beiden Fahrtrichtungen auf der Höhe von Seclin. Auch auf der D643 in Höhe von Haynecour in der Nähe von Cambrai ist mit Blockaden zu rechnen. Auf der N2 bei Avesnes-sur-Helpe wird ebenfalls eine Blockade am Kreisverkehr im Stadtzentrum erwartet.

    Im Departement Pas-de-Calais, auf der A26, wird die Blockade am Donnerstag auf Höhe der Mautstelle Setques fortgesetzt. Seit 10 Uhr versammeln sich die Landwirte an der Mautstelle von Béthune. Im Departement Oise wird die Autobahn A16 zwischen Méru (Ausfahrt Nr. 13) und Hardivilliers (Ausfahrt Nr. 16) gesperrt sein.

    Region Île-de-France
    Im Departement Yvelines findet derzeit eine Schneckenaktion auf der Autobahn A12 statt, nachdem sie zuvor auf der RN12 zwischen Méré und Bois-d’Arcy durchgeführt wurde. Die Autokolonne bewegt sich mit geringer Geschwindigkeit vorwärts und fährt nun in Richtung Rocquencourt (A13), um dann in der Gemeinde Le Chesnay-Rocquencourt die Ausfahrt zur N186 zu nehmen. Auf der N186 fährt die Autokolonne dann in Richtung Saint-Quentin-en-Yvelines (A12), dann auf die A12 in Richtung Bois-d’Arcy, dann auf die N12, berichtet der Verkehrswarndienst Bison Futé. Um 16:30 Uhr ist eine Aktion in Hardicourt auf der D113 geplant. Um 17 Uhr ist eine weitere Aktion in Vigny, im Norden des Departements, geplant. Um 17:30 Uhr ist ein Treffen in Aulnay sur Mauldre geplant. Im Departement Essonne ist ab 9.45 Uhr eine filtrierende Straßensperre auf der RN20 in Höhe von Etréchy geplant.

    Im Departement Seine-et-Marne sind für Donnerstag mehrere Aktionspunkte geplant, wie die FDSEA Seine-et-Marne mitteilt. Von 15.00 bis 20.00 Uhr am Kreisverkehr „Rond Point de l’Europe“ in Melun. Die Landwirte haben sich um 14.30 Uhr in der Nachbargemeinde Voisenon verabredet. Im Osten des Departements werden die Traktoren ab 16.30 Uhr in Richtung Provins zusammenlaufen. Die FDSEA 77 veröffentlicht, dass die Mobilisierung in Seine-et-Marne „von Donnerstag bis zur Eröffnung der Landwirtschaftsmesse“ am Samstag, dem 25. Februar dauern werde.

    Region Normandie
    Im Departement Manche planen die Landwirte, zwei Hauptverkehrsachsen zu blockieren. Die Traktoren werden ab 11.30 Uhr auf der A84 in Höhe des Kreisverkehrs von Guilberville und ab 14.30 Uhr auf der Nationale 13 in Saint-Hilaire-Petitville positioniert.

    Die A28 ist in der Fahrtrichtung Abbeville/Rouen auf Höhe von Moulin d’Ecalles gesperrt, warnt die Präfektur Seine-Maritime auf X.

    Region Neu-Aquitanien
    Am zweiten Tag in Folge führen Landwirte eine Blockadeaktion auf der Umgehungsstraße von Bordeaux im Departement Gironde durch. Etwa 30 Traktoren nehmen an einer Schneckenaktion in beiden Fahrtrichtungen teil.

    In den Pyrénées-Atlantiques verbrachten Landwirte ihre zweite Nacht auf der Autobahn A63 in Bayonne, wo sie den Verkehr auf der Hubert-Touya-Brücke in beiden Richtungen blockieren. Das Autobahnkreuz Bayonne Nord bleibt unzugänglich, das Autobahnkreuz Bayonne Süd ist jedoch offen. In Bayonne sollte die Blockade der A63 durch die Landwirte am Donnerstagmorgen um 9.30 Uhr aufgehoben werden. Es ist jedoch eine Schneckenaktion geplant.

    In der Dordogne ist die A89 auf der Höhe von Périgueux in beiden Fahrtrichtungen gesperrt.

    Im Departement Landes wird die Sperrung auf der A65 am Autobahnkreuz Nr. 4 nach Mont-de-Marsan in beiden Fahrtrichtungen aufrechterhalten. Es wird empfohlen, die A64 zwischen Aire-sur-l’Adour und Roquefort zu meiden. Auf der A63 werden die Blockaden zwischen Saint-Geours-de-Maremne (Ausfahrt 10) und Peyrehorade (Ausfahrt 6), den Verkehr beeinträchtigen. Auch auf der A64 werden ab 9 Uhr im Bereich von Peyrehorade große Blockaden erwartet. Den ganzen Tag über werden zwischen 50 und 100 Demonstranten anwesend sein.

    Im Departement Haute-Vienne wollen die FDSEA und die Jeunes agriculteurs ab 12 Uhr die A20 bei Limoges blockieren. Sie kündigen 70 Traktoren und 150 Personen an mehreren Sammelpunkten an, insbesondere um 11 Uhr auf der A20 an der Ausfahrt Saint-Hilaire-Bonneval, in Limoges um 11.45 Uhr im Stadtteil Grossereix, am Kreisverkehr von Cognac auf der D2000 um 11.30 Uhr und am Kreisverkehr des Flughafens Bellegarde zwischen 11.30 und 11.45 Uhr.

    Im Departement Corrèze wird eine starke Mobilisierung auf der A20 am Autobahnkreuz Nr. 49 in Ussac erwartet. Ab 14 Uhr wird die Autobahn A20 unpassierbar sein. Sie wird auf der Höhe von Brive blockiert sein. Auch auf der A89, auf dem Nebenstraßennetz und im gesamten Großraum Brive werden erhebliche Verkehrsbehinderungen erwartet.

