Schlagwort: Wirtschaft

  • Kanadas Wahl dreht sich um Trump und die USA – und weitere World-News

    Kanadas Wahl dreht sich um Trump und die USA – und weitere World-News

    Kanada steht heute vor einer entscheidenden Parlamentswahl – doch im Mittelpunkt der Debatte steht weniger die nationale Politik als vielmehr der Einfluss aus dem Süden: die Vereinigten Staaten. Genauer gesagt, Donald Trump.

    Die Kanadier wählen zwischen zwei gegensätzlichen Kandidaten: dem liberalen Amtsinhaber Mark Carney, einem ehemaligen Banker und erfahrenen Wirtschaftsexperten, oder Pierre Poilievre, dem konservativen Herausforderer und Berufspolitiker, der den rechten Flügel seiner Partei vertritt.

    Doch statt über klassische Themen wie Gesundheit oder Bildung zu sprechen, brennt den Wählern vor allem eines unter den Nägeln: Trump. Seine aggressive Zollpolitik gegenüber Kanada und wiederholte Forderungen, das Land als 51. Bundesstaat in die USA einzugliedern, überschatten den gesamten Wahlkampf.

    Wirtschaft und Trump – zwei Seiten derselben Medaille

    Die kanadische Wirtschaft schwächelt. Hohe Zölle belasten den Handel, Jobs stehen auf dem Spiel, und das Vertrauen sinkt. Einige Kanadier sind überzeugt, dass die Liberalen unter Carney das Land in diese missliche Lage manövriert haben – schließlich regieren sie seit einem Jahrzehnt. Diese Wähler zieht es zur konservativen Alternative, die einen politischen Neustart verspricht: weniger Staat, Steuersenkungen und Deregulierung.

    Aber – und hier wird es spannend – die Mehrheit der Kanadier scheint vor allem eines zu bewegen: Wie behauptet sich Kanada gegen die USA, insbesondere gegen Trump? Da geht es nicht nur ums Geld, sondern um weit mehr – politische Selbstbestimmung, nationale Identität, ja sogar das Fortbestehen Kanadas als souveräner Staat. Wer sich vor Augen führt, dass Trump immer wieder offen die Annexion Kanadas ins Spiel bringt, versteht, warum viele Wähler ihre Stimme als Verteidigung gegen diesen Druck sehen.

    Wer schützt Kanada besser?

    Wähler, die darauf setzen, dass Kanada gegenüber den USA stark auftreten muss, neigen dazu, Carney ihre Stimme zu geben. Der Mann bringt einen beeindruckenden Lebenslauf mit: international erfahrener Wirtschaftspolitiker, ehemaliger Zentralbankchef, Kenner globaler Finanzkrisen. Gerade in turbulenten Zeiten setzen viele ihr Vertrauen lieber auf Fachwissen als auf Parolen.

    Und das hat die Wahl spannend gemacht.

    Denn noch zu Beginn des Jahres sah es düster aus für die Liberalen – eine vernichtende Niederlage schien vorprogrammiert. Dass sie jetzt wieder voll im Rennen sind, grenzt fast an ein politisches Wunder. Und Mark Carney? Vom weltgewandten Ökonomen ohne politische Erfahrung zum Premierminister-Kandidaten innerhalb weniger Monate – das ist schon fast filmreif.

    Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende geschrieben.

    Weitere Nachrichten aus aller Welt

    Kanada: Tragödie bei einem Straßenfest in Vancouver: Mindestens 11 Menschen starben, als ein SUV in die feiernde Menge raste.

    Iran: Eine Explosion in einem Hafen am Samstag forderte mindestens 28 Todesopfer, über 700 weitere Menschen wurden verletzt. Laut Staatsmedien wird ein Anschlag ausgeschlossen.

    Pakistan: Das Militär meldete, 54 Militante getötet zu haben, die versuchten, von Afghanistan aus ins Land einzudringen.

    Großbritannien: In Leeds wurden zwei Frauen bei einem Armbrustangriff schwer verletzt.

    Indien/Pakistan: Nach einem Anschlag mit 26 Toten in Kaschmir fordert Pakistans Verteidigungsminister eine internationale Untersuchung.

    Dominikanische Republik: Nach dem Einsturz des Dachs in einem Jet Set Nachtclub gibt es Spekulationen, ob Schallvibrationen eine Rolle gespielt haben könnten.

