Schlagwort: Versicherung

  • Klima: Axa Frankreich hat 2023 etwa 400 Millionen Euro für „Klimaschäden“ aufgewendet

    Klima: Axa Frankreich hat 2023 etwa 400 Millionen Euro für „Klimaschäden“ aufgewendet

    Das bedeutet einen Anstieg von „30-40%“ im Vergleich zum Durchschnitt der zehn vorangegangenen Jahre.
    „Die Kosten werden weiter wachsen. Das ist unvermeidlich. Es wird leider immer mehr Naturkatastrophen geben“, sagt Guillaume Borie, Generaldirektor von Axa France.

    „Im Jahr 2023 haben wir etwa 400 Millionen Euro für die Übernahme von Klimaschäden ausgegeben“, sagte Guillaume Borie, Generaldirektor von Axa France, am Montag, dem 19. Februar, im französischen Nachrichtensender Franceinfo. Das sind „30 bis 40% mehr als der Durchschnitt der zehn vorangegangenen Jahre“, fügte Borie hinzu. Die Stürme Ciaran und Domingos, Folgen des Klimawandels, trafen Ende 2023 auf Frankreich. Die Region Pas-de-Calais war von beeindruckenden Überschwemmungen betroffen. „Insgesamt gibt es bei diesen drei Ereignissen mehr als 40.000 Kunden, die direkt von Axa betreut wurden“, so Guillaume Borie.

    „Das wird sich exponentiell entwickeln, es wird weiter wachsen. Das ist unvermeidlich. Es wird leider immer mehr Naturkatastrophen geben“. Um dem zu begegnen, „müssen wir gemeinsam konkrete Lösungen zur Prävention und Begleitung finden, um uns an diese Realität, die der Klimawandel darstellt, anzupassen“. Wie weit werden die Versicherungsgesellschaften die Folgen dieser Katastrophen abdecken können: Wenn wir die richtigen Anpassungsmaßnahmen vornehmen, wenn wir weiterhin unsere Kohlenstoffemissionen reduzieren, um die Auswirkungen der globalen Erwärmung zu begrenzen, könnte die Welt „versicherbar bleiben“, bekräftigt Guillaume Borie.

    Beitragserhöhung zur Finanzierung der Naturkatastrophen
    Guillaume Borie warnt, dass die Beiträge „bei Axa und den anderen“ Versicherern steigen werden, um die Risiken von Naturkatastrophen abzudecken, die immer häufiger auftreten werden. Aber Borie sagt auch: „Man sollte niemand in Panik zu versetzen, denn es ist nur ein kleiner Teil der Prämie, der für diese Schadensfälle verwendet wird. In einer Prämie für eine Hausratversicherung macht das ein paar Euro pro Monat aus“.

    Guillaume Borie begrüßte die Entscheidung der französischen Regierung, das Beitragsniveau zur Finanzierung von Naturkatastrophen anzuheben: „Das muss unbedingt dauerhaft eingeführt werden. Insgesamt sind das im Durchschnitt für einen Wohngebäudeversicherungsvertrag etwa 15 Euro mehr pro Jahr“, erklärt Borie. „Dank dessen haben wir ein weltweit einzigartiges System, das bewirkt, dass die Versicherten im Falle von Überschwemmungen, im Falle von Dürren perfekt abgesichert sind“, betonte er. Ab dem 1. Januar 2025 wird der Beitragssatz für Naturkatastrophen bei Sachversicherungsverträgen für Wohn- und Gewerbeimmobilien von 12 % auf 20 % angehoben.

  • Cyberangriff: Daten von mehr als 33 Millionen Versicherten in Frankreich gestohlen

    Cyberangriff: Daten von mehr als 33 Millionen Versicherten in Frankreich gestohlen

    Der Zivilstand, die Sozialversicherungsnummer und Informationen über die Krankenversicherung wurden gestohlen, wie am Mittwoch bekannt wurde. Bank- oder medizinische Informationen sollen hingegen nicht zu den gestohlenen Daten gehören.