    Region Okzitanien
    Die Autobahn A62 ist zwischen Agen (Lot-et-Garonne) und Montauban (Tarn-et-Garonne) in beiden Fahrtrichtungen auf einer Länge von rund 50 Kilometern gesperrt.

    Im Departement Tarn-et-Garonne bleibt die A20 nordöstlich von Montauban unterbrochen und die Zufahrt zum Kraftwerk Golfech ist blockiert.

    Im Departement Haute-Garonne ist die A64 bei Carbonne weiterhin in beiden Richtungen blockiert. Die Landwirte führen darüber hinaus eine Aktion auf der A61 zwischen Toulouse und Narbonne durch.

    Im Departement Gard behindern Landwirte den Verkehr auf der A9 im Bereich von Nîmes, warnt Bison Futé auf X. Die Autobahn ist demnach auf der Höhe von Nîmes in Richtung Narbonne und auf der Höhe von Gallargues-le-Montueux in Richtung Orange gesperrt.

    Region Loire
    Im Departement Loire-Atlantique schlossen sich die FDSEA und die Jeunes agriculteurs de Loire-Atlantique am Donnerstag der Bewegung an und starteten eine Schneckenaktion. Fünf Konvois mit Traktoren werden um 11.30 Uhr an der Präfektur in Nantes eintreffen. Sie werden insbesondere von Puceul in der Nähe von Châteaubriant, Saint-Hilaire-de-Chaléons oder Carquefou aus starten. Eine Delegation der Gewerkschaften soll um 13 Uhr vom Präfekten empfangen werden.
    Die Confédération paysanne ruft ebenfalls zur Blockade der Porte d’Ar Mor in Nantes auf, am Atlantis-Kreisel, der den Zugang zur Ringstraße ermöglicht, von 12.00 bis 14.00 Uhr.

    Im Departement Mayenne sind den ganzen Tag über drei Blockaden oder Schneckenoperationen im Departement geplant. Die A81 wird auf einer Länge von etwa 50 Kilometern besonders beeinträchtigt sein. In Laval werden sich gegen 10 Uhr etwa 100 Traktoren und mindestens doppelt so viele Demonstranten am Foirail zu einer Schneckenoperation versammeln. Die Umgehungsstraße von Laval ist ab dem Boulevard de Buffon ab 11 Uhr bis zum späten Vormittag betroffen. Auf der A81 bei Gravelles und Vaignes sind zwischen 14.30 und 15 Uhr filternde Blockaden geplant.

    Region Provence-Alpes-côte d’Azur
    Im Departement Bouches-du-Rhône findet eine Demonstration rund um die Raststätte Le Merle statt. Die Autobahn A54, die Nîmes mit Salon-de-Provence verbindet, wurde in diesem Sektor von der Präfektur seit 8.30 Uhr zwischen den Anschlussstellen Saint-Martin-de-Crau und Grans vollständig gesperrt.

    Die Autobahn A51 ist zwischen der Mautstelle Meyrargues und Manosque im Departement Alpes-de-Haute-Provence in beiden Fahrtrichtungen vollständig gesperrt. Im Departement Hautes-Alpes ist ein Autokorso von der Mautstelle La Saulce vor Tallard bis zur Mautstelle Sisteron Nord geplant, die ab 10 Uhr blockiert ist.

    Im Departement Var sind zwischen 8.30 und 9.00 Uhr drei Demonstrationszüge von Cuers, La Crau und La Cadière aus geplant, die zur Präfektur in Toulon zusammenlaufen sollen. Die Idee der Landwirte ist es, die Stadt zu umzingeln: Alle Autobahnen rund um Toulon sollten daher den ganzen Donnerstagvormittag gemieden werden.

    Die Präfektur des Departements Vaucluse meldet auf X, dass auf der A7 zwischen Avignon und Bollène sowie auf der A9 in Höhe von Remoulins demonstriert wird.

  • Frankreich: Antisemitische Taten stiegen 2023 sprunghaft an – vor allem nach dem 7. Oktober

    Frankreich: Antisemitische Taten stiegen 2023 sprunghaft an – vor allem nach dem 7. Oktober

    Laut dem Repräsentativen Rat der jüdischen Institutionen Frankreichs (Conseil représentatif des institutions juives de France) hat die Zahl der nach dem 7. Oktober 2023 erfassten antisemitischen Handlungen die Zahl der drei vorherigen Jahre erreicht.

    Die Zahl der antisemitischen Handlungen ist im vergangenen Jahr in Frankreich sprunghaft angestiegen: 1.676 solcher Übergriffe wurden gezählt, im Vergleich zu 436 im Vorjahr. Dies geht aus einem Bericht des Repräsentativen Rates der jüdischen Institutionen Frankreichs (Crif) hervor, der einen besonders starken Anstieg nach den Angriffen der Hamas auf Israel verzeichnete. In den drei Monaten nach Beginn des Hamas-Konfliktes war ihre Zahl „genauso hoch wie in den drei vorangegangenen Jahren zusammengenommen“, so der Bericht.

    Yonathan Arfi, Präsident des Crif, erinnert daran, dass „es in den 1990er Jahren einige Dutzend solcher Taten pro Jahr gab und im Zeitraum 2000-2022 einige Hundert“. Der Crif erklärt, dass der Bericht auf der Basis von „Rückmeldungen der Kommissariate und Gendarmerien erstellt wurde, die dann im Rahmen eines monatlichen Austauschs mit dem Innenministerium und dem Service de protection de la communauté juive (SPCJ) qualifiziert wurden“.

