Schlagwort: Wasserknappheit

  • Ardèche: Angesichts des Touristenansturms erhöht Saint-Mélany den Wasserpreis um etwa das Fünffache

    Ardèche: Angesichts des Touristenansturms erhöht Saint-Mélany den Wasserpreis um etwa das Fünffache

    Im Dorf Saint-Mélany in der Ardèche wächst die Einwohnerzahl im Sommer von 120 Einwohnern auf über 500. Mit dem Zustrom von Touristen steigt auch der Wasserverbrauch stark an. Die Gemeindeverwaltung beschloss daher, den Wasserpreis von Juni bis September etwa um das Fünffache zu erhöhen.

    Das Dorf Saint-Mélany (Ardèche) hat normalerweise 120 Einwohner, im Sommer sind es aber über 500. Mit den Touristen steigt auch der Wasserverbrauch explosionsartig an. Angesichts dieses Problems beschloss die Gemeindeverwaltung, die Wasserpreise von Juni bis September etwa um das Fünffache zu erhöhen. Lorraine Chéneau, Gemeinderätin in Saint-Mélany, erklärt auf dem Sender France 2, dass der Kubikmeter Wasser so von 0,57 Euro im Winter auf 2,31 Euro im Sommer gestiegen ist.

    Andere Dörfer in der Ardèche schließen ebenfalls eine solche Maßnahme nicht aus.
    Einige Einwohner sehen das überhaupt nicht positiv. Roger, der seit 15 Jahren in Rente ist, versteht nicht, warum er für andere zahlen muss. „Dass die Sommerfrischler und diejenigen, die Ferienwohnungen vermieten, zahlen müssen, ist ein normal. Denn die Sommergäste, wenn sie vom Fluss heraufkommen, gehen sie duschen. Wenn sie zu viert sind, nehmen sie vier Duschen“. Andere Dörfer in der Ardèche, wie Valgorge, schließen jedenfalls nicht aus, ebenfalls die Wasserpreise im Sommer zu erhöhen, da das Wasser knapp wird.

  • Mayotte: Einwohner aufgrund der Trockenheit 16 Stunden pro Tag ohne Wasser

    Mayotte: Einwohner aufgrund der Trockenheit 16 Stunden pro Tag ohne Wasser

    Im französischen Überseedepartement Mayotte im indischen Ozean dauert die Trockenheit bereits seit Monaten an. Die Bewohner der vier größten Städte haben ab Montag, dem 17. Juli, von 16 Uhr bis zum nächsten Morgen keinen Zugang mehr zu Trinkwasser.

    Seit dem späten Montagnachmittag, dem 17. Juli, fließt in einem Teil der Insel Mayotte kein Wasser mehr. Die Abschaltung wurde von den Behörden angesichts der extremen Dürreperiode in dem französischen Überseedepartement beschlossen. In einigen Gemeinden wird das Wasser bis zu 16 Stunden am Tag abgestellt. Insgesamt sind 135.000 Einwohner von 16 Uhr bis 8 Uhr morgens an sieben Tagen in der Woche ohne Wasser. Die meisten Bewohner kaufen sich Tanks und Kanister, um eine Möglichkeit zu haben, Wasser zu speichern.

    Trinkwasser bewahren
    Solche Kanister sind jedoch alles andere als erschwinglich. „500 Liter Tanks habe ich für 480 Euro verkauft, und für 1.000 Liter habe ich 690 Euro verlangt. Aber leider habe ich keine mehr“, sagt ein Ladenbesitzer auf dem Sender France 2. Die Insel hofft, dass sie durch die Abschaltungen zumindest bis zum Beginn der Regenzeit im Herbst ausreichend Trinkwasser zur Verfügung hat. Ibrahim Aboubacar, Generaldirektor des Wasserversorgers Mahoraise des Eaux, sagt: „Wir hoffen, dass diese Maßnahme zu ausreichenden Einsparungen bei den Wasserreserven führt, um bis zum Ende des Jahres durchzuhalten“. 2023 war das trockenste Jahr seit über 25 Jahren auf Mayotte.

  • Trockenheit: Welche Einschränkungen gelten in französischen Gemeinden?

    Trockenheit: Welche Einschränkungen gelten in französischen Gemeinden?

    Der Minister für den ökologischen Übergang, Christophe Béchu, hat am Mittwoch, dem 12. Juli, erneut vor dem Grundwasserspiegel in Frankreich gewarnt.

