Schlagwort: Waffen

  • Frankreich sammelt vom 25. November bis 2. Dezember illegale Feuerwaffen ein

    Frankreich sammelt vom 25. November bis 2. Dezember illegale Feuerwaffen ein

    Am Freitagmorgen, dem 25. November, begann überall in Frankreich eine völlig neuartige Aktion, um die Franzosen dazu zu bewegen, nicht angemeldete Waffen abzugeben.

    Es ist schon ein besonderes Gefühl, mit einer Waffe in der Hand in eine Gendarmerie zu gehen. Doch seit Freitagmorgen, dem 25. November, kommen etwa zehn Personen zu den Gendarmen von Libourne (Gironde). Ein Rentner etwa möchte das alte Gewehr seines Großvaters loswerden. Vom 25. November bis zum 2. Dezember organisiert das Innenministerium eine Aktion zur vereinfachten Abgabe von Waffen. Sobald die Waffen von den Ordnungskräften entgegengenommen wurden, werden sie registriert und anschließend vernichtet.

    5 Millionen Menschen besitzen in Frankreich eine Waffe
    Dabei handelt es sich überwiegend um Jagdausrüstung. Es ist auch möglich, bislang nicht angemeldete Waffen bei der Präfektur zu regularisieren. Eine Bewohnerin von Libourne (Gironde) zum Beispiel möchte den Revolver ihres Vaters behalten. Nach Angaben des Innenministeriums besitzen in Frankreich 5 Millionen Menschen eine Waffe, fast 2 Millionen haben keinen Besitztitel. Der Besitz einer nicht angemeldeten Waffe kann eine Straftat darstellen, die je nach Kategorie mit mehr oder weniger schweren Strafen geahndet wird.

  • Krieg in der Ukraine: Laut den USA kauft Russland inzwischen Waffen von Nordkorea

    Krieg in der Ukraine: Laut den USA kauft Russland inzwischen Waffen von Nordkorea

    Einem US-Beamten zufolge zeigen diese Käufe, dass sich Russland aufgrund der vom Westen verhängten Sanktionen in Schwierigkeiten befinden könnte.

    Russland bezieht große Mengen an Waffen und Munition aus Nordkorea, um sie in der Ukraine einzusetzen, sagte der Sprecher des Pentagons, US-General Pat Ryder, am Dienstag, dem 6. September. „Wir haben Informationen, dass Russland an Nordkorea herangetreten ist, um Munition zu kaufen“, sagte er. „Das zeugt von der Situation, in der sich Russland in Bezug auf Logistik und Nachschub befindet. Wir sind der Meinung, dass es für Russland nicht gut aussieht.“

    Ein US-Beamter hatte zuvor anonym erklärt, dass das russische Verteidigungsministerium dabei sei, Raketen und Artilleriegeschosse im Wert von mehreren Millionen Dollar aus Nordkorea zu beschaffen, „um sie auf dem Schlachtfeld in der Ukraine einzusetzen“. Diese Käufe, die möglicherweise gegen UN-Resolutionen verstoßen, „zeigen, dass die russische Armee unter einem ernsten Mangel leidet, der teilweise mit den Sanktionen zusammenhängt“, die der Westen nach dem Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar gegen Moskau verhängt hat.

    Russland steht nach mehr als sechs Monaten Krieg in der Ukraine, die ihrerseits von umfangreicher Militärhilfe der USA und der EU profitiert, unter Druck. Aus diesem Grund gehen die USA davon aus, dass Russland auch in Zukunft militärische Ausrüstung aus Nordkorea beziehen wird, so der Beamte.

  • Wer darf in Frankreich Waffen tragen und besitzen?

    Wer darf in Frankreich Waffen tragen und besitzen?

    Diese Woche forderte US-Präsident Joe Biden den US-Kongress auf, den Verkauf von Sturmgewehren einzuschränken. Aber wie sieht es in Frankreich aus? Wer hat das Recht, Waffen zu besitzen und zu tragen?