    Jeder zweite in Frankreich Versicherte ist betroffen. Mehr als 33 Millionen Sozialversicherte bei den Anbietern Viamedis und Almerys waren Ende Januar von einem Hackerangriff betroffen. Die Nationale Kommission für Informatik und Freiheiten (Cnil) gab auf ihrer Website bekannt, dass sie am Mittwoch, den 7. Februar eine Untersuchung eingeleitet hat. Die Cnil spricht von einer Operation von „großem Ausmaß“. Sie wurde von den beiden betroffenen Unternehmen über den Hackerangriff informiert. Viamedis und Almerys haben die Aufgabe, die Drittzahlerregelung der Gesundheitskomplementäre zu verwalten.

    Ein Verstoß von außergewöhnlichem Ausmaß
    Der Angriff erfolgte über den Diebstahl von Benutzerkennungen und Passwörtern von Angehörigen der Gesundheitsberufe. Viamedis hatte am 1. Februar Alarm geschlagen und die anderen auf Drittzahler spezialisierten Unternehmen gewarnt. Viamedis versicherte, dass man die Verwaltungsplattform nach der Entdeckung des Cyber-Anfriffs sofort abgeschaltet habe, was die Versicherten jedoch nicht daran hindere, weiterhin die Drittzahlerregelung in Anspruch zu nehmen. Viamedis Generaldirektor Christophe Candé erklärte, es habe sich nicht um einen Ransomware-Angriff gehandelt (eine Malware oder ein Virus, die/der den Zugang blockiert, solange kein Geld als Gegenleistung gezahlt wurde).

    Einige Tage später gab Almerys bekannt, dass men ebenfalls einen Einbruch in das System festgestellt hatte. Almerys stellte klar, dass das zentrale Informationssystem nicht angegriffen worden war. Nur sein „Portal für Angehörige der Gesundheitsberufe“ sei betroffen und sofort geschlossen worden, erklärte das Unternehmen. Die anderen großen Plattformen für Drittzahler scheinen nicht betroffen zu sein.

    „Bei den betroffenen Daten handelt es sich für die Versicherten und ihre Familien um den Zivilstand, das Geburtsdatum und die Sozialversicherungsnummer, den Namen des Krankenversicherers sowie die Garantien des abgeschlossenen Vertrags“, schreibt die Cnil in ihrer Pressemitteilung. „Daten wie Bankinformationen, genaue medizinische Daten, Gesundheitsrückerstattungen, postalische Angaben, Telefonnummern oder auch E-Mails sind von dem Detendiebstahl nicht betroffen“, ergänzt die Kommission. „Es ist das erste Mal, dass es einen Angriff in diesem Ausmaß gibt“, versicherte Yann Padova, ein auf den Schutz digitaler Daten spezialisierter Anwalt und ehemaliger Generalsekretär der Cnil, am Donnerstag auf dem Sender Franceinfo. Seiner Meinung nach handelt es sich um „die größte Sicherheitslücke in Frankreich“.

    Schwer zu erkennen, welche Versicherten von dem Angriff betroffen sind.
    In ihrer Stellungnahme erklärte die Cnil, sie könne nicht feststellen, ob eine Person betroffen sei oder nicht, da Viamedis und Almerys nur als Vermittler zwischen den Angehörigen der Gesundheitsberufe und den Zusatzversicherungen fungierten. Die Behörde forderte die Zusatzversicherungen, die auf diese beiden Gruppen zurückgreifen, auf, alle ihre betroffenen Versicherten „individuell und direkt“ zu informieren, und kündigte an, dass sie dafür sorgen werde, dass dies „so schnell wie möglich“ geschehe.