    68% der französischen Grundwasserspiegel liegen unter ihrem üblichen Niveau. 20% befinden sich in einem besorgniserregenden Zustand, insbesondere im Rhône-Tal, in einem Teil des Mittelmeerraums und im südlichen Elsass. Nur in der Bretagne und einem kleinen Teil Nordfrankreichs ist die Lage in Ordnung. Viele Gemeinden führen Wasserbeschränkungen ein. Diese kann man jetzt auf der Regierungs-Webseite Vigie Eau nachlesen.

    Bußgelder eingeführt
    Man gibt eine Adresse ein, und die Plattform zeigt an, ob man sich in einer Gemeinde mit erhöhter Wachsamkeit, Trockenheitswarnung oder einer Wasserkrise befindet. Wer zum Beispiel in Sète wohnt oder Urlaub machen möchte, befindet sich in einer Gemeinde in verstärkter Alarmbereitschaft. Dort ist es also verboten, zwischen 8 und 20 Uhr den Garten zu bewässern, einen Pool zu füllen oder zu entleeren oder Springbrunnen zu speisen. Auch die Bußgelder für Personen, die sich nicht an die Regeln halten, werden auf der Website angegeben. Die Strafen können bis zu 1.500 Euro betragen. Minister Christophe Béchu hat angekündigt, dass den ganzen Sommer über verstärkt Kontrollen durchgeführt werden sollen.

  • Trockenheit: In Cannes werden die Straßen jetzt mit Brauchwasser gereinigt

    Trockenheit: In Cannes werden die Straßen jetzt mit Brauchwasser gereinigt

    Um das trinkbare Wasser zu schonen, verwenden die Mitarbeiter der Stadtverwaltung von Cannes nun Brauchwasser, um die Straßen der Stadt zu reinigen.

    Die Reinigung der Strassen mit Trinkwasser ist in Cannes (Alpes-Maritimes) vorbei. Seit einigen Tagen verwenden die Angestellten der Stadtverwaltung Abwasser. „Das ist viel besser für die Umwelt“, sagt ein städtischer Angestellter gegenüber dem Sender France 2. Für die Straßenreinigung werden in Cannes jeden Tag etwa 25 m3 Wasser verbraucht, das sind 25.000 Liter. Auch Bäume und Gärten werden jetzt mit Abwasser bewässert. „Brauchwasser ist gut“, meint eine Bewohnerin. Eine andere macht sich allerdings Sorgen über ein mögliches Gesundheitsrisiko.

    Trinkwasser wird eingespart
    Die Stadtverwaltung versichert, dass es kein Risiko gibt. In einer Wasseraufbereitungsanlage werden regelmäßig Analysen durchgeführt. Das Wasser wird in mehreren Schritten aufbereitet, bis alle Schadstoffe entfernt sind. Nach dem Einsatz von ultraviolettem Licht ist das behandelte Wasser kristallklar und frei von Bakterien und Viren. Eine Million Kubikmeter Trinkwasser werden so eingespart werden können. Das aufbereitete Abwasser wird auch für das Waschen der Schiffe im Hafen von Cannes verwendet.

  • Wasserknappheit: 20% des Wassers gehen in Frankreich durch Leitungslecks verloren

    Wasserknappheit: 20% des Wassers gehen in Frankreich durch Leitungslecks verloren

    Wasser geht in Frankreich wegen Leitungslecks verloren. Nach Angaben der Verbraucherorganisation UFC-Que Choisir geht in Frankreich jeder fünfte Liter Wasser aufgrund von defekten Leitungen verloren.

    Es handelt sich um viele Liter verlorenes Trinkwasser. In Sens (Yonne) kommt es zu einem Leck in einer Wasserleitung, das sich über den Straßenrand ergießt. Das ist in der Stadt üblich. „Wir haben es mit einen Verlust von 300 Litern pro Stunde zu tun“, erläutert Youri Crajka, Lecksucher bei des Wasserversorgers Sénone, gegenüber France 2. In der Stadt stammen die ältesten Rohrleitungen aus dem Jahr 1880. Da die gusseisernen Rohre besonders empfindlich sind, hat die Stadt jetzt alle Hebel in Bewegung gesetzt und sogar Mikrofone eingesetzt, um die Leitungen zu überprüfen. Das hat 8,5 Millionen Euro gekostet.

    Eine Milliarde Kubikmeter gehen pro Jahr verloren.
    „Wir haben heute etwa 76% Wassereffizienz. Wir bemühen uns, das zu verbessern“, erklärt Marc Botin, Präsident des Ballungsraums Grand Sénonais. Die Stadt Sens ist keine Ausnahme. Im Durchschnitt geht in Frankreich jeder fünfte Liter Wasser verloren, was einer Milliarde Kubikmetern pro Jahr entspricht. Aber, es gibt Lösungen wie zum Beispiel einen Lecksuchroboter, der durch die Rohre wandert und Lecks aufspürt.