    In sechs von zehn Fällen (57,8%) handelte es sich bei diesen antisemitischen Handlungen um Angriffe auf Personen, so der Crif. Etwa 25% der nach dem 7. Oktober registrierten Taten verherrlichten die Hamas, 33% den Dschihadismus und 25% waren „Aufrufe zum Mord“, heißt es in dem Bericht weiter.

    Diese Zahlen spiegeln jedoch „nur einen Teil“ der antisemitischen Handlungen wider, nämlich diejenigen, die Gegenstand einer Anzeige oder einer Meldung bei der Polizei waren, so der Crif. In über 40% der Fälle handelte es sich um „bedrohliche Äußerungen und Gesten“. Sie wurden vor allem im privaten Bereich (32%) und auf öffentlichen Straßen (20,4%) begangen, 7,5% wurden im Internet gezählt. Ein weiterer besorgniserregender Punkt ist, dass 12,7% der Taten im schulischen Umfeld stattfanden, die meisten davon in einem Collège.

  • Bauernproteste in Frankreich: Emmanuel Macron hält sich seit Beginn der Krise merkwürdig bedeckt

    Bauernproteste in Frankreich: Emmanuel Macron hält sich seit Beginn der Krise merkwürdig bedeckt

    Emmanuel Macron hat die Regierung von Gabriel Attal aufgefordert, an einer Lösung des Konflikts mit den französischen Landwirten zu arbeiten, bleibt aber selbst auf Distanz zu dem Thema. Die Blockaden und Protestaktionen der Landwirte in Frankreich dauern an und nehmen weiter an Umfang zu. Eine der größten Bauern-Gewerkschaften, die FNSEA, verspricht weitere Aktionen, wenn Antworten der Regierung auf sich warten lassen. Die Regierung verspricht Ankündigungen für das Wochenende. „Die Landwirtschaft richtet einen Appell an uns, wir haben ihn gehört und werden darauf reagieren“: So lautete die Botschaft der Regierung nach der Kabinettssitzung am Mittwoch, dem 24. Januar. Ankündigungen werden höchstwahrscheinlich am Freitag im Rahmen einer Reise von Premierminister Gabriel Attal erfolgen. Bis dahin will Gabriel Attal entsprechende Konsultationen fortsetzen. „Zuhören, um besser entscheiden zu können, das ist die Methode“, sagen seine Vertrauten. Seit Anfang der Woche hat der Premierminister…

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  • Wie ein Christkind aus Südamerika unser Wetter in Europa beeinflusst

    Wie ein Christkind aus Südamerika unser Wetter in Europa beeinflusst

    Alle Artikel unserer Serie über den Klimawandel findet ihr unter diesem Link …

    Wie wir in unserem vorherigen Artikel erwähnt haben, gibt es eine ungleiche Verteilung der Sonnenstrahlung auf der Erdoberfläche. Und da die Natur auf unserem Planeten stets nach Gleichgewicht sucht, muss diese ungleiche Verteilung irgendwie ausgeglichen werden. Wärme muss vom Äquator zu den Polen transportiert werden – um es mal knapp und anschaulich auszudrücken.

    Eine wichtige Rolle dabei wird von einem „Christkind“ aus Südamerika übernommen.

    Wie funktioniert dieser Ausgleich? Nun, da müssen wir etwas weiter ausholen:

    Wärmere Luft ist weniger dicht und damit leichter als kalte Luft, und die Erwärmung der Luft durch die Erd- oder Wasseroberfläche erzeugt eine instabile Situation, in der leichtere warme Luft unter schwererer kalter Luft liegt. Dabei kommt es immer zu einer aufsteigenden Bewegung. Die warme Luft steigt von der Erdoberfläche auf und kühlt weiter oben wieder ab.

    Dieses Phänomen beschert uns sowohl auf der nördlichen als auch auf der südlichen Halbkugel vertikale Zirkulationen. Unsere Atmosphäre kennt drei große Zirkulationszellen in jeder Hemisphäre, die erste Zelle steigt in der Nähe des Äquators auf und in den Subtropen wieder ab, die zweite steigt in den subpolaren Breiten auf und schließlich sinkt die dritte Zelle über den Polen wieder ab.

    Hier eine Darstellung der drei zirkulierenden Zellen:

    Wo die Luft aufsteigt, sehen wir niedrigen Oberflächendruck = Tiefdruckgebiet. Wo wir eine absteigende Luftbewegung haben, haben wir hohen Oberflächendruck = Hochdruckgebiet.

    Aufsteigende Luft und Niederschlag erleben wir üblicherweise in einer Zone mit niedrigem Druck wie der ITCZ, der intertropischen Konvergenzzone (auch bekannt als Äquatoriale Tiefdruckrinne – siehe Illustration oben), das ist der Bereich in den Tropen, in dem die Erdoberfläche am direktesten von der Sonne erwärmt wird. Die ITCZ ist am Äquator angesiedelt, aber sie verschiebt sich mit der Wanderung der Sonne im Laufe der Jahreszeiten wie eine Wellenband nach Norden und Süden.

    Die Erwärmung durch die Sonne wandert im Laufe des Jahres von den Tropen ein wenig nach Norden und dann wieder nach Süden, und das bringt atmosphärische Bewegung an verschiedene Orte der Erde.

    Die Verschiebung der Sonnenerwärmung und damit der Luftzirkulationen ist über den Ozeanen etwas träger und dafür über großen Landmassen deutlich ausgeprägter, denn die Erwärmung der Luft ist über der Erdoberfläche stärker als über der Wasseroberfläche. Und das führt in tropischen Breiten regelmässig zu dramatischen Wind- und Niederschlagsmustern wie dem indischen Monsun.

