Schlagwort: Vermisst

  • Ein Feuer, ein verschwundener Junge – und ein Fund, der alles verändert

    Ein Feuer, ein verschwundener Junge – und ein Fund, der alles verändert

    Was zunächst wie ein alltäglicher Brand auf dem Land wirkte, hat sich binnen weniger Stunden in ein bedrückendes Drama verwandelt. Im beschaulichen Campbon, einer Gemeinde in der Loire-Atlantique, liegt der Geruch von Rauch noch in der Luft, während sich zugleich eine viel schwerere Frage aufdrängt: Was genau geschah in diesem niedergebrannten Hangar? Der Sonntag beginnt unspektakulär. Drei Jugendliche sind mit dem Fahrrad unterwegs, irgendwo zwischen Feldern, wie man das eben macht, wenn der Tag lang ist und die Langeweile drückt. Ein Zwischenstopp an einem landwirtschaftlichen Gebäude, gefüllt mit Heuballen. Dann das Spiel mit Feuerwerkskörpern. Ein Moment, vielleicht ein kurzer Leichtsinn – und plötzlich steht alles in Flammen. So schnell geht das. Wer je einen Heuballen hat brennen sehen, weiß, dass sich daraus binnen Minuten ein Inferno entwickeln kann. Trockenes Material, dichter gepackt, kaum zu kontrollieren. Die Flammen greifen um sich, fressen sich durch das Gebäude, als hätt…

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  • Der Tod von Tyah: Was über das Schicksal einer 16-Jährigen aus der Gironde bekannt ist

    Der Tod von Tyah: Was über das Schicksal einer 16-Jährigen aus der Gironde bekannt ist

    Es ist ein stiller Park oberhalb der Garonne, ein Ort, an dem Spaziergänger normalerweise Luft holen, den Blick schweifen lassen, den Kopf frei bekommen. Am 29. Januar jedoch endet ein solcher Spaziergang im Parc de l’Ermitage in Lormont mit einem Schock, der weit über die Region hinaus nachhallt. Ein Mann entdeckt dort den leblosen Körper einer 16-jährigen Schülerin. Es ist Tyah, mit vollem Namen Hatyce Tyah Halidi Selemani, seit Mitte Januar vermisst. Die Staatsanwaltschaft von Bordeaux teilt kurz darauf mit, dass das Mädchen erhängt aufgefunden wurde. Eine Autopsie soll klären, was genau in den Tagen zwischen ihrem Verschwinden und dem Fund geschehen ist. Noch herrscht Zurückhaltung, die Ermittlungen laufen, jedes Wort wird abgewogen. Doch für Familie, Freunde und Mitschülerinnen ist bereits jetzt nichts mehr wie zuvor. Tyah war Schülerin der Première am Lycée Pape-Clément in Pessac. Am 12. Januar kehrte sie mittags nach Hause zurück, um zu essen. Danach verliert sich ihre Spur. Sie…

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  • Entführt am frühen Abend – Frankreich sucht fieberhaft nach dem 13-jährigen Rayan

    Entführt am frühen Abend – Frankreich sucht fieberhaft nach dem 13-jährigen Rayan

    Ein Kind verschwindet – und das Land hält den Atem an.
    Am Montagabend, 20. Oktober 2025, kurz nach 18 Uhr, wird in Panazol, einer ruhigen Kleinstadt östlich von Limoges, ein 13-jähriger Junge entführt. Sein Name: Rayan.
    Was zunächst wie ein tragischer Einzelfall wirkt, entwickelt sich über Nacht zu einem großangelegten Notfall. Am Dienstagmorgen schlägt das französische Justizministerium Alarm – und aktiviert das nationale „Alerte Enlèvement“-System.

    Die Bevölkerung ist aufgerufen, mit wachem Blick unterwegs zu sein.