    Geschichte: Ein Brief von Bord der Titanic wurde für stolze 399.000 Dollar versteigert.

    Entwicklungen im Nahen Osten

    Israel: Premierminister Benjamin Netanjahu beschuldigt öffentlich den Chef des israelischen Inlandsgeheimdienstes, das Oberste Gericht belogen zu haben – während er gleichzeitig dessen Entlassung vorantreibt.

    Libanon: Das israelische Militär bombardierte ein Wohnviertel im Süden Beiruts, einer vermeintlichen Hochburg der Hisbollah.

    Jemen: Die US-Armee hat in ihrer laufenden Luftkampagne gegen die Huthi-Miliz, die vor sechs Wochen begann, bereits über 800 Ziele angegriffen.

    Von Catherine H.

  • Darf eine Bäckerei bald am 1. Mai öffnen? Frankreichs neuer Gesetzesvorstoß sorgt für Debatten

    Darf eine Bäckerei bald am 1. Mai öffnen? Frankreichs neuer Gesetzesvorstoß sorgt für Debatten

    Ein frisches Baguette am 1. Mai? Was nach einer kleinen Selbstverständlichkeit klingt, ist in Frankreich ein Politikum. Ein neuer Gesetzentwurf im französischen Senat könnte es bald ermöglichen, dass Bäckereien und Blumenläden am Tag der Arbeit öffnen dürfen – mit ausdrücklicher Unterstützung der Regierung. Doch was steckt dahinter? Und warum erhitzt ausgerechnet ein Feiertag wie der 1. Mai, der traditionell als fester Ruhetag gilt, die Gemüter so sehr? Ein Gesetz für den Alltag Der Vorstoß kommt von den zentristischen Senatoren Annick Billon (Vendée) und Hervé Marseille, dem Vorsitzenden der Union centriste. Ihr Ziel: Den Arbeitsalltag von Bäckern und Floristen an den Bedürfnissen der Realität ausrichten. Und das, so meinen sie, sei besonders am 1. Mai notwendig. Klingt erstmal harmlos – schließlich gehört der frische Strauß oder das knusprige Croissant für viele Franzosen zur Alltagskultur. Doch die Regelung betrifft nicht nur einen kleinen Kreis von Gewerbetreibenden. Vielmehr steht…

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  • Trump zu Putin: „Wladimir, HÖR AUF!“ – und weitere World-News

    Trump zu Putin: „Wladimir, HÖR AUF!“ – und weitere World-News

    Bei russischen Raketen- und Drohnenangriffen auf Kiew wurden gestern mindestens 12 Menschen getötet und 90 weitere verletzt. Dieser Angriff veranlasste Ex-Präsident Trump zu einer seltenen Missbilligung Moskaus.

    „Wladimir, HÖR AUF!“, schrieb Trump auf sozialen Medien, direkt an den russischen Präsidenten Wladimir Putin gerichtet. „Ich bin nicht glücklich über die russischen Angriffe auf KIEW. Unnötig und sehr schlechtes Timing.“

    Der Angriff ereignete sich nur wenige Stunden, nachdem Trump und seine engsten Berater den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj dazu gedrängt hatten, einen von den USA entworfenen Friedensplan zu akzeptieren, der Russland stark begünstigen würde.

    Gestern erklärte Trump im Oval Office, er habe „keine Loyalität“ gegenüber einer der beiden Seiten, sein einziges Ziel sei es, den Krieg zu beenden und Leben zu retten. Gleichzeitig behauptete er jedoch, Putin habe ein „ziemlich großes Zugeständnis“ gemacht, um den Konflikt zu beenden. Auf Nachfrage, worin dieses Zugeständnis bestehe, antwortete Trump: „Aufhören, das ganze Land zu übernehmen.“

    Krim: Trump zeigt sich bereit, Russlands Anspruch auf die Krim anzuerkennen. Dies würde zehn Jahre US-Außenpolitik über Bord werfen und ein gefährliches Signal senden – nämlich, dass die USA gewaltsame Grenzverschiebungen akzeptieren. In der Ukraine ist dieser Vorschlag indiskutabel.

    Europäische Länder betrachten die Zukunft der Ukraine als entscheidend für ihre eigene Sicherheit. Offizielle Stellen betonen, dass sie Kiew weiterhin unterstützen werden, auch falls sich die USA aus den Friedensverhandlungen zurückziehen.