    Nach Ansicht von Cybersicherheitsexperten, haben die gestohlenen Daten an sich keinen großen Wert. „Es müsste auch mindestens eine E-Mail und eine Telefonnummer dabei sein“, damit sie es ermöglichen, größeren Schaden anzurichten. Tamim Couvillers, Analyst bei der Cybersicherheitsfirma Vade, warnt jedoch, dass die Daten „schnell mit anderen Dateien abgeglichen“ und für zukünftige Cyberangriffe verwendet werden können. „Die Sozialversicherungsnummer eines Opfers zu haben, kann einer Phishing-E-Mail Glaubwürdigkeit verleihen“.

    Viamedis reichte bei der Staatsanwaltschaft eine Anzeige ein. „Angesichts des Ausmaßes der Verletzung“ wird die Cnil „sehr schnell Untersuchungen durchführen“, insbesondere „um festzustellen, ob die Sicherheitsmaßnahmen, die vor dem Vorfall und als Reaktion darauf umgesetzt wurden, im Hinblick auf die Verpflichtungen der allgemeinen Datenschutzverordnung angemessen waren“, erklärte Viamedis Präsidentin Marie-Laure Denis.

  • Überschwemmungen im Norden Frankreichs: Versicherer zahlten bereits im November über 60 Millionen Euro aus

    Überschwemmungen im Norden Frankreichs: Versicherer zahlten bereits im November über 60 Millionen Euro aus

    Der Berufsverband France Assureurs bestätigte am Montag außerdem, dass Haushalte, die im Januar erneut betroffen sind, nicht zweimal den vertraglichen Selbstbehalt tragen müssen.

    Die Versicherer haben bis Ende Dezember bereits „mehr als 60 Millionen Euro“ an die Geschädigten der Novemberüberschwemmungen in der Region Hauts-de-France ausgezahlt, wie France Assureurs am Montag, dem 8. Januar, mitteilte. Dies entspricht „im Durchschnitt einer Anzahlung von 2.600 Euro pro geschädigtem Versicherten“, so der Verband.

    France Assureurs bestätigte auch, dass Haushalte, die im Januar erneut vom Hochwasser betroffen waren, die vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung nicht zweimal tragen müssen. Wirtschaftsminister Bruno Le Maire hatte dies bereits angekündigt.

    Nach den Überschwemmungen im November, die mehrere hundert Gemeinden im Norden Frankreichs in Mitleidenschaft gezogen hatten, „wurden bis Ende Dezember 2023 98% der Expertenbesuche ausgeführt“, so die Organisation. Die Caisse centrale de réassurance hatte Ende November die Kosten der Überschwemmungen, die im Rahmen des Naturkatastrophenregimes in der Region Hauts-de-France übernommen wurden, auf etwa 550 Millionen Euro geschätzt, wovon sie mindestens die Hälfte selbst tragen muss. Wirtschaftsminister Bruno Le Maire erklärte am Sonntag, dass „50 % der im November Geschädigten vollständig entschädigt worden sind“.

  • Frankreich: Carrefour bietet eine neuartige Versicherung zur Erhaltung der Kaufkraft an

    Frankreich: Carrefour bietet eine neuartige Versicherung zur Erhaltung der Kaufkraft an

    Die Carrefour-Gruppe führt eine neuartige Versicherung ein, mit der die Versicherten auch dann weiter einkaufen können, wenn besondere Lebensumstände zu einem Kaufkraftverlust führen.

    Für die Unfälle des Lebens gewappnet sein und auch bei einem schweren Schicksalsschlag und damit einem plötzlichen Verlust der Kaufkraft weiter einkaufen können? Dies soll der neue Service, den der Einzelhandelsriese Carrefour in Partnerschaft mit CNP Assurances anbietet, leisten.

    Diese Kaufkraftgarantie, wie der Carrefour die Versicherung nennt, gibt es in mehreren Formeln. Zunächst gibt es die Option „course protect“, für die eine monatliche Gebühr von 2,90 € bis 3,90 € zu entrichten ist. Im Falle einer Arbeitsunfähigkeit oder eines Arbeitsplatzverlustes erhält der Versicherte dann jeden Monat Einkaufsgutscheine in Höhe von 75 bis 150€. Bei schwerer Invalidität oder Verlust der Selbstständigkeit ist ebenfalls eine Entschädigung von 500€ vorgesehen.