    Aufsteigende Warmluft in der Nähe des Äquators erzeugt Tiefdruckgebiete, was wiederum dazu führt, dass sich sogenannte Konvergenzzonen bilden, in denen es regelmässig zu starken Regenfällen kommt.

    Die in den Tropen aufsteigende Luft sinkt in den Subtropen ab und bildet ein Band hohen Oberflächendrucks, das uns den Wüstengürtel beschert. Dieses Muster der Zirkulation von aufsteigender Luft und Niederschlag in der Nähe des Äquators und absteigender trockener Luft in den Subtropen, ist bekannt als die Hadley-Zellen-Zirkulation. Luft steigt in Äquatornähe auf, die in der warmen Luft gebundene Feuchtigkeit regnet ab, die trocknere und kühlere Luft breitet sich in Richtung der Subtropen aus und sinkt ab.

    Auf diesem Bild sieht man sehr schön die Hadley-Zellen-Zirkulation über der Sahara.

    Am Nordrand der Hadley-Zelle sinkt die abgekühlte Luft über den Subtropen ab, aber in den dazwischenliegenden Breiten, wärmt sich Luft auf, die den nächsten Schenkel der atmosphärischen Zirkulationszellen bildet und aufsteigt, um schließlich in der Nähe der Polarregionen abzusinken (Ferrel-Zelle). Die dritte Zelle der atmosphärischen Zirkulation wird von aufsteigender Luft in Mittel-Europa gebildet, die über der Polarregion abkühlt und absinkt.

    In den mittleren Breiten unter der Ferrel-Zelle findet das Aufsteigen der Luft üblicherweise innerhalb von Gewitter- und Sturmsystemen statt. Die Sturmsysteme in den mittleren Breiten werden durch die Kontraste der Temperaturen angetrieben, wenn warme subtropische Luft auf kalte polare Luftmassen trifft.

    Wissenschafter nennen diese Region, an der sich kalte und warme Luftmassen mischen, die Polarfront. Hier sehen wir eine aufsteigende Bewegung und viele Tiefdrucksysteme.


    Spannend wird es auch, wenn wir weiter nach oben in die Atmosphäre blicken. Dort finden wir die Westwinde, die in den subpolaren Regionen immer stärker werden, je höher wir in die Troposphäre steigen, bis wir auf die Grenze zwischen Troposphäre und Stratosphäre treffen, die sogenannte Tropopause. Und an dieser Stelle in der Atmosphäre, zwischen 10 und 14 Kilometern über der Oberfläche, und in den subpolaren Breiten, haben wir den sogenannten Jetstream, ein Band sehr starker westlicher Winde, begrenzt im Süden durch den Subtropical Jet und im Norden durch den Polar Jet. Diese Winde wehen, bedingt durch die Drehbewegung der Erde, immer von Westen nach Osten.

    Der Jetstream bewegt die Wettersysteme in den mittleren Breiten zwischen den Subtropen und der Polarregion. Die in den mittleren Breiten, und dazu gehört auch Europa, auftretenden Stürme und Wettersysteme sind sehr eng mit den Bewegungen des Jetstreams verbunden. Der Jetstream entscheidet, wie sie sich entwickeln, wie sehr sie sich intensivieren und wo sie auftreten.

    Und das ist der Grund, warum die Wissenschaft und auch unsere Fernsehmeteorologen in den vergangenen Monaten und Jahren so gebannt auf die Temperaturentwicklung in den polaren Regionen wie Sibirien, Grönland und dem Norden Kanadas schauen:

    Sollte nämlich wegen des Klimawandels die Wärme über den Polarregionen dauerhaft ansteigen und dadurch die zum Wärmeaustausch notwendigen Luftzirkulationen ins Stocken geraten, weil einfach der Temperaturunterschied zwischen dem Äquator und den Polarregionen zu gering geworden ist, dann fehlt auch dem Jetstream der Antrieb. In diesem Fall wäre er nicht mehr dazu in der Lage, die entstehenden Hoch- und Tiefdruckgebiete zu bewegen. Diese verharren dann über längere Zeiträume auf einer Stelle, über einer Region, und bringen im Fall eines Tiefs langanhaltenden, ausdauernden und starken Regen und im Falle eines Hochs lange Hitze- und Trockenperioden.

    Die Folgen solcher Wetterlagen sehen wir derzeit mit Hitzerekorden und Dürre im Westen der USA (Hoch) und in Deutschland und Teilen Europas mit Überschwemmungen durch langanhaltende sintflutartige Regenfälle (Tief).

    Der Jetstream bewegt Tiefdruck- und Hochdruckgebiete rund um die nördliche Erdhalbkugel. Kommt er zum Erliegen, bewegen sich die Gebiete nicht mehr oder nur noch sehr langsam.

    Die dynamischen Eigenschaften der Atmosphäre, die wir hier beschrieben haben, helfen dem Klimasystem der Erde, die instabile Situation eines warmen Äquators und einer kühlen Polarregion aufzulösen. Die Atmosphäre versucht, einen Wärmeüberschuss vom Äquator zum Pol zu transportieren, und das tut sie in Form dieser für uns so wichtigen atmosphärischen Zirkulationen. Gäbe es einen solchen Wärmeunterschied nicht mehr, dann kämen auch die hier beschriebenen dynamischen Eigenschaften der Atmosphäre zum erliegen.


    Aber da ja in der Natur und damit auch in der Atmosphäre nicht alles nach einfachen und schnell zu verstehenden Mustern abläuft, gibt es nun noch eine kleine Überraschung: Die seitlichen Windmuster, die wir der Vollständigkeit halber nicht verschweigen wollen. Die seitlichen Winde werden hauptsächlich durch die so genannte Druckgradientenkraft und die Corioliskraft, eine Kraft, die dadurch entsteht, dass die Erde sich dreht, bestimmt.