    Ein General verurteilt: Der russische Generalmajor Iwan Popow, der entlassen wurde, nachdem er die russische Armeeführung wegen Problemen auf dem Schlachtfeld kritisiert hatte, wurde wegen Korruption zu fünf Jahren Haft verurteilt.


    Eskalation zwischen Indien und Pakistan

    Die Spannungen zwischen Indien und Pakistan haben sich gestern drastisch verschärft. Pakistan kündigte Vergeltungsmaßnahmen gegen Indien an, einen Tag nachdem Indien Sanktionen gegen Pakistan verhängt hatte – Hintergrund war ein Anschlag in Kaschmir, bei dem 26 Touristen starben.

    Pakistan schloss seinen Luftraum für indische Fluggesellschaften und forderte, dass Indien sein diplomatisches Personal in Islamabad reduziert sowie den Handel zwischen beiden Ländern aussetzt. Indien hat offiziell noch keine Gruppe für den Anschlag nahe der Stadt Pahalgam verantwortlich gemacht, während Pakistan jegliche Verwicklung abstreitet.

    Gleichzeitig wächst in Pakistan die Sorge – indische Offizielle deuten mögliche Militärschläge an. Im Fernsehen warnen Verteidigungsexperten vor unvorhersehbaren Folgen einer Eskalation.

    Details: Nachdem Indien ein wichtiges Wasserabkommen ausgesetzt hat, erklärte Pakistan, jede Blockade der Flüsse werde als „Kriegserklärung“ betrachtet. Pakistan ist auf das Wasser des Indus-Flusssystems, das durch Indien fließt, für etwa 90 Prozent seiner Landwirtschaft angewiesen.


    Papst Franziskus wird morgen beigesetzt

    Der Vatikan veröffentlichte gestern das erste Bild des Grabes von Papst Franziskus – schlicht, ungeschmückt und seinem Willen entsprechend. Das Grab besteht aus Marmor und trägt die Inschrift „Franciscus“.

    Zehntausende Katholiken haben dem verstorbenen Papst die letzte Ehre erwiesen, dessen Leichnam im Petersdom aufgebahrt ist. Die Beisetzung findet morgen statt.


    WEITERE WICHTIGE NACHRICHTEN

    Frankreich: Ein Schüler in Nantes erstach während der Mittagspause vier Mitschüler, einer starb. Das Motiv ist unklar.

    Klima: Trump unternahm einen großen Schritt zur Erschließung von Rohstoffen auf dem Meeresboden – eine Praxis, die von fast allen anderen Staaten abgelehnt wird.

    Israel: Das Militär Israels gab zu, im vergangenen Monat ein Gästehaus der UN in Gaza mit Panzern beschossen zu haben. Ein UNO-Mitarbeiter starb.

    Südkorea: Der ehemalige Präsident Moon Jae-in wurde wegen Korruption angeklagt – der nächste Ex-Staatschef vor Gericht.

    Amsterdam: Die Bürgermeisterin entschuldigte sich für die Rolle der Stadt bei der Verfolgung jüdischer Bürger während des Holocaust.

    Syrien: Großbritannien hob Sanktionen gegen mehrere syrische Regierungsbehörden unter Assad auf.

    Kanada: Die Polizei erschoss einen Mann am Flughafen Toronto Pearson, was zur teilweisen Schließung eines Terminals führte.

    Äthiopien: Kaffeebauern kämpfen darum, neuen EU-Vorgaben zu genügen, die eine vollständige Rückverfolgbarkeit der Bohnen verlangen.

    USA: Trump glaubt, seine Zölle würden Unternehmen dazu zwingen, Fabriken in den USA zu bauen – ob das tatsächlich eintritt, bleibt höchst zweifelhaft.

    Israel: Ein Expertenteam arbeitet seit über einem Jahr an einem Leitfaden für die Unterstützung von Geiseln nach ihrer Freilassung.

    USA: Ein indonesischer Student, verheiratet mit einer Amerikanerin, wartet auf eine Green Card. Nun droht ihm die Abschiebung wegen einer Verhaftung im Jahr 2022.

