Schlagwort: Wärme

  • Heisse Luft über Toulouse: Die Stadt schwitzt sich durch die Woche

    Heisse Luft über Toulouse: Die Stadt schwitzt sich durch die Woche

    Toulouse steht ein Hitzeschub ins Haus – und zwar einer der besonders schweißtreibenden Sorte. Während sich das Thermometer seit Wochenbeginn langsam hocharbeitet, droht der Höhepunkt am Freitag mit bis zu 39 Grad Celsius. Eine glühend heiße Vorhersage für die südfranzösische Metropole – und ein Vorgeschmack auf die Zukunft?

    Die Hitze kommt – und bleibt

    Schon am Mittwoch steigen die Temperaturen auf 32 Grad, doch das ist erst der Anfang. Am Donnerstag klettern sie weiter – auf brutale 38 Grad. Freitag erreicht die Gluthitze ihren Zenit: 39 Grad sollen es werden. Kein laues Lüftchen, keine nennenswerte Abkühlung – stattdessen stehende Hitze über Asphalt und Altstadt.

    Eine Belastung für Körper und Kreislauf. Und für die Infrastruktur.

    Gelbe Warnstufe – die erste Mahnung

    Die französische Wetterbehörde Météo-France hat für das gesamte Département Haute-Garonne die gelbe Warnstufe für Hitze ausgerufen. Sie gilt ab Donnerstag, 0 Uhr, und bleibt mindestens bis Freitagmorgen in Kraft. Gelb bedeutet: Achtung, es droht Gefahr – vor allem für wetterempfindliche Menschen und sensible Tätigkeiten im Freien.

    Noch ist es keine Notlage. Aber eine deutliche Mahnung, das Leben zu entschleunigen und Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

    Ein Schatten legt sich über den Alltag

    In der Stadt bedeutet das: Sport im Park? Lieber nicht. Kinder auf dem Spielplatz? Nur mit viel Wasser und Schatten. Alte Menschen, chronisch Kranke, Babys – sie alle sind jetzt besonders gefährdet.

    Toulouse rät, sich möglichst in kühle Innenräume zurückzuziehen, regelmäßig Wasser zu trinken, schwere Mahlzeiten zu meiden – und anderen zu helfen. Denn bei Hitze zählt Solidarität: Wer regelmäßig bei Nachbarn, Großeltern oder Freunden nach dem Rechten sieht, rettet mitunter Leben.

    Klimawandel? Längst angekommen.

    So extrem diese Tage wirken mögen – sie sind kein Einzelfall mehr. Die Region Okzitanien hat seit Beginn des 20. Jahrhunderts einen Temperaturanstieg von rund 1,8 Grad erlebt. Seit den 1970er-Jahren beschleunigt sich diese Entwicklung spürbar.

    Hitzewellen wie diese gehören inzwischen zur traurigen Normalität des Sommers. Längere Phasen ohne Regen, trockene Böden, überhitzte Städte – das neue Klima spielt sich nicht mehr in ferner Zukunft ab. Es ist schon da. Und es stellen sich Fragen: Wie soll man leben in einer Stadt, in der sich der Asphalt mittags anfühlt wie eine Herdplatte?

    Kleiner Leitfaden gegen den Hitzeschock

    Die Stadt Toulouse und Gesundheitsexperten raten zu fünf einfachen Maßnahmen:

    1. Trinken, trinken, trinken – auch wenn der Durst fehlt. Wasser ist Pflicht.
    2. Leicht essen – Gemüse, Früchte, Salate statt Fleisch und Frittiertem.
    3. Fenster zu, Rollos runter – tagsüber kühlen, nachts lüften.
    4. Mittagshitze meiden – wer laufen, joggen oder einkaufen will, macht das am besten am frühen Morgen oder späten Abend.
    5. Auf andere achten – ein Anruf bei Oma, ein Blick zum Nachbarn: einfache Gesten mit großer Wirkung.

    Was tun bei Symptomen wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit? Nicht zögern – Hilfe holen. Ein Hitzschlag ist keine Lappalie.

    Was bleibt?

    Die Erkenntnis, dass diese Woche in Toulouse mehr ist als nur ein Wetterkapitel. Sie ist ein mahnender Eintrag im Tagebuch des Klimas – und ein Vorgeschmack auf das, was kommen kann. Vielleicht sogar kommen wird.