    Unter Beteiligung der Corioliskraft entsteht ein Hurrikan

    Die Stärke der Corioliskraft hängt von der geographischen Breite ab. Sie verschwindet am Äquator und ist am stärksten an den Polen. Sie tritt im rechten Winkel zur Bewegungsrichtung der Erde, nämlich 90 Grad nach rechts auf der Nordhalbkugel und 90 Grad nach links auf der Südhalbkugel, auf.

    Die Druckgradientenkraft dagegen verursacht eine Strömung der Luft von Regionen mit hohem Oberflächendruck zu Regionen mit niedrigem Oberflächendruck.

    Das Gleichgewicht zwischen der Druckgradienten- und der Corioliskraft wird als geostrophisches Gleichgewicht bezeichnet.

    Das geostrophische Gleichgewicht führt zu Winden in den mittleren Breiten. Zwischen dem subtropischen Hochdruckgürtel und dem subpolaren Tiefdruckgürtel wehen sie von West nach Ost. Wir nennen diese Winde Westwinde. Die Westwinde werden in der Höhe stärker und führen zu den intensiven Starkwindgebieten, die als Jetstream in der oberen Troposphäre der mittleren Breiten bekannt sind (siehe oben). Umgekehrt wehen die Winde südlich des Äquators von Osten nach Westen und werden Ostwinde oder manchmal auch Passatwinde genannt.

    In der nördlichen Hemisphäre führt das geostrophische Gleichgewicht dazu, dass sich die Winde gegen den Uhrzeigersinn um Tiefdruckgebiete und im Uhrzeigersinn um Hochdruckgebiete drehen. Auf der Südhemisphäre sind die Richtungen entgegengesetzt.


    Aber natürlich spielen auch die Ozeane eine Schlüsselrolle bei der Auflösung des Wärmeungleichgewichts, indem sie Wärme aus niedrigen, äquatorialen, in hohe, polare, Breiten transportieren.

    Eine Art der Zirkulation in den Ozeanen ist die horizontale Zirkulation, das sind windgetriebene Ozeanwirbel an der Oberfläche. Die wichtigsten Oberflächenströmungen, die warmen, polwärts gerichteten westlichen Ströme, sind der Golfstrom, der mit dem Nordatlantischen Wirbelstrom verbunden ist, und der Kuroshio-Strom, der mit dem Nordpazifischen Wirbelstrom verbunden ist.

    Diese Wirbel enthalten aber auch kalte äquatorwärts gerichtete östliche Ströme, wie den Kanarenstrom im östlichen Nordatlantik und den Kalifornienstrom im westlichen Nordpazifik.

    Ähnliche Strömungssysteme finden sich auch auf der Südhalbkugel. Die horizontalen Muster der Ozeanzirkulation werden von den wechselnden Windmustern in Abhängigkeit von der geografischen Breite angetrieben, insbesondere von der Tendenz zu westlichen Winden in den mittleren Breiten und östlichen Winden in den Tropen, wie oben bereits erwähnt.

    Der zweite Typ der Ozeanzirkulation ist die vertikale Zirkulation, und insbesondere das, was wir die meridiane Umwälzzirkulation nennen, oder manchmal auch einfach die Förderbandzirkulation.

    Die Förderbandzirkulation ist in den hohen Breiten des Nordatlantiks mit einer Tendenz zum Absinken kalten Wassers und zu aufsteigender Bewegung warmen Wassers in den Tropen und Subtropen des Indischen und Pazifischen Ozeans verbunden. Die Förderbandzirkulation wird durch Wärmeunterschiede und Unterschiede in der Wasserdichte angetrieben, die wiederum weitgehend auf Schwankungen der Temperatur und des Salzgehalts des Meerwassers zurückzuführen sind. Daher kommt auch der Begriff, der manchmal zur Beschreibung dieser Zirkulation verwendet wird: Die thermohaline Zirkulation.

    Die Sinkbewegung wird hervorgerufen von relativ kaltem, salzhaltigem Oberflächenwasser des subpolaren Nordatlantiks, und die aufsteigende Bewegung von dem relativ warmen und weniger salzigem Wasser im tropischen und subtropischen Pazifik und Indischen Ozean.

    Die nordwärts gerichtete Ausdehnung der thermohalinen Zirkulation im Nordatlantik wird als Nordatlantikdrift bezeichnet.

    Dieses Strömungssystem stellt den Transport von warmem Oberflächenwasser zu höheren Breiten des Nordatlantiks sicher und ist ein wichtiges Mittel, mit dem das Klimasystem Wärme polwärts von den niedrigeren Breiten in höhere Breiten transportiert. Es wird angenommen, dass Veränderungen in diesem Strömungssystem eine Schlüsselrolle bei vergangenen und potenziellen zukünftigen Klimaveränderungen spielen.


    Genauso wie die Atmosphäre natürliche interne Veränderungen aufweist, die wir Wetter nennen, weist auch das Klimasystem selbst, wenn auch auf längeren Zeitskalen, immer wiederkehrende Veränderungen auf.

    Die wichtigste und bekannteste dieser Formen der natürlichen Veränderungen im Klimasystem ist die sogenannte El Niño Southern Oszillation oder ENSO.

