Schlagwort: Versicherung

  • Küstengebiete: Versicherungen decken die Risiken bei Überschwemmungen nicht mehr ab

    Küstengebiete: Versicherungen decken die Risiken bei Überschwemmungen nicht mehr ab

    Die Kosten für Naturkatastrophen sind in Frankreich auf einem Höchststand: Die Rechnung wird für die Versicherer im Jahr 2022 voraussichtlich 10 Milliarden Euro betragen. In der Region Bessin in der Normandie haben die Versicherungen nun beschlossen, Gemeinden am Meer, die als „Risikogebiete“ eingestuft wurden, nicht mehr zu versichern.

    Der Bessin ist einer der Teile der normannischen Küste, die am stärksten der Gefahr von Überschwemmungen ausgesetzt sind. An den Deichen wird derzeit eine Kernbohrungsaktion durchgeführt. „Dadurch können wir herausfinden, welche Materialien sich im Inneren befinden, in welchem kompakten Zustand sie sind und inwieweit die Deiche gegen das Wasser schützen können“, erklärt Pierre Guerriot, GEMAPI-Verantwortlicher (Gestion des Milieux Aquatiques et Prévention des Inondations) von Ter’Bessin gegenüber France 3.

    Die Versicherungen decken das Risiko nicht mehr ab.
    Die Untersuchung wird es ermöglichen, die Folgen des steigenden Meeresspiegels zu ermessen, ein Risiko, vor dem die Versicherungen Angst höchst besorgt sind. Einige Versicherungen haben jetzt beschlossen, das Risiko im Falle einer Überschwemmung nicht mehr tragen zu wollen. Den Versicherungen zufolge könnten die Kosten für Überschwemmungen in den nächsten 30 Jahren um 87 % steigen. Die Verweigerung der Deckung hat daher langfristige Folgen auch auf Privatpersonen, die in diesen Risikogebieten wohnen.

  • 23-Jahres-Hoch: Naturkatastrophen kosteten Frankreich im Jahr 2022 etwa 10 Milliarden Euro

    23-Jahres-Hoch: Naturkatastrophen kosteten Frankreich im Jahr 2022 etwa 10 Milliarden Euro

    Das vergangene Jahr war geprägt von einer „Intensivierung extremer Wetterphänomene“ und einer „Zunahme ihrer Häufigkeit“.

    Ein Rekordwert seit 1999. Die Kosten für Naturkatastrophen in Frankreich werden für das Jahr 2022 voraussichtlich 10 Milliarden Euro betragen, so France Assureurs (Französischer Versicherungsverband) am Donnerstag, dem 26. Januar, aufgrund der „Intensivierung extremer Wetterphänomene“ und einer „Zunahme ihrer Häufigkeit“. Das Jahr 2022 „ist an der Front der klimatischen Ereignisse wirklich das annus horribilis“, betonte Florence Lustman, Präsidentin von France Assureurs, im Gespräch mit dem Sender Europe 1. Sie nannte als Gründe die Hagelstürme, Sturmwinde, Überschwemmungen und „ein ebenfalls außergewöhnliches Jahr an der Front der Dürre“.

    Im Einzelnen haben allein die Hagelstürme zwischen Mai und Juli etwa 6,4 Milliarden Euro gekostet, so der Verband gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Hinzu kommen die negativen Auswirkungen der Dürre insbesondere auf die Bausubstanz von Einfamilienhäusern mit Kosten von mindestens 2,5 Milliarden Euro.

    In Frankreich befinden sich etwa 54% aller Einfamilienhäuser in Gebieten mit mittlerer oder hoher Schwund- und Quellgefährdung von Lehmböden, einem Phänomen, das mit aufeinanderfolgenden Trockenheitsepisoden im Sommer und Wiederbefeuchtung der Böden im Herbst oder Winter zusammenhängt und zu großen Schäden an Bauwerken führen kann.

    Schäden an Ernten, Überschwemmungen und Waldbrände im Sommer vervollständigen das Bild. Der Schadensbetrag für 2022 zeigt einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum Zeitraum 2017-2021. Durchschnittlich mussten in diesem Zeitraum etwa 3,5 Milliarden Euro pro Jahr für Schäden von Wetterphänomenen von den Versicherungen erstattet werden.

    Das Jahr 2022 war das teuerste Jahr seit 1999, das damals von den Verwüstungen der Stürme Lothar und Martin geprägt war.