    Aber sie ist auch ein Test: für unsere Anpassungsfähigkeit, unsere Fürsorge und unseren Umgang mit der neuen Hitze-Realität.

    Autor: C.H.

  • Sonnenwunder im Norden: März brachte südliches Flair an Frankreichs nördliche Küsten

    Sonnenwunder im Norden: März brachte südliches Flair an Frankreichs nördliche Küsten

    Es war ein März, der in die Wettergeschichten des Nordens eingehen dürfte – und in die Herzen seiner Bewohner. Während der Süden Frankreichs unter Regenfluten ächzte, genoss der Norden eine Sonne, wie man sie sonst eher an der Côte d’Azur vermutet. Cafés öffneten ihre Terrassen Wochen früher als üblich, Boulogne-sur-Mer fühlte sich plötzlich wie Biarritz an – nur ohne Palmen.

    Ein meteorologisches Kuriosum? Vielleicht. Eine kleine Auszeit vom Alltag? Ganz sicher.


    Rekorde, die aufhorchen lassen

    In Valenciennes regnete es im März gerade einmal 3,2 Millimeter – ein Wert, der fast surreal wirkt, wenn man bedenkt, wie grau und nass sich diese Region üblicherweise präsentiert. Météo-France sprach von einem der trockensten Märzmonate seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1959.

    Und dann war da noch Calais – die eigentliche Sensation: Mit 222 Sonnenstunden ließ die Hafenstadt sogar Nizza hinter sich. Calais, sonniger als die Hauptstadt der Riviera? Klingt wie ein verspäteter Aprilscherz, war aber Realität.


    Die nördliche Küste blüht auf

    In Städten wie Dunkerque, Boulogne-sur-Mer oder Calais wurde das Wetterwunder sofort genutzt. Gastronomen, die normalerweise im März noch ihre Heizpilze polieren, richteten plötzlich die Sonnenschirme aus. „Wir haben nicht damit gerechnet, unsere Terrasse so früh im Jahr zu öffnen“, erzählt ein Restaurantbesitzer aus Boulogne-sur-Mer. „Aber bei diesem Wetter wäre es schade, die Gelegenheit nicht zu nutzen.“

    Und die Gäste? Die kamen in Scharen. Kaffee, Crêpes und kühler Rosé wurden unter freiem Himmel serviert – begleitet vom Klingen der Gläser und dem Flirren ungewohnter Wärme.


    Ein Frühling, der wie Sommer schmeckt

    Ein Besucher in Dunkerque fasste das Lebensgefühl so zusammen: „Es fühlt sich fast wie Sommer an.“ Wer nach Monaten voller grauer Himmel plötzlich im T-Shirt draußen sitzt, spürt diese Leichtigkeit, die sonst eher in Urlaubskatalogen zu finden ist. Es war, als hätte der Himmel persönlich eine Einladung verschickt: Kommt raus, Leute, es ist euer Tag.


    Mehr als nur ein Wetterphänomen

    Doch bei aller Freude schwingen auch leise Töne mit. Meteorologen betrachten solche Abweichungen mit Sorge. Ein Experte von Météo-France erklärte: „Diese extremen Wetterbedingungen könnten ein Hinweis auf größere klimatische Veränderungen sein.“

    Eine Phase außergewöhnlicher Trockenheit – so angenehm sie auch erscheint – ist Teil eines Musters, das langfristig problematisch sein könnte. Waldbrandgefahr, Wasserknappheit, veränderte Vegetationszyklen: Die Auswirkungen solcher Entwicklungen sind komplex und oft erst Jahre später voll sichtbar.


    Zwischen Sonnenbad und Nachdenklichkeit

    Die Menschen vor Ort genießen den Moment. Und wer wollte es ihnen verdenken? Es war eine Einladung zum Durchatmen, zum Lachen, zum Teilen – mitten im Frühling, der plötzlich nach Urlaub schmeckt. Gleichzeitig schwingt die Erkenntnis mit: So schön das Wetter auch ist, es wirft Fragen auf. Und vielleicht ist genau das die neue Realität – eine Mischung aus Freude und Verantwortung, Leichtigkeit und Nachdenklichkeit.