    Im Fall von El Niño sehen wir sehr gut, dass und in welcher Form eine Interaktion zwischen dem Ozean und der Atmosphäre stattfindet. Der tropische Pazifische Ozean hat dynamische Strömungssysteme und auch die Passatwinde der tropischen Atmosphäre sind dynamisch. Diese beiden Dinge können miteinander interagieren, denn die Stärke der Passatwinde beeinflusst die Meeresströmungen und damit auch, wie viel kaltes Wasser aus der Tiefe an die Oberfläche kommt. Wenn die Passatwinde im östlichen Äquatorialpazifik schwächer werden, wird der Auftrieb der kalten Gewässer an die Oberfläche gestoppt, und das Wasser in dieser Region wärmt sich dramatisch auf. Typischerweise passiert das alle paar Jahre um die Weihnachtszeit – daher der Name El Niño, das Christkind, weil die Ureinwohner Südamerikas erkannten, dass dieses Phänomen immer um Weihnachten herum im Winter auftritt.

    Bei El Niño erwärmt sich also das Wasser im Pazifik, und das verändert das relative Ost-West-Muster der Temperatur entlang des äquatorialen Pazifiks. Das Ost-West-Muster der Temperatur treibt eine vertikale Zirkulation in der Atmosphäre an, die Walker-Zirkulation, und die Veränderung dieser Walker-Zirkulation verändert wiederum die Stärke der Passatwinde. Und so schließt sich der Kreis.

    Wenn sich die Passatwinde verändern, verändert sich der Auftrieb von kaltem Wasser im tropischen Pazifik, und wenn sich der Auftrieb von kaltem Wasser verändert, verändert sich das Temperaturmuster, das wiederum das atmosphärische Zirkulationsmuster beeinflusst, welches die Passatwinde überhaupt erst bestimmt.

    Dies ist ein Beispiel von einer gekoppelten Ozean-Atmosphären-Variabilität – man kann El Niño nicht verstehen wenn man nur die Atmosphäre betrachtet. Man kann die El Niño Southern Oscillation aber auch nicht verstehen, wenn man nur den Ozean betrachtet. Man muss verstehen, wie sie miteinander interagieren, um die Veränderungen, die auf einer Zeitskala von drei bis sieben Jahren stattfinden, zu erkennen.

    Wenn wir uns das globale Muster des Einflusses von El Niño, dem „Christkind“, ansehen, sehen wir, dass das, was im tropischen Pazifik passiert, nicht im tropischen Pazifik bleibt.

    Diese Änderungen der Meeresoberflächentemperatur im östlichen tropischen Pazifik beeinflussen die Jetstreams in beiden Hemisphären, und wenn sich der Jetstream der nördlichen Hemisphäre und der der südlichen Hemisphäre verändert, verändern sich die Wettermuster auf der ganzen Welt mit manchmal dramatischen Folgen (siehe weiter oben die Beschreibung des Jetstreams).

    Auswirkungen eines sich kaum bewegenden Tiefdruckgebietes, dass über Stunden und Tage hinweg feuchte Warmluft aus dem Mittelmeer heranführte, die über Belgien, dem Westen Deutschlands und Holland zu schweren Regenfällen führte.

    El Niño und sein Gegenpart, La-Niña, haben also einen globalen Einfluss auf unser Klima. In gewisser Hinsicht sind sie das stärkste richtungsgebende Signal in unserem Klima. Ein Großteil der jährlichen Klimaschwankungen auf der ganzen Welt wird durch El Niño beeinflusst.

    Jetzt liegt natürlich die Vermutung nahe, dass der derzeitige Klimawandel auf die Auswirkungen von El Niño zurückzuführen sein könnte.

    Aber, es gibt auch die Möglichkeit, dass im Gegenteil der Klimawandel den Jetstream der südlichen Hemisphäre und dadurch die Passatwinde und im nächsten Schritt die eben geschilderten Muster der Wärmezirkulation und damit auch das Verhalten von El Niño verändert. Und wenn man das Verhalten von El Niño verändert, wird das das Wetter rund um den Globus beeinflusst.

    Es werden die Hurrikansaisonen im tropischen Atlantik und im tropischen Pazifik beeinflusst. Es werden die Intensität und Häufigkeit der Stürme und Gewitter in den mittleren Breiten verändert – und ihre Beweglichkeit.

    Es gibt eine grosse Anzahl von Wetterphänomenen, die von El Niño beeinflusst werden, und wenn der Klimawandel El Niño verändert, wird sich das auf alle diese Phänomene auswirken.

    Niemand weiss bisher genau, wie diese Auswirkungen aussehen werden, und daher gibt es Ungewissheit bei der Vorhersage der regionalen Auswirkungen des Klimawandels.

    Aber klar ist auf alle Fälle das: Ungewissheit ist nicht unser Freund, denn man kann nicht für Veränderungen planen oder sich an sie anpassen, von denen man nicht weiß, wann und wie sie kommen.

    Hurrikan über Florida

    Noch ein Hinweis zum Schluss: Unsere Artikelserie über den Klimawandel erhebt keinerlei Anspruch auf wissenschaftliche Genauigkeit. Wir wollen lediglich eine Basis zum Verständnis dessen legen, was immer häufiger unter der Bezeichnung „Klimawandel“ diskutiert wird. Und zwar oft auch von Personen, die noch nicht einmal über ein solches Basiswissen verfügen.

    Unser Motto ist: Nur was man verstehen kann, kann man auch beeinflussen! Und etwas tun müssen wir – das ist uns klar.

    Der nächste Artikel behandelt den Zusammenhang zwischen der Erdabstrahlung und den Gasen in der Atmosphäre: Rückkopplung und Kohlenstoffkreislauf: Das komplizierte Zusammenspiel im Klimasystem

    Anregungen und Kritik freuen uns und können uns über kontakt@nachrichten.fr zugeschickt werden.

    In diesem Sinne:

    Lasst uns gemeinsam auf unsere Umwelt achten!