    Es gibt nur wenige Personen, die in Frankreich Waffen tragen dürfen. Es sind Ordnungskräfte, wobei man zwischen im Dienst und außer Dienst unterscheiden muss. Im Dienst sind es die Ordnungskräfte im Allgemeinen, Stadtpolizisten, Umweltpolizei, Feldhüter, die Soldaten von Vigipirate.

    Und dann gibt es noch Personen, deren körperliche Unversehrtheit sehr ernsthaft und klar erkennbar bedroht wird und die sich gegen einen Bodyguard entschieden haben. Das gilt zum Beispiel auch für Richter und Staatsanwälte. Es gibt in Frankreich nur sehr wenige Richter, die eine Waffe tragen, aber einige Antiterror-Richter sind ständig bewaffnet.

    Seit 2017 gibt es ausserdem bewaffnete Sicherheitsbeamte, die nach einer entsprechenden Ausbildung eine besondere Zulassung zum Tragen einer Waffe erhalten. Es gibt zwei Arten von bewaffneten Sicherheitsbeamten, nämlich solche, die für die Bewachung bestimmter Orte, eingesetzt werden, und Sicherheitsbeamten, die als zugelassene Leibwächter arbeiten.

    Darf man als Privatperson in Frankreich ein Sturmgewehr besitzen?

    In Frankreich dürfen Privatpersonen auch Sturmgewehre besitzen. Diese dürfen jedoch nicht in Salven schießen können, sondern „Schuss für Schuss“ schießen. Sportschützen dürfen diese Art von Waffen besitzen, die in Frankreich als Waffen der Kategorie B bezeichnet werden. Als Sportschütze erhält man eine Genehmigung für den Besitz der waffe von der jweiligen Präfektur.

    Allerdings darf man eine „private“ Waffe nicht mit sich tragen, man darf sie lediglich zum und vom Schießstand transportieren und sie müssen sie zu Hause gesichert aufbewahrt werden. Um legal eine Waffe zu erwerben, muss  man sechs Monate in einem Schützenverein sein, darf keine Vorstrafen haben und es gibt regelmässig Leumundsprüfungen, die von der Polizei durchgeführt werden.

    Welche Vorschriften gelten für Jagdgewehre?

    Jäger haben die Erlaubnis, Jagdwaffen zu erwerben und sie bei der Jagd zu tragen oder zur Jagd zu transportieren. Auch Jäger müssen ihre Waffen bei der Präfektur anmelden, die eine Risikobewertung, eine polizeiliche Untersuchung und eine Leumundsprüfung durchführt, und falls es in der Vergangenheit, bis zu zehn Jahre früher, zu Anzeogen wegen vorsätzlicher Gewalt, Alkohol am Steuer oder ähnlichen Dingen gekommen ist, reicht das bereits aus, um die Waffen zu beschlagnahmen.

  • Immer mehr Franzosen bewaffnen sich, um sich „im Fall der Fälle“ verteidigen zu können

    Immer mehr Franzosen bewaffnen sich, um sich „im Fall der Fälle“ verteidigen zu können

    Im letzten Jahrzehnt ist die Zahl der Mitglieder in den französischen Schützenvereinen sprunghaft angestiegen. Viele von ihnen wollen lernen, mit einer Waffe umzugehen, um sich im Falle eines Angriffs verteidigen zu können.