    Ein sensibler Fall – und ein Wettlauf gegen die Zeit

    Rayan ist kein Kind, das man sich einfach wegschnappen kann – möchte man meinen.
    Der schlanke Junge, 1,52 Meter groß, braune Augen, braune Haare, trägt eine auffällige schwarze Brille. Er ist bekleidet mit einem hellgelben Sweatshirt, einer beigefarbenen Cargohose und weißen Nike-Sneakern mit rotem Logo. Und: Er ist schwer an Diabetes erkrankt. Eine Erkrankung, die ihn auf regelmäßige medizinische Versorgung angewiesen macht.

    Ein Detail, das den Fall zusätzlich dramatisch macht. Denn ohne die nötige Behandlung kann sein Zustand schnell lebensbedrohlich werden.

    Was ist geschehen? Wer steckt dahinter?

    Die Verdächtigen – ungewöhnlich auffällig gekleidet

    Zwei Personen rücken in den Fokus der Ermittler.
    Eine Frau im Alter zwischen 25 und 30 Jahren, von kräftiger Statur, langen schwarzen Haaren. Was sie trug, bleibt im Gedächtnis: einen knallblauen Bademantel und eine weiße Pyjamahose mit Mustern. Ungewöhnliche Kleidung für den öffentlichen Raum – erst recht am frühen Abend.

    Begleitet wurde sie von einem Mann mit durchschnittlicher Statur, ebenfalls auffällig: schwarze Jogginghose, schwarzes Sweatshirt mit weißem Nike-Logo, schwarze Baseballkappe.

    Ein skurriles Duo – aber gerade deshalb leicht wiederzuerkennen.

    Das Entführungsszenario – viele Fragen, wenige Antworten

    Wie kam es zur Tat? Wurde Rayan gezielt ausgewählt?
    Gab es eine Beziehung zwischen dem Kind und den Verdächtigen? Oder handelt es sich um eine Entführung durch bislang Unbekannte, ohne familiären oder sozialen Bezug?

    Noch sind das Spekulationen.

    Klar ist nur: Die Behörden stufen die Gefahr als hoch ein. Denn das Kind ist nicht nur minderjährig – sondern auch akut gefährdet. Die Aktivierung der „Alerte Enlèvement“ ist in Frankreich streng reguliert. Sie wird nur dann ausgelöst, wenn alle Kriterien erfüllt sind: eine bestätigte Entführung, konkrete Gefahr für das Leben oder die Gesundheit des Kindes – und ein Ansatzpunkt für die Öffentlichkeit, helfen zu können.

    Die Macht der Öffentlichkeit – und der Appell an uns alle

    Genau hier kommt die Bevölkerung ins Spiel.
    Denn dieser Alarm ist kein bloßer Hinweis – er ist ein landesweiter Aufruf zum Handeln. Radiosender unterbrechen ihr Programm. Bahnhöfe, Autobahnen, Flughäfen – überall leuchten jetzt die Warnmeldungen. Das Foto des Jungen, seine Beschreibung, die Hinweise auf die Verdächtigen. Jeder Blick könnte der entscheidende sein.

    Aber: Wer das Kind sieht, soll keinesfalls selbst eingreifen.
    Sofort die Polizei verständigen – unter der Notrufnummer 197. Auch per Mail kann man Hinweise übermitteln.

    Eine Gesellschaft hält inne – und hofft

    Entführungen wie diese sind in Frankreich selten. Und gerade deshalb so erschütternd.
    Der Fall Rayan trifft einen Nerv – vielleicht, weil das Bild des Jungen mit Brille und Sweatshirt so normal wirkt. Vielleicht, weil man weiß, wie empfindlich sein Zustand ist. Vielleicht, weil es einfach unvorstellbar scheint, dass ein Kind am helllichten Tag verschwindet – und niemand etwas verhindern kann.

    Doch in diesen Stunden zählt nur eines: dass er gefunden wird. Schnell. Unversehrt. Und lebendig.

    Eine Frage bleibt hängen: Was treibt Menschen zu so einer Tat?