  • Trockenheit: Französische Tourismusbranche muss sich an den Wassermangel anpassen

    Trockenheit: Französische Tourismusbranche muss sich an den Wassermangel anpassen

    In sehr vielen Departements Frankreichs muss sich die Tourismusbranche inzwischen an einen spürbaren Wassermangel anpassen und Lösungen finden. 

    jetzt, wo die Sommerferien näher rücken, hat der Campingplatz in der Gemeinde Le Muy (Var) eine ganz neue Aufgabe: Wasser sparen. Um dazu beizutragen, wurden in einem Dutzend Bungalows gerade neue Duschköpfe installiert. „Sie gehen von 13l/min auf 2,8l/min zurück“, erläutert Éric Jestin, Präsident der Firma Cube d’Énergie, auf dem Sender France 3. Am Duscherlebnis ändert sich dadurch nicht viel – der Wasserdruck scheint gleich zu bleiben.

    300 Kubikmeter werden pro Tag eingespart.
    Pro Duschkopf muss man mit 130 Euro rechnen, aber die Rechnung ist schnell gemacht. „Was den Wasserverbrauch angeht, waren wir bei astronomischen Mengen (…), das ist eine echte Einsparung für unser Unternehmen“, stellt Jennifer Nore, die Leiterin des Campingplatzes, fest. Mit über 3.000 Campern ist der Platz in der Hochsaison eine richtige kleine Stadt.

    Der Platz verfügt über eine eigene Kläranlage. „Wir werden ein Becken anlegen, um das Wasser zu sammeln, zu filtern, zu behandeln und direkt wieder in das Toilettensystem einzuspeisen, um im Hochsommer bis zu 300 Kubikmeter Wasser pro Tag einzusparen“, erklärt Mathieu Sendra, der technische Leiter des Campingplatzes.

  • Trockenheit: Werden die städtischen Schwimmbäder dieses Jahr öffnen?

    Trockenheit: Werden die städtischen Schwimmbäder dieses Jahr öffnen?

    Angesichts der steigenden Temperaturen befinden sich die städtischen Schwimmbäder in einem Dilemma. Können die Schwimmbäder wegen der Trockenheit geöffnet werden oder sollten sie geschlossen bleiben? In den Pyrénées-Orientales sind die Entscheidungen der Gemeinden nicht immer einheitlich. Bei großer Hitze immer Sommer werden die städtischen Schwimmbäder immer begehrter. Aber sollten sie angesichts der Dürre und des Wassermangels in diesem Jahr überhaupt geöffnet werden? In den Pyrénées-Orientales traf die Gemeinde Le Boulou eine radikale Entscheidung: Sie schloss ihr Schwimmbad die ganze Saison über. Das Bad hätte im Mai öffnen und 400 Personen pro Tag empfangen sollen. „Es tut im Herzen weh, den Kindern klarzumachen, dass sie in diesem Jahr nicht die Freuden des Schwimmbads ihrer Gemeinde genießen können“, sagt Jérôme Bousquet, Leiter der technischen Dienste, gegenüber dem Sender France 2. Drei Millionen Liter Wasser pro Jahr Das Schwimmbad der Gemeinde verbraucht drei Millionen Liter…

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  • Trockenheit: 40 Tage kein Regen im Elsass – das gab es seit 1969 nicht mehr

    Trockenheit: 40 Tage kein Regen im Elsass – das gab es seit 1969 nicht mehr

    Seit mehreren Wochen hat der Norden Frankreichs mit einer frühen Hitzeperiode zu kämpfen. Im Osten Frankreichs, im Elsass, haben 80 % des Landes seit fast 40 Tagen keinen Tropfen Regen mehr gesehen. Eine Situation, die Privatpersonen und Landwirte gleichermaßen beunruhigt.

    Um ihren Gemüsegarten zu bewässern, verlässt sich Charlotte Lecluse nicht mehr auf ihre Wassersammelbehälter. Seit mehreren Wochen sind sie völlig ausgetrocknet. Hier in der Nähe von Straßburg (Bas-Rhin) hat es seit 38 Tagen nicht mehr geregnet. Das hat es seit 1969 nicht mehr gegeben. Die Rentnerin kann ihren Garten zwar mit Leitungswasser bewässern, aber die Kulturen können die Hitze nur schwer verkraften. Ausgetrocknete Pflanzen überall und bei einigen Arten wird die Ernte sehr mager ausfallen. Bei der Hitze tut Isabelle Stucki alles, was sie kann, um Wasser zu sparen. Am Fuß ihrer Tomatenpflanzen hat sie die Erde mit Stroh bedeckt.