  • Der TV-Sender France 2 über die Geheimnisse des jüngsten Milliardärs Frankreichs

    Der TV-Sender France 2 über die Geheimnisse des jüngsten Milliardärs Frankreichs

    Verbraucher beschuldigen ihn des Betrugs… Wer ist Sadri Fegaier, der französische Unternehmer, der ein Versicherungsimperium aufgebaut hat?

    Er ist ein Autodidakt und der jüngste Milliardär Frankreichs. Und doch kennt ihn kaum jemand. Sadri Fegaier, 43, ist ein mächtiger und diskreter Mann, ein Unternehmer, der aus einem einfachen Telefonladen in einer Einkaufspassage in Romans-sur-Isère im Departement Drôme ein Versicherungsimperium aufgebaut hat.

    Dubiose Abbuchungen von den Konten seiner Kunden?
    Heute ist er jedoch Zielscheibe Tausender wütender Verbraucher, die ihn des Betrugs beschuldigen. Sind seine Handyversicherungen der Vorwand, um ungerechtfertigte Abbuchungen von den Konten seiner Kunden vorzunehmen? Das Team der Sendung „Envoyé spécial“ des Senders France 2 recherchierte über den Selfmademan, der von seinen Angestellten verehrt und von Verbraucherorganisationen angeprangert wird.

  • Krankenversicherung: Die Carte Vitale wird 2023 digital

    Krankenversicherung: Die Carte Vitale wird 2023 digital

    Im Jahr 2023 wird die elektronische Carte Vitale in ganz Frankreich flächendeckend eingeführt. Es wird möglich sein, die Gesundheitskarte in der Apotheke oder beim Arzt über das Smartphone vorzulegen. Sie ist seit 1998 in den Portemonnaies aller in Frankreich krankenversicherten Personen zu finden: Die Carte Vitale ist der unentbehrliche Nachweis, um in Frankreich medizinische Leistungen in Anspruch nehmen zu können. Nun wird sie wahrscheinlich in Smartphones und andere elektronische Geräte Einzug halten: Ein am 28. Dezember 2022 im Amtsblatt veröffentlichtes Dekret über „Mittel zur elektronischen Identifizierung“ regelt die schrittweise Einführung der „e-carte vitale“ in ganz Frankreich im Jahr 2023. Seit mehreren Jahren schon plant die Regierung eine Digitalisierung der Gesundheitskarte. Dieses Projekt ist Teil eines umfassenderen Vorhabens der Entmaterialisierung der Verwaltungsinstrumente im Zusammenhang mit dem Gesundheitswesen. Im Februar 2022 hat die Krankenversicherung beispie…

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  • Winterreifenpflicht: Beim Verstoss gegen die Vorschriften zahlt Versicherung möglicherweise nicht!

    Winterreifenpflicht: Beim Verstoss gegen die Vorschriften zahlt Versicherung möglicherweise nicht!

    Winterreifen oder Schneeketten: Sich nicht an die Vorschriften zu halten, kann sehr teuer werden. Die Autoversicherungen in Frankreich haben das Recht, bei einem Unfall die Kosten nicht zu übernehmen.

    Die Zeitung La Dépêche du Midi stellte die Frage: Was riskiert man versicherungstechnisch, wenn man diesen Winter in den Bergen ohne die vorgeschriebene Winterausrüstung an seinem Fahrzeug einen Verkehrsunfall hat?

    Aus Sicht der Versicherungen ist die Sache klar. Wenn ein Versicherter nicht über die richtige Ausrüstung verfügt und dadurch einen Unfall oder einen Schaden verursacht, hat die Versicherung das Recht, die Kostenübernahme zu verweigern. Im sinne des Gesetzes, ist der Fahrer in einem solchen Fall im Unrecht und die Versicherer haben daher das Recht, weder die Pannenhilfe noch die Kosten des Schadens zu übernehmen.

    Und das heißt, dass neben der Pannenhilfe, mechanische Schäden oder Schäden an der Karosserie und weitere Selbst- und Drittschäden nicht erstattet werden!

    Abgesehen von einem Bußgeld von 135 € und dem Risiko, dass sein Fahrzeug stillgelegt wird, bringt sich der Fahrer, die Fahrerin auch finanziell in grosse Gefahr, wenn das Fahrzeug nicht den Regeln des Gesetzes gemäss ausgestattet ist. Klar ist, dass die Übernahme der Kosten für Hilfeleistung und Schäden bei Eis und Schnee in den Bergen für die Versicherten keine zusätzlichen Kosten verursacht. Sie ist in allen Versicherungsverträgen enthalten, solange man sich an das Gesetz hält.