    In Frankreich ist die Zahl der Sportschützen in den letzten Jahren stark gestiegen. Von 145000 im Jahr 2011 stieg ihre Zahl bis heute auf über 240.000, was einem Anstieg von fast 70% entspricht! Allein seit September 2021 verzeichnete zum Beispiel der Schützenverein von La Ferté-Bernard im Departement Sarthe rund 30 Neuanmeldungen. „Das ist beeindruckend“, sagt sein Präsident Christophe Dinet auf dem Sender France 2, „wir hatten noch nie so viele Mitglieder, und wir haben immer mehr Anfragen.“

    Wie lässt sich diese Begeisterung für Waffen erklären? Sie hängt offensichtlich mit einer Verunsicherung nach den Terroranschlägen von 2015 und in jüngerer Zeit mit dem Krieg in der Ukraine zusammen. Einige Sportschützen geben aber auch an, dass sie sich ausgerüstet haben, weil sie „auf dem Land wohnen, wo die Polizei eine Dreiviertelstunde oder eine Stunde braucht, um herzukommen“. Die meisten halten sich aber sehr bedeckt, denn es scheint immer noch irgendwie ein Tabu zu sein, über Waffen und Waffenbesitz zu sprechen.

    Wie aber kann ein Schützenverein sicherstellen, dass er eine Waffe nicht in die Hände von jemandem gibt, der „durchdrehen“ könnte? Auch wenn für die Ausstellung einer Mitgliedskarte ein ärztliches Attest über die Eignung für den Schießsport erforderlich ist, kann man nicht vorhersagen, ob ein Waffenbesitzer irgendwann einmal ausrasten könnte. Gefährliche und irrationale Verhaltensweisen werden allerdings in den Schützenvereinen nicht geduldet und können sehr schnell zum Ausschluss eines Mitglieds führen.

    Im Verein werden die Schützen von strengen Regeln begleitet: Der Umgang mit den Waffen ist nur auf dem Schießplatz erlaubt, der Lauf muss immer auf die Ziele gerichtet sein und die Waffe muss nach jedem Schiessen wieder sicher verwahrt werden. Christophe Dinet ist seit anderthalb Jahren Vorsitzender des VSF Tir Cible, und sieht dies als eine große Verantwortung. Er muss mit jedem neuen Mitglied ein persönliches Gespräch führen und kontrollieren, dass er oder sie nicht in der nationalen Kartei der Personen, denen der Erwerb und Besitz von Waffen untersagt ist, eingetragen ist.

    „Wir wollen keine Cowboys“, sagt er auf France 2, „und wir sind auch keine Cowboys!“.

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  • Feuerwaffen: Zahl der Mitglieder in den Schützenvereinen Frankreichs stark gestiegen

    Feuerwaffen: Zahl der Mitglieder in den Schützenvereinen Frankreichs stark gestiegen

    Während die Schießereien in den USA Forderungen zur Waffenkontrolle immer lauter werden lassen, entsteht in Frankreich eine Pro-Waffen-Bewegung mit einer steigenden Zahl von Mitgliedern in Schützenvereinen.

    Schützenvereine ziehen in Frankreich immer mehr Mitglieder an. Im Jahr 2011 waren es 145.000, am Mittwoch, dem 1. Juni 2022, waren es mehr als 242.000. Für diesen Anstieg gibt es mehrere Gründe. „Es gibt eine Beschleunigung durch die Ukraine-Krise und als es die Attentate im Jahr 2015 gab, hatten wir bereits einen Zuwachs an Mitgliedern“, erklärt Christophe Dinet, Präsident des Schützenvereins von La Ferté-Bernard (Sarthe) auf dem Sender France 2.

    Pro-Waffen-Aktivisten in sozialen Netzwerken
    In der Nähe von Toulouse (Haute-Garonne) hat sich ein 22-jähriger Student ganz legal einen Bestand an Schusswaffen angelegt. Als Mitglied eines Schützenvereins und mit einer Genehmigung der Präfektur darf er Schusswaffen der Kategorien B und C besitzen. Er setzt sich für das Tragen von Waffen der Bürder ein. „Es ist ein Gegenstand, der mir eines Tages das Leben retten könnte“, argumentiert er. In den letzten Jahren haben sich immer mehr Waffenbefürworter in Frankreich in den sozialen Netzwerke zusammengefunden.