  • Wirtschaft unter Druck: Trumps Zollpolitik bremst das globale Wachstum

    Wirtschaft unter Druck: Trumps Zollpolitik bremst das globale Wachstum

    Dunkle Wolken am Wirtschaftshimmel: Der Internationale Währungsfonds rechnet für dieses Jahr nur noch mit einem globalen Wachstum von 2,8 Prozent – das sind deutliche 0,5 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Warum? Hauptverantwortlich ist der Handelskrieg, den US-Präsident Donald Trump mit voller Wucht angefacht hat. Die USA und China überziehen sich gegenseitig mit Zöllen, die bis zu dreistellige Prozentwerte erreichen. Kein Wunder, dass dabei nicht nur Warenströme ins Stocken geraten, sondern auch die Wirtschaft ins Schleudern kommt.

    Die Auswirkungen spüren nicht nur die Großmächte. Auch Europa wird von diesem Konflikt erfasst, denn die vernetzte Weltwirtschaft kennt keine Grenzen. Die Inflation in den USA steigt, während das Wachstum schwächelt. Unternehmen stemmen sich gegen diese Entwicklung, hoffen auf diplomatische Lösungen – doch die lassen bislang auf sich warten. Ob die Verhandlungen, die derzeit in Washington laufen, neue Impulse bringen? Eine Frage, die viele mit Spannung verfolgen.

    Ein Papst geht – ein stiller Abschied

    Rom bereitet sich auf einen Abschied vor, der weltweit Aufmerksamkeit erregt. Papst Franziskus, der für seine bescheidene und volksnahe Art bekannt war, wird in den kommenden Tagen im Petersdom aufgebahrt. Drei Tage lang haben Gläubige die Möglichkeit, ihm die letzte Ehre zu erweisen. Am Samstag findet dann das Requiem auf dem Petersplatz statt – schlicht gehalten, so wie es Franziskus zu Lebzeiten gewünscht hat.

    Die Staatschefs der Welt geben sich die Klinke in die Hand: Trump, Macron, Starmer – sie alle reisen an, um an diesem historischen Moment teilzunehmen. Doch was bleibt nach dem Tod eines Papstes, der so sehr für Gerechtigkeit und Menschlichkeit stand? Wer wird das moralische Sprachrohr sein in einer Zeit, in der die Welt nach Orientierung lechzt? Diese Frage hängt wie ein Damoklesschwert über dem Vatikan.

    Tesla strauchelt: Gewinneinbruch und Krisenstimmung

    Elon Musk, das enfant terrible der Tech-Welt, steht unter Druck. Tesla meldet einen massiven Gewinneinbruch von 71 Prozent. Gerade einmal 409 Millionen Dollar bleiben unterm Strich übrig. Der Umsatz? Gesunken. Das Vertrauen? Angeknackst. Analysten führen das nicht nur auf sinkende Verkaufszahlen zurück, sondern auch auf Musks umstrittene Rolle als Berater in der US-Regierung. Der Spagat zwischen Politik und Wirtschaft – für Musk ein Drahtseilakt, der zunehmend ins Wanken gerät.

    Ein Hoffnungsschimmer bleibt: Tesla plant, bald einen Robotaxi-Dienst an den Start zu bringen. Gleichzeitig wird an einem günstigeren Modell des beliebten Model Y gearbeitet. Vielleicht gelingt es Musk damit, das Ruder noch einmal herumzureißen.

    Ukraine-Friedensgespräche ohne die USA?

    Ein weiteres Kapitel in der unendlichen Geschichte des Ukraine-Konflikts: Der US-Außenminister bleibt den laufenden Friedensgesprächen fern. Ein Zeichen des Desinteresses oder ein kalkulierter Rückzug? Während in London Vertreter der Ukraine, Europas und der USA um einen Waffenstillstand ringen, wird eines klar: Die Fronten bleiben verhärtet. Kiew lehnt strikt jede Lösung ab, die die russische Annexion der Krim anerkennt. Verständlich – und doch ein Stolperstein auf dem Weg zum Frieden.

    Blutige Gewalt in Kaschmir

    In Kaschmir ereignet sich der schwerste Anschlag auf Zivilisten seit Jahren: 26 Touristen verlieren bei einem Angriff von Militanten ihr Leben. Das Gebiet bleibt ein Pulverfass zwischen Indien und Pakistan. Solche Vorfälle reißen tiefe Wunden in eine Region, die ohnehin von Konflikten zerrissen ist.