    Fachleute weisen ausserdem darauf hin, dass es auch die mangelnde Erfahrung vieler Verkehrsteilnehmer auf verschneiten Straßen Probleme bereitet. Wer nicht an die besonderen winterlichen Straßenverhältnisse gewöhnt ist, kann in Schwierigkeiten kommen, aber eine mangelhafte Ausrüstung des Fahrzeugs führt zu einem noch viel höheren Gefahren- und Risikoniveau.

  • Unwetter: Die Schäden werden immer teurer

    Unwetter: Die Schäden werden immer teurer

    Angesichts der zahlreichen Schäden der starken Gewitter, die am Donnerstag, 23. Juni, über Frankreich hinweggezogen sind, dürften die Kosten beträchtlich sein.

    Gewitter mit starkem Hagel sind über das Hexagon gezogen. Solche Situationen gab es im Frühjahr und Frühsommer 2022 mehr als einmal. Solche Unwetter haben ihren Preis, allein die Schäden zwischen dem 2. und 5. Juni wurde mit 940 Millionen Euro beziffert. Seit Anfang Mai werden die Gesamtkosten der Hagelgewitter auf 1,2 Milliarden Euro geschätzt. Die durch Hagel verursachten Schäden werden meistens von den Versicherungen übernommen, aufgrund der immer grösseren Schäden hohe Summen auszahlen müssen.

    Verschiedene Arten von Schäden
    Die Unwetter brachten Überschwemmungen, aber die größten Schäden verursachten in der Regel die Hagelschauer. Die Reparatur von Dächern ist teuer und kostet fast 130 Euro pro Quadratmeter. Von den 1,2 Milliarden Euro Kosten für die Versicherungen entfallen 410 Millionen auf Hagelschäden bei Häusern und 370 Millionen auf beschädigte Fahrzeuge. „Unbestreitbar wird es einen Zeitpunkt geben, an dem die Versicherer diese Ereignisse nicht mehr bezahlen können, es sei denn, sie erhöhen die Rechnung für die Privatpersonen“, befürchtet ein Versicherer auf dem Sender France 2.

  • Klimakatastrophen: Werden die Versicherungsprämien in die Höhe schnellen?

    Klimakatastrophen: Werden die Versicherungsprämien in die Höhe schnellen?

    Die Zunahme von Unwettern könnte in Frankreich durchaus zu einer Erhöhung der Tarife für Auto- und Hausratversicherungen führen. Die Regierung bittet die Versicherer nun darum, Rücksicht auf die Kaufkraft der Franzosen zu nehmen.

    Das Auto trägt die Spuren der Gewitternacht von Dienstag, dem 21. Juni, auf Mittwoch, den 22. Juni, in Saint-Léger-le-Petit (Cher). Die Karosserie hat den Hagelsturm mit voller Wucht abbekommen. Der Besitzer hatte sein Fahrzeug erst vor einem Monat gekauft. Er hofft nun, dass er sich auf seinen Versicherer verlassen kann. Den Versicherungen zufolge wird es immer teurer werden, solche Schäden zu decken. In den letzten zehn Jahren sind die Tarife in die Höhe geschnellt.

    Versicherer könnten sich weigern, solche Risiken zu decken.
    „Die Prämien für Wohngebäude betrugen 2012 durchschnittlich 218 Euro. Im Jahr 2022 werden sie durchschnittlich 270 Euro betragen, was einem Anstieg von etwa 25% in den letzten zehn Jahren entspricht“, erklärt Delphine Bardou, stellvertretende Generaldirektorin von Réassurez-moi auf dem Sender France 3. Grund dafür sind vor allem Überschwemmungen, Dürren und Stürme, die immer häufiger auftreten. Und das dürfte sich in naher Zukunft noch verstärken und die Rechnung für die Versicherungen noch höher ausfallen lassen. Die Schäden summierten sich zwischen 1989 und 2019 auf 74 Milliarden Euro. Dieser Betrag dürfte sich in den nächsten 30 Jahren fast verdoppeln. Laut Raphaël Vullierme, Generaldirektor der Versicherung LUKO, könnten einige Versicherer in bestimmten Regionen, die anfälliger für klimatische Unwägbarkeiten sind, die Deckung der Risiken vollständig verweigern oder sehr hohe Preise verlangen. Am Donnerstag, dem 23. Mai, wird das Wirtschaftsministerium die Versicherer empfangen. Ziel ist es, die Kaufkraft der Franzosen zu erhalten, indem versucht wird, den Preisanstieg zu begrenzen.