    Carrefour bietet ausserdem ein weiteres Deckungssystem an, das zwar teurer ist, aber mehr Entschädigungen bietet, nämlich zwischen 300 und 500 € pro Monat. Es handelt sich um die Optionen „budget protect’“, die 5,90€ bis 8,90€ pro Monat kostet. Diese Versicherung sieht auch eine „Entschädigung von 1000 € im Falle einer schweren Behinderung oder des Verlusts der Selbstständigkeit vor, um bei Schwierigkeiten, die sich auf das Haushaltseinkommen auswirken, einkaufen und seine Ausgaben begleichen zu können“, so der Einzelhändler in seiner Pressemitteilung.

    Diese Versicherungsangebote richten sich an Personen zwischen 18 und 80 Jahren. Berechtigt sind Studierende, Arbeitnehmer im privaten und öffentlichen Sektor, Selbstständige und Rentner.

    Carrefour gibt außerdem an, einen „Inflationsbooster“ in die Garantie eingebaut zu haben. Das heißt, dass die Höhe der Einkaufsgutscheine und der Entschädigungen bis zu 10 % nach oben angepasst wird, wenn die Inflation zwischen dem Jahr der Zeichnung und dem Eintritt des Schadensfalls ansteigt.

  • Versicherer schätzen Kosten der Überschwemmungen in Nordfrankreich auf 550 Millionen Euro

    Versicherer schätzen Kosten der Überschwemmungen in Nordfrankreich auf 550 Millionen Euro

    Rückversicherer haben die vorläufigen Kosten der Schäden veröffentlicht, die im Rahmen der Naturkatastrophenregelung in der Region Hauts-de-France, die seit mehr als zwei Wochen von wiederholten Überschwemmungen betroffen ist, übernommen werden.

    Es ist nur eine erste Schätzung, die sicher noch nach oben korrigiert werden wird. Diese 550 Millionen Euro werden im Rahmen des öffentlich-privaten Systems der sogenannten „Cat Nat“, der Naturkatastrophen, übernommen. Die Rechnung wird zunächst von den privaten Versicherern beglichen und anschließend wird ihnen die Hälfte von der Caisse centrale de réassurance, an der der Staat zu 100 % beteiligt ist, erstattet. Laut dem Generaldirektor des größten staatlichen Rückversicherers Frankreichs, Édouard Vieillefond, waren die Überschwemmungen ein „außergewöhnliches“ Ereignis, was die Größe der betroffenen Gebiete angeht. Der Wasserstand in diesen Gebieten, die größtenteils schon an wiederkehrende Überschwemmungen gewöhnt sind, war noch nie zuvor so hoch.

    Diese Summe von 550 Millionen Euro für die Departements Nord und Pas-de-Calais zusammengenommen kommt zu den Gesamtkosten anderer Schadensfälle hinzu, für die die Versicherungen aufkommen, wie Erdbeben, Dürren etc. Für die Caisse centrale de réassurance belaufen sich die Gesamtkosten aller Schäden in diesem Jahr auf über eine Milliarde Euro, was in etwa der Höhe der Einnahmen durch von den Kunden gezahlten Versicherungsprämien entspricht. Das spezielle Versicherungssystem für Naturkatastrophen war in den letzten sechs Jahren sogar defizitär und musste auf Reserven zurückgreifen. Heute wirft das chronische Defizit des staatlichen Rückversicherungssystems die Frage auf, wie es künftig finanziert werden muss, um über die Runden zu kommen. Es befinden sich nur noch zwei Milliarden Euro in den Kassen, gegenüber viereinhalb Milliarden im Jahr 2016.

    Jedes Jahr werden Erhöhungen der Versicherungstarife angekündigt, aber die häufigeren und immer verheerenderen Wetterereignisse und die Aussichten auf die globale Erwärmung erhöhen die Rechnung nochmal kräftig. Der Berufsverband France Assureurs will einen Aufschlag von 18 % für die „Cat Nat“-Versicherung, und es soll sogar von 22 % bis zum Jahr 2050 die Rede sein.