    Boeing verkauft digitale Sparte

    Der Flugzeugriese Boeing setzt einen drastischen Schritt: Für mehr als 10 Milliarden Dollar verkauft das Unternehmen Teile seiner digitalen Luftfahrt-Sparte an einen Investor. Der Konzern will sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren – ein Zeichen dafür, wie sehr sich die Industrie im Umbruch befindet. Der Verkauf soll die finanziellen Reserven stärken, doch auch hier bleibt Unsicherheit: Wird Boeing damit langfristig stabiler?

    Meta unter Beschuss: Instagram-Mitgründer packt aus

    Der Kartellprozess gegen Meta nimmt Fahrt auf. Der Mitgründer von Instagram behauptet, dass sein Unternehmen nach der Übernahme systematisch kleingehalten wurde. Ein offenes Geheimnis? Vielleicht. Doch vor Gericht erhält die Klage gegen den Tech-Giganten plötzlich neues Gewicht. Sollte Meta hier scheitern, könnte das die gesamte Branche erschüttern.

    Klimawandel: Extreme Schwankungen gefährden die Gesundheit

    Die Klimakrise ist längst Realität – das zeigen nicht nur steigende Temperaturen, sondern auch immer heftigere Schwankungen. Eine neue Studie belegt, dass extreme Temperatursprünge zunehmen und ernsthafte gesundheitliche Folgen haben: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen, steigende Sterberaten. Der Körper kommt mit diesen rapiden Wechseln nicht mehr mit. Bleibt die Frage: Wie lange können wir das noch ignorieren?

    Sarah Palin verliert vor Gericht

    Zum Schluss noch ein Blick in den Gerichtssaal: Sarah Palin, die frühere Gouverneurin von Alaska, verliert ihre Verleumdungsklage gegen eine große Tageszeitung. Ein jahrelanger Streit endet – vorerst. Denn ob solche Verfahren endgültig Ruhe bringen oder nur den nächsten Konflikt anstoßen, bleibt abzuwarten.

    Von C. Hatty

  • Frankreichs Sparplan 2026: Ein riskanter Kraftakt in unsicherem Fahrwasser

    Frankreichs Sparplan 2026: Ein riskanter Kraftakt in unsicherem Fahrwasser

    Frankreich steht erneut am politischen Abgrund. Die Regierung unter Premierminister François Bayrou hat ein Sparprogramm in Höhe von 40 Milliarden Euro für das Haushaltsjahr 2026 angekündigt – ein Vorhaben, das das fragile Gleichgewicht der Nationalversammlung bedroht und die Spannungen zwischen Regierung und Opposition dramatisch verschärft. Ziel des Programms ist es, das Staatsdefizit auf 4,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu senken – ein Schritt, den Finanzminister Éric Lombard am Sonntag mit der Notwendigkeit zur Einhaltung europäischer Haushaltsvorgaben begründete. Der Weg zurück zur Haushaltsdisziplin Frankreich hat sich gegenüber der Europäischen Kommission verpflichtet, das Defizit langfristig unter die Maastricht-Grenze von 3 Prozent des BIP zu drücken. Nachdem das Defizit 2023 noch bei über 5 Prozent lag, erscheint der angestrebte Zielwert von 4,6 Prozent für 2026 ambitioniert. Die nun angekündigten Einsparungen in Höhe von 40 Milliarden Euro sollen maßgeblich durch …

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  • Rossignol macht dicht: Wenn eine Skifabrik zur Legende wird – und verschwindet

    Rossignol macht dicht: Wenn eine Skifabrik zur Legende wird – und verschwindet

    Eine traditionsreiche Produktionsstätte, Jahrzehnte voller Innovation – und jetzt der letzte Vorhang. Rossignol, der bekannte französische Skihersteller, zieht einen Schlussstrich unter seine Fertigung im beschaulichen Sallanches in der Haute-Savoie. 57 Mitarbeiter stehen vor dem Nichts, eine Ära geht zu Ende. Und mit ihr verschwindet die letzte große Skifabrik Frankreichs – ein Stück Heimat, nicht nur für Wintersportfans.

    Ein Haus mit Geschichte

    1963 öffneten sich die Tore der Fabrik. Damals ahnte niemand, dass hier bald Ski produziert würden, die auf olympischen Pisten um Medaillen kämpften. Marken wie Dynastar, die hier vom Band liefen, wurden zu Synonymen für Qualität und Geschwindigkeit. In den Achtzigern arbeiteten bis zu 800 Menschen an jährlich einer halben Million Paar Ski. Die Hallen brummten, das Werk war ein Motor der lokalen Wirtschaft.