  • Versicherer: Die Unwetter vom 2. bis 5. Juni werden 940 Millionen Euro kosten

    Versicherer: Die Unwetter vom 2. bis 5. Juni werden 940 Millionen Euro kosten

    Die Unwetter zwischen dem 2. und 5. Juni, die in mehreren Regionen Frankreichs grosse Schäden verursachten, werden voraussichtlich 940 Millionen Euro kosten. Dies geht aus einer ersten Schätzung hervor, die der Branchenverband der Versicherer am Mittwoch veröffentlichte.

    Es war die zweite Welle schwerer Unwetter nach derjenigen zwischen dem 20. und 23. Mai, bei der die Schäden auf 323 Millionen Euro geschätzt wurden. Die Gesamtschäden werden nun auf über 1,2 Milliarden Euro in zwei Wochen geschätzt.

    Die Zahlen umfassen Schäden an Häusern (410 Mio. Euro), Autos (370 Mio. Euro), gewerblichen Gütern (90 Mio. Euro) und landwirtschaftlichen Gütern, darunter zerstörte Ernten (70 Mio. Euro), so France Assureurs in der Pressemitteilung.

    Am 12. Juni wurde mehreren Gemeinden im Zentralmassiv, in der Region Ile-de-France und im Südwesten Frankreichs, die durch Überschwemmungen, Hagel oder Schlammlawinen geschädigt wurden, der Status der Naturkatastrophe zuerkannt. Insgesamt waren 65 Departements von den Unwettern betroffen, die einen Toten und 15 Verletzte gefordert hatten.

  • Elektroautos: Warum die Versicherung teuer werden kann in Frankreich

    Elektroautos: Warum die Versicherung teuer werden kann in Frankreich

    Die Kosten für die Versicherung eines Elektrofahrzeugs können laut einer Studie des Versicherungsvergleichsdienstes Lesfurets.com je nach Gesellschaft bis zu 2 Mal so hoch liegen. 

    Die Franzosen fahren mehr und mehr elektrisch. Im Jahr 2020 wurden in Frankreich 110.916 Elektrofahrzeuge verkauft. Verglichen mit den 1,6 Millionen verkauften neuen Verbrennungsmodellen ist dies zwar noch eine kleine, aber eine deutlich wachsende Zahl. Die drei meistverkauften Modelle waren der Renault Zoe, der Peugeot e-208 und das Tesla Model 3.

    Es muss gesagt werden, dass die staatlichen Beihilfen dazu beitragen, den Preis der E-Autos zu senken. In Okzitanien bietet die Region sogar einen „Ökoscheck Mobilität“ für den Kauf eines gebrauchten Elektro- oder wiederaufladbaren Hybridfahrzeugs an. Für den Besitzer sind dann die Kosten für das Aufladen viel niedriger als für eine Tankfüllung. Zu diesen Kosten kommen aber noch die Kosten für die Versicherung hinzu. Und da gibt es Überraschungen!

    Das Versicherungsvergleichsportal Lesfurets.com hat die Tarife von 28 Versicherern analysiert, indem es ein Elektromodell mit einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor ähnlicher Kategorie und desselben Herstellers verglichen hat: einen Renault Zoe mit einem Clio, einen Citroën C-zero mit einem C3 und einen Volkswagen ID.3 mit einem Polo. Der Vergleich basierte auf einem durchschnittlichen Versicherungsnehmerprofil (mit einem Bonus von 72) und einem Vollkasko-Tarif.

    Und das ist das Ergebnis: In jedem Fall ist das Elektromodell teurer als das Modell mit Verbrennungsmotor. Zwischen einem Renault Clio und einem Renault Zoe variiert die Prämie sogar in einem Verhältnis von eins zu zwei zu Gunsten des Verbrenners. Ein Renault Clio 1.0 SCE 65 Life ist zum Beispiel schon für 280 Euro pro Jahr versichert, ein Zoe ZE Intens R110 dagegen erst für 525 Euro. Sogar ein Renault Mégane mit Verbrennungsmotor ist mit 487 € noch günstiger versichert als der kleine Elektro-Zoe.