    Andreas M. Brucker (Redaktionsleitung)

  • Editorial zum internationalen Tag der Bildung: Eine Welt – Eine Zukunft

    Editorial zum internationalen Tag der Bildung: Eine Welt – Eine Zukunft

    Jedes Jahr am 24. Januar feiern Menschen weltweit den Internationalen Tag der Bildung, einen Tag, der die Bedeutung von Bildung als grundlegendem Menschenrecht und Motor für positive Veränderungen hervorhebt. Inmitten globaler Herausforderungen und Unsicherheiten gewinnt dieser Tag eine zunehmende Relevanz und erinnert uns daran, dass Bildung der Schlüssel zu einer nachhaltigen Zukunft für alle ist.

    Der Internationale Tag der Bildung wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um das Bewusstsein für die lebenslange Bedeutung von Bildung zu schärfen. Bildung ist mehr als das Erlernen von Fakten und Zahlen; sie ist ein Instrument der Befähigung, das individuelle und gesellschaftliche Veränderungen vorantreibt.

    In einer Zeit, in der die Welt von Herausforderungen wie der Klimakrise, sozialen Ungleichheiten und Umweltproblemen geprägt ist, wird deutlich, dass Bildung ein entscheidender Schlüssel zur Bewältigung dieser Probleme ist. Bildung ermöglicht nicht nur den Zugang zu Wissen, sondern fördert auch kritisches Denken, Empathie und die Fähigkeit zur Zusammenarbeit.

    Wir dürfen nicht vergessen, dass Bildung nicht nur ein Privileg, sondern ein universelles Recht ist. Der Internationale Tag der Bildung erinnert uns daran, dass wir alle eine Verantwortung tragen, sicherzustellen, dass Bildung für jeden, unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder sozialem Status, zugänglich ist.

    Es ist entscheidend, die Hürden für Bildung abzubauen, sei es durch den Zugang zu digitalen Lernmöglichkeiten, die Beseitigung von Geschlechterungleichheit im Bildungsbereich oder die Förderung lebenslangen Lernens. Die Investition in Bildung ist eine Investition in die Zukunft, die nicht nur individuelle Leben verbessert, sondern auch ganze Gemeinschaften stärkt.

    Der Internationale Tag der Bildung ist eine Aufforderung zum Handeln. Er erinnert uns daran, dass wir in einer Zeit des Wandels leben, in der Bildung als treibende Kraft für Frieden, Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung fungiert. Es ist unsere kollektive Verantwortung sicherzustellen, dass Bildung als Schlüsselressource betrachtet wird, die die Türen zu Chancengleichheit und Fortschritt öffnet.

    In einer Welt, die von Vielfalt geprägt ist, sollten wir uns am Internationalen Tag der Bildung verpflichten, Bildung als Werkzeug für die Gestaltung einer inklusiven, gerechten und wissensbasierten Gesellschaft zu nutzen. Denn in der Bildung liegt die Kraft, eine Welt zu formen, in der jeder die Möglichkeit hat, sein volles Potenzial zu entfalten und aktiv zur Gestaltung der Zukunft beizutragen.

  • Protest der Landwirte: Der neue Premierminister Gabriel Attal greift Opposition an

    Protest der Landwirte: Der neue Premierminister Gabriel Attal greift Opposition an

    „Manchmal sehen Ihre Tränen für unsere Landwirte wie Krokodilstränen aus, wirklich.“ Gabriel Attal griff am Dienstag, den 23. Januar, die Haltung der Opposition gegenüber den Landwirten an, die in Frankreich wie auch anderswo in Europa vermehrt Protestaktionen durchführen, um insbesondere gegen finanzielle Belastungen und zu enge Umweltstandards zu protestieren. „Jedes Mal, wenn unsere Landwirte, unsere Viehzüchter, ein Projekt zur Erweiterung ihrer Viehzucht planen“ oder „wenn ein Projekt gestartet wird (…) ein Wasserrückhaltebecken zu errichten, um gegen die Dürre zu kämpfen, sind es Ihre Freunde, die sich dagegen stellen“, sprach Attal vor allem auf die linksgerichtete LFI (La France Insoumise) und die Umweltschützer an. „Auf jedes Problem antworten Sie mit einer Norm. Auf jede Schwierigkeit antworten Sie in der Regel, indem Sie mit dem Finger auf unsere Landwirte zeigen“, kritisierte Gabriel Attal. „Manche Reden, die über unsere Landwirte gehalten werden, stellen sie als Banditen d…

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  • Ukraine-Krieg: Absturz eines russischen Flugzeugs mit 65 ukrainischen Gefangenen an Bord

    Ukraine-Krieg: Absturz eines russischen Flugzeugs mit 65 ukrainischen Gefangenen an Bord

    Am späten Vormittag des 24. Januars stürzte ein russisches Militärflugzeug in der Region Belgorod, die an die Ukraine grenzt, ab. An Bord befanden sich 65 ukrainische Kriegsgefangene, die für einen Gefangenenaustausch vorgesehen waren. Nach Angaben eines örtlichen Beamten wurden keine Überlebenden an der Absturzstelle gefunden. Ein hochrangiger russischer Beamter beschuldigte Kiew, das Flugzeug abgeschossen zu haben.

    Ein russisches Flugzeug mit mehr als 60 ukrainischen Gefangenen an Bord stürzte am Mittwoch, dem 24. Januar, in der Nähe der ukrainischen Grenze ab.

    Am Mittwochmorgen gegen 11 Uhr Moskauer Zeit (9 Uhr in Paris) stürzte ein russisches Militärtransportflugzeug in der Region Belgorod, die an die Ukraine grenzt, ab. Mehreren russischen Medien zufolge ereignete sich der Absturz in der Nähe des Dorfes Jablonowo, 45 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

    An Bord der Maschine befanden sich insgesamt 74 Passagiere, darunter 65 ukrainische Kriegsgefangene, wie das russische Verteidigungsministerium nach dem Absturz erklärte. Außerdem befanden sich sechs Besatzungsmitglieder und drei Begleitpersonen an Bord. Die Gefangenen befanden sich an Bord des Flugzeugs, um gegen russische Gefangenes ausgetauscht zu werden.