    Doch wie so oft im Industriezeitalter: Die Zahlen wurden kleiner, der Druck größer. In den letzten Jahren reduzierte sich die Produktion auf rund 120.000 Paar pro Jahr. Die Belegschaft schrumpfte dramatisch – und mit ihr auch das Vertrauen in eine sichere Zukunft.

    Wenn Wirtschaftlichkeit zur Bremse wird

    Rossignol nennt klare Gründe: Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmten einfach nicht mehr. Investitionen gab es – 2021, 2022, 2024 –, doch unterm Strich blieben Verluste. 2,1 Millionen Euro in drei Jahren – ein bitteres Resultat für ein Werk, das einst als Flaggschiff der Branche galt.

    Zudem explodierten die Energie- und Rohstoffpreise. Gleichzeitig wurde der Markt rauer. Die Folge? Eine strategische Neuausrichtung: Künftig will Rossignol seine Ski vor allem in Saint-Jean-de-Moirans (Isère) und im spanischen Artés produzieren. Letzteres übernimmt mittlerweile ohnehin einen Großteil der Fertigung.

    Die Region fühlt sich verraten

    Die Reaktionen in der Region? Laut, emotional – und verständlich. Xavier Roseren, Abgeordneter der Nationalversammlung, machte seinem Ärger Luft: Die Entscheidung sei eine „Ohrfeige für das Pays du Mont-Blanc“. Er erinnerte daran, dass das Werk 2022 profitabel gewesen sei – also warum dieser Schritt?

    Und dann wäre da noch die Debatte um staatliche Unterstützung. 1,2 Millionen Euro sollen laut Roseren für die Modernisierung geflossen sein. Rossignol hingegen spricht von lediglich 180.000 Euro – investiert in neue Maschinen. Da prallen Welten aufeinander.

    Mehr als eine Fabrik

    Die Schließung betrifft nicht nur die 57 Angestellten. Sie steht sinnbildlich für ein größeres Problem: den Rückzug der industriellen Produktion aus Frankreich. Und für die Region ist es ein Schlag ins Herz – wirtschaftlich, aber auch kulturell. Die Fabrik war nicht nur ein Arbeitsplatz – sie war Teil der Identität.

    Man spürt hier eine Mischung aus Trauer und Wut. Auch, weil man weiß: Der Verlust wird sich nicht so einfach kompensieren lassen. Das Know-how, die Leidenschaft, die Generationen von Arbeitern, die hier ihre Spuren hinterlassen haben – all das geht mit einem Schlag verloren.

    Wie weiter?

    Was bleibt, ist die Frage nach dem „Warum“. Muss man wirklich alles dem globalen Wettbewerb opfern? Ist Effizienz immer wichtiger als Heimatverbundenheit und Tradition? Vielleicht braucht es mehr als Wirtschaftspläne – vielleicht braucht es Mut zur Verantwortung.

    Frankreich steht an einem Wendepunkt. Die industrielle Basis schwindet, und mit ihr verschwinden Geschichten, die das Land geprägt haben. Die Schließung von Rossignol in Sallanches ist ein Symbol dafür – ein lautes, trauriges und unbequemes.

    Aber wer weiß – vielleicht wird genau dieser Moment der Auslöser, neu über Industriepolitik nachzudenken. Denn eines ist sicher: Ohne regionale Fertigung, ohne Menschen, die ihre Arbeit mit Stolz und Können machen, verliert ein Land mehr als nur Produktionszahlen.

    Autor: Catherine H.

  • Kaffee, Politik und Zölle – Macrons überraschender Besuch in Thouars

    Kaffee, Politik und Zölle – Macrons überraschender Besuch in Thouars

    Ein gewöhnlicher Vormittag in Thouars, einer beschaulichen Stadt im Département Deux-Sèvres. In der Mitte des Ortes, im Bar-Tabac „Le Prem’s“, herrscht das übliche Treiben – bis plötzlich ein unerwarteter Gast die Szenerie betritt: Präsident Emmanuel Macron persönlich. Kein Konvoi, keine Ankündigung – einfach da. „Ich war gerade dabei, Gäste zu bedienen“, erzählt Nicolas Cossard, Mitinhaber des Lokals. „Da sehe ich um zehn Uhr Macron, wie er Hände schüttelt.“ Der Präsident nahm zwei Kaffee – schwarz, wie man hört – und bestellte gleich noch eine Runde für alle. Politisches Smalltalk inklusive: lokale Arbeitsplätze, die Bedeutung kleiner Unternehmen – ein klassischer Macron-Moment. Nahbar, spontan, vielleicht auch kalkuliert.