    Ein Geschenk, das zum Nachdenken anregt

    Was bleibt, ist dieses Bild: volle Terrassen, entspannte Gesichter, Sonne im Gesicht – und ein leichtes Unbehagen im Hinterkopf. Denn so sehr der Norden Frankreichs dieses goldene Märzkapitel auch genossen hat, so deutlich wird, dass es kein gewöhnliches war. Sondern eines, das uns zum Innehalten einlädt. Vielleicht auch zum Umdenken.

    Doch bis dahin: genießen die Menschen jeden Sonnenstrahl – und heben die Gläser auf das Hier und Jetzt.

    Von M.A.B.

  • Frühlingsgefühle im Februar: Klimawandel oder Laune der Natur?

    Frühlingsgefühle im Februar: Klimawandel oder Laune der Natur?

    Sonne, Wärme, 20 Grad – mitten im Februar. Im Südwesten Frankreichs fühlte es sich an diesem Mittwoch eher nach April als nach Winter an. Am Strand von Biarritz springen Jugendliche ins Wasser, während andere Tai-Chi am Ufer praktizieren oder Sandburgen bauen. Klingt idyllisch, oder? Doch ist das wirklich noch normales Wetter – oder steckt mehr dahinter?

    Wenn der Winter Frühling spielt

    Dieses Jahr erleben die Menschen im Südwesten Frankreichs einen außergewöhnlich milden Februar. 20 Grad am Atlantik – das sind sieben bis acht Grad mehr als der Durchschnitt für diese Jahreszeit. Klar, solche Temperaturspitzen hat es immer mal gegeben, doch was auffällt: Diese milden Phasen werden länger, häufiger und intensiver.

    Eine Studentin aus Tahiti, die nun in Toulouse lebt, bringt es auf den Punkt: „Die letzten Tage waren richtig kalt – und jetzt das! So ein plötzlicher Wechsel fühlt sich total ungewohnt an.“ Dieses Auf und Ab des Wetters irritiert viele. Ein paar Tage eisige Kälte, dann fast schon frühsommerliche Wärme – das ist kein Zufall, sondern ein Muster, das sich in den letzten Jahren immer häufiger zeigt.

    Extremwetter – das neue Normal?

    Die Wissenschaft ist sich einig: Solche ungewöhnlichen Wetterkapriolen passen ins Bild der globalen Erwärmung. Zwar kann man nicht jedes einzelne Wetterereignis direkt auf den Klimawandel zurückführen, aber die Häufung spricht eine deutliche Sprache. In ganz Europa werden Hitzerekorde mittlerweile selbst in den Wintermonaten gebrochen.

    Die Ursache? Ein geschwächtes Jetstream-Muster. Normalerweise sorgt dieser starke Windstrom in großer Höhe für stabile Wetterlagen. Doch durch die Erwärmung der Arktis gerät er ins Wanken – und mit ihm das Wetter. Warme Luftmassen dringen weiter nach Norden vor, während kalte Polarluft plötzlich weit in den Süden rutschen kann. Das Ergebnis: ein chaotisches Wechselspiel aus Kältewellen und Hitzeschüben.

    Genießen oder sorgen?

    Natürlich ist es angenehm, im Februar draußen im T-Shirt zu sitzen. Wer freut sich nicht über ein paar sonnige Tage mitten im Winter? Aber genau hier liegt das Problem: Diese Momente fühlen sich gut an – doch sie sind ein Zeichen dafür, dass unser Klima aus dem Gleichgewicht gerät.

    Und genau das macht es so tückisch. Solange wir den Klimawandel nur durch wärmere Wintertage und frühe Blüten im Garten spüren, fehlt oft das Bewusstsein für die langfristigen Folgen: steigende Meeresspiegel, Dürren, Extremstürme.

    Am Wochenende soll das Wetter wieder umschlagen – grauer Himmel, kühlere Temperaturen. Doch die grundlegende Entwicklung bleibt. Vielleicht wird es Zeit, sich die Frage zu stellen: Wie lange können wir uns über „frühlingshafte“ Wintertage noch freuen, bevor der Preis dafür zu hoch wird?

    Von Andreas M. B.