    Lauch in ausgetrocknetem Boden pflanzen
    Etwa 20 km von Straßburg entfernt ist ein Gemüsebauer gezwungen, seinen Porree in ausgetrocknetem Boden zu pflanzen. „Das ist wirklich sehr grenzwertig, ich glaube, es gibt nicht viele, die es so machen, aber wir haben keine andere Lösung“, sagt Vincent Schotter, Bio-Gemüsebauer, auf dem Sender France 2. In fast 20 Jahren hat er noch nie eine solche Situation erlebt. Den Prognosen zufolge könnte es noch einige Tage dauern, bis der Regen wieder einsetzt.

  • Dürre: Zwei Drittel der französischen Grundwasserreservoirs immer noch unter den Normalwerten

    Dürre: Zwei Drittel der französischen Grundwasserreservoirs immer noch unter den Normalwerten

    Auf dem Sender CNews berichtete Umweltminister Christophe Béchu von „sehr starken Bedenken“ in einigen Regionen wie dem Rhonetal und der Mittelmeerküste. „Zwei Drittel“ der Grundwasserspiegel im französischen Mutterland weisen immer noch einen Stand auf, der „unter den Durchschnittswerten der Saison“ liegt, wie der Minister für den ökologischen Übergang, Christophe Béchu, am Mittwoch, dem 14. Juni, auf CNews bekannt gab. Er berichtete außerdem von „sehr starken Bedenken“, die in bestimmten Gebieten wie dem Rhône-Tal und der Mittelmeerküste, die Behörden beschäftigen.

    Das für die Überwachung des Grundwassers zuständige Bureau de recherches géologiques et minières (BRGM) wird in Kürze voraussichtlich eine vollständige Bilanz für den Monat Mai veröffentlichen. Vor einem Monat waren 68% des Grundwassers in Frankreich auf einem mäßig niedrigen bis sehr niedrigen Niveau, was die Befürchtungen vor einer neuen Sommerdürre, die mit der von 20…

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  • Betrieb von französischen Kernkraftwerken kan bei zu hohen Temperaturen gestört werden

    Betrieb von französischen Kernkraftwerken kan bei zu hohen Temperaturen gestört werden

    Während zwei Drittel des Grundwassers in Frankreich immer noch unter dem Normalwert liegen, kann der Betrieb von Kernkraftwerken auch gestört werden, wenn bestimmte Kriterien für die Temperatur von Wasserläufen überschritten werden. Dies erklärt Karine Herviou, Generaldirektorin am Institut de radioprotection et de sûreté nucléaire (Institut für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit) auf Franceinfo. Der Betrieb von Atomkraftwerken „kann gestört werden, wenn bestimmte Temperatur- oder Abflusskriterien in diesen Wasserläufen überschritten werden, wie es im letzten Jahr der Fall war“, erklärte Karine Herviou, stellvertretende Generaldirektorin, die für Nukleare Sicherheit beim Institut für Strahlenschutz und Nukleare Sicherheit (IRSN) zuständig ist, am Mittwoch auf dem Sender Franceinfo. Zwei Drittel der Grundwasserspiegel in Frankreich liegen immer noch unter den normalen Werten. Laut dem Bureau de recherches géologiques et minières (BRGM), das für die Überwachung des Grundwassers zuständig ist, entwickelt sich der Zustand des Grundwassers „nur geringfügig und bleibt insgesamt unbefriedigend“. Die Kraftwerke entnehmen das Wasser für die Kühlung direkt aus den Flüssen. In Frankreich gibt es 38 Reaktoren, die an Flussufern stehen. Ihr Betrieb kann gestört werden, wenn bestimmte Temperatur- oder Durchflusskriterien in diesen Wasserläufen überschritten werden, wie es schon im letzten Jahr der Fall war. Im Kraftwerk Bugey beispielsweise muss der Betreiber EDF, wenn die Wassertemperatur nach dem Kühldurchlauf im Kraftwerk 26 Grad übersteigt, aufgrund von Umweltauflagen die Leistung der Reaktoren begrenzen oder sie ganz abschalten, um die Umwelt nicht zu sehr zu erwärmen. Das würde zu einem Produktionsstopp bei der Stromerzeugung führen. Ein Kraftwerk muss bestimmte Mengen an Wärmeabwässern in die Natur einleiten. Sind die Temperaturen zu hoch oder der Wasserstand zu niedrig kann es nicht mehr betrieben werden.