    Autor: C.H.

  • Tragödie hinter verschlossenen Türen – Wie eine 91-Jährige in ihrer Seniorenresidenz verschwand und starb

    Tragödie hinter verschlossenen Türen – Wie eine 91-Jährige in ihrer Seniorenresidenz verschwand und starb

    Fünf Tage lang herrschte Ungewissheit. Fünf Tage lang suchten Familie, Polizei, Feuerwehr und sogar Spürhunde nach einer 91-jährigen Frau, die aus ihrer Seniorenresidenz in Colmar verschwunden war. Was dann geschah, wirft nicht nur ein Schlaglicht auf einen erschütternden Einzelfall – sondern auf die grundsätzliche Frage: Wie sicher sind alte Menschen in den Einrichtungen, die ihnen eigentlich Schutz bieten sollen? Die Alarmuhr – und das große Versagen Es ist der 26. Juli, als die Bewohnerin der Anlage „Les Jardins d’Arcadie“ nicht mehr gesehen wird. Ihre Uhr – ein modernes Gerät mit Alarmfunktion – schlägt Alarm. Doch sie hat keinen GPS-Tracker. Was wie ein kleines technisches Detail klingt, wird bald zum tragischen Knackpunkt. Denn trotz intensiver Suche bleibt die Frau verschwunden. Tagelang. Die Polizei durchkämmt das Gebäude, Feuerwehr und Familie schließen sich an, eine Hundestaffel wird hinzugezogen. Ergebnislos. Und dann, am 31. Juli, findet ein Nachtwächter die Leiche. In eine…

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  • Tragödie bei Gravelines: Drei Cousins von gefährlicher Meerströmung mitgerissen

    Tragödie bei Gravelines: Drei Cousins von gefährlicher Meerströmung mitgerissen

    Ein einziger Augenblick – und plötzlich wendet sich ein harmloser Angelausflug zum Albtraum. Samstag, 2. August 2025, am Meer bei Gravelines – drei Kinder aus einer Familie fischen gemeinsam an der Jetée des Huttes, einem gut erreichbaren, aber rutschigen Ort mit tückischen Strömungen. Für die 10‑, 12‑ und 13‑jährigen Schüler sollte es ein schöner Nachmittag werden. Gegen 16 Uhr verlieren sie den Halt. Innerhalb von Sekunden holt sie die Strömung ein. Zwei der Cousins kämpfen sich ans Ufer zurück – völlig erschöpft, leicht verletzt. Den dritten entführen die Wellen. Sofort alarmieren die älteren Jungs die Rettungskräfte – doch von ihrem Cousin fehlt jede Spur. Ein Großaufgebot setzt sich in Bewegung: Marine­hubschrauber, Boote der SNSM, Einsatzteams des Nords SDIS, sogar Drohnen – drei Stunden lang durchkämmt ein Rettungskonvoi die Wasserfläche. Um 19:45 Uhr – nach langem Warten ohne Hinweis auf den vermissten Jungen – endet die Suchaktion. Die Chancen, ihn noch lebend zu finden, sind…

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  • Verzweifelte Suche im Périgord: Wo ist Floriane Roux?

    Verzweifelte Suche im Périgord: Wo ist Floriane Roux?

    Fünf Tage Ungewissheit. Keine Nachricht, kein Signal, kein Lebenszeichen. Seit dem 23. Juli ist Floriane Roux wie vom Erdboden verschluckt – zuletzt gesehen gegen 18 Uhr bei Limeuil in der Dordogne. Eine junge Frau, 31 Jahre alt, voller Leben, plötzlich verschwunden. Ihr Auto, ein grauer Opel Corsa, steht seither stumm am Flussufer in Paunat. Der Schlüssel steckt. Das Handy liegt auf dem Beifahrersitz. Und die Welt fragt sich: Was ist hier passiert? Ihr Freund, der sie vermisst meldete, sagte: Floriane war verabredet mit einem Kollegen – ein einfacher Arbeitsabend bei einem Gemüsebauern, wie so viele zuvor. Doch diesmal kam sie nie an. Der Kollege hat sie nicht gesehen, nichts gehört. Die Mutter schlägt Alarm, ringt mit Tränen: Ihre Tochter sei nicht der Typ, einfach zu verschwinden.