  • Pollenalarm in Frankreich: 30 Départements auf roter Warnstufe

    Pollenalarm in Frankreich: 30 Départements auf roter Warnstufe

    Die Nase läuft, die Augen tränen und das Niesen nimmt kein Ende – klingt nach Frühling, oder? Aber nein, wir haben noch Februar! Trotzdem sind die Pollenallergien schon in vollem Gange. Der Grund? Ein ungewöhnlich milder Winter mit Temperaturen, die eher an April erinnern.

    Besonders betroffen sind der Süden und Südwesten Frankreichs. In 30 Départements wurde bereits die rote Warnstufe ausgerufen. Experten rechnen damit, dass sich das Problem in den nächsten Tagen noch ausweiten wird. Aber warum ist das so extrem, und was kann man dagegen tun?


    Warum gibt es schon so viele Pollen?

    Normalerweise beginnt die Pollensaison erst im März oder April. Doch durch die ungewöhnliche Wärme der letzten Tage haben viele Pflanzen den Startschuss für die Blüte verfrüht gegeben. Besonders problematisch sind Bäume wie Hasel, Erle und Zypresse – echte Allergie-Schleudern!

    Aber das ist noch nicht alles: Durch die warme Witterung bleiben die Pollen länger in der Luft und verteilen sich großflächiger. Dazu kommt, dass wenig Regen fällt, sodass die Pollen nicht aus der Luft gewaschen werden. Ein perfekter Sturm für Allergiker.


    Wie kann man sich schützen?

    Wenn man nicht gerade in einen hermetisch abgeriegelten Raum ziehen möchte (was wohl kaum realistisch ist), gibt es einige Tricks, um die Pollenbelastung zu minimieren:

    1️⃣ Haare waschen – jeden Abend!

    Pollen setzen sich nicht nur auf der Kleidung, sondern auch in den Haaren fest. Wer abends die Haare wäscht, verhindert, dass die Pollen nachts ins Kopfkissen gelangen und so für eine unruhige Nacht sorgen.

    2️⃣ Kleidung nicht drinnen ausziehen

    Die Klamotten von draußen sind wahre Pollenmagneten. Am besten wechselt man sie direkt nach dem Heimkommen und bewahrt sie nicht im Schlafzimmer auf.

    3️⃣ Fenster richtig öffnen

    Lüften ist wichtig – aber bitte nicht tagsüber, wenn die Pollenkonzentration am höchsten ist. Am besten früh morgens oder spät abends lüften, wenn weniger Pollen in der Luft sind.

    4️⃣ Sport clever planen

    Wer gerne joggt oder Rad fährt, sollte das nicht bei strahlendem Sonnenschein tun, denn dann ist die Pollenbelastung besonders hoch. Ideal ist Sport nach einem Regenschauer oder in den Abendstunden.

    5️⃣ Sonnenbrille tragen

    Klingt simpel, hilft aber: Eine Sonnenbrille schützt die Augen vor Pollen und kann so das Brennen und Tränen deutlich reduzieren.


    Was kommt noch auf uns zu?

    Meteorologen erwarten, dass die warmen Temperaturen anhalten – was bedeutet, dass sich das Pollenproblem weiter verschärfen könnte. Falls kein Regen kommt, könnte sich die rote Warnstufe bald auch auf andere Regionen Frankreichs ausweiten.

    Allergiker müssen sich also schon jetzt auf eine lange und intensive Pollensaison einstellen. Aber mit den richtigen Maßnahmen kann man zumindest die schlimmsten Symptome abmildern.

    Bleibt nur die Frage: Wann gibt’s endlich Regen? 🌧

    Autor: Andreas M. Brucker

  • Ein heißer Sommer steht bevor: Erste Prognosen von Météo France

    Ein heißer Sommer steht bevor: Erste Prognosen von Météo France

    Der Sommer nähert sich mit großen Schritten, und laut den neuesten Prognosen von Météo France könnte es ein besonders heißer werden. Die Wetterbehörde hat ihre dreimonatigen Klimatrends veröffentlicht, und alles deutet darauf hin, dass die Temperaturen in Frankreich von Anfang Mai bis Ende Juli über dem saisonalen Durchschnitt liegen werden. Insbesondere in den mediterranen Regionen scheint ein wärmer als normaler Sommer sehr wahrscheinlich.

    Aber was bedeutet das für uns?