    Denn so überraschend der Besuch im PMU-Bar auch wirkte – es war nicht das erste Mal. Schon am 18. März war Macron unangekündigt im „Bar des 4 Fesses“ in Chaumont aufgetaucht. In einer Zeit, in der Politik…

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  • Frankreich drosselt Erwartungen: Handelskonflikte drücken Wirtschaftsprognose

    Frankreich drosselt Erwartungen: Handelskonflikte drücken Wirtschaftsprognose

    Ein wirtschaftliches Gewitter zieht auf – und Frankreich spannt vorsorglich den Schirm auf. Die Regierung hat ihre Wachstumsprognose für 2025 von ohnehin schon bescheidenen 0,9 % auf 0,7 % gesenkt. Der Grund: die wachsenden Turbulenzen auf dem internationalen Handelsparkett – allen voran durch US-Präsident Donald Trump ausgelöste Zölle. Ein geopolitisches Pokerspiel mit wirtschaftlichem Preis Mit der Ankündigung neuer Zölle hat Trump die Karten neu gemischt. Zwar gelten die verschärften Maßnahmen aktuell nur gegenüber China – mit Zollsätzen von satten 125 % –, doch die Unsicherheit ist längst weltweit spürbar. Für Frankreich, das stark vom Export abhängt, sind das keine guten Nachrichten. Wirtschaftsminister Éric Lombard spricht von „bestehenden Unsicherheiten“, die eine „Anpassung der Erwartungen“ erforderlich machen. Dahinter steht nichts anderes als die Sorge, dass sich die Weltwirtschaft abkühlt – und Frankreich mittendrin friert. Der Spagat zwischen Wachstum und Sparpolitik Trotz …

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  • Trumps Strafzölle treffen deutsche Maschinenbauer ins Mark

    Trumps Strafzölle treffen deutsche Maschinenbauer ins Mark

    Gelbe Buchstaben auf grauem Beton: „Menzel Elektromotoren“ prangt es unübersehbar am Firmensitz in Berlin. Drinnen summen Kräne, wuchten tonnenschwere Elektromotoren für Ölkonzerne und Zementwerke durch die Produktionshallen. Ein Ort, an dem normalerweise Zukunft gebaut wird. Doch seit dem 9. April liegt ein dunkler Schatten über dem Betrieb – und nicht nur über ihm.

    Denn an diesem Tag traten die von Donald Trump durchgesetzten US-Strafzölle in Kraft. Für deutsche Exporteure, insbesondere die Maschinenbauer, ein Schock: Auf alle Produkte aus Deutschland – und aus dem gesamten EU-Raum – erhebt die USA nun 20 Prozent zusätzliche Abgaben. Das „Made in Germany“, einst ein Trumpf auf dem Weltmarkt, bekommt plötzlich einen bitteren Beigeschmack.

    Wenn die Weltmärkte verrückt spielen

    Menzel Elektromotoren verkauft rund fünf Prozent seiner Produktion in die Vereinigten Staaten. Kein gigantischer Anteil – aber groß genug, um Kopfschmerzen zu verursachen. Geschäftsführer Mathis Menzel bringt die Sorge auf den Punkt: „Das sind keine rationalen Methoden. Das sind Methoden der Mafia – draufhauen, ohne vorher zu reden.“

    Eine drastische Aussage, aber sie steht für den Frust vieler deutscher Mittelständler. Jahrzehntelang waren sie gewohnt, in stabilen Märkten mit klaren Regeln zu agieren. Jetzt ist plötzlich alles anders – und unberechenbar.

    „Selbst wenn es ein Abkommen mit Trump gibt – wer garantiert uns, dass er es nicht drei Wochen später wieder über den Haufen wirft?“ fragt Menzel. Die Unsicherheit sei tödlich für langfristige Geschäftsbeziehungen. Die Folge: Kunden zögern, Aufträge werden verschoben oder ganz gestrichen. Menzel rechnet mit einem „deutlichen Rückgang der Bestellungen“.