    Floriane ist auffällig und leicht zu erkennen. Rote Haare, Piercings an Nase und Ohren, Tätowierungen, schwarze Doc Martens. Rund 1,60 Meter groß. Ihre Angehörigen haben ihre Fotos in den sozialen Medien …

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  • Verzweifelte Suche nach Agathe Hilairet – Eine ganze Gemeinde steht Kopf

    Verzweifelte Suche nach Agathe Hilairet – Eine ganze Gemeinde steht Kopf

    Seit dem 10. April fehlt von Agathe Hilairet jede Spur. Die 28-jährige Joggerin aus Vivonne im Département Vienne ist spurlos verschwunden – ein Albtraum, der sich zur bitteren Realität für Familie, Freunde und ein ganzes Dorf entwickelt hat.

    Was als harmlose Joggingrunde begann, ist nun ein Kriminalfall, der Menschen tief erschüttert.


    Eine beispiellose Suchaktion

    Kaum war Agathe als vermisst gemeldet, rückten die Einsatzkräfte aus – in großer Zahl und mit aller verfügbaren Technik. Über 100 Gendarmen, dazu Spürhunde, Taucher und sogar Helikopter waren im Einsatz. Die anfängliche Suchzone von 100 Quadratkilometern wurde mittlerweile auf 3 Quadratkilometer um Vivonne herum eingegrenzt. Dort startete Agathes letzter Lauf.

    Es gingen sage und schreibe 140 Hinweise aus der Bevölkerung ein. Jeder einzelne wird akribisch geprüft – auch wenn die erhoffte Spur bislang ausbleibt.


    Ein Fall für die Justiz

    Weil konkrete Ergebnisse bisher fehlen, hat die Staatsanwaltschaft Poitiers jetzt die nächste Stufe gezündet: Eine richterliche Untersuchung wegen „Entführung und Freiheitsberaubung gegen Unbekannt“ wurde eingeleitet. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten – unter anderem können DNA-Spuren gesichert, Wohnungen durchsucht und Personen intensiv befragt werden.

    Besonders im Fokus steht eine Beobachtung: In einem Waldstück, nahe dem Ort des Verschwindens, soll ein Mann mit merkwürdigem Verhalten gesichtet worden sein. Wer war das – und was hat er dort gewollt?


    Ein Dorf zwischen Angst und Hoffnung

    In Vivonne hängt die Sorge förmlich in der Luft. Die Menschen vor Ort sind tief betroffen. Viele kennen Agathe – als ruhige, freundliche Frau, die mit großer Leidenschaft lief. Jetzt organisieren sie Nachtwachen, helfen bei der Suche, spenden warme Worte.

    Es ist diese stille Solidarität, die trotz allem Zuversicht wachsen lässt – auch wenn die Fragen überwiegen.


    Ein Thema, das viele betrifft

    Mit Agathes Verschwinden rückt ein unbequemes Thema wieder in den Fokus: die Sicherheit von Joggerinnen, gerade in ländlichen Regionen. Immer mehr Frauen sprechen offen darüber, wie unsicher sie sich fühlen – selbst bei Tageslicht.

    Sie fordern klare Maßnahmen: bessere Beleuchtung auf beliebten Strecken, mehr Polizeipräsenz, Aufklärungskampagnen. Denn niemand sollte beim Laufen Angst im Nacken haben müssen.


    Zwischen Warten und Weitermachen

    Noch immer fehlt von Agathe jede Spur. Doch Hoffnung – diese zähe, leise Kraft – bleibt. Vielleicht geschieht das Unerwartete. Vielleicht ist sie bald wieder da.