    Zunächst einmal, auch wenn ein heißer Sommer vorhergesagt wird, heißt das nicht automatisch, dass es zu Hitzewellen oder gar zu einer Hitzerekorden kommen muss. Météo France betont, dass klimatische Tendenzen keine spezifischen Wettervorhersagen sind. Ein generell wärmerer Sommer impliziert also nicht notwendigerweise extreme Hitzeperioden.

    Und wie steht es um Temperaturrekorde?

    Obwohl ein wärmeres Klima vorhergesagt wird, lassen sich daraus keine Schlüsse auf potenzielle Temperaturrekorde ziehen. „Die dreimonatigen Klimatrends liefern keine Informationen darüber, ob in der kommenden Saison Temperaturrekorde gebrochen werden könnten“, so Météo France. Es bleibt also spannend, ob dieser Sommer historische Wärme bringen wird oder einfach nur angenehm warm ausfällt.

    Trotz der Ungewissheit über spezifische Temperaturen oder Rekorde ist es klug, sich auf einen wärmeren Sommer einzustellen. Dies könnte für Urlaubsplanungen, landwirtschaftliche Tätigkeiten und Energieverbrauch wesentliche Auswirkungen haben. Sicher ist, dass wir uns gedulden müssen, um die genauen Temperaturen, die uns erwarten, zu erfahren. Wie bereiten Sie sich auf die heißen Tage vor?

  • Biarritz erlebte erste „tropische Nacht“ des Jahres 2024

    Biarritz erlebte erste „tropische Nacht“ des Jahres 2024

    Ein ungewöhnliches Wetterphänomen hat den Südwesten Frankreichs erreicht und bringt einen Vorgeschmack auf den Sommer: Biarritz erlebte seine erste „tropische Nacht“ des Jahres 2024, mit Temperaturen, die weit über dem saisonalen Durchschnitt liegen.

    Eine außergewöhnliche Wärme

    In der Nacht vom 4. auf den 5. April wurde in Biarritz eine Mindesttemperatur von nahezu 23 Grad Celsius verzeichnet – ein Indikator für eine „tropische Nacht“, in der das Thermometer nicht unter 20 Grad fällt. Dieses Ereignis deutet darauf hin, dass der Sommer möglicherweise früher als gewöhnlich Einzug hält. Am Freitagnachmittag wurde in Biarritz eine Temperatur von etwa 26 Grad erreicht, was die ungewöhnliche Wärme zu dieser Jahreszeit unterstreicht.

    Ein deutlicher Temperaturunterschied

    Im Vergleich zum Vorjahr ist der Temperaturunterschied frappierend. Am 5. April 2023 lag die Temperatur in Biarritz bei lediglich 5,8 Grad, was die diesjährige Wärme umso bemerkenswerter macht. Erst im Juni des letzten Jahres erlebte Biarritz seine erste tropische Nacht, was den diesjährigen Wärmeeinbruch im April besonders ungewöhnlich erscheinen lässt.

    Ein Zeichen des Klimawandels?

    Diese auffälligen Temperaturunterschiede können als weiterer Beleg für den fortschreitenden Klimawandel angesehen werden, der sich in immer früheren Hitzeperioden manifestiert. Während die Temperaturen für das kommende Wochenende wieder sinken sollen, bleibt das ungewöhnlich warme Wetter ein Warnsignal.

    Die Botschaft der Natur

    Diese unerwartete Wärme in Biarritz und im gesamten Südwesten Frankreichs mahnt uns, die Auswirkungen des Klimawandels ernst zu nehmen und verstärkt Maßnahmen zu ergreifen, um unsere Umwelt zu schützen. Die zunehmende Häufigkeit und Intensität von Wetterextremen erfordert ein Umdenken in unserem Verhältnis zur Natur und unseren Lebensgewohnheiten.

    Während wir die warmen Nächte genießen mögen, dürfen wir nicht vergessen, dass sie ein Symptom eines größeren Problems sind. Der Klimawandel wartet nicht auf uns, und es liegt in unserer Verantwortung, auf diese Zeichen der Zeit zu reagieren. „En avril, ne te découvre pas d’un fil“ – dieses Sprichwort erhält in Zeiten des Klimawandels eine neue Dimension. Es erinnert uns daran, dass wir uns nicht zu früh freuen sollten und stets achtsam mit unserer Umwelt umgehen müssen.