    Wenige Stunden nach dem Absturz teilte der Gouverneur der Region Belgorod mit, dass keiner der Passagiere überlebt habe. „Alle Personen an Bord sind getötet worden“, schrieb Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram.

    Das russische Verteidigungsministerium hat die Zahl der Getöteten bislang nicht bestätigt. Der Sprecher des Kreml äußerte sich bei seinem täglichen Pressebriefing nicht zu dem Vorfall und wies darauf hin, dass die Informationen zu „neu“ seien. „Wir werden das aufklären“, sagte er.

    Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind die Gründe für den Absturz noch nicht geklärt. „Eine Kommission der Luftwaffe ist zum Ort des Flugzeugabsturzes aufgebrochen, um die Ursachen der Katastrophe zu ermitteln“, sagte das russische Verteidigungsministerium. Bilder, die von dem den russischen Sicherheitsdiensten nahestehenden Telegram-Account Baza verbreitet wurden, zeigten ein fast senkrecht abstürzendes Flugzeug, bevor es zu einer großen Explosion kam, die von Flammen und schwarzem Rauch begleitet wurde.

    Der Vorsitzende der russischen Staatsduma, des Unterhauses des Parlaments, beschuldigte Kiew, das Flugzeug mit ukrainischen Gefangenen absichtlich abgeschossen zu haben. „Sie haben in der Luft ihre eigenen Soldaten getötet. Ihre Mütter, ihre Kinder haben auf sie gewartet“, sagte er im Plenarsaal. „Sie haben unsere Piloten, die auf einer humanitären Mission […] waren, mit amerikanischen und deutschen Raketen abgeschossen“, so Wjatscheslaw Wolodin vor den russischen Abgeordneten. Ein anderer Abgeordneter, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses der Duma, erhob die gleichen Vorwürfe. „Die ukrainische Führung war über den bevorstehenden Austausch vollkommen im Bilde und wurde darüber informiert, wie die Gefangenen ausgeliefert werden sollten“, sagte Andrej Kartapolow laut russischen Medienberichten. „Aber das Flugzeug Il-76 wurde von drei Raketen eines in Deutschland hergestellten Patriot- oder IRIS-T-Boden-Luft-Raketensystems abgeschossen, die Experten werden die Dinge genau aufklären“, fügte er hinzu.

    Die Region Belgorod wird aufgrund ihrer Nähe zur Grenze regelmäßig von ukrainischen Raketen und Drohnen beschossen.

    Russland hat seit Beginn seines Überfalls auf die Ukraine mehrere Flugzeugkatastrophen erlebt, in die Flugzeuge der russischen Armee verwickelt waren. Die Ukraine hat in der Vergangenheit russische Flugzeuge abgeschossen. So behauptete das ukrainische Militär letzte Woche, ein A-50-Spionageflugzeug (das russische Pendant zu den westlichen AWACS) abgeschossen und ein Il-22-Kommandoflugzeug zerstört zu haben.

    Im Juli 2022 hatten sich Russen und Ukrainer bereits gegenseitig die Schuld an der tödlichen Bombardierung eines Gefängnisses mit ukrainischen Gefangenen in Olenivka, einem Dorf in der von Russland besetzten Ostukraine, gegeben.

    Im Oktober 2022 war ein russischer Jagdbomber Su-34 in ein Gebäude in der Stadt Iejsk an der russischen Küste des Asowschen Meeres gestürzt, wobei 15 Menschen ums Leben kamen.

  • César-Verleihung 2024: „Le règne animal“ und „Anatomie d’une chute“ – Liste der nominierten Filme

    César-Verleihung 2024: „Le règne animal“ und „Anatomie d’une chute“ – Liste der nominierten Filme

    Die Liste der für den César 2024 nominierten Filme wurde am Mittwochmorgen veröffentlicht. Zwei Filme stehen im Vordergrund. Die Verleihung des als „französischer Oskar“ bekannten Preises ist für den 23. Februar im Olympia in Paris geplant. Welche Filme werden bei den Césars 2024 ausgezeichnet? „Le …

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  • Bauernproteste: Mehrere Autobahnen werden am Mittwoch durch Landwirte blockiert

    Bauernproteste: Mehrere Autobahnen werden am Mittwoch durch Landwirte blockiert

    Protestierende Landwirte errichten immer mehr Blockaden auf den wichtigen Verkehrsachsen im Südwesten Frankreichs. Hier befinden sich die wichtigsten Brennpunkte der Proteste am Mittwoch, dem 24. Januar, befinden. Am Mittwochmorgen sind in vielen Teilen der Region Okzitanien Blockaden und Behinderungen im Gange.

    Im Departement Haute-Garonne gibt es Störungen auf der A64 bei Saint-Martory, auf der A645 bei Montréjeau und auf der A62 bei der Ausfahrt Eurocentre, aber auch auf der A61 bei Villefranche de Lauragais in Richtung Toulouse oder am Kreisverkehr von Leroy-Merlin in Balma.Im Departement Hautes-Pyrénées kommt es auf der A64 zu Störungen auf Höhe von Tarbes, Capvern und Lannemezan.Im Departement Lot sind drei Kreisverkehre auf den Zufahrten zu den Mautstellen der A20 blockiert: Cahors Sud, Gignac und Montfaucon.Im Departement Lot-et-Garonne ist das Autobahnkreuz von Agen betroffen.Im Departement Tarn-et-Garonne ist die A62 bei Castelsarrasin und Valence-d’Agen betroffen, ebenso wi…

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