    Bis dahin bleiben ein engagiertes Dorf, eine ermittelnde Justiz und viele offene Fragen.

    Aber auch der dringende Appell: Räume, in denen wir uns frei bewegen, müssen sicher sein. Für alle – jederzeit.

    Von C. Hatty

  • Joggingrunde am Morgen: Das mysteriöse Verschwinden von Agathe in der Vienne

    Joggingrunde am Morgen: Das mysteriöse Verschwinden von Agathe in der Vienne

    Ein Morgenlauf, wie sie ihn so oft gemacht hat. Doch diesmal kam Agathe Hilairet nicht zurück. Seit Donnerstagmorgen fehlt von der 28-jährigen Joggerin jede Spur – ein Fall, der nicht nur ihre Familie, sondern auch ganz Frankreich erschüttert. Denn was mit einem einfachen Jogging-Ausflug begann, entwickelte sich in kürzester Zeit zu einer groß angelegten Suchaktion.

    Agathe hatte am frühen Morgen ihre Laufschuhe geschnürt und war von ihrem Elternhaus in Vivonne aufgebrochen. Eine unscheinbare Gemeinde mit rund 4.500 Einwohnern, eingebettet in eine ländliche Landschaft – idyllisch und eigentlich sicher. Doch Stunden später war klar: Irgendetwas stimmt nicht. Ihr Vater meldete sie noch am selben Tag als vermisst. Die Behörden reagierten sofort.

    Ein Puzzle aus Hinweisen

    Die Ermittlungen laufen seither auf Hochtouren. Bereits am Freitag wurde ein offizieller Zeugenaufruf gestartet. Agathe ist sehr schlank, 1,65 Meter groß, nur 35 Kilogramm schwer. Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens trug sie ein dunkles T-Shirt, einen schwarzen Jogging-Shorts und ein Laufarmband mit ihrem Handy. Ihre Haare waren zusammengebunden. Der letzte bekannte Standort ihres Handys: Ein kleiner Waldabschnitt zwischen den Weilern „Les Grands Ormeaux“ und „Le Champ Salaud“, rund zehn Kilometer von Vivonne entfernt.

    Seitdem: Funkstille.

    Mehr als 30 Menschen meldeten sich auf den Aufruf hin. Ihre Hinweise – derzeit in Auswertung durch die Ermittler. Auch technische Daten wie Mobilfunkverbindungen und Standortdaten werden intensiv überprüft.

    110 Gendarmen, Drohnen und ein Hauch von Hoffnung

    Die Dimension der Suchmaßnahmen ist beeindruckend. Allein am Samstag durchkämmten über 100 Gendarmen das Gelände – unterstützt von rund 60 Soldaten, Mitgliedern der Zivilschutzorganisation, Agathes Joggingverein und etwa 50 freiwilligen Bürgern. Ein Helikopter mit Wärmebildkamera kreiste über der Region, die Flüsse und Teiche der Umgebung wurden von der Wasserschutzpolizei durchkämmt. Selbst ein Quad kam zum Einsatz, um schwer zugängliche Gelände abzusuchen.

    Doch trotz aller Anstrengungen blieb Agathe verschwunden.

    Die Spurensuche aus der Luft, am Boden und im Wasser – alles verlief bislang ohne Erfolg. Die Hunde der Spezialeinheit konnten nur begrenzt weiterhelfen, ihre Arbeit wurde inzwischen eingestellt. Das Gelände? Herausfordernd. „Ein schwieriges, ländliches Terrain“, so der Präsident des Zivilschutzes der Vienne, Nicolas Roger. Dichte Wälder, hohe Hecken, unübersichtliche Felder – ein Ort, an dem sich jemand gut verbergen oder unbemerkt verschwinden kann.