  • Hitzewelle im Anmarsch: Der Südwesten Frankreichs bereitet sich vor

    Hitzewelle im Anmarsch: Der Südwesten Frankreichs bereitet sich vor

    Während wir uns dem Sommer erst noch nähern, zeigt das Thermometer im Südwesten Frankreichs bereits sommerliche Werte. Ab diesem Donnerstag, dem 4. April, kündigt sich eine Hitzewelle an, die Temperaturen von bis zu 30 °C mit sich bringt. Ein Vorzeichen des Sommers?

    Sommer im Frühling

    Météo-France und La Chaîne Météo sind sich einig: Die Temperaturen steigen weit über das für diese Jahreszeit übliche Maß. Schon ab diesem Wochenende werden Werte erwartet, die den meteorologischen Schwellenwert für Hitze von 25 °C überschreiten. Normalerweise erreicht man diese Markierung erst Mitte April im Südwesten. Doch dieses Jahr scheint alles anders zu sein.

    Der Höhepunkt der Wärme

    Der Samstag markiert den Höhepunkt dieser ungewöhnlichen Wärmeperiode. Die Temperaturen sollen in weiten Teilen des Landes ansteigen. So könnten in Paris bis zu 28 °C erreicht werden, in Tours 25 °C, in Auxerre 27 °C, in Lyon 24 °C und in Tarbes sogar 29 °C. In Bourges, im Herzen der Region Centre-Val de Loire, könnte das Thermometer gar 31 °C anzeigen.

    Ein vorübergehendes Phänomen

    Ein Foehn-Effekt, der für eine plötzliche Erwärmung der Luftmasse nach dem Überqueren eines Gebirges sorgt, trägt zu diesem Hitzeschub bei. Insbesondere die Städte am Fuße der Pyrenäen, wie Pau oder Tarbes, könnten Rekordtemperaturen für diese Jahreszeit verzeichnen.

    Doch so plötzlich wie sie gekommen ist, wird diese Hitzewelle auch wieder abklingen. Bereits ab Sonntag, dem 7. April, ist mit einem Rückgang der Temperaturen zu rechnen, auch wenn diese weiterhin über dem saisonalen Durchschnitt liegen werden.

    In Anbetracht dieser außergewöhnlichen Wetterlage ist es ratsam, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme, Vermeidung direkter Sonneneinstrahlung und das Tragen leichter Kleidung können dabei helfen, die kommenden heißen Tage besser zu überstehen. Bereiten Sie sich vor – der Sommer scheint in diesem Jahr früher als erwartet Einzug zu halten.

  • Südwesten Frankreichs: Am Donnerstag bis zu 25°C – das wird normalerweise  erst im April erreicht

    Südwesten Frankreichs: Am Donnerstag bis zu 25°C – das wird normalerweise erst im April erreicht

    Die Temperaturen in Südfrankreich sollen am Donnerstag sehr mild sein und im Südwesten sogar die Schwelle von 25 Grad erreichen, die normalerweise erst im Frühling erreicht wird.

    Schon der Valentinstag stand ganz im Zeichen des milden Wetters und die Temperaturen sollen für die Jahreszeit besonders mild bleiben. Am Donnerstag, dem 15. Februar, werden die Temperaturen im Südwesten Frankreichs sogar auf fast 25 Grad steigen.

    Trotz Morgennebel und einigen Wolken wird der Tag in ganz Frankreich überwiegend heiter und die Temperaturen sind in weiten Teilen des Landes für die Jahreszeit recht hoch.

    Schon am frühen Morgen werden in Bordeaux, Toulouse, Nantes wie auch in Rennes 11 Grad erwartet. Am Nachmittag wird es in den meisten Regionen zwischen 14 und 18 Grad warm, lokal 19 bis 20 Grad in der Mitte des Landes und sogar bis zu 21 bis 25 Grad im Süden Aquitaniens.

    Die Schwelle von 25 Grad entspricht, dürfte somit entlang des westlichen Pyrenäenrandes erreicht werden. Das ist für diese Region jedoch nicht neu, sagt Météo France, „aber es kommt nicht jedes Jahr im Februar vor“. „Diese Temperatur wird im Allgemeinen um die zweite Aprilhälfte im Südwesten, gegen Ende April im Rest des Landes und sogar noch später in der Nähe der Kanalküste erreicht“, so die Météo France.