    Diese Forderungen der Versicherungen werden so lange bestehen bleiben, solange in den Gebieten, die am stärksten von Überschwemmungen und Klimawandel betroffen sind, Baugenehmigungen erteilt werden. Die Situation erfordert eine politische Entscheidung, die trotz der offensichtlichen Entwicklung der Situation und der Dringlichkeit auf sich warten lässt.

  • Versicherer schätzen Schäden der Unruhen von Anfang Juli auf 730 Millionen € – 80 Millionen mehr als angekündigt

    Versicherer schätzen Schäden der Unruhen von Anfang Juli auf 730 Millionen € – 80 Millionen mehr als angekündigt

    Nach Angaben des Versicherungsverbands entfallen 90% der Kosten auf Schäden an gewerblichen Objekten und lokalem Behördeneigentum.

    Die Rechnung für die Versicherungsgesellschaften steigt um 80 Millionen Euro. France Assureurs kündigte am Mittwoch, dem 6. September, eine Neubewertung der Kosten für Schäden im Zusammenhang mit den Unruhen nach dem Tod des 17-jährigen Nahel Ende Juni und Anfang Juli, an. Die im Juli auf rund 650 Millionen Euro bezifferte Schadenssumme beläuft sich nach Angaben des Versicherungsverbands nun vielmehr auf 730 Millionen Euro.

    Schäden an gewerblichen Objekten und lokalen Behörden machen laut der neuesten Bestandsaufnahme mehr als 90% der Gesamtkosten aus. Insgesamt wurden von France Assureurs 15.600 Schadensfälle im Zusammenhang mit den Krawallen gezählt.

    „Diese Neubewertung der Schäden im Zusammenhang mit den gewalttätigen Unruhen und Protesten Ende Juni bestätigt den hohen Tribut, den die lokalen Gebietskörperschaften und ihre Versicherer für diese Krawalle zahlen mussten“, erklärt die Präsidentin des Verbandes, Florence Lustman. Die Fristen für die Meldung von Schadensfällen wurden auf Wunsch von Wirtschaftsminister Bruno Le Maire verlängert. Der Versicherungsverband hatte seine Mitglieder außerdem aufgefordert, die Selbstbeteiligungen für „kleine unabhängige Händler, die am härtesten von den städtischen Gewalttätigkeiten betroffen sind“, zu reduzieren.

    Zur Erinnerung: Der 17-jährige Nahel Merzouk wurde am Morgen des 27. Juni 2023 nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei im Pariser Vorort Nanterre von einem Polizisten erschossen. Der Jugendliche wurde erschossen, nachdem er sich einer polizeilichen Aufforderung widersetzt hatte. Der Tod des jungen Nahel durch eine Polizeikugel führte zu wochenlangen gewalttätigen Protesten und Auseinandersetzungen mit den Ordnungskräften in nahezu allen Städten Frankreichs.

  • Im Alter von 102 Jahren kündigt die Versicherung ihre Sterbegeldversicherung nach 35 Jahren Beitragszahlung

    Im Alter von 102 Jahren kündigt die Versicherung ihre Sterbegeldversicherung nach 35 Jahren Beitragszahlung

    Nachdem sie 35 Jahre lang brav ihre Beiträge gezahlt hatte, wurde der Versicherungsvertrag der 102-jährigen Jacqueline von ihrer Versicherungsgesellschaft jetzt gekündigt. Der Grund: das zu hohe Alter der Versicherten.

    Im November 1986 hatte Jacqueline, damals 65 Jahre alt, eine „Todesfallversicherung“ abgeschlossen. „All das, um ihr drei Jahrzehnte später die Garantie zu entziehen! Das ist eine Schande“, empört sich ihr Enkel Nicolas in der Zeitung Le Parisien.