    Stimmungsumschwung in Vivonne

    In der Kleinstadt herrscht eine spürbare Anspannung. Die Bürgermeisterin Marie-Rose Bertaud beschreibt die Lage als „besondere Atmosphäre“. Journalisten und Gendarmerie-Hubschrauber prägen das Ortsbild. Die sonst so ruhige Gemeinde steht unter Beobachtung – und unter Schock.

    Trotzdem bleibt ein Funken Hoffnung. „Ich gebe die Hoffnung nicht auf“, sagt die Bürgermeisterin. Und sie ist nicht allein.

    Ein Fall mit vielen offenen Fragen

    Was ist mit Agathe passiert? Hat sie sich verirrt? Wurde sie Opfer eines Verbrechens? Oder gibt es ein ganz anderes Szenario, das bislang niemand in Betracht gezogen hat?

    Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf die Analyse der bisher gesammelten Daten und Aussagen. Die groß angelegten Suchmaßnahmen vor Ort wurden zwar eingestellt – doch das bedeutet nicht, dass die Suche vorbei ist. Ganz im Gegenteil: Jetzt beginnt Phase zwei, die tiefere Auswertung.

    Der Fall Agathe: Ein Symbol für Solidarität

    Neben all der Ungewissheit hat der Fall auch etwas gezeigt, das Mut macht: den Zusammenhalt. Freunde, Nachbarn, Freiwillige – sie alle haben geholfen, ohne zu zögern. Menschen, die sonst nie ein Wort miteinander gewechselt hätten, standen plötzlich Seite an Seite. Der Wunsch, Agathe zu finden, hat sie vereint.

    Und während Ermittler weiterhin jedes Detail untersuchen, bleibt eine Frage in der Luft hängen – eine Frage, die viele nicht mehr loslässt:

    Wie kann ein Mensch mitten in Frankreich einfach verschwinden?

    Von Andreas M. Brucker

  • Vermisstenfall Agathe Hilairet: Großeinsatz in der Vienne – Hoffnung, Fragen und Sorge

    Vermisstenfall Agathe Hilairet: Großeinsatz in der Vienne – Hoffnung, Fragen und Sorge

    Seit dem 10. April hält ein rätselhafter Vermisstenfall die Region Nouvelle-Aquitaine in Atem. Agathe Hilairet, eine 28-jährige Joggerin, ist spurlos verschwunden, nachdem sie wie so oft zu einem morgendlichen Lauf in der Nähe ihres Wohnorts Vivonne aufgebrochen war. Die junge Frau kehrte nicht zurück – und löste damit eine der größten Suchaktionen der letzten Jahre in der Region aus.

    Ein normaler Morgen – und dann Stille

    Es war gegen 10:30 Uhr, als Agathe sich auf ihre übliche Joggingrunde begab. Was zunächst wie ein ganz gewöhnlicher Donnerstag begann, verwandelte sich wenige Stunden später in eine fieberhafte Suche: Ihr Vater, beunruhigt über ihr Ausbleiben, meldete die Vermisstenanzeige – und brachte damit eine ganze Maschinerie in Gang.

    Mehr als 100 Einsatzkräfte, Hubschrauber, Drohnen

    Die Antwort der Behörden war entschlossen und umfassend: Über 110 Gendarmen durchkämmten seither das Gelände zwischen Vivonne, Voulon, Celle-Lévescault und Gençay. Dabei kamen Spürhunde, ein Helikopter, mehrere Drohnen und sogar Taucher zum Einsatz. Koordiniert wird die Suchaktion von einem temporären Kommandozentrum im Parc de Vounant – ein Zeichen, wie ernst die Lage genommen wird.

    Besonderes Augenmerk gilt zwei Orten: „Les Grands Ormeaux“ und „Le Champ Salaud“ bei Voulon. Dort wurde das Handy der Vermissten zuletzt geortet – in einem Radius von 250 Metern.

    Wer ist Agathe Hilairet?