    Preise rauf – Vertrauen runter

    Für viele Firmen gibt es kaum Auswege. Menzel etwa bleibt nichts anderes übrig, als die Mehrkosten auf die Kunden abzuwälzen. Die Maschinen werden also teurer – was sie im internationalen Wettbewerb weniger attraktiv macht. Ein Teufelskreis, der nicht nur den Absatz hemmt, sondern auch das Vertrauen beschädigt.

    Vertrauen, das über Jahre aufgebaut wurde. Vertrauen in die Qualität deutscher Ingenieurskunst, in verlässliche Lieferungen und partnerschaftliche Zusammenarbeit. Und jetzt? Alles auf der Kippe.

    Europa unter Zugzwang

    Der Vertriebsleiter des Unternehmens, Dirk Achhammer, setzt auf Brüssel – allerdings mit Maß. „Wir brauchen eine kluge Antwort“, sagt er. „Keine pauschalen Vergeltungsmaßnahmen, sondern gezielte Zölle, die unsere eigenen Verbraucher nicht übermäßig belasten.“

    Ein Balanceakt: Die EU muss Stärke zeigen, ohne in einen ausgewachsenen Handelskrieg hineinzurutschen. Denn wie sagt man so schön? Wenn sich zwei streiten, leidet der Dritte – in diesem Fall der Kunde.

    Ein Spiel mit dem Feuer

    Das ifo-Institut in München hat nachgerechnet: Durch die neuen US-Zölle könnten die deutschen Exporte in die Vereinigten Staaten um bis zu 15 Prozent einbrechen. Das ist mehr als ein Kratzer – das ist ein tiefer Einschnitt in eine jahrzehntelange Erfolgsstory.

    Der Maschinenbau ist neben der Autoindustrie das Rückgrat der deutschen Exportwirtschaft. Hunderttausende Arbeitsplätze hängen daran. Und wenn die Aufträge wegbrechen, bleiben nicht nur Maschinen stehen – sondern auch Existenzen auf der Strecke.

    Es ist, wie Dirk Achhammer sagt, „eine gefährliche Spirale“. Eine Spirale aus Zöllen, Gegenmaßnahmen, Vertrauensverlust – und einem Handelsklima, das von Unsicherheit geprägt ist. Wer soll da noch mutig investieren?

    Zwischen Ärger und Aktionismus

    Natürlich – niemand will sich von einem Mann wie Trump diktieren lassen, wie globaler Handel zu funktionieren hat. Aber blindwütiger Aktionismus bringt auch nichts. Es braucht jetzt Fingerspitzengefühl, Weitsicht und einen langen Atem.

    Und vielleicht, nur vielleicht, auch den Mut, über neue Märkte nachzudenken. Denn so sehr die USA ein wichtiger Handelspartner sind – sie sind nicht der einzige. Die Welt ist groß. Wer weiß – vielleicht entstehen aus der Krise ja neue Partnerschaften, neue Ideen, neue Chancen?

    Klingt naiv? Vielleicht. Aber wer nicht träumt, der findet auch keine Lösungen.

    Andreas M. Brucker

  • Macrons klare Kante: Europa soll bei US-Investitionen den Stecker ziehen

    Macrons klare Kante: Europa soll bei US-Investitionen den Stecker ziehen

    Mit deutlichen Worten hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eine Debatte entfacht, die den transatlantischen Handel noch mehr durcheinanderwirbeln könnte. Als Reaktion auf die jüngsten Strafzölle der US-Regierung unter Donald Trump forderte Macron europäische Unternehmen dazu auf, ihre Investitionen in den USA vorerst zu stoppen. Für ihn steht fest: Wer von Zöllen getroffen wird, sollte nicht gleichzeitig Milliarden in das Land pumpen, das sie verhängt. Eine klare Botschaft, nicht nur an die amerikanische Regierung – sondern auch an Europas Wirtschaftsbosse.

    Europa, zieh die Handbremse! Macron wählte keine diplomatischen Floskeln, sondern sprach Klartext. Während eines Treffens im Élysée-Palast mit Vertretern wichtiger Branchen machte er unmissverständlich klar: Investitionen in den USA sollten ausgesetzt werden, „bis die Lage geklärt ist“. Dahinter steckt ein klares Kalkül – Investitionen als Druckmittel. Denn, so fragte er provokant: „Welches Signal senden wir, wenn große europä…

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