    Seitdem ihr Vertrag im Oktober 2021 gekündigt wurde, besitzt die heute 102-jährige Jacqueline keine Sterbeversicherung mehr. Diese hätte es ihren Angehörigen ermöglicht, ein bei ihrem Tod ausgezahltes Kapital für die Beerdigungskosten in Anspruch nehmen zu können.

    Die Versicherungsgesellschaft möchte sich nicht speziell zu Jacquelines Situation äußern, verteidigt sich aber gegenüber den Journalisten von Le Parisien: „Wir haben Bedingungen in unsren Verträgen. Wie bei vielen anderen Versicherern muss auch bei uns eine Sterbeversicherung vor dem 70. Lebensjahr abgeschlossen werden, mit einer Deckung bis zum 80. Lebensjahr.“

    In den Augen der Versicherungen deckt eine Sterbeversicherung einen unerwarteten Tod ab, aber ab einem bestimmten Alter sind die Versicherer der Ansicht, dass das Risiko zu groß wird. Jacqueline hat über 35 Jahre hinweg insgesamt rund 8.785 Euro eingezahlt, eine Summe, die seit der Kündigung ihres Vertrags verloren ist.

    Im Moment ist die Situation zwischen Jacqueline und dem Versicherer Malakoff Humanis festgefahren, obwohl der Ombudsmann der Mutualité Française eingeschaltet wurde. Ihr Enkel überlegt nun, ob er das Unternehmen gerichtlich verklagen soll, „aber angesichts des fortgeschrittenen Alters meiner Großmutter wäre ein Gerichtsverfahren zu langwierig und zu mühsam“, meint Nicolas und fügt hinzu: „Der Versicherer weiß das und nutzt die Situation aus“.

  • Unruhen nach dem Tod von Nahel: Der Schaden für die Versicherer beläuft sich auf 650 Millionen Euro

    Unruhen nach dem Tod von Nahel: Der Schaden für die Versicherer beläuft sich auf 650 Millionen Euro

    Schäden an gewerblichem Eigentum machen 55% der 650 Millionen Euro aus, und Schäden an Eigentum von Gebietskörperschaften 35%. Die Schäden im Zusammenhang mit den Unruhen nach dem Tod des 17-jährigen Nahel, der am 27. Juni in Nanterre von einem Polizisten erschossen wurde, werden die Versicherer 650 Millionen Euro kosten, schätzte der Berufsverband am Dienstag, dem 11. Juli, und damit mehr als doppelt so viel wie die 280 Millionen Euro, die noch letzte Woche geschätzt wurden. Neun Zehntel „der Kosten dieser gewalttätigen Unruhen betreffen die 3.900 geschädigten Gewerbetreibenden und Gebietskörperschaften“, erklärte die Präsidentin von France assureurs, Florence Lustman, in einer Pressemitteilung. 11.300 Schadensmeldungen Der Rest betrifft hauptsächlich Schäden, die Privatpersonen an ihren Privatfahrzeugen erlitten haben. Der Verband zählt 11.300 Schadensmeldungen im Zusammenhang mit den Gewalttätigkeiten nach dem Tod des 17-jährigen Nahel, der am 27. Juni bei einer Verkehrskontrolle in…

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  • Zahl der Unfälle mit Personenschaden durch Fahrer ohne Versicherung ist in fünf Jahren um 44% gestiegen

    Zahl der Unfälle mit Personenschaden durch Fahrer ohne Versicherung ist in fünf Jahren um 44% gestiegen

    Der Fonds de garantie des victimes (Garantiefonds für Unfallopfer) startet am Mittwoch eine Präventionskampagne rund um das Thema Fahren ohne Versicherung. Jeder zweite nicht versicherte Fahrer ist unter 30 Jahre alt.