    Agathe ist kein unbeschriebenes Blatt. In ihrer Heimatgemeinde war sie beliebt, sportlich engagiert und bestens vernetzt – unter anderem als aktives Mitglied eines Laufclubs. Ihre sportlichen Leistungen waren beachtlich, oft lief sie Strecken von bis zu 20 Kilometern.

    Die Bürgermeisterin von Vivonne, Rose-Marie Bertaud, sprach der Familie öffentlich ihre Solidarität aus – verbunden mit einem Appell: Bitte keine privaten Suchaktionen, sie könnten die Ermittlungen gefährden.

    Ein präziser Zeugenaufruf

    Die Gendarmerie hat ein detailliertes Fahndungsprofil veröffentlicht: Agathe ist 1,65 Meter groß, sehr schlank (35 kg), sie trug beim Verschwinden ein schwarzes kurzes Sportoutfit, hatte die Haare zusammengebunden und ihr Smartphone am Handgelenk befestigt.

    Die Bevölkerung wurde gebeten, jede noch so kleine Beobachtung an die Gendarmerie in Vivonne zu melden: 05 49 43 41 15.

    Die Schatten der Vergangenheit

    Die Ähnlichkeit zu früheren tragischen Fällen ist erschreckend. Viele erinnern sich noch an Alexia Daval, die 2017 nach einem Joggingausflug tot aufgefunden wurde. Auch sie galt zunächst „nur“ als vermisst. Solche Fälle werfen ein bedrückendes Licht auf die Gefahren, denen Frauen – insbesondere allein sportlich Aktive – ausgesetzt sein können.

    Ermittlungen auf Hochtouren

    Die Staatsanwaltschaft in Poitiers hat eine Untersuchung wegen „besorgniserregenden Verschwindens“ eingeleitet. Neben der lokalen Kriminalpolizei ist auch die spezialisierte Rechercheeinheit im Einsatz. Handy- und Standortdaten werden ausgewertet, Überwachungsbilder geprüft, jeder Schritt rekonstruiert. Alle Möglichkeiten – von Unfall bis hin zu kriminellen Motiven – werden berücksichtigt.

    Ein Dorf hofft – und hält inne

    In Vivonne ist nichts mehr wie zuvor. Die Straßen sind ruhiger, die Menschen stiller – und doch vereint im Wunsch: Agathe soll lebend gefunden werden. Die Hilfsbereitschaft ist groß, die Emotionen spürbar. Hoffnung liegt in der Luft, aber auch Angst – denn je mehr Zeit vergeht, desto drängender wird die Frage: Was ist mit Agathe geschehen?

    Catherine H.

  • Zwei Leichen in der Drôme gefunden: Wahrscheinlich vermisste Mutter und Sohn

    Zwei Leichen in der Drôme gefunden: Wahrscheinlich vermisste Mutter und Sohn

    Am Freitag, dem 3. Januar, wurden in der französischen Region Drôme zwei Leichen entdeckt, bei denen es sich vermutlich um eine seit Silvester vermisste Mutter und ihren Sohn handelt. Dies gab die Staatsanwaltschaft von Valence bekannt. Die Leichen wurden am späten Vormittag in der Gemeinde Chabeuil von Gendarmen gefunden, wie der Staatsanwalt Laurent de Caigny in einer Pressemitteilung erklärte.

    Noch viele offene Fragen Die genauen Umstände ihres Todes sind derzeit unklar. Eine Untersuchung war am Donnerstag eingeleitet worden, nachdem eine 45-jährige Frau und ihr achtjähriger Sohn als vermisst gemeldet worden waren. Laut Angaben von Angehörigen, die von der Staatsanwaltschaft zitiert wurden, hatte die Frau ihr Haus in der Nähe von Chabeuil auf unerklärliche Weise verlassen – zusammen mit ihrem Sohn und in ihrem gelben Peugeot. Nach erfolglosen Versuchen, die beiden über Telefon, Bankdaten oder Videoüberwachung zu lokalisieren, wurde ein öffentlicher Suchaufruf gestartet. Die Polizei…

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