    Auf nationaler Ebene wird die Durchschnittstemperatur wieder auf 12 °C steigen, ein Wert, der bereits am 8. und 9. Februar erreicht wurde.

    In der südlichen Hälfte Frankreichs wird es allerdings recht windig sein, mit einem Südwind, der in Böen um die 60 km/h im Rhonetal und um die 70 km/h in den westlichen Pyrenäen weht. Der Autan-Wind wird im Landesinneren Spitzenwerte um 70 bis 80 km/h erreichen können. Einige vereinzelte Regenfälle sind am Morgen nördlich der Seine und im Laufe des Tages auch in der Bretagne möglich.

  • Pyrénées-Orientales: Hitzerekord in der Gemeinde Ceret mit 27.5 Grad mitten im Winter

    Pyrénées-Orientales: Hitzerekord in der Gemeinde Ceret mit 27.5 Grad mitten im Winter

    Mehr als 27 Grad mitten im Winter – das ist der Rekord, der am gestrigen Sonntag, dem 4. Februar, in der Gemeinde Ceret im Département Pyrénées-Orientales erreicht wurde. Damit war Ceret die wärmste Gemeinde in Europa.

    Die Café-Terrassen auf dem kleinen Platz in Ceret (Pyrénées-Orientales) füllen sich bereits. Am Sonntag, dem 4. Februar, wurde mit 27,5 Grad ein neuer Hitzerekord aufgestellt. Temperaturen, die normalerweise einem Monat Mai entsprechen. „Das ist nicht normal, wir leiden darunter“, beklagt eine Anwohnerin. Ein Kellner im T-Shirt verliert langsam die Übersicht über die Reihenfolge der Jahreszeiten: „Das habe ich noch nie erlebt, es ist der erste Sommer, nein, der erste Winter, wo ich mir denke, dass es vielleicht ein Problem gibt“.

    In der Gemeinde Céret gibt es noch rund 20 Kirschbauern. Bei einigen Sorten kommen dieses Jahr die Knospen bis zu drei Wochen zu früh. Im Februar will ein Kirschbauer zum ersten Mal ein Bewässerungssystem mit Tropfbewässerung einsetzen. Wasser, oder vielmehr das, was davon übrig ist, ist die große Sorge aller Landwirte im Departement Pyrénées-Orientales, insbesondere der Weinbauern.

  • Südfrankreich: Mehrere Temperaturrekorde wurden gebrochen

    Südfrankreich: Mehrere Temperaturrekorde wurden gebrochen

    Die Temperaturen werden bis Ende Januar dauerhaft über den normalen Werten der Jahreszeit bleiben, sagt Météo-France.

    Außergewöhnlich milde Temperaturen herrschen im Süden Frankreichs. Mehrere monatliche Temperaturrekorde wurden am Mittwoch, dem 24. Januar, in Südostfrankreich erreicht oder übertroffen. Dies war vor allem in Arles (21°C), Nimes (21,5°C) und Montpellier (22,1°C) der Fall. Diese Temperaturen werden bis Ende Januar und wahrscheinlich auch in den ersten Februartagen über den für die Jahreszeit normalen Temperaturen liegen, stellt Météo-France in einer Pressemitteilung fest.

    „Eine ozeanische Strömung hat sich seit letztem Sonntag im Gefolge des Tiefs Isha über Frankreich gelegt und vertreibt die Kaltluft nach Nord- und Mitteleuropa. Die milde Luft, die zwischen den Azoren, den Kanaren und der Iberischen Halbinsel lag, konnte nach Frankreich strömen und die Temperaturen weit über die normalen Werte der Jahreszeit bringen“, so Météo-France.

    „Eine derart milde Witterung ist für einen Januar bemerkenswert, aber es ist nicht neu, dass im Winter Temperaturen von über 20 °C erreicht werden.“ (Météo-France in einer Pressemitteilung).

    Seit dem 19. Jahrhundert hat sich die Durchschnittstemperatur der Erde um 1,1°C erwärmt. Wissenschaftler haben mit Sicherheit festgestellt, dass dieser Anstieg auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen ist, die fossile Energieträger (Kohle, Öl und Gas) verbrennen.