    Die Zahl der Fahrer ohne Versicherung, die in Unfälle mit Personenschaden verwickelt sind, ist zwischen 2017 und 2022 um 44% gestiegen. Dies geht aus einer Berechnung hervor, die der Fonds de garantie des victimes am Mittwoch, dem 7. Juni, veröffentlicht hat. Diese Einrichtung dient insbesondere dazu, Opfer von Verkehrsunfällen zu entschädigen, wenn der gegnerische Fahrer keine Versicherung hatte. Im Jahr 2022 verklagte der Garantiefonds 15.000 Unfallverursacher auf Beträge, die leicht jeweils mehrere Hunderttausend Euro übersteigen können.

    Einer von zwei nicht versicherten Fahrern ist jünger als 30 Jahre. Mehr als 40 % der jungen Menschen, die in einen Unfall verwickelt sind, haben nicht einmal einen Führerschein, stellt der Garantiefonds fest, der am Mittwoch, den 7. Juni, ebenfalls eine neue Präventionskampagne startet. Ihr Slogan: „Ohne Versicherung zu fahren ist die schlimmste aller Wetten“. Der Fonds fordert mehr Aufklärung, verstärkte Kontrollen und günstigere Versicherungen für junge Menschen.

    Die Zahl der Opfer von Verkehrsunfällen, für die der Fonds de garantie des victimes aufkommen musste, stieg im Jahr 2022 um 3,5 %. Er entschädigte 8.443 Opfer und die Angehörigen von 157 Verstorbenen. Die aufgewendete Summe belief sich auf 107 Millionen Euro.

  • Frankreich: Was sich ab dem 1. Juni 2023 ändern wird

    Frankreich: Was sich ab dem 1. Juni 2023 ändern wird

    Jeder neue Monat bringt eine Reihe von Änderungen mit sich. Gas, Versicherungen, Steuern – das wird sich am 1. Juni 2023 ändern.

    Gaspreise vergleichen, Versicherungen kündigen, Ihre Steuererklärung abgeben – am 1. Juni 2023 ändern sich für französische Haushalte mehrere Dinge.

    Neuer Referenzpreis für Gas
    Die alten regulierten Gastarife von Engie (TRV) laufen aus. Die Commission de régulation de l’énergie (CRE) hat aufgrund des Endes des regulierten Gastarifs am 30. Juni 2023 ihren ersten Referenzpreis in 2023 für Gas veröffentlicht. Ziel ist es, den 12 Millionen Haushalten dabei zu helfen, den Tarif zu wählen, der am besten zu ihrem Verbrauch und ihrem Budget passt.

    Abgabe einer Immobilienerklärung
    Zum ersten Mal müssen französische Steuerpflichtige bis zum 30. Juni 2023 zusätzlich zu ihrem Einkommen auch ihre Immobilien angeben. Der Juni ist also der letzte Monat, in dem diese Steuererklärung abgeben werden kann. Auch wenn das Finanzamt in diesem Jahr keine Strafen, sondern nur Mahnungen vorsieht, droht Ihnen in Zukunft ein Bußgeld von 150 € pro Immobilie, die nicht bis zum Stichtag angemeldet wurde. Die Meldung von Immobilien folgt auf die am 1. Januar 2023 in Kraft tretende Verpflichtung, das Finanzamt über den Belegungsstatus von Wohnungen und Häusern zu informieren.

    Leichtere Kündigung von Versicherungsverträgen
    Ein Gesetz, das diejenigen freuen wird, die sich bei der Kündigung ihrer Versicherung die Haare raufen. Die neue Verwaltungsvorschrift, die am 1. Juni in Kraft tritt, sieht einen Grundsatz der Symmetrie vor. Kurz gesagt: Der Versicherer muss seinen Kunden eine Möglichkeit zur Kündigung anbieten, die genauso einfach ist wie der Abschluss der Versicherung. Wer eine Versicherung innerhalb von fünf Minuten auf einer Website abgeschlossen hat, muss auf die gleiche Weise kündigen können. Das Gesetz soll nicht nur den Ärger bei der Kündigung verhindern, sondern auch den Wettbewerb fördern, um die Preise für Versicherungen zu senken.