    Bis zu doppelt so teuer!
    Die Erklärung ist ganz einfach: „Ohne Berücksichtigung der staatlichen Beihilfen oder der Rabatte des Herstellers ist der Listenpreis eines Zoe doppelt so hoch wie der eines Clio, und das gilt auch für die Versicherung“, erklärt Rami Karam, Geschäftsführer der Website Lesfurets.com, gegenüber Le Parisien. Es wird aber dringend empfohlen, die Tarife zu vergleichen, da die Versicherer bei der Berechnung ihres Tarifs mehrere Faktoren berücksichtigen: Herstellerprofil, Vorgeschichte, gewähltes Fahrzeug, Nutzung oder Wohnort.

    Elektromodelle haben jedoch einige Vorteile, die die Versicherer bisher noch nicht berücksichtigen: Der Versicherte fährt weniger Kilometer als mit einem Verbrennungsfahrzeug, er fährt im Allgemeinen langsamer und ein Elektromodell hat weniger Teile als ein Benzinmodell, was die Kosten für Ersatzteile im Falle einer Reparatur nach einem Unfall begrenzt.

  • Covid-19: 300 Millionen Euro an 15.000 Restaurantbesitzer von Axa France ausgezahlt

    Covid-19: 300 Millionen Euro an 15.000 Restaurantbesitzer von Axa France ausgezahlt

    Der Versicherungskonzern Axa gab am Donnerstag bekannt, dass er 15.000 seiner Restaurantkunden Auszahlungen von insgesamt 300 Millionen Euro zukommen lassen wird, um einen Teil ihrer durch Covid-19 entstandenen Verluste aufzufangen.

    „Wir wollen unsere Restaurantkunden nach der Pandemie begleiten, es ist wichtig, Schwierigkeit und juristische Unklarheiten, die wir im Fall der Restaurantbesitzer erlebt haben, jetzt hinter uns zu lassen. Diese Lösung ist keine Entschädigung, sondern eine Transaktion“, sagte Thomas Buberl, CEO der Axa-Gruppe, auf Europe 1 und bestätigte damit einen Bericht in Le Parisien.

    „Wir bieten eine Transaktion für viele Menschen an, die um nichts gebeten haben, sogar Menschen, die (vor Gericht) verloren haben, haben jetzt das Recht auf diese Transaktion“, fügte der Versicherer hinzu.

    1.500 Gerichtsverfahren
    Mehrere hundert Restaurantkunden der Axa haben den Versicherer in den letzten Monaten vor Gericht gebracht, mit gegensätzlichen Entscheidungen, aber insgesamt mit mehr Niederlagen für den Versicherungskonzern. Bislang wurden gegen das Unternehmen rund 1.500 Gerichtsverfahren angestrengt.

    „Ich bedauere alles, was passiert ist, denn wir waren durch ein Missverständnis mit den Restaurantbesitzern zerstritten. Wir haben gesehen, dass die Berufungsgerichte durchaus gegensätzlich entschieden haben. Wir wollen das alles aber jetzt hinter uns lassen“, betonte CEO Thomas Buberl.

    „Axa hat 100 Millionen Kunden, für 15.000 von ihnen legen wir 300 Millionen auf den Tisch, das ist wirklich eine große Summe“, betonte er und präzisierte, dass die Agenten der Gruppe nun vor Ort arbeiten werden, um die Bedürfnisse jedes Kunden zu ermitteln.

    Erste Zahlung ab Juni
    Die ersten Zahlungen sollen ab Juni einsetzen und sich bis Ende September hinziehen, präzisierte gegenüber der Agentur AFP Patrick Cohen, der neue Generaldirektor von Axa Frankreich.

    Mit dem Ausbruch der Covid-19-Krise mussten viele Geschäfte und Hotel- und Gaststättenbetriebe wegen der Gesundheitsmaßnahmen monatelang schließen.

    Diejenigen, die gehofft hatten, dass ihre geschäftlichen Verluste von ihren Versicherern gedeckt würden, erlebten eine bittere Enttäuschung, da die meisten Versicherer erklärten, dass sie Verluste im Zusammenhang mit eine Pandemie nicht abdecken würden. Eine solche Interpretation der Verträge und des Kleingedruckten wurde insbesondere von Restaurantbesitzern vielfach angefochten.